Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Kultschrott – Killer Klowns From Outer Space

Clowns waren ja eine Zeit lang mal der heiße Scheiß. Stephen Kings „Es“ hat das vermutlich los getreten. Und interessanterweise steht uns die Neuverfilmung von genau dieser Geschichte bald bevor. Vielleicht tritt das eine neue Welle der Clownfilme los und sie lösen die Superhelden ab und regieren dann die Erde. Aber Clowns gibt es nicht nur auf der Erde. Sie sind überall:

KILLER KLOWNS FROM OUTER SPACE – USA – 1988 – 88 Min.

Wie jeder gute Schwachsinnsfilm, der etwas auf sich hält, hat dieser natürlich einen eigenen Themesong. Und natürlich ist es lahmer 80er-Jahre-Rock.

Alle Teens machen in ihren Autos rum, wie sich das gehört. Und dann kommt der Eismann vorbei. Das stößt auf wenig Begeisterung und die Blechdosen fliegen. Ebenfalls wenig begeistert sind die beiden Damen im Eiswagen von der Idee, doch erstmal hier zu parken. Humor und so. Kann nur besser werden.

Ein Komet landet im Wald von irgendeinem Bauern mit Hund und der freut sich seines Lebens, da natürlich tausende von Leuten zu ihm pilgern werden, um das unbekannte Flugobjekt zu bestaunen. Also schnappt er sich Petroleumlampe und Schaufel und fühlt sich vermutlich wie ein Pirat auf Schatzsuche. Im Wald findet er ein Zirkuszelt, was ihn weniger aus der Fassung bringt, als es sollte, wenn ihr mich fragt. Richtig die Fassung verliert er aber, als sein Hund mit einem Schmetterlingsnetz gefangen wird und verschwindet. Nachdem er unter Strom gesetzt wurde, wird er von einem Clown weggebeamt, oder wegegelasert, oder weggerotlichtviertelt, oder weggewasauchimmert.

Zwei der Teens vom Knutschhügel kommen auch mal gucken und finden ebenfalls das Zirkuszelt. Mike will das Zelt mal genauer unter die Lupe nehmen. Debbie ist eher zurückhaltend, aber geht dann doch mit, da sie keinen Bock hat, sich alleine im Wald ins Höschen zu machen. Im Inneren finden sie jede Menge Bunt und eine riesige Energiekugel. Und natürlich einen Raum voller rosafarbener Zuckerwattekokons, in denen Menschen vergammeln. Dann werden sie entdeckt und mit einer Popcornkanone beschossen und von einem Luftballonhund verfolgt. Versteht ihr jetzt, warum ich die Filme der 80er so liebe? Wenn nicht, ist euch einfach nicht mehr zu helfen.

Die Polizisten glauben den Quark natürlich keine Sekunde. Vor allem der alte Mooney findet das alles äußerst lustig. Der junge Dave will sich die Sache wenigstens mal anschauen. Natürlich ist das Zelt nicht mehr da und es klafft nur ein gigantischer Krater an der Stelle. Also wird Mike verhaftet. Debbie ist vorher zuhause ausgestiegen. Und sie ist eine Frau und damit aus Prinzip aus dem Schneider.

Die Klowns machen derweil die Stadt unsicher und wickelt Leute in Zuckerwatte ein. Mooney hält alle Notrufe für einen groß durchgeplanten Scherz der Teens.

Im Wald finden Dave und Mike ein Auto voller Zuckerwatte und ich schätze, Dave glaubt Mike jetzt.

Debbie geht duschen und verteilt Restpopcorn von ihrer Kleidung im Badezimmer. Dave und Mike entdecken einen Klown, der gerade ein Schattenspiel veranstaltet, das Leute frisst. Jetzt wird Dave wohl endgültig Mikes Geschichte glauben. Mooney glaubt allerdings immer noch an einen Scherz, an dem seiner Meinung nach auch Dave beteiligt ist. Seine Meinung ändert sich erst, als einer der Klowns ihn im Revier besucht und ihn nass spritzt und ausknockt, nachdem er von ihm in eine Zelle mit zwei anderen Typen gesperrt wurde. Dave findet nur noch eine Zelle voller Zuckerwatte. Der Klown will Dave angreifen und der eröffnet das Feuer. Als er dem Klown die rote Nase zerschießt explodiert er. Seht ihr, man hat sich hier wirklich Gedanken gemacht, wie man die Idee in allen Belangen auskosten kann. Das bedeutet, dieser Film ist besser als alles, was in den letzten 20 Jahren entstanden ist.

