Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Die 5 Besten Filme 2018

Bevor am Wochenende noch der jährliche Weihnachtsschrottfilm hier erscheint und der Filmschrottplatz anschließend in die Winterpause geht, wäre es ja eigentlich noch an der Zeit für den allseits beliebten Jahresrückblick. Allerdings habe ich in diesem Jahr filmisch nicht auf viel zurückzublicken. Das Filmegucken blieb aus Zeitgründen doch sehr stark auf der Strecke. Da nehme ich natürlich Goranas 5 Besten gerne mit, die mir dann doch die Möglichkeit geben, mal schnell zurückzublicken.

DIE 5 BESTEN FILM, DIE ICH IM JAHR 2018 GESEHEN HABE

Ich beschränke mich dabei auf Erstsichtungen, denn alles andere wäre ja langweilig. Und ich kann schon mal sagen, die Auswahl fiel leicht, denn viel mehr als diese 5 Erstsichtungen waren eigentlich nicht wirklich erwähnenswert. Zu dem Film poste ich dann auch immer den Text, den ich direkt nach dem Gucken dazu geschrieben habe. Also los:

5 ANNIHILATION – AUSLÖSCHUNG (2018)

Fühlen Sie sich doof? Merken Sie selbst, wie Ihr Intelligenzquotient ständig abnimmt? Gehen Sie etwa gerne ins Kino?
Dann haben Sie Glück. Denn da ist kein Platz mehr für Filme, die über simples BÄM-KRACH-POW hinausgehen. Kündigen Sie einfach ihren Netflix-Account und Sie werden davon verschont bleiben, über das Gesehene nachdenken zu müssen. Den Hollywood-Studios – allen voran Paramount – sei Dank, können Sie sich einfach im Kinosessel zurücklehnen, andere Leute mit Popcorn bewerfen, wie es von jemandem mit Ihrem Intellekt verlangt wird, und die dröhnenden Explosionen genießen.

Alle anderen hingegen gucken dann auch mal einen Film wie „Annihilation“. Dieser, vom Produzenten solcher filmischer Granaten wie „Geostorm“ und „Terminator: Genisys“ als zu intelligent fürs Kino eingestufte, Film, erfordert sicher etwas Aufmerksamkeit seitens des Zuschauers. Aber letztlich kann man der Sache ganz gut folgen, auch wenn ich auf das Hin- und Herspringen zwischen den Zeiten durchaus hätte verzichten können. Das liegt aber auch eher daran, dass ich persönlich kein großer Fan davon bin, wenn man immer wieder zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hin und her springt. Es ist aber nun auch nicht so, dass das für so große Verwirrung sorgt, dass man den Faden verliert. Die Darstellerleistungen sind durchgehend top und eigentlich zieht nur das CGI den Eindruck etwas runter, was bei mir aber nun mal in der Natur der Sache liegt.

Die große Frage hier ist aber eigentlich folgende: Was ist der „Shimmer“? Und darauf kann man nur antworten: „Shimmer Shimmer Ya, Shimmer Yam, Shimmer Yay“. Denn letztlich ist es keine Frage nach der richtigen Antwort, sondern eine Frage nach der eigenen Interpretation, was es mit allem auf sich hat. Und das ist doch der große Reiz an so einem Film. Man will nicht alles vorgekaut kriegen. Man will sich selbst Gedanken machen. Man will, dass einen so ein Film nachhaltig beschäftigt. Man will den Film mehrmals gucken, um neue Dinge zu entdecken.

Aber vielleicht bin ich da auch einfach eine Minderheit. Eine aussterbende Spezies von Menschen, die Filme nicht immer nur wegen dem Unterhaltungswert gucken, sondern auch gerne mal eine Erfahrung darüber hinaus erleben. Es ist nur traurig zu wissen, dass solche Filme in Zukunft wohl als „Direct-to-VoD“-Phänomen hingeschludert werden. Aber wie wir wissen, wiederholt sich Geschichte nun mal. „Video killed the Radiostar.“ Und „Hollywood kills the Cinemastar.“ Müssen wir nur noch abwarten, wer oder was dann letztlich Hollywood killt, damit wir mehr solcher Filme kriegen. Solange denke ich über den „Shimmer“ nach …

