Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Totenerweckung in fernöstlichen Wüstengegenden

Alle quatschen von „The Mummy“, der gerade im Kino gestartet ist … Okay, eigentlich spricht schon niemand mehr darüber, weil er wie zu erwarten war, eher nicht so der Bringer ist, um es mal vorsichtig auszudrücken. Aber es gab ja schon etliche Mumienfilme und man kann eben nicht immer einen Knaller abliefern. Wobei man wohl in Frage stellen kann, ob es bei der Mumie überhaupt jemals einen richtigen Knaller gab, außer eben vor fast 100 Jahren oder so. Einen richtig schlechten gab es aber vor knapp 10 Jahren auf jeden Fall und der scheitert schon daran, überhaupt eine Mumie zu haben.

THE MUMMY: TOMB OF THE DRAGON EMPEROR – Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers – USA – Deutschland – China – 2008 – 112 Min.

Vorweg sei gesagt, dass ich die ersten beiden Mumienfilme mit Brendan Fraser in der Hauptrolle wirklich mag. Klar, es sind keine Meisterwerke, aber die haben so einen trashigen Charme und nehmen sich selbst nicht zu ernst und bieten einfach gute Unterhaltung. Auch wenn Teil 2 quasi schon nur ein Remake von Teil 1 war und da der Untergang schon anfing, wenn man es genau nimmt. Dieser Teil allerdings … nun ja, lest halt selbst:

Der Spaß beginnt vor achttrilliarden Jahren (Schätzung des Autors), als Jet Li von Meuchelmördern gemeuchelt werden soll, aber sie alle selbst ermordet, weil er nicht nur der Drachenkaiser, sondern auch Messerkönig ist. Immerhin stellen diese Kampfszenen das absolute – und einzige – HIghlight dieses Films da. Denn wie wir wissen: Wo Asiaten sind, wird auch asiatisch gekämpft. Und das können die nun mal. Jedenfalls wird Li also zum Kaiser, aber er entscheidet, dass er keine Zeit zum Sterben hat, weil er noch so viel vor hat. Vielleicht hätte er einfach mal früher anfangen sollen, seine „Bucket List“ abzuarbeiten, dann hätte er das Problem jetzt nicht. Aber im alten China lässt sich auch das lösen, mit der Hilfe einer Hexe, die das Geheimnis zu ewigem Leben in einer Bibliothek fand. Heute stünde es natürlich im Internet und die Hexe wäre arbeitslos. Und wir wären alle unsterblich und würden uns auf ewig gegenseitig auf den Sack gehen und nicht nur für ein paar Jahre, bis dann die nächste Generation folgt, um sich gegenseitig den Tag zu versauen. Es wäre absolut grauenhaft. Deshalb war früher eben doch alles besser. Jedenfalls wird Kaiser Li gevierteilt von König wasweißich und der gammelt anschließend weg, weil die Hexe den Verrat geahnt und ihn und seine Armee verflucht hatte, die dann alle zu Stein erstarren. Die Hexe haut ab und der Fluch darf niemals gebrochen werden, denn sonst fallen die Untoten über die Welt her und so weiter. Wir kennen das. Soweit also die Vorgeschichte.

Rick versucht zu angeln, aber verzweifelt schnell und nutzt lieber seine Waffe, um die Fische abzuballern. Kommen wir zu einer Erkenntnis, die äußerst ausschlaggebend für den Misserfolg dieses Schinkens ist: Maria Bello ist nicht Rachel Weisz. Zugegeben, dafür kann sie selbst herzlich wenig. Und auch sonst keiner. Aber das ändert nix daran, dass sie die Rolle der Evy einfach nicht so wunderbar mit Leben füllt, wie es Rachel Weisz in den Vorgängern geschafft hat. Und dadurch ist schon jetzt klar: Man hätte die Figur besser einfach rausgeschrieben. Und in dem Zusammenhang hätte man auch den Sohn Alex besser weggelassen, denn der nervt schon nach drei Sekunden mehr, als er es jemals dürfte.

