Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Indiana Jones

Media Monday #251

So, es ist mal wieder Montag. Ihr wisst was das bedeutet: Ich könnte kotzen. Tue ich aber erst später. Denn erst mal beantworte ich den Media Monday.

1. Enttäuschung drückt nicht annähernd aus, was ich empfand, als ich Dr. Henry Jones Jr. in einem Kühlschrank durch die Gegend fliegen sah. Aber letztlich wurde Indiana Jones 4 dann noch viel schlimmer. Das war dann auch quasi der Anfang vom Ende der Reboots. Denn es wurde immer grausamer und wird wohl seinen vorläufigen Zenit demnächst mit dem Ghostbuster-Debakel erreichen.

2. Wenn andere so über Ghostbusters reden, könnte man ja meinen, dass es tatsächlich noch Leute gibt, die glauben, dass das keine totale Scheiße wird. Ich meine, haben die Leute den Trailer nicht gesehen? Es ist doch wohl sonnenklar, dass niemand, der an diesem Film beteiligt ist, auch nur ansatzweise verstanden hat, warum der originale Ghostbusters so beliebt ist. Man, das wird übel. Und nicht im positiven Sinne.

3. Manchmal fragt man sich ja, was die Verantwortlichen sich bei der Auswahl der Filmtitel denken, wie etwa bei Zicke Zacke Ziegenkacke, der klingt wie eine Scheißkomödie, aber eigentlich eher ein Drama ist, oder Journey Of Love – Das wahre Abenteuer ist die Liebe, wo man direkt an die größte Schnulze des Jahrtausends denkt, was aber eher eine Komödie ist. Aber das Thema wird uns wohl ewig verfolgen. 

4. Bei historischen Stoffen tue ich mich hin und wieder durchaus schwer. Eigentlich interessiert mich das oft schon, aber es gibt einfach Settings und Stoffe, bei denen ich quasi instant einpennen könnte. Sehr gerne gucke ich aber Mittelalterfilme und bin immer noch der Meinung, dass man da viel mehr mit machen sollte. Am besten immer mit Sean Bean, der einfach perfekt in das Setting passt.

Und was ich ja auch immer noch gerne hätte, wären mal gute Filme über die Hexenverfolgungen, aber ohne beschissenen Hokuspokus, sondern nahe an der Realität.

5. Vom Set-Design her bietet das Mittelalter auch einige coole Möglichkeiten. Aber heute würde man das wohl eh alles nur animieren und photoshoppen.

6. Eines der wohl meistbemühten Klischees ist es ja wohl, dass Filmschrott – Der Film voller Froschmutantenaction ist. Dabei wird es auch ruhige Momente geben wie diesen:

INT FROSCHMUTANTENHÖHLE

Ein paar menschliche Geiseln sitzen an der Wand. Der Froschmutantenanführer sitzt in der Ecke und kaut auf einer Fliege.

FROSCHMUTANTENANFÜHRER

Wisst ihr, eigentlich sind wir wirklich nette Kerle. Wenn wir uns unter anderen Umständen begegnet wären, hätten wir vielleicht mal eine Runde Frogger zusammen gespielt.

JUNGE

Frogger? Man, das ist sowas von letztes Jahrtausend.

FROSCHMUTANTENANFÜHRER

Letztes Jahrtausend`In welchem Jahr sind wir?

JUNGE

2016. Wir haben geileren Scheiß als Frogger. Hier ich zeige es dir.

Der Junge wühlt in einem Rucksack und holt ein Handheld hervor. Er reicht es dem Froschmutantenanführer. Der schaut auf den Bildschirm und steuert einen 3D-Frosch durch eine 3D-Welt.

FROSCHMUTANTENANFÜHRER

Ribbit. Das ist ja der Wahnsinn.

JUNGE

Das ist noch gar nichts. Ihr solltet sehen, was auf den großen Bildschirmen alles möglich ist. Oder auf Leinwänden. Oder …

FROSCHMUTANTENANFÜHRER

Also gut, ich habe genug gehört.

(steht auf)

Auf zum Kaufhaus!

ALLE FROSCHMUTANTEN

Quak?

7. Zuletzt habe ich Verhandlungssache OT: The Negotiator gesehen und das war ziemlich gut, weil es ein schöner Old School Verschwörungsthriller ist, mit einem starken Cast (Samuel L. Jackson Motherfuckers) bis in die Nebenrollen. Kein Meisterwerk, aber wenn man Bock auf sowas hat, kann man damit absolut nichts falsch machen.