4 UNDER THE SHADOW (2016)

Wenn es sonst kaum noch jemand hinkriegt, dann muss eben der Iran um die Ecke kommen, um uns zu zeigen, dass man auch heute noch gute Horrorfilme machen kann. Und das funktioniert am besten, wenn man sich Zeit für die Figuren und die Geschichte lässt und den Horroraspekt eher zurückhaltend aber dafür um so eindringlicher präsentiert. Der Umstand, dass man sich hier einem Setting bedient, das für sich alleine schon der wahre Horror ist, rundet das Bild dann zusätzlich ab. Jeder westliche Horrorregisseur sollte sich den Film angucken, um zu verstehen, dass es nicht jede Menge Schockmomente und Rambazamba am Fließband benötigt, um dem Zuschauer ein Gefühl von Angst und Schrecken zu vermitteln. Denn eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall, wie dieser Film beweist.

3 VIDEODROME (1983)

Hach, die 80er. Es ist doch einfach alles traumhaft. Man bekam schnell Brüste zu sehen, die Leute rauchten alle drei Packungen Kippen am Tag, Männer waren noch echte Männer, die nur vom Ficken halluzinierten und die Effekte waren einfach nur großartig. Cronenberg hat für seine Filme ja scheinbar ohnehin immer Spezialisten versammelt, die aus jedem praktischen Effekt noch den letzten Würgreiz herausholen. Alleine dafür lohnt sich der Streifen.
Aber auch die ständig mitschwingende Medienkritik und die Geschichte um einen angeblichen Snufffilm, der angeblich für eine Gehirnwäsche sorgt oder so, gibt genug her, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. Cronenberg präsentiert das ganze als langsam steigenden Wahnsinn, bei dem weder der Protagonist noch der Zuschauer genau weiß, was eigentlich abgeht.
Alles in Allem also ein sehr guter Streifen. Cronenberg war in den 80ern einfach der Knaller, mit interessanten Geschichten und Effekten, wobei ja immer die Gefahr besteht in den ultimativen Trashbereich abzudriften. Aber Cronenberg ist eben ein echter Könner und deshalb kriegt man stattdessen einen starken Film.

2 BOHEMIAN RHAPSODY (2018)

Wenn man mit einem Grinsen und einer Ladung von Ohrwürmern im Kopf aus dem Kino kommt, weiß man, man war in einem Queen-Film.

Ausführlicher hier: Mal aktuell-Bohemian Rhapsody

1 CAPTAIN FANTASTIC (2016)

Aragorn, der alte Hippie, fährt mit seinen sechs Kindern im Bus durch die Walachei und das Ganze macht mehr Spaß, als es eigentlich dürfte.
Mortensen ist super hier und die Kids machen ihre Sache auch sehr gut. Zwischen Jagd und Aufklärungsgespräch wächst einem die Familie ziemlich schnell ans Herz. Dieses „gerade heraus die Welt erklären“ ist einfach unglaublich sympathisch. Ich finde ja ohnehin, dass man Kindern ruhig auch mal die Wahrheit über die Dinge sagen kann und nicht immer auf „alles ist toll“ machen sollte. Richtig gut wird das natürlich dann, wenn man Eltern dabei hat, die das nicht so sehen oder wenn man eine der besten Grabreden aller Zeiten hält. Die zweite Hälfte des Films steht also sehr stark unter dem Aspekt der gegensätzlichen Ansichten, dem Hinterfragen des eigenen Weltbilds und dem Kennenlernen einer neuen „Welt“. Und das macht so einen Film dann eben auch interessant … nein, menschlich.
Und als Bonus gibt es auch noch eine grandiose Version von „Sweet Child O‘ Mine“ obendrauf. Ein … nun ja, fantastischer Film.

HONORABLE MENTIONS: THE STING, THE MARTIAN

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Portalgespickte Erdverteidigung unter Führung sterblicher Götter

Letzte Woche gab es den unterhaltsamen ersten Teil, also machen wir doch direkt mit dem, in allen Belangen schlechteren, Nachfolger weiter:

MORTAL KOMBAT: ANNIHILATION – USA – 1997 – 95 Min.

