Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Gladiatoren

Heldenlose Diktaturenzerschlagung in nicht ferner Zukunft

Blicken wir doch mal wieder in die unmittelbar bevorstehende Zukunft. Was wird uns im Jahr 2020 erwarten? Wird die italienische Post-Apokalypse endlich eintreten und wir alle nur noch in Wüstengebieten gegeneinander kämpfen? Laut dem heutigen Film ist die Antwort ein klares: Ja. Aber die Zukunftsvisionen der italienischen 80er sahen irgendwie alle so aus, also kann man sich wohl ein paar berechtigte Zweifel bewahren.

ANNO 2020: I GLADIOTORI DEL FUTURO – 2020 TEXAS GLADIATORS – Italien – 1982 – 91 Min.

Regie bei diesem Spaß führte Joe D’Amato, der vor allem mit Pornos sein Geld verdiente, bei denen sich die Leute (einschließlich mir) bis heute fragen, warum es dafür eigentlich einen Regisseur braucht.
Drehbuchautor George Eastman schrieb unter anderem den eventuell bekannten ANTROPOPHAGUS. Co-Autor Aldo Florio brachte nichts Erwähnenswertes zu Papier.
Darsteller Al Cliver bekämpfte für Lucio Fulci Zombies in ZOMBI 2. Harrison Muller begegnete uns hier vor langer Zeit schonmal im wunderbar bekloppten SHE. Peter Hooten ist niemand geringeres als der originale DR. STRANGE. Hal Yamanouchi hat auf der ganzen Welt mal seine Visage in die Kamera gehalten. Unter anderem drehte er mit Wes Anderson und dem italienischen KOMMISSAR REX. Donald O’Brien war IM NAMEN DER ROSE dabei und Geretta Geretta hat einen interessanten Namen.

Natürlich beginnt der Streifen mit Dudelmusik und einem Mann, der in einem alten Gemäuer Leute schnetzelt wie Rambo an seinem schlechtesten Tag. Sein Ziel ist es selbstverständlich, eine unschuldige Brünette aus den Klauen der scheinbar religiösen Bösewichte zu befreien. Moment, es sind sogar 5 Männer und nicht nur eine Frau. Das macht die Sache natürlich einfacher und die Mission gelingt. Nach erfolgreicher Rettung will einer von ihnen eine halbnackte Blondine vergewaltigen, aber das kann Nisus nicht zulassen. Weil er den Eid gebrochen hat, wird Catch Dog, so der Name des Vergewaltigers, aus der Gruppe geschmissen. Ich schätze mal, er ist dann später der Antagonist hier. Die Blondine ist die absolute Pazifistin, was in einer Welt wie dieser wohl nicht die größten Überlebenschancen mit sich bringt.

Blondie bringt die Gruppe auf ihren Mopeds zu irgendeiner Firma, wo irgendwas hochexplosives gemacht wird, das irgendwie Gefahr droht, irgendwie zu explodieren, wenn man es nicht irgendwie verhindert, was Nisus natürlich irgendwie tut. Ich sage es, wie es ist: Ich habe absolut keine Ahnung, was genau die da machen, aber 2 Minuten später ist Alarm und eine Motorradgang kommt angefahren und es wird wild rumgeballert. Dann kommt Glatzengerd mit seinem Panzerwagen voller Spezialeinheiten inklusive Schilden angefahren und das Geballer nutzt nichts mehr. Rückzug ist die Devise und nach minutenlanger Action, wähend der unschuldigen Frauen das Oberteil geklaut wird, und kleine Jungen zum Oralsex gezwungen werden (zumindest sah das so aus), sind fast alle tot und nur Blondie, Nisus und ein kleiner Junge (nicht der Orallutscher, sondern noch viel jünger) sind noch übrig. Die werden gefangen genommen und Blondie soll mal wieder vergewaltigt werden. Diesesmal von einem Snake Plissken für Arme. Catch Dog schaut sich das ganze an und Nisus schwört natürlich Rache und so.

