Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Sleepaway Camp III:Teenage Wasteland – Horrorctober 2016

Es ist soweit. Nach 3 Jahren gibt es jetzt endlich den großen Abschluss der Sleepaway Camp Trilogie, die uns über die letzten Horrorctober (Teil 1) (Teil 2)begleitet hat. Wird Angela noch mal allen ihren Penis zeigen? Diese und weitere spannende Fragen werden jetzt geklärt:

SLEEPAWAY CAMP III:TEENAGE WASTELAND – USA – 1989 – 80 Min.

10 Sekunden rum und es gibt Brüste zu sehen. Vielleicht wird das doch besser als gedacht. Die Besitzerin der Brüste will ins Camp gehen, wird aber auf dem Weg dort hin von einem LKW verfolgt und überfahren. Es dürfte klar sein, dass Angela Baker, ihres Zeichens berufene Campschlitzerin und Penisbesitzerin, den LKW fährt. Und dann den Platz der Überfahrenen im Camp einnimmt. Nebenbei schreibt sie „Angela is back!“ an eine Wand, wodurch ich ganz große Befürchtungen habe, dass man hier irgendwelchen selbstreferenziellen Müll präsentieren wird.

Im Camp ist eine Reporterin und interviewt die Besitzer und alle Campinsassen, die sich auch namentlich vorstellen, aber ich kann mit diesem Namedropping bekanntlich nix anfangen, deshalb habe ich schon wieder alle vergessen. Nicht vergessen wurden die Morde, die Angela Baker im ersten Teil beging. Das Camp wurde abgerissen und an gleicher Stelle hat man jetzt dieses Camp eröffnet. Sinnvoll.

Die Reporterin kokst sich auf der Heimfahrt zu Tode. Im Camp stößt der Plan, dass man im Wald zelten geht und sich nur von Fisch ernährt nicht unbedingt auf Freudenschreie. Aus irgendeinem Grund kommt dann noch ein Polizist vorbei um mitzucampen. Nachdem dann noch schnell wirklich alle Tussis hier ihre Tüten gezeigt haben, kann es in den Wald gehen. Eine Gruppe zieht mit dem Campbesitzern los, eine andere mit dem Cop. Angela ist in der ersten Gruppe.

Der Sohn vom Cop wurde hier im Camp geschnetztelt. Uh, was für eine spannende Charakterentwicklung. Vielleicht kriegt er hier seine Rache. Vielleicht stellt er auch fest, dass Angela einen größeren Penis hat als er und er fällt in eine noch tiefere Sinnkrise. Oder man macht gar nix daraus. Abwarten. Spannung.

Wie es sich für richtige Campbesitzer mit Aufsichtspflicht gehört, vögeln die beiden erst mal am helllichten Tag in ihrem Zelt rum. Angela kann das natürlich nicht dulden und bringe beide um die Ecke. Nachts killt sie dann auch noch die anderen Typen aus ihrer Gruppe und tapert alleine durch den Wald. Die Kills sind nebenbei einfach nur langweilig und einfallslos. Stock vorn Kopf gekloppt und fertig.

Angela pickt sich dann nach und nach die anderen Affen aus dem Busch und hackt mal nen Kopf mit einer Axt ab oder zieht eine Tussi an einer Fahnenstange hoch und lässt sie dann in den Tod stürzen. Etwas später wird sie mit einem Typen zusammengebunden, damit sie ihr Teamwork verbessern. Den Typen turnen Fesselspiele an. Angela vielleicht auch. Jedenfalls lässt sie ihn vorerst am Leben.

Nach einem Kill mit einem Rasenmäher, kümmert sich Angela dann doch noch um Bobby den Fesselspielchenfan, fesselt ihn an einen Baum und reißt ihm dann mit einem Jeep die Arme ab. Der nächste Typ wird mit nem Hammer weggekloppt. Zum Glück dürften jetzt nicht mehr viele übrig sein.

Ach scheiße. Die ganze Gruppe um den Cop ist ja noch da. Die hatte ich komplett vergessen, da man sie seit einer halben Stunde nicht gesehen hat. Angela verletzt sich dann am Bein und wahrscheinlich wird das lahme Gemetzel dadurch jetzt nur noch mehr ausgebremst.

Der Cop wird völlig unspektakulär erschossen. Angela spielt dann mit den letzten drei Überlebenden irgendein Spiel auf Leben und Tod, bei dem sie Marcia suchen müssen und natürlich aber all die anderen Leichen stolpern. Zum Schluss kommt es zum großen Endkampf zwischen Angela und Marcia, bei dem Angela mit einer Axt gekillt wird.

Aber natürlich lebt sie noch und killt den Arzt im Krankenwagen mit einer Spritze. Dann sticht sie damit noch einem Cop das Auge aus und lässt sich ins Hospital fahren. Denn im Krankenhaus kann man noch schöner killen als im Kackcamp.

Mehr „campy“ Fun findet sich in der Horroctober Übersicht.

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Gargantua – Horrorctober 2016

Zeit für etwas Monsteraction aus den USA hier im Horrorctober. Denn wenn die Amerikaner eine Sache ganz sicher nicht mehr können, dann, einen guten Monsterfilm machen. Oder überhaupt einen guten Film. Aber mit Monstern ganz besonders nicht.

GARGANTUA – USA – 1998 – 90 Min.

Wie wir wissen beginnt jeder gute Monsterfilm mit einer Strandparty und zwei Tussis, die von irgendwas ins Meer gezogen wird. Ich tippe auf einen Schauspiellehrer, der das alles schon jetzt nicht mehr ertragen konnte. Verständlich wäre es. Warum casten die eigentlich immer wirklich die unfähigsten Bratzen für den ersten Kill? Sollte nicht gerade der glaubwürdig sein?

Jedenfalls gibt es immer mal wieder Erschütterungen am Strand. Wie von einem Erdbeben. Und Emile Hirsch (hier noch zu jung, um einfach ohne Geld in die Pampa zu tapern) und Adam Baldwin (hier so scheiße wie immer, dass man sich wünscht, er würde einfach ohne Geld in die Pampa latschen und nie wiederkommen) wollen der Sache auf den Grund gehen. Da am Abend noch jemand ins Meer gezogen wird, will Adam aka Jack mal mit nem Flugzeug von oben auf die Insel runtergucken, aber Emile aka Brandon darf nicht mit und soll sich aus dem Wasser fernhalten.

Der hält sich auch fern und kämpft sich durch den Dschungel zu einer Lagune, in der das hässlichste Dinosaurierbaby der Filmgeschichte badet. Jack hat dann noch Ärger mit dem neuseeländischen Kneipenbesitzer um die Ecke, weil der Party machen will. Brandon will Jack vom Dino erzählen, aber der hat gerade keine Zeit.

Während Brandon dann mit dem Dinobaby rumhängt, greift am Strand ein Nashornvelociraptor an, der nach kurzer Jagd mit einem Betäubungspfeil umgenietet wird. Die Effekte sind nebenbei der Knaller. Stellt euch vor, ihr habt einen aufblasbaren Dinosaurier zuhause und beschließt, damit einen Monsterfilm zu drehen. Das Ergebnis wäre vermutlich realistischer als das hier.

Man hat also den Dino gefangen und aus Angst vor weiteren Angriffen durch Artgenossen, geht es mit einem grauenhaft animierten U-Boot auf den Meeresgrund. Brandon füttert derweil Babydino mit Chips. Und Jack findet eirgendwas heraus, dass darauf schließen lässt, dass es sich um mutierte Frösche handelt. WUHU! Es ist Hell Comes To Frogtown 2!!!

Nachts kommt ein ganz großes Exemplar vorbei und kloppt ein Motorboot um, das aus irgendeinem Grund um die Zeit noch auf dem Meer rumschippert.

Dinobaby flüchtet vor einer Schlange. Aus irgendeinem Grund explodiert irgendein Auto. Neuseeland und seine Komplizen befreien den gefangenen Dino beim Versuch ihn zu … keine Ahnung was die eigentlich vorhatten. Jedenfalls scheitert dadurch der Plan, den man hatte, um den Riesendino auszuschalten. Ich weiß nicht, wie der Plan aussah, aber er beinhaltet offensichtlich nichts außer jede Menge Soldaten mit jeder Menge Waffen.

Jack sucht Brandon und findet ihn. Spannungsbogen wird hier noch groß geschrieben.

Die Soldaten stellen fest, dass jede Menge Waffen gegen einen Riesendino absolut nichts ausrichten können. Immerhin ballert jemand mit einer Bazooka in eine Tankstelle. Was das bringen soll ist zwar unklar, aber immerhin explodiert die so schön. Und der Dino haut ab.

Babydino hat sich im Wald verirrt. Jack und Brandon und Co. gehen ihn suchen. Sie finden ihn. Spannungsbogen und so. Jedenfalls wird mit ihm der Riesendino wieder angelockt und umgenietet, was plötzlich doch funktioniert. Babydino mäht wie ein Schaf auf Koks.