Natürlich konnte man kaum jemanden aus dem Erstling überreden, bei dieser Scheiße auch noch mitzumachen. Also übernahm John R. Leonetti die Regie. Jahre später wechselte er ins Horrorfach und machte unter anderem den Puppenhorror „Annabelle“. Paul W. S. Anderson sagte später in einem Interview, dass er nach Sichtung des Films doch lieber dabei geblieben wäre, damit der nicht so scheiße wird. Deshalb entschied er dann bei der „Resident Evil“ Reihe, bis zum letzten Teil dabei zu bleiben. Hat ja echt geholfen.
Brent V. Friedman schrieb interessanterweise neben dem Drehbuch zu diesem Streifen auch die Geschichten zu ein paar Videospielen. Sein Kollege Bryce Zabel … nicht.
Von den Darstellern haben sich nur Robin Shou als Liu Kang und Talisa Soto als Kitana getraut, ihren Namen auch für die Fortsetzung herzugeben. Donnergott Rayden wird jetzt von James Remar verkörpert, den der ein oder andere vielleicht als Vater von „Dexter“ kennt. Nachdem für den ersten Teil Cameron Diaz absagen musste und man scheinbar mit der Neubesetzung nicht ganz zufrieden war, nahm man mit der Schweizerin Sandra Hess eine Frau mit noch größeren Hupen für Sonya Blade.

Der Film beginnt natürlich mit dem gleichen Technogedudel wie Teil 1 und ich dachte für einen Moment, ich hätte die falsche DVD eingelegt, weil selbst der komplette Vorspann der exakt selbe ist. Dann steigen wir direkt da wieder ein, wo der Vorgänger endete und die Kämpfer von Outworld regnen auf die Erde. Glücklicherweise sind es alles absolute Flaschen, die man locker weghauen kann. Nun ja und natürlich Shao Khan und sein Gefolge, bestehend aus Rain, Ermac, Sheeva und Sindel, die nebenbei die Mutter von Kitana und selbst beim ersten Satz schon im absoluten Overactingmodus ist. Khan und Rayden kämpfen ein bisschen rum, dann will Khan Sonya killen, aber Johnny Cage eilt zur Rettung und wird stattdessen gemetzelt. Natürlich mit einem simplen Genickbruch, denn alles andere wäre ja zu brutal für Mortal Kombat.

Unseren grandiosen Helden bleiben genau 6 Tage, um die Erde zu retten. Warum, wissen sie selbst nicht. Sonya will Khan killen, weil sie Johnny ganz toll fand. War zwar im ersten Teil noch nicht so, aber was sich neckt, das liebt sich und so. Rayden will die alten Götter besuchen, damit die sich um Khan kümmern, der ja nicht einfach so die Regeln brechen kann, wie er lustig ist. Wo kämen wir da denn hin. Die anschließende Reise mit irgendwelchen Supertransportkugeln könnte billiger kaum sein.

Shao Khans Vater ist nicht erfreut, dass sein Sohn Rayden nicht getötet hat. Ich habe nebenbei absolut keine Ahnung, wer Khans Vater sein soll. So tief stecke ich dann doch nicht in der Materie. Kang und Kitana tapern derweil durch irgendwelche Katakomben und wollen die ungestörte Zeit zum Poppen nutzen, aber Cyborg Smoke unterbricht den Spaß und es wird rumgekloppt. Sub-Zero kommt vorbei und vereist Smoke, bevor der gewinnen kann. Es ist natürlich nicht Sub-Zero aus Teil 1, sondern dessen Bruder. Die Eltern der beiden müssen wirklich kreativ gewesen sein, wenn sie beide Söhne Sub-Zero genannt haben. Ich bin mir nicht sicher, ob Scorpion auch einen Bruder hat, aber er taucht jedenfalls auf und bekämpft Sub-Zero, weil … einfach so. Dann entführt er Kitana durch ein Portal und Kang muss Sub-Zero folgen.

Rayden und Sonya sind … irgendwo und Sonya soll Jax finden, der scheinbar in irgendeiner Basis herumliegt und sich Stahlarme hat bauen lassen. Dann kommt der Cyborg Cyrax vorbei und es wird mal wieder rumgekloppt. Und wie man einen Cyborg tötet, ist wohl jedem klar: Mit einer Mehlstaubexplosion. Viel dümmer wird es nicht mehr werden … obwohl, ich lehne mich lieber nicht zu weit aus dem Fenster.