Glatzengerd erklärt den Überlebenden (sind doch ein paar mehr), dass sie die „New Order“ sind und sie gefälligst tun, was sie ihnen sagen. Nisus hält davon natürlich überhaupt nix, stürmt wie ein Irrer auf Glatzengerd los und sticht den ab, wofür er selbst erschossen wird. Blondie ist untröstlich. Man hat also jetzt schon gekonnt jeden hier gekillt, der einen Namen hatte. Perfektes Writing.

Im Hauptquartier der „New Order“ wird geflippert und Russian Roulette gespielt, was nicht jeder überlebt. Vor allem nicht der Möchtergern-Vietnam-Veteran, der aussieht, als hätte er zu oft DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN gesehen. Ein Fremder kommt rein und fordert den Möchtergern-Cowboy heraus, mit ihm zu spielen und bescheißt irgendwie, was zu Gedresche führt und er muss 10 Jahre in der Mine arbeiten.

Der Film ist übrigens schon zur Hälfte durch und ich habe immer noch keine Ahnung, was hier eigentlich die Handlung oder wer der Protagonist sein soll. Läuft.

In der Mine verreckt ein Opa und niemand darf ihm helfen. Das findet Bartbob richtig scheiße und wird vermöbelt. Der Roulettebescheißer hilft ihm dann raus aus der Mine und irgendein Asiate ist auch noch dabei. Gemeinsam mit Blondie hauen sie dann in einem Auto ab und ich frage mich, ob die drei Typen eventuell schon bei der Rettungsmission am Anfang dabei waren. Namen wären echt hilfreich hier. Dafür bleibt aber keine Zeit, denn Mopeds, angeführt von Catch Dog, nehmen die Verfolgung auf. Ich checke es nicht. Irgendwie werden das immer mehr Leute, die anschließend in einem Canyon rumballern. Ich glaube, einer von ihnen hat sogar eine Laserwaffe.

Es passiert ewig und drei Tage absolut gar nichts und alle hängen nur in dem Canyon rum. Unsere namenlosen Helden klettern unbemerkt einen Hügel hoch, was eigentlich nur zeigt, dass die Bösen offensichtlich Brillen brauchen und Catch Dog löst dann eine Explosion aus und denkt, die Helden sind alle tot. Dafür wird er von General Glatze mit etwas Klimpergeld entlohnt.

Die Gruppe tapert derweil durch einen Wald und treffen auf Indianer, die keinen weißen Männern trauen. Darf ich mal kurz in den Raum werfen, dass da eine Frau und ein Asiate neben stehen, die nicht wirklich als „weißer Mann“ durchgehen? Wie auch immer, im Indianerdorf zeit Bartbob, was für ein töfter Kämpfer er ist und deshalb werden die Indianer sich dem Kampf gegen General Glatze anschließen.

Der hat gerade irgendwie herausgefunden, dass Catch Dog sie doch nicht gekillt hat und trägt ihm auf, den Job endlich zu erledigen. Der große Showdown steht also bevor und dafür trifft man sich auf einer Wiese zum Duell zwischen Mopeds und Autos, was natürlich einen Haufen Rumgeballer mit sich bringt. Die Schildspezialeinheit sichert schon mal General Glatze ab, damit der bloß nicht zu Schaden kommt. Mit den Indianern hat aber selbst der nicht gerechnet und aus irgendeinem Grund sind deren Pfeile viel wirkungsvoller gegen die Schildtypen, als es Gewehrkugeln jemals sein könnten.

Im alten Gemäuer kämpfen sie dann alle. Blondie ballert Catch Dog weg, Bartbob stirbt einen unspektakulären Tod, die Indianer erlegen die Schildheinis mit Pfeil und Bogen und Jeanswestenjohn beweist, dass er nicht nur beim Russian Roulette bescheißen, sondern auch General Glatze mit einer Wurfaxt killen kann, obwohl der scheinbar einen unüberwindbaren Laserschild vor sich hält.

