Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Ausgelutschte Achtziger Action Aufwärmung

Wisst ihr noch, wie in den 80ern so richtig geiler Actionscheiß im TV hoch und runter lief? Das ganze TV-Programm war voller Helden. Und weil diese Helden so geil waren, kehren genau diese Helden alle wieder auf die Leinwände und Bildschirme zurück, damit man der neuen Generation auf gar keinen Fall ihre eigenen Helden gibt, sondern nur aufgekochte, halbgare Scheiße, die innerhalb von 2 Wochen wieder vergessen ist. Kurz: Reboots. Und um eins davon kümmern wir uns heute. Es geht um eine meiner All-Time-Action-Fave-Serien.

THE A-TEAM – USA – 2010 – 117 Min.

Ich denke mal, die Serie sollte jedem bekannt sein. Und wenn nicht: Schande über euch. Aber ich erkläre trotzdem kurz worum es geht, genau so, wie es die Serie immer gemacht hat:

„Vor einigen Jahren wurden vier Männer einer Spezialeinheit wegen eines Verbrechens verurteilt, das sie nicht begangen hatten. Sie brachen aus dem Gefängnis aus und tauchten in Los Angeles unter. Seit dem werden sie von der Militärpolizei gejagt, aber sie helfen anderen die in Not sind. Sie wollen nicht so ganz ernst genommen werden, aber ihre Gegner müssen sie ernst nehmen. Also wenn sie mal ein Problem haben und nicht mehr weiter wissen, suchen sie doch das A-Team.“

Soweit, so klar, würde ich sagen. Also weg von der Serie hin zum Film, der vor der Serie spielt, was aber ohnehin absolut scheißegal ist, denn wie wir alle wissen ist Story heutzutage nur noch ein Wort, das die Writer hin und wieder nachschlagen, um sich daran zu erinnern, dass es sowas tatsächlich mal gab.

Col. Hannibal Smith ist an einen Stuhl gefesselt und soll von einem Mexikaner erschossen werden. Mit seiner eigenen Waffe. Die hat aber keinen Abfeuerungssteckergelötkolbendö und so hauen die Mexikaner einfach ab. Hannibal befreit sich von seinen Fesseln und besticht noch ein paar Killerhunde im Schatten und ich weiß jetzt schon nicht mehr, was diese Szene mir sagen sollte und was zur Hölle hier überhaupt passiert ist, weil es alles absolut keinen Sinn ergibt.

Bosco B.A. Baracus fährt mit seinem coolen Lamborghini in einer Werkstatt vor und haut dort den ganzen illegalen Mechanikern vor die Fresse. Und dann haut er mit seinem coolen A-Team-Van ab. Keine Ahnung, ob der da repariert wurde, oder von den Mechanikern geklaut. Wir werden es nie erfahren, weil Story …

Lt. Faceman Peck wird in der Wüste von irgendwem gefangen gehalten. Vermutlich, weil er die falsche Trulla gevögelt hat. Hannibal läuft durch die Wüste und hält B.A. an, der zufällig da vorbei fährt. Mitten im Nirgendwo. Und natürlich sind sie direkt Freunde fürs Leben. Faceman macht derweil coole Sprüche, obwohl er kurz vorm Abnippeln steht. Hätten die Writer mal eine Folge der Serie geguckt, wäre ihnen vielleicht aufgefallen, dass der Mann in solchen Situationen gar nicht mal so cool bleibt. Aber gut, er wird sowieso gerettet, also blah.

