Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Vergangenheitsaufarbeitung für Filmfanatiker mit psychischen Schäden

So ein bisschen könnte man sagen, der heutige Film ist ein wenig der Vorreiter von SCREAM. Aber wirklich nur ein bisschen, denn eigentlich hat er absolut nichts damit zu tun.

POPCORN – USA -1991 – 91 Min.

Regisseur Mark Herrier kennt keine Sau, was daran liegt, dass er nur bei diesem Film auf dem Stuhl saß und ansonsten alle Jubeljahre mal vor die Kamera tritt, um eine Nebenrolle in einer Serienfolge zu übernehmen.
Autor Mitchell Smith hat noch weniger geleistet. Aber sein Co-Autor Alan Ormsby, der hat das Drehbuch zu CAT PEOPLE geschrieben und bei MULAN … irgendwas gemacht.
Müssen es wohl die Darsteller Jill Schoelen, Tom Villard oder Derek Rydall retten, die auch kein Schwein kennt. Aber da ist ja noch Dee Wallace und die war überall dabei: E.T. THE HOWLING. CRITTERS. THE HILLS HAVE EYES. Und fast 250 weiteren Produktionen. Ich sage ja: Überall. Mit dieser geballten Erfahrung kann das hier ja wohl kaum schlecht werden. Holt das Popcorn raus, es geht los:

Es beginnt mit einem Traum. Feuerwerk. Ein Mädchen. Eine Fackel. Irgendein Honk, der aussieht wie eine schlechte Kopie von Vigo der Karparte. Habe ich eigentlich schonmal erwähnt, wie grauenhaft ich Traumsequenzen finde? Ganz besonders zu Beginn eines Films. Die Träumerin hat diesen Traum wohl öfter und macht sich Aufzeichnungen, weil sie daraus einen Film machen will. Na, Meta und so, was? Ein bisschen wie SCREAM. Ihre Mutter kriegt derweil einen Anruf von irgendeinem Irren, der mit verzerrter Stimme irgendwelchen Quatsch labert. Erinnert ein bisschen an SCREAM … okay, ich höre jetzt auf, darauf hinzuweisen, ihr merkt es schließlich sicher selbst.

Mark ist sowas von geil auf Maggie, dass er ihr direkt die Zunge in den Hals schiebt. Die will sich aber auf ihr Drehbuch konzentrieren und hat keine Zeit für einen Freund. Wartet … die sind kein Paar und Mark macht hier einfach den Schlabberlappen vom Dienst ohne zu fragen? Wenn noch jemand einen Grund für den verstärkten Feminismus braucht, wendet euch an Mark.

Im Filmkurs werden grandiose Einsichten getätigt. Wusstet ihr beispielsweise, dass in POLICE ACADEMY 5 mehr Charakterentwicklung und sozialer Kommentar steckt als in allen Ingmar Bergmann Filmen? Wieder was gelernt. Die Schüler sind übrigens die Leute, die heute in Hollywood die Filme machen. Hier entscheiden sie aber erstmal, dass früher alles besser war und wollen einen Horror-Kino-Abend veranstalten, bei denen Filme mit Gimmicks aus den 50ern und 60ern gezeigt werden. Also sowas wie Spectrovision oder Geruchskino. Klarer Verweis hier auf William Castle, der gerne mal mit solchen Spielereien herumgefuckelt hat. Nette Sache.

Das alte Kino muss ein wenig auf Vodermann gebracht werden und dazu holt man Dr. M zur Hilfe, der schon Kinos betrieben hat, als es nur Diashows gab. Zu Reggae-Musik wird dann renoviert und ich sollte vielleicht ewähnen, dass der Film in Jamaika gedreht wurde. Warum, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass ich Reggae absolut grauenhaft finde. Ich glaube irgendwo in dieser Montage versteckt sich auch der Humor dieser Horrorkomödie, aber ich finde ihn nicht.