Alle freuen sich ihres Lebens. Sogar die Indianer sind gut drauf und reiten fröhlich davon. Ich gehe in der Mine nach Salz suchen …

Werbeanzeigen

Internationale Organisation von Männern gegen die Herrschaft der Amazonen

Superhelden sind nach wie vor in aller Munde. Ob das nun gut oder schlecht ist, müssen andere entscheiden. Aber ich gebe zumindest einen Denkanstoß: Es ist schlecht. So, hätten wir das auch geklärt. Wenn wir aber schon von den Supermännern und Wunderfrauen erschlagen werden, kann der Filmschrottplatz das natürlich nicht komplett ignorieren. Deshalb gibt es hier heute einen Film voller Supermänner und Wunderfrauen, der absolut nichts mit Superheldenfilmen zu tun hat. Super wird es aber trotzdem:

SUPERUOMINI, SUPERDONNE, SUPERBOTTE – Super Stooges VS The Wonder Women – Sie hauen alle in die Pfanne – 1974 – Italien – Hong Kong – Mexiko – 105 Min.

Die Musik in den Opening Credits könnte direkt aus einem Zirkus stammen, wenn 42 Clowns in einen VW Käfer gequetscht in die Arena fahren. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das ein gutes Zeichen ist. Der Kontrast durch die folgende ernsthafte Musik, während man in einem Dorf von Gladiatorinnen einige Bogenschützinnen killt, macht es nicht besser. Wer auch immer die Musik hier zusammengestellt hat, muss sich in einer eigenartigen Phase seines Lebens befunden haben. Der Kampf der Gladiatorinnen, inklusive Stacheln auf dem Boden, in die man besser nicht fallen sollte, erinnert an den Tanzunterricht im Atenheim, um die Senioren bei Laune zu halten. Spektakuläre Action sollte man hier also wohl besser nicht erwarten.

Die Amazonenkönigin will jedenfalls das heilige Feuer haben, oder so. Irgendwo verbirgt sich hier also tatsächlich auch eine Story. Mal schauen, ob die in der Kellerbar voran geht, in der ein schwarzer Mann sich gerade irgendetwas wirklich widerlich aussehendes reinschaufelt. Irgendwelche Fatzken machen einen auf dicke Hose und der Schwarze macht sie alle platt. Ach so, und er hat scheinbar eine Superkraft, mit der er jeden einfach wegpusten kann. Also im Sinne von Wind und so. Und er kann einen Mann dribbeln wie einen Basketball. Ob das als Superkraft durchgeht, weiß ich aber nicht genau. Die Soundeffekte sollen dabei wohl sowas wie Comedy reinbringen. Hat bei Bud Spencer und Terence Hill eindeutig besser funktioniert. Wieso haben die eigentlich nie einen Gladiatorenfim gemacht? Das wäre doch sicher der absolute Knaller gewesen.

Zwei Typen in einem Baum bespannen einen Asiaten, die durch die Gegend reitet. Einer von ihnen fällt vom Baum und wo man schon mal auf Augenhöhe ist, ruft er seine Schergen zusammen, um den Asiaten auszurauben. Der säbelt ihnen aber allen die Hosen auf und versohlt ihnen den Arsch. Soll wohl etwas Comedy reinbringen. Hat bei Jackie Chan eindeutig besser funktioniert. Wieso hat der eigentlich nie einen Film zusammen mit Bud Spencer und Terence Hill gemacht? Das wäre doch sicher der absolute Knaller gewesen.

