Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Grey’s Anatomy

Schmerzfreies Gedächtnistraining

„There are two kinds of pain …“ – House Of Cards, 2013

Wahrscheinlich gibt es noch viel mehr Arten des Schmerzes. Aber heute schlagen wir uns mal wieder mit dem Schmerz herum, den grottenschlechte Filme beim Anschauen verursachen. Aber: Keine Panik! Hier geht es um ein Schmerzmittel in Form einer Frau. Wer würde das nicht gerne haben?

PAINKILLER JANE – USA – 2005 – 106 Min.

Starring: Ein Schönheitschirurg und Shaft

Jane schaukelt. Carla kommt vorbei und will mit ihr quatschen, aber Jane meint, dass ihre Mutter durch Rumlabern auch nicht wieder lebendig wird. Äh, okay, herrlich sinnfreier Beginn.

Jane führt dann irgendein Spezialkommando an, dass ein Heroinlabor hochgehen lassen will. Technische Störungen im Funk sorgen für Ohrenschmerzen. Obwohl ihr Kollege eine Vorahnung hat, dass hier was nicht mit rechten Dingen zugeht, führt die Schmerz tötende Jane die Jungs in das Heroinlabor, das gar keins ist. Jane stellt fest, dass hier was nicht stimmt – hätte sie mal auf ihren Partner gehört – und man findet irgendwelche Typen, die gerade elendig am Verrecken sind. Jane hat eine Eingebung und weiß jetzt, dass man es hier mit Biowaffen zu tun hat. Alle fangen an, aus der Nase zu bluten. Draußen wird das Team von maskierten Typen in Empfang genommen und weggeballert.

Jane wacht im Krankenhaus auf. Alle anderen sind tot. Was für ein Zufall. Die Erklärung ist simpel: Jane ist plötzlich unverwundbar.

Dr. Graham Knight kommt zu Besuch und will herausfinden, was mit Jane abgeht. Die will gerne aus dem Hospital raus, um herauszufinden, was passiert ist. Das wird aber nix, denn sie wird erst mal, wie eine Laborratte, einigen Tests unterzogen. Graham findet durch diese Tests heraus, was sowieso schon jeder weiß. Jane ist unverwundbar.

Jane wird in ein Zimmer gesperrt. Immerhin bringt Graham ne Pizza vorbei.

Irgendein hohes Tier von der Armee will natürlich wissen, wie man diese ganze Sache für ihre Soldaten nutzen kann.

Jane sieht komische schwarze Punkte, oder Buchstaben, oder was auch immer. Dann bekommt sie Besuch von ihrer Schwester aus der ersten Szene des Films, auf die Jane aber gar keinen Bock hat. Carla ist Ärztin und schlägt vor, dass sie den Militärdoktoren einfach irgendwelchen Mist erzählt. So einen Rat will man von nem Arzt hören.

Mrs. Nomorepainforme ist nicht nur unverwundbar, sondern kann auch rennen wie der Road Runner. Um mal zu testen, wie unfassbar unverwundbar sie eigentlich ist, haut sich Jane nen Ast durch die Hand. Die Wunde schließt sich selbstverständlich nach Sekunden. Der Colonel ist nicht erfreut. Allerdings weiß er, was mit Super-Jane los ist. Bei nem Diaabend erklärt er, was Sache ist. Die Antwort: Irgendein Russe hat mit Biowaffen rumgedoktort und Janes Team wurde unter falschem Vorwand in sein Labor geschickt. Jane will den Typen finden, aber Colonel Whatshisname lässt sie nicht gehen.

Über-Jane kann aber auch durch Wände gucken und sieht auf nem Flughafen ein Motorrad und macht die Brenne. Allerdings muss sie das Moped mit Besitzer Eric Dane teilen. Es folgt eine Verfolgungsjagd mit Kameraschnitten, die jeden Epileptiker das Leben kosten würden, und man erreicht eine Lagerhalle, in der Eric wohnt. Der ist von Beruf Wohlstandsumverteiler. Also ein Dieb. Jane wurde bei der Verfolgungsjagd angeschossen und wird ohnmächtig. Der hauseigene Räuberarzt will Jane zusammenflicken, aber das erledigt sich von selbst. Eric Dane heißt hier Nick und findet es echt nicht toll, dass jetzt die Army hinter ihm her ist.

