Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Nutzloses Filmwissen #19 – Chuck Norris Edition

Heute ist Geburtstag. Chuck Norris wird 75 Jahre alt. Das ist natürlich ein Grund zum Feiern. Aber da keiner wirklich mitfeiern will, gibt es doch nur einen normalen Beitrag hier auf dem Schrottplatz. Nutzloses Filmwissen über Carlos Ray Norris incoming:

 

Seine erste große Filmrolle hatte der gute Chuck als Antagonist im Bruce Lees Regiedebut DIE TODESKRALLE SCHLÄGT WIEDER ZU. Dies ist einer von nur zwei Filmen, in denen Chuck Norris den Bösewicht spielt und der einzige, in dem er getötet wird. Gibt wohl schlimmeres, als von Bruce Lee gekillt zu werden.

 

Nach einer Nebenrolle in einem amerikanischen Tittenfilm, der hier nicht weiter erwähnt werden soll, dachte sich Chuck wohl, dass Bösewichte zu spielen doch gar nicht so schlecht ist, und startete einen zweiten Versuch in DER BOß VON SAN FRANCISCO, in dem er nicht stirbt. Immerhin eine Steigerung. Aber Bruce Lee war ja auch nicht dabei.

 

Dann ging es langsam aufwärts und Chuck bekam erste Hauptrollen in Arschtretstreifen, in denen er in der Regel Kickboxer oder Vietnamveteranen spielte. Hat sich bis heute nix geändert. Eine der Hauptrollen war DER BULLDOZER. Regie führte Paul Aaron. Obwohl Norris bisher nur wenige Filme gemacht hatte und weit davon entfernt war, ein Star zu sein, war Aaron mit ihm vertraut, da er mit seinem Stiefsohn, der völlig Kung Fu verpeilt war, in der Todeskralle war. Dieser Stiefsohn war Keanu Reeves, der sich wahrscheinlich alle Kampfmoves für MATRIX von Chuck Norris abgeguckt hat.

 

Der erste große Erfolg kam mit MCQUADE, DER WOLF. Während der Dreharbeiten gab es eine Liebesszene mit Norris und Barbara Carrera. Während dieser Szene schlich sich eine Klapperschlange ins Bett der Darsteller. Es ist nicht überliefert, ob die Schlange das Aufeinandertreffen mit Norris überlebt hat, oder ob er sie mit seiner Schlange getötet hat.

 

der große Durchbruch gelang mit MISSING IN ACTION 1, der eigentlich der zweite Teil sein sollte und auch direkt nach MISSING IN ACTION 2, der eigentlich der erste Teil hätte sein sollen, gedreht wurde. Na, verwirrt? Ich auch. Jedenfalls fand das Produktionsstudio den zweiten Teil besser, als den Ersten und änderte einfach die Reihenfolge, wodurch MISSING IN ACTION 2 einfach als Prequel veröffentlicht wurde. Schon damals hat man also Fortsetzungen gleich mitbestellt und dazu noch die Reihenfolge willkürlich geändert. Bis heute hat sich auch daran kaum was geändert.

 

Nach der Serie WALKER, TEXAS RANGER, in der Chuck ziemlich viel geritten ist, für einen Typen der „Walker“ heißt, wurde es etwas ruhiger um Arschtreter Chuck.

 

Erst 7 Jahre nach seinem letzten Film kam er zurück, um in THE EXPENDABLES 2 quasi sich selbst zu spielen und Schlangenwitze zu erzählen. Die Geschehnisse am Set von MCQUADE scheinen ihre Spuren hinterlassen zu haben.

 

Trotzdem Glückwunsch zum 75ten.

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