Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Schlagwort-Archiv: Bruce Lee

Die 5 Besten … Filme aus den 70ern

Goranas kleine Reihe innerhalb der 5 Besten am Donnerstag geht weiter. Heute geht es in die 70er Jahre. Die große Zeit der politischen Thriller und Sexkomödien. Spaß und Spannung waren also garantiert. Also hier

Die 5 besten Schrottfilme aus den 70ern

Bevor es losgeht möchte ich zumindest mal kurz den aus irgendeinem Grund beliebten Film „The Marathon Man“ aus dem Jahr 1976 mit Dustin Hoffman in der Hauptrolle erwähnen. Dieser Film ist so eine Art Blaupause dafür, warum ich grundsätzlich oft ein Problem damit habe, Filme aus diesem Jahrzehnt ernst zu nehmen. Schließlich bietet der Film Autorennen mit angezogener Handbremse, eine Zahnarztszene, die angeblich damals schockierend gewesen sein soll, was ich aber irgendwie anzweifle und ACHTUNG SPOILER einen Antagonisten, der sich am Ende selbst erlegt, als er völlig dämlich eine Treppe herunterfällt und sich selbst mit einem Messer, das er in seinem Ärmel versteckt hat, absticht. Reichlich bescheuert also, der Streifen. Aber nicht wirklich Schrott, deshalb passt er nicht in die Auflistung.

5 Empire Of The Ants – In der Gewalt der Riesenameisen (1977)

Joan Collins und ihr Hobbyfriseur kämpfen gegen Riesenameisen. Spektakuläre Effekte und aufregende Action sucht man besser woanders. Aber trotzdem ein großer Spaß.

4 Graf Dracula in Oberbayern (1979)

Der Titel spricht für sich, denke ich.

3 StarCrash – Sterne im Duell (1978)

Der ultimative „Star Wars“-Rip Off mit David Hasselhoff und einem Hauptdarsteller, der die gleiche Frisur wie er hat. Dazu Effekte, die die Augsburger Puppenkiste neidisch machen würde und eine Story, die … kann mich nicht erinnern. Irgendwas mit einer DOOM MACHINE. Das muss ja wohl reichen.

2 Damnation Alley – Straße der Verdammnis (1977)

Das originale A-Team unter Führung von George Peppard himself sucht ein viertes Mitglied und verschleißt dabei einen Haufen Nebendarsteller in einer postapokalyptischen Welt voller schlecht in den Film editierter Riesenskorpione, tödlicher Kakerlaken und Sandstürmen aus Pappe.

1 The Dragon Lives Again (1977)

Bruce Lee ist tot und muss in der Hölle oder dem Fegefeuer oder was weiß ich wo gegen das Who-is-Who der Filmwelt in Form von James Bond, Emmanuelle und Clint Eastwood kämpfen. Bruceploitation at its craziest.

HONORABLE MENTIONS:

Roller Boogie, Mosquito der Schänder, Alien Zone

Advertisements

Höllische Leichenschändung mit Staraufgebot

Bruce Lee ist tot!
Okay, ich gebe zu, dass ist jetzt nicht unbedingt eine aktuelle Neuigkeit. Aber Bruce Lee war nicht einfach irgendein dahergelaufener Fatzke. Er war quasi der Chuck Norris der, äh, Zeit vor Chuck Norris. Soll heißen: Bruce Lee stirbt nicht einfach. Bruce Lee tritt weiter Ärsche. Das nun folgende Zeitdokument zeigt uns, wie es mit dem guten alten Bruce nach seinem Tod weiter ging.

LI SAN JIAO WEI ZHEN DI YU MEN – The Dragon Lives Again – Honk Kong – 1977 – 96 Min.
Wie sich das für einen Mann wie Bruce Lee gehört, hat er nach seinem Tod natürlich erst mal eine knallharte Errektion unter dem Leichentuch. Die Weiber gucken schon alle ganz erregt. Eine allerdings bezweifelt, dass es wirklich Bruce Lee ist, da er ganz anders aussieht. Aber die Erklärung ist simpel: Nach dem Tod ändert sich das Aussehen und die Körperform jedes Menschen. Äh, ja. Sonnenbrillen-Lee mit dem Dauerständer lächelt dann auch mal rüber und … oh mein Gott, er hatte gar keine Todeslatte, sondern ein Nunchaku unter der Decke versteckt. Nebenbei befindet sich Bruce bereits in der Unterwelt, wo der König gerade entscheiden will, ob er zur Hölle fahren soll, oder so.