Nach einigem Rumgedümpel, das wohl im Ansatz lustig sein soll, aber auf keiner Ebene ist, findet Alex dann die Armee des Drachenkaisers und die Action kann losgehen. Immerhin hat man sich ein paar nette Fallen ausgedacht. und dann wird Alex mitten im Grab am Arsch der Welt meterweit unter der Erde von einem Ninja angegriffen, der alles andere als untot wirkt. Es ist natürlich die Hexe … denke ich mal. Weil die erstens ziemlich sicher unsterblich ist und zweitens wer sonst?

Rick und Evy sollen einen Diamanten nach Shanghai bringen. Ich muss wohl nicht extra darauf hinweisen, dass eine Gruppe zwielichtiger Asiatensoldaten hinter dem Teil her ist. Rein zufällig ist in China übrigens gerade Neujahr und in Jonathans Nachtclub geht die Party ab. Es dürfte ziemlich klar sein, dass auch John Hannah hier nix retten werden wird. Der Humor ist einfach … ach scheiße, Humor gibts hier nicht. Alex ist natürlich auch zufällig gerade im Nachtclub und so treffen sie sich alle. Und wisst ihr wer auch da ist? Genau. Der Zwiebelritter Sir Davos aus „Game Of Thrones“. Wenn einer diese Scheiße hier retten kann, dann er. Der Haussegen hängt schief, denn Papa Rick ist enttäuscht von seinem Sohn. Mutter Evy verteidigt den Sohn und so weiter. Man kennt das. Typischer Familienausflug nach Shanghai eben.

General Yeng und der Verräter Roger (wer auch immer das sein mag; ich glaube, ihm gehört das Museum) zwingen Evy und Rick, die Mumienarmee mit dem Diamanten zum Leben zu erwecken. Alex und die Ninjabraut, die doch nicht die Hexe ist, eilen zur Rettung, bevor die Eltern abgeknallt werden. Der Verräterkönig ist allerdings schon frei und spuckt Feuer. Eine äußerst dämliche Verfolgungsjagd später, die aber noch zum Besseren ghört, das dieser Streifen zu bieten hat, besaufen sich alle im Nachtclub und planen nächste Schritte. Ninja Lin ist nebenbei die Ur-Ur-Ur-Ur-Usw-Enkelin der Hexe und hat den Todesdolch, mit dem man den König killen kann.

Mit der klapprigsten Flugmaschine seit den Gebrüdern Wright, geflogen von Sir Davos, begibt man sich also nach … ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Sieht aus wie der Himalaja und da ist wohl die Quelle ewigen Lebens. General Yeng ist natürlich auch schon unterwegs dahin. Bevor man aufeinander trifft liefern sich Vater Rick und Sohn Alex aber noch ein Duell in „Wer hat die geilste Waffe in der Hose“. Dann wird wild rumgeballert. Ach so, und natürlich kommen auch noch ein paar Yetis vorbei. Weil alles wird besser mit Yetis. Außer dieser Film natürlich.

Eine gignatische Lawine macht dann einfach alles platt. Die Yetis beschützen die „Guten“. General Yeng und der Totenkönig werden weggefegt. Rick muss zum Arzt, weil er ein Messer im Rücken hat, also tapert man halt durch die Walachei und ist nach 2 Minuten am Ziel. Und zwar bei der HEXE!!! Sie lebt doch. Und Lin ist ihre Tochter. Hä? Moment mal, also gehen wir mal davon aus, dass die Hexe nicht altert. Okay. Aber wenn die Tochter ebenfalls nicht altert, müsste sie dann nicht einfach Null Jahre alt sein, weil sie zu keinem Zeitpunkt gealtert ist? Ich glaube, ich denke schon wieder zu viel darüber nach.

