Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Holidays – Horrorctober 2017

Los gehts mit dem Horrorctober. Für den Anfang dachte ich mir, ich haue direkt mal alles raus und bringe einen Episodenfilm, damit wir möglichst viel Schwachsinn bereits zu Beginn abgedeckt haben. Also lehnt euch zurück. Entspannt euch. Denn wir haben Urlaub.

HOLIDAYS – USA – 2016 – 105 Min.

Es geht also um Horrorkurzfilme, die jeweils einen bestimmten Feiertag behandeln. Der Tag der deutschen Einheit ist nicht dabei, aber man kann eben nicht alles haben. Aus Erfahrung kann man wohl sagen, dass solche Anthologien nur selten durchgehend gelungen sind. Und in den meisten Fällen einfach durchgehend Quark. Ich habe eine Vermutung, in welche Richtung es hier gehen wird.

Das spannendste an dem Film dürfte es werden, immer zu erraten, um welchen Feiertag es sich wohl handelt. Ich kenne jedenfalls keinen Feiertag der roten Badekappen, wie hier am Anfang, wo Max vom Sprungbrett springen will, aber sich in die Hosen macht und dann von ihrem scharfen Schwimmlehrer fantasiert und dann von einer anderen Tucke in roter Badekappe vom Turm geschubst wird und fast ertrinkt, aber vom heißen Schwimmlehrer gerettet wird.

Max wird dann von ihren Mitschwimmerinnen gehänselt und im Endeffekt kann ich nur hoffen, dass sie die ganzen Bitches einfach ersäuft und wir mit dem nächsten Kurzfilm weiter machen können. Ach so, das hier ist übrigens Valentinstag, wie sich durch ein Telefonat zwischen Schwimmlehrer Mr. Rockwell und seiner Ische herausgestellt hat. Nicht, dass das irgendwas daran ändern würde, dass ich jetzt schon zu Tode gelangweilt bin und mich gerade frage, ob die Melodie im Hintergrund nicht etwas zu nah am Harry Potter Theme ist, um nicht schon als Urheberrechtsverletzung zu gelten.

Max findet in ihrem Spint eine Karte von Coach Rockwell und wird sowas von feucht, dass man das Schwimmbecken direkt nochmal auffüllen könnte. Dann verfolgt sie die Oberbitch von vorhin durch einen Wald und Ha Ha Ha, die Bitch fällt in ein Matschloch. Und kriegt dann mit einem Stein den Schädel eingeschlagen.

Nach getaner Arbeit klingelt Max bei Lehrer Rockwell und präsentiert ihm liebevoll das Herz der Bitch. Ende.

Na, das war ja schon mal gar nix. Einen langweiligeren Einstieg hätte man wohl kaum finden können.

Wir sind in der Schule, wo eine Lehrerin gerade ein paar Diktate korrigiert. Gleichzeitig läuft aus irgendeinem Grund eine Doku über St. Patricks, den sich die Klasse anguckt. Das hier ist also der Beitrag zum St. Patricks Day. Bei der Schule handelt es sich nebenbei offensichtlich um ein Mädcheninternat und ein Mädchen ist neu, spricht nicht und ist dadurch für mich komplett namenlos, weshalb ich sie direkt mal „die Neue“ taufe.

Lehrerin Namenlos bietet ihr an, die Schulglocke zu läuten, aber die Neue hat keinen Bock. Kurz darauf findet die Lehrerin eine Plastikschlange auf ihrem Tisch. Und weil Kurzfilme alleine als Unterteilung hier nicht reihen, unterteilt man diesen Kurzfilm auch noch in Kapitel mit „Day 1“, „Day 13“ und so weiter. Ich werde darauf verzichten, da ich auch so schon nicht mehr durchblicke.

Die Neue lächelt ganz schön creepy und die Lehrerin ist schwanger, oder so. Aber die Ärzte wissen nicht genau, mit „was“ sie schwanger ist. Bleh. Es ist also Monsterschwangerschaftsblah. Gähn. Sie ist also mit einem Reptil oder sowas schwanger und will wissen, was die Neue eigentlich für Effekte schiebt und kotzt dann den Schreibtisch voll und ich überlege die ganze Zeit, ob ich schon mal etwas Unkreativeres gesehen habe, aber dann fällt mir ein: Ja, es gibt ja auch noch Hollywood-Blockbuster. Das macht den Scheiß hier aber auch nicht besser.