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Media Monday #222

222 ist ja bekanntlich ein Drittel von 666. 666 ist ja bekanntlich die Zahl des Antichristen. Ich bin ja bekanntlich Antichrist. Und der Antichrist findet bekanntlich Montage absolut zum kotzen. Aber auch der Antichrist braucht bekanntlich zwischendurch was gutes. Und bekanntlich ist der Media Monday immer gut, um in die Woche zu starten. Und damit geht es bekanntlich los, mit meinen bekanntlich absolut positiv geprägten Antworten, auf die bekanntlich 7 Fragen.

 

1. Jeder Film, bei dem die Sonne scheint und Topmodels im Bikini aus dem Meer steigen hätte noch viel dreckiger und düsterer sein können, schließlich ist es bei Sonne bekanntlich immer hell und Topmodels in Bikinis sind bekanntlich immer sauber. Kommen ja auch gerade aus dem Meer. Glücklicherweise fällt mir aber gerade kein konkretes Beispiel ein, denn Filme mit Topmodels, die im Bikini aus dem Meer latschen, sind bekanntlich immer scheiße.

2. Musicals sind bekanntlich mit Gesang und Getanze und Gedudel und in den meisten Fällen geht mir das tierisch auf die Nüsse. Außer, wenn ich die Musik mag. Aber wie viele Musicals mit wirklich guter Rockmusik gibt es schon? (und ja, ich weiß, dass jetzt mindestens einer meiner lieben Bloggerkollegen hier in den Kommentaren nur so mit Rockmusicals um sich werfen wird. Hit me).

3. Jeder Kackfilm, den ich hier auf dem Schrottplatz bespreche raubt mir gehörig viel Lebenszeit, wenn ich bedenke dass ich die Zeit auch dafür nutzen könnte, Filme zu gucken, die nicht so unglaublich scheiße sind, aber schließlich bekanntlich mag ich diese Kackfilme meistens und meine Leserschaft erwartet nun mal von mir diese Selbstgeißelung durch Trashgenuss im Dauertakt. Also bin ich wohl selber schuld. Aber ich würd den Müll ja auch ohne Blog gucken, also ist das schon okay so.

4. Indy 4 war eine DER Enttäuschungen für mich, schließlich war die Trilogie eine der besten Filmreihen aller Zeiten und dann kamen die Aliens und haben alles versaut. Aber das habe ich bekanntlich alles schon mal erzählt. Hier und hier.

5. Neben den einschlägig lang erwarteten Filmen freue ich mich ganz besonders auf gar nix, denn bekanntlich läuft bei mir in den Kinos nur der hingerotzte 08/15-Scheiß in 3D auf der großen Leinwand und von dem wirklich interessanten Kram kriege ich erst was mit, wenn es schon seit 5 Jahren auf DVD veröffentlicht ist. Deshalb freue ich mich einfach nur darauf, dass irgendwann hier im Nachbargarten ein kleines Kino eröffnet, dass nur wirklich gute Filme zeigt. Wird zwar nie passieren, da meine Nachbarn alle keine Filmfans sind, aber man darf ja bekanntlich noch träumen.

6. Mal so nen richtig geilen Scheißfilm aus den 80ern zu gucken kann ich ja nur jedem ans Herz legen, denn damals war bekanntlich wirklich alles besser. Ja, auch die Kackfilme waren einfach fantastisch, weil kreativ, völlig banane und dabei unglaublich schlecht. Eine bessere Mischung kann man kaum finden. Wer Empfehlungen will, darf gerne fragen.

7. Zuletzt habe ich Dog Day Afternoon mit Al Pacino gesehen und das war wieder absolut großartig, weil es bekanntlich einer meiner absoluten Favoriten von Pacino ist und ich ihn seit Ewigkeiten nicht gesehen hatte.

Extraterrestrische Grabschändung

„Da hab ich richtig Bock drauf.“, Ich, 2008

Und dann die große Enttäuschung. Der Film ist der größte Müll, der mir in den letzten zehn Jahren untergekommen ist (und das will was heißen). Eigentlich hat er nur eine Sache geschafft. Nämlich, mir jede Lust an weiteren Remakes, Reboots und Weiterführungen von Filmklassikern zu nehmen. Ihr habt vielleicht schon eine Vermutung, um welchen Film es hier heute gehen wird.

INDIANA JONES AND THE KINGDOM OF THE CRYSTAL SKULL – Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels – USA – 2008 – 122 Min.

Am Anfang ist noch alles gut. Es gibt gute, alte Rockmusik, junge, verrückte Teens und große, böse Soldaten. Problem: Es sind keine Nazis. Wenn uns die Vergangenheit eins gelehrt hat, dann, dass Indy am besten funktioniert, wenn er Nazis verkloppt. In diesem Fall sind es dann halt die Russen.