Naja, ich kürze das mal etwas ab hier. Es gibt noch etwas Dinoaction vom Feinsten, aber irgendwie hat niemand so recht nen Plan, was man machen soll. Neuseeland will Brandon das Dinobaby abjagen und erzählt ihm deshalb was von Labortests, die man mit dem Baby machen wird. Deshalb bietet er an, es auf seinem Boot in Sicherheit zu bringen. Brandon ist doof und geht natürlich darauf ein. Jack hat derweil einen Megaplan: Das Mähen des Babys auf Tonband aufnehmen und mit aufs Boot nehmen, um Mama und Papa wegzulocken.

Man schippert also los und braucht gefühlt ewig, bis man mal den Dino findet. Nach 10 Minuten oder so, hat man ihn dann und der Plan ist natürlich Bomben aus einem Helikopter auf den Dino zu werfen. Denn das kann ja gar nicht schief gehen. Aber dann kommt Neuseeland und will Brandon und Dinobaby entführen. Aber im richtigen Moment kommt Dinopapa aufgetaucht und zerlegt die MS Neuseeland. Alle fallen ins Wasser und saufen fast ab, aber natürlich können sich Jack und Brandon retten.

2 Tage später explodieren dann auch mal die Bomben unter Wasser, um die Dinos im Mariannengraben einzusperren. Toll gemacht. Ich weiß zwar nicht, wie oder was sie gemacht haben, aber es hat funktioniert.

Mehr militärische Monsteraction gibt es in der Horrorctober Übersicht.

Butcher Baker Nightmare Maker – Horrorctober 2016

Beim heutigen Film habe ich tatsächlich überhaupt keine Ahnung, was uns erwartet.Ich habe mir zuvor nix dazu durchgelesen. Es könnte also auch der beste Film aller Zeiten sein. Ausgewählt habe ich ihn nur, weil er definitiv einen der besten Titel aller Zeiten hat:

BUTCHER BAKER NIGHTMARE MAKER – USA – 1982 – 96 Min.

Du weißt, dass ein Film der Horror wird, wenn er mit random Countrygeschreddel beginnt.

Profitipp: Nur weil die Bremsen eines Autos nicht funktionieren, muss man nicht direkt anfangen wild im Zick Zack zu fahren, wie ein besoffener Vollidiot. Mann und Frau gehen jedenfalls drauf, in einer wohlgemerkt ziemlich starken Szene.

14 Jahre später: Billy ist bei Tante Cheryl aufgewachsen, die ihn morgens weckt, indem sie wie eine Katze schnurrt und sanft mit ihren Fingern seinen Arm streichelt. Ich hoffe inständig, dass das nur ein Insiderwitz der beiden ist. So im Sinne von: Erinnerst du dich noch, wie ich zu Karneval als Katze verkleidet war und dich vollgekotzt habe?

Billy spielt Basketball und wird von Julia fotografiert, weil die beiden voll scharf aufeinander sind. Ich frage mich, ob sich Julia wohl hin und wieder wie eine Katze verhält.

Billy will aufs College gehen, aber Cheryl ist strikt dagegen, schließlich soll er im Haus seiner Eltern leben. Sie scheuert ihm eine, aber am nächsten Morgen hat er Geburtstag und sie lässt ihn doch gehen.

Am Abend macht sich Cheryl an den Klempner ran, aber der hat keinen Bock auf Katzengeschnurre. Also sticht sie ihn ab, wie man das halt macht, wenn man notgeil und in den Wechseljahren ist. Billy kommt passend zum großen Abmetzeln nach Hause, aber Cheryl stellt alles wie eine versuchte Vergewaltigung und Notwehr hin, wie man das macht, wenn man notgeil und blutverschmiert ist. Detctive Joe Carlson glaubt davon kein Wort. Die Freunde Marge und Frank glauben Cheryl, da sie so unfassbar am flennen ist, also muss es wahr sein.

Billy ist ein Volltrottel und fällt die Treppe vom Dachboden runter, weil er einer Ratte in den Arsch treten will. Dabei findet er Fotos von seinen Eltern, die unbedingt abgefackelt werden müssen, laut Tante Cheryl, da einfach kein Platz mehr auf dem Dachboden ist. Wahrscheinlich will sie dort mehr Platz für ihre Rattenzucht schaffen, damit sie immer was zu fressen hat, wenn sie mal wieder im Katzenmodus ist.

Cheryl will Billy nicht in die Schule gehen lassen, weil „er genug gelernt hat“ und außerdem „ist die Schule voller Perverser!“ Wir alle haben uns zu Schulzeiten genau so eine Tante gewünscht, gebt es doch zu.

In der Schule kloppt sich Billy mit Bill Paxton, weil der den Basketballcoach für Billys Lover hält. Wenn gar nichts mehr geht, helfen immer Schwulenwitze. Werten jeden Film auf. Deshalb macht man da weiter und Detective Joe labert Billy voll und kombiniert in Sherlockmanier, dass Billy mit dem Klempner gevögelt hat und um das zu vertuschen, hat er ihn abgestochen und Tante Cheryl schützt ihn nur.

Cheryl will dann von Billy wissen, ob er wusste, dass der Coach eine Schwutte ist, denn Schwule sind „krank“. „KRANK, SAG ICH EUCH!!!“

Und noch was: Schwule sind auch automatisch Kinderschänder. Denn nachdem in der Nacht zwei junge Jungs geschändet wurden, ist natürlich der Coach der Hauptverdächtige von Detective Joe. Wow, ist das Teil hier ein homophober Haufen Grütze. Oder verstehe ich gerade hier die Kritik nicht? Nee, ich bin mir ziemlich sicher, dass die den Scheiß ernst meinen.

Detective Joe befragt dann Freundin Julia. Um sicherzugehen, dass Billy keine Schwulette ist, die die Bälle vom Coach bespielt, fragt er direkt mal, ob Julia und Billy rumvögeln. Die ist empört. Kurz darauf kriegen wir unsere Antwort und Julias Brüste zu sehen. Tante Cheryl unterbricht den Spaß leider und schmeißt die „Schlampe“ raus.

Sergeant Cook von der Mordkomission fängt Julia vorm Haus ab und fragt, ob sie von Cheryl erwischt wurden, weil das gut für Billys Fall wäre. Ich frage mich, wie gut es für Billys Fall ist, dass ein Typ die ganze Nacht im Gebüsch vor seinem Haus rumlungert. Tante Cheryl stellt dann noch kurz Billy zur Rede, während der nackt vor ihr steht. Was zur Hölle passiert hier bloß. Das ganze nimmt eine Wendung in Richtung Softporno. Und keiner von der zumindest annehmbaren Sorte.

Tante Cheryl macht alles wieder gut mit einem Glas Milch und Keksen. Ist Billy insgeheim Santa Clause, oder was?

Basketball ist nebenbei eine der langweiligsten Ballsportarten, die mir jemals untergekommen ist. Wenn selbst die Looney Tunes das nur zum Mittelmaß aufwerten können, weiß man, dass der Sport überflüssig ist. Keine Ahung, wer das Spiel gewinnt, weils mir egal ist. Wichtiger ist eh, dass sich Tante Cheryl im Publikum selbst betatscht, als Billy einen Freiwurf hat. Den er komplett versemmelt. Ich schätze, sein Team verliert. Ich weiß es nicht, denn Billy rennt vor eine Wand und ich sehe das Ende des Spiels nicht.

Billy kommt dann langsam dahinter, dass Tante Cheryl ziemliche Kacke labert und auch die Cops kommen ihr auf die Schliche, denn schon vor Jahren verschwand ihr Mann spurlos. Um zu zeigen, dass sie gar nicht irre ist, schneidet sie sich selbst die Haare zu einer Psychofrisur. Mit etwas Glück ist der ganze Sexismusscheiß jetzt durch und Tantchen geht steil.

Billy überredet Julia, Cheryl abzulenken, damit der ihren Kram durchsuchen kann, um herauszufinden, wie geisteskrank sie wirklich ist. Cheryl kackt Julia an und kloppt wie behämmert auf einem Kotelett rum. Aber sie versteht, denn sie hatte auch mal einen Freund. Dann schlägt sie Julia den Schädel ein und trinkt etwas Saft. Hmmm, Saft.

Marge kommt auf nen Kaffee vorbei und Billy wundert sich, wo Julia abgeblieben ist. Cheryl wischt unbemerkt etwas Blut von der Kühlschranktür. Kurz darauf erklärt sie, dass sie Billys richtige Mutter ist, oder so. Es sollte klar sein, dass sie das Bremskabel persönlich durchgeschnitten hat.

