Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Top 10 Filmzitate

Wer den Schrottplatz öfter besucht, wird bereits festgestellt haben, dass ich gerne mit Filmzitaten um mich werfe. Fast jede Einleitung zu den Schrotteinträgen beginnt mit einem Zitat. Deshalb fange ich natürlich gerne das Stöckchen der lieben Schlopsi von Infernal Cinematic Affairs und präsentiere hier meine spontanen Top 10 Filmzitate:

10. „Man, if my fuckin‘ ex-wife asked me to take care of her fuckin‘ dog while she and her boyfriend went to Honolulu I’d tell her to go fuck herself.“ – The Big Lebowski, 1998

Der Dude darf den Spaß eröffnen. Und was soll ich sagen? Er hat recht.

9. „I do this! Time after time after time! I do all this shit for other people! And then I wake up and I’m empty! I have nothing!“ – Silver Linings Playbook, 2012

Manchmal sollte man sich einfach mal um sich selbst kümmern und auf die anderen Leute scheißen. Sonst stellt man vielleicht irgendwann fest, dass man dabei geholfen hat, alle anderen glücklich zu machen, man selber aber auf der Strecke geblieben ist.

8. „Yeah, I believe in love; I also believe in cancer.“ – Last Boy Scout, 1991

Welcher Satz bringt die Tatsache, dass Liebe krank machen kann, besser auf den Punkt, als dieser?

7. „This song is an excellent cure for the will to live.“ – Definitely, Maybe, 2008

Es gibt so viel Scheißmusik da draußen. Und ich meine jetzt nicht: „Bäh, ich mag das Genre nicht. Voll der Kack!“ Sondern solche Songs, bei denen man direkt merkt, dass die einfach nur hingerotzt wurden. Die 90er waren da ganz groß.

6. „The greatest trick the devil ever pulled was convincing the world he didn’t exist.“ – The Usual Suspects, 1995

Auch wenn ich nicht an den Teufel glaube, gibt es auch jede Menge Arschlöcher auf diesem Planeten, die einem weis machen wollen, dass sie eigentlich ganz nette Typen sind.

5. „Lache und die Welt lacht mit dir, weine und du weinst allein.“ – Oldboy, 2003

Zwar nicht original aus dem Film sondern ein Zitat von einer Dichterin, oder Philosophin, oder Ketzerin, oder was auch immer, aber trotzdem ein wahrer Satz.

4. „This is your life and it’s ending one minute at a time.“ – Fight Club, 1999

Die Zeit läuft unaufhaltsam davon.

3. „People don’t realize this, but loneliness is underrated.“ – (500) Days Of Summer, 2009

Ab und zu ist es doch mal ganz schön alleine zu sein und einfach seine Ruhe zu haben.

2. „When you want something in life, you just gotta reach out and grab it.“ – Into The Wild, 2007

Das Leben ist zu kurz, um auf alles zu verzichten und jahrelang etwas zu tun, das einem einfach nur tierisch auf den Sack geht. Leider dauert es meistens etwas, bis man zu dieser Erkenntnis gelangt.

1. „If you can’t laugh at yourself, life is going to seem a whole lot longer than you’d like.“ – Garden State, 2004

Wenn man das Leben mit Humor nimmt, wird es gleich viel lebenswerter. Denn ihr wisst ja: „Was dich nicht umbringt, macht dich lustiger.“

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Der schlechteste Film #9

Mal wieder Zeit für die holde Weiblichkeit hier verrissen zu werden.

Diese Frau ist in erster Linie dafür bekannt, in Tim Burton Filmen mitzuspielen. Das könnte unter anderem auch daran liegen, dass sie regelmäßig mit ihm in die Kiste springt.

In ihrer bekanntesten Rolle spielte sie die durchgeknallte Freundin eines noch durchgeknallteren Seifenherstellers.

Was ist der schlechteste Film mit Helena Bonham Carter?

Ein Film viele Blogger – If….

Nachdem ich beim letzten Mal nicht dabei war, – weil, äh, da war irgendwas anderes, wichtiges, unausweichliches. Ach ja, 22 Männer rannten hinter einem Ball her – folge ich jetzt wieder dem interstellaren Aufruf des Affenmanns und nehme an seinem Projekt Ein Film, Viele Blogger Teil.

