Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Blockbuster-Sommer 2019 – Independence Day 2

Heute erwartet euch hier etwas ganz spezielles: Hass. Purer Hass. Jetzt denkt ihr vielleicht: „Moment mal, der Filmschrottheini hasst doch alles und findet die ganzen Filme, die er bequatscht prinzipiell kacke.“ Und da kann ich nur sagen: „Ihr habt nix verstanden. Geht Marvel gucken.“ Oder den Film, den ich heute hier besprechen werde. Und bei dem ist es tatsächlich so, dass ich alles und jeden daran und darin zum Kotzen finde und der Meinung bin, dass dieses Machwerk verbrannt gehört und alle Beteiligten nie wieder im Filmgeschäft arbeiten dürften. Denn was uns nun erwartet ist die Blaupause für absolut ALLES, was in Hollywood heutzutage verkehrt läuft: Ideenlose Fortsetzungen hinrotzen, um Kasse zu machen, wobei man ein Franchise ausgräbt, das seit 20 Jahren niemanden mehr gejuckt hat und möglichst viele Darsteller wieder zusammenkarrt, die eigentlich gar keinen Bock auf den Scheiß haben, aber gerne die schnellen Millionen mitnehmen, die ihnen für eine nicht vorhandene Leistung in den Arsch geblasen wird, bevor die Karriere endgültig vorbei ist, weil sie zu alt für den Scheiß werden. Das reichert man dann noch mit einem Haufen talentbefreiter Saftnasen an, die überhaupt nur eine Karriere haben, weil irgendwelchen minderjährigen Affen auf Instagram ihr Gesicht gefällt, denn das sind heute die Kriterien, um es in Hollywood zu schaffen. Schauspiel kann ja eh jeder … Hass. Purer Hass.

INDEPENDENCE DAY: RESURGENCE – WIEDERKEHR – USA – 2016 – 120 Min.

Regie bei diesem filmischen Desaster führte Roland Emmerich, der dafür bekannt ist, sich auf die Regieanweisung „Jetzt die Welt zerstören“ zu beschränken.
Natürlich schrieb er auch das Drehbuch, wenn man ein Stück Toillettenpapier mit einem Kackstreifen drauf so nennen kann, denn mehr kann in diesem Drehbuch nicht gewesen sein. Okay, doch, denn Nicolas Wright, James A. Woods, Dean Devlin und James Vanderbilt haben auch noch ins Drehbuch geschissen. Meine Fresse, wie können fünf Leute 5 Leute FÜNF VERFICKTE LEUTE gemeinsam so eine langweilige, unkreative, ideenlose, inhaltslose, charakterlose Scheiße verfassen, ohne dass zumindest einem mal auffällt, dass es langweilige, unkreative, ideenlose, inhaltslose, charakterlose Scheiße ist? Nehmt diesen Pissern die Schreibmaschinen weg.
Die Darsteller kennen wir alle. Jeff Goldblum ist wieder mit dabei, weil er einfach in jeder Grütze mitspielt, die ihm angeboten wird. Judd Hirsch ist wieder dabei und … er war auch in SHARKNADO 2, also wundert mich da gar nix mehr. Bill Pullman ist wieder dabei und … wisst ihr was? Liam Hemsworth. Jessie T. Usher. William Fichtner. Und wer nicht noch alles. Ich kann nur von ganzem Herzen sagen: Verreckt halt alle ihr geldgeilen Flachwichser. Ja, auch du Goldblum. Und ich mochte dich mal … Hass. Purer Hass.

Der Anfang ist schon … also … die Worte von Präsident Whitmore aus Teil 1 schweben durchs All, oder so.Ich denke, dass will mir der Streifen hier vermitteln. Ich muss wohl kaum darauf hinweisen, dass das alles äußerst scheiße aussieht. Dann fliegen wir durch ein schwarzes Loch oder so und ein Alienraumschiff taucht auch noch auf, um klar zu machen: Sie sind zurück. Um daran absolut keinen Zweifel aufkommen zu lassen, geht es in das Raumschiff, wo die Alienkönigin auf einer digitale Hightechsternenkarte herumtippst und sich Videoaufzeichnungen von Szenen aus Teil 1 anguckt, von denen es innerhalb dieses Films gar keine Videoaufzeichnungen geben dürfte. Wer soll das bitte auf Video aufgenommen haben, während die Welt in Schutt und Asche gelegt wurde? Es könnte aber auch alles nur ein Traum gewesen sein, denn Whitmore wacht auf und sucht seinen Rasierspiegel offenbar bereits seit Tagen.