Marge ist misstrauisch und schleicht durch das Haus, während Cheryl Billy Milch in die Visage schüttet, damit der einschläft, oder so. Im Keller wird Julia wach, die interessanterweise überlebt hat. Direkt zwischen Cheryls Sammlung von Leiche und Köpfen in Einmachgläsern.

Cheryl schnurrt wie eine Katze (kein Witz) und schlitzt Marge auf. Julia flieht aus dem Raum. Sergeant Cook kommt vorbei und verliert erst seine Hand und dann sein Leben. Cheryl jagt dann Julia durch einen Wald, der offensichtlich direkt an das Grundstück grenzt, bisher aber von mir übersehen wurde. Wald vor lauter Bäumen … Ihr kennt das ja.

Im See kommt es zum Kampf zwischen Julia und Cheryl.

Billy fällt im Haus mal wieder eine Treppe runter. Cheryl kommt vorbei und Billy sticht sie ab. Er ruft den Coach an, aber natürlich steht Chery noch mal auf und geht mit dem Messer auf ihn los. Aber Billy hat einen Speer? Was zur Hölle ist das für ein Ding? Egal. Er spießt Cheryl endgültig auf und damit hats sich dann auch mal hier.

Nee, wartet Detective Joe kommt noch mal vorbei. Vielleicht kriegen wir noch einen Schuss Homophobie geliefert. Natürlich kriegen wir das. Denn er will wissen, wer von den beiden Ballspielern Sergeant Cook gekillt hat. Dass Julia (die lebt ja immer noch) gesehen hat, dass es Cheryl war, interessiert ihn wenig. Coach geht auf Joe los und Billy kann sich dessen Waffe schnappen. Er knallt Joe ab und somit hat die Gerechtigkeit gegen die Homophobie gesiegt. Was für ein versöhnliches Ende. Mal davon abgesehen, dass Billy gerade einen Cop erschossen hat, der unbewaffnet vor ihm stand und jetzt in den Knast muss, wo er sicher von einigen Mitinsassen unter der Dusche … ihr wisst schon: SCHWUL!!!!

Weniger homophoben Müll gibt es in der Horrorctober Übersicht.

Dark Heritage – Horrorctober 2016

Weiter geht der Spuk im Horrorctober mit einer inoffiziellen H.P. Lovercraft Verfilmung von „The Lurking Fear“. Kann ich nichts zu sagen, denn ich kenne mich mit Lovecraft nicht aus. Ich weiß nur, dass seine Vorlage ziemlich sicher besser sein wird, als das hier:

DARK HERITAGE – USA – 1989 – 94 Min.

Ein Wohnwagen am Arsch der Welt, in dem eine Trulla sitzt und liest, während draußen ein Donner grollt und eine Wackelkamera mit Blaufilter auf den Wohnwagen zutorkelt. So fangen gute Filme eher selten an, fürchte ich. Die Tussi und ihr Freund werden gekillt.

In New York – oder einer Stadt die so aussieht – wird der Mord thematisiert und ich habe keine Ahnung warum sich da irgendjemand für einen Mord in einem Wohnwagen am Arsch der Welt interessieren sollte. Aber nehmen wir das mal so hin. Journalist Clint wird jedenfalls losgeschickt, um den Fall zu recherchieren.

Also latschen er und seine zwei Begleiter erst mal 10 Minuten durch einen Wald, nur um dann an einem alten Gebäude anzukommen, von dem ich keine Ahnung habe, was sie da wollen. Sieht überhaupt nicht aus wie der Wohnwagen in dem die Morde geschahen.

Im Haus dudelt grauenhafte Schaudermusik, damit die richtige Stimmung aufkommt. Der Dudler hat versagt. Hier stimmt schon jetzt gar nix mehr. Man beschließt, in dem Haus zu übernachten, Karten zu spielen und an seinen darstellerischen Fähigkeiten zu arbeiten. Leider dauert das Kartenspielen zu lange um Punkt 3 noch in Angriff zu nehmen. Nachts wird Clint wach und tapert durchs Haus auf der Suche nach … wasweißichdenn und dann sind seine Freunde verschwunden, oder tot, oder beides. Jedenfalls latscht Clint einfach nach Hause, wo sein Boss ihm erst mal Urlaub gibt, weil die Polizei Clint ja für nen Mörder hält. Hä?

Clint guckt sich die Videoaufzeichnung aus der Nacht im Haus an, weil er alles gefilmt hat als würde er eine Hexe suchen und sieht … Irgendwas. Ganz ehrlich: Ich kapiere hier gar nichts. Sein Freund ist auf dem Video und tut so als würde er sterben. Ihr wisst schon, wie wenn Kinder mit Pistolen spielen und drei Tage brauchen um abzunippeln, wenn sie getroffen wurden. Die Dreharbeiten zu dem Quark hier müssen spaßiger als jeder Kindergartenaufenthalt gewesen sein.

Clint geht zu zwei Parapsychologen aka Geisterfritzen, die interessiert an dem Haus sind und ihm helfen wollen herauszufinden, was in der Nacht passiert ist. Also abgesehen vom großartigen Abnippler vor laufender Kamera.

Im Garten vorm Haus steht ein Wohnwagen. Rund um das Haus sind Löcher im Boden. Und wie immer gewittert es wie sau. Stimmung und so, ihr wisst ja …

Einer der Paras verliert dann irgendwie sein halbes Gesicht und Clint und Jack beschließen, dass man ihn am besten im Garten verscharrt. Etwas später sieht Clint im Traum einen Geist mit 70er-Jahre-Porno-Sonnebrille und die Toten durch die Gegen latschen. Und anschließend mit ihm wie der Biba-Butze-Mann im Kreis tanzen. Denn wie jeder weiß, ist man nur ein echter Geist, wenn man richtig zu tanzen weiß. Und besser reimen kann als ich.

Jack hat dann die absolute Idee, was in dem Haus abgeht. Die Danson Familie, die da mal wohnte, war ein Haufen Arschlöcher und spukt jetzt da rum. Klingt schlüssig, wenn man mich fragt. Vor allem, dass sie alle Arschlöcher waren. Also beschließt man, Vater Danson auszugraben. Toller Plan. Auch wenn ich absolut keine Ahnung habe, was zur Hölle das bringen soll.

Clint und Jack verirren sich im Wald, weil sie die Karte nicht lesen können. Es ist scheinbar ein Blair Witch Project Prequel. Man findet trotzdem das Grab von Vater Danson, der leider nicht Ted heißt, sondern Eric, womit meine Hoffnungen auf einen coolen Cameo von Ted Danson als Geist wohl gestorben sind. Unter dem Grab ist ein Tunnel und man folgt ihm natürlich. Jack hat zur Sicherheit eine Pistole mitgebracht. Also zum Schutz gegen Geister. Eine Pistole. Ich würde mir an Clints Stelle ganz schnell einen Parapsychologen suchen, der mehr Ahnung von … ALLEM hat.

Im Tunnel hören sie ein Kratzen, oder Scharren, und eigenartige Musik deutet darauf hin, dass jeden Moment ein Komiker aus dem Tunnel kriecht und schlechte Witze erzählt. Okay, dann wird die Musik doch noch etwas gruseliger – aber wirklich nur etwas – und der Tunnel stürzt ein. Dabei blinken Bilder der Danson Familie auf – zumindest gehe ich mal davon aus, dass es die Dansons sind. Ist schwer zu beurteilen, denn ich konnte nicht erkennen, ob auf einem der Bilder eine Bar ist, wo jeder deinen Namen kennt.

Clint und Jack konnten sich aus dem einstürzenden Tunnel retten und verlaufen sich noch mal im Wald. Weils dunkel ist, pennt man einfach da. Am nächsten Morgen ist der Wald so überbeleuchtet, dass ich für einen Moment dachte, sie wären plötzlich in der zauberhaften Welt von Oz. Aber es ist doch nur der Graupelwald am Hoden der Natur, direkt neben dem Wohnwagen am Arsch der Welt. Also da, wo die Dansons einst ihre Arztpraxis hatten.

Nach etwas Rumgeeiere finden sie zurück zum Haus der Dansons. Also dahin, wo sie sich damals zu Tode gelangweilt haben. Sie suchen etwas rum aber finden nix. Dann zieht ein Gewitter auf, wie jeden Abend über Danson Manor. Und dann kommen die toten Dansons ins Haus. Clint und Jack verstecken sich gekonnt unter Tischdecken, aber Jack wird gefunden und mitgenommen. Dabei hatte er doch seine Pistole schon in der Hand. Nebenbei ganz coole Kostüme für die untote Danson Family. Da hab ich schon schlechteres gesehen, für einen Film mit einem geschätzten Budget vom Wert eines Kaugummis ohne Geschmack. Leider sieht man die aber natürlich nur im Finstern. Hoffentlich gibts später noch Aufnahmen am Tag, dann wäre da eine Nominierung für die Schrott Awards drin.