Capt. H.M. Murdock ist im Krankenhaus und will fliehen, im gleichen Moment, wo er von Hannibal und Co. rekrutiert werden soll. B.A. lernt ihn als erstes kennen, als er sich als Arzt ausgibt und Murdock seine Wunde vernäht und anschließend Facemans Arm abfackelt. Sharlto Copley ist in der Rolle nebenbei absolut grauenhaft und fängt nicht mal ansatzweise den charmanten Irrsinn ein, den Dwight Schultz dieser Figur verleihen konnte. Nein, er nervt einfach von der ersten Sekunde an. Nebenbei sollte Jim Carrey diese Rolle mal spielen. Man, was wäre das für ein Fest geworden. Hätte den Film direkt extrem aufgewertet. Jedenfalls wird bei der anschließenden Flucht per Hubschrauber direkt mal B.A.s Van zerstört, was den nicht gerade auf die freundschaftliche Seite von Murdock zieht.

Das A-Team sitzt im Irak rum und kriegt den Auftrag, irgendwelche Falschgeldplatten zu beschaffen, mit denen jede Menge Falschgeld von jeder Menge böser Typen hergestellt werden soll und das geht natürlich gar nicht. Nebenbei trifft Faceman seine Ex Charissa wieder, die jetzt beim FBI ist, oder so. Es folgt eine Compilation der Planung der Mission, inklusive „Braveheart“-Anspielung von Murdock, was äußerst sinnvoll ist, wenn man bedenkt, dass der Film ja eigentlich vor dem Jahr 1983 spielen müsste, wegen Vorgeschichte und so, aber da man ja im Irak sitzt, ist das ohnehin alles hinfällig und wir ignorieren das jetzt mal lieber, weil Story …

Der Plan gelingt natürlich und man hat auch nur wenige Leute dabei getötet, was aber immer noch wenige mehr sind, als in der Serie draufgegangen sind. Aber als sie zurück zum Stützpunkt kommen, wird dieser angegriffen, der General getötet und die Platten gestohlen von Pike. Das A-Team wird beschuldigt und verurteilt. Nebenbei auch Murdock, der in der Serie nie verurteilt wurde, sondern einfach nur für irre erklärt und in die Klapse gesperrt, aus der er regelmäßig ausbrach. Aber gut, so macht man es sich eben einfacher, weil Story …

Blahblah und Hannibla bricht aus und hilft dann den anderen auch beim Ausbruch, damit sie zusammen Pike zur Strecke bringen können. Bei Murdocks Befreiung gibt es immerhin die A-Team-Musik zu hören, wodurch erstmals A-Team-Feeling aufkommt. Das wirds dann aber wohl auch gewesen sein. Wie drei gesuchte Typen einfach so nach Mannheim kommen, stelle ich nebenbei mal nicht in Frage. Charissa Sosa hängt sich an ihre Fersen.

Die Flucht mit dem Flugzeug vor den Kampfjets ist die absolute CGI-Seuche. Dann folgt die vielleicht dämlichste Szene, die jemals in einen Actionfilm gepackt wurde – und sind wir ehrlich, die Messlatte liegt äußerst niedrig. In einem Panzer an einem Fallschirm, der relativ ungebremst Richtung Erde stürzt, ballert sich das A-Team dank der Panzerkanone so durch die Luft, dass sie in einem See landen und zum Schluss schießt man natürlich noch ein paar Salven nach unten, um den Panzer abzubremsen. Was für ein unfassbarer Käse. Überhaupt sind die Actionszenen hier alle einfach nur unfassbar behämmert und so Over-The-Top, dass man erstmal etwas über die physikalischen Grundprinzipien nachlesen will. Gravitation, Fliehkraft, Druck etc. sind hier einfach komplett scheißegal. Und woran liegt es? #FuckCGI

