Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: George Lucas

Nutzloses Filmwissen #14

Letzte Woche kam der „Star Wars Episode VII“ Teaser raus und alle waren aus dem Häuschen, weil … ich weiß es gar nicht so genau. Ich fand den ziemlich nichtssagend.

Wie dem auch sei. Wo Star Wars gerade wieder angesagt ist, gibt es hier ein paar unnütze Filmfakten zur Weltraum-Saga.

George Lucas führte bekanntlich Regie beim ersten Teil der Reihe. Wie gut er seine Arbeit dabei gemacht hat, bleibt fraglich. Schließlich waren seine einzigen Anweisungen an die Darsteller entweder ‚faster‘ oder ‚more intense‘. Als während der Dreharbeiten kurzzeitig seine Stimme versagte, gab ihm die Crew eine Tafel, auf der nur diese Anweisungen standen.

In „Das Imperium schlägt zurück“ mussten sich die Darsteller dann mit einem anderen Regisseur auseinandersetzen. Darunter hatte wohl Mark Hamill am meisten zu leiden. Nicht nur, dass er sich 16 Mal den Kopf an Yodas Hütte stoßen musste, bis Regisseur Irvin Kershner zufrieden war, ließ dieser ihn auch noch mehrmals durch einen echten Schneesturm in Norwegen latschen, während er in der Hotellobby stand und das ganze filmte.

Vielleicht war Lucas aber beim Erstling auch einfach unmotiviert, weil er dachte, dass der Film ein Flop wird. Da war er nebenbei nicht der Einzige. Als er den Film vor der Premiere einigen befreundeten Regisseuren zeigte, war nur Steven Spielberg der Meinung, dass das Teil ein Erfolg wird. Anstatt zur Premiere zu gehen, flog George dann lieber mit Steven in den Urlaub, wo sie die Idee zu Indiana Jones entwickelten. Natalie Portman verpasste übrigens die Premiere zu Episode 1, weil sie für ihre Highschool-Abschlussprüfung lernen musste.

Einen Teil zum Erfolg vom ersten „Star Wars“ trug wohl 20th Century Fox selbst bei. Da viele Kinos den Film nicht ins Programm aufnehmen wollten, drohte Fox damit, den vermeintlichen Blockbuster „Jenseits von Mitternacht“ nicht an die Kinos zu liefern, die „Krieg der Sterne“ nicht zeigen. Wir wissen alle, welcher Film letztlich der größere Erfolg war. Um ehrlich zu sein, habe ich von dem anderen Streifen nie was gehört.

Anders, als es die Meisten wohl vermuten, änderte George Lucas den Titel der Filme zu den Episoden IV, V und VI nicht mit dem Gedanken an die Prequels, sondern als Hommage an 40er-Jahre-Serien wie Flash Gordon, die diese Schriftzüge enthielten. Die Idee zu den Episoden I, II und III kamen ihm erst später.

Bei Episode I zeigten sich die Fans von der spendablen Seite. Als der erste Trailer in den Kinos lief, zahlten die Fans den Vollpreis für einen Film, nur um dann nach dem Star Wars Trailer direkt wieder nach Hause zu gehen. Ich halte es zwar für völlig behämmert, aber wer’s sich leisten kann…

Einen Vorteil hatten dabei einige kanadische Fans, denn ein Kino in Kanada zeigte den Trailer einen Tag früher. Dafür durfte das Kino dann aber den Film nicht zeigen. Hat sich wohl eher nicht gelohnt, die Aktion.

Wie wir alle wissen, ist die neue Trilogie nicht viel mehr, als eine Aneinanderreihung von Special Effects. Und tatsächlich gibt es in Episode I nur eine Einstellung, in der kein visueller Effekt eingebaut wurde. Nämlich, als Gas aus einem Schacht strömt. Das konnte man scheinbar noch auf altmodische Weise umsetzen. Das zeiht sich dann auch weiter durch die neue Trilogie. in Episode III sind beispielsweise ALLE Klonkrieger CGI.