In einem Restaurant besäuft sich Popeye und freundet sich mit Bruce Lee an, der sich offenbar in einer Art Fegefeuer befindet, wo einfach alles rumturnt, was Rang und Namen hat … und auch alle anderen. Er wird von einem Typen mit Essstäbchen angegriffen. Danach kommen auch noch James Bond und Clint Eastwood vorbei, um Lee im Namen des Paten in den Arsch zu treten. Lee erledigt alle möglichen Angreifer, die aus irgendeinem Grund Skelettkostüme tragen, aber erleidet plötzlich einen Parkinsonanfall und wird von Eastwood umgekloppt.

Der alte Wato und seine zwei heißen Ischen nehmen ihn mit nach Hause, um ihn gesund zu pflegen.

Eastwood, Bond, der Pate, der Exorzist und Emmanuelle besaufen sich und schmieden Pläne, den Unterweltkönig zu stürzen. Elvis ist natürlich auch da und schlägt vor, Dracula um Hilfe zu bitten. Oh man, das kann doch nur zu unfassbarem Schwachsinn führen. Ich freue mich schon drauf.

Bruce tritt mal wieder Ärsche und beschließt dann, eine eigene Armee zu trainieren, die ihn gegen die Vereinigung der Copyrightgeschützten unterstützt. Natürlich gehört Popeye zu Lees Team. Die anderen Nasen kenne ich nicht, aber ich bin sicher, die sind auch geklaut.

Währenddessen irgendwo in einem Badehaus: Vier nackte Tussis planschen im Wasser, haben es aber zuvor versäumt, ihre unglaublich dämlichen goldenen Lamettaschleifen aus dem Haar zu nehmen. Der Unterweltkönig kommt zum Glotzen vorbei und lobt die Brüste der Badenden. Sein Lamettahut ist nebenbei noch dämlicher, als die Schleifen von den Weibern. Dann verschwindet das Wasser, damit man die Nacktnixen in voller Pracht angaffen kann. Beste Szene des Films, sage ich jetzt einfach mal voraus. Wenn auch völlig sinnbefreit.

Popeye und ein anderer Typ, von dem ich einfach mal vermute, dass es Billy The Kid sein soll, nutzen ihre neu erlernten Kampffähigkeiten, um zwei korrupte Cops zu vermöbeln. Dann kommt der Pate vorbei und kämpft gegen Bruce. Der Kampf beginnt im Dorf, führt auf eine kleine Brücke, wobei man den Hintergrund nur als Überreste aus der letzten Grundschultheateraufführung bezeichnen kann, und plötzlich steht man mitten im Steinbruch. Ich weiß nicht, ob es in Asien wirklich so ist, aber ich habe den Eindruck, dass da die Umgebungen alle sehr nah beieinander liegen. Dorf – Brücke – Steinbruch -Abstand jeweils 2 Meter. War beim Meister mit den gebrochenen Händen auch so. Wurde bestimmt im selben Dorf gedreht.

Nach einem ungefähr zweistündigen Kampf, der sich anfühlt, wie fünf Stunden und alle Kampftechniken beinhaltet, vom Drachen bis zum Esel, gibt sich der Pate geschlagen und haut ab.

Die Vereinigung zur Vernichtung vom Unterweltkönig und Bruce Lee und überhaupt irgendwie jedem beschließt, dass Emmanuelle Bruce Lee fertig machen soll. Hoffentlich durchsucht sie ihn vorher nach versteckten Nunchakus.

Titten! Und eine sinnlose Szene. Naja, sehen wir mal darüber hinweg. Nackte Mädels gehen immer.