Wie lange sind Reptilien eigentlich schwanger? Wir sind hier mittlerweile bei Tag 396 und die Lehrerin hat das Vieh immer noch nicht gebärt … gebort … geboren. Ah, da kommt es ja. Ist scheinbar eine Schlange. Und draußen laufen Wolfsmenschen und Krokodiltypen rum. Mann, ist denen eigentlich klar, wie viel Potenzial das gehabt hätte? Und dann machen die so einen unfassbar lahmen Quark daraus? Bleh.

Wisst ihr, warum die Kirche und alles was damit verbunden ist, abgeschafft gehört? Weil sie kleinen Kindern Angst machen. Da haben die in der Kirch doch einfach erzählt, dass Jesus wiederkommen wird und jetzt hat ein kleines Mädchen Angst davor, dass er von den Toten aufersteht. Und wer kann es ihr verdenken? Scheißkirche. Alle abfackeln. Ach so, dass hier ist übrigens Ostern. Und wenn hier wirklich Jesus aufersteht, ist schon bei Kurzfilm drei mein Geduldsfaden gerissen und verbrannt.

Mami ist so ne richtig Gläubige, die noch am Bett kniet und betet, wie ein Kind, dass von ihren Eltern irgendwelchen Quatsch vorgelabert kriegt. Selbst ihre Tochter ist also schlauer. Der Wind weht ein Ei ins Wohnzimmer. Fragt mich nicht, ich schreibe nur, was ich sehe. Das Mädchen wird wach und guckt mal, was das für ein Geräusch war. Wenn Jesus aus dem Ei schlüpft und aussieht wie ein Truthahn, kann ich mit diesem Kurzfilm vielleicht doch meinen Frieden machen.

Das Mädchen tritt in irgendwelchen Glibber und findet ein kleines süßes Küken. Oh, und Jesus, der aus den Löchern in seinen Händen kleine Küken hervorzaubert und den Kopf des Osterhasen hat. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das besser ist als der von mir gewünschte Truthahn, aber ich nehme was ich kriegen kann.

Osterjesus erklärt dann, dass sie seinen Platz einnehmen muss und Dinge sehen wird, außer ihre Mutter, denn die wird sie nie wieder sehen. Dann schiebt er ihr ein ekliges Ei in den Mund und verwandelt sich komplett in den Osterhasen. Ich checks nicht, aber das spielt wohl ohnehin keine Rolle mehr bei dem Käse hier.

Ultraschall. Also zur Abwechslung mal wieder eine Schwangerschaftsgeschichte. Kate kann gar nicht fassen, dass sie schon wieder schwanger ist, denn sie lässt ihren Freund immer drei Kondome tragen. Trotzdem wird sie immer schwanger, wenn sie Sex hat. Sie sucht Hilfe bei einer Schamanin oder sowas in der Wüste, wo Frauen hingehen, die schwanger werden wollen. Irgendwie falsche Adresse, oder?

Die ganzen Weiber sitzen nackt in einem Wasserloch und schütteln Becher voller Sand. Und nachts wird getanzt wie auf einer Drogenparty von Althippies. Und mittendrin sitzt Khal Drogo und guckt den Frauen notgeil beim Tanzen zu. Ich habe nicht die geringste Ahnung, was das hier für ein Feiertag sein soll. Vermutlich Tag der Empfängnis, oder sowas in der Art. Ach nein, es ist natürlich Muttertag. Und es ist der mit Abstand langweiligste Beitrag bisher. Und das will was heißen. Die Messlatte lag nun wirklich nicht hoch.

Ich machs kurz: Kate ist halt schwanger und lebt bei der Schamanin in der Wüste und wird dort gefangen gehalten. Und dann setzen die Wehen ein und ein ausgewachsener Arm kommt aus Kates Vagina. Ende.

Weiter gehts mit irgendeiner Trulla, die in ihrer Wohnung wohnt. Soweit, so unspektakulär. Passend zum Rest des Films also. Sie kriegt ein Paket zum Vatertag. Fragt mich nicht, was weiß ich, warum eine Frau etwas zum Vatertag kriegt. Darin ist kein Rollwagen voller Bier, sondern ein Kassettenrekorder. Wir befinden uns also offenbar in den 80ern, als man sowas noch verschenkt hat.