Es ist schon bemerkenswert, wie wenig Spaß so ein Film machen kann. Und das noch eine Dreiviertelstunde. Überraschung: General Morrison lebt noch und sieht jetzt aus wie Osama Bin Laden nach drei Tagen ohne Rasur. Ach so, und es ist einfach alles komplett uninteressant. Jedenfalls hat er die Platten und Hannibal ruft Lynch an, um ihm zu sagen, dass sie die Platten haben. Also sollen sie Morrison killen und die Platten in Sicherheit bringen. Aber natürlich machen sie das nicht, denn ein Kampfbomber bombt alles weg, was wegbombbar ist. Also auch Morrison. Denke ich. Vielleicht lebt er auch immer noch. Es ist mir scheißegal. Die Story ist einfach nur langweiliger Quark. Mal ehrlich, wie schwer wäre es gewesen, hier einfach eine gute alte Actionstory hinzuschludern, die dem A-Team gerecht wird und dabei auch unterhaltsam ist? Die Serie hat das wöchentlich hingekriegt. Hier schafft man es nichtmal für 10 Minuten Interesse für irgendwas zu generieren. Warum hat man das A-Team nicht das machen lassen, was sie am besten können: Unschuldigen Opfern helfen?

Nun ja, jedenfalls hat das A-Team Morrison, der offenbar doch noch lebt, oder es ist ein Bluff. Mir ist es ehrlich gesagt scheißegal. Sie rufen Sosa an und wollen mit ihrer Hilfe ihre Unschuld beweisen. Und immerhin kriegt man eine sehr kurze Bastelszene zu sehen, wie früher, wo wöchentlich der coolste Scheiß aus irgendwelchem Schrott gebaut wurde. Statt einem Superkettenfahrzeug aus ein paar Stahlplatten und einem Schulbus baut man hier aber lieber … irgendwas, das später explodieren soll.

An den Docks von … ist das wohl immer noch Mannheim? Ich habe wirklich keine Ahnung, wo zum Geier die den ganzen Film über rumgehangen haben, wenn ich ehrlich bin. Ich sage einfach mal, dass es immer noch Mannheim ist, weil ich keinen anderen Ansatz habe. Aufgrund völliger „Ist mir alles scheißegal, werdet mal fertig da mit eurem lahmen Scheiß“-Einstellung, haben ich und Lynch absolut keine Ahnung, was abgeht, als alles mögliche an den Docks in Flammen aufgeht. Das billige CGI hilft mir da auch nicht weiter. Das kommt übrigens richtig zum Tragen, als Faceman durch eine Reihe von zusammenstürzenden Containern läuft. Die Effekteabteilung muss wirklich stolz auf sich sein, dass sie so viel saufen können, damit das hier für sie so gut aussieht, dass sie es tatsächlich so für den Film vorgelegt haben. Und wer auch immer das abgenommen hat, für den ist Alkohol wohl noch das kleinste Problem.

Bosco haut dann Pike weg und Lynch und Hanibal liefern sich den großen Showdown an einem Ort, der so dunkel ist, dass man auch direkt auf den Friedhof hätte gehen können. Obwohl, da hätte man vermutlich mehr erkannt. Lynch erschießt dann Morrison mit Hannibals Waffe, soweit ich das sehe und dann kriegt Lynch die Fresse zermatscht und dann kommt der obligatorische Flashback, um aufzudecken, was hier der Plan war. Irgendwas mit Ablenkung und blah. Hannibals Waffe war halt nicht geladen und Morrison lebt immer noch. Es ist unfassbar, wie viele Leben der Typ offenbar hat. Übrigens kann ich mich nicht erinnern, dass die Serie mal einen Flashback nötig hatte, um irgendwas zu erklären, was zudem auch noch absolut offensichtlich ist. Alleine das sollte klar machen, dass hier mal wieder keiner auch nur ansatzweise versucht hat, der Vorlage gerecht zu werden. Jedenfalls wird Lynch verhaftet, da Sosa und Co. die ganze Zeit da waren und das A-Team hat seine Unschuld bewiesen, was nebenbei absoluter Käse ist, aber ich habe keinen Bock mehr, irgendwelche Vergleiche zu der spaßigen Serie zu ziehen. Das hier macht alles keinen Bock und keinen Sinn, weil Story …