Sheeva und Motaro der Minotaurus kriegen sich in die Köppe, aber dann kommt Khan rein und killt Rain, weil der Kabal und Stryker nicht getötet hat, was irgendwie einen Hauch von Ironie mit sich bringt, da er selbst ja auch Rayden hat leben lassen, aber ich denke besser nicht zu viel darüber nach. Sindel wird zur neuen Generälin (heißt das so) gemacht und eigentlich ist es völlig egal.

Liu Kang tapert durch die Wüste und ich habe keine Ahnung, wo Sub-Zero plötzlich abgeblieben ist. Dem ist es vermutlich einfach zu warm da. Jedenfalls trifft er dort den Indianer Nightwolf, der ihm erstmal einen Drogentrip verpasst. Nach dem Drogentrip schneit es und Jade kommt in Unterwäsche angelatscht, um Liu Kang vollzuquatschen und mit ihm rumzumachen. Aber der will sich lieber für Kitana warmhalten und Jade ballert ihm eine. Dann hat sie plötzlich Klamotten an und einen Kampfstab und es wird rumgekloppt. War natürlich alles nur ein Test.

Kitana sitzt im Käfig und Shao Khan will sie auf seine Seite ziehen, aber die rotzt ihm lieber in die Visage.

Sonya und Jax latschen durch die Gegend und Jax will wissen, was eigentlich Phase ist. Aber natürlich wird erstmal rumgekloppt, denn Mileena taucht auf und sie hat ihre spitzen Messerchen dabei. Ich denke, es überrascht niemanden, dass man den Kampf in einer Schlammpfütze stattfinden lässt, damit die Mädels schon schlampig aussehen. Nach der Niederlage pult sich wie zuvor bei Cyrax auch bei Mileena ein kleiner Drache aus der Haut. Irgendein großes Drachenvieh kommt dann noch schnell vorbei, aber Jax hämmert es in die Erde. Viel dümmer wird es nicht mehr werden … ach, lassen wir das.

Rayden ist bei den alten Göttern und beschwert sich bei den Weltschiedsrichtern über Shao Khan, der einfach nicht fair spielen will. Den Göttern ist das aber scheißegal. Rayden beschließt, seine Unsterblichkeit aufzugeben, um irgendwie Kitana und Sindel zu vereinen, damit sich die Portale schließen. Ich raffe es auch nicht, aber wen interessierts.

Beim Tempel der alten Götter treffen sich dann alle von gut bis böse. Und Rayden mit neuem Kurzhaarschnitt. Der gibt erstmal allen Tipps, was ihre Stärken und Schwächen sind und macht Jax klar, dass er seine Stahlarme nicht braucht. Durch seine Sterblichkeit schwinden auch seine Kräfte und er kriegt es gerade so gebacken, ein Portal zu öffnen, bevor der ganze Tempel durch einen Schrei von Sindel zerstört wird.

In Outworld führt Jade die Gruppe durch einen Geheimgang ins Schloss von Shao Khan, um Kitana zu retten. Das geht natürlich nicht ganz ohne Rumgekloppe über die Bühne. Rayden muss sich mit Noob Saibot, einem Schattenninja, herumschlagen und Liu Kang kriegt es mit Baraka in grandios billiger Maske zu tun. Anschließend kommt noch Sheeva um die Ecke, aber sie wird mal eben so nebenbei von dem Käfig erschlagen, in dem zuvor Kitana festgehalten wurde. Hervorragend, wie man hier das Gefolge von Khan verheizt, als wären sie die letzten Lappen. Okay, sind sie auch, aber das hätte man ja nicht so offensichtlich machen müssen.

Wie sich herausstellt, hat Jade die ganze Zeit gegen die Gruppe gearbeitet und der Plan mit der Verbündung von Kitana und Sindel geht auch nicht auf. Gut, den hat ohnehin keiner kapiert, also ist es wohl wenig überraschend. Es folgt: Story. Und glaubt mir, es ist eine komplizierte Geschichte. Also, passt auf: Jax hat die Schnauze voll und will nur noch den Sterblichen vertrauen. Aber Rayden ist jetzt auch sterblich, also ist er in einem Zwiespalt, ob er ihm jetzt vertrauen soll. Besser wird die Sache nicht gerade dadurch, dass Rayden ein Tattoo hat, das Sonya bekannt vorkommt. Denn das Zeichen sind die kleinen Drachen, die bei Cyrax und Mileena weggeflogen sind. Rayden erklärt, dass das ein Familienwappen ist und es ihm ermöglicht, durch die Welten zu reisen. Aber nur Familienmitglieder haben es und nur alte Götter können es verleihen. Zufällig ist sein Vater ein alter Gott und hat Cyrax und Mileena diese vorübergehenden Male verliehen, damit sie die Welten wechseln können. Klar soweit? Das ist aber noch nicht alles, denn scheinbar arbeitet der Vater von Rayden mit Shao Khan zusammen und wen wunderts: Shao Khan ist Raydens Bruder. Die beiden haben damals gegeneinander gekämpft und Rayden gewann, aber er konnte seinen Bruder nicht töten. Deshalb muss das jemand anderes übernehmen, aber Rayden wird für sie beten. Ist ja nett von ihm.