Clint schreibt alles auf, was passiert ist und ruft seinen Boss an, um ihn zu informieren. Der will sich mit Clint treffen. Und ihn abstechen. Aber Clint hat das vorausgesehen. Ich habe nebenbei absolut keine Ahnung, was da jetzt gerade los ist. Warum will der ihn killen? Woher weiß Clint das? Und was will Clint in China?

Der Boss wird dann von seiner eigenen Frau abgeballert. Boss war wohl ein Erbe der Dansons, oder so. Hm-kay. Die Frau meint, es musste halt mal enden. Finde ich auch. Und zwar jetzt. Bloß nicht zu viel erklären, damit ich auch noch die Geschichte von H.P. Lovecraft lesen muss.

Mehr gewitterlichen Grusel gibt es in der Horroctober Übersicht.

Spontaneous Combustion – Horrorctober 2016

Manchmal denkt man auch während des Horrorctober über die wirklich wichtigen Dinge im Leben nach. Zum Beispiel, wie man gerne abtreten würde, wenn es irgendwann soweit ist. Einfach so umfallen kann ja jeder. Und im Schlaf abkratzen ist ja wohl der lahmste Scheiß ever. Aber spontane Selbstentzündung klingt mal richtig geil. Klar, sicher nicht angenehm, wenn der eigene Arsch plötzlich in Flammen steht. Aber schön mysteriös und es hat Stil. Und das ist nun mal das wichtigste, wenn man das Zeitliche segnet. Also sollte man diesem Phänomen mal genauer auf den Grund gehen. Und wer wäre dafür besser geeignet, als der Mann, der uns das Texas Chainsaw Massacre beschert hat? Vermutlich jeder andere, aber mal schauen:

SPONTANEOUS COMBUSTION – USA – 1990 – 97 Min.

Starring: Eine Schlangenzunge und He-Mans bester Freund

Eine Glühbirne in Nahaufnahme sieht irgendwie komisch aus. Das wird wohl der einzige Lerneffekt des Films bleiben. Da es sich hier um einen Horrorfilm aus den 90ern handelt, startet er natürlich in den 50ern mit irgendwelchen radioaktiven Tests. Nee, wartet mal. Das Thema war in den 90ern schon seit 20 Jahren ausgelutscht. Aber wisst ihr, was in den 90ern alles andere als ausgelutscht war? Grauenhaft schlechte Spezialeffekte. Die hatten da ihren absoluten Höhepunkt. Auch hier werden uns davon so einige erwarten. Jedenfalls stehen Brian und Peggy im Mittelpuntk dieser Tests. Und sie scheinen alles unbehelligt überstanden zu haben und können in ihr neues Haus in Arizona ziehen. Na Glückwunsch.

Peggy kriegt irgendwann ein Kind und alles ist sowas von Friede, Freude, Eierkuchen, dass ich nur noch kotzen will. Zum Glück ist klar, dass die Harmonie nicht von Dauer sein wird.

Nach einiger Zeit fackeln Brian und Perry ganz spontan ab. Vor den Augen der Krankenschwester, die das Baby auf dem Arm hat. Nebenbei Effekte aus der Computervorhölle. Die Leute ganz simpel abfackeln zu lassen, reicht hier nicht. Man muss auch noch Feuerfontänen ohne Ende per Photoshop darüber legen.

Doktor Augenklappe erklärt dann mal kurz, was spontane Selbstentzündung ist und dann gibt es einen Zeitsprung. Glaube ich. Zumindest sind da lauter Leute, die ich nicht kenne und üben fürs Theater. Ah ja, der eine Fritze ist Sam der Spontanentzünder und die Trulla ist scheinbar seine Freundin. Und wenn ich das jetzt richtig verstehe, wurde er zur Adoption freigegeben. Und seine Adoptiveltern sind geschieden. Und blah. Absolut logisch, ein Kind, dass alles und jeden per Gedanken abfackeln kann, zur Adoption freizugeben. Ich wette, es stellt sich nachher noch heraus, dass das Heim, indem er mal war, abgebrannt ist.

Langsam verdichten sich die Anzeichen dafür, dass Sam der unfreiwillgste Feuermann ever ist. Mal verbrennt er sich spontan die Finger. Mal setzt er eine Tischdecke in Brand. Außerdem stirbt eine Tussi namens Amy Whitaker bei einem Brand, nachdem er ihr den Tod gewünscht hat, oder so. Also hört er sich Interviews über spontane Selbstentzündung an und zündet den Kamin mit einem Fingerschnippen an, um anschließend komplett dämlich in die Flammen zu starren.

Dann fackelt noch jemand ab, den Sam kennt. Wer kann ich nicht sagen. Habe gerade nicht aufgepasst, weil es so unfassbar spannend ist. Er ruft einen Hellseher an, weil das immer hilft. Das Telefon ist nebenbei der absolute Knaller. Stellt euch vor, ihr latscht so durch die Fußgängerzone auf der Suche nach einem neuen Telefon. Ihr wart schon in mehreren Läden, aber nirgendwo habt ihr ein Modell gefunden, das euch zusagt. Ihr kommt an einem Sexshop vorbei und aus lauter Verzweiflung geht ihr halt rein und schaut euch nach einem Telefon um. Und da ihr euch sicher seit, dass eure Freundin schon immer mal einen pink leuchtenden Dildo haben wollte, kauft ihr ein pink leuchtendes Telefon, in Form eines Dildos. Und damit ruft ihr dann den Hellseher an. Und dann werdet ihr richtig sauer. Und ein Typ irgendwo fackelt ab. Und euer Arm beginnt zu brennen. Und ihr haltet euren Arm in die Badewanne. Und das Wasser darin beginnt zu kochen. Und das alles nur wegen dem pink leuchtenden Dildofon. War es das wert? Natürlich nicht. Also haltet euch aus Sex Shops fern.

Sams Hose fängt Feuer. Nein wartet. Er pisst eine Feuerfontäne. Und dann wird er zum Arzt gebracht. Und der weiß natürlich alles über Sam. Und Lisa weiß auch alles. Und ich schätze, sie wird gleich sterben, denn der Doktor nimmt sie mit irgendwohin.

Sam kloppt sich unterdessen mit Dr. Cagney, der ihm eine Spritze geben will. Und dann beginnt der Kopf des Doktors zu brennen. Und der Effekt ist mal wieder nur scheiße. Wieso kann man da nicht eine Puppe nehmen, die man wirklich anzündet? Nein, man muss natürlich wieder einfach ne Flammenfontäne mit Photoshop Version 1.2 drüber legen. Ich kann es nur noch mal betonen: Die 90er waren einfach ganz ganz grauenhaft, wenn es um Effekte geht. Was nebenbei wirklich bemerkenswert ist, da man in den 80ern quasi die praktischen Effekte perfektioniert hatte.

Sam latscht dann zu irgendeiner Tussi, deren Akte er bei Doctor Fackelmann gesehen hat und die erklärt ihm, dass er eigentlich David heißt und, dass der ganze Atomtestquark damals von vornherein Bullshit war, denn es war immer klar, dass die Eltern verstrahlt werden und deshalb ist er jetzt der Herr der Flammen.

Sam haut dann ab, um seinen Adoptivgroßvater Lew Orlander abzufackeln, weil der hinter der ganzen Sache steckt und die Tussi wird gekillt vom Doctor. Sam findet heraus, dass Lisa auch mit drin steckte und fackelt die Bullen ab, die gerade zufällig in der Nähe sind. Die beiden Cops sind nebenbei die einzigen Personen in dem ganzen Kack hier, die tatsächlich brennen und nicht nur hinter einem Photoshopfeuer rumhüpfen.

Sam geht also zu Lew und der erklärt, dass alles absichtlich passiert ist und so weiter. Sam hat die Schnauze voll und fackelt sich selbst ab und spuckt einen Feuerball auf Lew, der ebenfalls in Flammen aufgeht. Also nicht in echt. Alles nur Photoshop.

Lisa kriegt Besuch vom Doctor, der sie mit einer Spritze jagt. Die kriegt er dann aber selbst ab und geht in Flammen auf. Fragt mich nicht, ich weiß auch nicht warum. Und dann fängt Lisas Arm Feuer und Rachel kommt vorbei um sie zu killen, aber Sam ist da und rettet Lisa und Rachel fackelt ab und nichts ergibt hier noch irgendeinen verfickten Sinn.  Aber es wird noch viel besser: Der Boden reißt auf und Sam fällt dann in ein Höllenloch oder so und entzieht Lisa die Flammenkrankheit mit seiner Höllenhand oder so und ich habe einfach die Schnauze voll von der Scheiße hier. Zum Glück ist es dann auch vorbei mit Lisa die im Regen steht und einfach nur doof glotzt.

Mehr heißen Scheiß gibt es in der Horrorctober Übersicht.

Blair Witch 2 – Horrorctober 2016

Aus irgendeinem Grund gucke ich den heutigen Film jetzt schon zum dritten Mal. Und er wird mit jeder Sichtung schlechter.

