Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Geister

Thir13en Ghosts – Horrorctober 2017

Was würde besser als Nummer 13 im Horrorctober passen, als:

THIR13EN GHOSTS – 13 Geister – USA – Kanada – 2001 – 91 Min.

Der Film beginnt auf einem Schrottplatz und hat natürlich damit schon gewonnen. Eigentlich könnte ich an dieser Stelle schon abbrechen. Mache ich aber natürlich nicht, denn jetzt will ich doch wissen, was die ganzen LKW da auf dem Schrottplatz wollen. Dennis Rafkin, ab Sekunde eins nervig dargestellt von Matthew Lillard, hat eine Gabe: Er kann Geister aufspüren. Deshalb hat Cyrus Kritikos, von der ersten Sekunde an recht gelangweilt dargestellt von F. Murray Abraham, ihn angeheuert, um die 13 Geister aufzuspüren und zu fangen. Und einer davon ist eben auf dem Schrottplatz.

Ebenfalls auf dem Schrottplatz sind die Geisterverteidiger, die voll gegen Cyrus und seine Pläne sind. Als der einen Truck voller Blut rankarrt ist auch Dennis skeptisch. Der Geist wird dann in einem Kasten mit Runen gefangen, dabei gehen aber einige Handlanger drauf. Und auch Cyrus, der von einer Stoßstange geköpft wurde.

Familie Kritikos, bestehend aus Tony Shalhoubs Arthur und Tochter Kathy aka Shannon Elizabeth und einem Blag dessen Namen ich gerade nicht parat habe und natürlich der schwarzen Putzfrau haben das Schloss von Cyrus geerbt, wie Anwalt Ben Moss gerade erklärt.

Also geht es zum Schloss, während die überlebende Geisterverteidigerin Kalina ebenfalls dorthin aufbricht. Und Dennis ist auch da, getarnt als Elektriker. Das ganze Schloss ist ein gigantischer Glasbaukasten, mit Runen beschrieben, damit die Geister nicht raus können. Natürlich sind alle beeindruckt und hoffen, dass ihnen niemand beim Kacken durch die Glastüren zuguckt.

Dennis geht in den Keller und hat spastische Effekte, was wohl bedeutet, dass Geister in der Nähe sind. Das folgende Schnittgewitter sorgt beim Zuschauer auch fast für Anfälle. Dann erklärt er Monk, was da abgeht mit den Geistern und so, aber der glaubt ihm natürlich kein Wort. Sohn Bobby und die Putzfrau finden spezielle Brillen, mit denen man die Geister sehen kann. Der Anwalt hat auch so eine und geht in den Keller und zum großen Maschinengelötraum, um seine Knete einzusammeln. Und dann gehen die Türen von den Geistern auf und der Anwalt muss natürlich als erstes dran glauben, indem er von einer Glastür in zwei Hälften geteilt wird, was nebenbei ziemlich cool aussieht.

Bobby wird von den Geistern im Keller verfolgt und sieht seine tote Mutter. Die anderen suchen ihn. Matthew Lillard ist mit seiner Rolle komplett überfordert, was aber auch nicht weiter verwundert, denn er ist nun mal Matthew Lillard, der sonst lieber Sextipps gibt. Kalina taucht dann auch auf und es geht erstmal minutenlang wild durch den Keller voller Geister und Idioten.

Kalina will die Geister frei lassen mit Hilfe der Maschine. Arthur interessiert das nicht, denn er will nur seine Familie raus bringen. Aber dazu muss er erst Kalina helfen. Man kennt das ja. Ein paar schlechte CGI-Effekte dürfen bei einem Film aus dieser Zeit nicht fehlen, aber darüber kann man mal hinwegsehen, denke ich.

Nachdem sich alle in die Bibliothek gerettet haben, erklärt Kalina, dass der vierte Geist Arthurs Frau ist. Der ist angepisst und haut Dennis eine rein, weil der Cyrus geholfen hat.Kalina entschwurbelt dann, was es mit den ganzen Geistern auf sich hat und dass man mit deren Hilfe ein Tor zur Hölle öffnen kann. Dazu hat Cyrus das Schloss gebaut, das kein Schloss ist, sondern eine Maschine, um das Tor zu öffnen. Der 13. Geist ist eine Art Absicherung, damit der Plan aufgeht, oder so. Und der 13. Geist soll Arthur sein, da der 13. Geist nur durch einen Akt der Liebe entstehen kann, indem er sich für jemanden opfert. Also seine Kinder. Irgendwie schon fast zu durchdacht für so einen Streifen, wenn man mich fragt.

Man plant, den ganzen Schuppen wegzubomben, denn Kalina hat etwas Dynamit dabei. Es geht also zurück in den Keller, wo Kalina dann die Putzfrau umkloppt und mit Cyrus rummacht, der um die Ecke kommt und scheinbar noch lebt, weil das in so einem Film nun mal immer so ist. Geisteraction mit Arthur und Dennis und Dennis macht nen Abgang.

Die Kids von Arthur stehen dann in der Mitte der Maschine, damit Arthur sich für sie opfern muss und so. Stattdessen haut er aber lieber Cyrus vor die Fresse. Der hat aber einen coolen Stab und kann damit das Blatt wenden. Die Putzfrau haut Kalina eine rein und fummelt an der Bedienung der Maschine rum. Dadurch wenden sich die Geister gegen Cyrus und schmeißen ihn in die Maschine. Geisterdennis empfiehlt Arthur dann, die ganze Sache zu beenden und der ist der absolute Timingkönig und springt in die Maschine, ohne dass er von ihr zerfetzt wird. Und dann fliegt der ganze Schuppen in die Luft.