Raydens Bruder haut gerade Jade eine runter, weil die irgendwas falsch gemacht hat und verfüttert sie an den komischen Drachen, den Jax vorhin bekämpft hat. Auf Sindel ist er auch nicht gut zu sprechen, was Motaro freut, der gerne General wäre.

Es kommt zum großen Finale und Shao Khan killt Rayden und Papa findets toll. Kang kämpft also gegen Khan, Motaro und Jax prügeln sich, Kitana übernimmt natürlich Sindel und für Sonya bleibt Ermac über, der bisher absolut nichts gemacht hat, außer rot zu sein. Es sollte klar sein, dass die Guten nach und nach ihre Gegner platt machen und es nur noch an Liu Kang hängt. Der animiert dann seine animalische Seite und verwandelt sich in einen Drachen, der so unglaublich scheiße aussieht, dass man sich schon aus Prinzip fragen muss, wer das für eine gute Idee hielt. Shao Kahan hat natürlich auch so eine Verwandlung drauf und es kommt zum großen, dämlichen, langweiligen Drachenkampf. Viel dümmer wird es jetzt wirklich nicht mehr werden.

Beide verwandeln sich zurück und Shao Khan stellt fest, dass er plötzlich sterblich ist, was sein Vater damit erklärt, dass es eben Konsequenzen gibt. Das muss als Erklärung dann auch reichen. Konsequenzen für was, wird nicht erwähnt. Er will Kang selbst töten, aber die alten Götter kommen vorbei und erklären, dass der Kampf fair im Mortal Kombat stattfinden muss. Natürlich gewinnt Kang und Khan und sein Vater verrecken auf die denkbar schlechteste Art und Weise, die mit CGI zu berwerkstelligen ist. Ich meine, musste man den Vater wirklich zusammenfalten wie einen Notizzettel? Nichts gegen Origami, aber doch nicht so.

Alles ist Friede, Freude, Eierkuchen und sogar Rayden wird von den alten Göttern wiederbelebt, damit er den Platz seines Vaters in den Reihen der alten Götter einnehmen kann. Kang freut sich, denn er kann endlich Kitana knallen und das wars. Ich gehe meinen inneren Drachen zähmen …

Monatsrückblick – März 2018

Der März ist da! Und ich komme trotzdem zu nichts. Aber ein paar wenige Filme habe ich immerhin zu sehen gekriegt. Den Anfang machte der mittlerweile monatlich erscheinende „Netflix tötet das Kino Rumgeflenne“-Film:

ANNIHILATION – AUSLÖSCHUNG

Fühlen Sie sich doof? Merken Sie selbst, wie Ihr Intelligenzquotient ständig abnimmt? Gehen Sie etwa gerne ins Kino?
Dann haben Sie Glück. Denn da ist kein Platz mehr für Filme, die über simples BÄM-KRACH-POW hinausgehen. Kündigen Sie einfach ihren Netflix-Account und Sie werden davon verschont bleiben, über das Gesehene nachdenken zu müssen. Den Hollywood-Studios – allen voran Paramount – sei Dank, können Sie sich einfach im Kinosessel zurücklehnen, andere Leute mit Popcorn bewerfen, wie es von jemandem mit Ihrem Intellekt verlangt wird, und die dröhnenden Explosionen genießen.