Carol, so der Name der Frau, spielt die Kassette ab und sie ist von ihrem Vater, der sich damals verpisst hat und sich jetzt entschuldigt, dass er nie da war. Falls sie aber Bock hat, ihn zu sehen, wird das Tape sie zu ihm weisen. Also flennt Carol erstmal rum, dann bricht sie natürlich auf, um ihren Vater zu finden. Der Weg dahin hat zumindest eine ganz gute Atmosphäre. Hier war also jemand am Werk, der zumindest ein bisschen Ahnung davon hat, wie man Horror oder zumindest bedrückende Szenen inszeniert. Das Ende ist dann aber auch wieder der übliche Quark, denn der Vater ist natürlich ein Monster. Aber immerhin war der Weg dahin mal überzeugend gemacht.

Kommen wir zu Halloween. Dem Beitrag von Kevin Smith. Ihr wisst schon, der Typ, der seit 20 Jahren nichts gescheites mehr auf den Bildschirm gebracht hat. Und hier braucht man auch nur 3 Sekunden, um herauszufinden, dass das hier nicht besser wird. Drei Webcamnutten und ihr Zuhälter drücken sich gegenseitig pseudocoole Sprüche rein. Eine der Nutten ist übrigens Kevins Tochter Harley Quinn, aber darauf gehe ich besser gar nicht erst ein. Da alle feiern sind, läuft heute Abend nix im Webstrich und Ian ist nicht erfreut.

Da er so ein Saftsack ist, verbünden sich die drei und erschlagen Ian mit einem Toaster, um anschließend einen Vibrator in seinen Arsch zu kleben und an eine Autobatterie anzuschließen. Und ihn dazu zu zwingen, sich selbst zu kastrieren. Ein Riesenspaß also. Wenn man komplett einen an der Murmel hat. Also noch mehr als ich.

Werbung für die neue UVU Brille. Pete, gespielt von Seth Green, will unbedingt so eine Brille für seinen Sohn zu Weihnachten haben. Was für ein Glück, dass der Typ, der die letzte gekauft hat, gerade zufällig einen Herzinfarkt hat und Pete die Brille klauen kann. Diese Brille zeigt einem scheinbar, was man am meisten begehrt. Der Sohn wandelt auf dem Mars, Pete peitscht eine geile Alte. Und dann sieht er sich selbst aus der Sicht des Sterbenden von dem er die Brille geklaut hat. Da er sich nicht ausgeloggt hat, sieht seine Frau alles und ist richtig scharf auf ihn, weil er jetzt ein Killer ist, oder so. Sie loggt sich auch nicht aus und Pete sieht, wie seine Frau ihren Chef zersägt hat, weil er ihren Weihnachtsbonus gestrichen hat. Eigentlich eine ganz witzige Idee, aus der man aber hier rein gar nichts gemacht hat.

Einen hab ich noch. Neujahr. Irgendein Typ bläst Mandy das Hirn raus. Der Typ ist auf einer Datingsite und findet scheinbar dort seine Opfer. Uh, toll, wie unglaublich kreativ. Also gibts ein Date mit irgendeiner verzweifelten Tussi und sie landen in ihrer Wohnung. Der Typ leckt an ihrer Zahnbürste rum und ekel und so. Dann stellt sich heraus, dass die Trulla Menschenteile in ihrem Badezimmer sammelt. Immerhin ein ganz netter Twist hier, wenn auch nichts besonderes.

Sie geht mit einer Axt zur Attacke über und es wird gekämpft auf Leben und Tod. Die Frau mit der Axt gewinnt und fertig. Was das alles mit Neujahr zu tun hatte weiß kein Mensch.

Ein recht stimmiger Beitrag, einer totaler Bullshit, der Rest streitet sich um den Titel der größten Belanglosigkeit. Perfekter Start in den Horroctober.

Hier geht es zur Übersicht aller Horrorctoberfilme dieses Jahres.