Wie beim ersten Mal herrscht akute Spoilergefahr. Ach, was heißt Gefahr. Ich spoiler einfach alles. Nur damit ihr bescheid wisst.

IF…. – UK – 1968 – 111 Min.

Starring: Malcom McDowell

McDowell ist mir persönlich bisher ja nur aus Clockwork Orange und Heroes bekannt. Erster war klasse, die Serie ab Season 2 nicht mehr wirklich. Mal sehen, wo sich dieses Machwerk einreiht.

Nach 3 Minuten sind dann auch mal die Credits rum. Ich bin ja irgendwie froh, dass es die heute nur noch am Ende eines Films gibt. Ich gucke sie zwar immer mit, aber zwei Mal brauche ich das dann auch nicht unbedingt.

Die jungen Schüler sind SCUMM. Mit anderen Worten: Sie haben an Maniac Mansion mitgearbeitet.. Absolutes Highlight zu Beginn ist der Lehrer, der zwar einen Schüler darauf hinweist, dass er mal zum Friseur muss, aber kein Problem damit hat, dass ein vermummter Typ, in schwarzen Klamotten, einen haushohen Koffer in die Schule schleppt. Volles Vertrauen in den Kampf gegen den Terrorismus an dieser Stelle.

Mick scheint irgendwie der große King an der Schule hier zu sein. Seinen Status untermauert er, indem er sich das Foto eines Schwarzen mit MG an die Wand tackert, was bei seinem Zimmerkumpanen auf großen Zuspruch stößt. Ich weiß noch nicht so ganz, worum es hier geht, aber irgendwie sind die alle etwas eigenartig.

Versammlung im großen Saal. Harry Potter ist auch da und heißt hier Daniel. Ein Lehrer gibt ihm zu verstehen, dass er die Fresse halten soll. Dann hält Dumbledore – hier ohne Bart und mit Glatze – seine Willkommensrede. Es folgt der Sackrattentest, wie auf der U96. Später gibts Rumgehampel auf dem fetten Juden und ich weiß immer noch nicht, was hier eigentlich abgeht.

Für einen Moment denke ich, mein Fernseher sei kaputt, denn plötzlich ist das Bild schwarz/weiß. Ist aber wohl normal. Und dann wieder Farbe. McDowell macht seine Runde bei den Neuen Rekruten. Leider beschimpft er niemanden, wie Sergeant Hartman. Naja, Licht aus und schwarz/weiß. Soll das s/w zeigen, dass es dunkel ist? Ich kapier das nicht.

Nee, wohl nicht, denn beim Kirchengesang am nächsten Morgen ist immer noch alles farblos. Partymucke aus der Orgel ertönt, während die Schüler ihrem Alltag nachgehen. Puh, ich fürchte, das wird anstrengend. Eine halbe Stunde rum und ich finde absolut nicht rein in den Film. Aber was soll’s? Ich zieh das durch.

Die älteren Schüler jagen die Jüngeren durch die Turnhalle, peitschen sie mit Gürteln und versenken sie in der Toilette. Der typische Schulwahnsinn hier. Dann wieder Kirchengesang. Ich kriege die Krise … aber dann: Football! Für genau 10 Sekunden.

Eine schwarz/weiße Außenaufnahme der Schule wird für 3 Sekunden eingeblendet. Die Lehrer sitzen rum, ein Schüler macht den Kamin an und wird angekackt, weil er die falschen Kekse besorgt hat.

Mick und seine Kumpels saufen, lesen Zeitung, labern irgendwelchen Scheiß und lecken an dem Foto von ner Tussi rum. Lehrer Lämpel kommt vorbei und will den Schnaps haben. Außerdem sollen sich die Jungs mal die Haare schneiden. Meine Fresse, warum ist der Typ nicht selbst Friseur geworden? Hat der keine anderen Probleme?