Die Geister latschen in den Wald und irgendwie bin ich mir echt nicht sicher, ob das so jetzt alles die richtige Entscheidung war, wenn die jetzt frei rumlaufen.

Spaßiger Quatsch, muss ich sagen. Effekte können sich auch teils noch sehen lassen. Nur die Darsteller schwanken zwischen okay und völlig fehlbesetzt.

Alle Filme im diesjährigen Horrorctober gibts in der Übersicht.

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Ghost Ship – Horrorctober 2017

Von der Insel ab aufs Boot. Der Horrorctober geht weiter mit einem Streifen, den der ein oder andere vermutlich sogar gesehen hat.

GHOST SHIP – USA – Australien – 2002 – 91 Min.

Es dauert ein paar Minuten, bis ich mich von dem Gedanken verabschieden muss, dass ich hier eine Folge vom „Traumschiff“ erwischt habe. Was für eine harmonische Kreuzfahrt. Und dann kommt das Schnetzelkabel übers Deck gefegt und tötet ALLE Menschen, die auf dem Schiff sind, weil die gerade alle auf dem Deck tanzen. Also keiner ist unter Deck, oder am Steuerrad, oder auf dem Ausguck, oder wird gekielholt. Alle tot. Außer ein kleines Mädchen, das gerade so klein ist, dass das Todeskabel über sie hinweg geschnetzelt ist.

Irgendwann später sitzt die Schiffwracksuchcrew rund um Gabriel Byrnes Murphy rum und wird von einem Typen angeheuert, um ein Schiffswrack zu finden. Also schippert man los aufs Meer, beim beschissensten Pisswetter, dass man sich vorstellen kann. Und dann stößt man mitten im Meer auf das alte Luxusschiff, das quasi aus dem Nichts auftaucht. Oder man hat es bei dem Kackwetter einfach nicht gesehen, was wahrscheinlicher ist. Murphy ist Vollprofi und Alleskenner und weiß direkt, um welches Schiff es sich handelt. Also, an mir ist ja sicher kein Experte der Seefahrt verloren gegangen, aber wenn ein Schiff seit hundert Jahren oder so vermisst wird und dann plötzlich auf dem Ozean rumschippert, wo das angeblich in all der Zeit niemand gefunden hat, wäre etwas Skepsis durchaus angebracht, finde ich. Ja, das Meer ist groß, aber ein Schiff auf der Oberfläche sollte schon aus Zufall irgendwann einfach gesehen werden. Nicht erst, wenn irgendwelche Honks im Monsun dagegen ballern.

Natürlich will man das Schiff erkunden und tapert durch das Wrack, ohne dabei mal zu hinterfragen, wo eigentlich die Crew abgeblieben sein könnte. Man findet eine Digitaluhr, was bedeutet, dass schon vor ihnen Leute auf dem Schiff waren, denn die gab es damals noch nicht. Die Fahrt war übrigens 1962, also doch nicht ganz so lange her, was aber nichts daran ändert, dass die das hier alles zu locker nehmen. Außer Murphy, der eine Gruselgeschichte von einem unbemannten Schiff erzählt. Der folgende Plan ist simpel. Das Schiff zum Hafen ziehen. Auch wenn noch fraglich ist, ob die Nussschale, mit der die unterwegs sind, dazu überhaupt in der Lage ist.

Epps, gespielt von Julianna Margulies, hat ein kleines Mädchen an Bord des Geisterschiffes gesehen, aber denkt sich erstmal nichts weiter dabei. Am nächsten Tag taucht man etwas rum und stellt fest, dass das Schiff sinkt. Sollte einem das nicht noch mehr zu denken geben, dass das Teil eigentlich gar nicht mehr über Wasser sein sollte? Offenbar nicht, denn es führt nur zu dem Plan, das Leck zu reparieren. Epps findet Patronenhülsen im Schiff. Oh, und das Mädchen sieht sie auch wieder und legt sich übelst aufs Maul durch den Schock.

Alle anderen haben dann auch erste Geistererscheinungen und über Funk läuft das Lied, dass am Anfang zur Tanzszene gespielt wurde. Spooky, so eine italienische Sängerin. Epps und Jack finden ein paar Leichen und Isaiah Washington findet ein Klavier und dann finden Epps und Jack eine Kiste voller Ratten … und Goldbarren. Und kurz darauf eine ganze Schatzkammer. Kam mir gar nicht wie ein Piratenschiff vor.

Natürlich beschließt man, das Gold einzusacken und abzuhauen. Aber man kennt das ja. Man ist auf einem verlassenen Geisterschiff und nichts passiert, aber dann nimmt man einen Goldbarren mit nach Hause und schon ist man auf ewig verflucht. Also explodiert das Boot, mit dem sie gekommen sind, und Santos gleich mit.

Man muss auf dem Schiff campen und macht ein Lagerfeuer an Deck. Ich frage mich ja immer noch, wer eigentlich die ganzen Leichen vom Anfang von Deck gewischt hat, damit die jetzt niemand findet. Jedenfalls ist man sich nicht einig, ob man das Schiff reparieren, ein Floß bauen, oder sich einfach gegenseitig in die Fresse hauen soll. Also fängt man mit Idee 3 an. Anschließend testet man mal, wie lange sich Konserven und Champagner eigentlich so halten und Epps tapert durch das Schiff und sucht das Mädchen, findet aber nur eine tote Oma im Schrank.