Ein weiteres Problem tut sich schon bei den ersten Dialogen zwischen Indy und Gegenspielerin Irina Spalko auf. Nämlich der Hintergrund, der einfach irgendwie aufgemalt erscheint. Der Umstand, dass die Umgebung nicht wirklich gut aussieht, wird den ganzen Film über noch ne große Rolle spielen.

Trotzdem beginnt der Film auf gutem Niveau, mit Indy, der sich mal wieder schön selbst auf die Schippe nimmt, wenn er sich zum Beispiel beim Peitschenschwingen verschätzt, während er sich durch das Lagerhaus kämpft, in dem unter anderem die Bundeslade aus Teil 1 in einer Kiste vor sich hin schimmelt.

So weit, so gut. Doch dann sind die ersten 20 Minuten rum und das Ganze geht ganz böse den Bach runter. Ich spreche natürlich von der berühmten Kühlschrankszene, in der Indy eine Atomexplosion in einem Kühlschrank überlebt. Muss ich wohl nix mehr zu sagen, schätze ich. Lächerlich ist noch untertrieben.

Indy wird verhört vom Geheimdienst, für den er gearbeitet hat. Womit wir beim nächsten Problem wären. Indy als Spion ist doch auch einfach nur Käse hoch Unendlich. Nebenbei kacken sie rum, weil er nicht vorausgesehen hat, dass sein Partner Mac ein Verräter ist. Bla.

Und da ist Shia LeBeouf (oder wie man das schreibt), auf seiner damaligen Mission, jeden Actionfilm zu versauen. Wobei man ja zugeben muss, dass es nicht unbedingt seine Schuld ist, dass die Filme, in denen er mitspielt nicht so der Bringer waren. Jedenfalls erzählt er Indy davon, dass Professor Oxley gekillt werden soll, oder sowas in der Art, weil er einen Kristallschädel im Amazonas gefunden hat. Also flieht man mal kurz vor dem FBI, oder einer anderen Vereinigung, die in solchen Filmen nie zu etwas nutze sind, und macht sich auf, um den Schädel zu holen und Ox zu retten.

Nachdem man ein Rätsel gelöst und sich mit komischen Eingeborenen auseinandergesetzt hat und ewig und drei Tage durch Höhlen gelatscht ist, findet man dann tatsächlich mal den Magnetschädel und wird natürlich prompt von Mac und den Russen in Empfang genommen.

Im Russendschungellager hängt auch Ox rum, der völlig plemplem ist, aber immerhin in seinem Wahn eine Karte malt. Nach einigen gescheiterten Experimenten mit dem Schädel, präsentieren die Russen Marion, Mutter von Indys treuem Begleiter Mutt und Ex-Geliebte von Indy. Wer eins und eins zusammenrechnen kann, weiß jetzt schon, was Sache ist.

Flucht durch den Dschungel, bei der Indy und Marion in nem Matschloch versinken. Zur Rettung holt Mutt eine meterlange Schlange, was für Indy natürlich ein Problem ist. In einem Anflug von psychologischer Genialität, lässt er seinen Retter die Schlange einfach Seil nennen, damit er sich daran aus dem Loch ziehen lässt. Toll.

Wieder in den Fängen der Russen, geht es durch den Dschungel, der nebenbei einfach unfassbar kacke aussieht, weil CGI. Ging aber ja nicht anders, denn wie soll man sonst so großartige Szenen unterbingen, wie einen Fechtkampf auf zwei fahrenden Jeeps, oder Mutt, der sich mit einer Horde Affen an Lianen durch den Dschungel schwingt, wie es selbst George nicht könnte.

Aber dieser Film wäre natürlich nicht so scheiße, wie er ist, wenn er nicht immer noch einen draufsetzen könnte. Auftritt: KILLERAMEISEN! Ich sag da jetzt mal gar nix zu, einfach weil mir einfach nichts doofes einfällt. Das ganze ist auch so schon behämmert genug. Auch ohne Kommentar.

Nach diesem Anflug von B-Horror geht die Reise weiter über den Fluss in irgendwelche alten Tempel, in denen Eingeborene ihr Unwesen treiben. Flucht und auf den Tempel um den Eingang zur extraterrestrischen Vorhalle zu finden. Ja, das ist so behämmert, wie es klingt.

Alle sind da. Indy, Marion, Mutt, Ox, Mac, Irina. Die will dann irgendwie das komplette Wissen des Universums von den Kristallschädeln in ihre Rübe übertragen, oder sowas in der Art. Dabei öffnet sich ein Tor in eine andere Dimension, oder was weiß ich, und ein Alien erscheint, woraufhin es Irina in der Luft auflöst. Denkt einfach nicht weiter darüber nach, ist das Beste.