Kommen wir zu den 2 Minuten interessanten Ideen im Film: Die Alientechnologie wurde über die letzten 20 Jahre genutzt, um das Leben auf der Erde zu verbessern, neue Fortbewegungsmöglichkeiten zu entwickeln und den ewigen Frieden zu sichern. Absolut nichts davon wird noch irgendeine Rolle in dem Streifen hier spielen. So viel kann ich schon mal verraten.

Charaktereinführung: Dylan Hiller ist der Sohn von Will Smith, der tot ist und er hat genau eine Charaktereigenschaft: Er findet Jake kacke. Jake wiederum ist genau wie Hiller Kampfpilot und sonst gibt es über ihn nicht das geringste zu erzählen. Außer vielleicht, dass er ein echter Draufgänger ist, der einen Scheiß auf Befehle gibt und das Leben aller Leute auf einer Mondstation gefährdet, wofür er Stubenarrest kriegt, anstatt seinen arroganten Arsch direkt ins All zu schießen. General Adams ist … nun, General. Mehr werden wir nie erfahren.

Kommen wir zu den nicht weniger aufregenden Rückkehrern: David trifft sich in Afrika mit einem Stamm, der Alienwaffen gefunden hat, weil da ein Alienschiff abgestürzt ist. Catherine hat sich mal von David flachlegen lassen und dementsprechend mögen sich die beiden nicht. Ich hasse sie übrigens auch beide. Wie jeden anderen hier. David findet heraus, dass die Aliens zurückkommen und … meine Fresse, kann nicht wenigstens einer hier so tun, als hätte er Lust auf diesen Scheiß und nicht nur wegen der Knete den Vertrag unterschrieben? Nein, aber Jakes Freundin versucht alle anderen in Bocklosigkeit noch zu unterbieten. Schwieriges Unterfangen, aber es gelingt ihr ganz gut. Hass. Purer Hass.

Die Quotenasiatin ist – wer hätte es gedacht – Kampfpilotin. Was ist das eigentlich für eine Zukunftsvision, in der jeder und sein Nachbar Kampfpilot ist? Gibt es nach der Alieninvasion keine anderen Jobs mehr?

Dylan haut Jake in die Fresse, denn der hat wohl damals mal scheiße gebaut und den fast umgebracht oder jemand anderen umgebracht. Können wir hier mal kurz auf die sogenannte Charakterzeichnung eingehen? Jake hat jemanden gekillt, weil er ein draufgängerischer, arroganter Arsch ist, der keine Befehle befolgt und vor ungefähr 5 Minuten hätte er aus dem selben Grund beinahe die Mondstation zerstört. Wo ist denn da noch sowas wie Raum für Entwicklung? Schlimmer kann es doch gar nicht mehr werden. Was soll denn da noch den Anstoß geben, damit der Charakter sich entwickeln kann … Wieso denke ich da überhaupt drüber nach? Hier entwickelt sich doch eh nix. Hass. Purer Hass.

Dr. Okun wacht aus dem Koma auf und weil wir mittlerweile im 21. Jahrhundert sind, gibt es einige Andeutungen, dass er homosexuell ist. Diversität und so. Ihr wisst schon. Ich gehe nebenbei nicht auf den afrikanishen Milizenführer ein, der irgendwelche Visionen hat und davon Bilder malt, einfach, weil es mir scheißegal ist und ich es nicht wirklich kapiere, was für eine Verbindung der Typ zu den Aliens haben soll. Zuletzt hat er jedenfalls eine weiße Kugel gemalt, die jetzt zufällig auf dem Mond auftaucht und direkt abgeballert wird. Whitmore hat übrigens auch Visionen und kein Mensch weiß, warum wieso und überhaupt. Es ist einfach nur ein lahmes Plotelement, damit man nicht zu viel erklären muss. Astreines Hollywoodwriting also. Hass. Purer Hass.

