Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Die 5 Besten … NICHT englischsprachigen Filme

HOLLYWOOD IS FÜRN ARSCH!!!

So hätte Gorana ihren heutigen Beitrag zu den 5 Besten beginnen sollen. Aber da sie sich doch noch etwas zurückgehalten hat, übernehme ich das natürlich gerne für sie. Also hier:

HOLLYWOOD IS FÜRN ARSCH!!!

Und weil Hollywood so scheiße ist und nur noch Remakes, Reboots und Adaptionen produziert, freuen wir uns alle, dass es noch andere Länder gibt, die Filme produzieren.

Zum Beispiel Deutschland. Man, was haben wir hier für eine Filmkultur. Ein großartiger Til Schweiger Streifen jagt den nächsten. Keinhirnnasen 1-8, Kakebääh Teil 5, selbst den ausgelutschten Tatort hat er endlich wieder aufgemöbelt und sogar zwei Mal ins Kino gebracht, damit ihn sich dort 7 Leute angucken können.

Oder Indien. YAY BOLLYWOOD!!! Da tanzt Shah Rukh Khan noch wie ein echter Mann über die Bildschirme, wähend Frauen in bunten Kleidern noch wie echte Objekte behandelt werden. So lob ich mir das.

Oder Nord-Korea. Die haben immerhin extra Leute entführt, um einen grandiosen Monsterfilm zu drehen. So viel Einsatz wird man in Hollywood sicher nicht finden.

Deshalb fragt Gorana heute auch völlig zurecht nach den

5 Besten nicht englischsprachige Filmen

Ich sage schon mal vorweg, dass ich einfach viele von den absoluten Knallern noch nicht gesehen habe. Ungesehen hier im Regal stehen beispielsweise: La Haine (Frankreich), Funny Games (Österreich) und Die Jagd (Dänemark/Schweden). Ja, ja, ich weiß, ich muss die unbedingt mal gucken. Aber es ist doch viel wichtiger, mir Grütze wie Ich pisse auf deinen Kadaver (Deutschland) reinzupfeifen, damit ihr vor sowas gewarnt seid.

Außerdem habe ich aus Fairnessgründen alle Jackie Chan Filme ausgeschlossen, weil sonst für nix anderes Platz in der Top 5 wäre. Also gut: Here we go! Hier gehen wir!

5. Das Experiment – Deutschland (2001)

Moment mal! Ein deutscher Film OHNE Til Schweiger? So ganz ohne? Der hatte nix damit zu tun? Rein gar nix? Wahrscheinlich ist er deshalb so gut.

4. Adams Äpfel – Dänemark (2005)

Während in Hollywood Humor daraus besteht, dass sich Leute gegenseitig ankotzen, sind die Leute in Skandinavien nett zueinander und dabei trotzdem lustig. Und irgendwie schräg.

3.  Battle Royale – Japan (2000)

Fick die Hunger Games! Hier kommt Takeshis Castle For Real!

2. Oldboy – Süd Korea (2003)

Rachethriller aus Asien. Is klar, ne?

1. City Of God – Brasilien (2002)

Ein Drama so nah am Leben in den brasilianischen Slums, dass es schon fast weh tut. Hervorragend inszeniert, stark gespielt und einfach „echt“.

Auffällig, dass alle Filme aus diesem Jahrtausend kommen. Ich sags ja immer wieder: Hollywood war vor der Jahrtausendwende einfach viel geiler.

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Nutzloses Filmwissen #12

Kurze Vorwarnung: Heute beginnt es eklig und endet profan.

Nicolas Cage befindet sich ja momentan auf einer Mission, die beinhaltet, der König der schlechten Filme des neuen Jahrtausends zu werden. Dabei könnte er sich seine Rollen sicher aussuchen. Vielleicht haben aber alle anderen Drehbücher, die er in die Hände kriegt, einfach Szenen, auf die er absolut keinen Bock hat. In seinen Anfangsjahren hat ihm das allerdings scheinbar nichts ausgemacht. In „The Vampires Kiss“ von 1988 muss sein Charakter eine Kakerlake essen. Die Szene musste drei Mal gedreht werden und Cage aß tatsächlich drei lebende Kakerlaken für den Film.

Na, schon angeekelt? Wartet ab. Es gibt da jemanden, der noch einen draufgesetzt hat. Denn wir kommen zu „Oldboy“. Selbstverständlich dem Original mit Min-sik Choi. Dieser schiebt sich in einer Szene gar einen lebenden Octopus rein. Und jetzt kommt’s: Diese Szene wurde ganze vier Mal gedreht! Ich schätze, danach war er erst mal satt.

Von Octopus zu „Octopussy“, einfach weil mir nichts besseres einfällt. Nein, es geht nicht darum, dass Octopussy gegessen wurde (man, in Englisch, hätte man daraus bestimmt irgendwie nen Killergag machen können), sondern um etwas völlig anderes. Nämlich Elefanten. Die Jagdszene, in der auf Elefanten geritten wird, war ursprünglich in ähnlicher Form für „Der Mann mit dem goldenen Colt“ geplant. Produzent Harry Saltzman suchte sogar einen Elefantentrainer auf und bestellte bei ihm 2600 Paar Elefantenschuhe, die diese tragen müssen, um sich beim Laufen auf hartem Untergrund nicht zu verletzen. Die Szene wurde nie gedreht und der Trainer für die Schuhe bis heute nicht bezahlt.