Die Gruppe guckt einen eigenartigen Film names „Possessor“ von Regisseur Lanyard Gates, der seine Familie umgebracht hat und der Typ ist, von dem Maggie dauernd träumt. Das findet Mutti eher beunruhigend und will, dass sie nicht mehr ins Kino geht. Außerdem kriegt sie wieder einen Anruf von dem komischen Typen und der ist scheinbar besagter Lanyard Gates und er will Maggie haben. Keine Ahnung, was Mutti und Lanyard miteinander zu tun haben, aber ich bin sicher, wenn ich es erfahre wird es nicht den geringsten Sinn ergeben. Mutti … träumt die jetzt auch oder was ist das? Sie tapert durchs Kino und Lanyard erscheint au der Leinwand und dann wird sie verfolgt und ich glaube sie stirbt. Eine Sache weniger, um die ich mir Gedanken machen muss.

Der Horror-Film-Abend steht an und zur Feier des Abends haben sich die Filmstudenten in Kostüme geschmissen. Mark kommt auch vorbei und hat irgendeine Schnickse im Arm. Maggie scheint eifersüchtig. Kommt schon, das Fass müsst ihr wirklich nicht aufmachen. Killt Mark einfach und gut ist.

Ehre, wem Ehre gebührt: Die Szenen im Kinosaal sind schon eine feine Liebeserklärung an das Horrorkino der 50er und 60er. Den Moskito-Streifen würde ich mir ohne zu Zögern angucken. Hinter der Leinwand wird der Lehrer durch eine Fehlfunktion von einem Riesenmoskito aufgespießt, der wohl über die Zuschauer fliegen sollte. Ich frage mich gerade, wo die eigentlich das Geld für den ganzen Krempel herhaben. Kino gemietet, Riesenmoskito gebaut, Kostüme ohne Ende usw. Hatte die Uni ein gutes Jahr und zu viel Knete übrig oder wie sollen die das finanziert haben?

Der tote Lehrer wird weggeschleift. Es ist also ein Killer im Kino unterwegs. Wer wird es sein? Maggie? Maggies Mum? Maggies Stiefbruder Lanyard Gates? Das mit dem Stiefbruder ist natürlich nur geraten, aber irgendeine Verbindung gibt es da hundertprozentig.

Maggie macht jedenfalls alle kirre mit ihrer Theorie, dass Gates persönlich im Kino ist und Leute morden will. Da startet nebenbei gerade Film Nummer 2 „The Amazing Electrified Man“. Warum bin ich nicht bei diesem Filmabend dabei? Das klingt alles traumhaft.

Mark kriegt von irgendeinem Typen eine verpasst, der sich neben Marks Blondine gesetzt hat. Die Blondine könnte es nicht weniger tangieren.

Ah, Moment. Lanyard Gates hatte eine Tochter namens Sara und die ist igendwie Maggie und deshalb killt er rum. Also, so reime ich mir das gerade zusammen. Sinn ergibt es ohnehin nicht im Geringsten, was hier passiert. Die Filme im Kino sind viel geiler, glaube ich. Da brutzelt immerhin gerade Elektroman die Bullen weg und lacht böse.

Tina macht mit dem Lehrer rum und ihr ahnt es schon: Der Killer trägt die Gesichter seiner Opfer, weil Leatherface und so. Tina ist natürlich des Todes. Mark und Maggie sind saudoo und sperren sich versehentlich aus. Maggie kommt gerade darauf, dass sich Killer Gates tarnt … sagt mal, habe ich was verpasst oder woher weiß die das erstens alles und warum bleibt sie dabei zweitens so ruhig, als würde sie von einem Picknick im Stadtpark erzählen? Sollte die nicht etwas aufgeregter sein, wenn sie davon überzeugt ist, dass da ein Killer rumläuft?

Im Vorführraum wird der Vorführer gegrillt wie auf dem elektrischen Stuhl. Stromausfall und jemand muss das Licht wieder anschalten. Also tapern alle durch die Finsternis. Um das Publikum zu unterhalten hat man passend zum Horrorabend eine Reggaeband eingeladen die jetzt auftritt und von der aus irgendeinem Grund jeder im Kino die Texte kennt.

