Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Peter Sellers

Die 5 Besten … Filme, um sich besser zu fühlen

Ich bin irgendwie gut drauf und deshalb wird das hier heute ungewöhnlich positiv. Aber KEINE PANIK. Die Hasstiraden werden natürlich nicht lange auf sich warten lassen hier auf dem Filmschrottplatz. Jetzt aber erst mal zu Goranas Aufruf zu den

5 BESTEN FILMEN, NACH DENEN ICH MICH IMMER BESSER FÜHLE

Ich gehe jetzt hier mal nicht rein von Filmen aus, die ich gucke, wenn ich krank bin, sondern eher, wenn ich etwas Aufbauarbeit brauche, weil ich einfach scheiße drauf bin. Also Filme, bei denen ich hinterher einfach aus den unterschiedlichsten Gründen wieder gut drauf bin.

5 RANDOM JACKIE CHAN/BUD SPENCER & TERENCE HILL MOVIE

Weil die Filme einfach eine gute Mischung aus Gekloppe und dämlicher Comedy sind. Bei Chan kommen noch die teils innovativen und wahnsinnigen Stunts dazu.

4 MURDER BY DEATH (EINE LEICHE ZUM DESSERT)

Weil Peter Sellers einfach der Knaller ist. Alternativ gehen auch die Pink Panther Filme.

3 INTO THE WILD

Weil ich während dem Film immer das Gefühl habe, die Welt erkunden zu müssen und am Ende merke, dass es doch ganz gut ist, dass ich zuhause geblieben bin.

2 JURASSIC PARK

Weil der Film zeigt, das Blockbuster mal nicht die reinste Scheiße waren, sondern einen guten Mix aus verschiedenen Genres mit Intensität, Action und Humor boten.

1 THE BIG LEBOWSKI

Weil es der lustigste Film ever ist. Der Film ist gleichzeitig so dermaßen bescheuert und bietet eine gute Story, sodass ich einfach selbst an meinem schlechtesten Tag nicht anders kann, als alles an diesem Film einfach nur zu lieben.

HONORABLE MENTIONS:

HELL COMES TO FROGTOWN, LETHAL WEAPON, , BLUES BROTHERS, GOONIES, THE LAST BOY SCOUT, BACK TO THE FUTURE, DIE HARD

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Monatsrückblick – Juni 2017

Anfang des Monats habe ich ein paar sogenannte Klassiker nachgeholt. Unter anderem diesen hier:

DR. STRANGELOVE OR: HOW I LEARNED TO STOP WORRYING AND LOVE THE BOMB

Stanley Kubrick hat es bei mir immer etwas schwer. Zum einen mag ich seinen visuellen Stil, der in jedem Film einfach perfekt zur Thematik passt. Wo man heute mit dem Wort „Visionär“ wahllos um sich wirft, ist der Begriff bei Kubrick wohl passender als bei kaum jemand anderem. Auf der anderen Seite hat der Mann eine Erzählweise, die mich manchmal einfach nicht bei der Stange hält. Das liegt nicht daran, dass die Themen und Szenen nicht interessant wären, aber irgendwie kickt es mich oft einfach nicht, was der Mann inszeniert. Dieser Film liegt irgendwo in der Mitte. Ich weiß, was der Film will und ich weiß auch, dass er absolut recht hat in dem, was er vermittelt, aber es catcht mich einfach nicht so recht. So braucht der Film eine ganze Weile, bis ich drin bin.
Zum Glück war Peter Sellers immer und zu jeder Zeit ein absoluter Meister seines Fachs. Und so ist jede Szene mit ihm natürlich ein kleines Highlight. Und seine Szenen zusammen mit Sterling Hayden sind absolut fantastisch.
Letztlich ein guter Film, der mir aber teilweise zu langweilig war. Kubrick eben.

Kriegsfilmaction gab es dann auch endlich mal wieder.

