Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Pandoraistische Abenteueraction rund um die Welt

Videospielverfilmungen haben ja in den letzten Jahren etwas nachgelassen. Also, nicht im Sinne von „sie sind beschissener geworden“, denn das war kaum möglich. Aber ich habe das Gefühl, dass es nicht mehr so viele Videospielverfilmungen gibt, wie es mal der Fall war. Vielleicht hat man in Hollywood gemerkt, dass man nicht jeden Scheiß verfilmen muss, der mal irgendwie zusammengepixelt wurde. Aber jetzt kommt eine Abenteurerin daher und will zeigen, dass auch Videospielverfilmungen gut sein können. Man wird sehen, ob sie Recht behält. Der erste Versuch, diese Figur auf die Leinwand zu bringen, war jedenfalls eher mäßig. Für eine noch grauenhaftere Fortsetzung hat es aber dennoch gereicht. Die Rede ist natürlich von:

LARA CROFT TOMB RAIDER: THE CRADLE OF LIFE – Die Wiege des Lebens – 2003 – USA – Deutschland – Japan – UK – 117 Min.

Als Regisseur für den Spaß hat man sich damals Jan de Bont rangeholt, der in den Neunzigern mit „Speed“ und „Twister“ immerhin zwei durchaus unterhaltsame Actionstreifen fabriziert hat. Danach ging es dann bergab und nach diesem Film hier war es dann ganz vorbei mit der Regiekarriere. Das alleine sollte schon aussagekräftig genug sein.
Geschrieben wurde der Quatsch von Dean Georgaris, der immerhin auch für „The Manchurian Candidate“ die Feder geschwungen hat, der aber hiermit rein gar nichts zu tun haben dürfte. Die Story stammt von James V. Hart, der schon „Bram Stokers Dracula“, „Hook“ und „Sahara“ schrieb und von Steven E. De Souza, der unter anderem den besten Actionfilm aller Zeiten „Die Hard“ schrieb. Wie konnte bei diesem Film bloß so eine Grütze herauskommen?
Um aber überhaupt nichts dem Zufall zu überlassen und eine absolute Gurke zu garantieren, hat man einen Cast versammelt, der wirklich seinesgleichen sucht. Lara Croft wird natürlich von Angelina Jolie verkörpert, die damals eben aussah wie Lara Croft, was vermutlich der einzige Grund ist, warum sie diese Rolle gekriegt hat, denn an ihrem Talent kann es sicher nicht liegen. Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, wie grauenhaft ich Jolie vor der Kamera finde? Nein? Der Film wird mir sicherlich die ein oder andere Gelegenheit dazu bieten. Gerard Butler, seines Zeichens einer von 300 Spaten und völlig austauschbarer Actionheinz, spielt Terry Sheridan. Und um das ganze abzurunden, hat man noch Til Schweiger als Sean verpflichtet, der so wichtig ist, dass er nicht mal einen Nachnamen hat. Na, wenn das mal nicht ein großer Spaß wird …

Partytime in Griechenland. Ist das eine Hochzeit? Ja, sie haben einen DJ, der nur Scheiße spielt und alle Gäste nervt. Es muss eine Hochzeit sein. Ein Erdbeben beendet den Reigen allerdings. Es ist nicht übermittelt, ob die beschissene Musik für die tektonischen Verschiebungen verantwortlich ist, aber die Vermutung liegt nahe. Hoffentlich ist der DJ draufgegangen.

Irgendwelche griechischen Typen schippern auf einem Boot rum und Lara Croft kommt auf ihrem Jet Ski vorbei und zieht eine Megashow ab. Das ist also Lara Croft. Immer schön einen auf dicke Hose machen, damit jeder sie knallen will. Top Darstellung der Figur, muss ich sagen. Die Gamer der 90er wollten ja auch alle die Videospielfigur nackt sehen. Ich glaube, es ist bis heute nicht geklärt, ob es wirklich einen Nacktcheat gab, durch den man die dreieckigen Polygontüten von Lara im Spiel sehen konnte. Jedenfalls suchen sie irgendeinen Schatz von Alexander dem Großen und tauchen deshalb ab.