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Kurzfilm Kurzreview – Die Nacht der lebenden Idioten

Halloween ist vorbei. Aber aufgrund einer Anfrage gibt es noch einen kleinen Bonus. Nämlich den neuen Kurzfilm von Alex „Sander“ Lotz. Der hat mir ja schon mal ausführlich Rede und Antwort gestanden in dem ersten und einzigen Interview hier auf dem Filmschrottplatz. Jedenfalls hat er einen neuen Kurzfilm am Start und zwar:

DIE NACHT DER LEBENDEN IDIOTEN

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Wie der Name schon verrät, handelt es sich dabei um eine Hommage an George A. Romeros Klassiker „Die Nacht der lebenden Toten“. Das große Problem, vor dem Sander stand, war es, ohne jegliches Budget einen Kurzfilm zu machen. Dabei entstand dann die Idee, Szenen aus Romeros Film zu nehmen und durch neue selbst gedrehte zu ergänzen, um eine neue Geschichte zu erzählen.

So sieht das alte Original von 1968 aus, wenn man es auf eine alte Tischdecke stellt.

So sieht das alte Original von 1968 aus, wenn man es auf eine alte Tischdecke stellt.

Die Story ist schnell erklärt: Johnny (Jonathan Schäble) und Sander (Alex Lotz) wollen an Halloween „Trick Or Treaten“ gehen. Da Johnny seinen verfluchten Eimer allerdings noch bei Ex-Freundin Barbra (Judith O’Dea) rumliegen hat, müssen sie erst mal da vorbei. Die ist nicht begeistert und auch ihr neuer Freund Ben (Duane Jones) ist nicht scharf auf den unangekündigten Besuch.

Barbra hat keinen Bock ihren Ex zu sehen und kriegt direkt Komplexe.

Barbra hat keinen Bock ihren Ex zu sehen und kriegt direkt Komplexe.

Es sollte wohl jedem klar sein, was man hier zu erwarten hat. Zu keiner Sekunde nimmt sich der Film selbst ernst und das ist auch gut so.  Sonst würde man hier nämlich plötzlich anfangen, Dinge zu hinterfragen.Zum Beispiel, wo zur Hölle Barbra eigentlich wohnt, wenn man, um zu ihr zu kommen, über den Friedhof, durch einen Wald und dann eine Landstraße entlang latschen muss. Und warum Barbra innerhalb von 3 Sekunden vom Friedhof nach Hause findet, Johnny und Sander aber gefühlt den ganzen Film brauchen, um die gleiche Strecke zurückzulegen. Aber wie gesagt, Hirn aus und genießen ist hier die Devise. Und schon alleine für die Szene, in der Johnny und Barbra gleichzeitig von ihrem ersten Mal erzählen lohnt sich der Spaß.

Johnny erklärt Sander wie man mit dem Rauchen aufhört.

Johnny erklärt Sander wie man mit dem Rauchen aufhört.

Die größte Herausforderung war laut Alex, die selbst gedrehten Szenen an die Szenen aus dem Originalfilm anzupassen. Das ist allerdings ziemlich gut gelungen. Einzig den Unterschied in den Locations erkennt man auf den ersten Blick, aber das lässt sich halt auch nicht so leicht umgehen. Ohne Kohle kann man schlecht Barbras Haus aus dem Originalfilm nachbauen. Ansonsten passen Bild und Ton aber ziemlich gut zusammen. Selbst die alten Bildfehler hat Alex übernommen. Manchmal sind es eben die kleinen Details, die den Unterschied machen.

So einen schönen Eimer würde ich auch nicht einfach bei der Ex stehen lassen.

So einen schönen Eimer würde ich auch nicht einfach bei der Ex stehen lassen.

Am Ende also ein kurzweiliger Spaß, mit ein paar lustigen Gags. Wer mal ne Viertelstunde nix zu tun hat, kann sich den Spaß gerne hier angucken:

Die Nacht der lebenden Idioten auf YouTube

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Und natürlich könnt ihr auch Sanders anderen Halloweenfilme aus den letzten Jahren auf seiner Homepage zu Gemüte führen: SanderMania

Halloween-Blogparade

Juli von Pieces Of Emotion hat mich mal wieder zu einer Blogparade animiert. Und obwohl ich mit Halloween nicht wirklich was am Hut habe, mache ich mal mit.

 

1. Für die einen ist es ein blöder Ami-Brauch, für die anderen ein ernsthafter Feiertag: Wie ist deine Meinung zu Halloween?

Als ernsthaften Feiertag betrachte ich es nicht, aber für einen blöden Brauch halte ich es auch nicht unbedingt. Ist eben wie Karneval. Lasst den Leuten halt ihren Spaß. An mir geht sowieso beides völlig vorbei.

