Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Munchies – Horrorctober 2017

„Gremlins“ ist ja einer meiner All-Time Favorites. Und wie das bei wirklich guten Filmen so ist, gibt es immer Kopien. Und wie das mit Kopien so ist, sind diese meist totale Grütze. Beim heutigen Film dürfte das absolut zutreffen:

MUNCHIES – USA – 1987 – 83 Min.

Pauls Begeisterung über eine außerirdisch-archäelogische Hobbyexpedition in Peru mit seinem Vater Simon hält sich in überschaubaren Grenzen. Selbst als sie ein komisches Wesen entdecken, dass eher unirdisch wirkt, kann er sich nicht so recht freuen. Im Gegensatz zu Vater Simon, der hier den Fund seines Lebens vermutet. Natürlich nehmen sie das Vieh mit und Paul hat für seine Freundin Cindy auch noch eine peruanische Baseballmütze im Gepäck. Er scheint ein echter Romantiker zu sein.

Eddie der Mopedpolizist hält die Gruppe auf dem Weg nach Hause an und macht ein paar schlechte Witze. Die besten Polizisten sind die, die sich für unfassbar witzig halten.

10 Minuten lang passiert gar nichts, außer dass das Vieh mit Junkfood gefüttert wird und Paul und Cindy poppen gehen, was zu äußerst interessanten Spielchen im Bett führt. Da kann man sich noch was abgucken … und niemals nachmachen.

Cecil, der böse Zwillingsbruder von Simon, entführt dann das Vieh, weil er es für eine Katze hält. Ich habe absolut keine Ahnung, warum er eine Katze entführen will. Oder überhaupt ein Haustier. Und warum er so böse ist. Eigentlich weiß ich mal wieder gar nichts.

Das Vieh sieht übrigens absolut grauenhaft aus. Also nicht im Sinne von furchterregend, sondern im Sinne von mal eben im Keller aus alten Lumpen zusammengeklebt. Dieser Lumpenfetzen geht dann auf Cecils Stiefsohn los, der ihn deshalb in zwei Teile hacken muss. Ich habe eine Ahnung, wo das hinführt. Kopf der Hydra und so.

Cindy ist halt echt irgendwie komplett verhurt und legt erstmal nen Lapdance für die Munchies hin. Dass die Viecher sprechen können macht die Sache nebenbei alles andere als besser. Die klauen ein Auto und es kommt zur spannenden Verfolgungsjagd mit Cop Eddie. Und irgendeiner Oma, die Granaten wirft. Ich raffe es absolut nicht und der Film geht mir schon jetzt gewaltig auf die Nüsse. Und diese Verfolgungsjagd ebenfalls. Die dauert nämlich gefühlt drei Tage.

Cecil kommt nach Hause und stellt fest, dass der Munchie seine Fische gefressen hat. Das muss er natürlich den Cops melden, also macht er Eddie auf die Gefahr aufmerksam. Ich behaupte mal, dass das zu absolut nichts führen wird. Die Munchies terrorisieren derweil zwei Mädels am See und klauen ihre Bikinis. Aber Paul und Cindy kommen rechtzeitig um wasauchimmer zu verhindern.

Die Munchies fliehen zu Fuß weiter und kommen zur örtlichen Eisdiele. Der Eismann vertreibt sie mit seiner Schrotflinte und die Verfolgung geht weiter, weil wir davon noch nicht genug hatten.

Cecil macht sich Sorgen, denn wenn die Munchies die Höhlen unter der Stadt erreichen, werden alle herausfinden, dass er dort Atommüll gelagert hat. Was zur Hölle macht der Typ eigentlich beruflich? Der Umstand, dass er gerade seinen neuen Minigolfplatz feierlich eröffnet bringt mich der Antwort kein Stück näher. Die anschließenden Szenen auf dem Minigolfplatz auch nicht.

Cindy hurt sich und Paul aus dem Knast und anschließend finden sie heraus, dass man die Munchies nur durch Elektrizität töten kann. Cecil fährt noch schnell durch den Drive-In beim Burgerschuppen, wo nur Kleinwüchsige arbeiten, weil das megalustig ist. Nachdem seine Hose von den Munchies zerfetzt wurde, hat er keine Lust mehr auf nen Burger.

Paul, Cindy und Eddie tapern durch die Höhlen. Cecil, seine Frau und der Dorfsheriff kommen bei Cecils Fabrik an. Natürlich wurde bisher nicht erwähnt, was in ideser Fabrik gemacht wird, außer dass dabei scheinbar Atommüll entsteht. Eddie wird von einer Spinne oder so gebissen und hält sich jetzt für einen Baseballprofi. Es geht also immer noch schlimmer. Cindy wird von den Munchies gejagt und kann sich ausnahmsweise mal nicht mit ihren Hureneigenschaften aus der Affäre ziehen. Paul brutzelt die Viecher dann weg und alles ist gut und absolut unspektakulär.

Paul haut dann Cecil noch eins in die Fresse, weil der den ganzen Atommüll da rumstehen hat, aber auch das kann den Film nicht retten. Es bleibt dabei: Eine ewige Qual voller unlustigem Quatsch.

Alle Filme im diesjährigen Horrorctober findet ihr in der Übersicht.

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