Jake holt David ab und sie fliegen zum Mond. Acting … nein, ich gebe es auf. Sie haben einfach keine Lust. Genau so wie Judd Hirsch, Davids Vater Julius, der ein Buch geschrieben aber dieses Drehbuch ganz sicher nicht gelesen hat, sonst hätte er im Vorfeld gewusst, dass seine Rolle hier die beschissenste Sidestory aller Zeiten ist, aber dazu gleich mehr.

Jetzt wird nämlich erstmal der vierte Juli gefeiert und der ehemalige Präsident Whitmore darf bei einer Ansprache zusammenbrechen, denn die Aliens senden irgendein Signal in seine Birne und in die von Dr. Okan. Und in die von dem Visionenafrikaner. Warum die drei? Was weiß ich. Sie sind alle … gerade für nichts anderes zu gebrauchen. Das muss reichen.

Und dann kommen die Aliens und zerstören die Mondstation. In einem Raumschiff, das größer ist als der Mond selbst und ein eigenes Gravitationsfeld hat, mit dem es -und ich übertreibe nicht – Asien hochhebt und auf Europa fallen lässt. Ja, es ist so dämlich wie es sich anhört und sieht auch so scheiße aus, wie es klingt.

Die Aliens stören Julius beim Grillen auf seinem Boot mit einer Riesenwelle und Dylans Mutter stirbt, was aber völlig hupe ist. Julius wird später von irgendwelchen Blagen aufgegabelt.

Dann treffen sich alle in Area 51 und Whitmore opfert sich einem Alien, damit die anderen Antworten kriegen. Da kommt nicht viel bei rum und das Alien ballert mit einer Alienwaffe rum und der Visionenafrikaner killt es mit seinen Macheten, denn er ist der ultimative Alienschnetzler.

David weiß mal wieder alles und stellt fest, dass die Aliens sich zum Erdkern durchbohren wollen, um die Gravitation und damit alles Leben auf der Erde zu beenden. Das kann man nur verhindern, indem man das Mutterschiff zerstört. Also wie in Teil 1. Nur, dass Randy Quaid diesesmal nicht zur Verfügung steht. Also muss wohl jemand anderes in den Laserstrahl fliegen.

Vielleicht General Adams, der ohnehin nichts hat, was man auch nur ansatzweise als Charakter bezeichnen kann. Den würde sicher niemand vermissen. Vorerst gibt er aber nur Befehle und die sind natürlich: Aliens killen. Er formuliert das zwar anders, aber kommt aufs selbe raus.

Dylan, Jake, die Quotenasiatin und alle anderen Kampfpiloten – also geschätzt neunzig Prozent der Erdbevölkerung – fliegen los zum Mutterschiff, um da rumzuballern, was ja schon in Teil 1 megagut funktioniert hat. Sie stürzen dann IM Mutterschiff ab und das hat nicht nur ein eigenes Graviationsfeld, sondern auch eine eigene Vegetation innen drin. Also können sich die Kampfpiloten im Sumpfgebiet verstecken. Nebenbei bomben die Aliens alle Satelliten weg, damit die Menschen nichts mehr sehen können. Die habens gut. Ich will auch nichts mehr von der Scheiße hier sehen. Hass. Purer Hass.

Moment mal, Whitmore ist gar nicht tot. Das ist alles so sinnlos und bleh. Ach übrigens, was macht man mit einem Mann, der absolut keinen Charakter hat? Genau: Man macht ihn zum Präsidenten, denn alle anderen wurden von den Aliens gekillt. Glückwunsch, Präsident Adams. Sie haben absolut nichts geleistet uns jetzt das höchste Amt inne. Immerhin hier ist der Film realistisch.

Visionenheinz kann nebenbei die Aliensprache lesen, weil … er hat es gelernt. Keine Ahnung wie, aber da er und seine Leute von den Aliens gejagt wurden, mussten sie deren Sprache lernen.