Nach einem Moment der Ruhe und des Aussprechens zwischen Vater und Sohn kommt der König an und latscht direkt in die Quelle des ewigen Lebens. Und heraus kommt die schlechteste CGI-Hydra seit … es Hydras gibt. Ist die nicht eigentlich griechisch? Hier wird wirklich einfach alles zusammengewurschtelt, was Mythologien so hergeben. Ich schätze, gleich wird Odin beschworen, um den Tag zu retten. Jedenfalls muss jetzt das Vieh natürlich aufgehalten werden. Nebenbei hat es auch noch die Hexe entführt. Moment mal, warum ist der König jetzt plötzlich Jet Li? ICH RAFFE DIE ZUSAMMENHÄNGE HIER NICHT!!! Und das ist ein beschissener Blockbuster. Der soll mich nicht überfordern, sondern unterhalten. Wartet … ist das vielleicht alles doch tiefgründiger als ich dachte und ich sehe hier gerade einen philosophisch hochgradigen geschichtlich akkuraten Historienfilm, der mir den kompletten übergreifenden Weltenmythos erklärt, ohne dass ich es gemerkt habe?

Zwei grottig animierte Armeen voller Untoter ziehen in den Krieg. CGI kam sicher in keiner Mythologie vor. Und Skelette mit Armbrust und Bogen zu bekämpfen sicher auch nicht, weil es saudämlich ist. Die Skelette gehören nebenbei zur Hexe und wurden extra beschworen, um mit Rick und Co. in die Schlacht zu ziehen. Die Schlacht selbst ist dann der wohl langweiligste Filmkampf seit … ich weiß nicht, was der erste Filmkampf aller Zeiten war, aber er kann niemals so scheiße gewesen sein. Sir Davos und sein Flugzeug mischen auch noch ein bisschen mit und werden von einem … mutierten Nashornbären vom Himmel geholt.

„Ding Dong The Witch Is Dead“. Lin ist ganz traurig und will jetzt endlich mal den Kaiser schnetzeln. Ja, dann macht auch endlich mal voran. Wird langsam wirklich unerträglich der Quark.

Jet Li lässt in einer Pyramide irgendwelche Kugeln kreisen, dann kommt Alex und macht nen Dicken, also verwandelt er sich wieder in den grottig animierten Nashornbären. Wobei man zumindest sagen muss, dass der Scorpion King in Teil 2 noch beschissener aussah, was schon eine Kunst ist, bei dem Augenkrebs hier. Lin und Evy erledigen mal eben so General Yeng im großen Zahnradraum der Zahnräder, zwischen die er dann gerät. Ich schätze, alle wissen, wie es weiter geht. Richtig. Jet Li stirbt. Und ich sage es, wie es ist: Sein Tot in Lethal Weapon 4 war um einiges cooler.

Was bleibt zu sagen, außer: Maria Bello ist nicht Rachel Weisz. Und dieser Film ist nicht ansatzweise so trashig charmant wie die Vorgänger. Ich gehe chinesisches Neujahr feiern …

Media Monday #259

Die Fußball-EM ist in vollem Gange und während ich diese Zeilen schreibe, habe ich noch kein einziges Spiel gesehen. Ich steige dann gleich mit dem Deutschlandgebolze ein. Irgendwie habe ich einfach keinen großen Bock drauf. Aber zumindest habe ich meine Tipps schon im anderen Blog abgegeben.Wulf und sein Media Monday scheinen sich ungefähr genau so sehr für die EM zu interessieren, was mir gerade gelegen kommt, weil mir Fußballfragen jetzt einfach zu langweilig wären.

1. Es ist wirklich beeindruckend, wie es den Autoren von vielen Serien gelingt, in Bezug auf die Kontinuität auf ganzer Linie zu versagen. Mich stört das aber zum Glück nicht und meistens fällt es mir gar nicht auf. Eine meiner Lieblingsserien „LOST“ ist quasi ein einziger Kontinuitätsfehler. Aber halt trotzdem geil..