 

2. Feierst du Halloween und wenn ja, wie?

Wie gesagt, geht Halloween an mir so vorbei. Ich kenne auch niemanden, der das groß feiert. Aber da mein Cousin am selben Tag Geburtstag hat, habe ich auch so nen Grund zu saufen.

 

3. Was ist dein Lieblingskostüm?

Jeden Morgen, wenn ich in den Spiegel gucke, sehe ich aus, wie ein Erschrecker in der Geisterbahn.  Den Rest des Tages schlurfe ich dann durch die Gegend wie ein obdachloser Zombie. Gegen Abend nehme ich dann meine normale Gestalt an und sehe nur noch aus wie ein Obdachloser. Damit habe ich eigentlich genug Kostümierung abgedeckt.

 

4. Was war dein Kindheitsmonster?

Puh, schwierig. Damals hatte ich Angst, in den Keller zu gehen. keine Ahnung, ob ich da Monster vermutet habe. Ansonsten habe ich immer meinen Kleiderschrank aufgelassen, damit da nicht plötzlich ein Monster rausspringen kann. Ich weiß, hochintelligente Taktik von mir.

Nebenbei hatte ich letztens einen Alptraum, in dem ich von einem Muppet verfolgt wurde. Einem MUPPET! An mehr kann ich mich nicht mehr erinnern, da ich mich sowieso selten an meine Träume erinnern kann, aber das ist aus irgendeinem Grund hängen geblieben.

 

5. Viele Leute schwören, nicht abergläubisch zu sein. Aber Hand auf’s Herz: Jeder glaubt doch irgendwie, Glück und Pech beeinflussen zu können. Welchem Aberglauben hängst du an?

Ich glaube nicht an Vorbestimmung, oder daran, dass man Glück und Pech bewusst beeinflussen kann. Klar, unsere Handlungen haben Auswirkungen auf uns und unsere Umwelt. Allerdings weiß man natürlich vorher nicht, was eine Handlung bewirkt. Eben der berühmte Schmetterlingseffekt.

 

6. Glaubst du an Geister?

Nein.

 

7. Der Tod lauert überall… In welcher Situation ist dir mal der Gedanke gekommen: “Ich hätte gerade sterben können?”

Wahrscheinlich in meiner Hochphase des sinnlosen Alkoholismus, aber daran kann ich mich kaum noch erinnern. Allerdings gab es zumindest einen Moment, der mir im Gedächtnis geblieben ist. Ein Kollege hatte sich einen Porsche gekauft. Irgendwo billig abgestaubt, das Ding, wie er es oft mit Autos macht. Autos gehen mir zwar am Arsch vorbei, aber er wollte uns die Karre unbedingt zeigen. Geparkt hatte er den Wagen in der dunkelsten Parkplatzecke, die man jenseits der Milchstraße finden kann. Ich torkelte also zum Auto, beguckte mir die Karre, soweit das in der Finsternis möglich war. Ich ging um das Auto herum und fiel in ein ungefähr zwei Meter tiefes Loch, von dem er nichts erwähnt hatte. Wahrscheinlich weil er es selber nicht gesehen hatte, in der dunklen Ecke. Nachdem ich festgestellt hatte, dass ich nur wenige Zentimeter an ein paar aufgestellten Stangen vorbeigerauscht war, kletterte ich aus dem Scheißloch, blutete wie Sau und trank die ganze Nacht weiter. Das Gute am Besoffensein ist eben, dass die Schmerzen erst am nächsten Tag kommen. Hätte jedenfalls schlimmer ausgehen können.

Ansonsten wurde ich nur hin und wieder fast überfahren, weil manche Idioten fahren, wie die letzten Arschlöcher, aber das kennt wohl jeder.

 

8. In unserer heutigen Zeit wird der Tod gerne ausgeblendet. Wie gehst du persönlich damit um?

Ich bin da ziemlich offen und ich denke, dass ist auch ganz gut so. Irgendwann ist für uns alle nun mal das Ende der Straße erreicht. Ich glaube allerdings, dass danach auch wirklich einfach Ende ist. Dunkelheit, Finsternis, Schwarz, Wasweißdennich. Deshalb habe ich auch nicht wirklich Angst vor dem Tod. Denn wo nichts ist, gibt es auch nichts, vor dem man sich zu fürchten braucht. Aber vorm Sterben habe ich Angst. Diese letzte Erfahrung wird wohl keine wirklich angenehme sein, egal auf welche Art und Weise man letztlich abtritt. Man kann eigentlich nur hoffen, dass es kurz und schmerzlos über die Bühne geht; wenn das denn überhaupt möglich ist. Wir werden sehen.