Der Arzt, mit dem einfallsreichen Namen Blue, findet Jane eigenartig. Die bestätigt das, indem sie mal kurz ein Schachspiel vorhersagt. Squeak gehört auch zur Diebesgilde und treibt sich ständig in der Kanalisation rum. Immerhin bringt er chinesisches Essen mit.

Der Oberarmeetyp erklärt dem Colonel, dass er Jane finden muss, denn sie ist wichtig. Und wenn die Armee sie nicht kriegt, dann auch niemand anders. Denn, nicht vergessen, Jane ist unverwundbar. Keine Ahnung, wie oft das jetzt in dem Streifen erwähnt wurde, aber so langsam sollte es jeder kapiert haben.

Nick kann bügeln. Jane kann’s besser. Die Szene selbst bringt gar nix. Jane hat Albträume, weil das zu so nem Streifen einfach dazugehört. Jane verschwindet heimlich und zieht den Dieben ihr Geld ab. Zum Trost hinterlässt sie ein Entschuldigungsschreiben. Wird wohl eher ein geringer Trost sein.

Jane hat sich ne hässliche Perücke besorgt, um unerkannt zu bleiben. Sie findet heraus, dass Dr. Graham Knight ein Betrüger ist, denn der eigentliche Dr. Knight ist schon ungefähr achthundert Jahre alt. Und seit knapp siebenhundert Jahren tot. Also besucht sie den Betrüger in seinem Hotel. Die Megawende steht an, als Fake-Knight erzählt, dass der Typ der angeblich mit Biowaffen experimentiert hat, gar nicht existiert, sondern nur eine Tarnung für den Colonel ist. Ja, so ist das eben …

Der Colonel findet Nicks Diebesversteck. Der erzählt kurz, was abgelaufen ist und das war’s an der Stelle.

Über-Jane trifft sich mit Clara und zeigt ihr ihre Narben. Die will sie gerne genauer untersuchen. Damit es niemand vergisst, wird noch mal kurz darauf hingewiesen, dass Jane unverwundbar ist. Jane hat nen ganz tollen Plan, der ihre Schwester involviert. Wie der Plan aussieht, erfährt man allerdings noch nicht.

Jane bittet Nick um Hilfe. Der wird aber natürlich beschattet.

Clara erklärt dem Colonel, wo er Jane finden kann. Der fährt los und wird von Squeak durch die Kanalisation zum Arsch der Welt geführt. Oder besser gesagt: In ein Kaufhaus. Jane schickt die Diebesgilde weg und hält einen Plausch mit dem Colonel. Der beteuert natürlich, auf ihrer Seite zu stehen. Er behauptet, dass es nicht seine Tarnung war, sondern die von Fake-Knight. Der kommt dann auch vorbei und ballert durch die Gegend. Den Colonel erwischt’s. Jane nimmt die Verfolgung von Knight auf, wird ausgeknockt und wacht im Hubschrauber mit Knight auf. Es folgt etwas Palaver von Knight, das absolut nix erklärt, dann gibt’s ne Klopperei und beide fallen aus dem Helikopter.

Der Colonel lebt und steht am Grab von Jane. Die lebt aber natürlich auch noch – Schock! Hätte fast vergessen: Die ist ja unverwundbar. Der Colonel besorgt ihr eine neue Identität und die schmerzfreie Jane kann in den Sonnenuntergang segeln.

Das war mal wieder … Moment! … Fake-Knight lebt auch noch und will in seinem Labor mit Janes DNA rumexperimentieren, damit hier wirklich überhaupt keine Frage beantwortet wurde. Aber immerhin haben wir gelernt, dass Unverwundbarkeit zu Gedächtnislücken führen kann, wenn man es nicht oft genug erwähnt. Also, sprecht mir nach: Jane ist unverwundbar.