Isaiah hat genug alten Champagner gesoffen und jetzt kann um ihn herum der Geisterspuk losgehen. Und alles durch die Gegend fliegen und sich wieder zusammensetzen und plötzlich findet er sich umringt von Gästen auf dem Tanzparkett wieder. Murphy kriegt derweil vom Kapitän des Schiffs einen Scotch eingeschenkt. Ich sags ganz ehrlich, ich mag diesen langsamen Aufbau. Der Film läuft schon fast ne Stunde und der Gruselfaktor erhöht sich eigentlich durchgehend. Auch wenn es immer Grusel-Light bleibt.

Epps kriegt Besuch vom Mädchen, die natürlich ein waschechter Geist ist. Der Kapitän erklärt Murphy, dass sie die „Lorelai“ gefunden haben und von ihr das Gold eingesackt haben. Murphy hat Befürchtungen und beschließt, dass Abhauen die beste Option ist. Sängerin Francesca verführt Isaiah. Es dürfte klar sein, was gleich kommt. Die Geister werden zuschlagen.

Santos ist auch ein Geist und sucht direkt mal Murphy heim. Es ist klar, dass sie von dem Schiff runter müssen. Auch wenn mir nicht ganz klar ist, wo sie hin wollen. Isaiah fällt in einen Fahrstuhlschacht, weil Francesca ihn in eine Falle gelockt hat. Murphy denkt, Epps ist Santos und geht auf sie los. Jack kann ihn im letzten Moment umkloppen. Alle haben sich versammelt und wollen dem Plan nachgehen, das Schiff zu reparieren, damit man damit zum Festland fahren kann. Die Geister scheint das nicht im Geringsten zu stören, denn sie lassen sie erstmal machen. Ergibt ja irgendwie auch Sinn, denn wenn der Kahn sinkt, können sie ja nicht mehr rumgeistern.

Das Mädchen zeigt Epps, was an Bord des Schiffes wirklich passiert ist. Scheinbar war ein Mordkommando am Start und hat einfach alle umgenietet, die da waren. Keine Ahnung, wie da das Schnetzelkabel da reinpasst, denn diese Arbeit würde sich eine bewaffnete Truppe wohl kaum machen. Und mit diesem Zusammenschnitt hat man jetzt mal schnell jede Atmosphäre zerstört, die der Film zuvor aufgebaut hat. Glanzleistung. Jedenfalls hatte wohl Jack, der ja mit dem Auftrag zu Murphy kam, was damit zu tun und Epps erzählt Dodge davon. Die will Munder holen, aber der wird gerade in ein Zahnrad gezogen und ist hinüber.

Jack will Dodge killen, aber der hat seine Shotgun im Anschlag und ballert ihn weg. Es leben also nur noch Epps und Dodge. Sie will das Schiff versenken, aber er will das Gold mitnehmen. Aber Epps ist etwas schlauer als alle anderen und merkt, dass es nicht Dodge ist, sondern Geisterjack, der wie Dodge aussieht. Nun ja, es kommt natürlich zum obligatorischen Endkampf und Epps sprengt den Kahn, der dann absäuft. Natürlich kann sie selbst noch rausschwimmen und zugucken, wie die Seelen der Geister durch die Gegend schwirren.

Auf einer Schatzkiste treibend wird Epps sechzig Jahre, oder Minuten, man weiß es nicht genau, später im Meer aufgegabelt und sieht noch, wie irgendwelche Typen das verfluchte Gold an Bord laden. Angeführt von Jack. Hui, spooky.

Eigentlich schade, wie völlig unnütz der Film nach einer knappen Stunde die komplette Atmosphäre einreißt und zu völligem Quark verkommt. Der war eigentlich auf einem guten Weg.

Alle Filme des diesjährigen Horroctober gibt es in der Übersicht.

Mal aktuell: Ghostbusters

Normalerweise starten meine Beiträge hier im Blog ja mit einer kurzen Einleitung, die oft auch nicht mal wirklich etwas mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, dass in dem Blogpost besprochen wird. Ich verliere mich nun mal gerne in geistigem Schwachsinn, der einfach so aus mir heraussprudelt. Der Film, den ich jetzt besprechen werde bietet was das angeht so viele Punkte, über die ich jetzt ewig palavern könnte.

Normalerweise würde ich das nicht tun, da ich in meinem unnötigen Wirrwarr trotz allem versuche, schnell auf den Punkt zu kommen. Aber der Film, den ich jetzt besprechen werde, verlangt einfach danach, erst mal durch den großen Themensalat der Geisteskrankheiten getrieben zu werden, bevor man das eigentliche Machwerk überhaupt bestaunen konnte.

Normalerweise ist es nämlich so, dass die Leute zwar doof sind, sich aber trotz allem noch irgendwo eine Grenze setzen, was das Nach-Außen-Tragen dieser geistigen Beschränktheit betrifft. Der Film, den ich jetzt besprechen werde, bildet da aber eine gewaltige Ausnahme. Denn wenn ich Leute sage, meine ich wirklich ALLE Leute. Von Kritikern, über Pseudo-Fans, bis hin zum Produktionsteam und die Marketingabteilung. Alle haben sich, was diesen Film angeht, verhalten, wie die letzten gehirnamputierten Kindergartenblagen auf Crack.

Und da kann ich dann einfach nicht meine Fresse halten und muss etwas ausführlicher darauf eingehen, wie komplett banane einfach alles ist, was mit diesem Film zu tun hat. (Mal abgesehen vom Film selbst, der wahrscheinlich einfach Müll ist, aber dazu später mehr).