Die weiße Kugel der Weisheit erwacht und die Alienkönigin ist kacke drauf. Ich übrigens auch, denn meine Herren, ist das alles langweilig und scheiße animiert. Und zudem sehen die Aliens auch noch völlig uninspiriert aus. Halt mal eben bei H.R. Giger abgekupfert. Die Kugel erklärt, dass ihre Spezies ebenfalls von den Aliens attackiert wurden und sie ist die letzte Überlebende. Sie hat ganz tolle Pläne für tolle Waffen, mit denen die Aliens besiegt werden können. Allerdings ist die Königin unterwegs und deshalb sollte die Kugel besser zerstört werden, da sie ein Signal absendet, dass die Königin anlockt. Wenn die eh schon weiß, wo das Signal herkommt, ist der Zug doch eh abgefahren. Das ist alles so undurchdacht. Jedenfalls haben David und Okan Plan B und wollen die Königin wegbomben, weil die Aliens abhauen werden, wenn ihre Königin tot ist, wie die weise Kugel weiß. Es ist alles … Hass. Purer Hass.

Noch eine Stunde, bis der Erdkern weggebohrt wird. Das interessiert eigentlich keine Sau mehr im Film, aber es wird mal kurz erwähnt, um sowas wie Zeitdruck zu imitieren. Julius findet einen Schulbus samt Schulklasse und fährt jetzt mit denen durch die Gegend. Unnötigster Nebenplot ever. Hass. Purer Hass.

Das große Finale in der Wüste wird eingeleitet, denn einen langweiigeren Ort hat man nicht gefunden.

Jake lenkt die Aliens ab, indem er in ihr Raumschiff pisst, damit die Kampfpiloten ein paar Kampfgleiter klauen können. Hass. Purer Hass.

Whitmore will mal wieder fliegen. Adams hält eine Ansprache über Funk, die ähnlich pathetisch ist, wie das Gebrabbel von Whitmore in Teil 1. Aber bei den Amis kommt sowas ja an.

Großes Geballer in der Wüste, wo dann natürlich alle wieder zusammenfinden. David und sein Computer stehen mittendrin, Whitmore ballert rum, die Kampfpiloten kommen vorbei und sogar Julius in seinem Schulbus kommt angefahren, was zu einer so dermaßen schlecht gespielten Comedyszene führt, dass es sogar fast lustig wäre. Wisst ihr, was auch fast lustig ist? Whitmores Tochter ist: KAMPFPILOTIN!!! Hass. Purer Hass.

Whitmore persönlich fliegt ins Mutterschiff und bombt das von innen heraus mit einer Neutronenbombe oder so weg. Aber jetzt wird es erst so richtig scheiße, denn die Königin hat ihr eigenes Schutzschild und überlebt und stapft jetzt grottenschlecht animiert durch die Wüste und wirkt dabei größer als das Raumschiff, in dem sie gerade noch gesessen hat. Jede Menge Geballer, schlechtes Acting, Busgefahre und schlechte Animation folgen und nehmen kein Ende. Es ist einfach nur unerträglich.

Unten im Labor brechen ein paar Aliens aus und Okans Freund geht drauf, was tatsächlich mal zu einer annehmbaren schauspielerischen Leistung führt. Die killt man natürlich direkt wieder, indem man Okan entgegen seinem Charakter zu Rambo macht, der wild Aliens wegballert.

Die Königin wird natürlich auch noch recht unspektakulär umgenietet und ich habe die Schauze aber mal sowas von voll, von dieser lahmen Grütze, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Deshalb sage ich besser nichts dazu, dass man ein weiteres Sequel anteast, dass dann direkt im Weltall spielen würde, damit man überhaupt keine Story mehr braucht und auch nicht dazu, dass alle Kampfpiloten irgendwie überlebt haben und jetzt miteinander rumvögeln wollen. Nein, ich sage besser gar nichts mehr, denn es wäre nur Hass. Purer Hass.

Monatsrückblick April 2019

Wenig, aber immerhin etwas geguckt im April, der mit meiner Zeit machte, was er will.

THE WALKING DEAD SEASON 9

Ich gebe zu: Ich gucke den Kram nur noch aus der reinen Freude an der absoluten Unfähigkeit von einfach allen Beteiligten, hieraus ein gutes Drama zu machen, obwohl sie es immer wieder versuchen. Immerhin hat man mit dieser Staffel eine Art Neuanfang eingeleitet und es wirkt wieder etwas frischer. Zum ersten Mal seit Season 3 oder so, hatte ich wieder Spaß an der Serie. Ein Meisterwerk wird das nicht mehr, aber zumindest können sie doch noch unterhaltsam sein in dieser absolut undurchdachten und saudämlichen Zombiewelt.

