Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Remakes

Kultschrott: The Toxic Avenger

Es ist eine gute Zeit hier auf dem Filmschrottplatz, denn neulich ereilte mich eine Nachricht, die nur eins bedeuten kann: Wir haben das Ende der Remakes erreicht. Was war es für eine spannende Zeit. Wir hatten Remakes von Klassikern wie „Ben-Hur“ und „Die glorreichen Sieben“. Wir hatten Remakes von ausländichen Filmen wie „Oldboy“ und „The Ring Teil 42“. Wir hatten Remakes von Filmen, die vor 5 Jahren rauskamen, und somit schon wieder komplett veraltet waren, wie die Spiderman-Reihe. Wir hatten Remakes von 80er-Jahre-Knallern wie „Clash Of The Titans“ und eigentlich allem anderen, was es in den 80ern gab. Wir hatten Remakes von Horrorschockern wie „Halloween“ und „A Nightmare On Elm Street“ und eigentlich allen anderen Horrorfilmen, die es jemals gab. Aber das alles ist jetzt vorbei. Denn Hollywood hat endlich entschieden das letzte aller Remakes zu machen. Sie haben alles geremaket. Es ist nichts mehr da.
Entweder das, oder die Arschkrampen in Hollywood haben endlich gemerkt, dass ihre Filme totale Scheiße sind. Und deshalb haben sie als letztes Remake-Gebiet den absoluten Bodensatz erreicht. Einen Film, den die verfickten Affen nicht mal zu schätzen wüssten, wenn er ihnen ihre lahmen Ärsche auf links drehen würde. Ein Film, den die faulen Saftsäcke nicht mal zu schätzen wissen würden, wenn er ihnen ihre Schwänze ins Ohr stecken würde, um durch ihr Pissloch in ihren Gehörgang zu schreien, wie wenig Ahnung die Nie-Wieder-Wichser eigentlich davon haben, was ein guter Film ist. Ein Film, den die geldgeilen Kinderficker nicht mal zu schätzen wissen würden, wenn er ihnen ihre Dollarscheine einzeln in jede Körperöffnung schieben würde, wo sie Papierschnitte hinterlassen, bis ihnen die Eier abfallen. Ihr seht schon, es wird äußerst trashig heute.
Ich rede selbstverständlich vom Remake des Trash-Knallers, den wir uns jetzt hier zu Gemüte führen wollen. Macht euch bereit für den einzig wahren Helden, den die Filmwelt noch hat, bevor er demnächst leider auch durch ein beschissenes (letztes) Remake zerstört wird. Hier ist:

THE TOXIC AVENGER – Atomic Hero – USA – 1984 – 82 Min.

Dieser Film war nebenbei ein Umbruch im Filmschaffen der Trash Produktionsschmiede Troma. Denn bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie sich auf billige Sexkomödien spezialisiert. Natürlich konnte niemand vorhersehen, dass „Toxie“ den Laden über die nächsten Jahre am Leben halten würde, aber in den schwersten Zeiten entstehen nun mal die besten Ideen. Deshalb kommt aus dem verwöhnten, reichen Hollywood nur noch Scheiße. Aber genug Hollywood-Gebashe. Jetzt wollen wir geilen Scheiß sehen. Also los:

New York City ist scheinbar die Weltstadt von Kultur und Industrie. Nichts macht das so klar, wie ein Fass voller blubbernder grüner Flüssigkeit. Aber schauen wir mal rüber nach Tromaville, der Weltstadt für Giftmüll. Dort arbeitet Melvin als Scheißhauswischer im Tromaville Health Club. Und alle hassen ihn, weil er immer gut drauf ist, obwohl er den ganzen Tag Pisse aufwischen muss. Bozo ist deshalb echt gestresst und Julie ist auch nicht begeistert. Also wird Melvin etwas rumgeschubst und dann geht Bozo erst mal ins Fitnessstudio, um sein nicht vorhandenes Fett wegzutrainieren, auf das ihn sein Kumpel Slug aufmerksam gemacht hat.

Melvin guckt Slug und einer Ische mit dicken Tüten beim Vögeln zu, aber haut ab, als sie ihm mit einem Messer droht. Anschließend machen sich Slug, Bozo, Juie und die Tütentussi einen Spaß daraus, Leute zu überfahren. Hauptsächlich Ausländer. Kinder bringen Bonuspunkte. Drei Sekunden später begegnen sie natürlich auch einem Kind auf einem Fahrrad und fahren es über den Haufen. Da das Kind sich noch bewegt, gibt es aber nicht die volle Punktzahl. Also muss Bozo noch mal drüber fahren. Ich schätze, wir haben die Bösen im Film gefunden. Und weil sie so richtig böse sind, machen sie noch ein paar Polaroids vom zerplatzten Schädel des Blags. Leider muss Slug dann nach Hause, denn er muss früh aufstehen, weil er in die Kirche muss.

