Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Clint Eastwood

Media Monday #238

Scheiße, ist das kalt draußen. Und das auch noch am Montag. Schlimmer kann eine Woche ja kaum starten. Kackwetter. Ich hasse es. Naja, der Media Monday geht ja zum Glück auch bei tiefen Temperaturen.

1. Der wohl ungewöhnlichste Film der letzten Jahre ist der eine da, mit dem Typen, und der Frau, den ich nicht gesehen habe, aber schon die ganze Zeit gucken will, aber ich komme einfach nicht dazu, ihr wisst ja wie das ist, aber immerhin wisst ihr alle, von welchem Film ich rede.

Richtig ungewöhnlich wäre es ja übrigens mal, wenn Megan Fox einen guten Film macht.

2. Filmpreise im Allgemeinen und der Oscar im Besonderen sind völliger Humbug, aber ich gucke sie trotzdem immer wieder gerne, um ich darüber aufzuregen, wie scheiße die Veranstaltung mal wieder ist, wenn die Gags immer flacher werden, wie gelangweilt die Stars mal wieder wirken, wenn sie die Nominierten vorstellen und wie falsch das mal wieder alles ist, wenn nicht meine Favoriten gewinnen. Jedes Jahr ein großer Spaß. Oder eine große Qual. Oder Beides.

3. Hell Comes To Frogtown hätte ja jeden Preis der Welt verdient, schließlich ist es der geilste Trashfilm mit Froschmutanten, den man finden kann.

4. Das letzte Mal richtig laut lachen musste ich bei irgendwas lustigem. Ist tatsächlich schon länger her und ich kann mich nicht mehr dran erinnern. Dabei lache ich gerne und viel. Aber in letzter Zeit blieben die großen Lacher eher aus, wie es scheint.

5. Das Genre des Torture Porn hatte für mich schnell seinen Reiz verloren, denn es ist wirklich die billigste Masche Leute um ihr Geld zu erleichtern seit, naja, normalem Porn.

Generell unterscheiden sich die beiden Genres auch kaum von der Story. Hier ein Beispiel:

PORN

INT Scheune

Moppeltütenlily

Warum liegt hier Stroh?

Ständersteffen

Na dann zieh dich doch aus.

TORTURE PORN

INT Scheune

Moppeltütenlily

Warum liegt hier Stroh?

Hackebeilhans schlägt Moppeltütenlily hinterrücks K.O. und zieht sie aus. Als sie aufwacht ist sie halbnackt an einen Balken gefesselt und unter ihr ist ein Haufen Stroh angehäuft.

Hackebeilhans

(ein Feuerzeug in der Hand haltend)

Deshalb liegt hier Stroh. Muahahahahaha.

6. Als RegisseurIn gefällt mir Clint Eastwood ja tatsächlich noch besser, als als Schauspieler. Das liegt wohl aber in erster Linie daran, dass er früher zu sehr der Western-Cowboy war und ich mit dem Genre nicht viel anfangen kann. Aber seine Regiearbeiten sind fast immer großartig.

7. Zuletzt habe ich die NFL Divisional Playoffs gesehen und das war teils spannend, teils aufregend und teils eher lahm, weil Football eben alles bietet. Leider wird eins meiner Hassteams im SuperBowl stehen, das führt kein Weg mehr dran vorbei. Zumindest weiß ich so schon mal, für wen ich im größten Sport Event des Jahres Partei ergreife. Das ist nicht jedes Jahr so.

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Höllische Leichenschändung mit Staraufgebot

Bruce Lee ist tot!
Okay, ich gebe zu, dass ist jetzt nicht unbedingt eine aktuelle Neuigkeit. Aber Bruce Lee war nicht einfach irgendein dahergelaufener Fatzke. Er war quasi der Chuck Norris der, äh, Zeit vor Chuck Norris. Soll heißen: Bruce Lee stirbt nicht einfach. Bruce Lee tritt weiter Ärsche. Das nun folgende Zeitdokument zeigt uns, wie es mit dem guten alten Bruce nach seinem Tod weiter ging.