BOOK OF SHADOWS: BLAIR WITCH 2 – USA – 2000 – 90 Min.

Ich sage schon mal vorweg, dass ich bis heute keine Ahnung habe, was das Book Of Shadows ist, da es entweder im Film nicht thematisiert wird, oder ich es einfach jedes Mal verpasst habe, wenn es thematisiert wurde. Wie auch immer. Das Buch kann den Film ohnehin nicht retten.

Der Schinken hier ist sowas von „meta“, dass er direkt den ersten Teil sofort mitzerstört, indem er ihn als fiktionales Werk entlarvt. Dann stellt er diesen Film aber wiederum als Nachstellung wahrer Ereignisse dar. Das ist jetzt schon nur noch schwachsinnig. Und der Film geht erst 5 Sekunden.

Irgendwelche Einwohner von Burkittsville geben ein paar Interviews darüber, dass die Leute seit dem ersten Film andauernd in ihr Kaff kommen und Steine kaufen wollen. Und deshalb müssen sie immer gut angezogen und frisch geschminkt sein. Ja, grauenhaft so ein Leben als … Burkittsvilleschnickse am Arsch der Welt, für die sich keine Sau interessiert, falls sie nicht zufällig ein paar Steine hat.

Ein Jahr später ist irgendein Irrer (der nebenbei vom Hauptdarsteller der Serie „Burn Notice“ gespielt wird, was die Hoffnung auf einen Bruce Campbell Cameo steigert – aber es wird leider keinen geben) in der Irrenanstalt. Das ist nichts weiter besonderes, denn da gehört er schließlich hin. Und dann beginnt der Film richtig mit Marilyn Manson Mucke. Nicht, dass Manson schlecht wäre. Ich fand den immer ganz cool. Aber wenn eine Sache ganz laut „Mainstream“ schreit, dann ist es ja wohl Marilyn Manson im Soundtrack.

So, und dann sind wir wieder im Jahr 1999, also 1 Jahr bevor der Irre in der Klapse rumturnt. Er und andere Affen brechen auf, um die Hexe zu suchen, oder so. Dazu holen sie noch Kim ab, die sich für sowas von Goth hält, dass sie ziemlich sicher Marilyn Manson hört.

An der Stelle, an der man angeblich Heathers Aufnahmen gefunden hat, wenn es denn Aufnahmen gäbe, denn wir wissen ja, das Teil 1 nicht echt ist … dieser ganze Schwachsinn verwirrt mich nur. Scheiß drauf. Da steht ein Baum mitten in den Ruinen eines Hauses. Und … nichts weiter. Man stellt tausend Kameras auf, um sich in der Nacht zu filmen. Am Lagerfeuer wundert man sich vor allem darüber, dass es im ersten Teil keinen Sex gab, um den Stress abzubauen. Irgendwann kommen irgendwelche Leute vorbei, nur damit man mal schnell ein paar grauenhafte Dialekte unterbringen kann.

Nachdem man die ganze Nacht durchgezecht und durchgekifft hat, wacht man auf und es regnet Papierschnipsel von Stevens Arbeiten und die Kameras sind weg. Aber Kim sieht mit ihren Fähigkeiten (die niemals erklärt werden), dass die Videoaufnahmen noch da sind. Und dann blutet Kristen im Schritt und hat ne Fehlgeburt.

Ich muss mal kurz darauf eingehen, warum der Film es schafft, ab diesem Zeitpunkt noch beschissener und verwirrender zu werden. Nämlich durch völlig willkürliche Szenenwechsel zwischen Vergangenheit, früherer Vergangenheit und Gegenwart. Und keine Sau weiß mehr, was was ist. Ich werde mich hier größtenteils auf die Gegenwart beschränken, die hier ja eigentlich auch schon Vergangenheit ist, denn es ist ja alles nachgestellt und wir hatten ja auch schon einen Zeitsprung zu den Ereignissen ein Jahr später. Glaube ich. Ihr seht: Man blickt nicht durch. Das wird ein Spaß.

Alle versammeln sich bei Jeff zuhause im Wald und gucken sich die Videos an. Und alle haben komischen Ausschlag. Die komischen Stimmen die sie hören und Geister die sie sehen, ignoriere ich mal gekonnt, weil es erstens langweilig ist und zweitens ohnehin keine Rolle spielt.

Erica tanzt auf dem Video nackt um den Baum, der mal im Haus steht und mal nicht. Aber sie streitet ab, jemals um einen Baum getanzt zu haben, weil Hobbyhexenschnicksen sowas nicht machen. Außerdem erklärt sie, dass die komischen Zeichen, die sie alle auf der Haut haben, von der Berührung einer Hexe kommen. Kim fährt einkaufen und setzt die Karre vor nen Baum. Aber nix passiert. Nur Hallus, die man halt hin und wieder mal hat.

Erica will Steven und die Fehlgeburt nach Hause fahren, aber die Karre ist plötzlich ein Totalschaden. Und Erica ist weg. Unauffindbar. Und sie hat sie belogen, weil sie hat gar keine Eltern, oder sowas in der Art.

Der Sheriff ruft an und ist in den Nachrichten, denn man hat die Leichen der Dialektopfer vom Abend gefunden und Jeff und Co. sind die Hauptverdächtigen.

Eine Eule fliegt durchs geschlossene Fenster.

Steven sieht Erica draußen nackt um nen Baum tanzen und geht raus, wo dann die Brücke zu Jeffreys Schuppen zusammenbricht. Die Fehlgeburt tickt derweil komplett aus.

Später finden sie Erica nackt und tot im Schrank. Ihr Haar verdeckt leider ihre Brüste, sonst wäre das immerhin eine ansehnliche Szene gewesen.

Die Fehlgeburt labert was von rückwärts und sie gucken sich die Videos rückwärts an. Und plötzlich ist alles da. Inklusive Lesbenaction zwischen Erica und Kim. Und Orgien. Und dem Papiergeschnipsel. Und einer Eule. Naja, am Ende war es durchgehend die Fehlgeburtentante, die den ganzen Hokus Pokus veranstaltet hat. Sie ist also die Hexe, oder die Hexe ist in sie gefahren, oder sie ist einfach irre, oder sie wurde von Steven einfach nicht richtig rangenommen, oder wasauchimmer. Jedenfalls erhängt sie sich und fertich.

Jeffrey, Steven und Kim werden verhaftet und wir springen zu der Stelle, die immer mal wieder im Film aufgegriffen wurde, die ich aber nie erwähnt habe, weil es nur nervt. Das Verhör bei den Bullen. Das nervt nebenbei, weil es arschlangweilig ist und die Cops einfach alles auf die drei schieben. Dabei kommen dann noch ein paar weitere Morde zum Vorschein, die die drei begangen haben und alle sind auf Video. Aus der Nummer kommen sie nicht mehr raus. Ich aber glücklicherweise schon, enn der Quark ist endlich vorbei.

Das Book Of Shadows ist mir übrigens auch dieses Mal nicht aufgefallen.

Mehr Verwirrung als dieser Clusterfuck an völligem Schwachsinn bietet die Horroctober Übersicht.

Antisocial – Horrorctober 2016

Auf dem Filmposter des heutigen Films ist eine blutige Blondine mit einer Axt abgebildet. Das ist der einzige Grund, warum ich diesen Film ausgesucht habe. Irgendwelche Anti-Soziale-Netzwerke-Horrorschinken sind mir eigentlich ziemlich egal. Aber ich denke, eine blutverschmierte Schnickse, die mit einer Axt rumschnetzelt könnte spaßig werden. Also los:

ANTISOCIAL – Kanada -2013 – 90 Min.

Die Opening Credits machen mir Angst. Da werden zwei Mädels vor der Webcam gekillt. Das wäre Horror. Bitte lasst nicht den ganzen Film nur aus Webcamaufnahmen bestehen. Übrigens wurde der Mord nicht mit einer Axt begangen.

Puh, Glück gehabt. Sam (weiblich) geht auf TheSocialRedroom.com und chattet mit Dan (männlich), bei dem im Hintergrund Blondie (weiblich) in Shorts und Hawaiiheinz (männlich) in Bermuda Shorts am Kühlschrank rumfuckeln. Dan will mal ne Beziehungspause und beruft sich auf die Ross Gellar Klausel, die besagt, dass er jetzt Blondie knallen darf. Okay, eigentlich nicht, aber er denkt bestimmt drüber nach.

Sam sitzt dann in einer Vorlesung über ein Hotel in dem Morde passierten. Da die Morde nicht mit einer Axt begangen wurden hat sie die Schnauze voll und geht.