Und spätestens als Faceman und Sosa rummachen habe ich endgültig die Schnauze voll. Fick das B-Team hier. Wenn ich eine positive Sache zu diesem Bullshit im Quadrat sagen muss, dann ist es wohl, dass ich durch den Film wieder Bock gekriegt habe, die Serie zu gucken, einfach um zu sehen, wie man mit diesem Team Spaß haben kann. Ich gehe das EINZIG WAHRE A-Team gucken …

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Pseudocoole Blutsuche mit Generationskonflikt

In letzter Zeit bringt sich Wesley Snipes immer mal wieder selbst ins Gespräch für einen vierten Teil der Blade-Reihe. Und warum auch nicht? Comicverfilmungen sind der Shit. Und da will auch Snipes noch was vom Kuchen ab haben. Schließlich hat er sonst nichts mehr zu feiern. Und nach seinem Knastaufenthalt kann er sich wahrscheinlich nicht mal mehr einen Kuchen leisten. Warum ein vierter Blade mit Wesley Snipes und anderen Comicverfilmungsärschen aber vielleicht doch keine so gute Idee wäre, zeigt uns:

BLADE: TRINITY – USA – 2004 – 113 Min.

Starring: Deadpool und der eine Typ aus Watchmen (und sicher noch andere Affen, die in Comicverfimungen aufgetaucht sind)

Das Militär ist in der Wüste und zeigt der Sonne den Mittelfinger. Ich schätze mal, es handelt sich um Vampire. Oder Mitglieder der Band Desaster Area. In einer Pyramide werden sie von einem Monster weggeschnetzelt.

Irgendwo anders explodiert irgendwas und Blade killt irgendwelche Leute. Ich schätze mal, es handelt sich um Vampire. Oder Mitarbeiter vom Finanzamt, die wissen wollen, ob er seine Einnnahmen durch das Vampirschnetzeln eigentlich auch fachgerecht versteuert hat. Mal ehrlich: Es wird eigentlich nie erklärt, wie sich Blade überhaupt finanziert. Ist ja nicht so, dass der ein reicher Schnösel wie Bruce Wayne ist, der sich mal schnell ne Bladehöhle unter seinem Anwesen bauen kann.

Eine unglaublich aufregende Autoverfolgungsjagd mit animierten Schrottautos später stellt sich heraus, dass er reingelegt wurde und einen Menschen gekillt hat. Deshalb wird er jetzt vom FBI gesucht.

Die Vampire haben derweil das Monster aus Ägypten nach … nach … in welcher Stadt sind die eigentlich? Egal … in die Zivilisation gebracht. Und das Monster ist niemand geringeres als Dominic Purcell aus der Serie Prison Break, der ungefähr so viel schauspielerisches Talent hat wie Jai Courtney. Da ist eure Besetzung für das Remake. Jedenfalls soll er Blade killen, wo er schon mal da ist.

Whistler ist besorgt, weil Blade in den Medien behandelt wird. Kann ich verstehen. Die Medien labern immer nur scheiße. Da wird nie richtig recherchiert. Hier zum Beispiel: Da sagt irgendein FBI Psychologe im TV doch tatsächlich, das Blade sich für einen großen Kämpfer hält, der eine Vampirinvasion aufhalten muss. So ein Quatsch. Blade hält sich gar nicht für einen großen Kämpfer. Deshalb hat er schließlich seine tausend Gadgets immer dabei, ohne die er absolut nix reißen würde.

3 Filme lang hat es gedauert, bis auch Blade eine Szene mit einer einsamen Frau in der U-Bahn kriegt, die von irgendwelchen Kaspern überfallen wird. Vermutlich hält sie sich für eine große Kämpferin, die eine Vampirinvasion aufhalten muss, denn sie schnetzelt einige von ihnen mal eben so weg. Die Frau ist nebenbei Jessica Biel, die seit dem … nichts gemacht hat, was auch nur ansatzweise erwähnenswert wäre, aber es trotz allem irgendwie geschafft hat, im Geschäft zu bleiben.