INDEPENDENCE DAY

Kein Meisterwerk und das war der Film auch nie. Aber irgendwie macht der Quatsch nach wie vor Spaß. Er bringt so einen gewissen B-Movie-Charme mit, bei der kein Charakter irgendwas so richtig ernst nimmt. Trotzdem haben die Leute hier aber tatsächlich sowas wie Eigenschaften, die sie aus der Masse hervorheben. Goldblums Recyclingtick, Wills Zigarre, die schlechten Lügen des Präsidenten … selbst die Tussi, die sich aufs Hochhaus stellt und nur zwei Minuten im Film vorkommt hat mehr Charakter als alle Figuren in der Fortsetzung zusammen. Das ist jetzt keine Glanzleistung, lässt einen aber zumindest ein wenig in diesen Film eintauchen und es ist einem nicht komplett scheißegal, ob die alle verrecken.
Die Effekte bewegen sich irgendwo zwischen gut und böse. CGI ist das Grauen. Die praktischen Effekte sind immer noch nett anzusehen. Vor allem die Feuerwellen, die die Städte umpflügen, die man dafür extra als Modelle nachgebaut hat, sind noch ziemlich cool. Damals hat das natürlich mehr geflasht, aber da hat man sowas auch nicht bereits tausendmal gesehen.
Darstellerisch ist das hier alles eher bleh, aber für ein paar Lacher ist der ein oder andere Dialog durchaus gut und sei es nur, weil es alles so dämlich ist. Emmerich ist halt kein wirklich guter Regisseur und man merkt immer wieder, dass die Darsteller auf sich gestellt sind, während Roland sich darum kümmert, die Erde abzufackeln. Und natürlich, seine Streifen mit dem nötigen Pathos anzureichern. Gelingt ihm jedesmal.
Locker ne halbe Stunde zu lang, aber immer noch unterhaltsam und nett anzuschauen.

THE ALIEN DEAD

Hier gehts zum Filmschrottbeitrag

INDEPENDENCE DAY: RESURGENCE

Filmschrottbeitrag voller Hass folgt

AMERICAN GODS SEASON 2

Nachdem ich die erste Staffel letztlich irgendwie okay aber langweilig fand, habe ich der Serie mit Season 2 noch eine Chance gegeben, mich doch noch von sich zu überzeugen. Nun, das wird wohl nix mehr. Die ganze Nummer ist mir zu zäh und langweilig, die Charaktere interessieren mich nicht die Bohne und selbst Crispin Glover kann das nicht retten. Hin und wieder gibt es mal ganz nette Dialoge, aber das wars dann halt auch. Ich glaube nicht, dass ich mir eine dritte Staffel davon noch antun werde.

 

Wie ihr vielleicht bemerkt, werden die Sichtungen monatlich weniger. Meine Zeit reicht momentan einfach kaum für Filme und Serien. Deshalb könnte es durchaus sein, dass demnächst auch hier auf dem Filmschrottplatz weniger los sein wird. Eventuell poste ich nur noch alle 2 Wochen oder so. Mal schauen, wie ich es hinkriege.

Mal aktuell: Independence Day – Wiederkehr

Nun ist es also soweit. Die Fortsetzung auf die niemand gewartet hat ist endlich da. Da ich den ersten Teil nach wie vor für ungewöhnlich unterhaltsam halte und Roland Emmerich bei mir irgendwie immer funktioniert, mit seinen Abrissfilmen, musste ich mir das doch mal genauer angucken. Ohne Erwartungen war ich also in:

INDEPENDENCE DAY: RESURGENCE – USA – 2016 – 120 Min.

Und was soll ich sagen: Was war das für eine langweilige Grütze!

Fangen wir mal mit der „Story“ an. Da war natürlich schon der Vorgänger kein Exemplar von unfassbarer Kreativität. Was macht man also? Genau: Man erzählt einfach genau die gleiche unkreative Scheiße noch mal. Nun ja, und irgendwo in diesem Gewühl von Szenen, die man quasi genau so auch schon im ersten Film gesehen hat, gibt es dann eben noch ein paar „neue“ Ideen, die sich in Innovationslosigkeit in der selben Reihe anstellen.