In einem Unterwassertempel klettert Lara etwas rum und dann kommen irgendwelche asiatischen Typen und killen Laras griechischen Freunde. Lara wird angeschossen und fällt ins Wasser und die Asiaten klauen den Schatz. Natürlich kann Lara sich retten, indem sie aus der Höhle taucht und einem Hai eins in die Fresse haut, an dessen Rückenflosse hängend sie dann an die Oberfläche schwimmt. Bei einer Serie wäre das wohl bereits der Jump The Shark Moment. Und das nach gerade mal 15 Minuten.

Wie sich herausstellt, geht es in diesem Film wohl um die Büchse der Pandora und den MI6. Brauchte man wirklich Til Schweiger, um das zu erklären? Lara trainiert mit irgendeinem Honk und reitet zwei Sekunden später durch einen Wald. Ach so, ist auch Training. Dann kommt aber ein Helikopter angeflogen und das MI6 klärt Lara auf, dass Chen Lo ein ganz böser Typ ist und Lara ihn aufhalten soll, oder so. Warum hat Lara eigentlich diesen Akzent, den ich keinem irdischen Land zuordnen kann? War bestimmt eine idee von Jolie, so zu labern. Bringt der Figur wohl mehr Tiefe und so. Oder es nervt einfach.

Lara hat jedenfalls Ahnung ohne Ende und erzählt was Alexander dem Großen, Pandoras Büchse und der Wiege des Lebens und irgendwie ist das alles miteinander verwoben. Ich mag ja solchen geschichtlichen Humbug. Bei Indy hat man sich ja auch immer was aus den Fingern gesogen. Nur waren die Filme besser, als dieser Käse es bisher ist. Oder erinnert sich noch jemand an die Nicolas Cage Filme mit der Schnitzeljagd nach irgendwelchen historischen Sachen? Ich bin vermutlich der Einzige, der die wirklich mag.

Lara braucht Hilfe und holt Terry aus dem Knast. Dann geht es nach China und Lara kennt eine Abkürzung nach Chen Lo und man heizt mit Mopeds über die chinesische Mauer. Und weil man sonst nichts zu tun hat, liefert man sich noch ein kleines Rennen. Ich ignoriere hier nebenbei bewusst alles, was irgendwie in Richtung „Lara und Terry werden noch ficken“ geht. Wir wissen alle, dass es passieren wird.

Til Schweiger nimmt einen Asiaten in die Mangel und sprüht ihm irgendwas in die Augen. Da er nichts erzählt wird er abgestochen. Chen Lo sagt irgendwelchen asiatischen Typen, dass sie Croft nicht unterschätzen sollen. Die wird gerade zusammen mit Terry von irgendwelchen asiatischen Typen gefangen genommen. Es gibt einfach viel zu viele asiatische Typen in diesem Film. Wer zur Hölle sind die ganzen Affen? Es wird irgendwas verhandelt oder besprochen oder einfach nur rumpalavert und dann wird gekämpft und natürlich gewinnen Lara und Terry und Lara erfährt, wo sie hin müssen. Ich checke gar nichts hier. Wer waren diese asiatischen Typen jetzt genau?

In Shanghai verhindern Lara und Terry die Übergabe einer Kiste an Chen Lo. Ich denke mal, dass darin die Büchse der Pandora ist, aber so wirklich gesagt wurde das nicht. Lara bringt in einem Am-Helikopter-Herumschwing-Move einen Sensor daran an und so können sie Chen Lo verfolgen. In dessen Labor, oder was auch immer das ist, kommt es zum Schusswechsel mit Til Schweiger. Und es wäre wirklich besser gewesen, wenn der einfach seine Fresse gehalten hätte, statt schlechte Sprüche rauszuhauen. Und leider überlebt er auch noch, denn Lara erschießt ihn nicht, sondern knockt ihn nur aus. Dann hackt sie sich in einen Computer, um irgendwas zu machen. Ach so, Chen Lo will einen Virus verbreiten. Ist ja einfallsreich. Wartet mal, das Labor war mitten in einem Kaufhaus? Was ist das denn wieder für ein Quatsch? Dieser Film macht mich fertig.