Das Overacting in dem Streifen hier spottet nebenbei jeder Beschreibung. Das wird noch klarer, als Bozo mal wieder einen Wutausbruch hat und Melvin von Julie verführt wird, damit man ihn später verarschen kann. Die Koksnasen im LKW voller Atommüll leisten ebenfalls ihren Beitrag.

Jedenfalls wird Melvin in ein Ballerinaoutfit gesteckt und muss vor allen Leuten mit einem Schaf rumknutschen, wonach er peinlich berührt aus dem Fenster springt und natürlich in einem Giftmüllfass auf dem LKW vor der Tür landet. Die anschließende Mutation ist ganz großes Kino der praktischen Effekte und ein weiterer Grund, warum CGI weg muss.

Die over the topste Gangstertruppe aller Zeiten verkloppt einen Wachmann, aber der Toxic Avenger ist zur Stelle und zerlegt die Angreifer und stopft ihnen Mops in die Fresse. Nur Cigar Face entkommt, aber aus dem bekommt die Polizei nichts heraus, denn er murmelt nur was von einem Monster. Der Bürgermeister glaubt an einen politischen Aufstand.

Toxie geht nach Hause, aber seine Mutter erschreckt sich zu Tode und ganz geknickt tapert Toxie zum Atommülllager Schrägstrich Schrottplatz, um sich dort ein Haus aus Müll zu bauen. Wenn man ehrlich ist, hätte Toxie von Beginn an das Maskottchen dieses Blogs sein sollen.

Böse Typen überfallen eine Pommesbude und erschießen einen Hund. Das geht natürlich gar nicht und der Toxic Avenger muss eingreifen und dem Anführer den Arm abreißen und ihn in den Pizzaofen schieben, nachdem er einem Kollegen die Hände fritiert und dem anderen das Auge rausgemixt hat. Nebenbei ist der einzige Let Down des Films, dass Toxie die ganze Zeit rumgrunzt, dann aber mit ganz normaler Stimme redet. Das hätte man besser lösen können. Jedenfalls geht er mit der blinden Hundebesitzerin nach Hause, wo sie ihm die Zukunft voraussagt und ihm versehentlich an den Glühstab fasst.

Irgendein Doktor erklärt, dass das Monster offensichtlich zum Bösen hingezogen wird, um es verhindern zu können.

Die dicke Tüten Tussi masturbiert in der Sauna. Toxie kommt vorbei und setzt sie auf die heißen Kohlen. Anschließend verkloppt er ein paar Typen, die ein 12-jähriges Mädchen zwangsprostituieren wollen. Und rettet zwei Kinder vor Bozo und Slug. Und hilft einer alten Oma über die Straße. Und öffnet einer Hausfrau das Marmeladenglas. Mit anderen Worten: Er ist der Schwiegersohn, den sich eure Mutter immer gewünscht hat. Abgesehen natürlich von seiner Deformation.

Aber er ist ja ohnehin vergeben, denn die Beziehung mit der blinden Trulla läuft wunderbar. Schließlich macht sie ihm täglich hundert Spiegeleier und er poppt sie, ohne seine Hose auszuziehen. Das ist ein echter Superheld.

Julie wird von Toxie verfolgt und mit einer Schere erledigt. Bozo steht an anderer Stelle und overacted mal wieder was das Zeug hält, weil Julie ihn so stresst. Also verkloppen er und Slug eine alte Oma und klauen ihr Auto. Toxie springt aufs Dach des Autos zur fröhlichen Stuntahrt. Slug wird aus der Karre gezogen und Toxie steigt ein, um mit Bozo ein Verkehrschaos zu veranstalten. Der Wagen fliegt einen Abhang runter und explodiert. Toxie steigt aber anschließend fröhlich aus und auch Bozo sieht gar nicht mal so verbrannt aus, wie man nach einer Explosion denken sollte.

Toxie will mit seiner blinden Freundin Sarah aufs Land ziehen, wo er niemanden töten kann.

Toxie killt dann irgendeine Tussi in einer Waschmaschine. Es stellt sich heraus, dass sie einen Sklavenring geführt hat. Der Bürgermeister ist nicht begeistert darüber, dass Toxie weiterhin als Held gefeiert wird. Deshalb erzählt er der Presse vom Sklavenring natürlich nichts und ruft zur großen Jagd auf das Monster auf.