Maggie trifft Lanyard Gates und der hält sie für Sara und will sie mit ihrer Mutter zusammenführen und ich raffe es ernsthaft nicht. Hatte die Mutter was mit Gates? Heißt Maggie in Wirklichkeit Sara und niemand hat es ihr verraten? Und warum wirkt hier pötzlich wieder alles wie eine grauenhafte Traumsequenz? Okay, Maggie erinnert sich jetzt: Sie ist wirklich Sara, die einzig Überlebende von Lanyards Mörderaction. Und ihre Mutter war eigentlich ihre Tante und Gates will jetzt den Job beenden.

Bevor er den Job beendet: Kann Lanyard Gates bitte die beschissene Band killen? Dieses fröhliche Gedudel ist einfach nicht zu ertragen.

Oh, der Strom ist wieder da und der dritte Fim kann starten: „The Stench“ im atemberaubenden Aroma-Rama.

Lanyard Gates führt Maggie seine Masken vor und es stellt sich heraus, es ist gar nicht Lanyard Gates, sondern der Filmstudent Toby, der bei Lanyard Gates Mordgemetzel und anschließedem Feuer seine Familie und sein Gesicht verlor und wegen den Verbrennungen Masken tragen muss. Und er gibt natürlich Maggie die Schuld. Und er will die Aufführung von „Possessor“ exakt nachstellen, damit die Dinge wieder in Ordnung sind und seine Familie nicht sterben muss. Für eine Sekunde dachte ich, die sind so grandios und bringen hier echt noch eine Zeitreisestory mit rein. Aber nein, Toby ist einfach nur irre.

Blondine Joy sagt Mark, dass seine Maggie mit Toby rummacht und sie sicher zu ihm gegangen sind. Mark geht zu Toby nach Hause und findet heraus, dass er irre ist.

Das Kino wird passend zum Film mit stinkendem Rauch zugenebelt. Toby unterbricht aber einfach den Film, um seine nachgestellte Premiere durchzuziehen. Mark klettert am Kinoschild hoch, um den Tag zu retten. Die Zuschauer halten es natürlich alles für Show. Der sorgt für den hundertsten Kurzschluss hier und der Moskito segelt von der Decke und spießt Toby auf. Das Publikum ist begeistert.

Ich auch, denn der Streifen ist vorbei. Abgesehen von den netten nachgestellten Horrorklassikern, war das hier irgendwie recht lahm und verworren. Aber eine Liebeserklärung an das Horrorkino von früher kann man nicht komplett abstrafen. Ich gehe den Tingler gucken …

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Santanisches Geschnetzel an eigenartig eingerichteten Schulen

Hach, Weihnachten. Jedes Jahr ein Fest. Also nicht generell, denn ich feier den Quark ja nicht. Aber hier auf dem Filmschrottplatz sorgt das jedes Jahr für kurzen aber großen Spaß. Denn sind wir mal ehrlich: Kein Festtag wurde so oft filmisch verhunzt, wie dieser. Und das in allen Variationen. Horror, Komödie, Musical, Romantik … alles passt zu Weihnachten. Natürlich auch ein typischer Thriller, um einen Killer, der im Weihnachtsmannkostüm Partypeople schnetzelt. Der deutsche Titel alleine reicht eigentlich schon aus, um so richtig in Festtagsstimmung zu kommen:

TO ALL A GOODNIGHT – DIE NACHT ALS KNECHT BLUTRECHT KAM – USA – 1980 – 87 Min.

Regie führte David Hess, der … nun, sowas wie bekannt dafür ist, Songs für Elvis Presley geschrieben zu haben. Und er hat auch selbst Songs performt, die im ein oder anderen bekannten Film vertreten sind.
Alex Rebar schrieb das Drehbuch und ein Blick auf IMDB verrät direkt, wie unfassbar berühmt der Mann ist, denn sein Profilfoto ist aus irgendeinem Grund ein leeres Krankenhausbett. Aber ich will mal nicht so sein und Respekt zollen, wo es angebracht ist, denn immerhin hat sich Rebar auch als Schauspieler versucht und mimte den INCREDIBLE MELTING MAN. Ich habe keine Ahnung, was das ist, aber es steht fest, dass der Film hier unbedingt in naher Zukunft aufgenommen werden muss.
Hier spielt er nicht selbst mit und überließ das Feld solchen Darstellergranaten wie Jennifer Runyon, die wir alle nicht von THE BRADY BUNCH kennen. Aber wir kennen sie alle woanders her. Nämlich als Teststudentin in Dr. Venkmans kleinem Psycho-Elektroschock-Spielchen aus GHOSTBUSTERS. Das hier war ihre erste Rolle und nach langer Pause, hat sie vor wenigen Jahren angefangen, wieder in gequirlter Scheiße mitzuspielen, also begegnet sie uns hier demnächst vielleicht öfter. Alle anderen sind absolut nicht erwähnenswert. Obwohl, Sam Shamshak hat nen coolen Namen und Angela Bath sollte eindeutig für die Badewannenszene zuständig sein hier.