LI SAN JIAO WEI ZHEN DI YU MEN – The Dragon Lives Again – Honk Kong – 1977 – 96 Min.
Wie sich das für einen Mann wie Bruce Lee gehört, hat er nach seinem Tod natürlich erst mal eine knallharte Errektion unter dem Leichentuch. Die Weiber gucken schon alle ganz erregt. Eine allerdings bezweifelt, dass es wirklich Bruce Lee ist, da er ganz anders aussieht. Aber die Erklärung ist simpel: Nach dem Tod ändert sich das Aussehen und die Körperform jedes Menschen. Äh, ja. Sonnenbrillen-Lee mit dem Dauerständer lächelt dann auch mal rüber und … oh mein Gott, er hatte gar keine Todeslatte, sondern ein Nunchaku unter der Decke versteckt. Nebenbei befindet sich Bruce bereits in der Unterwelt, wo der König gerade entscheiden will, ob er zur Hölle fahren soll, oder so.

In einem Restaurant besäuft sich Popeye und freundet sich mit Bruce Lee an, der sich offenbar in einer Art Fegefeuer befindet, wo einfach alles rumturnt, was Rang und Namen hat … und auch alle anderen. Er wird von einem Typen mit Essstäbchen angegriffen. Danach kommen auch noch James Bond und Clint Eastwood vorbei, um Lee im Namen des Paten in den Arsch zu treten. Lee erledigt alle möglichen Angreifer, die aus irgendeinem Grund Skelettkostüme tragen, aber erleidet plötzlich einen Parkinsonanfall und wird von Eastwood umgekloppt.

Der alte Wato und seine zwei heißen Ischen nehmen ihn mit nach Hause, um ihn gesund zu pflegen.

Eastwood, Bond, der Pate, der Exorzist und Emmanuelle besaufen sich und schmieden Pläne, den Unterweltkönig zu stürzen. Elvis ist natürlich auch da und schlägt vor, Dracula um Hilfe zu bitten. Oh man, das kann doch nur zu unfassbarem Schwachsinn führen. Ich freue mich schon drauf.

Bruce tritt mal wieder Ärsche und beschließt dann, eine eigene Armee zu trainieren, die ihn gegen die Vereinigung der Copyrightgeschützten unterstützt. Natürlich gehört Popeye zu Lees Team. Die anderen Nasen kenne ich nicht, aber ich bin sicher, die sind auch geklaut.

Währenddessen irgendwo in einem Badehaus: Vier nackte Tussis planschen im Wasser, haben es aber zuvor versäumt, ihre unglaublich dämlichen goldenen Lamettaschleifen aus dem Haar zu nehmen. Der Unterweltkönig kommt zum Glotzen vorbei und lobt die Brüste der Badenden. Sein Lamettahut ist nebenbei noch dämlicher, als die Schleifen von den Weibern. Dann verschwindet das Wasser, damit man die Nacktnixen in voller Pracht angaffen kann. Beste Szene des Films, sage ich jetzt einfach mal voraus. Wenn auch völlig sinnbefreit.

Popeye und ein anderer Typ, von dem ich einfach mal vermute, dass es Billy The Kid sein soll, nutzen ihre neu erlernten Kampffähigkeiten, um zwei korrupte Cops zu vermöbeln. Dann kommt der Pate vorbei und kämpft gegen Bruce. Der Kampf beginnt im Dorf, führt auf eine kleine Brücke, wobei man den Hintergrund nur als Überreste aus der letzten Grundschultheateraufführung bezeichnen kann, und plötzlich steht man mitten im Steinbruch. Ich weiß nicht, ob es in Asien wirklich so ist, aber ich habe den Eindruck, dass da die Umgebungen alle sehr nah beieinander liegen. Dorf – Brücke – Steinbruch -Abstand jeweils 2 Meter. War beim Meister mit den gebrochenen Händen auch so. Wurde bestimmt im selben Dorf gedreht.

Nach einem ungefähr zweistündigen Kampf, der sich anfühlt, wie fünf Stunden und alle Kampftechniken beinhaltet, vom Drachen bis zum Esel, gibt sich der Pate geschlagen und haut ab.

Die Vereinigung zur Vernichtung vom Unterweltkönig und Bruce Lee und überhaupt irgendwie jedem beschließt, dass Emmanuelle Bruce Lee fertig machen soll. Hoffentlich durchsucht sie ihn vorher nach versteckten Nunchakus.

Titten! Und eine sinnlose Szene. Naja, sehen wir mal darüber hinweg. Nackte Mädels gehen immer.