Alles begann damit, dass Bill Murray ein Arschloch ist, und sich mit Harold Ramis verkrachte, als sie zusammen an Groundhog Day arbeiteten. Okay, ihr denkt jetzt sicher: „Ist der Typ irre? Fängt der mit alten Lapalien von vor 30 Jahren an. Lyncht den Affen.“ Aber warter ab, denn das ist nicht ganz unwichtig.

Bill Murray und Harold Ramis, beide Stars der Original-Ghostbusters, hatten sich also verstritten. Und so stand einer weiteren Fortsetzung des Franchises lange Zeit genau dieser Streit im Weg. Murray weigerte sich strikt, einen weiteren Film um die Geisterjäger zu drehen.

Vor allem Dan Aykroyd allerdings versuchte immer wieder, einen weiteren Aufguss voranzutreiben. Wahrscheinlich, weil er merkte, wie seine Karriere den Bach runter ging – und sein Verstand ebenfalls, aber das haben wohl nur Außenstehende gemerkt und er selbst nicht.  Jedenfalls gab es jede Menge, von Aykroyd inszenierte Versuche, das Franchise neu zu beleben. Aber Murray schmetterte alle Versuche ab. Er wollte Partout keinen weiteren Ghostbusters machen. Bis er dann – nach kurzen Flirts mit der Idee eines Animationsfilms, der wohl auch scheiße gewesen wäre – doch zusagte, bei dem Projekt dabei zu sein. Eventuell hatte ihn die Mitwirkung an dem Videospiel wieder auf den Geschmack gebracht. Wie auch immer, er war im Boot und alle Segel waren gesetzt und dann …

… starb Harold Ramis. Und das Projekt mit ihm. Und das natürlich auch zu Recht. Ohne Ramis hätte es einfach keinen Sinn gemacht, eine Fortsetzung zu machen, genau so, wie es zuvor ohne Murray sinnlos gewesen wäre.

Die originalen Geisterjäger waren also raus aus der Nummer. Aber wir wissen alle, wie Produktionsstudios sind. Man hatte das Franchise, mit dem sich jede Menge schnelle Kohle machen lässt, also muss man da einfach was mit anstellen. Und dann kam die Ankündigung: Es kommt ein neuer Ghostbusters! Mit einem rein weiblichen Cast.

Ja, das geht nicht anders. Es müssen Frauen sein. Keine Männer. Kein gemischtes Team – weil das ja sogar fast schon innovativ wäre heutzutage. Nein, Frauen! Und so begann es …

Ein gewaltiger Shitstorm wurde losgetreten, durch die Ankündigung, dass die geliebten Geisterjäger plötzlich weiblich sein sollten. „Das geht ja gar nicht“, dachten sich die schwanzgesteurten Mega-Super-Duper-Fans dieses Franchises, das aus einem guten und einem mittelmäßigen Film bestand, die 30 Jahre alt waren. „Titten können keine Geister fangen“, dachten sich die selbsternannten Experten, die genau verstanden hatten, dass selbstverständlich nur ein Mann Übung darin haben kann, eine Strahlenkanone in der Hand zu halten. Nun ja, kein Wunder, dass diese Leute das dachten, wenn ihr mich fragt.

Damit aber nicht genug, denn diese Hasstirade gegen Frauen lieferte den ebenso kurzsichtigen Machern des Films ein Totschlagargument, wie man noch keines zuvor gesehen hatte.

Generell muss man an dieser Stelle mal sagen, dass dieses ganze Frauenhassargument auch sowas von übertrieben groß gemacht wurde von den Beteiligten, dass man sie alle kastrieren sollte. Was man nämlich hier mal ganz gekonnt übersehen hat, ist die Tatsache, dass die Mehrheit nicht gegen die Frauen war, sondern generell gegen einen neuen Cast. Und ich kann es absolut nachvollziehen. Es gibt nun mal Dinge, die sich nicht so einfach ändern lassen: Sylvester Stallone ist Rocky. Bruce Willis ist John McClane. Harrison Ford ist Indiana Jones. Und das geht nebenbei auch bei den Frauen so weiter: Sigourney Weaver ist Ellen Ripley. Carrie-Anne Moss ist Trinity. Kate Beckinsale ist Selene. Und Bill Murray, Dan Aykroyd, Harold Ramis und Ernie Hudson sind verdammt noch mal die Ghostbusters. Es liegt doch einfach in der Natur der Sache, dass die Fans der Originalfilme erst mal dagegen sind, dass man „ihr“ Franchise eventuell verschandeln könnte, durch irgendeinen Kackfilm, der nur dazu da ist, Knete zu machen. Als Tom Hardy als neuer Mad Max verkündet wurde, waren auch erst mal alle am Kotzen. Da wurde aber auch kein Fass aufgemacht, dass alle Tom-Hardy-feindlich sind. Und am Ende wurde das Ergebnis sogar so heftig gefeiert, dass ich bis heute nicht weiß, ob ich bei dem Film irgendwas nicht verstanden habe. (Obwohl ich ihn wohlgemerkt auch gut fand; mehr aber eben auch nicht). Das aber nur mal so nebenbei. Zurück zum Text:

Eine Zeit lang wurde es sogar verhältnismäßig ruhig um das Thema. Bis dann die ersten Bilder der neuen Ghostbusters veröffentlicht wurden. Wenig konstruktiv wurde kritisiert, dass die Anzüge scheiße aussehen und überhaupt das alles nicht gut rüber kommt. Wie gesagt: wenig konstruktiv. Antwort der Filmemacher angeführt von Paul Feig: „Ihr seid doch alle frauenfeindlich.“