Vor 2 Jahren starb ein Sorority-Girl an einer Schule und das ausgerechnet an Weihnachten. Sie fiel die Treppe runter. Kann halt mal passieren. Wenn sie für den fürchterlichen Soundtrack des Films verantwortlich war, hat sie es auch nicht besser verdient.

Heute fahren sie alle über Weihnachten nach Hause und das war das. Okay, ein paar Pappnasen bleiben doch in der Schule und sie sind genau so nichtssagend, wie diejenigen, die nach Hause fahren. Charaktere sollte ich hier besser nicht suchen. Was ist das überhaupt für eine Schule? Sieht im Innern eher aus, wie der örtliche Kognac-Club, in dem alte Männer sich bei einem Gläschen über die guten alten Zeiten austauschen und alles moderne zum Kotzen finden.

Scheinbar sind genau 5 Mädels da geblieben. Und die Köchin. Es wird Männerbesuch erwartet. TJ und seine Horde von notgeilen Stechern haben sich angekündigt. Irgendwoanders zeigt Cynthia jemandem ihre Tüten. Ich vermute mal, es ist TJ, der natürlich der Obercoole ist, was man daran erkennt, dass er cool aussieht, wenn er raucht, während er auf einem Baumstamm sitzt. Aber er sieht nicht mehr so cool aus, als er von dem Killer gekillt wird. War wohl doch nicht TJ. Cynthia gibt ebenfalls den Löffel ab und das ist jetzt schon wieder so unfassbar aufregend, dass mir die Worte fehlen.

Den 5 Tussis in der Schule fehlen nicht im Ansatz die Worte und sie quatschen die ganze Zeit über Rentiere und ähnlich aufregenden Kram. Ach so, der Gärtner ist auch noch da und hat ganz extrem einen an der Murmel. Und er hat eine Heckenschere. Ich erwähne das nur, weil die größte Überraschung des Films wäre, wenn niemand mit dieser Heckenschere abgeschlachtet wird. Rotkäppchen kommt vorbei und hat bereits drei Ehemänner überlebt. Ich bin mir absolut sicher, dass das Märchen genau so weitergegangen wäre. Rotkäppchen heißt eigentlich Mrs. Ranzini oder Mrs. Ranzoni oder Mrs. Ronzani. Man ist sich nicht ganz sicher.

Die Mädels wollen Köchin Ruth mit Milch ausknocken, damit sie keine Aufpasserin mehr haben. Nancy muss die Milch servieren, denn sie ist die Unschuld in Reinform und niemand würde vermuten, dass sie sowas machen würde.

Ein Flugzeug landet irgendwo und es ist wohl TJ. Seine Horde von notgeilen Weihnachtsmännern hat er natürlich auch dabei und die Mädels finden die alle sowas von süß, dass sie mit Sicherheit bereits Diabetes haben. Einer der Schwachmaten muss beim Flugzeug bleiben und aufpassen, während der Rest Lieder singt und Gitarre spielt. Habe ich schon erwähnt, dass ich sie einfach alle hasse? Eine der Trullas will Bier besorgen und Nancy geht auch irgendwohin. Die Bierholerin wird vom Weihnachtsmann geschnetzelt. Ich vermute mal, wir sollen jetzt denken, dass Nancy die Weihnachtsmörderin ist, aber auf solche falschen Fährten fallen wir hier natürlich schon lange nicht mehr rein.