Emmanuelle (nicht nackt) ist schon bei Bruce und tanzt mit ihm zu unglaublich grausamer Klimpermusik. Dann gehts zur Sache, während die Alliance To End Bruce Lee zuschaut. Lee durchschaut das Spiel natürlich, schließlich ist er Bruce Fucking Lee, und geht mit Elvis und James Bond quatschen. Die haben jetzt Plan B und wollen Bruce auf ihre Seite ziehen. Der hat aber gar keine Böcke.

Weil eine Verführungsszene nicht reicht, schmeißen sich zwei weitere Tussis an ihn ran und wollen ihn mit einem Liebestrank erledigen, oder sowas in der Art. Ich kann dem Schwachsinn nicht wirklich folgen, weil es eben Schwachsinn ist. Bruce ist aber auch hier nicht interessiert. Irgendwo schwingt hier doch im Kontext mit, dass der Typ nicht hetero war, oder kommt mir das nur so vor?

Bla Bla Bla irgendwas uninteressantes passiert und der Unterweltkönig macht Emmanuelle zu seiner Königin.

Und da kommt Dracula angelatscht und er hat seine Zombiearmee dabei. Also die Typen in den Skelettkostümen. Bruce setzt sich ne Zorro-Maske auf und verkloppt sie alle, während Dracula mitten in der Sonne steht und zuguckt. Bruce ist fast besiegt. Liegt am Boden. Wird von den Zombies festgehalten. Dracula packt ihn an beiden Beinen und WIRD VON EINEM DRITTEN BEIN ZWISCHEN LEES BEINEN IN DIE FRESSE GETRETEN! Irgendwo schwingt hier doch im Kontext mit, dass Bruce ein drittes Bein hatte, oder kommt mir das nur so vor?

Der Unterweltkönig poppt Emmanuelle (nackt) und lobt ihre tollen Titten. Naja, ich schätze ein ausgeprägter Brustfetisch ist mehr Charakterzeichnung, als man von dem Scheiß hier erwarten sollte, also beschwere ich mich mal nicht.

Masken-Bruce ist am Start und guckt zu, wie Emmanuelle den König zum Herzinfarkt reiten will. Ja, das war wirklich der Plan hier. Aber bevor es so weit kommt, informiert Lee den König, dass sie einen gemeinsamen Feind haben. Der König erklärt Lee deshalb zu seinem neuen Bodyguard.

Vor dem rotesten Hintergrund, den die Filmwelt jemals gesehen hat (soll wohl ein Sonnenuntergang sein, oder dem Bühnenbildner ist der Eimer mit roter Farbe über die Leinwand gekippt), haut Bruce Bond vors Maul. Im Steinbruch plättet er Eastwood. Und im Restaurant feiert er mit Popeye und den anderen Nasen.

Alle sind glücklich und zufrieden und … der Scheiß geht trotzdem noch weiter.

Denn Elvis und der Exorzist sind noch da. Die stellen sich jetzt persönlich dem König der Unterwelt. Bevor der sich aber vor die Fresse hauen lässt, schüttelt er lieber mal kurz an einer Säule und alles bricht zusammen. Ja alles. Alle drei Locations, die es in dem Film gibt. Nur die rote Leinwand nicht. Die war wohl zu teuer, um sie einfach so zu zerstören.

Bruce Lee muss mal wieder die Drecksarbeit machen und den Exorzisten und Elvis plätten, was nach ungefähr 20 Minuten Gekloppe dann auch gelingt.

Zum Schluss will Bruce dann auch noch den König abfertigen. Der hat sich zur Unterstützung eine Armee von Mumien mitgebracht. Und wie Mumien nun mal so sind, tanzen diese im Kreis um Bruce herum, wie der Bi-Ba-Butzemann, und lassen sich nach und nach das Toilettenpapier zerknittern. Scheinbar hat Bruce allerdings Probleme, auch wenn das absolut nicht so aussieht, weshalb noch Popeye (gestärkt durch Spinat) und die Gang zur Hilfe eilen.

Nachdem man die Mumien erledigt hat, verhandelt Bruce mit dem König. Anders ausgedrückt: Er befiehlt ihm, nett zu sein und Bruce zurück zur Erde zu schicken. Der König will keine Senge kriegen, also geht er auf den „Deal“ ein und alles ist cool. Bruce kann wieder Ärsche auf der Erde treten. Leider sind da die Gegner bei weitem nicht so cool, auch wenn ich absolut nicht verstanden habe, warum James Bond und Clint Eastwood in der Hölle sind, während sie noch quicklebendig auf der Erde rumturnen.