Familie Indy und Ox fliehen und gucken zu, wie eine fliegende Untertasse abhebt und ich habe einfach keinen Bock mehr, hierzu noch irgendwas zu sagen.

Zum Glück muss ich das auch nicht, denn mit der Hochzeit von Indy und Marion ist der Quatsch dann endlich durch.

Hier gut zu beobachten: Das absolute Abdriften eines großen Franchises ins völlig Lächerliche. Aber immerhin haben wir gelernt, dass ein Kühlschrank nicht nur Verhungernden das Leben retten kann.

Media Monday #188

Hab nicht viel Zeit. Gerade plärrt Katy Perry in der Halbzeitshow ihre Kacksongs. Also los. Media Monday.

 

1. Was war der größte Fehlgriff, die größte Enttäuschung in punkto Film/Serie/Buch, an die du dich erinnern kannst? Könnte Indiana Jones 4 gewesen sein. Hatte richtig Lust auf den Streifen und dann … das. Meine Fresse, war der übel. Heute noch gesehen, deshalb gerade frisch im Gedächtnis.

2. Lange habe ich mir gewünscht, so zu sein wie Indiana Jones aus Indiana Jones , denn er ist Indiana Jones. Aber dann kam Teil 4 und ich wollte nicht mehr so sein, denn Aliens gehen mir auf den Sack. Vor allem in Indiana Jones.

3. Indiana Jones 4 (ja, ich ziehe das heute voll durch) war so lange gut, bis die Szene mit dem Kühlschrank kam , denn in diesem Moment wurde es immer lächerlicher, bis zum unfassbar dämlichen Ende.

4. Wenn ich mich so auf manchen Film-Blogs umschaue, denke ich so bei mir dass die Blogger viel mehr über Indiana Jones schreiben könnten. Aber dafür bin ich ja da.

5. Selbst wenn ich im Vorfeld weiß, dass der Film nur mittelmäßig sein dürfte, wenn Indiana Jones mitspielt guck ich ihn mir an, denn es könnte ja durchaus wieder besser werden, als Teil 4. Vielleicht wirds ja sogar mit Chris Pratt was. Habe aber meine Zweifel.

6. Es gibt Serien, die spielen im wilden Westen, im Mittelalter, im Weltraum, aber der Knaller wäre es doch, wenn man eine Serie zu Indiana Jones machen würde. Oder generell eine coole Abenteuerserie. Außer Young Indiana Jones fällt mir da nämlich nicht viel ein. Hätte Potenzial.

7. Zuletzt gesehen habe ich die Indiana Jones Reihe und das war wie immer irgendwo zwischen großartig und großer Scheiße , weil Teil 1 und vor allem 3 abslout überragend sind, teil 2 unterhaltsam ist und Teil 4 totale Grütze. Eigentlich bietet die Reihe wirklich für jeden was.

5 Gründe warum CGI nervt

Kürzlich ist der erste Trailer zu „Jurassic World“ raus gekommen. Normalerweise gucke ich ja keine Trailer, aber diesen habe ich zufällig gesehen.

Kurz gesagt: Ich fand ihn kacke und habe jetzt schon keinen Bock mehr auf den Streifen.

Der Grund: CGI.

Klar, die Dinosaurier sahen wieder cool aus. Zumindest soweit man das beurteilen kann.

Aber der Trailer zeigt mal wieder ein paar ganz andere Probleme, die man sich mit dem heutigen CGI-Overkill geschaffen hat.

1. BRENNT ALLE KULISSEN NIEDER

Denn scheinbar werden sie ohnehin nicht mehr gebraucht. Während Jurassic Park noch alles mögliche an selbst gebautem Kram zu bieten hatte, ist im nun eröffneten Freizeitpark alles animiert. Das große Tor, durch das man fährt: CGI. Die Einschienenbahn: animiert. Der Dschungel: man hat wohl keinen Busch gefunden und musste auch diesen animieren. Meine Fresse, selbst das verdammte Boot, mit dem die Kundschaft zur Insel schippert ist nur eine Animation. Und es sieht einfach unglaubwürdig und scheiße aus. Erinnert ihr euch noch, wie realistisch die Dinos in der ursprünglichen Jurassic Park Trilogie aussahen, während sie durch einen echten Dschungel latschten? Sah toll aus, oder? Jetzt laufen animierte Dinosaurier durch einen schlecht animierten Dschungel und man denkt direkt: Das sieht einfach unecht und scheiße aus. Vision im Arsch, liebe Filmemacher. Aber wer hätte auch gedacht, dass Jurassic World ein Animationsfilm wird?