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Nachbarschaftsdifferenzen für Schwerbewaffnete

„Green sky at morning, neighbor take warning.“ – The ‚Burbs, 1989

Ja, heute geht es um einen Nachbarschaftsstreit der etwas anderen Art. Nun ja, eigentlich ist es gar kein Nachbarschaftsstreit, aber was soll’s. Irgendwas in die Richtung eben.

KILLERS – Kiss & Kill – USA – 2010 – 100 Min.

Starring: Ein Mann, eine junge Ärztin und The Artist Formerly Known As Magnum

Katherine Heigl und ihr Vater Magnum sitzen im Flugzeug. Die Mutter ist auch da und meckert an ihrer Tochter rum. Magnum erzählt von seinem ersten Mal mit seiner Frau und Tochter Heigl kriegt die Pimpernellen. Zur gleichen Zeit fährt Geheimagent Kutcher in seinem roten Agentenklischeesportwagen durch die Gegend. Anschließend macht er ein paar Fotos von nem Boot. Mehr gibt’s hier erst mal nicht.

Die Heigls sind im Hotel und Magnum ist mit den Zimmern unzufrieden. Mutter quatscht weiter peinlichen Müll. Im Aufzug begegnen sich Kutcher in Unterhose und Heigl auf Diätpillen. Der Agent labert sie auf Französisch voll, weil man wohl in Frankreich ist. Heigl rafft nix, lässt ihn aber weiterbrabbeln. Man erfährt dann auch mal ihre Namen: Spencer und Jennifer. Agent Spence lädt Jenni zu nem Drink am Abend ein. Die muss sich dafür erst mal Klamotten kaufen. Spence taucht währenddessen zum zuvor geknipsten Schiff rüber und bringt irgendnen Typen um die Ecke.

Datetime. Heigl blamiert sich mit schlechten Witzen und Roboterimitationen. Dann kommen ihre Alten vorbei, um die Peinlichkeiten perfekt zu machen. Jen meint zu Spencer, dass ihr Vater ein Perverser ist. Warum weiß wohl nur der Drehbuchautor. Der Agent sprengt nebenbei nen Hubschrauber, an dem er zuvor ne Bombe angebracht hat. Dann geht’s in die Disco. Jen besäuft sich, während Spence komplett daran scheitert, irgendwas Intelligentes von sich zu geben. Nicht unbedingt James Bond der Typ. Jennifer richtet ihre Möpse und wird von nem Typen angebaggert. Im Rücken von Jen wird der Angraber von Spencer umgehauen.

Im Hotelzimmer rückt Jen mit der Wahrheit raus und gesteht, dass sie voll die Langweilerin ist. Der Film spiegelt das bis jetzt gut wieder, denn er ist genau so langweilig, wie Jen. Weil sie keine Luft mehr kriegt, lässt sie sich das Kleid vom Leib reißen. Agent S versucht’s dann auch mal mit Ehrlichkeit und gesteht, dass er Leute killt. Was ihm aber aus irgendeinem Grund nicht auffällt, ist die Tatsache, dass Jen am Pennen ist. Dann merkt er es doch, labert aber einfach weiter, weil er sonst keine Hobbys hat.

Ein paar Dateszenen von den folgenden Tagen später trifft sich Spencer mit irgendwem. Wahrscheinlich sein Chef, Oberspion, M, oder was auch immer. Kutcher will kündigen, weil er in Heigl verknallt ist, aber sein Vorgesetzter meint, dass das nicht so einfach geht, denn der Job wird ihn immer einholen.

Jen stellt Spion S seinen Eltern vor. Der fragt beim Vater Magnum nach der Hand seiner Tochter. Der hat keine Probleme damit, seine Tochter an nen Typen zu verheiraten, den er gar nicht kennt und seine Tochter erst seit ein paar Tagen. Der Vater des Jahres Preis sollte damit vergeben sein.

Jahre später ist man glücklich verheiratet und das war’s. Kein guter Film, aber schön kurz gehalten.