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Nutzloses Filmwissen #3

Damit ihr auf dem nächsten Filmfest so richtig mit Fachwissen um euch werfen könnt, gibt es hier wieder ein paar Filmfakten:

Um wie ein Drogenjunkie rüber zu kommen, blieb Charlie Sheen für seine Szene in Ferris macht blau 48 Stunden wach. Heute macht er das genau so – und nimmt dabei Drogen. Perfekte Qualifikation für ein mögliches Remake.

Der Drogenkonsum scheint nebenbei sein Auffassungsvermögen zu beeinträchtigen, denn in 16 seiner Rollen hieß Charlie Sheen entweder Charlie oder Charles.

Charles Bronsons Rolle in Spiel mir das Lied vom Tod war ursprünglich für Clint Eastwood gedacht. Der verzichtete aber. Vielleicht kann er keine Mundharmonika spielen.

In Die Verurteilten spielt Morgan Freeman nicht nur Mundharmonika, sondern auch Baseball. Der Dreh für die Szene, in der Red den Baseball wirft, während er sich mit Andy unterhält, dauerte 9 Stunden. Freeman warf den Ball die kompletten 9 Stunden hin und her, ohne sich zu beschweren. Am nächsten Tag, tauchte er mit seinem Wurfarm in einer Schlinge am Set auf. Statt Tennisarm, Baseballarm.

Kevin Costner lehnte die Rolle als Andy Dufrane in Die Verurteilten ab, um Waterworld zu drehen. Sehr intelligente Entscheidung.

Immerhin durfte er während der Dreharbeiten in einer Villa mit eigenem Butler, Koch und Swimming Pool wohnen, während alle anderen Darsteller und Crew-Mitglieder in billigen Absteigen hausen mussten, damit Kevins Villa bezahlt werden konnte. Toller Typ, der Kevin.

Das dachte sich auch Kevin Reynolds, der den Regiestuhl abgab und meinte, dass Costner nur noch in Filmen spielen sollte, die er selber regiert, damit er immer mit seinem Lieblingsdarsteller und Lieblingsregisseur zusammenarbeiten kann. Reynolds hätte das aber wohl wissen sollen, schließlich hatte er auch schon bei Robin Hood mit Costner zusammengearbeitet. In dem auch Morgan Freeman mitspielt. Dieses Mal ohne Mundharmonika.

Media Monday #158

Montag und so. Media Monday.

 

1. Der coolste Westernheld ist und bleibt Clint Eastwood , denn sonst fällt mir keiner ein, und mit John Wayne konnte ich nie wirklich was anfangen .

2. Die Serie Supernatural hat in dem Moment stark nachgelassen, als entschieden wurde, dass man über fünf Staffeln hinausgehen wird , weil diese fünfte Staffel ursprünglich das Ende hätte sein sollen, und als dieses auch ausgezeichnet funktioniert hätte. Die Serie hat danach nicht mehr das Niveau von früher erreicht, was einfach schade ist .

3. Wenn in Filmen Engel in Erscheinung treten sind das wahrscheinlich meistens die Überguten, aber nicht bei Dogma, denn da sind die Engel einfach coole Sackgesichter .

4. Twilight würde ich mir nicht einmal unter Zwang ansehen, denn schnulzige Vampire, die glitzern und mit Werwölfen spielen, während sie weiter rumschnulzen sind mir einfach zu schnulzig. Wer ein anderes Wort für Schnulze kennt, darf es behalten .

5. Es gibt heutzutage in Filmen wirklich viel zu wenig wirklich gute Geschichten. Zumindest drängt sich dieser Eindruck auf, wenn man mal nach Hollywood rüberschaut. Glücklicherweise gibt es ja auch noch andere Produktionen, die mehr Story zu bieten haben, als: A ballert alles nieder, bis er B umnieten kann, und C rettet .

6. Buch-Verfilmungen und Comic-Adaptionen sind ja groß in Mode, aber wieso kommt eigentlich niemand mal auf die Idee, sich selbst was auszudenken, anstatt jeden Scheiß zu verfilmen, den mal irgendwann irgendjemand auf ne Serviette gekritzelt hat? Irgendwann reicht es auch einfach mal .

7. Zuletzt gesehen habe ich Confessions – Geständnisse und das war wieder ein echt geiler Rachefilm aus Asien , weil die es einfach draufhaben, solche Geschichten mit einer guten Story zu versehen, in der es nicht nur darum geht … ach, das hatten wir ja schon .