Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Raiders Of The Lost Ark

Nutzloses Filmwissen #10

Alles was ich weiß ist, dass ich nix weiß.

Beim letzten Mal haben wir beim Jäger des verlorenen Schatzes aufgehört. Was ich aber vergessen habe zu erwähnen, ist die Tatsache, dass dieser Film einen der erfolgreichsten Regisseure der letzten Jahre dazu inspiriert hat, überhaupt Regisseur zu werden, nachdem er an ein paar Storyboards mitgearbeitet hat. Die Rede ist selbstverständlich von niemand geringerem als Michael Bay. Na, vielen Dank dafür Indy. Und ich dachte, dein größtes Verbrechen an der Filmkunst sei Indiana Jones 4 gewesen.

Dabei fing das mit Michael Bay gar nicht mal so schlecht an. Immerhin war einer seiner ersten Filme The Rock mit Sean Connery und Nicolas Cage. Den nennt Bay übrigens seinen Lieblingsfilm von sich selbst. Fragt man sich ja mal wieder, warum er dann nur noch Käse dreht.

Aber egal. The Rock. Ed Harris blieb während der Dreharbeiten ständig in seiner Rolle und sprach Regisseur Michael Bay nur mit „Sir“ an, während er vor ihm salutierte. Sean Connery hingegen wollte es möglichst gemütlich haben und ließ sich auf Alkatraz eine Hütte bauen, in der er schlafen kann, damit er nicht ständig während der Dreharbeiten, zwischen Insel und Festland hin und her schwimmen muss.

Um eine ganz andere Hütte geht es in Tanz der Teufel, im Original The Evil Dead. Leider steht die echte Hütte nicht mehr, aber die Crew vergrub nach Ende der Dreharbeiten eine Zeitkapsel im Kamin, die dann später von Fans gefunden wurde. Keine Ahnung, was da drin war. Bestimmt ein Buch. Man kann nur hoffen, dass sie nicht daraus vorgelesen haben.

Übrigens ging es bei den Dreharbeiten ziemlich zur Sache. Bruce Campbell musste eine der Darstellerinnen mit einer echten Kettensäge angreifen. Außerdem musste er gegen sie kämpfen, während sie, durch weiße Kontaktlinsen völlig sehunfähig, mit einem Messer rumfuchtelte. Glücklicherweise ist nichts schief gegangen, sonst hätte man den Film wohl The Evil Snuff nennen müssen.

Zumindest Bruce Campbell sah nach den Dreharbeiten auch immer aus, als hätte er gerade 42 Leute niedergemetzelt. Da er von oben bis unten mit Kunstblut eingesaut war, musste er versteckt auf der Ladefläche eines Pick Ups nach Hause fahren, damit niemand dumme Fragen stellt.

Auch nicht verletzungsfrei blieben die Dreharbeiten zum oben erwähnten Jäger des verlorenen Schatzes. Während sich Harrison Ford die Rippen prellte, als er, an einem Seil hängend, von einem Truck über den Boden geschleift wurde, und das außer Kontrolle geratene Flugzeug über sein Bein rollte, biss eine Schlange Regieassistent David Tomblin in die Hand. Außerdem starb eine Python, nachdem sie von einer Kobra gebissen wurde.

Kein Wunder, das Indiana Jones Schlangen nicht mag.

Werbeanzeigen

Nutzloses Filmwissen #9

Ich weiß nicht, was ich in der Einleitung schreiben soll. Kommen wir also direkt zu den Dingen, die ich weiß:

In Eternal Sunshine Of The Spotless Mind wurde die kurze Szene, in der Jim Carrey und Kate Winslet sich eine Elefantenparade angucken, nur gedreht, weil diese Parade gerade zufällig in der Stadt war. Weil die Szene öffentlich gedreht wurde, versuchten während der gesamten Dreharbeiten Reporter Interviews mit den Darstellern zu führen.

Die wohl bekannteste Elefantenparade gab es wahrscheinlich in Disneys Das Dschungelbuch. Das Geier-Quartett sollte ursprünglich von den Beatles gesprochen werden. Da John Lennon da aber mal gar keine Böcke drauf hatte, machte man daraus kurzerhand ein Barbershop-Quartett. Warum Geier einen Friseursalon haben sollten, ist mir irgendwie nicht ganz klar.

Die Beatles hatten es aber scheinbar ohnehin nicht so mit Filmen. Sie stimmten nur zu Yellow Submarine zu machen, um ihren Filmvertrag zu erfüllen. Wahrscheinlich waren sie froh, dass es sich um einen Cartoon handelte, denn dafür mussten sie dann noch weniger arbeiten.

Ebenfalls in einem U-Boot schippern die Deutschen in Das Boot durch den Atlantik. Die Szene, in der Jan Fedder während des Sturms über Bord geht, war nicht geplant. Während die Brücke des Boots mit Wasser bespritzt wurde, um einen Sturm zu simulieren, verlor Fedder den Halt und einer der Darsteller rief instinktiv „Mann über Bord!“ Wolfgang Peterson realisierte erst nicht, dass es sich um einen Unfall handelte, lobte Fedder für diese gute Idee und bat ihn, die Szene noch mal zu drehen. Als sich herausstellte, dass Fedder sich tatsächlich verletzt hatte, ließ Peterson die Szene im Film und schrieb seine Rolle etwas um, damit er auch im Film den Unfall verkauft und eine Zeit lang im Bett verbringt.

In Jäger des verlorenen Schatzes wurden die U-Boot-Modelle, die extra für Das Boot hergestellt wurden, ebenfalls verwendet. Witzigerweise vergaß man aber, der Crew von Das Boot davon zu berichten, dass man einige Modelle verleiht und diese wunderten sich, wo die U-Boote plötzlich geblieben sind.

Auf DVD heißt der Film nebenbei mittlerweile Indiana Jones And The Raiders Of The Lost Ark. Komisch. Alles mit Raider wird umbenannt. Jetzt habe ich Lust auf ein Twix.