THE THIN RED LINE – DER SCHMALE GRAT

Wunderbar gefilmt mit jeder Menge schönen Bildern. Allerdings haben mich die gefühlt 42 Charaktere ziemlich lange eher kalt gelassen und das ist natürlich nicht die beste Grundvoraussetzung. Der poetische Ansatz ist generell auch nicht so meins und die ständigen Voice-Overs haben mich eher genervt. Diese Grundsatzfragen nach Gut und Böse, dem Sinn des Lebens, dem Unsinn des Krieges und so weiter kann man halt auch stellen, ohne dass ständig jemand in den Film quatscht und ich mich zudem auch noch fragen muss, wer da eigentlich gerade rumlabert, weil es immer jemand anderes ist.
Eigentlich macht der Film seine Sache aber sehr gut und ich kann ja sowieso nichts aus dem Genre wirklich schlecht finden. Hätte aber ruhig etwas kürzer sein können.

Dann habe ich endlich mal einen Film gerewatched, den ich zuletzt vor 20 Jahren, oder so, im TV gesehen habe, der einfach zu geil ist, um hier auf dem Filmschrottplatz besprochen zu werden (vielleicht irgendwann mal als Kultschrott):

TICKS – C2 KILLERINSECT

Carlton aus Bel-Air und der Sohn von Dr. Evil schlagen sich mit Riesenzecken rum.

Und viel mehr gibt es da auch eigentlich nicht zu sagen. Es ist eklig und dämlich und einfach ein großer Spaß mit ekligen Riesenzecken und dämlichen Charakteren. Die praktischen Effekte sind einfach super und eklig. Und die Darsteller sind einfach da und verhalten sich dämlich. Das ganze wandelt natürlich sehr auf Trashpfaden. Zum Glück stammt er noch so gerade aus einer Zeit, wo das noch Spaß gemacht hat, weil man nicht scheiße sein wollte. Macht Spaß.

PS: Ich weiß nicht, was Gary Busey zu der Zeit gemacht hat, aber er hätte perfekt in eine Rolle gepasst und den Film vermutlich noch aufgewertet.

Etwas Asiatisch gabs auch noch:

AKU NO KYôTEN – LESSON OF THE EVIL

Jedesmal, wenn ich einen asiatischen Film sehe, der an einer Schule spielt, ist mein erster Gedanke, dass ich das niemals ausgehalten hätte. Uniformen tragen, immer aufstehen, wenn man was sagen will, diese ganze Disziplinscheiße wäre für mich die absolute Hölle gewesen.
Übertragen auf die Lehrer ist dann vermutlich eher das westliche Schulsystem (wenn man es denn überhaupt so nennen kann) das Grauen. Und da frage ich mich direkt, wie lange es wohl gedauert hätte, bis der Lehrer Amok gelaufen wäre, wenn er an meiner Hauptschule unterrichtet hätte, mit mir und den ganzen anderen Arschgeigen in der Klasse, die sich absolut nix sagen lassen und auf alles scheißen, was der Kasper da an der Tafel rumlabert. Vermutlich wären wir alle des Todes gewesen. Halt nur etwas früher als die Schüler hier.
Ach so, der Film ist ganz okay. Ein schnetzelnder Lehrer, der seine Schüler wegmetzelt verspricht halt nicht gerade ein Meisterwerk. Aber das was er macht, macht er ziemlich gut. Und das ist eben Schnetzeln.

Und natürlich habe ich es mir Ende des Monats nicht nehmen lassen, den hier zu gucken:

OKJA

Ich bin ja niemand, der sich großartig mit den Problemen der Welt beschäftigt. So geht mir auch Tierquälerei oder nicht artgerechte Tierhaltung und der ganze Kram zwar nicht komplett am Arsch vorbei, aber es interessiert mich auch nicht genügend, um mich wirklich für eine bessere Welt einzusetzen. Und woran liegt das? Genau. Weltverbesserung ist ein arschlangweiliges, dröges und trockenes Thema, bei dem den Beteiligten jegliche Art von Humor abgeht. Sieht man ja jeden Tag erneut im Internet, wo die ganzen Hobbyweltverbesserer einen auf dicke Hose machen, nur weil sie halt kein Fleisch mehr fressen. Und dann anfangen, alle anzukacken, die es eben doch tun. Und dann denke ich mir: Fickt euch halt alle mit eurem Scheiß und lasst mich einfach in Ruhe. Die Welt geht auch mit euch vor die Hunde, also haltet mal den Ball flach.
„Okja“ ist da anders. Denn „Okja“ macht genau das, was man eben aus solchen Themen machen sollte: etwas Humorvolles. Denn so bringt man die Leute dazu, Dinge zu überdenken. Nicht indem man ihnen ständig vorwirft, ein Arschloch zu sein und das Falsche zu tun, sondern, indem man ihnen auf unterhaltsame Art und Weise zeigt, wie andere Arschlöcher das Falsche tun. Und genau das macht „Okja“.
Und daraus entsteht ein bunter Mix aus Abenteuer, Drama, Comedy und teils absurden Charakteren, die alle nur eins wollen: „Okja“. Aber die Meisten eben aus den falschen Gründen.
Leider hängt das ganze dann ab der Mitte etwas durch , fängt sich aber im letzten Drittel wieder und so gibt es eigentlich nicht viel zu kritisieren. Vielleicht, dass man teilweise wohl nicht so ganz sicher war, wie over the top man hier sein will und so immer mal wieder zwischen überdreht und eher bodenständig hin und her pendelt. Aber hey, nomovie’s perfect …

Insgesamt gesehen: 13

Davon Schrott: 3

Rewatches: 2

Man merkt, dass es wärmer draußen wird und ich dementsprechend weniger Bock habe, vor der Glotze rumzuhängen. Wobei noch ein paar Serien anstanden. Unter anderem natürlich die Finals von „Better Call Saul“ (stark)  und „Fargo“ (ging so). Und für nebenbei habe ich „Community“ gerewatched, einfach weil ich Lust drauf hatte.

Weitere Reviews von mir zu fast jedem Film den ich gucke, gibt es auf Letterboxd.

Blogparade: “Älter als ich” — Filme aus einer anderen Zeit

Die Frau mit den gleichen Initialen des „Spiel des Wissens“ Herstellers will auch was wissen. Nämlich welche Filme eigentlich älter sind als ich, aber trotzdem so richtig rocken. Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für mich, halte ich neue Filme doch größtenteils für totalen Bullshit, der nur noch schlechte Kackeffekte zu bieten hat, die darüber hinwegtäuschen sollen, dass keine Sau eigentlich noch weiß, wie man richtig unterhält. Also schließe ich mich Miss Booleanas Parade an und präsentiere, wie gefragt, meine 10 liebsten „alten“ Schinken und einen guten Film aus meinem Geburtsjahr.

 

The Pink Panther – Der rosarote Panther (1963-1978)

Ich beginne direkt mal mit einer Reihe von Filmen, die ich aber einfach mal als einen werte, denn sonst könnte ich schon fast wieder aufhören. Jedenfalls muss hier die Pink Panther Reihe mit dem fantastischen Peter Sellers rein, der leider schon vor meiner Geburt gestorben ist, wodurch aber halt auch die komplette Reihe hier aufgenommen werden kann. Komödien heutzutage sind ja größtenteils scheiße. Das liegt eben daran, dass man sowas hier nicht mehr hinkriegt. Einfach bescheuerten Humor, mit einem talentierten Bekloppten, der in jeder Szene durch seine reine Präsenz schon für ein Grinsen auf dem Gesicht führt. Sellers war da einfach ein Gott.

Murder by Death – Eine Leiche zum Dessert (1976)

Und wo wir schon bei Sellers sind, schmeißen wir doch noch ein paar weitere Bekloppte dazu und lassen sie in einem völlig wirschen und komplett dämlichen Mordfall ermitteln. Die Show stiehlt hier eigentlich Peter Falk, aber alle Darsteller sind hier einfach ganz in ihrem Element.