Blades Unterschlupf wird überfallen. Ich schätze mal, von Vampiren. Oder von Leuten, die sich für große Kämper halten, die eine Vampirinvasionsbekämpferinvasion aufhalten müssen. Whistler sprengt jedenfalls den Laden und sich selbst in die Luft und Blade wird verhaftet. Er kommt in die Klapse, weil er beim Psychiater nicht zugibt, dass er vom Blut trinken nen Steifen kriegt. Der Psychiater stellt sich als Vampirnovize raus. So wie der Polizeichef, oder wer auch immer das ist.

Die Vampiranführerin beweist mal kurz, dass Schauspiel nicht die richtige Berufswahl war und DANN KOMMT DEADPOOL. Okay, es ist nur Ryan Reynolds, aber da mir alle mit diesem Deadpoolscheiß auf den Sack gehen, wollte ich den halt mal kurz hier unterbringen. Außerdem spielt Reynolds die Rollen ohnehin immer gleich, also ist er eigentlich immer Deadpool. Und dabei unfassbar nervig. Jedenfalls retten er, Jessica – die hier nebenbei Whistlers Tochter ist, was den Film auch nicht einfallsreicher macht – und irgendein nerviger anderer Typ – ja, noch nerviger als Deadpool und das will was heißen – Blade aus der Haft und wollen ihm jetzt helfen. Blade ist nicht begeistert, denn er will nicht mit den Blagen arbeiten.

Das Monster will dann doch auch mal mitmischen, weil sich die Vampire alle so doof anstellen. Und es stellt sich heraus, dass Monster ist niemand geringeres als DRACULA! Falls jemand noch nicht geglaubt hat, dass das hier totaler Müll ist … there you go.

Dracula guckt sich also die Stadt an und geht in einen Vampirshop, wo man Vampirvibratoren kaufen kann. Nach diesem tollen Gag saugt er der Tussi da dann noch das Blut aus.

Patton Oswald … falls jemand noch nicht geglaubt hat, dass das hier totaler Müll ist … er präsentiert sein Waffenarsenal und Blade macht sich mit den Blagen auf, um das Blut von Dracula zu holen, weil man damit alle Vampire auslöschen kann. Wie das genau funktionieren soll, weiß ich nicht. Mein Gehirn hat sich schon wieder auf Sparflamme runtergedreht, also nehmt den ganzen Schwachsinn einfach so hin. Ich mache es schließlich genau so.
Wo wir gerade bei Patton sind: Der hat mal in einem Interview gesagt, dass Wesley Snipes bei den Dreharbeiten ein ziemlicher Arsch war, der eigentlich nur für Nahaufnahmen aus seinem Trailer kam und sonst alles von einem Double machen ließ. Tolles Diva-Verhalten. Ob er das im Knast wohl auch so an den Tag gelegt hat. Ist er da wohl auch nur für Mugshots aus seiner Zelle gekommen?

Man findet Drake (wie Dracula hier modernerweise heißt) und Blade verfolgt ihn durch die halbe Stadt. Ich weiß nebenbei immer noch nicht, um welche Stadt es sich handelt. Ich nenne es einfach mal Bladevania. Drake erklärt mal kurz, dass er im Tageslicht rumlaufen kann, weil er der erste Vampir ist. Was ist das eigentlich für eine dämliche Erklärung? Woher kommt denn diese Tageslichtunverträglichkeit bei Vampiren, wenn er sie nicht hatte? Die muss sich schließlich irgendwie entwickelt haben. Haben die zu viel Party bis tief in die Nacht gemacht und dadurch eine UnVerträglichkeit entwickelt?