Nach dem lahmsten Kung Fu Kampf der Filmgeschichte zwischen dem Asiaten und einer Asiatin wird rumgeturtelt und ich verstehe immer noch nicht, was zum Geier in diesem Film eigentlich die Handlung sein soll. Vielleicht kann mir dabei ja die Gruppe von Amazonen helfen, die gerade durch die Gegend reitet und ein Dorf mit genau drei Einwohnern in Angst und Schrecken versetzt. Die Amazonenkönigin hat sich ein paar Tipps bei der Mafia geholt und sagt, dass das Dorf jetzt unter ihrem Schutz steht. Aber dann kommt Dharma vorbei, der sich offensichtlich durch Rauchwolken beamen kann, wie ein Zauberkünstler im ersten Jahr mit Zauberkasten aus dem Supermarkt. Für die anschließende Verfolgungsjagd durch die Wüste holt man die Clown-Musik wieder raus verfällt dann aber in einen Kampfgesang, sodass man nur Indianer um die nächste Ecke erwarten kann. Es kommen aber keine. Stattdessen verschwindet Dharma einfach in einer weiteren Rauchwolke. Dharma ist nebenbei der Gott von dem Dorf, oder so. Er sieht zwar eher aus wie eine Mischung aus Ritter, Henker und Superman, aber wer weiß schon, wie Götter wirklich aussehen. Dharma verspricht jedenfalls, das Dorf vor den Amazonen zu beschützen und das heilige Feuer zu bewahren, das da seit Ewigkeiten brennt.

Es folgt jede Menge Quark, wie eine Frau die vom Pferd fällt, Badespaß im See und Geknutsche im Wald. Zum Glück stolpert dann ein Typ aus einem Gebüsch und warnt vor den Amazonen, bevor er stirbt. Dharma wurde ebenfalls aufgespießt und gibt sein Amt an seinen Lehrling weiter. Ja, der angebliche Gott Dharma ist eigentlich nur ein Bauer mit einem Knecht, der jetzt das Ritterhenkersupermankostüm anziehen darf, um das Dorf vor den Amazonen zu retten.

Ich muss jetzt mal kurz innehalten, während der neue Dharma jede Menge Saltos schlägt, was er ganz besonders toll kann, und fragen, was hier eigentlich die Handlung sein soll. Dharma und die Amazonen verstehe ich ja noch so einigermaßen, aber was hat es mit dem Asiaten und dem Schwarzen auf sich, die man seit einer Viertelstunde nicht mehr gesehen hat und die jetzt zufällig in der Stadt rumhängen, in der Dharma gegen irgendwelche Affen kämpft, von denen ich nicht mal weiß, was ihre Agenda ist. Das ergibt alles keinen Sinn.

Machen wir mal einen Cut und versuchen, ab jetzt dem Krampf hier zu folgen. Dharma zeigt dem Asiaten und dem Schwarzen das ewige Feuer und … warum arbeiten die jetzt mit ihm zusammen? Nur, weil er in der Stadt so tolle Saltos gezeigt hat? Egal. Der Schwarze kann einfach so in das Feuer greifen, also hat er wohl noch mehr Superkräfte als das große Blasen. Der Asiate verbrennt sich direkt die Flossen. Dharma faselt dann was von Unsterblichkeit und dem Feuer und den Amazonen und so richtig weiterhelfen tut mir das auch alles nicht. Ich denke, ich muss mich damit abfinden, dass es hier einfach um Männer gegen Frauen geht. Simpel, aber einprägend.

Man will erstmal alle umliegenden Dörfer mobilisieren, damit sie gemeinsam gegen die Amazonen antreten. Zwischendurch wird noch rumgeschnulzt, aber das spare ich mir hier jetzt mal. Sonst wird die Story noch zu komplex und das wollen wir ja nicht.

Wir hatten lange keine Saltos mehr, also greift Dharma das Amazonendorf an. Wollten die nicht erstmal eine Armee aufstellen, bevor sie gegen die Amazonen kämpfen? Ach nee, ich habe ja ganz vergessen, dass hier absolut nichts irgendeinen Sinn ergibt.