The Defiant Ones – Flucht in Ketten (1958)

Irgendwie scheint dieser Film ja absolut in Vergessenheit geraten zu sein, was einfach schade ist. Die simple Idee, zwei sich gegenseitig hassende Leute aneinander zu ketten, funktionierte wohl nie wieder so gut. Leider hört man von diesem Klassiker einfach nie irgendwo irgendwas.

Rear Window – Das Fenster zum Hof (1954)

Hitchcock darf natürlich nicht fehlen. Schwierig, da einen Film rauszupicken, aber ich habe mich für diesen entschieden, weil er ein Paradebeispiel für Spannungsaufbau ist. Schon alleine das ist eigentlich Grund genug, ihm jedem Drehbuchautor im gegenwärtigen Hollywood mal zu zeigen, damit die mal raffen, wie man sowas macht.

Raiders Of The Lost Ark – Jäger des verlorenen Schatzes (1981)

Indiana Jones. Ist klar, oder?

The Wizard Of Oz – Der Zauberer von Oz (1939)

Ich kann mit Musicals ja nicht wirklich was anfangen. Habe ich schon mal erwähnt, glaube ich. Ich finde es einfach fürchterlich, wenn die Leute singend und tanzend durch die Gegend hüpfen. Das wirkt einfach immer total banane auf mich. Ich weiß nicht warum, aber bei diesem Film stört es mich überhaupt nicht. Auch nicht bei …

Blues Brothers (1980)

Wobei man ja hier sagen muss, dass es ja weniger so ist, dass die Blues Brothers über die Straßen tanzen. Die Musicalnummern sind ja eher auf Konzertauftritte ausgelegt. Außerdem ist die Mucke ziemlich cool, weshalb mich hier rein gar nix stört. Und der Humor ist absolut fantastisch. Passt also. Aber genug mit dem Gesinge.

Batman: The Movie – Batman hält die Welt in Atem (1966)

Kommen wir lieber zu schlauen Sprüchen am Fließband und Trashquatsch vom Feinsten. Klar, mit dem heutigen Batman ist das hier nicht mehr zu vergleichen. Aber wer auch nur ansatzweise etwas mit dem dunklen Ritter anfangen kann, kommt nicht drum herum, sich diesen Klassiker des ausgemachten Wahnsinns mal reinzupfeifen.

Apocalypse Now (1979)

Coppolas Vietnam Wahnsinn ist letztlich genau das. Hier schwankt alles irgendwo zwischen total bescheuert und extrem verstörend. Eben, wie der Krieg nun mal ist.

One Flew Over The Cuckoos Nest – Einer flog über das Kuckucksnest (1975)

Jack Nicholson in der Klapsmühle. Mit einem stummen Indianer. Und Doc Brown. Und die mischen den Laden gut auf. Ich mag ja Filme, die in der Irrenanstalt spielen, einfach weil das humoristisch, dramatisch und vor allem charakterisch (ist das ein Wort?) jede Menge abgefahrene Möglichkeiten bietet. Der hier dürfte wohl auf ewig der beste seiner Art bleiben.

Fehlt also nur noch der Film aus meinem Geburtsjahr, was sich tatsächlich als etwas schwierig gestaltet hat. Ich bin ja nach wie vor der Meinung, dass die 80er das geilste Filmjahrzehnt ever sind und auch immer bleiben werden. Aber ausgerechnet im Jahr 1983 kamen offenbar nicht unbedingt die geilsten Knaller raus. Oder ich habe sie einfach komischerweise bisher nicht gesehen. Bis auf eine Ausnahme:

Scarface (1983)

Für viele ja Al Pacinos beste Rolle. Dem würde ich mich vielleicht nicht unbedingt anschließen. Aber trotzdem ist Scarface natürlich ein toller Gangsterfilm und sicherlich das Beste, was das Jahr 1983 hervorgebracht hat.