Abends geht sie auf Marks Party, wo auch Steve und andere Typen rumhängen. Einem davon haut sie direkt in die Fresse, als er sie erschreckt. Nebenbei ist es ein weniger cooler Schachzug als man denken sollte, wenn in einem Film die Charaktere über einen Blick auf ihre Profile im Redroom vorgestellt werden. Aber zwei Erkenntnisse bringt es doch: 1. Sie sind mir alle scheißegal. 2. Keiner von ihnen hat eine Vorliebe für Äxte.

Kaitlyn strippt vor der Kamera, damit der Redroom was zu glotzen hat. Jed sieht im TV einen Bericht über die Verbreitung eines Virus über den Redroom, durch den Leute sich gegenseitig killen. Alle Türen und Fenster schließen. Und da ist der Plot dieses Quarks.

Einer der Irren will Kaitlyn killen. Oder knallen. Aber er wird von Steve aus dem Fenster geworfen. Keine Axt in Sicht.

Dann dümpelt der Streifen ewig dahin und Jed guckt sich Videos an, von Leuten, die vor ihren PCs zu „Zombies“ werden. Das ist also der Redroom-Virus. Oh, die Tussi aus dem Vorspann hat überlebt und heißt Sarah und labert jetzt mit Sam und es ist alles so unglaublich langweilig, dass ich schon wieder vergessen habe, was sie gesagt hat. Das Wort „Axt“ kam jedenfalls nicht vor.

Chad steht vor der Tür, aber man ist sich nicht sicher, ob er nicht Symptome hat. Ich sage es euch: Er hat extreme Symptome von darstellerischer Überforderung. Wie der Rest des Casts in diesem langweiligen Müll.Und deshalb lassen sie ihn auch nicht rein. Man hätte ihn vielleicht auch direkt mit einer Axt spalten können.

Sam ist übrigens schwanger und es interessiert mich nicht die Bohne. Kann jetzt mal irgendwas in diesem Film passieren, das nicht arschlangweilig ist? Zum Beispiel könnte mal jemand eine Axt holen.

Kaitlyn kotzt irgendwas 800 Meter langes aus … nee, war nur Einbildung. Aber Steve kotzt wirklich und mutiert zu Zombie-Steve. Und will Mark killen, aber der haut ihm eine Flasche in die Fresse und schneidet ihm versehentlich den Hals auf. Steve verreckt und jetzt gehen hoffentlich schnell alle anderen drauf, damit der Scheiß hier bald beendet ist. Mit einer Axt könnte man das schnell bewerkstelligen.

Kaitlyn steht auch kurz vor der Mutation und wird deshalb in eine Lichterkette gewickelt. Ja, das macht man so, wenn die Freundin droht, zum Zombie zu werden. Dann sieht man sie nämlich auch im Dunkeln immer kommen. Naja, kurz darauf erhängt sie sich versehentlich selbst an der Lichterkette und das Rumgedümpel geht weiter.

Mark träumt, dass er sich das Auge raussticht, was bedeutet, dass er wohl gleich Blut kotzen und zum Zombie werden wird.

Jed und Sam gucken sich ein Video an, auf dem einer Redroomchatterin der Kopf explodiert. Was zur Hölle soll das eigentlich für ein völlig dämliches Virus sein? Das ergibt alles absolut keinen Sinn. Und immer noch keine Axt zu sehen.

Ist mir jetzt auch kackegal. Hier die Auflösung: In einem Video erklärt der Entwickler von Redroom, dass die Updates so konzipiert sind, dass sie die User süchtig machen und blah, aber mit dem letzten Update wurden halt alle zu Zombies und bleh. Warum denen der Kopf explodiert wird allerdings nicht erklärt. Kackfilm. Holt jetzt endlich die Axt. Mir ist langweilig.

Ah gut, der Entwickler springt vom Dach weil er von Zombies verfolgt wird. Jed tickt aus und wird von Zombies aus dem Fenster gezogen, was schon seit 1963 nicht mehr spannend ist. Mark und Sam verschanzen sich in der Garage, oder im Keller, oder auf dem Dachboden, oder im Wandschrank, oder woauchimmer. Egal wo sie sind, ich hoffe da liegt eine Axt rum.

Sie gucken sich ein Video von einem Doktor an, der in seiner Küche jemandem mit einer Bohrmaschine irgendwas aus dem Schädel gebohrt hat, um das Virus zu entfernen, oder so. Sam will das auch machen. Klar doch. Ich würde meiner schwangeren Trulla direkt die Bohrmaschine in die Hand drücken. Was kann schon schief gehen? Willst du noch ne Axt dazu, falls die Bohrmaschine nicht reicht?

Mark wird von einem anderen Typen gekillt. Ich habe keine Ahnung, wer das ist. Es ist mir aber auch einfach nur scheißegal. Sam bohrt dem Typen in den Hals und haut ihm einen Hammer in die Fresse und killt ihn mit einem Telefon. Die stärkste Waffe in diesem Film ist also nicht die Axt vom Poster, sondern das verfickte Telefon.

Sam borht sich dann selbst in die Birne und … DA IST DIE AXT!!!!!!! Sam schnappt sich die Axt und jetzt kann die Action endlich richtig losgehen. Wuhu, es ist alles so aufregend. Da!!! Ein Zombie kommt durchs Fenster. Sam hat die Axt und … schleift sie lahmarschig hinter sich her über den Boden, während sie zu dem Zombie geht, der im Fenster feststeckt. Sie hackt ein paar Mal mit der Axt auf ihn ein und … das wars. Das war sie, die große Axtszene, die wir alle mit so viel Spannung erwartet haben. Man, war es das wert oder was? Nein, war es natürlich nicht. Hätten sie bloß niemals die Axt aufs Poster gedruckt.

Sam geht dann raus und stellt sich der Zombieapocalypse mit ihrer neuen Axt und ich hoffe, sie stirbt einen grauenhaften, schmerzhaften, langsamen Tod, wie jeder Zuschauer dieses Mülls.

Mehr schleichenden Horrormüll gibt es in der Horrorctober Übersicht.

Mosquito der Schänder – Horrorctober 2016

Weiter geht der Horrorctober. Dieses Mal gehen wir gar nicht so weit von zu Hause weg und schauen mal, was man in den 70ern so im Nachbarland „verbrochen“ hat.

MOSQUITO DER SCHÄNDER – Schweiz – 1977 – 90 Min.

Ich sag es schon mal vorweg: In diesem Film hat kein Schwanz nen Namen. Nicht mal Mosquito heißt wirklich Mosquito sondern einfach nur „Taub-Stummer Trottel“, oder so. Deshalb muss ich mich da mal wieder irgendwie durchwurschteln und einfach die Leute beschreiben. Aber funktioniert sonst ja auch, also sollte das kein Problem sein. Nur Den Taub-Stummen Trottel werde ich wohl meist Mosquito nennen, einfach weil das nicht so kompliziert zu tippen ist wie dauernd „der Taub-Stumme Trottel“.

Stan Lee ist der Chef von dem Taub-Stummen. Tim Roth mit Kuba-Locke ist ein Kinderverwemmser vor dem Herrn und vergewaltigt hin und wieder seine Tochter. Der Hauptdarsteller ist der taub-Stumme Trottel. Das reicht für den Anfang.

Papa Kuba hat genug vergewaltigt und zerstört zur Feier des Tages noch die Puppe der Tochter. Mosquito lässt eine Puppe vom Balkon fallen. Und dann wird er von ner Nutte abgeschleppt. Er kriegt es aber nicht auf die Kette und die Nutte hat keinen Bock mehr, weil sie heute noch mindestens 42 Schwänze lutschen muss, um auf nen grünen Zweig zu kommen, oder so. Also geht Mosquito nach Hause und spielt wieder mit seinen Puppen. Und trinkt ne Flasche Ketchup. Oder auch nicht. Hab die Szene nicht gerafft. Ach bestimmt weil rot. Und wenn Mosquito rot sieht, geht wahrscheinlich später die Schnetzelei ab. Foreshadowing und so. Ham se drauf, die Schweizer.

Mosquito bricht in eine Leichenhalle ein, wo jede Menge Leichen zwischen Platikbäumen in Särgen liegen und nichts machen, außer tot zu sein. Mosquito zückt sein Klappmesser und schneidet einer toten Tussi die Bluse und die Titten auf, um ihr Blut von seiner Hand zu lutschen, während der Orgelspieler des Soundtracks einen Krampf kriegt. Mosquito schreibt mit Tittenblut „Mosquito“ an die Wand.

Stan Lee will definitiv seine Sekretärin knallen. Da könnt ihr mir erzählen, was ihr wollt. Aber erst mal schenken sie Mosquito eine Gummipuppe. Witzbolde. Selbst Stan Lee findet es dann nicht mehr lustig. Klar, das ist ja auch über seinem Niveau. Seine Witze müssen Alliterationen sein. „Peter Parker parkt Panzer in Palermo“oder sowas.