Diese Setfoto-Debatte gab den Startschuss für einen nie dagewesenen Kleinkrieg zwischen völlig kleingeistigen Kasperköppen auf beiden Seiten. Nachdem weitere Bilder und anschließend auch Trailer veröffentlicht wurden, begann die Kritik an dem ganzen durchaus konstruktiver zu werden. Schlechte Gags, schlechter Style, wirkt lieblos etc. Man kennt die üblichen Kritikpunkte ja. Ich selbst habe die ja auch oft genug gebracht, denn was das angeht, stehe ich voll auf der Seite der Kritiker. Ich finde die Trailer unlustig, lieblos, unstylisch, zu bunt, einfach scheiße. Laut Paul Feig bin ich deshalb ein Frauenhasser.

Noch nie habe ich erlebt, dass sich erst Kritiker und anschließend Macher in einer Blase der offenbar völligen Unangreifbarkeit befinden. Egal, welche Kritik dem Film entgegentrat, es wurde alles auf Frauenhass geschoben. Natürlich eine ganz hervorragende Methode, mit Kritik umzugehen. Und sie zeigt mal wieder sehr gut, dass nicht nur die Zuschauer ahnungslose Arschlöcher sind. Nein, die Leute hinter den Filmen haben auch absolut keine Ahnung, was sie da treiben.

So ging es also hin und her. Aus jeder kleinen Scheiße wurde eine Sexismus-Debatte. Und jedem ging das Ganze nur noch tierisch auf die Nerven. Was macht man also als Marketingabteilung des Films? Genau. Man zwingt den Leuten das Thema auf, indem die neuen Ghostbusters einfach überall auftauchen. Quasi genau so nervig wie Deadpool. Und genau so scheiße. Und eigentlich hatte dann überhaupt niemand mehr Bock auf den ganzen Quark und es gab eigentlich nur noch ein leises Aufstöhnen, wenn das Thema aufgebracht wurde.

Paul Feig, der zwischendurch noch kurz alle Nerds als Arschlöcher bezeichnet hat, musste aber als Gottes Geschenk an die Feministinnen dieser Welt immer mal wieder betonen, wie toll sein Film doch geworden ist und das es daran absolut nichts auszusetzen gibt. Er hat also einen perfekten Film gemacht, an dem nichts kritisiert werden darf. Und wer das doch tut, ist ein Frauenhasser und steht direkt auf seiner Abschussliste.

Huiuiui. Zum Glück halte ich mich mit Kritik ja immer vornehm zurück. Da kann mir ja nichts passieren.

Ach kommt, wem mache ich was vor. Bevor ich mich dem eigentlichen Film widme – den ich wohlgemerkt so gut wie möglich abseits dieses ganzen hirnlosen Vorgeplänkels bewerten werde – sage ich schon mal im Voraus:

FICK DIE SCHWANZLOSEN FRAUENHASSER, DIE DEN FILM UNNÖTIG KRITISIEREN!

FICK ALLE, DIE MEINEN, DASS DURCH EIN BESCHISSENES REMAKE IHRE KINDHEIT ZERSTÖRT WIRD!

FICK PAUL FEIG, WEIL ER GENAU SO EIN UNEINSICHTIGES ARSCHLOCH IST, WIE DIE KRITIKER AUCH!

FICK SONY, DIE MAL WIEDER MIT ALLER MACHT EINEN FILM DURCHDRÜCKEN MUSSTEN, NUR UM DAMIT DIE GROßE KNETE ZU MACHEN (WAS NEBENBEI OFFENBAR SCHEITERT IHR FICKER! HA HA HA!)

UND FICK BILL FUCKING MURRAY DAFÜR, DASS ER SO EIN STURES SACKGESICHT IST, DER MIT FRÜHEREM MITWIRKEN AN EINER FORTSETZUNG DIESEN GANZEN SCHEIß HÄTTE VERHINDERN KÖNNEN INDEM ER SICH EINFACH MAL NICHT WIE EIN ARSCH VERHÄLT UND ÜBER SEINEN EIGENEN SCHATTEN SPRINGT!

So genug gefickt. Jetzt will ich Frauen sehen … äh … ihr wisst schon was ich meine:

GHOSTBUSTERS – USA – 2016 – 116 Min.

Beginnen wir mal mit dem Positiven: Die Darsteller. Es ist ziemlich offensichtlich, dass die Mädels richtig Spaß mit ihren Rollen hatten.  Und auch alle anderen machen ihre Sache gut. Ja, überraschend, nicht wahr? Der Film ist nicht kacke, weil er mit Frauen ist, sondern weil er einfach kacke ist.

Problem ist nur, dass ihnen quasi nichts gegeben wurde, mit dem sie arbeiten können. Die Charaktere sind entweder einfach nervig (McCarthy), stereotyp (Jones) oder halt einfach da, weil sie nun mal da sind (McKinnon und Wiig). Und da haben wir halt auch mal wieder das bekannte Problem. Keine Sau in dem Film hat irgendwelche Eigenschaften, die ihn greifbar machen. Am ehesten wohl noch Leslie Jones, deren Charakter scheinbar viel über die Geschichte von New York weiß. Tolle Sache. Bringt in dem Film nur leider auch absolut gar nix. Man hätte das ja mal sinnvoll einbauen können, aber das würde ja fähige Writer voraussetzen. Oder einen Regisseur mit Gespür für mehr als billige Gags.