Ebenfalls nicht bezahlt wurde Bruce Willis für seine Rolle in „Four Rooms“. Das lag aber an ihm selber, da er die Rolle nur aus Spaß und als Gefallen für Quentin Tarantino spielte. Gar nicht begeistert davon war allerdings die SAG (Scrren Actors Guild), da es gegen ihre Regeln verstößt, als Schauspieler umsonst in einem Film mit zuspielen. Man einigte sich darauf, einer Klage auszuweichen, indem Bruce Willis nicht in den Credits des Films genannt wurde.

Während „The Wolf Of Wallstreet“ im letzten Jahr einen neuen Fuck-Rekord aufstellte, indem das Wort in 180 Minuten 569 Mal benutzt wird, dürfte es Tarantino in seinem Segment in „Four Rooms“ gelungen sein, einen Rekord für den Gebrauch des Wortes Fuck in der kürzesten Zeitspanne aufgestellt zu haben. Denn in den gerade mal 21 Minuten, die das letzte Segment von Four Rooms dauert, wird das Wort ganze 193 Mal benutzt.

Naja, wo ich eh schon dabei bin, bleibe ich beim Wort Fuck und versuche einen Rekord für den meisten Gebrauch des Wortes Fuck in einem Blogartikel zu brechen. Ach, Fuck, ich weiß gar nicht, was der Rekord ist. Egal.

Jedenfalls gibt es sogar eine Dokumentation über das Wort Fuck namens – drei Mal dürft ihr raten – „Fuck“. Laut dieser Doku, war der erste große Hollywood-Film, der das Wort Fuck benutzt hat, MASH aus dem Jahr 1970.

Die TV-Serie „Deadwood“ hat nebenbei alleine in Staffel 1 das Wort Fuck ganze 861 mal auf der Zunge, was wohl ebenfalls ein Rekord sein dürfte.

Mehr fällt mir zum Wort Fuck leider nicht mehr ein.

Habe ich den Rekord gebrochen?

Nein?

FUCK!

Top 10 Filmzitate

Wer den Schrottplatz öfter besucht, wird bereits festgestellt haben, dass ich gerne mit Filmzitaten um mich werfe. Fast jede Einleitung zu den Schrotteinträgen beginnt mit einem Zitat. Deshalb fange ich natürlich gerne das Stöckchen der lieben Schlopsi von Infernal Cinematic Affairs und präsentiere hier meine spontanen Top 10 Filmzitate:

10. „Man, if my fuckin‘ ex-wife asked me to take care of her fuckin‘ dog while she and her boyfriend went to Honolulu I’d tell her to go fuck herself.“ – The Big Lebowski, 1998

Der Dude darf den Spaß eröffnen. Und was soll ich sagen? Er hat recht.

9. „I do this! Time after time after time! I do all this shit for other people! And then I wake up and I’m empty! I have nothing!“ – Silver Linings Playbook, 2012

Manchmal sollte man sich einfach mal um sich selbst kümmern und auf die anderen Leute scheißen. Sonst stellt man vielleicht irgendwann fest, dass man dabei geholfen hat, alle anderen glücklich zu machen, man selber aber auf der Strecke geblieben ist.

8. „Yeah, I believe in love; I also believe in cancer.“ – Last Boy Scout, 1991

Welcher Satz bringt die Tatsache, dass Liebe krank machen kann, besser auf den Punkt, als dieser?

7. „This song is an excellent cure for the will to live.“ – Definitely, Maybe, 2008

Es gibt so viel Scheißmusik da draußen. Und ich meine jetzt nicht: „Bäh, ich mag das Genre nicht. Voll der Kack!“ Sondern solche Songs, bei denen man direkt merkt, dass die einfach nur hingerotzt wurden. Die 90er waren da ganz groß.

6. „The greatest trick the devil ever pulled was convincing the world he didn’t exist.“ – The Usual Suspects, 1995

Auch wenn ich nicht an den Teufel glaube, gibt es auch jede Menge Arschlöcher auf diesem Planeten, die einem weis machen wollen, dass sie eigentlich ganz nette Typen sind.

5. „Lache und die Welt lacht mit dir, weine und du weinst allein.“ – Oldboy, 2003

Zwar nicht original aus dem Film sondern ein Zitat von einer Dichterin, oder Philosophin, oder Ketzerin, oder was auch immer, aber trotzdem ein wahrer Satz.

4. „This is your life and it’s ending one minute at a time.“ – Fight Club, 1999

Die Zeit läuft unaufhaltsam davon.

3. „People don’t realize this, but loneliness is underrated.“ – (500) Days Of Summer, 2009

Ab und zu ist es doch mal ganz schön alleine zu sein und einfach seine Ruhe zu haben.

2. „When you want something in life, you just gotta reach out and grab it.“ – Into The Wild, 2007

Das Leben ist zu kurz, um auf alles zu verzichten und jahrelang etwas zu tun, das einem einfach nur tierisch auf den Sack geht. Leider dauert es meistens etwas, bis man zu dieser Erkenntnis gelangt.

1. „If you can’t laugh at yourself, life is going to seem a whole lot longer than you’d like.“ – Garden State, 2004

Wenn man das Leben mit Humor nimmt, wird es gleich viel lebenswerter. Denn ihr wisst ja: „Was dich nicht umbringt, macht dich lustiger.“