Mosquito hat See No Evil gesehen und pult einer Frauenleiche die Augen aus. Müsste das nicht eigentlich mal jemandem auffallen, dass der da die Leichen verstümmelt? Und wie kommt der eigentlich andauernd in die Leichenhallen rein? Hat er den Hausmeisterschlüssel von Mosquito-Town?

Die Ultra-Hippie-Trulla von nebenan will mit den Wolken tanzen und die Welt umarmen. Und sie dreht sich bei jedem Schritt im Kreis. Die müsste doch eigentlich dauernd kotzen, oder? Ist ja unfassbar. JETZT BLEIB MAL STEHEN VERDAMMT!!!

Mosquito hat die Augen im Einmachglas. Das hier ist wirklich die Inspiration für See No Evil gewesen, glaube ich. Etwas später schneidet er einer Leiche den Kopf ab.

Jetzt macht das auch mal die Runde und im Büro beginnt der Tratsch. Mosquitos Mitarbeiter sind empört. Man sollte die Todesstrafe wieder einführen. Man sollte ihn kastrieren. In welcher Reihenfolge, wird erst mal nicht festgelegt. Stan Lee sieht das etwas lockerer, schließlich ist der Mann, der sich Mosquito nennt, kein Mörder. Recht hat er. Kastrierung reicht dann wohl.

Die Ultra-Hippie-Trulla tanzt immer noch nur im Kreis. Papa Kuba steht daneben und wird wahrscheinlich geil davon. Habe ich nebenbei erwähnt, dass wir nach der Vergewaltigung des Mädchens vorhin einen Zeitsprung gemacht haben? Nein? Konnte ich auch nicht, weil es mir erst jetzt auffällt. Wieder mal gut geschnitten, der Streifen.

Mosquito wird in der Leichenhalle vom Leichenhallenmeister … Leichenhallenbetreiber … Leichenhallenfritzen … wie heißt der Typ, der in einer Leichenhalle arbeitet? Jedenfalls wird er von dem überrascht und muss sich verstecken und der besäuft sich da sinnlos. Warum geht der dafür in die Leichenhalle? Was für ein Bestatter … ah, da ist das Wort das ich gesucht habe … ist das. Hängt der gerne mit den Leichen rum? Brauchte man einfach eine 5-minütige komplett sinnlose Szene im Film, damit man auf die 90 Minuten kommt?

Jedenfalls schneidet Mosquito dann mal wieder nen Kopf ab, nachdem der Bestatter wieder weg ist, um noch Bier an der Tanke zu holen. Aber am nächsten Tag wird er von einem Wachmann erwischt und bringt den um. Glaube ich. In Notwehr. Glaube ich. Und er tickt völlig aus. Das ist die große Klaus Kinski Schule. Glaube ich. Nee, eigentlich nicht. Keiner kann so austicken wie Klaus Kinski.

Hippie-Hannelore tanzt auf dem Dach. Die macht mich wahnsinnig. Mosquito nebenbei auch. Denn so langsam könnte dann auch mal was neues passieren hier. Immer nur Köpfe abschneiden ist irgendwann langweilig.

Die Trulla tanzt dann tatsächlich vom Dach und stürzt in den Tod. Wie unfassbar doof muss man sein. Das kann man ja nicht mal mehr auf Hippie-Idiotie schieben.

Mosquito ist wieder bei den Nutten. Um mal den Lesben zuzugucken. Und für sowas musste man damals bezahlen. Die Zeiten vor dem Internet waren wirklich grauenhaft. Aus irgendeinem Grund ist er dann ganz furchtbar sauer und reißt zu Hause alles ab.

Beerdigung von Hippie-Henriette. Wenn ich diese Pastoraffen da mit ihren Weihwasser-Klobürsten und Weihrauch-Öllampen-Imitationen rumwedeln sehe, könnte ich denen ja schon wieder in die Fresse hauen. Was für ein selten dämlicher Humbug, da so einen pseudo-rituellen Bullshit zu verzapfen. Kirche. Ich hasse sie alle. Nachdem die fertig sind, packt Mosquito die Leiche wieder aus und schleift sie zu ner Parkbank um da mit ihr rumzuknutschen. Scheinbar ist sie keine gute Küsserin, also rennt er schnell weg und geht lieber wieder ein paar Leichen das Blut mit einem Stohhalm aus den Titten zu saugen. Der Orgelspieler ist derweil nicht mehr zu retten.

Der Film leider auch nicht, denn was ganz interessant begann, verkam leider immer mehr zu dem immer gleichen Einheitsbrei ohne Höhepunkt und ohne Spannungsauflösung. Zum Schluss verfolgt Mosquito ein Pärchen im Trabi auf seiner Mofa in den Wald, wo er sie beim Vögeln beobachtet und Hippie-Heidi rumtanzen sieht. Also schlägt er den beiden den Schädel ein, weil er Hippie-Helen nicht mehr knallen kann, oder so. Keine Ahnung warum. Er trinkt ihr Blut und denkt an Hippie-Helga.

Später sitzt er wieder im Büro und wird verhaftet. Äh, ja. Lahmes Ende. Leider geht dem Film irgendwann komplett die Puste aus. Schade. War gar nicht so scheiße, wie ich dachte. Aber dann stirbt er einen langsamen, langweiligen Tod.

Mehr blutsaugende Abscheulichkeiten gibt es in der Horrorctober Übersicht.

See No Evil – Horrorctober 2016

Und los gehts mit dem Horrorctober. Voraussichtlich werde ich wieder jede Menge bösen Müll zu sehen kriegen, deshalb beginne ich mit einem bescheiden Wunsch.

SEE NO EVIL – USA – Australien – 2006 – 84 Min.

Cops fahren vor und klopfen an die Tür eines Hauses, während irgendein Kinderchor irgendeinen Kacksong singt. Aus dem Haus hören sie einen Schrei. Drin finden sie Blut und Kamerafahrten direkt aus der Kameraassistentenpraktikumshölle. Und eine Trulla ohne Augen. Und Jacob Goodnight, der da wohnt und Augen sammelt. Der hackt die Bullen mit einer Axt in Stücke und wir haben unseren Plot.

Einer der Cops hat überlebt. Ihm fehlt nur ein Arm. Die Augenlose lebt auch noch. Merkt euch das. Das könnte noch wichtig werden. Andererseits … Vergesst es einfach.

Austauchbarer Hip Hop Beat und wir sind im Knast, wo irgendwelche Mexikaner und weiße Honks, nun ja, Knastkram machen. Und dann kommt der Bus mit Weibern, die in einem komischen Programm, nun ja, irgendwas machen sollen, und die Aufseherin findet Kondome. Es ist fast wie in der Schule auf Klassenfahrt. Die Mexikaner und weißen Honks nehmen auch am Programm teil und zusammen fahren sie zum Hotel, um das sauber zu machen, oder so.

Ich gehe jetzt mal nicht auf die Beziehungskonstellationen ein – natürlich kennen sich eine Trulla und ein Typ und zwei andere Typen können sich nicht ab und hauen sich in die Fresse und so weiter – weil es einfach komplett scheißegal ist. Ich will die alle nur schnell verrecken sehen, damit erstens die generische Hip Hop Kacke schnell vorbei ist und zweitens der Film auch.

Irgendeine Oma empfängt die Truppe im Hotel und erklärt, dass sie halt historische Gebäude restauriert und dafür sind sie hier. Einer der Aufseher ist nebenbei One-Armed-Cop, der trotz seines verlorenen Arms noch im stehen pisst. Mehr Charakterentwicklung wird es nicht geben.

Irgendwann ist mal ein ganzes Stockwerk des Hotels abgefackelt und wurde nie renoviert, weil das Hotel nur ein Hobby war. Äh, hä? Jedenfalls sollte man sich aus dem Stockwerk fern halten, weil akute Gefahr besteht, dass sonst der ganze Schuppen zusammenbricht, oder so. Nehmen wir das einfach mal so hin, auch wenn es kompletter Quatsch ist.

Zwei Tussis gehen heimlich rauchen aufm Klo. Es ist wie in der Schule. Moment mal, das hatten wir schon mal. Ist das Knastleben etwa wie die Schule? Kein Wunder, dass da keiner rein will. Das ist ja furchtbar.

Rumgedümpel … Rumgelaber … Rumgedümpel … Rumgekiffe … ein Arschloch bewirft einen streunenden Hund mit einer Coladose … Rumgelaber … Rumgedümpel … Tittenteasing, aber man sieht keine … Rumgedümpel … nackter Frauenarsch und die Erkenntnis, dass ich hier mal wieder nehmen muss, was ich kriegen kann … Rumgedümpel …

Zwei der Vollhonks latschen durch den verbotenen abgefackelten Flur und finden eine Leiche ohne Augen. Und dann wird einer von ihnen mit einem Haken an einer Kette gefangen und durch den Flur gezogen. Und das ist alles so unfassbar grauenhaft gespielt und so unfassbar langweilig inszeniert, dass ich nur sagen kann: Willkommen im Horrorctober!