Lara und Terry fliehen und Til steht auch wieder und nimmt die Verfolgung auf. Aber mit einer Paraglidingaktion vom Dach können sich unserer Helden retten und jetzt haben sie die goldene Kugel, die eine Karte oder sowas sein soll. Lara traut Terry aber nicht mehr und kettet ihn an den Tisch, weil der Bryce getötet hat. Keine Ahnung, wer Bryce nochmal war, aber Lara mochte ihn scheinbar.

Kommen wir zum einzigen Highlight des Films: Eine Familie auf einem Fischerboot guckt „Sponge Bob“ auf Mandarin. Ich habe wirklich keine Ahnung, warum Lara sich ausgerechnet bei denen einnistet, um mit einer Webcam und der goldenen Kugel eine Verbindung zu Bryce herzustellen. Hä, ich dachte, Bryce ist tot. Labert hier wirklich jeder nur gequirlte Scheiße? Und muss man wirklich tausend Leute einführen, die völlig nichtssagend sind, die dann angeblich tot sind, aber doch wieder da, um den Zuschauer alle fünf Minuten zu verwirren? Jedenfalls zeigt die Kugelkarte auf Afrika und da muss Lara hin. Bryce wird nebenbei von Chen Lo gefangen genommen. Und Terry fragt auf dem Fischerboot, wo Lara hin ist. Woher weiß der, dass sie überhaupt da war? Das ergibt alles keinen Sinn!!!

Djimon Hounsou versucht durch seine Anwesenheit in Afrika zu retten, was ohnehin bereits verloren ist. Er führt Lara zu einem Stamm, der die Wiege des Lebens kennt. Sie wollen, dass Lara abhaut, aber sie erklärt, dass irgendwelche asiatischen Typen kommen werden, also muss sie die Wiege des Lebens retten, oder sowas. Auf dem Weg zur Wiege des Lebens kommen diese bösen Typen dann auch und es wird rumgeballert. Lara wird mal wieder gefangen genommen und Chen Lo will, dass sie ihm hilft, die Büchse der Pandora zu finden. Als Druckmittel hat er Bryce dabei und natürlich hilft Lara. Es ist eben das kleine Story Einmaleins. Simpel, aber es funktioniert. Brauchte es da vorher wirklich die achtmillionen sinnlosen Schwachsinnszenen, die nicht mal Sinn ergeben würden, wenn man noch achtzehn Fortsetzungen mit Erklärungen drehen würde?

In der Höhle der Pandora lauert scheinbar etwas horrormäßiges und killt Chen Los Leute. Ja gut, wir hatten hier halt noch keine Ungeheuer aus einer anderen Dimension oder sowas und man muss nun mal die Schwachsinnsskala bis zum Anschlag füllen, also passt das schon. Da darf natürlich auch die Szene, in der sich einer der Söldner in die Hose pisst, nicht fehlen. Lara wirft die goldene Kugel in ein Loch und dadurch zerfallen die komischen Viecher zu Staub, was natürlich keinerlei Erklärung bedarf. Für Til kam die Hilfe allerdings zu spät, denn er fällt den Dingern noch zum Opfer.