Der Hobbyfriseur guckt den Schülern beim Duschen zu. Ich weiß wirklich nicht, was ich davon halten soll. So wie von dem ganzen Film. 45 Minuten um. Ich glaube, das wird nix mehr.

Random black/white Scene No. 42. Gottesdienst und anschließender Sportunterricht. Irgendein Typ schwingt an einer Stange rum, es wird gefechtet, wie Tarzan durch die Gegend geschwungen und ich wünsche mir zum ersten Mal in meinem Leben, das es den George-schwingt-vor-den-Baum-Gag gibt. Kommt aber nicht. Stattdessen dann wieder Football und ich raffe einfach nicht, was das alles soll.

Mick und der andere Vogel klauen ein Moped und fahren durch die Gegend. Ultraharte Typen, die sie nun mal sind, fahren sie … Kaffee trinken. Und es passiert wieder nix, was mir auch nur ansatzweise klar macht, was dieser Film mir eigentlich vermitteln will. Immerhin ist die Kellnerin süß. Labert aber auch nur Quark. Um die Spannung zu erhöhen wird etwas Stein – Schere – Papier gespielt und wieder mit dem Motorrad durch die Walachei gebrettert. Dieses Mal eben mit der hübschen Kellnerin.

Ich freue mich, dass ich über eine Stunde überstanden habe, während Mick sich eine Tüte über den Kopf zieht, um zu testen, wie es ist, wenn man den grausamen Erstickungstod erleidet. Kinder macht das nicht nach.

Gesang die Zehnte. Langsam müssten die ihr Gesangsbuch eigentlich durch haben.

Ich verliere den Faden komplett – wenn denn überhaupt jemals einer vorhanden war. Die Schüler werden mit nem Rohrstock vermöbelt, weil … was weiß denn ich.

Mick schießt Pfeile auf Fotos an der Wand und raucht dabei ne Kippe. Die unfassbare Spannung dieses Streifens steigert sich ins Unermessliche. Ich kann langsam nicht mehr.

Die Zimmerkumpels schließen Blutsbrüderschaft, wie Winnetou und Old Shatterhand. Da fällt mir ein, dass der nächste Film bei diesem Spaß ein Western sein wird. Das wird wahrscheinlich auch wieder ganz groß, denn mit dem Genre kann ich eher wenig anfangen. Seht es als kleinen Teaser.

Ein Lehrer singt ein Lied, während seine Alte Blockflöte spielt und … mir fällt dazu einfach nix mehr ein.

Eine nackte Tussi … ist nackt. Warum, weiß kein Mensch, aber ich hinterfrage hier eh nix mehr, sondern versuche nur noch, die Zeit rum zu kriegen.

Die Jungs ziehen in den Krieg. Oder besser gesagt, lassen sich von den Lehrern durch einen Wald hetzen, was dann einen Krieg simulieren soll. Mick nimmt das Ganze etwas zu ernst und erschießt einen Lehrer. Also mit Platzpatronen, aber immerhin. Dann haut er ihm noch das Gewehr in die Fresse, wofür er und seinen Buddys mit richtiger Arbeit bestraft werden. Soll heißen: Sie müssen aufräumen. Und ein Krokodil verbrennen.

Die süße Kellnerin ist auch da, obwohl sie auf einem Internat für Jungs mal so gar nix zu suchen hat. Meine Vermutung: Sie macht hier den Tyler Durden.

Der geheime Waffenvorrat, den jede gute Schule heutzutage im Keller haben sollte, wird entdeckt und geplündert.

Schon wieder Gottesdienst. Dieses Mal mit hohem Besuch von irgendwelchen Generals und anderen Bananen. Mick und Kollegen finden die alle kacke und starten einen Kleinkrieg mit ihrer neu gefundenen Bewaffnung, die die Expendables vor Neid erblassen lassen würde. Geballer und Gebombe, der Oberlehrer will die Wogen glätten, wird aber von der geilen Kellnerin abgeknallt. Mitten im Schusswechsel endet der Streifen dann und ich bin genau so schlau, wie zuvor.

Also, nee, sorry, aber das war einfach langweilig. Wenn der Film mir was sagen wollte, habe ich es verpasst. Definitely not my cup of tea.