Dazu kommt dann natürlich, dass auch kein Mensch in dem Film irgendwie Interesse daran zeigt, was eigentlich abgeht. Niemand nimmt irgendwas ernst. Da wird zum Beispiel beim Konzert der Sänger von einem Geist weggekloppt und fast um die Ecke gebracht, aber seine Bandmitglieder spielen einfach weiter, als gehöre das alles zur Show. Wenn es schon in dem Film kein Schwein intererssiert was passiert, warum soll mich das dann tangieren?

Und da sind wir beim größten Problem, das ebenfalls kein neues ist. Das Writing ist sowas von lahm und nach Schema F und überraschungsarm, dass man eigentlich durchgehend nur da sitzt und innerhalb von einer Hundertstelsekunde tausend Ideen hat, wie man jede Szene besser und lustiger hätte machen können. Dieses grausame hinrotzen von völlig belanglosem Scheiß ist einfach eine absolute Seuche im Blockbusterkino und alleine dafür gehört dieser Film gehasst. Wie jeder andere dieser beschissenen hingeschluderten Pissfilme auch. Nichts hier ist neu oder frisch. Was aber ja auch nicht zu erwarten war. Nachdem aber Feig so große Töne gespuckt hat, dass er keine Kopie des Originals sondern seine eigene Vision der Ghostbusters machen will, frage ich mich, was aus dieser angeblichen Vision geworden ist. Denn  das hier ist nichts weiter als ein schlechter Remix aus den beiden Original-Filmen ohne neue Ideen. Nur eben mit Frauen. Was aber auch völlig egal ist. Ob da jetzt Frauen, Männer, Transvestiten oder tollwütige Orang Utans die Hauptrolle spielen, macht für den Verlauf des Films überhaupt keinen Unterschied.

Und dieses verschenkte Potenzial ist eigentlich das traurigste daran. Man weiß ja mittlerweile, auf was für dünnem Eis sich Remakes bewegen. Immer wird versucht, es den Old-School-Fans recht zu machen, dabei aber etas neues zu erzählen. Hier hatte man die einmalige Situation, dass man auf die alten Fans überhaupt keine Rücksicht hätte nehmen müssen. Egal, wie das Ergebnis ausgesehen hätte, diese Old-School-Fans hätten sowieso alles scheiße gefunden. Trotzdem strotzt der Film nur so vor Verweisen auf die alten Filme und vergisst dabei komplett, irgendwas neues zu machen. Also ist man auf beiden Ebenen gescheitert, anstatt einfach die Chance zu nutzen und etwas komplett neues zu erzählen.

Absolut bemerkenswert war übrigens Bill Murrays Cameo. Noch nie habe ich eine so lustlose Performance gesehen. Wie gesagt, halte ich Bill für ein ziemliches Arschloch. Ich mag aber seine Filme, einfach weil er trotz allem ein guter Darsteller ist. Aber hier merkt man zu jeder Sekunde, dass er einfach nichts mit dieser Sache zu tun haben wollte. Und wer kann es ihm verdenken? Schließlich war gerade er es, der sich 30 Jahre lang gegen eine Fortsetzung gewehrt hat. Und da fragt man sich doch wirklich: Wenn jemand keine Lust hat, warum zwingt man ihn dann MIT ANWÄLTEN!!!!!!! bei dem Müll mitzumachen. Hätte es irgendeinen Unterschied gemacht, wenn Murray nicht im Film gewesen wäre? Eben. Oder mal was ganz intelligentes: Warum nutzt Feig diese Lustlosigkeit nicht dafür, ihm eine Rolle auf den Leib zu schneidern, die dazu passt. Irgendein Selbstmordgefährdeter oder sowas. Aber das würde ja vom Regisseur erfordern, Improvisationstalent an den Tag zu legen.

Und dann haben wir da ja noch die große Sexismusdebatte. Vielleicht sollte mal jemand diesem selbstgefälligen Arschloch Paul Feig sagen, dass Sexismus in beide Richtungen funktioniert. Nicht, dass mich das großartig interessieren würde, aber sollte es jetzt den Hatern den Spiegel vorhalten, dass JEDER Mann in dem Film ein Trottel ist? Angeführt von einem so doofen Charakter (der zudem auch noch Kevin heißt), dass man nicht mal mehr von Parodie oder Satire sprechen kann. Das ist nichts anderes, als weiteres Öl ins Feuer zu gießen. Darin scheint Paul Feig schließlich ein echter Meister zu sein.

Ihr seht, das Problem mit diesem Film sind nicht die Frauen. Die sind tatsächlich noch das Highlight, da sie einfach mit Spielfreude durch dieses grausam einfallslose Drehbuch springen und das beste aus dem wenigen machen, dass ihnen gegeben wird.

Das Problem sind übrigens auch nicht die CGI-Effekte, die gar nicht so scheiße sind, wie ich nach den Trailern dachte. Gruselig wird es allerdings auch zu keiner Zeit, weil trotzdem alles zu bunt ist. Aber es hätte schlimmer sein können. Nur am Ende übertreibt man es natürlich mal wieder dermaßen mit dem CGI-Overkill, dass ich persönlich nur das kalte Kotzen kriegen kann. Aber das ist nun mal meiner generellen Abneigung gegenüber CGI geschuldet und sicher nicht das größte Problem an dem Film.