Terry ist wieder da und spielt erstmal keine Rolle, denn Lara und Chen Lo kloppen sich und Lo fällt in die Wiege des Lebens, die aus schwarzer Säure besteht. Damit ist Lo hinüber und Terry kann noch schnell ihre Wunden verarzten. Er will die Büchse der Pandora mitnehmen, aber Lara ist dagegen und dieser Film endet einfach nie. Lara erschießt ihn und es folgt der Abspann, der passend zum Film nie endet und siebentausend Songs in 10 Minuten quetscht. Es könnte glatt die Halftimeshow beim SuperBowl sein. Ich gehe die Büchse der Pandora öffnen …

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Internationale Organisation von Männern gegen die Herrschaft der Amazonen

Superhelden sind nach wie vor in aller Munde. Ob das nun gut oder schlecht ist, müssen andere entscheiden. Aber ich gebe zumindest einen Denkanstoß: Es ist schlecht. So, hätten wir das auch geklärt. Wenn wir aber schon von den Supermännern und Wunderfrauen erschlagen werden, kann der Filmschrottplatz das natürlich nicht komplett ignorieren. Deshalb gibt es hier heute einen Film voller Supermänner und Wunderfrauen, der absolut nichts mit Superheldenfilmen zu tun hat. Super wird es aber trotzdem:

SUPERUOMINI, SUPERDONNE, SUPERBOTTE – Super Stooges VS The Wonder Women – Sie hauen alle in die Pfanne – 1974 – Italien – Hong Kong – Mexiko – 105 Min.

Die Musik in den Opening Credits könnte direkt aus einem Zirkus stammen, wenn 42 Clowns in einen VW Käfer gequetscht in die Arena fahren. Ich bin mir noch nicht sicher, ob das ein gutes Zeichen ist. Der Kontrast durch die folgende ernsthafte Musik, während man in einem Dorf von Gladiatorinnen einige Bogenschützinnen killt, macht es nicht besser. Wer auch immer die Musik hier zusammengestellt hat, muss sich in einer eigenartigen Phase seines Lebens befunden haben. Der Kampf der Gladiatorinnen, inklusive Stacheln auf dem Boden, in die man besser nicht fallen sollte, erinnert an den Tanzunterricht im Atenheim, um die Senioren bei Laune zu halten. Spektakuläre Action sollte man hier also wohl besser nicht erwarten.

Die Amazonenkönigin will jedenfalls das heilige Feuer haben, oder so. Irgendwo verbirgt sich hier also tatsächlich auch eine Story. Mal schauen, ob die in der Kellerbar voran geht, in der ein schwarzer Mann sich gerade irgendetwas wirklich widerlich aussehendes reinschaufelt. Irgendwelche Fatzken machen einen auf dicke Hose und der Schwarze macht sie alle platt. Ach so, und er hat scheinbar eine Superkraft, mit der er jeden einfach wegpusten kann. Also im Sinne von Wind und so. Und er kann einen Mann dribbeln wie einen Basketball. Ob das als Superkraft durchgeht, weiß ich aber nicht genau. Die Soundeffekte sollen dabei wohl sowas wie Comedy reinbringen. Hat bei Bud Spencer und Terence Hill eindeutig besser funktioniert. Wieso haben die eigentlich nie einen Gladiatorenfim gemacht? Das wäre doch sicher der absolute Knaller gewesen.

Zwei Typen in einem Baum bespannen einen Asiaten, die durch die Gegend reitet. Einer von ihnen fällt vom Baum und wo man schon mal auf Augenhöhe ist, ruft er seine Schergen zusammen, um den Asiaten auszurauben. Der säbelt ihnen aber allen die Hosen auf und versohlt ihnen den Arsch. Soll wohl etwas Comedy reinbringen. Hat bei Jackie Chan eindeutig besser funktioniert. Wieso hat der eigentlich nie einen Film zusammen mit Bud Spencer und Terence Hill gemacht? Das wäre doch sicher der absolute Knaller gewesen.