2. Prison Break/Heroes/24 wusste mich anfänglich zu fesseln, doch als die zweite Staffel kam, war alles im Arsch. War eine äußerst schwache Phase für vielversprechende Serien damals. Bin ja mal gespannt auf die Neuauflagen von allen drei. Kann eigentlich alles nur ganz große Scheiße werden.

3. Trotz mieser Effekte und geringem Budget sind die meisten Trashfilme immer noch geiler, als das Meiste, was die Blockbuster so für eine Scheiße abliefern. Wobei die ja auch nur der Trash der Zukunft sind. Im 10 Jahren kann sich die CGI-Kacke ja ohnehin niemand mehr angucken ohne Augenkrebs zu kriegen. Die Zeit der zeitlosen Klassiker ist leider vorbei.

4. Was ist eigentlich aus Brendan Fraser geworden? Seit ich sie/ihn in den Mumien Filmen gesehen habe ist der mir nicht mehr über den Weg gelaufen, glaube ich. Dabei könnte der doch jetzt perfekt die Rolle der Mumie im Remake des Remakes der Adaption der Vorlage des Abgeschriebenen übernehmen.

5. Es wundert mich ja regelrecht, dass anscheinend noch niemand auf die Idee gekommen ist, ____ zu adaptieren/rebooten, schließlich ____ . Nein, dazu sage ich nichts mehr. Schluss mit den ganzen Reboots und Adaptionen. Ich will mehr eigenständiges.

6. Der große Vorteil von Buchreihen gegenüber TV-Serien ist, dass sie im Normalfall zu Ende gedacht sind. Game Of Thrones ist ja gerade ein hervorragendes Beispiel. Seit die Writer die Vorlage nicht mehr zur Verfügung haben, scheint man doch Probleme zu haben, das Niveau zu halten. Deshalb bin ich ja ohnehin dagegen, so überstürzt mit irgendwelchen Verfilmungen anzufangen. Was sprach denn bitte dagegen, zu warten, bis George R.R. Martin seine Buchreihe beendet hat? Außer vielleicht der Umstand, dass das eventuell gar nicht mehr passieren könnte. Dann hätte man alles schön schwarz auf weiß gehabt, hätte perfekt vorausplanen können, hätte gewusst, was wann und wie passiert und wie viele Staffeln man gebraucht hätte, um das alles wirklich gescheit umzusetzen. Jetzt sind wir an einem Punkt, an dem die Erzählung teilweise dahindümpelt, während andere Storystränge völlig gehetzt wirken. Nicht, dass die Serie schlecht geworden wäre, aber von ihrer Hochphase ist sie leider doch etwas entfernt und ich fürchte, dass wird sich nicht mehr ändern.

7. Zuletzt habe ich im Rahmen des Disney Marathons, der in unregelmäßigen Abständen hier über die Bühne geht Bernard und Bianca Teil 1 und 2 geguckt und das war ziemlich gut, weil Teil 1 schon Spaß macht, aber Teil 2 noch mal so richtig einen drauf legt, mit den ganzen abgefahrenen Tieren und dem Zeichenstil und einfach allem. Es sollten viel mehr Zeichentrickfilme in Australien spielen.

Urwaldabholzung für Hobbytarzane

„It’s A Jungle Out There“ – Back To School, 1986

Ja, ist es. Einer der größten Dschungel aber, ist der Urwald der schlechten Filme, der auf der ganzen Welt wuchert. Und es ist ziemlich sicher, dass er nie gerodet werden wird. Dieser Umstand stellt natürlich eine hervorragende Situation für diesen Blog dar, denn so werden die Themen wohl nie ausgehen. Schwingen wir uns also ins Abenteuer. Passend zu der Dschungelreferenz, starten wir genau dort.