Der Rest ist aber noch viel schlimmer, als man vielleicht annehmen würde. Anstatt beispielsweise Dialogszenen so lange zu drehen, bis es eben passt, wie man das ja nun mal eigentlich macht, entschied man sich bei Star Wars für eine andere Herangehensweise. Beispiel gefällig? Okay: Während einem Dialog zwischen Natalie Portman und Jake Lloyd war Lloyds bester Take der Erste, während Portman beim Siebten am besten war. Also Schnitt man einfach Take 1 und 7 zusammen. Allerdings stimmten dann wiederum die Reaktionen des Ansprechpartners nicht ganz. Also baute man auch noch einige Reaktionen von Take 15 ein und ließ eine weitere Reaktion rückwärts laufen, weil es besser passte. Dabei stellte man aber fest, dass sich Rauch im Hintergrund rückwärts bewegt, also editierte man auch diesen wieder andersrum, damit sich eine flüssig laufende Szene ergibt. Genial, oder? Man hätte natürlich auch einfach die Szene ein Mal gescheit drehen können, aber das wäre wohl zu einfach gewesen.

Ach so, das Wichtigste hätte ich fast vergessen: HAN SHOT FIRST

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Nutzloses Filmwissen #13

Wissen ist Macht … äh, Saft.

Jedes einzelne von John Does Tagebüchern in „Sieben“ war beschrieben. 2 Monate hat es gedauert, die ganzen Bücher zu schreiben. Die selbe Zeitspanne, die die Polizei laut Morgan Freemans Charakter Somerset brauchen würde, sie alle zu lesen.

Um ein elektronisches Buch, das ebenfalls etwas Zeit in Anspruch nehmen würde, wenn man es komplett lesen wollte, geht es in „Per Anhalter durch die Galaxis“. Der Film basiert natürlich auf der Buchreihe von Douglas Adams, die wiederum auf einem Radio-Hörspiel basierte. Der Film befand sich quasi 15 Jahre in der Produktion, von der Idee, über die Planung, bis zur Umsetzung. Ganz am Anfang, war Ivan Reitman im Gepräch als Regisseur und Bill Murray und Dan Aykroyd für die Hauptrollen vorgesehen. Stattdessen machten sie aber „Ghostbusters“.

Dieser Film sollte ebenfalls ganz anders aussehen. Ursprünglich waren John Belushi, Dan Aykroyd und Eddie Murphy als Darsteller eingeplant. Sie sollten Geister in Spezialeinheitsuniformen jagen und statt Protonenstrahlern eine Art Zauberstab haben. Nach Belushis Tod wurden alle Pläne über den Haufen geworfen und umgeschrieben, was zu dem bekannten Ergebnis führte.

Dabei hätte man sich das Umschreiben fast sparen können, denn nur wenige Szenen wurden wirklich so gedreht, wie sie im Script standen. Stattdessen improvisierten die Darsteller, wo sie nur konnten. Die One-Shot-Szene auf Louis Tullys Party ist zum Beispiel komplett von Rick Moranis improvisiert und pure Unterhaltung.

Moranis hat mittlerweile dem Filmgeschäft den Rücken gekehrt, was schade ist, denn schließlich ist er Lord Helmchen, der gerne mit Puppen spielt, was ebenfalls komplett improvisiert war.

Bevor Mel Brooks „Spaceballs“ drehte, bat er George Lucas um Zustimmung, alles, was in Star Wars passiert, parodieren zu dürfen. Lucas stimmte unter der Bedingung zu, dass für den Film kein Merchandise hergestellt und verkauft wird. Deshalb gibt es auch bis heute nicht den Spaceballs-Flammenwerfer im gut sortierten Spielzeughandel.

Wahrscheinlich ist es aber auch ganz gut, dass das Merchandise nie im Verkauf war. Denn schließlich enthält Spaceballs – Das Frühstücksmüsli 100% Zucker und lässt scheinbar Aliens aus der Brust brechen. (Für diesen Effekt war übrigens George Lucas‘ Firma ILM verantwortlich.) Andererseits könnte es auch einfach sein, dass John Hurt Pech hat, denn er ist der Mann der in „Spaceballs“ und in „Alien“ von einem Alien aus dem Inneren zerlegt wird.

Kann man nur hoffen, dass er in „Spaceballs 2: Auf der Suche nach noch mehr Geld“ mehr Glück hat, wenn dieser Film denn tatsächlich jemals erscheinen sollte.

Ich würde es feiern. Ihr nicht auch?