Nach dem lahmsten Kung Fu Kampf der Filmgeschichte zwischen dem Asiaten und einer Asiatin wird rumgeturtelt und ich verstehe immer noch nicht, was zum Geier in diesem Film eigentlich die Handlung sein soll. Vielleicht kann mir dabei ja die Gruppe von Amazonen helfen, die gerade durch die Gegend reitet und ein Dorf mit genau drei Einwohnern in Angst und Schrecken versetzt. Die Amazonenkönigin hat sich ein paar Tipps bei der Mafia geholt und sagt, dass das Dorf jetzt unter ihrem Schutz steht. Aber dann kommt Dharma vorbei, der sich offensichtlich durch Rauchwolken beamen kann, wie ein Zauberkünstler im ersten Jahr mit Zauberkasten aus dem Supermarkt. Für die anschließende Verfolgungsjagd durch die Wüste holt man die Clown-Musik wieder raus verfällt dann aber in einen Kampfgesang, sodass man nur Indianer um die nächste Ecke erwarten kann. Es kommen aber keine. Stattdessen verschwindet Dharma einfach in einer weiteren Rauchwolke. Dharma ist nebenbei der Gott von dem Dorf, oder so. Er sieht zwar eher aus wie eine Mischung aus Ritter, Henker und Superman, aber wer weiß schon, wie Götter wirklich aussehen. Dharma verspricht jedenfalls, das Dorf vor den Amazonen zu beschützen und das heilige Feuer zu bewahren, das da seit Ewigkeiten brennt.

Es folgt jede Menge Quark, wie eine Frau die vom Pferd fällt, Badespaß im See und Geknutsche im Wald. Zum Glück stolpert dann ein Typ aus einem Gebüsch und warnt vor den Amazonen, bevor er stirbt. Dharma wurde ebenfalls aufgespießt und gibt sein Amt an seinen Lehrling weiter. Ja, der angebliche Gott Dharma ist eigentlich nur ein Bauer mit einem Knecht, der jetzt das Ritterhenkersupermankostüm anziehen darf, um das Dorf vor den Amazonen zu retten.

Ich muss jetzt mal kurz innehalten, während der neue Dharma jede Menge Saltos schlägt, was er ganz besonders toll kann, und fragen, was hier eigentlich die Handlung sein soll. Dharma und die Amazonen verstehe ich ja noch so einigermaßen, aber was hat es mit dem Asiaten und dem Schwarzen auf sich, die man seit einer Viertelstunde nicht mehr gesehen hat und die jetzt zufällig in der Stadt rumhängen, in der Dharma gegen irgendwelche Affen kämpft, von denen ich nicht mal weiß, was ihre Agenda ist. Das ergibt alles keinen Sinn.

Machen wir mal einen Cut und versuchen, ab jetzt dem Krampf hier zu folgen. Dharma zeigt dem Asiaten und dem Schwarzen das ewige Feuer und … warum arbeiten die jetzt mit ihm zusammen? Nur, weil er in der Stadt so tolle Saltos gezeigt hat? Egal. Der Schwarze kann einfach so in das Feuer greifen, also hat er wohl noch mehr Superkräfte als das große Blasen. Der Asiate verbrennt sich direkt die Flossen. Dharma faselt dann was von Unsterblichkeit und dem Feuer und den Amazonen und so richtig weiterhelfen tut mir das auch alles nicht. Ich denke, ich muss mich damit abfinden, dass es hier einfach um Männer gegen Frauen geht. Simpel, aber einprägend.

Man will erstmal alle umliegenden Dörfer mobilisieren, damit sie gemeinsam gegen die Amazonen antreten. Zwischendurch wird noch rumgeschnulzt, aber das spare ich mir hier jetzt mal. Sonst wird die Story noch zu komplex und das wollen wir ja nicht.

Wir hatten lange keine Saltos mehr, also greift Dharma das Amazonendorf an. Wollten die nicht erstmal eine Armee aufstellen, bevor sie gegen die Amazonen kämpfen? Ach nee, ich habe ja ganz vergessen, dass hier absolut nichts irgendeinen Sinn ergibt.

Die zwei Typen ausm Baum versorgen die Amazonen mit der Information über einen geheimen Weg zum Dorf, den niemand kennt, oder so. Die Amazonenkönigin überlegt, ob man Dharma nicht besser lebend fängt und ihn zu einem Verbündeten macht, damit man hinter das Geheimnis des ewigen Feuers und seiner Unsterblichkeit kommen kann. Dharma schlägt derweil wieder mal Saltos ohne Ende und wird dann gefangen genommen. Ein paar Minuten später wird er natürlich von seinen beiden Buddys befreit und springt mit einem Salto von einer Schlucht. Meine Hoffnung, dass jetzt endlich mal der Endkampf kommt ist also dahin.