 

9. Ich lege dir 1000 Euro in bar auf den Tisch und einen Zettel, auf dem steht “Hiermit verkaufe ich dem Besitzer dieses Vertrags meine Seele”. Würdest du das Geld nehmen und ihn unterschreiben?

Wäre kein fairer Deal, denn ich kriege 1000 Euro und du kriegst nichts. Wo soll ich unterschreiben?

Filmschrott TV-Tipps 25.10. – 31.10.2014

Die Halloweenwoche. Das kann nur zu sehr viel Müll im TV führen.

SAMSTAG

20.15 Uhr – TELE 5 – Das Auge der Bestie – Es gibt eindeutig zu wenige Filme, mit blutrünstigen Riesentintenfischen. Deshalb muss man den hier einfach sehen.

22.05 Uhr – TELE 5 – Die Schöne und die Bestie – Graf Rudolph und Hexe Helena sind echte Arschlöcher. Deshalb schließen sich Belle und das Waldmonster zusammen, um ihnen mal so richtig die Fresse zu polieren. Oder so ähnlich.

04.05 Uhr – PRO 7 – Marvels Man-Thing – Ja, schreit nur weiter nach immer mehr Comicverfilmungen. Dann kommt vielleicht noch mehr von diesem Scheiß. Ein Sheriff muss sich an seinem ersten Tag mit einem Monster rumschlagen und … mehr fällt mir nicht ein. Außer, dass es nichts mit diesem Film zu tun hat, dass mir Comicverfilmungen auf den Sack gehen.

SONNTAG

12.15 Uhr – PRO 7 – Zahnfee auf Bewährung 2 – Der Quark hat tatsächlich eine Fortsetzung gekriegt? Dieses mal springt nicht The Rock im Kleid rum, sondern Cedric The Entertainer. Wer auch immer das sein mag. Wisst ihr, was mal cool wäre? Zahnfee auf Bewährung in Darkness Falls. Ich warte gespannt drauf.

02.20 Uhr – KABEL 1 – Beowulf – Christopher Lambert, der in seinem Leben ungefähr zwei gute Filme gemacht hat, kämpft gegen ein Monster und bla.

MONTAG

00.55 Uhr – TELE 5 – Android Insurrection – Auf dem Planeten Robotron Delta rebellieren die Roboter gegen die Unterdrückung durch die Menschen. Man, die haben die überhaupt erst gebaut, oder? Macht mal keinen Stress.

DIENSTAG

20.15 Uhr – SAT 1 – Sind denn alle Männer Schweine? – Nein.

23.55 – TELE 5 – Doghouse

MITTWOCH

22.30 Uhr – TELE 5 – Cannibal Rising – Der schwarze Mann (ja, genau der, vor dem man Angst hat) geht auf eine Party (ja, das ist wirklich die Handlung) und isst dort die Leute auf. Un-fucking-fassbar. Wer denkt sich so einen Quatsch aus? Und wer dreht das dann auch noch?

00.15 Uhr – TELE 5 – Dark Shadows – Gähn … acht Leute sitzen im Keller und wissen nicht wie sie da hin gekomm … ZZZZZZZZZZZZ

DONNERSTAG

ZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZZ

FREITAG

Halloween. Ich bin wach. Ich bin wach. Aber, was für eine Enttäuschung. Kein Schrott zu Halloween. Halloween! HALLOWEEN! Was läuft denn bei euch allen verkehrt, ihr TV-Sender. Ich gehe heulen.

Aber immerhin:

20.15 Uhr – TELE 5 – SchleFaz Total – Müll die ganze Nacht. HA HA! Geht doch. Danke Tele 5.

Habt ihr auch noch Tipps parat? Dann lasst nen Kommentar da.