Debbie ist ja auch noch da. Und sie wird von dem Popcorn angegriffen, das sich in eine Art von Clownschlangen verwandelt hat. Sie kann zwar fliehen, läuft aber den Klowns direkt in die Arme. Aus irgendeinem Grund wird sie aber nicht eingezuckerwattet, sondern in einen Luftballon eingeschlossen. Mike kommt mit den beiden Eisverkäufern angefahren und es kommt zur unausweichlichen Verfolgungsjagd, der sich auch noch Dave anschließt.

Die Klowns halten an einem Vergnügungspark und erledigen den Wachmann mit einer Tortenschlacht des Todes. Die Eisverkäufer, Mike und Dave verfolgen die Klowns natürlich in den Park und stellen schnell fest, dass es eigentlich das Raumschiff der Klowns ist. Die Eisverkäufer landen in einem Bällebad. Mike und Dave im Zuckerwattekokonlager, wo sie Debbie suchen. Die wird dann auch gefunden und es folgt die Flucht vor den Klowns.

An deren Ende kommt der Obermegaklown vorbei und zerlegt den Eiswagen. Dave sitzt dann scheinbar in der Falle aber kann mit einer Stecknadel die Riesennase des Riesenkillerklowns zerstechen und der und das Raumschiff explodieren. Dave und die Eisverkäufer landen in einem Clownauto mitten in der Stadt und alle sind glücklich und zufrieden, dass es Glitter und Kuchen regnet.

Ein Produkt der 80er, wie man es einfach lieben muss. Man hat eine simple, aber bescheuerte Idee und ruht sich nicht darauf aus, sondern schmeißt einfach alles an die Wand, was einem dazu einfällt. Die 80er waren kreativ. Und dieser Film zeigt das ziemlich gut. Ich gehe in den Zirkus …

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Musikbasiertes Schminkgestocher

„Terror starts at home“ – Six Feet Under, 2001

Und dann geht der Terror auf Tour. Und auch wir starten unsere Schrotttour 2015 mit dem heutigen Film. Viele weitere großartige werden folgen.

TERROR ON TOUR – USA – 1989 – 90 Min.

Starring: The Soup Nazi (aber ich hab ihn nicht erkannt)

Die Tour beginnt mit schlechter Rockmusik, die wohl an KISS erinnern soll, aber einfach scheiße ist. Naja, was will man auch erwarten von einer Band namens „The Clowns“, die natürlich während dem Auftritt wie Clowns geschminkt sind? Wobei, das ist nicht ganz richtig. Eigentlich sehen sie tatsächlich aus wie KISS, nur mit schwarzen Clownsperücken. Also sehen sie aus wie Afro-Clowns, die beim Schminken Hilfe gebrauchen könnten. Ist aber auch einfach egal.

Eine Backgroundtänzerin wartet auf ihre Knete. Davon kann sie sich aber eh nix mehr kaufen, denn ein Clown metzelt sie mit einem Messer nieder.

Backstage freuen sich die Clowns über den erfolgreichen Auftritt. Und dann … passiert ewig gar nichts. Mal abgesehen von völlig uninteressantem Gelaber über … ich weiß es nicht.

Der nächste Auftritt steht an und irgendeine verwirrte Tussi meint, dass die Clowns besser als die Beatles und die Kinks sind. Ja, ist klar Mädel. Geh mit deinen Puppen spielen, damit du wieder klar denken kannst.

Dann ist Party angesagt und es passiert ewig gar nix. Kommt mir bekannt vor.

Irgendwo schminkt sich ein Typ als Clown.

Eine Blondine wird geil vom Koks und macht sich nackig, um an sich selbst rumzufummeln. Ein Clown sticht sie ab. Ich schätze mal, es ist der, der sich gerade geschminkt hat. Eigentlich ist es mir aber auch jetzt schon völlig egal.

Und dann wird auch die Tussi, die die Beatles und die Kinks nicht zu schätzen weiß, abgestochen. Natürlich auch nackt, weil das so sein muss.

Und da läuft auch schon die nächste Tucke oben ohne durch die Gegend und wird ein Opfer des Killerclowns. Irgendwo hier versteckt sich doch ne Message, ich komm nur noch nicht drauf.