Die zwei Typen ausm Baum versorgen die Amazonen mit der Information über einen geheimen Weg zum Dorf, den niemand kennt, oder so. Die Amazonenkönigin überlegt, ob man Dharma nicht besser lebend fängt und ihn zu einem Verbündeten macht, damit man hinter das Geheimnis des ewigen Feuers und seiner Unsterblichkeit kommen kann. Dharma schlägt derweil wieder mal Saltos ohne Ende und wird dann gefangen genommen. Ein paar Minuten später wird er natürlich von seinen beiden Buddys befreit und springt mit einem Salto von einer Schlucht. Meine Hoffnung, dass jetzt endlich mal der Endkampf kommt ist also dahin.

Einige Minuten später ist es dann aber doch soweit und es gibt Saltos, Explosionen, Rumgewurschtel und Clowns-Musik im großen Finale. Was es nicht gibt, sind die Superkräfte, bei denen ich immer noch nicht weiß, wozu sie überhaupt eingeführt wurden, wenn sie nie genutzt werden. Nach einer gefühlten Ewigkeit hat das Gute natürlich gesiegt und alle Frauen sind tot. Ich weiß nicht, ob das die Aussage ist, die der Film machen wollte, aber vermutlich wollte er gar nichts aussagen und es ist mir auch einfach scheißegal. Hauptsache, es ist vorbei. Ich gehe Saltos schlagen …

Unchronologische Welthistorie Ohne Zeitenwechsel

Ich mach es kurz, denn jedes Wort zum heute besprochenen filmischen Meisterwerk würde vorab zu viel verraten. Nur eine Sache: Dieser Film bietet einfach alles. Und ich meine ALLES!

SHE – ITALIEN – 1982 – 106 Min.

Jahr 23 nach der Absetzung. Hm, ich vermute mal, es gab eine Serie zu SHE, die 23 Jahre vor diesem Müll abgesetzt wurde. Ist zumindest bisher die einzige Erklärung, die ich für diese Information habe.

Zwei Männer, eine Frau und ein Esel schippern auf einem Floss an Land. Auf dem Markt wird verkauft, verhandelt, verscherbelt und verarscht, wie sich das für einen Markt gehört. Und wie sich das ebenfalls für einen Markt gehört, greifen Footballspieler an. Ich schreibe nur, was ich sehe. Also, Footballspieler, ich sage es noch mal, FOOTBALLSPIELER, greifen an. Aber nicht nur die, sondern auch: Soldaten, römische Legionäre, Typen, die aussehen, als kämen sie gerade von einer Pyjamaparty, und der Anführer, der einen komischen Kamm auf dem Kopf trägt, mit dem er aussieht, wie ein Kakadu auf Koks. Die Kostümnominierung bei den nächsten Schrott-Awards dürfte sicher sein.
Die Typen vom Floß werden vermöbelt und das Mädel kriegt einen Pfeil ins Bein.

SHE! SHE! SHE! SHE! SHE! SHE! Wisst ihr, je öfter man das Wort hört, desto bescheuerter klingt es. SHE! SHE! SHE! SHE! SHE! SHE, die von Sandahl Bergman gespielt wird, die schon mal für Froschmutanten tanzen musste, hört auf die Rufe ihrer, äh, Sklaven, Vasallen, Vergötterer, Wasauchimmer, und kommt halt mal vorbei, um dann absolut gar nichts zu machen.

Die Floßbrüder sind in der Stadt und reißen direkt mal ne Nutte auf. Oder eine Köchin, bei der sie mal was essen können. Sie haben nebenbei keinen Gott. Im Gegensatz zur Köchin, die SHE anbetet und natürlich das Essen vergiftet hat. Die Typen erwachen angekettet im Schweinestall und sollen verkauft werden.

SHE lässt gerade irgendeinen Typen verbluten, einfach weil sie es kann. Ein anderer wacht dann bei Professor Walter auf. Keine Ahnung, ob der Typ so heißt, aber er erinnert mich an die alten Wo ist Walter Bücher, also heißt der jetzt so. Jedenfalls hantiert er mit Reagenzgläsern rum und erklärt dem Typen, dass SHE bestimmt weiß, wo die Angreifer vom Markt sich aufhalten, damit der Vogel seine Schwester retten kann.