Toxie ist nicht schwer zu finden, denn er zeltet drei Meter außerhalb der Stadt im Wald. Also wird er von der Armee umzingelt. Melvins Mutter und ein paar Gerettete sprechen sich dafür aus, dass man das Monster nicht wegbombt, aber natürlich lassen sich die Armeefatzken nicht davon beeindrucken. Aber dann stellen sich alle geschlossen vor den Avenger und plötzlich will keiner mehr das Monster killen. Außer der Bürgermeister, der aber der schlechteste Schütze aller Zeiten ist und deshalb muss Toxie ihm die Leber rausreißen.

Toxie und Sarah umarmen sich, alle machen Party und Tromaville ist endlich wieder sicher. Aber wie lange? Ich gehe in meinem Atommüll baden …

Advertisements

10 gute Filmremakes

Ja, ich weiß, ich bin zu spät. Die Deadline von Ma-Gos Blogparade ist schon abgelaufen. Aber leider machte mir letzte Woche mal wieder mein Laptop einen Strich durch die Rechnung und ich komme erst jetzt dazu, noch schnell meinen Senf dazu zu geben.

Eigentlich würde ich es einfach dabei belassen, weil sowieso jeder weiß, wie scheiße ich Remakes, Reboots und generell diesen ganzen unkreativen Mist finde, den Hollywood fabriziert. Aber um mal zu zeigen, dass es manchmal – aber wirklich nur manchmal – auch noch Dinge gibt, die ich nicht total zum kotzen finde, poste ich hier trotzdem mal eine Liste mit 10 Remakes, die tatsächlich gut sind. Ob besser als das Original kann ich nicht immer beurteilen, da ich nur selten beide Versionen gesehen habe. Vielleicht ist das auch der Grund, warum mir die Remakes gefallen. Wer weiß.

BEN HUR

Beginnen wir doch einfach mal mit dem Film, der hier der Stein des Anstoßes war. Und den soweit ich das verfolgen konnte komischerweise niemand auf seiner Liste hatte. Ja, Ben Hur, mit dem rassistischen Waffenlobbyarschloch Charlton Heston, war ein Remake. Das Original war ein Kurzfilm von 1907, der bereits im Jahr 1925 in eine stumme Langversion umfunktioniert wurde, bevor dann 1959 der Klassiker folgte, der demnächst von dem Saftladen Hollywood verhunzt werden wird. Freuen wir uns schon mal auf animierte Wagenrennen und Morgan Freeman als Black Moses From The Red Sea – oder was auch immer der darstellen soll.

THE DEPARTED

Martin Scorsese hat es echt drauf. Verzeihen wir ihm also mal, dass er mittlerweile auch nur noch ein fauler Saftsack ist, der sich dem Hollywood-Arschkrampen-Machen-Sich-Alles-So-Einfach-Wie-Es-Geht-Niveau gebeugt hat. Bevor das der Fall war, hat er noch coole Filme gemacht. Dieses Remake vom asiatischen Original „Infernal Affairs“ zum Beispiel. Ob es jetzt unbedingt sein Oscar-würdigster Streifen ist, lasse ich mal dahingestellt. Ein starker Film ist es allemal.

TRUE GRIT

Die Coens haben sich ja schon mal an einem Remake versucht und Ladykillers mit Tom Hanks hingeschludert, den ich alles andere als gut fand. Dürfte sogar die größte Enttäuschung von den Coens gewesen sein. Als dann angekündigt wurde, dass sie mit True Grit ein weiteres Remake planen, das dazu auch noch ein Western ist, was ja nicht gerade mein bevorzugtes Genre ist, dachte ich erst mal: „Oh, das wird nix. Den spare ich mir besser direkt.“ Da ich allerdings Jeff Bridges als besoffenen Sheriff nicht verpassen wollte, habe ich mir den Spaß doch gegeben und es ward gut. Das Original „Der Marshal“ mit John Wayne, den ich ohnehin für einen komplett überbewerteten Fatzken mit beschissenem Hut halte, kann niemals so unterhaltsam sein.

THE MONEY PIT

Wo ich schon Tom Hanks erwähnt habe, muss dieser Film, mit dem geilsten Hanks-Lachflash aller Zeiten, natürlich in die Liste. Hierzulande besser bekannt unter dem Namen „Geschenkt ist noch zu teuer“ in dem Tom Hanks und Shelley Long mit fürchterlicher 80er-Frisur ihr Traumhaus bauen, wobei alles schief geht, was schief gehen kann. Bereits 40 Jahre zuvor stieß Cary Grant in „Mr. Blandings Builds His Dream House“ auf ähnliche Probleme.