2. AAAAAAAAAHHHHHHHH, EIN KÄFER!

Keine Angst. Der ist nicht echt. Denn während in der alten Indiana Jones Trilogie noch echte Spinnen, Schlangen, Ratten und anderes Ungeziefer kreuchte und fleuchte, gab es in Indy 4 animierte Ameisen. Und man, war es behämmert. Ich weiß noch, wie ich mich beim Tempel des Todes geekelt habe, als die in dem mit Käfern bevölkerten Gang rumlatschten. Bei den Ameisen kam mir nur das kalte Kotzen. Aber aus anderen Gründen. Nicht mal in Noah, einem Film, in dem jedes Tier der Welt vorkommt (oder zumindest vorkommen sollte) war nicht ein Tier echt! Dem einzigen, dem das wahrscheinlich gefällt, ist der Gründer von Green Peace. No Animal were harmed. Natürlich nicht. War ja auch keins da.

3. DER STUNTMAN HAT HEUTE SEINEN FREIEN TAG

Den braucht man nämlich nicht mehr, wenn man sowieso jede Actionszene einfach am Computer animiert. Hach, war das früher schön, wenn einfach ganze Häuser weggebombt wurden, Autos durch die Gegend flogen, Helikopter abgeschossen wurden und Leute noch wirklich explodiert sind. Naja, vielleicht nicht ganz so extrem, aber immerhin kurz davor. Heute, äh, nicht mehr. John McClane turnt auf animierten Jets rum, während eine animierte Autobahnauffahrt durch eine animierte Explosion zerlegt wird. Witzigerweise war die Szene, in der McClane einen Polizeiwagen in einen Helikopter fliegen lässt, nicht animiert. Der Stuntman, der aus dem Teil rausspringen musste hat sich hoffentlich gut bezahlen lassen. Ich hätte wahrscheinlich nur doof geguckt, wie ein Reh kurz vor dem Aufprall mit nem 40-Tonner.
Nebenbei kann man es aber auch so richtig übertreiben. In Expendables 2 wurde CGI benutzt um EINEN WEIßEN HELIKOPTER SCHWARZ ZU MACHEN.  War wohl kein Pinsel aufzutreiben.

4. ZIEH DICH AUS, BABY. WIR BRAUCHEN KEIN KOSTÜM

Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, mit wie viel Liebe zum Detail und Kleinarbeit alleine die Kostüme der Orks in Peter Jacksons Herr der Ringe Trilogie zusammengefuckelt wurden. Jackson ging sogar so weit, jedes Orkkostüm an den jeweiligen Charakter anzupassen, nachdem er sich für jeden JA JEDEN Ork eine kleine Backstory ausgedacht hatte. Selbst, wenn der Ork nur drei Sekunden im Bild war, um dann seinen Kopf zu verlieren, sah der Kopf anders aus, als der jedes anderen Orks. Als er allerdings die Arbeit am Hobbit übernahm, dachte er sich wohl: Scheiß drauf. Warum mir so viel Arbeit machen, wenn die Leute mir sowieso die Knete in den Rachen schmeißen? Natürlich ist das nicht das größte Problem, dass die Hobbitfilme haben. Aber es sind eben auch diese Kleinigkeiten, die die Herr der Ringe Filme von den Hobbitschinken abhebt.

5. MACH DEINEN VERDAMMTEN JOB, DU ARSCH

Sich auf den Wundern der neuen Technik auszuruhen scheint nun aber auch bei den ganz alten Hasen der Filmbranche angesagt zu sein. Weil Martin Scorsese keinen Bock hatte, sich nach Locations für Wolf Of Wall Street umzusehen, hat er die Szenen einfach größtenteils vor nem Greenscreen gedreht und ließ dann die richtigen Hintergründe per Photoshop einfügen. Dazu fällt selbst mir absolut nichts mehr ein.

Was haltet ihr vom momentanen CGI-Overkill? Notwendig oder nur noch nervig? Diskutiert mit mir in den Kommentaren.

Nutzloses Filmwissen #10

Alles was ich weiß ist, dass ich nix weiß.

Beim letzten Mal haben wir beim Jäger des verlorenen Schatzes aufgehört. Was ich aber vergessen habe zu erwähnen, ist die Tatsache, dass dieser Film einen der erfolgreichsten Regisseure der letzten Jahre dazu inspiriert hat, überhaupt Regisseur zu werden, nachdem er an ein paar Storyboards mitgearbeitet hat. Die Rede ist selbstverständlich von niemand geringerem als Michael Bay. Na, vielen Dank dafür Indy. Und ich dachte, dein größtes Verbrechen an der Filmkunst sei Indiana Jones 4 gewesen.

Dabei fing das mit Michael Bay gar nicht mal so schlecht an. Immerhin war einer seiner ersten Filme The Rock mit Sean Connery und Nicolas Cage. Den nennt Bay übrigens seinen Lieblingsfilm von sich selbst. Fragt man sich ja mal wieder, warum er dann nur noch Käse dreht.