GEORGE OF THE JUNGLE – George der aus dem Dschungel kam – USA – 1997 – 92 Min.

Starring: Ein Mumienjäger und ne Horde Affen

Nach nem Cartoon Opening – schließlich basiert dieser Streifen auf einer Cartoon Serie -. mit grausamen Song knallt George direkt mal vor nen Baum, wodurch der Humor hier schon mal vorgegeben ist. Anschließend erzählt irgend eine Tussi namens Ursula, was sie so im Busch erlebt. Ihr Verlobter Lyle kommt vorbei, der sich von den „besten“ Fährtensuchern hat führen lassen, um seine Zukünftige hier im Nirgendwo zu finden. Die Fährtensucher machen keinen sehr vertrauenswürdigen Eindruck und sind scheinbar nicht die hellsten Dschungelglocken in der Umgebung.

Am nächsten Tag macht man sich auf die Suche nach dem legendären weißen Affen. George knallt irgendwo anders mal wieder vor nen Baum. Die Expedition muss über ne wackelige Brücke. Weil der Verlobte diese, aus Spaß an der Freude, zum Wackeln bringt, schmiert ein Typ von der Brücke ab und fällt 4815162342 Meter in die Tiefe. Da in diesem Film laut Erzähler aber niemand stirbt, erleidet er nur ein paar Kratzer. Der Verlobte will Freundschaft mit dem Verletzten schließen, aber der macht sich über ihn lustig. Eingeschnappt latscht Lyle mit seiner Verlobten los in den Dschungel und der erste Löwe lässt nicht lange auf sich warten. Lyle knockt sich beim Fluchtversuch selbst aus. Glücklicherweise ist George zur Stelle, der, nachdem er mal wieder vor nen Baum geschwungen ist, den Löwen, äh, bekämpft, oder etwas, das so aussehen soll. Dann schwingt er sich mit der Verlobten auf dem Arm gegen den nächsten Baum, weil dieser Gag wohl niemals langweilig wird. Ursula wird dabei ausgeknockt, deshalb nimmt Jungleboy sie mit in sein Baumhaus.

Als sie dort am nächsten Tag aufwacht, trifft sie als Erstes auf Georges Affenbutler und fällt kurz darauf wieder in Ohnmacht, weil dieser sie volllabert. George wundert sich über Ursulas Brüste und sein Affenfreund erklärt ihm, dass sie ein Weibchen ist. Es entsteht das bescheuertste Aufklärungsgespräch ever. Andererseits sollten Eltern vielleicht darüber nachdenken, die Aufklärung ihrer Kinder zukünftig einem Affen zu überlassen, um sich diese Peinlichkeit zu ersparen. Natürlich könnte das zu einigen unangenehmen Situationen für die Kinder führen, aber das ist ja nicht das Problem der Eltern.

Der Verlobte erzählt seinen Fremdenführern, die ihn immer noch, völlig berechtigterweise, für nen Trottel halten, dass der weiße Affe seine zukünftige Frau entführt hat und man macht sich auf die Suche nach ihr.

Ursula will zurück. George ruft seinen Hund zur Hilfe, um das Camp zu finden. Der Hund ist natürlich kein Hund, sondern ein Elefant, den George wie einen Hund aufgezogen hat. George spielt Stöckchen … nein, besser gesagt, Baumstammholen mit Hundilein, dann reitet man los. George schlägt vor, den Tukki-Tukki Vogel aufzusuchen, weil der alles weiß. Der piept halt rum und George rafft natürlich direkt, was abgeht. Ein kleiner Affe hat Probleme. Die anderen Affen lassen ihn nicht mitspielen. George rettet den Tag und inszeniert eine Szene zwischen dem kleinen Affen und einem Löwen, in der der Affe vor seinen Mitaffen wie ein Held wirkt. Dafür lassen sie ihn jetzt mitspielen, schätze ich. Man erfährt es nicht wirklich, weil es auch einfach scheißegal ist.