SCARFACE

Muss ich wohl nicht viel zu sagen. Al Pacinos wohl berühmteste Rolle. Ein Remake vom Original aus den 1930ern.

DAWN OF THE DEAD

Zack Snyder ist ja momentan wieder mal in aller Munde. Immerhin ist er für „Batman V Superman“ verantwortlich. Ungesehen, weiß ich zwar, dass der Streifen eine absolute Katastrophe sein wird, aber ich bin kein so großer Zack Snyder-Gegner, wie viele andere. Wenn ich etwas kritisieren wollte, dann wäre es wohl, dass er absolut nichts eigenständiges macht. Nur Remakes und Adaptionen. Mit anderen Worten, er passt hervorragend ins innovationslose Hollywood des 21. Jahrhunderts. Jedenfalls mochte ich sein Remake zu Dawn Of The Dead. Aber man muss auch einfach sagen, dass man da wenig falsch machen konnte, denn das Original ist doch sehr stark angestaubt und mittlerweile doch eher unfreiwillig komisch.

THE RING

War gut. Und dann kam die Fortsetzung …

TWELVE MONKEYS

Das hier ist zwar kein direktes Remake, da das vermeintliche Original „La Jetée“ eigentlich nur die Grundidee lieferte, aber das reicht mir in diesem Fall mal, einfach damit ich den Film erwähnen kann. Denn erstens ist er von Terry Gilliam, was selten schlecht ist, zweitens war Bruce Willis hier noch nicht ausgelutscht ohne Ende und drittens ist Brad Pitt absolut irre.

INSOMNIA

Noch mal Al Pacino. Dieses Mal unter der Regie von Christopher Nolan, der hier seinen „normalsten“ Film ablieferte. Das Original stammt aus Norwegen und da haben wir auch direkt den Grund, warum dieser Film unbedingt noch mal mit US-Darstellern inszeniert werden musste. Schließlich sind die Scheiß-Amis nicht in der Lage mal aus ihrem verfickten Piss-Kosmos auszubrechen und sich auf etwas einzulassen, in dem nicht ihre abgefuckten Kackstars vor der Kamera rumturnen. Aber in gaaaaaaaaaaaaaaaaaanz wenigen Ausnahmefällen ist das dann doch eine gute Sache. Sonst hätten wir nie Robin Williams als großartigen Antagonist in diesem Streifen erlebt.

THE HILLS HAVE EYES

Sind wir mal ehrlich: Wes Craven war durchaus ein echter Könner, aber wenn man im Horrorgenre rumturnt, bleibt es kaum aus, dass man auch mal richtig große Grütze abliefert. Die Scream-Fortsetzungen beispielsweise. Aber zumindest hat der werte Herr Craven immer versucht, kreativ zu bleiben und etwas neues zu einem ständig ausgelutscht wirkendem Genre beizutragen. Sein „Hügel der blutigen Augen“ schuf quasi das Genre des Hinterwäldler-Splatter-Schnetzel-Mutanten-Horrorfilms, den wir heute alle so scheiße finden; oder vielleicht auch nur ich. Allerdings muss man gestehen, dass das Original doch sehr stark unter unfassbar schlechten Darstellern zu leiden hat. Dadurch hat das Remake generell schon mal eine Daseinsberechtigung. Dazu kommt, dass man sich nicht einfach strikt an das Original hält, sondern den Verlauf des Films stark ändert, wodurch der Spaß einfach eigenständig wirkt.

Und genau das sollte ein Remake tun. Es ist wie bei den ganzen verfickten Coversongs heutzutage, die einen von morgens bis abends auf den überflüssigen abgefuckten Radiosendern nerven, für die man auch noch GEZ zahlen muss, damit die ihr Pissprogramm weiter senden können … Wenn man einen Song covert, sollte man zumindest so viel Sinn und Verstand haben seinen eigenen Stil einzuarbeiten, dabei aber dem Original auch treu bleiben. Ein schwieriges unterfangen, an denen viele gescheitert sind und größtenteils verdienen, einen grausamen, schmerzhaften, qualvollen Tod zu sterben für die Folter, durch die ich jedes Mal geschickt werde, wenn dieses verdammte Grauen läuft.

Jedenfalls sollte es mit einem Filmremake genau so sein. Ein Remake nur um des Remakes Willen ist zum Scheitern verurteilt. Ein Remake eines Regisseurs, der seinen eigenen Stempel auf den Film drückt, dabei aber das Original nicht zerstört, kann richtig gut sein.

Und jetzt warten wir alle gespannt auf Ghostbusters und darauf, das Paul Feig elendig verreckt und aufhört, mit seinen Scheißfilmen zu nerven. Hoffentlich passiert das vor Ghostbusters 2.