Die Aufseherin aus dem Bus stirbt im Fahrstuhl und verliert ihre Augen an Jacob Goodnight, der da halt rumwütet. Mal so nebenbei: Jacob Goodnight hat da Leuten die Augen rausgeschnitten UND einem Cop den Arm abgehackt UND einen anderen Cop gekillt, aber keiner ist mal auf die Idee gekommen, dass der vielleicht noch in dem Hotel sein könnte und man lässt jetzt einfach die Leute darin rumturnen, als wäre nie was gewesen? Man muss Horrorfilme einfach lieben für ihre simplen Gedankengänge. Bloß nicht zu sehr drüber nachdenken, wie man auch nur einen Hauch sinnvolle Geschichte in diesen Scheiß kriegen könnte.

Eine der Tucken wird am Haken in den Essenslift gezogen und alle anderen wollen sie retten. Also macht man sich auf die Suche. Als One-Armed-Cop von dem Irren mit dem Augenfetisch und der Kette erfährt, kann er es kaum fassen. Der Cop vermutet, dass er Kira – so heißt die Entführte – genommen hat, weil sie Tattoos hat von religiösen Symbolen. Alles klar. Da wir diese völlig lahme Information jetzt haben, kann der Cop am Haken aufgespießt werden. Mit einem Arm lebt es sich doch eh scheiße, also hat er es immerhin hinter sich.

Der Kack geht weiter mit ein bisschen Augengepule und anderem lahmen Kack, während sich der Hundehasser an eine Blondine ranmacht, die ihn aber nur auslacht.

Kira – die einzige Person neben dem Killer, von der ich den Namen kenne – wird von Jacob Goodnight – dieser Name ist einfach völlig dämlich, aber immerhin hat er einen – unter die Dusche geschleift, damit er da ihr Kreuztattoo begrabschen kann. Aber dann klingelt eine Glocke und sie muss wieder in den Käfig, damit Jacob Goodnight gucken kann, was für ein Arschloch um diese Zeit noch die Glocke läutet.

Wer zur Hölle sind denn jetzt die beiden fickenden Arschkrampen da? Ich dachte, alle würden nach Kira suchen. Naja, egal, Jacob unterbricht das LIebesspiel, indem er durch eine Spiegel ins Zimmer springt und nicht mal das kriegt der Film so hin, dass es irgendwie gefährlich wirkt.

Die Tussi fällt dann aus dem Fenster, hundert Meter tief, durch ein Glasdach, bleibt aber unten an nem Gürtel hängen und überlebt. Ist klar. Aber dann kommen die Hunde und fressen sie. Wie viele lahme Kackszenen kann man wohl aneinanderreihen? Dieser Film könnte einen neuen Rekord aufstellen.

Nach gefühlt 7 Stunden Versteckspiel findet Jacob Goodnight die blonde Ische und hat einen Flashback in seine Kindheit, die er im Käfig verbracht hat. Lahme Scheiße Teil 42. Und Blondie bleibt am Leben und kommt wohl auch in einen Käfig.

Jacob Goodnight jagt das nächste Trottelpaar in den Fahrstuhl und hackt mit der Axt rum wie Jack Nicholson zu besten Zeiten. Nein, ist nicht wahr. Jack Nicholsons kleiner Finger war achttrilliardenmal bedrohlicher, als Jacob Goodnight es jemals sein könnte. Wobei Kane tatsächlich noch das Beste an diesem Scheiß hier ist.

Kindergartenflashback again und Jacob Goodnight war immer noch im Käfig. Dann habe ich keine Ahnung, was er sich da anguckt. Ich glaube, es ist seine Augensammlung in Einmachgläsern. Währenddessen versuchen die überlebenden Trottel Kira aus dem Käfig zu befreien, sind aber aus Prinzip zu doof und verrecken und verstecken sich.

Und hier kommt der große Twist: Die Oma ist die Mutter von Jacob Goodnight! Unfassbar. Wer hätte das gedacht? Wer hat das kommen sehen? Und wen interessiert die Scheiße überhaupt? Die Oma will, dass er Kira meuchelt, weil sie eine Sünderin ist und Jacob Goodnight ist die Hand Gottes und blah. Meine Fresse, ist das alles eine lahme zusammengeschusterte Kacke. Jacob Goodnight will Kira nicht killen, also beschließt Mutti, es selbst zu machen. Aber Jacob Goodnight killt Mutter Goodnight auf die lahmste Art und Weise, die man sich nur vorstellen kann: Er wirft sie an die Wand und da guckt zufällig eine Stange raus, auf der sie augespießt wird. Bleh.

Wie in Horrorfilmen üblich, haben sich die Charaktere auch hier schon wie absolute Vollidioten verhalten. Unendliche Dummheit gehört nun mal dazu, aber kommen wir zum Höhepunkt des geistigen Beschränktheit dieses Films (und vielleicht sogar des ganzen Genres): Jacob Goodnight hat Mutti aufgespießt und Kira aus dem Käfig gezerrt und hält sie jetzt im Arm, während er auf seinem Bett sitzt und ins Leere starrt. Christine (oh, ein Name) schleicht mit einer Waffe durch das Gebäude und landet irgendwann in eben diesem Raum, wo Jacob Goodnight auf dem Bett sitzt und Kira im Arm hält. Er reagiert überhaupt nicht, als Christine vor seinen Augen den Raum betritt. Sie geht auf ihn zu und hält ihm die Waffe vors Gesicht. Kira flüstert ihr zu, dass sie ihn erschießen soll. Christine drückt ab und … KLICK … keine Patrone in der Knarre. Die latscht also minutenlang mit der Waffe durchs Hotel, ohne jegliche Gefahr in der näheren Umgebung, und hält es nicht für nötig, mal nachzuschauen, ob das Scheißteil überhaupt geladen ist? Hoffentlich stirbt die!

Durch das Klicken der Waffe wird Jacob Goodnight aus seinen Tagträumen geweckt und haut Christine vor die Fresse. Aber da kommt der Hundequäler mit der Axt und hackt Jacob Goodnight das Ohr ab und Maden bröseln aus dessen Kopf. Christine, Kira und Michael (so heißt der Hundefolterer) fliehen mal wieder, anstatt Jacob Goodnight endgültig umzunieten und ihre Ruhe zu haben.

Kurze Zeit später stoßen sie ihn dann aus dem Fenster, rammen ihm noch ein Rohr ins Auge und er fällt unten durch ein Glasdach in einer unfassbar schlecht animierten Kackszene und die Kamerafahrt des Praktikanten geht dieses Mal sogar bis in den Körper von Jacob Goodnight, damit man sehen kann, wie sein Herz aufgespießt wird von … Irgendwelchen Spießen, die da offenbar rumlagen.

Einen bösen Scheißfilm gesehen. Noch 12 vor mir. Hier gibt es den bösen Horrorctobr in der Übersicht.

Horrorctober 2016

Aller guten Dinge sind 3. Sagt man. Und mit „man“ meine ich natürlich Leute, die noch nicht dem Horrorctober auf dem Filmschrottplatz beigewohnt haben. Denn dieser geht nun schon in die dritte Runde hier und wer den Horrorctober auf dem Filmschrottplatz kennt weiß, dass uns das Grauen hoch 13 erwartet.

Denn wie jedes Jahr geht es darum, sich 13 Horrorfilme im Oktober reinzupfeifen. Die Regeln und alle Teilnehmer gibt es wie immer auf der CineCouch nachzuschauen.

Hier gibt es natürlich auch dieses Jahr wieder 13 Knaller. Immerhin bietet gerade das Horrorgenre einen unendlichen Pool an Müll. Dieses Jahr erwarten uns folgende Kandidaten:

ANTISOCIAL – 2013

BLAIR WITCH 2 – 2000

BUTCHER BAKER NIGHTMARE MAKER – 1982

DARK HERITAGE – 1989

DARK RIDE – 2006

EARTH VS THE SPIDER – 1958

GARGANTUA – 1998

MOSQUITO DER SCHÄNDER – 1977

NIGHT HUNTER – 1996

ROCKTOBER BLOOD – 1984

SEE NO EVIL – 2006

SLEEPAWAY CAMP 3: TEENAGE WASTELAND – 1989

SPONTANEOUS COMBUSTION – 1990

Wer das ganze Ausmaß des Filmschrotthorrorwahsninns erleben will, sollte mir auf Twitter folgen (@Filmschrott), denn da werde ich jeden Film live kommentieren.

Und auf Letterboxd gibts die ganze Liste schön anzuschauen mit Cover und so, damit ihr direkt seht, wie kacke die Filme sind.

Boo-fucking-hoo! Na, habt ihr euch erschreckt? Natürlich habt ihr das. MUAHAHAHAHAHAHAHA … … … man, das wird wieder grauenhaft …