Aber egal. The Rock. Ed Harris blieb während der Dreharbeiten ständig in seiner Rolle und sprach Regisseur Michael Bay nur mit „Sir“ an, während er vor ihm salutierte. Sean Connery hingegen wollte es möglichst gemütlich haben und ließ sich auf Alkatraz eine Hütte bauen, in der er schlafen kann, damit er nicht ständig während der Dreharbeiten, zwischen Insel und Festland hin und her schwimmen muss.

Um eine ganz andere Hütte geht es in Tanz der Teufel, im Original The Evil Dead. Leider steht die echte Hütte nicht mehr, aber die Crew vergrub nach Ende der Dreharbeiten eine Zeitkapsel im Kamin, die dann später von Fans gefunden wurde. Keine Ahnung, was da drin war. Bestimmt ein Buch. Man kann nur hoffen, dass sie nicht daraus vorgelesen haben.

Übrigens ging es bei den Dreharbeiten ziemlich zur Sache. Bruce Campbell musste eine der Darstellerinnen mit einer echten Kettensäge angreifen. Außerdem musste er gegen sie kämpfen, während sie, durch weiße Kontaktlinsen völlig sehunfähig, mit einem Messer rumfuchtelte. Glücklicherweise ist nichts schief gegangen, sonst hätte man den Film wohl The Evil Snuff nennen müssen.

Zumindest Bruce Campbell sah nach den Dreharbeiten auch immer aus, als hätte er gerade 42 Leute niedergemetzelt. Da er von oben bis unten mit Kunstblut eingesaut war, musste er versteckt auf der Ladefläche eines Pick Ups nach Hause fahren, damit niemand dumme Fragen stellt.

Auch nicht verletzungsfrei blieben die Dreharbeiten zum oben erwähnten Jäger des verlorenen Schatzes. Während sich Harrison Ford die Rippen prellte, als er, an einem Seil hängend, von einem Truck über den Boden geschleift wurde, und das außer Kontrolle geratene Flugzeug über sein Bein rollte, biss eine Schlange Regieassistent David Tomblin in die Hand. Außerdem starb eine Python, nachdem sie von einer Kobra gebissen wurde.

Kein Wunder, das Indiana Jones Schlangen nicht mag.

Nutzloses Filmwissen #9

Ich weiß nicht, was ich in der Einleitung schreiben soll. Kommen wir also direkt zu den Dingen, die ich weiß:

In Eternal Sunshine Of The Spotless Mind wurde die kurze Szene, in der Jim Carrey und Kate Winslet sich eine Elefantenparade angucken, nur gedreht, weil diese Parade gerade zufällig in der Stadt war. Weil die Szene öffentlich gedreht wurde, versuchten während der gesamten Dreharbeiten Reporter Interviews mit den Darstellern zu führen.

Die wohl bekannteste Elefantenparade gab es wahrscheinlich in Disneys Das Dschungelbuch. Das Geier-Quartett sollte ursprünglich von den Beatles gesprochen werden. Da John Lennon da aber mal gar keine Böcke drauf hatte, machte man daraus kurzerhand ein Barbershop-Quartett. Warum Geier einen Friseursalon haben sollten, ist mir irgendwie nicht ganz klar.

Die Beatles hatten es aber scheinbar ohnehin nicht so mit Filmen. Sie stimmten nur zu Yellow Submarine zu machen, um ihren Filmvertrag zu erfüllen. Wahrscheinlich waren sie froh, dass es sich um einen Cartoon handelte, denn dafür mussten sie dann noch weniger arbeiten.

Ebenfalls in einem U-Boot schippern die Deutschen in Das Boot durch den Atlantik. Die Szene, in der Jan Fedder während des Sturms über Bord geht, war nicht geplant. Während die Brücke des Boots mit Wasser bespritzt wurde, um einen Sturm zu simulieren, verlor Fedder den Halt und einer der Darsteller rief instinktiv „Mann über Bord!“ Wolfgang Peterson realisierte erst nicht, dass es sich um einen Unfall handelte, lobte Fedder für diese gute Idee und bat ihn, die Szene noch mal zu drehen. Als sich herausstellte, dass Fedder sich tatsächlich verletzt hatte, ließ Peterson die Szene im Film und schrieb seine Rolle etwas um, damit er auch im Film den Unfall verkauft und eine Zeit lang im Bett verbringt.

In Jäger des verlorenen Schatzes wurden die U-Boot-Modelle, die extra für Das Boot hergestellt wurden, ebenfalls verwendet. Witzigerweise vergaß man aber, der Crew von Das Boot davon zu berichten, dass man einige Modelle verleiht und diese wunderten sich, wo die U-Boote plötzlich geblieben sind.