SHE! SHE! SHE! SHE! SHE! She hat eine Truhe, deren Inneres grün leuchtet. Toll was? Ansonsten macht SHE! SHE! SHE! SHE! SHE! aber mal wieder gar nix. Oh, doch, sie geht ins Lagerhaus, um dort gegen Gladiatoren zu kämpfen, die plötzlich aus Kisten springen. Der Film ist jetzt schon der helle Wahnsinn. Die Gladiatoren verkacken natürlich, aber Verstärkung in Form von Rittern eilt herbei. Die Kostüme erinnern irgendwie stark an Die Ritter der Kokosnuss. SHE bleibt auch ohne Kokosnuss siegreich, muss dann aber auch noch gegen einen Frankensteinroboter antreten, den sie besiegt, indem sie ihm in den Hals beißt, was dazu führt, dass er explodiert. Und wozu das alles? Um ein Bad in einer heißen Quelle zu nehmen. ICH LIEBE DIESEN FILM! Ich raffe gar nix, aber ich liebe ihn einfach.

Die Floßbrüder entführen SHE, damit sie sie zu ihrer Schwester führt. 5 Sekunden später landen sie in den Fängen von Kram, dem Anführer der Wüstenterroristen, inklusive Turban und Sonnenbrillen und KETTENSÄGEN, wie es sich gehört. Bevor sie in der terroristischen Quetschkammer zermatscht werden, können die SHE-Anbeter zu unfassbar grottiger 80ies-Rockmusik zur Rettung eilen. Lebra-Kram verliert nebenbei seinen Arm. Ich hinterfrage hier mal wieder gar nichts mehr.

SHE schickt die Brüder los, was bei ihren Schwestern auf Unverständnis stößt. Aber SHE ist neugierig und will wissen, wie weit es die beiden Trottel wohl schaffen.

Zumindest bis ins Regenbogen-Lesben-Camp. Hier wird freie Liebe noch groß geschrieben. Harmonische Harfenklänge dürfen nicht fehlen, wenn Schwule und Lesben, gekleidet wie griechische Philosophen, mit Luftballons spielen. Am Abend startet die große 60er-Tanzparty mit anschließender Orgie, die uns zum Glück erspart bleibt. Alle pennen und SHE greift an. Denn was sie, im Gegensatz zu den beiden Brüdern weiß: Die Freie-Liebe-Gemeinschaft besteht ausschließlich aus WERWÖLFEN! Meine Fresse, ist das alles geil!

Nach dem spannenden Kampf geht es weiter zu Godan, seines Zeichens Leiter des Endzeitklosters, in dem die Mönche in ihren braunen Kutten leben. Was SHE nicht weiß: Godan hat telepathische Fähigkeiten und lässt sie kurzerhand in der Luft schweben. Ohne Scheiß, mir fehlen langsam die Worte. Das ist alles so unfassbar großartig.

Um sich aus der Affäre zu ziehen, geben die Brüder vor, Godan anzubeten. Götzenanbeterin SHE wird ausgepeitscht und gefoltert, während Scheißrockmusik vor sich hin dudelt. Ich sage es immer wieder: Wenn es eine Sache in den 80ern gab, die richtig Kacke war, dann die Musik. Nicht mal die Rockmusik war gut und das will was heißen.

Die Brüder können das Gefoltere nicht lange ertragen und retten die Ischen, was uns mal wieder eine großartige Kampfchoreografie beschert. Godan will gerade SHE knallen, als die Brüder angreifen. Durch seine Telepathie ist er ihnen überlegen. Seine Frau findet es aber kacke, dass er SHE poppen will und killt ihn mit einer Axt, um dann hysterischen Quark zu brabbeln, den kein Mensch versteht. Godan der Telepathenkönig nutzt seine Kraft, um seine Alte mit nem Vorhang zu erhängen und beide nippeln ab.

