Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Gesetzeshüter Grundausbildung für Notgeile

Erinnert sich noch jemand an die Police Academy? Damals der heiße Shit, was Komödien anging. Da wundert es kaum, dass es unzählige Fortsetzungen gab, wovon eine beschissener, als die andere war. Aber wenn etwas erfolgreich ist, wurde es eben schon damals durchgenudelt, bis zum Gehtnichtmehr. Und natürlich durften auch die Kopien nicht fehlen, die versucht haben, auch ein Stück vom Kuchen des Erfolgs abzukriegen. Zum Beispiel:

RECRUITS – Die Chaoten-Cops – Kanada – 1986 – 90 Min.

Wie bei Police Academy beginnt der Spaß hier damit, dass irgendwelche Pappnasen zur Polizeischule fahren. Mit dem Unterschied, dass man sich hier gar nicht erst damit aufhällt, die Charaktere vorzustellen, sondern einfach alle auf einen Haufen schmeißt, damit der Zuschauer direkt weiß, dass die Leute hier alle absolut uninteressant sind.

Kurz zur Story: Der Gouvernour will vorbei kommen, deshalb soll Captain Magruder ein paar neue Cops ausbilden, die die Straßen sicherer machen. Insgeheim will Magruder aber natürlich, dass das alles schief geht, damit er Bürgermeister werden kann. Wir kennen das.

Nachdem es ein paar Brüste zu sehen gab und man mich mit grottenschlechten Zweideutigkeiten genervt hat, gibt es noch ein paar Brüste zu sehen. Anschließend zeigt man zur Abwechslung ein paar Brüste.

Zwei Trottel, die sich am Strand an ein paar Weiber ranschmeißen, werden verhaftet. Ein Deckschrubber und ein Typ im Krabbenkostüm ebenfalls. Alle wegen sexueller Belästigung, oder sowas in der Richtung. Diese Spaten und ein paar andere Pappnasen, wie ein Penner, eine Nutte und ein Möchtegern-Clint-Eastwood werden dann natürlich in die neue Truppe aufgenommen.

Major Sergeant Stonewall und Sergeant Schicklegruber, die die wohl klischeebehaftetste deutsche Polizistin der Filmgeschichte darstellt, zeigen den neuen Rekruten dann wo es lang geht.

Lange keine Brüste gesehen, also Zeit für die Duschszene. Anschließend gibt sich einer der Rekrutentrottel als Major aus, um eine Tussi flachzulegen, landet aber im dunklen Zimmer im Bett mit Stonewall. Wahnsinns-Gag mal wieder. Wollt ihr nicht lieber noch ein paar Titten zeigen?

Am Hindernisparcours scheitern die Schwachmaten natürlich auf ganzer Linie. Zwei von ihnen beschließen deshalb, den Quatsch direkt zu lassen und gehen lieber im Polizeiauto poppen. Da sich die Handbremse löst, rollt die Karre dabei durch die Stadt und jeder hört, was in der Karre vor sich geht. Witzig.

Schießtraining. Alles wird zu Kleinholz geballert, nur die Zielscheibe trifft niemand.

Eine Verhaftung wird demonstriert, von einer Blonden Tussi, die dann will, dass der Verhaftete seine „Waffe“ auspackt. Sie scheint beeindruckt.

Zeit, die Garage zu säubern. Wo man schon dabei ist, bastelt man etwas an Stonewalls Motorrad herum, der das dann kurz darauf mit Vollgas im Teich versenkt.

Kurzes Zwischenfazit: Der Film ist absolut unlustige Scheiße.

Jetzt dürfen alle Rekruten auch Moped fahren und stellen sich dabei extrem dämlich an. Außer natürlich der Rocker vom Dienst, der direkt mal ne Stuntshow auf seinem Bike abzieht. Die Blonde kriegt währenddessen auf ihrem Motorrad nen Orgasmus.

Probe in der Stadt. Clint will einen Typen erschießen, der unbefugt die Straße überquert. Er hat wohl zu viel Lethal Weapon gesehen.

Zwei Trottel wollen für Ruhe in einer Countrybar sorgen, in der komischerweise nicht mal ansatzweise sowas wie Country gespielt wird. Natürlich gibts vor die Fresse.

Schicklegruber erwischt nen Typen beim Wichsen und will ihn reiten, aber es stellt sich heraus, dass er nur ne Kanone in der Hose versteckt hat.

Eine geisteskranke Bikergang überrascht Krabbenkarl und eine Tussi beim Mitternachtsschäferstündchen. Clint eilt zur Rettung und irgendwie hab ich hier nicht mal kapiert, ob das lustig sein sollte, oder einfach nur Zeit totschlagen.

Der Möchtegern-Bürgermeister könnte alle feuern, aber stattdessen schickt er sie lieber unbeaufsichtigt in die Stadt, damit sie da für totales Chaos sorgen und er endlich den Bürgermeisterjob kriegen kann.

Neben der Blonden, die nem Typen mit Motorschaden einen kaut und dem Penner, der besoffen durch den Verkehr taumelt, bescheißen zwei Trottel einen Autofahrer und die Nutte verprügelt nen Freier, weil er sie knallen will. Irgendwo in diesem ganzen Sammelsurium an Bullshit hätte man sicher nen guten Gag verstecken können. Hat man aber nicht.

Stonewall findet das alles auch ganz und gar nicht lustig.