Nein, das größte Problem ist ein Mann: PAUL FEIG. Ob ich jetzt mit seiner generellen Art von Humor, oder der des Filmemachens was anfangen kann, sei mal dahingestellt. Dies ist der erste Film, den ich von ihm sehe. Und ich spreche ihm erstens jedes Gespür fürs Geschichtenerzählen und für Atmosphäre ab und zweitens halte ich ihn für ein riesiges Arschloch, dass genau wie die Kritiker, die er die ganze Zeit kritisiert, eine einzige kurzsichtige Meinung hat. Nämlich seine eigene. Und daran lässt er auch nicht kratzen. Und dazu hat er eine unfassbar große Fresse, kann am Ende aber nicht mal ansatzweise was liefern, was dies berechtigt, oder die Kritiker verstummen lassen könnte. Nein, er gibt allen Kritikern mit diesem Film nur neues Futter und bestätigt zudem, dass sie alle recht hatten, dass der Film eben nur ein weiteres komplett überflüssiges Remake von der Stange wird.

Der Film selber ist halt einer dieser lieblos hingeschleimten (pun intended) Blockbuster ohne Herz, die keinen anderen Zweck erfüllen sollen, als den Beteiligten die Taschen mit Geld zu füllen. Das macht ihn aber noch nicht zum schlechtesten Film des Jahres. Den Titel hat sich Independence Day 2 reglich verdient. Ghostbusters sichert sich einen guten zweiten Platz.

Hörgestörte Haus … Hä, was hat er gesagt?

„I see dead people“ – The Sixth Sense, 1999

Kennen wir ja alle. Man latscht durch die Gegend und plötzlich, aus dem Nichts, steht ein Toter vor einem. Und dann stellt man erleichtert fest: Ach nee, ist doch nur die 120-jährige Oma, die einfach nicht umfallen will. Problematischer wird es da schon, wenn man die Toten hört. Erstens ist das schwerer zu erklären und zweitens labern die auch nur Scheiße.

THE UNINVITED – Stimmen aus dem Grab – USA – 1996 – 94 Min.

Ein Sturm zieht auf über der Walton-Ranch. Oder etwas, das so aussieht. Aber die kleine Charlotte hat keinen Bock ins Haus zu gehen. Das lobe ich mir. Draußen spielen macht auch viel mehr Spaß. Man muss ja nicht den ganzen Tag vorm Fernseher hocken, so wie ich. Ein zusätzlicher positiver Effekt ist, dass Charlotte so nicht mitkriegt wie ihre Mutter einen Glatzentyp abknallt, der die Schwester, oder Oma, oder ein anderes weibliches Wesen in der Wanne ertränkt hat.

Zeitsprung und Countrymusik. Das ist doch mal ein Atmosphärewechsel. Die Ranch ist mittlerweile einem typischen amerikanischen Vorort gewichen und die Johnsons ziehen in ihr neues Haus ein, dass in dieser Hölle aus Barbecuegrills, Rasenmähern und bunten Blumen in Vorgärten steht.

Nachdem man ewig dem üblichen Familienleben der Johnsons zuschauen durfte, was Händewaschen vor dem Essen, Haare kämmen nach dem Aufstehen und Hecke schneiden am Morgen beinhaltet, entdeckt Mutter Johnson einen roten Fleck an der Badezimmerdecke. Vater Johnson reißt die Decke ein und stellt fest, dass keine Rohre dahinter sind, durch die das Wasser hätte durchdringen können. Also widmet er sich dem nächsten Projekt im Garten, das ich, nach meiner besten Einschätzung, nur als den Start zum Bau eines Einkaufzentrums beschreiben kann. Für ein schlichtes Gartenhaus ist es jedenfalls viel zu groß.

Mutter und Sohn Johnson entdecken ein komisches fliegendes Licht, das durch die Bude schwirrt. Als es verschwindet, hat man es auch quasi schon wieder vergessen. Scheinbar haben die Johnsons das Kurzzeitgedächtnis von nem Goldfisch.

Die Wanne ist voll. Mutter Johnson findet das eigenartig, denn niemand hat das Wasser eingelassen. Und dann hört sie auch noch Schritte und Blut läuft in die Wanne. Mutti ist nicht erfreut und ruft die Bullen. Durch den Aufruhr kommt natürlich auch noch der Nachbar rüber, der in so nem Film nicht fehlen darf. Er heißt Stan und … mehr gibts nicht zu erzählen, aber er wird wohl wieder auftauchen.

Die unvermeidliche „Nachbar-kennen-lernen“-Grillparty steht an, was immer darauf hinaus läuft, dass die Weiber ne Saftpresse mitbringen und dann rumtratschen, während die Kerle sich am Grill stehend anschweigen, weil sie nach drei Sekunden feststellen, dass man keine gemeinsamen Interessen hat. Damit die Kinder nicht rumnerven, hat man sie so lange in den Keller gesperrt, oder so. Jedenfalls sind sie nicht da.

Mutter Johnson hört eine Kinderstimme labern und erzählt Vater Johnson davon. Der glaubt, dass sie nur zirpende Grillen gehört hat. Klar, hört sich ja auch gleich an. Das kann man schon mal verwechseln.

Sohn Johnson sieht Glatzengünther den Wannenertränker im Fenster und winkt. Er geht zu ihm ins Badezimmer, wo er in Nebelschwaden ein Gesicht sieht. Mutter Johnson sieht es auch und bricht in Panik aus. Aber alles nur falscher Alarm, denn für den Staub ist Clay verantwortlich, der das Loch in der Decke repariert. Warum der dabei so viel Staub aufwirbelt, weiß man nicht. Jeder Handwerker hat eben seine eigene Technik.