SHE und die Gang stiefeln durch den Todeswald, in dem an jedem Baum mindestens ein Skelett hängt. Und was sollte in diesem Wald anderes warten, als EIN BÄRTIGER TYP IM BUNTEN KLEID! Im Gegensatz zu SHE und den anderen Bekloppten, hat er eine Gasmaske dabei, was sich als äußerst hilfreich herausstellt, als Nebel aufzieht.

SHE, Shanda und der braunhaarige Typ erwachen in kleinen Zelten, bei einem Typ, der mit Papageien spielt. Ich … weiß einfach nicht mehr, was ich dazu sagen soll. Das Wort surreal wird dem ganzen einfach nicht gerecht.

Der blonde Typ sitzt auf nem Baum. SHE schwingt in ihrem Zelt hin und her und steckt die Hütte in Brand, indem sie einen Ofen umstößt.

Blondmann erreicht die Piraten. Ihr wisst schon, Augenklappe, Matrosenhut, Gefledder an der Kleidung. Der Pirat will ihn nicht über die Brücke lassen, also schlägt er ihm den Kopf ab, wodurch der sich verdoppelt. Das geht so weiter, bis ihm 8 Piratenidioten auf den Sack gehen.

Kurz darauf erreichen auch SHE und Braunmann die Brücke und sehen sich dem selben Problem der Duplikation gegenüber. Wo Blondmann geblieben ist, bleibt im Verborgenen. SHE hat nen Plan und wirft die Piratenmatrosen über die Brüstung. Beim Aufprall explodieren die natürlich, weil das eben so sein muss.

DON’T FUCK WITH BUTCHER BABY! Sorry, steht so an einer Hauswand in der Stadt. Neben einem Hakenkreuz. Kann es kaum erwarten, den Nazimetzger zu sehen.

Bei den Angreifern vom Anfang ist Teatime und der hauseigene Harem schenkt den Tee aus. Könnte auch Wein sein, spielt aber auch einfach keine Rolle, denn der Typ mit dem Kamm aufm Helm hält eine dämliche Ansprache und schnetzelt einen römischen Legionär nieder, weil der doch lieber woanders saufen will.

Nach dem Zechgelage gibt es Gladiatorenaction in der Arena der Geisteskranken. Die Schwester von Blondmann und Braunmann darf zugucken. Und dann der große Schocker: Einer der Gladiatoren ist Blondmann. Und einer ist Braunmann. Und eine ist SHE. Und dann … dürfen sie einfach gehen und die Schwester mitnehmen. Das kann doch jetzt nicht alles gewesen sein.

Ist es zum Glück auch nicht, denn aus irgendeinem Grund, der keinem Menschen einleuchtet, buddeln SHE und Blondmann dann einen Graben vorm Tor der Rom-Gestapo und verbarrikadieren die Brücke. Es ist natürlich eine Falle für die Football-SS, die dann von SHE, ihren Mitstreiterinnen, die plötzlich auch alle da sind und den Geschwistern erledigt werden, in einem Showdown, der seinesgleichen sucht. Habe wirklich selten so ein lahmes Finale gesehen. Außer in so ziemlich jedem anderen 80er-Trash-Movie.

Die Gewinner sollten klar sein. Nur der Hahn von Rom überlebt (wenn das mal nicht nach einer Fortsetzung schreit) und aus irgendeinem unerfindlichen Grund gesellt sich plötzlich der Bärtige im Kleid zu SHE und Co. Blondmann und Schwester fahren mit dem Floß davon, während Braunmann und die SHE-Community ihnen traurig hinterherguckt. Herzzerreißend … ist was anderes.

Meine Herren, war das AWESOME! Ohne Scheiß. Werwölfe, Roboter, Legionäre, Ritter, telepathische Mönche und was weiß ich nicht alles. Der absolute Wahnsinn. Natürlich trotzdem totaler Quatsch, aber immerhin haben wir einiges über die irdische Geschichte und ihre Kleidung gelernt.