Emmanuelle (nicht nackt) ist schon bei Bruce und tanzt mit ihm zu unglaublich grausamer Klimpermusik. Dann gehts zur Sache, während die Alliance To End Bruce Lee zuschaut. Lee durchschaut das Spiel natürlich, schließlich ist er Bruce Fucking Lee, und geht mit Elvis und James Bond quatschen. Die haben jetzt Plan B und wollen Bruce auf ihre Seite ziehen. Der hat aber gar keine Böcke.

Weil eine Verführungsszene nicht reicht, schmeißen sich zwei weitere Tussis an ihn ran und wollen ihn mit einem Liebestrank erledigen, oder sowas in der Art. Ich kann dem Schwachsinn nicht wirklich folgen, weil es eben Schwachsinn ist. Bruce ist aber auch hier nicht interessiert. Irgendwo schwingt hier doch im Kontext mit, dass der Typ nicht hetero war, oder kommt mir das nur so vor?

Bla Bla Bla irgendwas uninteressantes passiert und der Unterweltkönig macht Emmanuelle zu seiner Königin.

Und da kommt Dracula angelatscht und er hat seine Zombiearmee dabei. Also die Typen in den Skelettkostümen. Bruce setzt sich ne Zorro-Maske auf und verkloppt sie alle, während Dracula mitten in der Sonne steht und zuguckt. Bruce ist fast besiegt. Liegt am Boden. Wird von den Zombies festgehalten. Dracula packt ihn an beiden Beinen und WIRD VON EINEM DRITTEN BEIN ZWISCHEN LEES BEINEN IN DIE FRESSE GETRETEN! Irgendwo schwingt hier doch im Kontext mit, dass Bruce ein drittes Bein hatte, oder kommt mir das nur so vor?

Der Unterweltkönig poppt Emmanuelle (nackt) und lobt ihre tollen Titten. Naja, ich schätze ein ausgeprägter Brustfetisch ist mehr Charakterzeichnung, als man von dem Scheiß hier erwarten sollte, also beschwere ich mich mal nicht.

Masken-Bruce ist am Start und guckt zu, wie Emmanuelle den König zum Herzinfarkt reiten will. Ja, das war wirklich der Plan hier. Aber bevor es so weit kommt, informiert Lee den König, dass sie einen gemeinsamen Feind haben. Der König erklärt Lee deshalb zu seinem neuen Bodyguard.

Vor dem rotesten Hintergrund, den die Filmwelt jemals gesehen hat (soll wohl ein Sonnenuntergang sein, oder dem Bühnenbildner ist der Eimer mit roter Farbe über die Leinwand gekippt), haut Bruce Bond vors Maul. Im Steinbruch plättet er Eastwood. Und im Restaurant feiert er mit Popeye und den anderen Nasen.

Alle sind glücklich und zufrieden und … der Scheiß geht trotzdem noch weiter.

Denn Elvis und der Exorzist sind noch da. Die stellen sich jetzt persönlich dem König der Unterwelt. Bevor der sich aber vor die Fresse hauen lässt, schüttelt er lieber mal kurz an einer Säule und alles bricht zusammen. Ja alles. Alle drei Locations, die es in dem Film gibt. Nur die rote Leinwand nicht. Die war wohl zu teuer, um sie einfach so zu zerstören.

Bruce Lee muss mal wieder die Drecksarbeit machen und den Exorzisten und Elvis plätten, was nach ungefähr 20 Minuten Gekloppe dann auch gelingt.

Zum Schluss will Bruce dann auch noch den König abfertigen. Der hat sich zur Unterstützung eine Armee von Mumien mitgebracht. Und wie Mumien nun mal so sind, tanzen diese im Kreis um Bruce herum, wie der Bi-Ba-Butzemann, und lassen sich nach und nach das Toilettenpapier zerknittern. Scheinbar hat Bruce allerdings Probleme, auch wenn das absolut nicht so aussieht, weshalb noch Popeye (gestärkt durch Spinat) und die Gang zur Hilfe eilen.