Der Polizeichef, oder wer auch immer das ist, führt Blade und Co. zu einer Blutfarm voller Sträflinge. Währenddessen killt Drake als Whistler getarnt Blades Freunde. Also sind nur noch Blade und Whistlers Tochter übrig.
Oh, und der nervige Reynolds, der aus irgendeinem Grund nur entführt wurde und jetzt neben einem Vampirhund aufwacht, der Triple H gehört, der hier erstmals versuchte zu schauspielern, kläglich scheiterte und anschließend weitere Kackfilme drehte. Wrestler in Filmen sind uns ja bereits gut bekannt. Er reiht sich da perfekt in das Grauen ein.

Okay, ich habe die Schnauze voll und blicke eh nicht mehr durch. Also: Blade und das Whistlerweib machen sich kampfbereit und dann werden Ärsche getreten ohne Ende. Zwischendurch nervt Reynolds halt mit ein paar schlechten Sprüchen und rennt vor Vampirhunden weg. Zum Schluss kloppt sich Reynolds dann mit Hundezüchter Hunter Hearst Helmsley und Blade natürlich mit Dracula. Das Ganze ist sowas von uninspiriert, dass man Gefahr läuft, beim Kacken innovativere Ideen zu entwickeln, während man über etwas nachdenkt, das absolut nichts mit Vampiren zu tun hat. Naja, wir wissen eh, wer gewinnt.

Zum Glück ist der Quark dann auch schnell vorbei. Ich gehe meine Hund vampirisieren …

Winterlichwarme Reisemöglichkeiten

Es weihnachtet sehr.

Naja, eigentlich überhaupt nicht. Kein Schnee. Stattdessen schlichtes Pisswetter. Irgendwas scheint an der Erderwärmung doch dran zu sein.

Wie passend, dass es auch im diesjährigen Weihnachtsschrottfilm eher heiß zugeht.

I’LL BE HOME FOR CHRISTMAS – Eine wüste Bescherung – USA – 1998 – 86 Min.

Starring: Der mittlere Taylorspross und die älteste Riveratochter

Weihnachten steht bevor und die Sonne scheint. Damit hätten wir schon mal das erste Problem. Kein Schnee. Weitere werden folgen.

Jake hilft seinem Freund aus dem Schulspind und geht dann zu seiner Freundin Allie, die aber keine Zeit hat, weil sie im vollen Hysteriemodus lernen muss. Scheint dann aber doch nicht so wichtig zu sein, denn die beiden latschen einfach durch die Gegend.

Nachdem ein paar stereotype Schulcharaktere, die im weiteren Verlauf keine Rolle mehr spielen werden, und Jakes Eltern eingeführt wurden, die extrem nerven, weshalb Jake wahrscheinlich auch keinen Bock hat, über Weihnachten nach Hause zu fahren, sich aber überreden lässt, weil sein Vater ihm nen Porsche schenken will, muss Jake noch kurz ein paar Volltrotteln beim bescheißen während eines Tests helfen. Das geht aber schief, weil Eddie, der ganz dringend Allies Giftbox öffnen will, ihn davon abhält.

Party. Rachetime. Die Bescheißer fühlen sich betrogen und schaffen Jake im Weihnachtsmannkostüm in die Wüste.

Allie wartet auf Jake, der natürlich nicht auftaucht. Eddie nutzt die Chance und nimmt Allie mit nach New York.

Jake latscht derweil durch die Wüste und wird von einem Geier verfolgt. Aber selbst der Geier hat keinen Bock mehr auf den Streifen hier und macht sich lieber mit einem Geiermädel vom Acker. Jake kommt zu ner Tankstelle am Arsch der Welt und ruft zu Hause an. Sein Vater glaubt ihm kein Wort und Jake flennt bei alten Tussis rum, damit die ihn mitnehmen. Nach einigen großartigen Gags mit rausfallenden Gebissen, macht sich Jake unbeliebt und wird aus der Karre geschmissen.