Treffer, versenkt! – Filme für den Meeresgrund – Auswertung

„Luca Brasi sleeps with the fishes“ – The Godfather, 1972

Und auch einige Filme würden wir gerne bei den Fischen sehen. Hier also die Auswertung für die Filme für den Meeresgrund:

Neben mir haben noch 10 weitere Blogger teilgenommen. Danke erst mal dafür.

Insgesamt wurden 101 Filme genannt. Schöne Zahl. Die macht aber auch direkt klar, dass es nur wenige Mehrfachnennungen gab. Trotzdem haben wir einen Sieger (oder Verlierer; Ansichtssache). Dazu aber gleich mehr.

Erst mal ein paar Zahlen:

Insgesamt finden sich 31 Fortsetzungen in der Liste, was wohl bedeutet, dass die Erwartungshaltung zu Fortsetzungen eher gering ist. Durchaus nachvollziehbar, schließlich wird das Original selten erreicht.

Humor spaltet die Gemüter, denn es wurden insgesamt 16 Komödien versenkt. Hier habe ich auch die Animationsfilme mit reingenommen, denn das sind ja eigentlich auch immer Komödien.

Genau so viele Nennungen haben wir bei den Science-Fiction-Filmen. Naja, ich habe Indiana Jones 4 dazu gezählt. Also für mich ist das ein Science-Fiction-Film.

Knapp hinter diesen beiden Genres kommen dann die Horrorfilme mit 13 Erwähnungen. Horrorfilme sind zwar beliebt, aber ich glaube, große Erwartungen hat man da selten. Ist ja fast alles nur der gleiche Einheitsbrei, den man da vorgesetzt kriegt.

Diverse Superhelden und Comics haben 12 Vertreter im Ozean. Beide Batman-Abschluss-Teile wurden genannt.

6 deutsche Produktionen haben es in die Liste geschafft. 4 davon mit entweder Schweiger oder Schweighöfer Beteiligung.

Bei den Darstellern dürfte Tom Cruise mit 3 Versenkungen die Führung inne haben. Cruise ist eben nicht jedermanns Sache.

Bei den Regisseuren hingegen liegt, wenig überraschend, M. Night Shyamalan vorne, mit ebenfalls 3 Strikes. Vielleicht liegt das auch einfach daran, dass er immer wieder versucht, seine Filme mit einem Twist zu beenden, was aber eben schon lange nicht mehr so gut funktioniert, wie es bei seinen ersten Werken der Fall war.

Roland Emmerich hat 2 Nennungen abgestaubt. Beide für Godzilla. Keine Überraschung hier.

Überraschender ist da schon, dass Christopher Nolan, der ja bei vielen hoch im Kurs steht, ebenfalls 2 mal vertreten ist. Und nicht nur mit dem Abschluss seiner Batman-Trilogie, die ja die Filmgemeinde spaltet.

Außerdem wurden auch Quentin Tarantino, die Coens und Stanley Kubrick jeweils 1 mal genannt, obwohl die ja irgendwie Kult sind.

Die Fluch der Karibik Reihe brachte es auf 3 Erwähnungen. Interessant ist, dass Teil 4 nicht gennant wurde. Da hat wohl niemand mehr was Gescheites erwartet.

Star Wars und Star Trek sind ebenfalls je 2 mal vertreten. Star Wars dabei natürlich nur mit der neuen Trilogie.

Harry Potter hat es auch 2 mal in die Liste geschafft, genau so wie Indianan Jones, bei dem schockierenderweise sogar der erste Teil genannt wurde.

Beide Halloween-Remakes sind am Start und auch Mittelerde ist 2 mal dabei. Jeweils mit einem Herr Der Ringe und einem Hobbit.

So, nun aber zu den absoluten Seegurken.

Die meisten Filme wurden – wie bereits erwähnt – nur 1 mal genannt, und ich spare mir hier jetzt eine Auflistung.

Jeweils 2 Stimmen bekamen:

Sherlock Holmes mit Robert Downey jr.
300
Fluch der Karibik 3
Godzilla von Emmerich
Man Of Steel
Snowwhite & The Huntsman
Sucker Punch

Der Sieger mit 3 Stimmen ist allerdings:

MATRIX REVOLUTIONS

Neo darf also tauchen gehen.

Vielen Dank noch mal an alle, die mitgemacht haben und hütet euch vor zu tiefen Gewässern. Wer weiß, was für Filmschrott bereits da rum schwimmt.