Nachdem man die Mumien erledigt hat, verhandelt Bruce mit dem König. Anders ausgedrückt: Er befiehlt ihm, nett zu sein und Bruce zurück zur Erde zu schicken. Der König will keine Senge kriegen, also geht er auf den „Deal“ ein und alles ist cool. Bruce kann wieder Ärsche auf der Erde treten. Leider sind da die Gegner bei weitem nicht so cool, auch wenn ich absolut nicht verstanden habe, warum James Bond und Clint Eastwood in der Hölle sind, während sie noch quicklebendig auf der Erde rumturnen.

Wer nicht genug von Arschtreterfilmen kriegt, kann noch beim SchleFaZ Knochenbrecher im wilden Westen Gewinnspiel mitmachen. HIER gehts lang.

Nutzloses Filmwissen #19 – Chuck Norris Edition

Heute ist Geburtstag. Chuck Norris wird 75 Jahre alt. Das ist natürlich ein Grund zum Feiern. Aber da keiner wirklich mitfeiern will, gibt es doch nur einen normalen Beitrag hier auf dem Schrottplatz. Nutzloses Filmwissen über Carlos Ray Norris incoming:

 

Seine erste große Filmrolle hatte der gute Chuck als Antagonist im Bruce Lees Regiedebut DIE TODESKRALLE SCHLÄGT WIEDER ZU. Dies ist einer von nur zwei Filmen, in denen Chuck Norris den Bösewicht spielt und der einzige, in dem er getötet wird. Gibt wohl schlimmeres, als von Bruce Lee gekillt zu werden.

 

Nach einer Nebenrolle in einem amerikanischen Tittenfilm, der hier nicht weiter erwähnt werden soll, dachte sich Chuck wohl, dass Bösewichte zu spielen doch gar nicht so schlecht ist, und startete einen zweiten Versuch in DER BOß VON SAN FRANCISCO, in dem er nicht stirbt. Immerhin eine Steigerung. Aber Bruce Lee war ja auch nicht dabei.

 

Dann ging es langsam aufwärts und Chuck bekam erste Hauptrollen in Arschtretstreifen, in denen er in der Regel Kickboxer oder Vietnamveteranen spielte. Hat sich bis heute nix geändert. Eine der Hauptrollen war DER BULLDOZER. Regie führte Paul Aaron. Obwohl Norris bisher nur wenige Filme gemacht hatte und weit davon entfernt war, ein Star zu sein, war Aaron mit ihm vertraut, da er mit seinem Stiefsohn, der völlig Kung Fu verpeilt war, in der Todeskralle war. Dieser Stiefsohn war Keanu Reeves, der sich wahrscheinlich alle Kampfmoves für MATRIX von Chuck Norris abgeguckt hat.

 

Der erste große Erfolg kam mit MCQUADE, DER WOLF. Während der Dreharbeiten gab es eine Liebesszene mit Norris und Barbara Carrera. Während dieser Szene schlich sich eine Klapperschlange ins Bett der Darsteller. Es ist nicht überliefert, ob die Schlange das Aufeinandertreffen mit Norris überlebt hat, oder ob er sie mit seiner Schlange getötet hat.

 

der große Durchbruch gelang mit MISSING IN ACTION 1, der eigentlich der zweite Teil sein sollte und auch direkt nach MISSING IN ACTION 2, der eigentlich der erste Teil hätte sein sollen, gedreht wurde. Na, verwirrt? Ich auch. Jedenfalls fand das Produktionsstudio den zweiten Teil besser, als den Ersten und änderte einfach die Reihenfolge, wodurch MISSING IN ACTION 2 einfach als Prequel veröffentlicht wurde. Schon damals hat man also Fortsetzungen gleich mitbestellt und dazu noch die Reihenfolge willkürlich geändert. Bis heute hat sich auch daran kaum was geändert.

 

Nach der Serie WALKER, TEXAS RANGER, in der Chuck ziemlich viel geritten ist, für einen Typen der „Walker“ heißt, wurde es etwas ruhiger um Arschtreter Chuck.

 

Erst 7 Jahre nach seinem letzten Film kam er zurück, um in THE EXPENDABLES 2 quasi sich selbst zu spielen und Schlangenwitze zu erzählen. Die Geschehnisse am Set von MCQUADE scheinen ihre Spuren hinterlassen zu haben.

 

Trotzdem Glückwunsch zum 75ten.