Jake steht trampend an der Straße und sieht Allie an der Tanke gegenüber, kann aber die Straße nicht überqueren. Also stellt er sich wieder mit seinem „Reindeer On Strike“-Schild an die Straße. Den Gag findet aber niemand komisch, was durchaus nachvollziehbar ist, und er wird fast von einem Van überfahren, weil ein Typ nach einer Scheibe Wurst auf dem Boden des Wagens sucht. Als Wiedergutmachung nimmt er ihn mit und kurz darauf verfolgen sie Eddie und Allie, die im Auto einen beschissenen 90er-Popsong mitsingt. Die Cops finden Verfolgungsjagden nicht so cool und halten den Van an. Deshalb verkleidet sich der Fahrer als Elf von Santa Jake und man kann den Cop überreden, mal ne Ausnahme zu machen und keinen Strafzettel zu verteilen. Die Ausrede, dass man auf dem Weg zu nem Kinderkrankenhaus war, stellt sich aber als Fehler heraus, denn der Polizist kommt mit und man muss wirklich zum Krankenhaus, wo Santa Jake sich die Wünsche aller Blagen anhören muss.

Stunden später (nicht nur im Film, sondern gefühlt auch in Realzeit), will der Cop, dass Santa Jake seine Frau überredet, dass sie über Weihnachten zurück zu ihm kommt. Jake geht im Tausch für eine Busfahrkarte nach New York darauf ein. Die Aufgabe stellt sich als etwas schwierig heraus, aber Jake hat Plan B und schreibt dem Cop einen Song, den er zur Melodie von Oh Tannenbaum für die Alte singt.

Nach dieser fürchterlichen Gesangseinlage geht es zu Eddie und Allie, die irgendwelche Scheiße labern und auf einem Weihnachtsmarkt anhalten.

Jake probt ein paar verstörende HO HO HOs. Dann sieht er zufällig im Fernseher, wie sich Allie und Eddie küssen, weil sowas natürlich unbedingt im TV gezeigt werden muss.

Eddie und Allie kriegen zufällig die Honeymoonsweet.

Jake findet im Bus zufällig eine Leber, die unbedingt ins Krankenhaus muss, um einem Mädchen das Leben zu retten.

Weil das noch nicht genügend Zufälle waren, fährt der Bus zufällig am Hotel vorbei, in dem Eddie und Allie pennen, und Jake schleicht sich rein. Palaver und Bla, Jake erzählt, dass er den Porsche kriegt, wenn er es nach Hause schafft. Allie ist angepisst und nimmt Jakes Platz im Bus.

Jake muss dann mit Eddie fahren und beide gehen zu einem weiteren beschissenen 90er-Pop-Song steil. Eddie schmeißt Jake dann aber aus der Karre, weil … äh, einfach so. Sonst würde er es ja nach hause schaffen und der Scheiß hier wäre vorbei.

Jake landet auf dem großen Weihnachtsmanncharitymarathon und läuft natürlich mit und gewinnt selbstverständlich.

Eddie wird verhaftet, weil er ein paar, als Christbäume verkleidete, Bullen anmacht.

Jake kommt zum Flughafen, kann aber nicht mitfliegen, weil er sich nicht ausweisen kann, also fliegt er in einem Hundezwinger zusammen mit Ringo mit. Aus dem Zug wird er rausgeschmissen, weil er kein Ticket hat. Also rennt er über den Highway, da das aber zu lange dauert, hängt er sich einfach auf das Dach eines Autos.

Anschließend klaut er einen Schlitten mit Pferdegespann von der Weihnachtsparade und fährt zu Allie. Mit ihr wartet er dann vor der Tür seiner Eltern, damit er zu spät kommt und den Porsche nicht kriegt. Lesson learned und so. Bla.

Was für ein unlustiger Haufen Müll. Genau das richtige für Weihnachten, würde ich sagen.

Und damit verabschiede ich mich erst mal in eine Blog-Pause. Im neuen Jahr gehts dann weiter. Bis dahin: Frohe Ostern, oder sowas in der Art.