Die Cops beginnen dann mal die Investigation und befragen die Band. Die wissen aber nix und nach genau zwei Fragen hauen die Bullen wieder ab. das nenne ich mal Arbeitsmoral. Ich schätze, der Fall wird zu den Akten gelegt.

Dann passiert ewig gar nix. Übrigens, wenn ich „gar nix“ schreibe, dann meine ich nichts von Bedeutung. Also hirnlose Gespräche der Bandmitglieder, die einfach ins Nichts führen, die Handlung nicht ein Stück voranbringen und auch mit dem Rest des Films nichts zu tun haben. Zum Beispiel eine aufregende Unterhaltung darüber, dass einem der Bandmitglieder die Karre verreckt ist. Wen interessiert der Scheiß?

Geschlagene 10 Minuten später, in denen es wirklich um absolut überhaupt gar nichts ging, bezahlt der Bandmanager eine Nutte, oder sowas in der Art, damit die seiner Frau nicht erzählt, dass er rumvögelt. Ich erwähne das nur, damit der Eintrag hier doch noch etwas länger wird, bin mir aber absolut sicher, dass das mit dem Rest des Films auch nichts zu tun haben wird.

Denn dann passiert ewig gar nix. Meine Fresse, ist das ein langweiliger, lahmer Scheißfilm.

Eine Blondine stript im Keller für den Killerclown. Wir wissen, wo das hinführt.

Nächster Auftritt. Moment mal, da haben die ja einfach mal auf „Let There Be Rock“ von AC/DC nen neuen, beschissenen Text gelegt und irgendwo einen Akkord geändert. Erinnert irgendwie an die heutigen Charts. Da ist das auch oft so.

Der Killerclown jagt ein Mädel durch den Keller. Die hat natürlich kein Shirt mehr an. Ich stelle hier einfach mal die Theorie auf, dass der Killer als Kind nicht von der Mutter gestillt wurde, und deshalb keine Brüste mag. Anders lässt sich das einfach nicht erklären.

Zufällig latscht gerade der Manager da rum und wird das nächste Opfer. Das Mädel nutzt die Chance, um durch den Keller zu torkeln und einen Fluchtversuch zu starten, der nebenbei ebenfalls ewig dauert. Sie findet einen Revolver und der Killer findet sie. Heißt also: Der Revolver nutzt nix.

Einer der Bandclowns findet die Leichen im Keller und dann den Killer. Der erklärt dann, dass Groupies scheiße sind, weil sie nur rumpoppen wollen. Deshalb musste er sie um die Ecke bringen. Also, ich fand meine Theorie irgendwie einleuchtender, aber was soll’s?

Der Killer verfolgt den Bandclown auf die Bühne, wo die anderen noch abrocken. Mitten auf der Bühne wird er vom Killer abgestochen, alle Leute gucken zu und …

DAS WAR’S!

Ähm, okay. Ich habe keine Ahnung wer hier wer war. Ich habe keine Ahnung was das alles sollte. Und ich habe keine Ahnung, wer denn jetzt der Mörder war. Wahrscheinlich der Gärtner.

Immerhin haben wir gelernt, dass Mädchen öfter mal ihre Klamotten anlassen sollten.

Clownhouse – Horrorctober 2014

Der Horrorctober geht weiter. Nachdem zu Beginn Satan seine Zombieischen losgeschickt hat, sich selber aber irgendwie versteckt hielt, gibt es dieses mal Clowns.
Ich sags mal so: Ich habe nix gegen Clowns, aber irgendwie auch nix dafür. Ich halte sie nicht für lustig und generell hat ja wohl jeder, der sich bunt an malt, um sich dann mit Wassereimern zu beschütten, irgendwie einen an der Waffel, oder? Finden wir es heraus:

CLOWNHOUSE – USA – 1989 – 81 Min.

Starring: Ein Frood, der echt weiß, wo sein Handtuch ist

Vor dem Haus baumelt schon die erste Leiche. Immerhin schön im Takt zur Zirkusmusik. In dem Haus pennt ein kleiner Junge. er wird wach, sieht nen Clown und pisst sich die Hosen voll. Aber war wohl alles nur ein Traum.

Trotzdem hat er das Bett vollgeschifft. Sehr zur Belustigung seines großen Bruders. Der findet in der Zeitung dann Werbung für den Zirkus der Jolly Bros. der in der Stadt ist und freut sich seines Lebens. Klar, sich über Bettnässer belustigen, aber dann in den Zirkus gehen. Komischen Humor scheint der Typ zu haben.