 

So, wer Bock hat, kann natürlich bei dem Spaß noch mitmachen. Vergesst nicht, euch kurz die genauen Regeln bei Miss Booleana durchzulesen und hinterher bei ihr euren Beitrag zu verlinken.

Retrospektivischer Juwelendiebstahl

Die „physical Comedy“, auch „Slapstick“ genannt, scheint ja irgendwie eine aussterbende Form der Komödie zu sein. Jetzt werdet ihr sagen „na und? Wie lustig kann es schon sein, jemandem zuzusehen, der immer wieder auf die Fresse fliegt?“ Nun ja, kommt drauf an. Immerhin gab es einige Größen, die sich genau darauf spezialisiert haben. Laurel und Hardy, Charlie Chaplin, Buster Keaton, die Looney Tunes. Die Kunst dabei ist, immer anders auf die Fresse zu fallen. Aus ähnlichen Situationen wieder was Neues zu machen. Diese Beispiele konnten das einfach, wie kaum jemand sonst. Außer natürlich der fantastische Peter Sellers, den meisten vor allem bekannt als Inspector Clouseau. Nachdem ich am Samstag einen spontanen Pink Panther Marathon durchgezogen habe (meine Twitter Freunde werden es mitgekriegt haben), kam irgendwann der Punkt, an dem nur noch ein Film übrig blieb, auf den ich aber verzichtete, da er erst entstand, nachdem Peter Sellers bereits verstorben war. Ob jetzt Hommage oder Geldmacherei sei mal dahin gestellt. Der Film ist einfach überflüssiger Müll. Deshalb hab ich ihn dann doch noch für den Blog geguckt.

TRAIL OF THE PINK PANTHER – Der rosarote Panther wird gejagt – UK/USA – 1982 – 96 Min.

Inspector, sorry, CHIEF Inspector Jacques Clouseau sucht mal wieder den Dieb des berühmten Edelsteins rosaroter Panther. Um möglichst unauffällig ermitteln zu können, probiert er beim großen Balls, dem Kostümverleih seines Vertrauens, erst mal ein paar Nasen aus und kauft ein Quasimodo-Kostüm. Das ganze ist völlig unlustig, kein Wunder also, dass es aus Pink Panther Strikes Back geschnitten wurde. Immerhin war die spätere Quasimodo-Szene cool. „Wer glockt so spät?“

Dreyfus ist mal wieder auf freiem Fuß. Ich frage mich ja immer noch, wie er es geschafft hat, wieder sichtbar zu werden, nachdem er in Strikes Again von einem Laser getroffen wurde und zusammen mit einem Schloss einfach verschwunden ist. Aber gut, halten wir uns bei dieser Reihe nicht mit Sinn und Unsinn auf.

Denn Clouseau fackelt gerade versehentlich sein Büro ab. Peter Sellers war in solchen Szenen einfach grandios. Wie er einfach ein Fettnäpfchen nach dem anderen mitnimmt und beim Versuch Schlimmeres zu verhindern alles erst recht ins Chaos stürzt. Dreyfus kommt vorbei und kriegt direkt mal wieder sein berühmtes Augenzucken. Der Psychiater kann da auch nicht mehr helfen.

Clouseau geht nach Hause, was bedeutet: Großartiges steht bevor. Dort wartet schließlich Karate-Diener Cato, der Befehl hat, den Inspector, sorry, CHIEF Inspector jederzeit anzugreifen. Clouseau plagt sich in einer Deleted Scene aus Strikes Again aber erst mal mit der Fahrstuhltür rum und verteilt anschließend den eingekauften Zucker im Flur. Nachdem er der Nachbarin zur Tarnung einen vorgetanzt hat, zerreißt es ihm die Hose und er verteilt noch etwas Obst im Flur.

