Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Wer labert die größte Scheiße #2

Das erste Mal war eigentlich nur ein kleiner Spaß für Zwischendurch. Aber es wird halt so viel Grütze gelabert, dass es sich doch immer mal wieder lohnt, noch einen weiteren Teil zu machen, denke ich.

Milla Jovovich zum Beispiel hat sich zu Wort gemeldet, zu der Idee eines „Resident Evil“-Reboots und meinte, dass man mit solchen Marken sehr vorsichtig umgehen muss, denn sehr oft würde sowas völlig falsch angegangen und das könne gefährlich sein. Denn die Leute, die an der Filmreihe gearbeitet haben, sind selbst alle große Fans der Vorlage und waren alle mit Passion bei der Sache. Und die Fans von Genrefilmen merken schnell ob etwas nur aus kommerziellen Gründen gemacht wird.

Also ich weiß nicht von welcher „Resident Evil“-Filmreihe sie da spricht, aber ihre kann es wohl kaum sein, denn die hat erstens absolut gar nichts mit der Vorlage zu tun und wurde zweitens ausgeschlachtet bis zum Gehtnichtmehr. Aber hey, Hauptsache man glaubt selber an den Quark, den man so von sich gibt.

Kurz ansprechen muss ich natürlich auch den Libanon. Da wurde der Film „Wonder Woman“ verboten, bevor er überhaupt angelaufen ist. Der Grund: Hauptdarstellerin Gal Gadot kommt aus Israel und hat dort aufgrund der vorherrschenden Wehrpflicht für Männer UND Frauen in der israelischen Armee gedient. Und das kann man im Libanon natürlich gar nicht ab. Schließlich mögen die sich nicht so gerne. Sie sind halt wie kleine Kinder im Sandkasten, die sich um die Schaufel streiten. Und da hat so jemand wie „Wonder Woman“ natürlich nichts zu suchen.

Wenn sich die Politik in die Kunst einmischt, kommt eben immer nur gequirlte Scheiße dabei rum.

Wie wohl jeder mittlerweile weiß, bin ich alles andere als ein Fan von Paul Feig. Der Typ wäre für diese Reihe hier eigentlich absolut prädestiniert. Aber momentan ist es sehr ruhig um ihn und er labert mal ausnahmsweise keine Scheiße am laufenden Meter. Allerdings hatte Dan Aykroyd kürzlich was zu dem Regisseur des Ghostbuster-Reboots zu sagen und macht ihn alleine dafür verantwortlich, dass es keine Fortsetzung dieses Mülls geben wird. Denn laut Dan hat er während der Dreharbeiten Paul Feig auf einige Szenen hingewiesen, die der Film bräuchte, was Feig aber nicht einsah und auf diese Szenen verzichtete. Bei ersten Screenings stellte sich dann aber heraus, dass besagte Szenen doch nötig sind und es wurden Reshoots angesetzt, die laut Aykroyd 40 Millionen Dollar gekostet hätten, wodurch der Film eben sein Budget nicht mehr einspielen konnte. Soweit, so beknackt von allen Seiten. Dann mischte sich allerdings Sony ein und stellte richtig, dass die Reshoots nur 3-4 Millionen Dollar gekostet hätten und man in einem guten Verhältnis zu Feig stehe.

Tja, Dan, man kann sich ja mal um eine Null vertun, nicht wahr. Aber irgendwie muss man schließlich im Gespräch bleiben.

Und wo wir schon bei den Ghostbusters sind, hat sich auch noch Ivan Reitman zu Wort gemeldet. Der meint, dass der nächste Schritt des Franchises sein muss, die Originale und das Reboot zu einem Universum zu vereinen, denn das sei eindeutig das, was die Fans unbedingt wollen.

Oder vielleicht, aber das ist nur meine Vermutung, wollen die Fans einfach nur, dass ihr das Franchise einfach in Ruhe lasst, wie sie es schon vor dem Reboot wollten. Aber was weiß ich schon, ich bin ja auch nur ein Fan.

Seine Idee, die Ghostbusters globaler zu machen und nach Korea und China zu verlegen lasse ich mal unerwähnt, weil der chinesische Markt ja momentan sehr unwichtig für Hollywood ist … ähem …

3 Ideen für Ghostbusters 3

Jetzt ist es also offiziell.

Ghostbusters 3 kommt.

Regie führen wird Paul Feig. Aber nicht nur das. Der Cast wird ausschließlich weiblich sein.

Ich hätte es mir jetzt einfach machen und diesen Post einfach „Dieser Film darf nie passieren“ nennen können. Dann hätte ich in Caplocks

GHOSTBUSTERS 3

hier hin geschrieben und fertig.

Aber ich habe dann doch ein paar Ideen, die diesen Film unfassbar aufwerten würden. Naja, vielleicht auch nicht.

1. ALLES IM LACK

Melissa McCarthy – ja, komm, wir wissen alle, dass sie mitspielen wird – führt einen Beautysalon mit drei Freundinnen. Als ein Geist in dem Salon erscheint und alles verwüstet, wirft McCarthy allen möglichen Krempel nach ihm. Aber erst ihr selbstentwickelter Nagellack lässt den Geist verschwinden. Mit dem Wissen, dass ihr Nagellack Ektoplasma in Luft auflöst, geht McCarthy zum Bürgermeister, aber der will nix von Geistern und Lack hören, weil er natürlich versucht, das Problem totzuschweigen. Als sich die Geisterangriffe in der Stadt mehren, beschließen McCarthy und ihre Schnicksen die Gefahr auf eigene Faust zu bannen. Dazu basteln sie sich aus alten Bierfässern von der Eröffnungsparty des Beautysalons und Gartenschläuchen Nagellackkanonen, besiegen damit Geister und sauen nebenbei die ganze Stadt ein.