Nancy trifft Gärtner Ralph, der meint, dass sie alle im Bett sein sollten. Aber Nancy sagt, dass sie eine kleine Party veranstalten. Nancy, verrät man sowas denn wirklich dem Gärtner? Schreib es doch gleich ans schwarze Brett. Ralph meint, dass es sicherer in ihrem Zimmer ist, denn hier gibt es böse Dinge. Ähm, Ralph, hast du etwa das ganze Bier weggesoffen oder hast du einfach nur einen schlechten Tag?

Hawaiihemdheinz sucht nach der Bierholerin und findet sie im Kofferraum, weil man da prinzipiell als erstes nachguckt, wenn man jemanden sucht, der Bier holen wollte. Dann findet er auch den Weihnachtsmann und sein Ende.

Mädchen, die Bier holen, scheinen hier zum Running Gag zu werden, denn die nächsten 2 gehen zum Kühlschrank. Nerdy Nerdsen kommt vorbei und trinkt etwas Milch. Mich beschäftigt derweil die Frage, ob die Weiber die ganze Karaffe mit dem Einschlafzeugs pulverisiert haben oder nur das Glas von Köchin Ruth.

Fickszene ohne nennenswerte Highlights in irgendeinem Schlafzimmer. Habe ich eigentlich schon erwähnt, wie unfassbar langweilig der Streifen ist? Ich meine, klar, hin und wieder wird mal jemand geschnetzelt, aber ansonsten passiert hier einfach absolut nichts von Belang. Und die Belichtung ist einfach die Hölle. Hätte ruhig mal jemand eine Lampe anmachen können, damit man die Kills auch wirklich sehen kann. Oh, die Ficker werden gekillt. Kopp ab und so. Kann man mal machen. Wertet den Film jetzt aber auch nicht auf.

Ralph empfiehlt Nancy zu beten. Leider nicht, dass dieser lahme Quark schnell vorbei ist, sondern, dafür, dass sie nicht alle geschnetzelt werden oder so. Ich kann den Gedankengängen des Gärtners nicht folgen.

Nerdy wird von Nancy in Unterwäsche besucht, aber er liest lieber sein Buch weiter, denn er ist ein Nerd. Irgendwie entsteht dann doch der große Beischlaf und draußen tapert der Weihnachtsmann rum.

Am nächsten Tag vermisst scheinbar niemand irgendjemanden und Ruth hat scheinbar gut geschlafen. Oh, Ralph ist tot. Nancy findet ihn, als sie über seine Leiche fällt. Immerhin sind jetzt alle mal ein bisschen skeptisch, was die ganze Sache angeht. Gut, TJ nicht, denn er ist einfach die ultimative Coolness, obwohl er nichtmal raucht. Der italienische Polizist hätte echt von Joe Pesci gespielt werden sollen. Das hätte den Film automatisch zum Meistewerk gemacht. Der verdächtigt natürlich jeden und niemand darf mehr die Schule verlassen, die immer mehr aussieht wie ein Sommerhaus.

Zwei Cops bleiben da und dadurch fühlen sich alle wieder sicher. Außer Nerdy und Nancy, die somit als Überlebende feststehen dürften. Der Tag verläuft absolut unspektakulär. Zumindest gehe ich davon aus, denn wir springen direkt wieder zum Abend. TJ geht Bier holen, weil dafür nicht nur die Frauen da sind. Also, nicht dass TJ das so sehen würde, aber eine andere Erklärung habe ich nicht, warum er nicht wie immer eins der Mädels schickt.

Nerdy und Nancy wollen sich mal in der Bude umsehen und da gibt es alles, außer ein Klassenzimmer. Ich sage es, wie es ist: Das ist eindeutig keine Schule. Was unterrichtet man da bitte? Bier saufen und Milch verpulvern? Wirkt auf mich eher wie die Sommerresidenz von Graf Metzel.

Der Weihnachtsmann killt einen Cop. TJ und Melody gehen draußen spazieren, denn ihre einzige Charaktereigenschaft ist es, saudoof zu sein. Der andere Cop vögelt eine der Schülerinnen, die dann duschen geht. Der Weihnachtsmann schleicht mit einem Messer durchs Haus. In der Dusche findet die Schülerin einen Kopf und der Cop torkelt mit einem Messer im Rücken rein. Immerhin ist die Schülerin nackt und das Licht ist auch mal an, sodass man hier erstmals was interessantes zu sehen kriegt. Leider wird sie nicht mehr lange leben.