Leider keine Cato-Mega-Insane-Fight-Sequence, denn Clouseau will nach London fliegen, wo Sir Charles Lytton, das berühmte Phantom, wohnt. Auf dem Weg zum Flughafen setzt er noch kurz das Auto in Brand. Im Flugzeug gibts eine völlig zu Recht der Schere zum Opfer gefallenen Szene auf der Toilette. Genau so, wie eine völlig sinnlose Traumsequenz von Dreyfus. Der erfährt von einem geplanten Attentat auf den verhassten Clouseau und schickt ihn nach Lugash, weil äh, ja, keine Ahnung. Eben, damit Clouseaus Flugzeug abstürzen kann.

Nachdem man also bisher aus größtenteils berechtigterweise herausgeschnittenen Szenen eine Story zusammengefuckelt hat, verkommt das Ganze jetzt zur reinen Clip-Show, in der sich Clouseaus Weggefährten in Interviews mit einer Journalistin an Aufeinandertreffen mit dem Inspector, ich meine natürlich, CHIEF Inspector erinnern.
Immerhin kriegen wir noch einen Teil des besten Kampfes mit Diener Cato zu sehen.

Die Reporterin steht jetzt auf der Abschussliste der Assassinen, weil sie zu viel rumschnüffelt. Äh, ja, ganz gefährliches Rumgeschnüffel, wenn sie aufdeckt, was sowieso jeder schon in den vorherigen Filmen gesehen hat.

David Niven aka Sir Charles Lytton war zu diesem Zeitpunkt schon ganz schön alt geworden, muss ich sagen. Leider sollte auch er nur 1 Jahr später von uns gehen. Lustigerweise erinnert uns Sir Charles noch mal an ein echtes Highlight. Die Verfolgungsjagd aus dem ersten Pink Panther Film. Wenn sich ein Ritter, ein Hofnarr, zwei Gorillas und ein Zebra in Autos verfolgen, kann man das quasi nicht mehr toppen.

Die Journalistin wird verfolgt und gekidnapped. Irgendein Typ droht der Journalistin, dass sie aufhören soll, im Fall Clouseau zu recherchieren, was sie zu keiner Sekunde getan hat. Sie will, dass der Typ verhaftet wird, aber Dreyfus hat keinen Bock.

Die Reporterin sendet ihr TV-Special über Clouseau und kehrt zurück in dessen Wohnung, wo sie völlig sinnloserweise von Cato angegriffen wird, nur damit man noch mal ne kurze Cato kriegt vor die Fresse Szene untergebracht hat. Jedenfalls zieht sie anschließend weiter zu Clouseaus Vater, einem Weingutbesitzer, und … ich gehe nicht weiter auf den Quatsch ein. Der Vater ist genau so tollpatschig wie der Sohn, nur leider hat der Darsteller nicht mal ansatzweise das komödiantische Talent eines Peter Sellers, wodurch das Ganze einfach nur gewollt aber nicht gekonnt wirkt.

Clousaus Vater erzählt von der Kindheit und Jugend seines Sohns, was mit neuen Szenen dargestellt wird, die nur leider kein Stück lustig sind. Highlight ist Clouseaus Versuch, im zweiten Weltkrieg eine Brücke zu sprengen, was aber an der Technik scheitert. Als er zur Brücke geht explodiert sie dann natürlich doch. Wile E. Coyote wäre stolz, schließlich ist ihm genau das schon 40 Jahre zuvor passiert.

Und damit endet der Film dann ziemlich plötzlich, mit einem Mann, der aussieht wie Clouseau, auf einer Klippe stehend auf das Meer schauend, als ihm eine Möwe auf die Jacke scheißt. Passend zum Rest des Films.

Wie zur Hölle es dieses „Werk“ damals tatsächlich in die Kinos geschafft hat, bleibt wohl ein ewiges Rätsel. Als TV-Special hätte man das ja durchaus bringen können, aber ich bemitleide jeden, der damals für diesen Müll tatsächlich Geld ausgegeben hat. Immerhin haben wir gelernt, dass Peter Sellers einfach unersetzbar ist.