Es gibt mal wieder Titten zu sehen und der Gouvernour sitzt plötzlich auf dem Rücksitz der Karre, in der auf dem Vordersitz gerade zwei der Rekrutenidioten rumgevögelt haben. Also müssen sie ihn nackt durch die Stadt kutschieren.

Möchtegernmayor und Stonewall zünden derweil eine Kanone. Ja, eine Kanone. Wie aus dem Bürgerkrieg. Und es bricht Panik aus beim Besuch des Gouvernours.

Der Bürgermeister verliert also tatsächlich seinen Job und alle Rekruten sind gefeuert. Und wisst ihr, was das bedeutet? Genau. Diese Scheiße ist immer noch nicht vorbei, denn irgendwie müssen die das ja jetzt auch noch wieder gerade biegen.

Stonewall und Schicklegruber kloppen sich dann um den Job des neuen Captains, wenn Magruder Bürgermeister wird.

An anderer Stelle wird vergammelter Hummer in Fässern im Feld versteckt. Stonewall rollt eins zur nächtlichen Grillparty am Strand. Da wird dann allen schlecht davon, oder so.

Die Rekrutenspasten beschließen, den Assassinen zu finden, der den Gouvernour erschießen wollte. Äh, okay, jetzt raffe ich auch, was das mit der Kanone sollte.

Der ehemalige Bürgermeister kommt vorbei und will, dass die Rekruten wieder Cops sind, da alle anderen vom Gammelhummer am kotzen sind.

Etwas grottigen 80er-Jahre-Rock später gibts halt wieder unlustigen Scheiß, den die Trottelrekruten so in der Stadt bauen. Naja, und dabei zumindest mal ein paar Verbrecher verhaften, weil sie ja jetzt „echte“ Cops sind. Meine Fresse, ist das alles schlecht. Und vor allem frage ich mich die ganze Zeit: Führt die Kacke auch mal irgendwo hin?

Die Antwort lautet selbstverständlich: Nein.

Der Bürgermeister hat dann aus irgendeinem Grund seinen Job wieder und Schicklegruber verrät Stonewall und Magruder. Die werden dann im Fluss versenkt und der Bullshit ist endlich vorbei. Ich gehe meine Polizeiuniform bügeln …

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Blogparade: Guilty Pleasure Filme

Nach den Inselfilmen und den Filmen, die im Meer versenkt gehören, fragt Paranoyer nun also nach der goldenen Mitte. Nämlich 10 Guilty Pleasure-Filmen, also den Streifen, von denen man weiß, dass sie kaum jemandem gefallen, die man selber aber immer wieder gerne guckt. Um ehrlich zu sein, habe ich mich hier wirklich schwer getan, zehn Filme zu finden, die ungefähr in diese Kategorie passen. Aber wird schon passen:

 

Ace Ventura – Jim Carreys Humor spaltet ja durchaus die Gemüter, was ich absolut nachvollziehen kann, denn ich habe absolutes Verständniss dafür, wenn jemand diesem Grimassenhumor nix abgewinnen kann, aber ich finde es einfach jedes Mal wieder herrlich bescheuert und muss immer wieder drüber lachen. (Meine Fresse, ist der Satz lang geworden.)

 

Dodgeball – Ein paar Bekloppte werfen sich Bälle in die Eier, aber irgendwie macht es trotzdem Spaß. Stiller sieht super-scheiße aus, die anderen sind eben auch da, aber lustig sind sie alle.

 

FC Venus – Ulmen, Tschirner, Fußball, Saufen, Grillen, und alles was sonst dazu gehört. Passt für mich.

 

Deep Blue Sea – HAIE! YEAH! Und Samuel L. Jackson ist natürlich auch dabei. Aber vor allem natürlich Haie!

 

Drei Amigos – Keine HA HA HA-Comedy, aber irgendwie hat der Film was. Chase, Martin, Short sind eh ein tolles Trio und wunderbar bekloppte Szenen, wie die mit dem singenden Busch, sorgen für einiges an Heiterkeit. (Man, das Wort habe ich heute zum ersten Mal benutzt, glaube ich)

 

Showtime – Ja, ja, ich weiß, Eddie Murphy ist schon seit gefühlt 1000 Jahren nicht mehr lustig und dreht nur noch Scheiße am Fließband. Aber der hier war irgendwie lustig, was natürlich auch – oder vielleicht auch ausnahmslos – an DeNiro und Shatner lag.

 

Liebe braucht keine Ferien – Schnulze hoch zehn, aber nachdem ich ihn mal zufällig irgendwann an Weihnachten im Nachtprogramm gesehen habe, schalte ich ihn jedes Jahr wieder gerne ein, wenn ich zufällig wieder drüber stolper.

 

Police Academy 3 – Die einzige Fortsetzung in der Runde. Schon Teil 2 kam eher schlecht weg und gefiel mir noch richtig gut. Dieser hier ist auch noch absolut unterhaltsam und bietet einige Lacher. Danach ging es dann aber völlig bergab (und wir werden die weiteren Teile hier im Blog noch antreffen).

 

13 Geister – Stupide Story. Dumme Dialoge. Flaches Drehbuch. Mir völlig hupe, ich mochte den. Die Geister waren einfach creepy und Matthew Lillard ist eigentlich auch ganz cool, wenn er nicht gerade Sextipps gibt.

 

Batman hält die Welt in Atem – Man muss ihn einfach lieben. Die Bombenszene. Robins blöde Sprüche. Anti-Hai-Spray. Rockt. Nebenbei basierte auf diesem Streifen dann die geile 60er-Jahre Batman TV-Serie. POW!