Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Road Train – Horrorctober 2017

Der Horrorctober bringt heute etwas ganz Besonderes: Einen Zug, der auf der Straße fährt. Also im Prinzip eine Straßenbahn. Das wird sicher richtig spannend.

ROAD TRAIN – Australien – 2010 – 87 Min.

Wie nicht anders zu erwarten, beginnt der Film mit Sex im Zelt. Okay, ich gebe zu, ich habe etwas anderes erwartet. Nämlich Sex im Auto. Und dann kommt der Zug und BÄM!!! Aber man kann eben nicht alles haben. Leider kommt hier gar kein Zug und fetzt das Zelt weg, also muss man den Sex halt so ertragen.

Man befindet sich mitten im Nirgendwo, wie man mit einem Blick auf die Karte feststellt. Ich schätze mal, Marcus, Craig, Nina und Liz sind auf einem Road Trip, einfach weil sie es können. Immerhin kann man sich bei so wenigen Leuten die Namen merken.

Ein Road Train ist übrigens nichts anderes, als ein tonnenschwerer LKW was die Sache jetzt schon komplett uninteressant macht. Mit so einem LKW liefern sich die Teens gerade ein Wettrennen mitten in der Pampa. Der Fernfahrer ist aber offensichtlich nicht der zurückhaltende Typ und rammt die Teens von der Straße. Ich sehe schon, diese Geschichte hat keine Helden. Nur Idioten.

Alle haben den Überschlag überlebt aber Craig hat sich den Arm aufgeschnitten und heult jetzt wie ein Kleinkind. Ich sehe schon, diese Geschichte hat keine harten Typen. Nur Schwachmaten.

Marcus und Liz wollen Hilfe holen und Craig und Nina warten natürlich beim Auto. Der Suchtrupp findet nach drei Sekunden den Road Train auf der Straße und stellt fest, dass der Fahrer nicht da ist. Die Wartenden wollen nicht mehr warten und latschen auch zum LKW. Der Plan, mit dem LKW weiter zu fahren ist natürlich schnell entschlossen. Aber dann fallen Schüsse. Sind es Jäger? Ist es der Fahrer? Ist ein Irrer Cop auf der Suche nach Donuts? Wer auch immer es ist, er kommt auf die Gruppe zugerannt und deshalb haut man schnell mit dem Road Train ab.

Irgendwann findet man sich abseits der Straße am Arsch der Welt wieder und weiß nicht, wie man überhaupt von der Straße abkommen konnte. Der Road Train springt natürlich nicht mehr an und jetzt hat man den Salat. Natürlich kriegt man sich in die Haare und aus irgendeinem Grund fummelt Nina an den Schläuchen am LKW rum. Vermutlich ist sie KFZ-Mechanikerin, aber niemand hat es mir verraten.

Marcus beschließt, dass die beste Vorgehensweise es ist, sich an die Straße zu stellen und auf ein Auto zu warten, auch wenn Liz ihn darauf hinweist, dass jedes Auto aus der Richtung, vermutlich schon den Fernfahrer aufgegabelt hat und sie dann richtige Probleme kriegen. Nina sieht ein Flugzeug und Craig sieht andere Dinge, denn er hat Halluzinationen, wie das eben so üblich ist, wenn man sich in einem schlechten Horrorfilm den Arm aufschlitzt. Während Nina draußen ein Signalfeuer macht, schließt sich Craig im Anhänger ein.

Marcus findet kein Auto, aber den Fahrer, der die Straße entlangs paziert und dann Marcus durch die Walachei verfolgt. Der versteckt sich lieber mal. Und Liz findet ein Haus. Ich gehe jede Wette ein, dass da der Fahrer wohnt. Der findet Marcus und will nur seinen Truck wiederhaben, aber Marcus macht nen Aufstand. Der Fahrer erschießt ihn dafür, dass er so ein Arsch ist. Wer kann es ihm verdenken.

Craig kommt aus dem Anhänger und kotzt in die Wüste. Die Mädels wollen mit dem LKW abhauen, aber da kommt Marcus angerannt. Er lebt, denn er hat dem Fahrer die Waffe abgenommen und ihn erschossen. Er tickt völlig aus und sagt, dass sie sich von dem Truck fernhalten müssen. Aber Craig hat ne bessere Idee und lässt den LKW über Marcus drüber fahren. Damit dürfte der jetzt wirklich hinüber sein.

Die Mädels sind untröstlich und Craig labert Liz mit irgendwelchem Schwachsinn voll. Nina stellt dann fest, dass der Körper von Marcus verschwunden ist. Craig verschwindet dann mal kurz mit Liz im Anhänger. Wo Nina ist, weiß wohl niemand so genau. Aber nachdem er mit Liz durch ist, wird auch sie in den Hänger eingeladen. Allerdings ist Nina nicht ganz so bräsig wie alle anderen und schließt Craig ein. Nina fährt los und hält irgendwann völlig sinnloserweise wieder an, um sich das Gemetzel im Anhänger anzugucken und dann weiterzufahren.

Und dann kommen die Geister oder so von ihren Freunden, um sie daran zu hindern, den Truck zu fahren und rammen einen Wohnwagen weg. Und weil wir das noch gar nicht hatten, will Craig dann wieder mit Nina in den Anhänger. Aber die kann fliehen und der Quatsch geht weiter.

Ich will nicht lange rumlabern, da der Scheiß hier eh schon viel zu lange läuft. Es kommt zum großen „Endkampf“ im Wald und Nina ballert Craig ab, wobei beide so unfassbar grauenhaft spielen, dass sich jeder Reality-TV-Star an die Stirn fassen müsste.

Mal davon abgesehen, dass ich etwas völlig anderes erwartet habe, ist die Überraschung hier mal gar nicht gelungen, denn das war einfach nur schlecht und langweilig und völlig konfus. Dann lieber Teens, die von einem Geisterzug gejagt werden.

Alle Filme des diesjährigen Horroctober gibt es in der Übersicht.

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