Alle anderen hingegen gucken dann auch mal einen Film wie „Annihilation“. Dieser, vom Produzenten solcher filmischer Granaten wie „Geostorm“ und „Terminator: Genisys“ als zu intelligent fürs Kino eingestufte, Film, erfordert sicher etwas Aufmerksamkeit seitens des Zuschauers. Aber letztlich kann man der Sache ganz gut folgen, auch wenn ich auf das Hin- und Herspringen zwischen den Zeiten durchaus hätte verzichten können. Das liegt aber auch eher daran, dass ich persönlich kein großer Fan davon bin, wenn man immer wieder zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hin und her springt. Es ist aber nun auch nicht so, dass das für so große Verwirrung sorgt, dass man den Faden verliert. Die Darstellerleistungen sind durchgehend top und eigentlich zieht nur das CGI den Eindruck etwas runter, was bei mir aber nun mal in der Natur der Sache liegt.

Die große Frage hier ist aber eigentlich folgende: Was ist der „Shimmer“? Und darauf kann man nur antworten: „Shimmer Shimmer Ya, Shimmer Yam, Shimmer Yay“. Denn letztlich ist es keine Frage nach der richtigen Antwort, sondern eine Frage nach der eigenen Interpretation, was es mit allem auf sich hat. Und das ist doch der große Reiz an so einem Film. Man will nicht alles vorgekaut kriegen. Man will sich selbst Gedanken machen. Man will, dass einen so ein Film nachhaltig beschäftigt. Man will den Film mehrmals gucken, um neue Dinge zu entdecken.

Aber vielleicht bin ich da auch einfach eine Minderheit. Eine aussterbende Spezies von Menschen, die Filme nicht immer nur wegen dem Unterhaltungswert gucken, sondern auch gerne mal eine Erfahrung darüber hinaus erleben. Es ist nur traurig zu wissen, dass solche Filme in Zukunft wohl als „Direct-to-VoD“-Phänomen hingeschludert werden. Aber wie wir wissen, wiederholt sich Geschichte nun mal. „Video killed the Radiostar.“ Und „Hollywood kills the Cinemastar.“ Müssen wir nur noch abwarten, wer oder was dann letztlich Hollywood killt, damit wir mehr solcher Filme kriegen. Solange denke ich über den „Shimmer“ nach …

Dann habe ich einfach mal zur Entspannung einen alten Knaller reingeschmissen, der heute vermutlich etwas in Vergessenheit geraten ist:

NO ESCAPE – FLUCHT AUS ABSOLOM

Ausnahmen bestätigen die Regel, sagt man. In diesem Fall ist das so. Denn der deutsche Titel „Flucht aus Absolom“ klingt einfach tausendmal cooler als das lahme Original „No Escape“.
Ausnahmen bestätigen auch die Regel, wenn man eigentlich davon ausgehen müsste, dass einem eine absolute Actiongurke der 90er bevorsteht, dann aber ein durchaus unterhaltsamer Quark herauskommt, der zwar nicht so richtig Sinn ergibt, aber dafür eine Menge Spaß macht.
Ausnahmen bestätigen ebenfalls die Regel, wenn nicht mal Ray Liotta in der Hauptrolle (in der er ausschließlich unter der Regie von Martin Scorsese überzeugen konnte) so einen Film zerstören kann. Denn sind wir mal ehrlich: Liotta ist nun nicht gerade eine Charismagranate, für den man als Zuschauer mitfiebert. Dafür wird er hier aber von den Schauspielkoryphäen Lance Henriksen und Ernie Hudson unterstützt, die eigentlich nicht mal ansatzweise Koryphäen sind, aber passt halt schon. Die Show stiehlt ohnehin Stuart Wilson als Antagonist, der Weihnachtslieder trällert.

Hier funktioniert das komischerweise alles. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich solche dystopischen Escape-B-Movies einfach cool finde.

Insgesamt: 8

Rewatches: 1

Schrott: 6

Der Schrott überwiegt diesen Monat stark. Das liegt einfach daran, dass ich kaum Zeit habe und für den Filmschrottplatz etwas vorarbeiten muss, damit es hier auch immer den wöchentlichen Schrottfilm zu genießen gibt. Alles andere bleibt dabei erst mal auf der Strecke.

Im Serienbereich habe ich mal mit „Dark“ auf Netflix angefangen. Nach zwei Folgen kann ich bisher nur sagen, dass die Darsteller zum Teil besser nicht reden sollten, da es dann recht anstrengend wird. Preisverdächtige Leistungen sucht man da eher vergeblich.