Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Unterholzische Verführungskünste für Unerschrockene

„Dude! Breasts!“ – EDtv, 1999

Mehr muss wohl nicht gesagt werden, um die Aufmerksamkeit der – zumindest männlichen – Leserschaft zu erwecken. Deshalb halte ich mich kurz mit der Einleitung. Denn mehr als die oben genannten Brüste hat der heutige Film sowieso nicht aufzuweisen.

FOREST OF THE DAMNED – UK – 2005 – Angeblich 95 Min., die hier besprochene „ungekürzte“ Fassung geht aber nur 80 Min. Was soll’s? Ist der Quatsch wenigstens schneller vorbei.

Starring: Die Sexmaschine aus dem Titty Twister

Nach 5 Minuten sind dann auch mal die Opening Credits durch und wir entdecken ein Paar im Wald beim Rummachen. Ein Schrei unterbricht sie und eine halbnackte Tussi steht im Wald, Sie kommt auf sie zu und knutscht mit dem Typen rum. Dem scheint das zu gefallen. Zumindest bis sie ihm den Kehlkopf rausbeißt. Die Freundin rennt in den Wald und wird von anderen nackten Ischen verfolgt.

Eine Gruppe von Vollidioten will in den Urlaub fahren. Dazu hat einer von ihnen einen, mit Graffiti versauten, Van gekauft, der sich als absolute Schrottkarre herausstellt. Nach 10 Minuten springt die Karre dann an und es kann losgehen.

Vorraussehbarerweise verfahren sich die Trottel und treffen an einer Tanke einen Typen, der von bisexuellen Tussis erzählt, die im Wald Leute killen. Warum zur Hölle müssen die unbedingt bisexuell sein? Egal. Ich sehe großes Kino auf uns zu kommen.

In besagtem Wald wird nebenbei immer noch das Mädel vom Anfang von den sexuell frustrierten Weibern gejagt und von den beknackten Urlaubern überfahren. Der Schock hält sich in Grenzen, weil man das hier mal wieder nicht wirklich Schauspiel nennen kann, aber man nimmt ja mittlerweile, was man kriegen kann.

Der Plan, das Mädchen ins Krankenhaus zu bringen scheitert an dem Kackvan, der jetzt gar nicht mehr anspringt. Zum Glück entdeckt eine von ihnen einen Briefkasten hier mitten im Nirgendwo und kommt zu dem Ergebnis, dass in der Nähe jemand wohnen muss. Also geht man eben genau da hin. Wir wissen wo das hinführt.

Fahrer Emilio und seine Bitchschwester bleiben bei der Verletzten. Die Schwester hofft, dass ihr Bruder in den Knast kommt. Das Mädchen wacht auf und sagt, dass sie den Vam-Bi-Ren nicht in die Augen schauen sollen.

Die anderen Nasen verlaufen sich derweil selbstverständlich im Wald und treffen die gute Entscheidung, sich zu trennen. Man tapert durch den Wald und einer der Bekloppten geht erst mal schwimmen, weil er eh nix besseres zu tun hat. Plötzlich entdeckt er in dem See drei geile nackte Blondinen.

Holly und Kappenkarl finden unterdessen eine Villa am Arsch der Welt, aber scheinbar ist niemand zu Hause. Weil die guten Ideen nie ausgehen latschen sie einfach rein. Kappenkalle schlägt vor, sich mal wieder aufzuteilen und zu gucken, ob man irgendwas findet. Holly fragt, was sie tun soll, wenn etwas Sie findet. Antwort: Renn. Wahnsinnig tolle Dialoge hier. Irgendein Hillbilly knockt beide aus und grinst blöd.

Ein Schrei schreckt Emilio und seine Schwester auf und die Sonne geht unter. Schlau, wie die beiden sind, machen sie ein Feuer, um die Zom-Bi-es auf sich aufmerksam zu machen.

Im Haus befreit sich die weibliche Gefangene von ihren Fesseln und versucht Joel zu wecken, der aber noch ziemlich müde ist. Da die Tür logischerweise verschlossen ist, suchen die beiden nach einem anderen Ausweg. Joel findet einen, in Form einer Axt, mit der er die Tür eindrischt, was so unfassbar lautlos ist, dass es selbst die Bi-Tussis im See gehört haben müssten. Der Typ im Haus aber scheinbar nicht. Könnte auch daran liegen, dass der gerade den Badenden reinschleppt. Der lebt noch und der Hausbesitzer will gerne wissen, wie es mit den geilen Seenutten war. Da er keine Antwort erhält, schlägt er dem Typen halt den Schädel ein.

Joel und Holly sind nicht fähig den Trecker aus der Garage zu klauen und der Besitzer kettet sie an ein Geländer. Dann erklärt er mal kurz, was eigentlich abgeht. Die Bi-Vergewaltiger haben seine Eltern gekillt und spuken halt im Wald rum. Wenn man sie sieht, stellt man fest, dass man nie wieder etwas schöneres sehen wird und stirbt. Äh, oder so ähnlich. Ich habe es ehrlich gesagt selber nicht ganz gerafft.

Eine Blon-Bi-ne macht dann ihrem Ruf alle Ehre und lutscht mit der Schwester von Emilio rum, die wohl Ally heißt. Diese Information kommt dann wohl etwas zu spät. Für Emilio ist es dann auch vorbei. Ach, und dann ist da ja auch noch die Verletzte vom Anfang. Die wird es wohl auch nicht mehr lange machen, schätze ich.

In der Garage geht genau das Gleiche ab und es startet eine Orgie der Geilheiten, bis Holly mit einer Axt um sich schlägt und Joel befreit. Hä? Ist die immun gegen Bi-Perverse, oder was?

Joel knallt dann den Hausbesitzer ab, der noch schnell erklärt, dass sie auch im Arsch sind, weil sie den Tussis in die Augen geschaut haben.

Die beiden Überlebenden flüchten durch den Wald, verarzten ihre Wunden und wollen nach Emilio und Ally suchen. Stattdessen sitzen sie dann aber einfach rum und labern Scheiße, lutschen rum und fliehen plötzlich vor den Bi-tches aus dem dunklen Wald. Joel fällt in eine Grube und wird vor den Augen von Holly zerfleischt.

Holly läuft dann halt mal weiter und leckt mit einer von den Tussis rum, die aber verreckt, als sie das Kreuz um Hollys Hals sieht.

Ein Jahr später tapert Holly scheinbar immer noch durch die Walachei und wird von einem Schriftsteller aufgegabelt, der gerade in den Wäldern recherchiert, weil da viele Leute verschwunden sein sollen. Eine Reifenpanne, verursacht durch Stacheldraht, gibt Holly die Chance ihn auszuknocken und zu fesseln. Die Bi-Sexual-Blood-Suckers lassen nicht lange auf sich warten und zerlegen den Typen, während Holly zuschaut. Und das war’s dann irgendwie.

Was für ein unfassbarer Quark aus Horror-Klischees, ohne jeglichen Ansatz von Innovation. Aber immerhin haben wir gelernt, dass man geilen, nackten Weibern besser niemals in die Augen schaut. Aber wer tut das schon?