Die Expeditoren, oder Expedierenden, oder was auch immer, finden einen Fußabdruck im Dschungel, was aber absolut nix mit dem Rest dieses Films zu tun hat. Musste aber wohl trotzdem mal erwähnt werden. George will Ursula das Lianenschwingen beibringen und ballert natürlich wieder vor nen Baum. Anschließend fragt George seinen Affenfreund Ape, wie er Ursula in die Kiste kriegt. Der gibt ihm einige Tipps, die wohl eher nicht hilfreich sein werden, aber mal abwarten.

Lyle will eine Ansprache auf Suaheli halten und es gibt den üblichen bescheuerte Untertitel Gag. George macht sich anschließend an Ursula ran und macht sich aufgrund der Affentipps zum, nun ja, Affen eben. Ape muntert George auf, denn er hat ein Buch gefunden, in dem Anmachsprüche für Menschenweibchen stehen. Unter anderem Klassiker wie: „Entschuldigung, darf ich ihnen mal meine Leopardenfellsammlung zeigen.“ Ich kann nur jedem empfehlen, diesen Spruch mal in der Disko auszuprobieren. Erfolg garantiert, wenn man darauf achtet, ihn nur bei Frauen zu bringen, die ein Oberteil aus Kokosnussschalen tragen. Ursula ist weniger begeistert. Schließlich trägt sie ganz normale Baumwolle. George fällt aus dem Baumhaus, dann wird getanzt.

Die Buschchaoten latschen weiter durch den Dschungel. Lyle fällt in Elefantenkacke. Er hört Ursula in der Nähe und beschließt, sich ranzuschleichen, um den weißen Affen fangen zu können. Als man feststellt, dass der weiße Affe nur ein Typ im Leopardentanga ist, will Lyle ihm mit seinem Pistolenfeuerzeug Angst einjagen. Natürlich wurde vorher versehentlich das Feuerzeug mit ner echten Knarre ausgetauscht und Lyle schießt George an. Dafür landet er im Knast. Ursula bringt George nach Amerika, um ihn dort in ein Krankenhaus zu verfrachten.

Die Wilddiebe, die mit Lyle unterwegs waren, wollen den sprechenden Affen fangen. George genießt das Stadtleben und knallt vor ne Tür, weil eben kein Baum da ist. George rutscht am nächsten Tag beim Duschen auf der Seife aus und stellt sich nackt Ursulas bester Freundin vor, die beeindruckt scheint. Damit so was nicht noch mal passiert, geht man erst mal Klamotten kaufen.

Im Dschungel drehen alle durch, weil George nicht mehr da ist. Der Elefantenhund pisst ans Baumhaus.

Ursulas Mutter sieht sie mit George und macht sich sorgen um die anstehende Hochzeit mit Lyle. George sieht ne Kaffeewerbung und erhält den Eindruck, dass er mit nem guten Kaffee Ursula rumkriegen kann. Nach einer Koffeinüberdosis stellt er die Stadt auf den Kopf und rettet nem Typen auf ner Brücke das Leben. Dabei knallt er natürlich mal wieder irgendwo vor; da sich Wasser meistens, durch einen erheblichen Mangel an Bäumen auszeichnet, ist es dieses Mal ein Boot. Ursulas Mutter sieht das Spektakel, mit anschließendem Kuss von Ursula und George, im Fernsehen und ist geschockt von dem neuen Paar.