Irgendeine Tussi, die aussieht als würde sie im Homeshoppingkanal billige Diamantenimitate an ahnungslose Idioten verscherbeln, setzt Mutter Johnson davon in Kenntnis, dass ihr Sohn in großer Gefahr ist. Die will davon aber nix wissen und nimmt erst mal ein Bad in der Todesbadewanne. Dann hört sie wieder Stimmen und Schritte und Gerüttel an der Tür und wasweißich.

Mutter Johnson geht zum Psychiater und es stellt sich heraus, dass sie ein Kind verloren hat und wohl deshalb jetzt Stimmen hört. Reicht mir als Erklärung. Ist der Quatsch dann jetzt vorbei?

Leider nicht.

In der Küche tanzen die Eier auf der Arbeitsplatte. Die Ghostbusters wären erfreut.

Sohn Johnson spielt alleine in der Wanne. Ich ahne böses.

Mutter Johnson kriegt nen Anruf von der Kinderstimme, die irgendwelchen Quark brabbelt. Sohn Johnson ersäuft derweil in der Wanne, aber Mutter kommt zur Rettung.

Die geht dann zu der komischen Wahrsagerin von vorhin. Die stand mal unter Mordverdacht. Scheint eine vertrauenswürdige Quelle zu sein, also nimmt sie die Alte mit nach Hause, damit sie da ihren Hokus Pokus abziehen kann. Einen epileptischen Anfall später ist klar: In dem Haus spukt es. Toll.

Mutter Johnson besucht Charlotte Parish im Altersheim. Die hat vorher in der Gegend gewohnt, oder so. War irgendwie klar. Sie wird ja wohl das Blag vom Anfang sein. Auch wenn es mich nicht wundern würde, wenn man einfach mehrere Charaktere hier Charlotte genant hat, einfach weil einem keine weiteren Namen einfielen. Kackegelaber vom Feinsten und Mutter weiß jetzt, was zu tun ist: Aus dem Haus ausziehen. Hätte man auch vorher drauf kommen können. Jedenfalls nimmt sie die Alte mit nach Hause, weil sie scheinbar gerne bekloppte Ischen in ihr Haus einlädt. Schließlich ist sie dann unter Gleichgesinnten.

Die Alte erzählt die Geschichte vom Anfang, als ihr Vater der Wannendöpper von ihrer Mutter abgeknallt wurde, die dafür in den Knast wanderte. Und da sind die komischen Lichter wieder. Es ist der Bruder von Charlotte. Die Wahrsagerin stellt fest: er weiß nicht, dass er tot ist und glaubt, er sei der Sohn von Mutter Johnson. Äh, ja. ICh hinterfrage hier mal nicht den Sinn, weil einfach keiner vorhanden ist.

Mutter Johnson quatscht das Licht voll und die Wahrsagerin schlägt vor, dass er ins Licht gehen soll, was er dann auch tut. Zumindest laut ihrer Aussage. Also das Licht geht ins Licht. Manchmal liegen die genialen Einfälle alt direkt vor einem.

Und dann bricht die Hölle los. Oder etwas, das so aussehen soll. Eigentlich hat man nur ne rote Lampe angeschaltet und die Tür zugeknallt. Jetzt darf Charlotte irgendwelche Kacke labern und alles ist wieder normal. Außer, dass die Wahrsagerin noch kurz darauf hinweist, dass der Geist Sohn Johnson holen will.

Mutter Johnson ruft Vater Johnson an und man ist sich einig, dass man doch mal langsam die Sachen packen sollte. Aber nein, Vater Johnson bringt den Psychiater mit und Mutter Johnson kommt in die Klappse. Ist dieser Scheißfilm eigentlich irgendwann mal zu Ende?

Vater Johnson nimmt die Kids mit nach Hause und selbstverständlich zieht ein Gewitter auf. Und die Wanne ist natürlich auch schon wieder voll, aber dieses Mal sieht der Vater die Blutwelle auf sich zukommen. Also tut er, was jeder normale Mensch tun würde. Er gräbt ein Loch im Garten. Fragt nicht, es ist einfach so.

Mutter Johnson bricht in der Zeit aus der Irrenanstalt aus, was relativ einfach ist … obwohl nee, sie schleicht nur zum Telefon und ruft zu Hause an. Sohn Johnson geht ran, aber der hat gerade keine Zeit, weil er im überschwemmten Keller spielen muss. Also muss Mutter Johnson doch aus dem Kuckucksnest flüchten, was absolut kein Problem ist, weil wirklich niemand in dem Laden zu sein scheint, außer Mutter Johnson.

Vater Johnson hat sein Loch gegraben und geht zurück ins Haus, um die Kinder zu holen. Holly ist schnell gefunden, aber Jonathan wird gerade von einem Gartenschlauch bedroht.

Mutter Johnson und die Wahrsagerin sind auch da. Das ganze Haus droht wegzufliegen. Vater Johnson schlägt wie ein Bekloppter mit nem Hammer auf die Kellertür ein. Aber die Wahrsagerin hat ne bessere Idee. Die Mutter muss dem Geist zeigen, dass sie ihren Sohn liebt. Boah, nee, geht doch weg mit der Scheiße. Das kann doch jetzt nicht ernsthaft die Lösung des Ganzen sein.

Ja, ja, bla, sie liebt ihn halt und die Tür geht auf. Im Keller fließt das Wasser ab. Mutter rettet Sohn, Liebe, bla, wir ziehen aus, bla, ich hasse euch alle, geht verrecken.

Immerhin haben wir gelernt, dass Liebe … ach scheiß drauf.