Nerdy und Nancy tanzen und sind sowas von geil aufeinander, dass Nerdy sogar seine Brille abnimmt. TJ und Melody wollen auch gerade im Garten zur Sache gehen, aber TJ wird gekillt und Melody haut lieber mal ab. Sie erklärt Nancy und Nerdy, was passiert ist. Sie wollen die anderen warnen, aber die sind schon alle hinüber, wie wir wissen. Hm, wo ist denn die Leiche der nackten Schülerin? Steckt die da etwa mit drin?

Nerdy will die Bullen rufen, aber in dem Moment wird das Telefonkabel draußen durchgeschnitten. Mit Ralphs Heckenschere!!! Ich wusste doch, dass die noch eine Rolle spielen wird.

So, Zeit für die große Enthüllung: Wer ist der Täter? Wer findet Weihnachten so richtig scheiße, hatte aber noch ein Weihnachtsmannkostüm über? Es ist: RUTH!!! Die Köchin. Und somit ist eindeutig klar, dass die ihre Milch gar nicht getrunken hatte. Nun, Ruth ist wohl die Mutter des Mädchens, das am Anfang die Treppe runter gefallen ist und will jetzt Rache. Vielleicht hält sie die alle für Tischler, die ständig Treppen bauen oder so. Ansonsten macht das hier recht wenig Sinn.

Der Typ am Flugzeug gerät in den Propeller und schnetzel.

Ruth verfolgt Nancy und fällt die Treppe runter. Langsam kann ich ihren Hass verstehen. Aber sie ist nicht der einzige Killer, denn plötzlich ist da auch noch der Mann von Ruth. Und es ist: Der italienische Cop, der jetzt wirklich absolut eindeutig besser von Joe Pesci gespielt worden wäre. Was für ein Twist: Der Typ, der einen Zehnsekundenauftritt hatte, steckt mit in der Sache drin. Das hat sicher niemand kommen sehen. Und wollte auch niemand. Der will Nancy killen, aber Nerdy hat irgendwoher eine Armbrust (wie man sie an jeder guten Schule, die wie ein Sommerhaus aussieht, findet) und ballert ihn weg.

Naked Girl lebt noch und hat den Kopffund nebenbei nicht gut verarbeitet und tanzt die ganze Zeit rum. Leider hat sie vorher ein Kleid angezogen. Während sie auf dem Balkon tanzt, rollen die Endcredits durch und ich weiß immer noch nicht, was jetzt genau mit der los ist. Vermutlich wollte man sich die Erklärung für eine Fortsetzung aufsparen, die es zum Glück nie gab. Ich gehe Weihnachten ignorieren und in die Winterpause …

Musikbasiertes Schminkgestocher

„Terror starts at home“ – Six Feet Under, 2001

Und dann geht der Terror auf Tour. Und auch wir starten unsere Schrotttour 2015 mit dem heutigen Film. Viele weitere großartige werden folgen.

TERROR ON TOUR – USA – 1989 – 90 Min.

Starring: The Soup Nazi (aber ich hab ihn nicht erkannt)

Die Tour beginnt mit schlechter Rockmusik, die wohl an KISS erinnern soll, aber einfach scheiße ist. Naja, was will man auch erwarten von einer Band namens „The Clowns“, die natürlich während dem Auftritt wie Clowns geschminkt sind? Wobei, das ist nicht ganz richtig. Eigentlich sehen sie tatsächlich aus wie KISS, nur mit schwarzen Clownsperücken. Also sehen sie aus wie Afro-Clowns, die beim Schminken Hilfe gebrauchen könnten. Ist aber auch einfach egal.

Eine Backgroundtänzerin wartet auf ihre Knete. Davon kann sie sich aber eh nix mehr kaufen, denn ein Clown metzelt sie mit einem Messer nieder.

Backstage freuen sich die Clowns über den erfolgreichen Auftritt. Und dann … passiert ewig gar nichts. Mal abgesehen von völlig uninteressantem Gelaber über … ich weiß es nicht.