Nun könnten es natürlich die Charaktere retten, aber die sind auch nur Abziehbilder und so dermaßen langweilig und uninteressant, dass ich mich die ganze Zeit gefragt habe, warum mich überhaupt tangieren soll, ob die jetzt ihren Arsch retten, oder eben nicht. Nicht mal die Charaktere, die aus Teil 1 wieder dabei sind, können auch nur ansatzweise irgendwas dazu beitragen, dass man hier mitfiebert. Dazu sind einfach alle Beteiligten zu egal. Humor sucht man nebenbei auch vergeblich. Während es im Erstling zumindest noch ein paar coole Sprüche gab, die das ganze etwas auflockern, findet man hier einen Rohrkrepierer nach dem anderen.

Aber vielleicht können es ja die Effekte retten. Im ersten Teil hat man ja damals die Städte nachgebaut, um diese dann richtig abzufackeln. Und man, war das geil oder was? Was haben wir hier? Hingeschludertes CGI war ja zu erwarten, aber hier ist mal wieder gar nichts echt. Die Darsteller hüpfen vor GreenScreens rum, was sowas von offensichtlich ist, dass man sich fragt, ob wir mittlerweile den Punkt erreicht haben, wo es den Filmemachern einfach scheißegal geworden ist, ob ihre Kackfilme noch zumindest ansatzweise realistisch aussehen. Vom Aussehen der grauenhaften CGI-Alienkönigin fange ich besser gar nicht erst an.

Zum Schluss gibt es dann natürlich noch den Verweis auf den nächsten Teil. Dann mit noch mehr Scheißeffekten. Und noch mehr lahmen Arschlöchern. Und noch uninspirierter, als alles, was wir bisher gesehen haben. Wuhu!

Tja, ich habe nichts erwartet und habe noch weniger gekriegt. Reife Leistung. Schade, denn ich hätte durchaus mal wieder Lust auf einen dummen, aber unterhaltsamen Blockbuster mit viel Getöse gehabt. So macht das aber überhaupt keinen Spaß. Der Eintrag hier im Blog wird sicher irgendwann folgen.

Media Monday #252

Der Frühling in  Deutschland ist ja schon was besonderes. Arschkalt. Arschnass. Arsch … alles Arsch. Mal ehrlich, was ist das bitte für ein Pisswetter da draußen? Letzte Woche hätte man noch ins Freibad gehen können und jetzt kann man Schlitten fahren.

Zum Glück bin ich in meinen sicheren vier Wänden geschützt vor dem Blizzard, der draußen tobt und kann in Ruhe den Media Monday beantworten. Heute in der Allwetteredition.

1. Die Geschlechterrollen in Hollywood-Filmen sind wie Regen – immer die gleiche Scheiße. Immer nur Mann oder Frau. Wo sind die Transvestiten-Rollen? Wäre mal eine Debatte bei den Oscars wert, meint ihr nicht auch? #OscarsSoTranny.

2. Das Wetter in Filmen wird der Sache nicht annähernd gerecht, denn wenn man mal genau darauf achtet, ist es oft so, dass von einer Szene zur nächsten vom schönsten Sonnenschein plötzlich in einen Monsun geschnitten wird, obwohl nur einige Sekunden im Film verstrichen sind. Richtig geil wird es dann natürlich, wenn eine bestimmte Szene an unterschiedlichen Tagen gedreht wurde und man bei jedem Cut sieht, wie sich das Wetter ändert. Ich mag sowas. Schließlich sind solche Szene wie der Frühling in Deutschland. Wechselhaft.

3. Ich trauere ja immer noch den richtig guten Katastrophenfilmen hinterher, die es früher mal gab. Ihr wisst schon, wo durch so richtiges Scheißwetter die Welt unterging. Regen, Nebel, Schnee, Stürme. Halt so Filme in dem das beste tatsächlich das Wetter ist. Ich mochte solche Filme immer gerne. Davon gibt es viel zu wenig.