Auf DVD heißt der Film nebenbei mittlerweile Indiana Jones And The Raiders Of The Lost Ark. Komisch. Alles mit Raider wird umbenannt. Jetzt habe ich Lust auf ein Twix.

Media Monday #171

Ausnahmsweise bin ich am Sonntag Abend mal nicht so im Arsch, wie es sonst meistens der Fall ist. Ich schiebe es auf den Feiertag am Freitag. Könnte es gerne jede Woche geben. Da ich so ungewöhnlich fit bin, kümmere ich mich direkt mal um den Media Monday.

 

1. Indy 4 fand ich gar nicht mal so gut, aber Nuking The Fridge , das ist hängen geblieben! Und animierte Killerameisen. Und lianeschwingende Affen. Und Aliens aus einer Paralleldimension. Oder worum ging es bei dem Schwachsinn noch mal genau?

2. Ich beobachte einen Trend hin zu deutlich mehr Serien- und daraus resultierend weniger Film-Konsum (gefühlsmäßig; nicht statistisch belegt). Wie schätzt du diese Annahme für dich persönlich ein? Bei mir ist das eigentlich relativ ausgeglichen. ich habe schon immer gerne beides geguckt. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Allerdings haben Serien qualitativ natürlich durchaus aufgeholt, in den letzten Jahren.

3. Quentin Tarantino war ja in Pulp Fiction und From Dusk Till Dawn noch relativ gut, aber mittlerweile muss man doch ganz klar sagen, dass er hinter der Kamera besser aufgehoben ist. Seine schauspielerische Leistungen lassen nämlich mittlerweile ganz stark zu wünschen übrig. Glücklicherweise beschränkt er sich dabei ja nur noch auf kurze Cameos, in seinen eigenen Filmen .

4. Gibt es eine Serie von früher, die du schmerzlich vermisst und bislang weder auf DVD/BD noch bei den einschlägigen Streaming-Diensten wiedergefunden hast? Fällt mir gerade nix ein. Batman kommt. YEAH! Und aktuell wurden auch endlich Arrested Development und zumindest Staffel 1 von Oz bei uns angekündigt. Das reicht mir dann erst mal.

5. Ginge es nach mir, würde(n) glitzernde Vampire verboten werden, einfach weil das schlecht für meine Augen ist. Und scheiße sowieso.

6. Es ist schon wieder Zeit für die Frankfurter Buchmesse: Toll, blöd, egal – wie stehst du zur Messe und wieso? Mir relativ hupe. Habe eigentlich keinen Hang, zu solchen Veranstaltungen zu gehen. Vielleicht, falls es mit der eigenen Autorenkarriere klappen sollte. Aber das steht in den Sternen, wie man so schön sagt, auch wenn ich nicht weiß, warum man sowas sagt, weil ich kann da oben nix lesen. (Man was für eine unfassbar perfekte Überleitung zur letzten Frage.)

7. Zuletzt gelesen habe ich weitere Seiten von Nick Thackers The Golden Crystal, das ich letzte Woche angefangen hatte und das war dann doch gar nicht mal so schlecht , weil die Geschichte langsam in die Gänge kommt. Begeistert bin ich aber immer noch nicht. Mal sehen, wie weit ich nächste Woche bin.

Media Monday #169

Irgendwas mit Medien am Montag. Wie immer.

 

1. Diese ganzen Streifen, die nach zwanzig Jahren Pause eine Reihe fortsetzen, wie Indiana Jones oder Stirb Langsam ist ein sind erschreckend schwacher Filme, wenn man berücksichtigt, dass die Originale quasi Klassiker sind und oft die selben Leute am Werk sind, die eben diese Klassiker gemacht haben. Was zur Hölle läuft da eigentlich verkehrt, dass es die Typen dann nicht mehr hinkriegen, nen gescheiten Film zu produzieren?

2. Jüngst habe ich nach vielen Jahren einmal wieder Hitchcocks Rope, bzw. Cocktail für eine Leiche gesehen und muss sagen, dass der Film nix von seinem Unterhaltungswert eingebüßt hat. Allerdings habe ich mal gelesen, dass Hitchcock ursprünglich vorhatte, den Mord nicht zu zeigen, und so den Zuschauer im Dunkeln zu lassen, ob wirklich eine Leiche in der Truhe liegt. Hätte ich ja irgendwie cooler gefunden.

3. House Of Cards ist eine dieser Serien, die ich mir schon längst hätte angesehen, wenn ich mehr Zeit hätte. Aber läuft ja nicht weg.