Der nächste Auftritt steht an und irgendeine verwirrte Tussi meint, dass die Clowns besser als die Beatles und die Kinks sind. Ja, ist klar Mädel. Geh mit deinen Puppen spielen, damit du wieder klar denken kannst.

Dann ist Party angesagt und es passiert ewig gar nix. Kommt mir bekannt vor.

Irgendwo schminkt sich ein Typ als Clown.

Eine Blondine wird geil vom Koks und macht sich nackig, um an sich selbst rumzufummeln. Ein Clown sticht sie ab. Ich schätze mal, es ist der, der sich gerade geschminkt hat. Eigentlich ist es mir aber auch jetzt schon völlig egal.

Und dann wird auch die Tussi, die die Beatles und die Kinks nicht zu schätzen weiß, abgestochen. Natürlich auch nackt, weil das so sein muss.

Und da läuft auch schon die nächste Tucke oben ohne durch die Gegend und wird ein Opfer des Killerclowns. Irgendwo hier versteckt sich doch ne Message, ich komm nur noch nicht drauf.

Die Cops beginnen dann mal die Investigation und befragen die Band. Die wissen aber nix und nach genau zwei Fragen hauen die Bullen wieder ab. das nenne ich mal Arbeitsmoral. Ich schätze, der Fall wird zu den Akten gelegt.

Dann passiert ewig gar nix. Übrigens, wenn ich „gar nix“ schreibe, dann meine ich nichts von Bedeutung. Also hirnlose Gespräche der Bandmitglieder, die einfach ins Nichts führen, die Handlung nicht ein Stück voranbringen und auch mit dem Rest des Films nichts zu tun haben. Zum Beispiel eine aufregende Unterhaltung darüber, dass einem der Bandmitglieder die Karre verreckt ist. Wen interessiert der Scheiß?

Geschlagene 10 Minuten später, in denen es wirklich um absolut überhaupt gar nichts ging, bezahlt der Bandmanager eine Nutte, oder sowas in der Art, damit die seiner Frau nicht erzählt, dass er rumvögelt. Ich erwähne das nur, damit der Eintrag hier doch noch etwas länger wird, bin mir aber absolut sicher, dass das mit dem Rest des Films auch nichts zu tun haben wird.

Denn dann passiert ewig gar nix. Meine Fresse, ist das ein langweiliger, lahmer Scheißfilm.

Eine Blondine stript im Keller für den Killerclown. Wir wissen, wo das hinführt.

Nächster Auftritt. Moment mal, da haben die ja einfach mal auf „Let There Be Rock“ von AC/DC nen neuen, beschissenen Text gelegt und irgendwo einen Akkord geändert. Erinnert irgendwie an die heutigen Charts. Da ist das auch oft so.

Der Killerclown jagt ein Mädel durch den Keller. Die hat natürlich kein Shirt mehr an. Ich stelle hier einfach mal die Theorie auf, dass der Killer als Kind nicht von der Mutter gestillt wurde, und deshalb keine Brüste mag. Anders lässt sich das einfach nicht erklären.

Zufällig latscht gerade der Manager da rum und wird das nächste Opfer. Das Mädel nutzt die Chance, um durch den Keller zu torkeln und einen Fluchtversuch zu starten, der nebenbei ebenfalls ewig dauert. Sie findet einen Revolver und der Killer findet sie. Heißt also: Der Revolver nutzt nix.

Einer der Bandclowns findet die Leichen im Keller und dann den Killer. Der erklärt dann, dass Groupies scheiße sind, weil sie nur rumpoppen wollen. Deshalb musste er sie um die Ecke bringen. Also, ich fand meine Theorie irgendwie einleuchtender, aber was soll’s?

Der Killer verfolgt den Bandclown auf die Bühne, wo die anderen noch abrocken. Mitten auf der Bühne wird er vom Killer abgestochen, alle Leute gucken zu und …

DAS WAR’S!

Ähm, okay. Ich habe keine Ahnung wer hier wer war. Ich habe keine Ahnung was das alles sollte. Und ich habe keine Ahnung, wer denn jetzt der Mörder war. Wahrscheinlich der Gärtner.

Immerhin haben wir gelernt, dass Mädchen öfter mal ihre Klamotten anlassen sollten.