4. Der Wetterbericht hätte gerne fortgesetzt werden können, denn mir fehlte da die Ankündigung von schönem Wetter.

5. Roland Emmerichs Weltuntergangsgelöt war ein(e) überraschend großartige(s) Desaster , weil da irgendwie trotz fehlender Substanz, lahmen Charakteren, keiner wirklichen Story, die Zerstörung einfach gut gemacht war. Zumindest größtenteils. Ich bin ehrlich. Ich bin ja so ein bisschen Emmerich-Fan. Was ich bei anderen Filmen nicht kann, nämlich einfach mal mein Hirn auszuschalten und das Spektakel auf mich wirken zu lassen, kann ich bei seinen Filmen ziemlich gut. Liegt vielleicht daran, dass er genau das schon gemacht hat, als noch nicht alles am Computer entstand und man noch einfallsreich sein musste, um eine Stadt abzufackeln. Ich habe auch irgendwie Bock auf Independence Day 2. Der wird hoffentlich ähnlich hirnlos und spektakulär wie Teil 1. Ich glaube aber eher nicht.

6. Das Kackwetter hat mich dazu verleitet, mal wieder etwas für Filmschrott – Der Film zu schreiben. Und zwar den Anfang:

EXT SUMPFGEBIET NAHE DEM FLUGHAFEN

Jiminy Billy Bob Bobberson steht auf einem selbst zusammengezimmerten Floß und treibt mit Hilfe eines langen Stocks durch das Schilf und anderes Gewächs in dem Tümpelwasser. Mücken surren. Alligatoren gähnen. Frösche quaken. JBBB treibt weiter. In der Ferne sieht er ein Flugzeug abheben, das in den Himmel aufsteigt während es näher kommt und über ihn hinweg fliegt.

INT FLUGHAFEN

Es herrscht das übliche Treiben und Chaos eines Flughafens. Eine Stewardess zwängt sich durch den Trubel. Sie erreicht ihren Flug noch rechtzeitig.

Eine gutaussehende Frau beobachtet den Abflug des Flugzeugs, in dem die Stewardess sitzt. Sie will gehen, aber wird von einer Hand an der Schulter festgehalten. Die Hand gehört einem Mann, der nicht sehr freundlich aussieht.

MANN

Hallo, Giselle.

GISELLE

Grim. Was willst du hier?

GRIM

Du weißt genau, was ich will.

GISELLE

Ich habe es nicht.

GRIM

Das weiß ich. Du hast es der Stewardess untergeschoben. Ich hoffe, sie hat ihr Geld bereits ausgegeben.

GISELLE

Tu das nicht, Grim.

GRIM

Tut mir leid, meine Liebe. Du weißt, ich habe keine Wahl.

Grim schließt die Augen und murmelt etwas unverständliches vor sich hin.

INT SUMPFGEBIET NAHE DES FLUGHAFENS

JBBB beobachtet das Flugzeug, das in den Himmel aufsteigt. Am Himmel brauen sich in ungewöhnlicher Geschwindigkeit schwarze Wolken zusammen. Das Flugzeug fliegt direkt in den spontan entstandenen Sturm. Ein Blitz schlägt in eine der Turbinen ein und setzt den Flügel in Brand. JBBB springt ins Sumpfwasser, als das Flugzeug knapp über seinem Kopf hinweg gleitet und in den Sumpf stürzt.

INT FLUGHAFEN

Giselle schaut geschockt von der Aussichtsplattform zum Sumpf. Sie dreht sich um.

GISELLE

(zu Grim)

Das wirst du bereuen. Wenn ich mit dir fertig bin, wirst du nicht nur mein Ex-Mann sein. Du wirst ein kompletter Ex-Mann sein.

GRIM

Ich schätze, wir sehen uns dann, meine Liebe.

Grim geht. Giselle schaut ihm wütend hinterher.

EXT SUMPFGEBIET/ABSTURZSTELLE

Zwischen den Trümmern des Flugzeugs liegt eine Ampulle mit einer grünen Flüssigkeit, die in das Sumpfwasser ausläuft.

Keine Ahnung, wo das mal hinführt, aber wird schon werden, immerhin haben wir verseuchtes Wasser, einen Wettergott (oder sowas) und seine Ex-Frau.

7. Zuletzt habe ich Die Legende von Bagger Vance gesehen und das war ziemlich langweilig, weil mir spontan mindestens drei Golffilme einfallen, die besser und unterhaltsamer sind. Und einer davon ist mit Adam Sandler. Spricht also nicht gerade für Bagger Vance. Richtig scheiße ist er aber auch nicht. Eben nur lahm und uninteressant. Immerhin ist in dem FIlm immer schönes Wetter.