Der baumelnde Typ vor dem Haus hängt nebenbei wegen Halloween da, was kurz bevor steht. Ist also nur ne Puppe. Ich tippe darauf, das später jemand anderes da rumhängt, aber mal abwarten.

Die drei Brüder latschen zur Schule und kriegen mit, wie die Bullen zu einem Haus in der Nachbarschaft fahren. Randy findet sich mal wieder unfassbar witzig und macht sich über die Clownophobie seines kleinen Bruders lustig.

Am Abend geht es zum Zirkus und die Blagen lassen sich die Zukunft voraus sagen. Achtung, Gefahr, Tod, Bla. Wir kennen das. Die Zirkusshow selber ist auch nicht weiter erwähnenswert. Ist eben der übliche Kram. Casey macht sich natürlich wieder ins Hemd, als die Clowns auftauchen. Sehr zu seinem Bedauern soll er dann auch noch an der Show teilnehmen und ergreift schreiend die Flucht. Randy findet das ausnahmsweise nicht lustig. Dafür lacht sich seine Freundin Melissa einen ab. Die haben sich gesucht und gefunden, würde ich sagen.

In der Nacht werden die drei Zirkusclowns weggemetzelt und drei entflohene Killer übernehmen deren Identität.

Die drei Brüder sind zusammen im Badezimmer. Einer in der Wanne, einer am Kacken und Randy labert Müll, wie immer. In welcher Familie geht ein Junge baden, während der andere sich ausscheißt, und lässt sich gleichzeitig vom Dritten volllabern?

Nachdem Randy eine Gruselgeschichte über Clowns zum besten gegeben hat, sieht Casey draußen die drei Clownkiller rumturnen. Natürlich sind die nicht mehr da, als die Brüder aus dem Fenster gucken. Mutig wie echte Helden nun mal sind, gehen sie draußen nachsehen und finden … gar nix.

Die Clowns killen derweil nen Bauern in seiner Scheune per Genickbruch.

Randy und Casey kommen nach Hause und Bruder Jeffrey erschreckt Randy, indem er die Puppe wieder an den Baum gehängt hat.

Um den sturmfreien Abend perfekt zu machen, zieht man sich erst mal nen Horrorfilm rein und frisst Popcorn. Als der Strom ausfällt und jemand im Haus zu sein scheint, geht selbst Randy der Kackstift. Während sich die Brüder dann am Arsch haben, schleichen die Clowns durch die Bude. Randy will auf dem Dachboden den Strom wieder anstellen, während seine Brüder Comics lesen – weil das genau das Richtige ist, wenn man sich vor Angst in die Hosen scheißt.

Randy zeigt mal wieder seinen großartigen Humor, indem er sich als Clown verkleidet. Leider sehen seine Brüder seine grandiose Kostümierung nicht mehr, denn er wird von einem der Clowns durchs Fenster aus dem Haus gezogen. Jeff und Casey gehen nachsehen, was der Bekloppte da wieder für ne Scheiße treibt und treffen die Killerclowns.

Flucht nach oben ist Standard. Auf dem Dachboden verstecken ebenfalls. Jeff vermöbelt einen der Clowns mit nem Pappkarton – oder soll das ein Brett sein? – und die Jungs wollen flüchten, aber natürlich sind alle Türen verschlossen.

Clown Nummer zwei wird aus dem Fenster geschmissen, dann können die Jungs das Haus verlassen. Casey rennt aber wieder rein, um Randy zu suchen. Den finden sie dann und, äh, nix weiter. Ist halt tot.

Der letzte Clown taucht auf, rennt gegen einen Tisch und stirbt, oder so. Das ist alles so unfassbar belanglos, dass mir einfach nichts mehr dazu einfällt.

Casey ruft die Bullen und TA TA TA der Clown ist verschwunden. Casey versteckt sich mal wieder, aber wird selbstverständlich gefunden und rennt dann wieder weg und wird erwischt und gewürgt und dann kommt Jeff und erschlägt den Clown mit einer Axt und dann küssen sie sich … nein, nicht wirklich, aber überrascht hätte mich das hier auch nicht mehr.

Komm, ist gut jetzt. Schluss mit diesem einfach nur langweiligen Quark. Da waren selbst die Satan-Zombie-Nutten spannender. HIER gehts zur Übersicht, was im Horrorctober noch so kommt. Ich erwarte Besserung.