Im Dschungel krallen sich die Wilderer den sprechenden Affenbutler. Tukki-Tukki fliegt nach Amerika, um George zur Hilfe zu holen. Dort bringt George Ursula gerade den Dschungelruf bei. Kurz darauf stellt Ursula ihren Eltern den Mann aus dem Dschungel vor. Während ihr Vater sich verständnisvoll zeigt, glaubt Mutter, dass sich ihre Tochter einen Dschungelvirus eingefangen hat. George schwingt mal wieder. In diesem Fall durch die vorbereitete Hochzeitstorte und vor einen Van. Ursulas Freundinnen finden George trotzdem voll scharf. Mutter Beatrice labert George die Idee, mit ihrer Tochter zusammen zu sein, aus, weil sie ihn absolut zum kotzen findet. Am Abend erreicht Tukki-Tukki endlich George und berichtet von Apes Entführung. George macht sich sofort auf, seinen Affenfreund zu retten.

Ursula erfährt davon, dass ihre Mutter George vollgeschwallt hat. Ursula stellt fest, dass sie George liebt und fliegt, fährt, schwimmt, oder was auch immer, ihm hinterher. George kommt derweil in seiner Heimat an. Um schneller laufen zu können, hat er sich aus der Stadt ein Paar Nike Air mitgebracht. An anderer Stelle quatscht Ape seine Entführer zu. Kurz darauf landen sie wieder am Baumhaus, weil sie im Kreis gelaufen sind. Angepisst legen sie sich mit dem Erzähler an, der sich mit ein paar unlustigen Spielchen rächt, wie ihre Stimmen zu pitchen, oder schnell vorzuspulen. George kommt vorbei und kriegt von den Entführern vors Maul. Er kann das Blatt aber wenden, weil Ape ihm empfiehlt, auf die Genfer Konvention zu scheißen. Die Wilderer haben aber Plan B und fangen an Junglegeorge zu kitzeln. Die Tiere des Dschungels eilen zur Hilfe. Ursula kommt auch noch angeschwungen und ballert selbstverständlich vor den nächsten Baum.

Lyle taucht wieder auf, denn er ist aus dem Knast geflohen, hat sich einer Sekte angeschlossen und die Priesterweihe erlangt. Er schnappt sich natürlich Ursula und will sie gegen ihren Willen heiraten. George stellt einen Hilfstrupp aus Affen zusammen. Die Wilderer und Lyles Söldner landen im Käfig und der Elefant hebt das Bein. Denkt euch den Rest …

Lyle und Ursula erreichen eine Höhle, fallen in ein Loch, landen auf ner Wasserrutsche und im Meer, wo ein Schlauchboot wartet. George schwingt hinterher. Lyle startet mit der Vermählung auf dem Schlauchboot, wird aber von heftigen Stromschnellen unterbrochen. George ist am Start und bringt den größten Schwung aller Zeiten, um Ursula zu retten. Um genau zu sein, fliegt er so heftig vor nen Baum, dass dieser umkippt und über dem Fluss liegen bleibt. George zieht Ursula auf den Baumstamm. Lyle fährt weiter in eine dunkle Höhle, wo er sich versehentlich mit einem Affen verheiratet, den er für Ursula hält. Es wurde in dem Film öfters erwähnt, dass der Typ ein Trottel ist, aber damit hat sich dieser Eindruck wohl endgültig bestätigt. Obwohl niemand diese Bestätigung brauchte. Es folgt die Hochzeit zwischen George und Ursula, viel Getanze und das Ende, mit Blick in die Zukunft, inklusive Georges Sohn, der vor nen Ast rennt.

Bevor es dann endlich komplett vorbei ist, zeigt man noch schnell, was Ape jetzt eigentlich macht. Er hat seine eigene Show als Sänger in Las Vegas, ist doch klar. Mit My Way, gesungen vom Affen höchstpersönlich, endet das Debakel dann auch endlich.

Tja, man muss ja fairerweise sagen, dass ein Cartoon, in dem der Hauptcharakter ständig vor Bäume knallt, funktionieren kann. Hey, der Kojote fällt auch seit 40 Jahren von Klippen und es ist lustig. In einem richtigen Film, äh, nicht so wirklich. Aber immerhin haben wir gelernt, dass man mit Elefantenurin problemlos ein Baumhaus fluten kann.