2. SCHLEIM-BRAUT-ALARM

Melissa McCarthy – sie ist dabei, glaubt es mir einfach – und drei Freundinnen sitzen im Kino und gucken Ghostbusters. Während Melissa Popcorn in sich reinschaufelt sagt eine der Freundinnen, wie toll es wäre, auch ein Ghostbuster zu sein. Wie es der Zufall so will, kommt Slimer vorbeigeflogen, setzt sich neben Melissa und schaufelt sich ebenfalls Popcorn rein. Melissa und Slimer werden Freunde und als die Geister drohen, die Stadt in Angst und Schrecken zu versetzen, führt Slimer McCarthy und Co. zum alten Ghostbuster-Quartier. Die Mädels finden die Protonenstrahler und gehen auf Geisterjagd. Nachdem sie die Welt gerettet haben, heiratet Melissa Slimer.

3. DUSTBUSTERS

Melissa McCarthy – ist klar, ne? – ist Staubsaugervertreterin. Ihre Verkäufe könnten allerdings besser sein. Liegt natürlich daran, dass sie sich einfach total doof anstellt, weil … McCarthy ist dick und deshalb muss sie auch ein Trottel sein. Hollywood. Ihr versteht. Jedenfalls machen sich alle in der Staubsaugervertreterfirma, oder wie auch immer man das nennt, über sie lustig. Als aber auf der Weihnachtsfeier ein Geist auftaucht, der aussieht wie Franz Beckenbauer und mit allen anwesenden Ischen Sex auf dem Kopierer haben will, rettet sie den Abend, indem sie ihn mit dem neuen Saugotron-3000 einsaugt. Plötzlich finden sie alle ganz toll und sind ihre Freunde. Drei dieser Freunde schließen sich Melissa dann an, als diese ihre eigene Geisterjägerkascheme eröffnet und mit Staubsaugern Geister jagt. Nachdem sie in die Klapse geschlossen wurden und absolut nix passiert, stellt sich heraus, dass der Franz Beckenbauer Geist gar nicht da war, sondern die Staubsaugervertreterbelegschaft auf der Party nur zu viel Absinth gesoffen hat.

Aber gehen wir die Sache zur Abwechslung mal für einen Moment ernsthaft an:

Als damals die erste Meldung zu einer Ghostbusters-Fortsetzung kam, war ich sogar noch relativ angetan von der Idee. Grund: Das originale Team hatte das Teil in der Hand. Dan Aykroyd, Bill FUCKING Murray, Harold Ramis und Ernie Hudson sollten ihre Rollen wieder aufnehmen und auch das Drehbuch war in deren Händen. Und ich bin sicher, dass sie eine würdige Fortsetzung geschaffen hätten. Aber dann mehrten sich die Hiobsbotschaften. Bill Murray hatte keinen Bock, es war plötzlich von einem komplett neuen Team die Rede, sogar ein Animationsfilm wurde diskutiert. Als dann Harold Ramis leider ins Geisterreich übertrat, hätte das Projekt eigentlich komplett auf Eis gelegt werden sollen. Aber man wollte das Ding scheinbar einfach irgendwie durchdrücken, womit wir auf dem heutigen Stand sind.

Auch wenn das oben vielleicht so rüber kommt, habe ich absolut nichts gegen ein weibliches Geisterjäger-Team einzuwenden. Wenn man es richtig anstellt, kann das sogar richtig unterhaltsam werden. Aber was ist richtig? Als Bonus hier eine ungefähre Darstellung, wie ich mir das vorstellen könnte:

4. REBOOT

Erst mal braucht man einen gescheiten Cast von Frauen, die Verständnis für gute Comedy haben. Und ich rede hier nicht von Melissa-Slapstick-weil-fett-McCarthy. Der Humor sollte sich schon an den Original-Filmen orientieren und da hat eine McCarthy einfach nichts zu suchen. Punkt. Ich könnte mir zum Beispiel Mädels wie Aubrey Plaza, Emma Stone, Kristen Bell, und Ellen Page vorstellen. Und hey, vielleicht kriegt man ja sogar Sigourney Weaver irgendwie eingebaut.
Desweiteren sollte es keine Fortsetzung sein. Denn mal ehrlich, wo will man da denn den Zusammenhang zusammenbasteln. Außer, dass man erklärt, dass das eben die vier Töchter der alten Ghostbusters sind, fällt mir da nix ein, und das wäre doch recht lahm und nur Mittel zum Zweck.
Deshalb bin ich in diesem Fall einfach für ein Reboot. Losgelöst vom Original sollte man die Geschichte einfach von vorne erzählen. Das hätte auch den Vorteil, dass, wenn der Film scheiße wird, er nicht direkt die anderen beiden mit runter zieht, wie das in der Vergangenheit ja oft genug der Fall war, wenn man alten Kram neu aufgekocht hat. Und sollte er aus irgendeinem Grund dann doch kein Desaster werden, kann man das Franchise eben ausschlachten, bis es jedem auf die Nüsse geht, wie man es sowieso immer macht.

Was ist eure Meinung zu Ghostbusters 3? Wie würdet ihr das Ganze umsetzen? Und wer wäre eure Traumbesetzung für die vier Geisterjägerinnen?