Verdammt, es geht doch noch weiter. Spencer hat sich mit den Nachbarn angefreundet, die das Grauen sind, aber welche Nachbarn sind das nicht? Jen soll für ihren Chef auf ne Konferenz fahren, obwohl ihr Mann Geburtstag hat. Spence hat nicht nur nervige Nachbarn, sondern auch fürchterliche Mitarbeiter. Sein bester Freund Henry macht billige Witze über Geschlechtsteile am laufenden Band. Spencer wird sich mit Sicherheit das Agentenleben zurückwünschen. Da konnte man solche Nasen einfach nen Kopf kürzer machen. Im voll besetzten Büro käme das wohl nicht so gut an. Er kriegt eine Nachricht von Werweißwer und soll sich mit ihm treffen. Wahrscheinlich sein Ex-Chef, Ex-Oberspion, Ex-M, oder Ex-Was auch immer.

Jens Freundin schwallt irgendeinen Käse, der Jen dazu veranlasst, Spence zu verdächtigen, eine Affäre haben zu können. Spence ruft den Typ mit der Nachricht an, der ihm nen Agentenjob aufschwatzen will. Spence hat aber keine Böcke, nimmt jedoch vorsichtshalber mal ne Knarre mit raus. Glücklicherweise erschießt er niemanden auf seiner Überraschungsparty.

Am Morgen nach der Party macht sich Jen vom Acker, um zur Konferenz zu fliegen. Währenddessen wird Spence von seinem Arbeitskollegen Henry mit einem Messer attackiert, was zur ersten Szene des Films führt, die nicht sterbenslangweilig ist. Jen kommt überraschend zurück und schießt auf Anordnung von Spence auf dessen Arbeitskollegen. Spence verhört seinen Angreifer, der ihm verrät, dass ein Lösegeld auf ihn ausgesetzt ist. Weitere Attackierer lassen nicht lange auf sich warten. Spence und Jen ergreifen die Flucht. Jen steht kurz vorm Schlaganfall. Nach einer Verfolgungsjagd mit viel Gekreische und Gestöhne von Heigl, erklärt Spencer seiner Frau, was abgeht.

Spencer sucht seinen ehemaligen Chef auf, der aber nicht sehr redselig ist. Also tot. Spence sucht nach Hinweisen und findet ne Uhr, in der ein Speicher fehlt. Heigl kotzt und es geht in den Supermarkt. Dort stellt sie fest, dass sie schwanger ist, denn im Handbuch des schlechten Films steht unter Punkt 42: Wenn dir nix Besseres einfällt, lass die Frau ein Kind kriegen; irgendwas wird sich schon daraus entwickeln. Tut es in diesem Fall aber ganz und gar nicht.

Man hackt sich in Henrys Computer, auf dem sich größtenteils Pornos befinden. Spencer kloppt sich anschließend mit der Arbeitskollegin, weil scheinbar alle in seinem Job Kopfgeldjäger sind. Jen macht sich daraufhin aus dem Staub. Spencer wird mal wieder angegriffen. Dieses Mal von nem FedEx Lieferanten. Seine Nachbarin fährt den über den Haufen, geht dann aber auch auf den Ex-Agenten los, weil einfach jeder die Kohle haben will, der was mit Spencer zu tun hat. Jen kommt zurück, weil keine Szene in diesem Film nach fünf Minuten noch Sinn machen darf. Damit man das aber schnell vergisst, greifen auch schon die nächsten Nachbarn an. Das Paar flieht zum Straßenfest, wo mit Sicherheit jeder auf ihren Kopf aus ist.

Weiteres Geballer im Haus. Nebenbei stellt sich auch Jens beste Freundin als Agentin heraus. Sie hat Jens Mutter als Druckmittel dabei. Die ist total besoffen und unbeeindruckt. Um das Chaos perfekt zu machen, stellt sich auch Jennis Vater als Agent raus. Er knallt die Freundin ab und stellt Spencer, der ihn damals umbringen sollte. Er hat die Killer auf ihn und Jenni angesetzt, weil der Titel Vater des Jahres vielleicht doch an jemand anderen ging. Das ist aber alles nicht weiter wild, denn man versöhnt sich, schnulzt rum und beschließt, mit dem Töten aufzuhören. Mit Friede, Freude, Eierkuchen ist dann Ende.

Äh, ja, was soll man zu so einem Mist noch groß schreiben? Ähm, immerhin haben wir gelernt, dass man seinen Nachbarn nicht trauen kann.