4. Für meine private (Medien-)Sammlung möchte ich unbedingt keine Ahnung, mehr Filme haben? Was bestimmtes fällt mir da gerade nicht ein. Vielleicht irgendeine Serienbox, aber auch da habe ich gerade nix bestimmtes im Kopf.

5. Ein völlig zu Unrecht viel zu unbekannter Romanheld ist wohl einer, den ich auch nicht kenne.

6. ______ hätte genauso gut ein Theaterstück sein können, ______ . Ich habe keinen Plan. So ziemlich alles, was sich auf einen Raum beschränkt. Aber das sind ja dann auch meistens ursprünglich schon Theaterstücke gewesen.

7. Zuletzt gelesen habe ich Jodi Picoults Kurzgeschichten Where There’s Smoke und Larger Than Life und das war interessant , weil es die Vorgeschichten zu einem kommenden Roman sind, beide aber vom Stil her sehr unterschiedlich sind und ich jetzt schon irgendwie gespannt bin, wie dass dann im Roman zusammenpasst.

Filmschrott TV-Tipps 13.09. – 19.09.2014

Meine lieben Leser und Schreiber, Filmnerds und Trashliebhaber, Blogger, Bloggerinnen und auch alle dazwischen. Dies ist mein hundertelfzigster Blogeintrag! Aber leider sind einundelfzig Posts viel zu wenige, um unter solch vortrefflichen und bewundernswerten Leuten zu leben! Ich kenne die Hälfte von euch nur halb so gut, wie ich´s gern möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr´s verdient. Äh,ja, nee, war nicht so gemeint. SCHNAPS FÜR ALLE! Und damit ihr den Kater über die Woche auskurieren könnt, hier wieder TV-Tipps. (Den Schnaps müsst ihr nebenbei selber kaufen, ich habe keinen im Haus.)

SAMSTAG

20.15 Uhr – TELE 5 – Mega Piranha – Riesenpiranhas fressen Politiker. Manchmal wünschte man sich, es würde Realität werden.

00.15 Uhr – PRO 7 – Zombie Strippers – Irgendwie schon jetzt ein Klassiker unter den Trash-Filmen. Muss ich viel erklären? Stripperinnen, die zu Zombies mutieren. Schade, um die teuren Implantate.

01.50 Uhr – PRO 7 – Jackass: The Movie – Kennen wir wohl alle, oder? Ein Haufen Vollidioten fahren mit Einkaufswagen vor Wände und bewerfen sich mit Scheiße. Wenn ich bewerten sollte, wie Kacke das ist, würde ich sagen: Ein Einkaufswagen voll.

SONNTAG

22.30 Uhr – PRO 7 – Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels – Ja, Leute, der gehört hier hin. Fliegende Kühlschränke, schwingende Affen, Riesenameisen, Aliens, und einfach der ganze andere Scheiß, der in diesem Müll vorkommt, hat einfach das komplette Franchise mit sich ins Verderben gezogen. Klar, es ist nicht so, dass die Ur-Trilogie einen Realitätsanspruch hatte, aber das hier war einfach zu viel des Guten.

DIENSTAG

20.15 Uhr – TELE 5 – Codename: The Cleaner – Der Cleaner hat nen Kater. Und nen Aktenkoffer. Und ne Leiche. Und keinen Humor.

22.40 Uhr – RTL NITRO – Lake Placid 2 – Ein Riesenkrokodil mampft alle weg. Teil 1 war schon ziemlicher Quark. Nicht schwer, sich auszumalen, wie dieser hier ist.

MITTWOCH

20.15 Uhr – TELE 5 – Die Hüterin der Gewürze – Eine Heilerin kann ganz dufte kochen. Hauptsächlich mit Curry, schließlich ist sie Inderin. Mehr weiß ich auch nicht, aber der Titel klingt einfach dämlich.

DONNERSTAG

00.20 Uhr – TELE 5 – American Fighter 5 – Lisa wird entführt. Glücklicherweise ist ihr Stecher Karateprofi und kann sie retten. Wie haben die es bloß geschafft, hierfür nicht Jean Claude Van Damme oder Steven Seagal zu verpflichten? Da muss was in der Post verloren gegangen sein.

FREITAG

So richtigen Müll gibt es heute scheinbar nicht. Selbst auf Tele 5 hält man sich im durchschnittlichen Bereich auf und bringt sogar Léon – Der Profi. Aber im ZDF kommt um 02.40 Uhr der Film Die Blondine mit entblößten Brüsten. Klingt unglaublich bescheuert, oder nach nem Porno, soll aber gut sein. Vielleicht ein guter Porno?

Habt ihr auch noch Tipps parat? Dann lasst nen Kommentar da.