Einige Minuten später ist es dann aber doch soweit und es gibt Saltos, Explosionen, Rumgewurschtel und Clowns-Musik im großen Finale. Was es nicht gibt, sind die Superkräfte, bei denen ich immer noch nicht weiß, wozu sie überhaupt eingeführt wurden, wenn sie nie genutzt werden. Nach einer gefühlten Ewigkeit hat das Gute natürlich gesiegt und alle Frauen sind tot. Ich weiß nicht, ob das die Aussage ist, die der Film machen wollte, aber vermutlich wollte er gar nichts aussagen und es ist mir auch einfach scheißegal. Hauptsache, es ist vorbei. Ich gehe Saltos schlagen …

Kultschrott – Masters Of The Universe

Passend zum Männertag widmen wir uns heute einem Meisterwerk für das mir einfach die Superlative fehlen. Ein absoluter Knaller gigantomanischen Ausmaßes. Ein nie dagewesener Wahnsinn in Filmform. Ein Kostümfilm der Extraklasse über den man eines Tages Lieder singen und Lobeshymnen verfassen wird. Deshalb beginne ich mit einem Gedicht, das diesem Hammer an Fimkunst nicht ansatzweise gerecht werden wird, aber zumindest ist es ein Anfang:

Der Mond strahlte gar hell,
über dem grauen Schädel,
Prinz Adam setzte schnell,
auf seinem Boot die Segel,
er reiste durch die Welt,
doch kam ab vom Weg,
und wurde dann zum Held,
auf einem fremdem Planet,
er war nicht mehr Adam,
nein er hieß jetzt Er-Mann,
ich bin froh, dass er kam,
denn keiner macht mich mehr an.

MASTERS OF THE UNIVERSE – USA – 1987 – 106 Min.

Nur um hier nichts dem Zufall zu überlassen, haut man die geilsten Effekte direkt mal im Vorspann raus. Diese silbern-glitzernde Schrift vor Regenbogenfarbengewurschtel im Weltall sucht wirklich seinesgleichen.

Bevor das große Abkotzen hier richtig los geht, kurz zum Positiven: Die Kostüme sehen tatsächlich richtig gut aus. Und auch bei den Sets hat man sich nicht lumpen lassen. Dafür gibt es schon mal keine Schrott Award Nominierungen. Für alles andere aber höchstwahrscheinlich schon.

So, dann wollen wir mal: Skeletor kommt angelatscht und hat die Zauberin von Grayskull gefangen genommen und ihre Kräfte vereint.Und seine Ische, die nebenbei Evil-Lyn heißt, um absolut keinen Zweifel daran aufkommen zu lassen, dass die alles andere als nett ist, meint, dass Eternia endlich ihnen gehört. Skeletor muss sie aber korrigieren. Denn Eternia gehört IHM.

He-Man findet das alles gar nicht cool und kämpft auf Dune dem Wüstenplanet gegen schwarze Skeletor-Stormtrooper, die nur ganz knapp am Star Wars Universum vorbeigeflogen sind. He-Man befreit Wilgor den Zwerg, oder Gnom, oder Kobold, oder potthässliches Kackvieh, oder wasauchimmer. Gwildor hat den „kosmischen Schlüssel“ erfunden, der durch Töne den Weg zum ganzen Universum öffnet. Quasi wie der Stab im Spiel Loom … ach, das kennt sowieso keine Sau, also weiter. Durch den Schlüssel konnte Skeletor also Eternia erobern, aber Gwildor hat das Teil irgendwie zurück gekriegt und ist jetzt untröstlich. Denn eigentlich sind die Tenurier eine friedliebende Rasse die sehr vertrauensvoll ist. Man erkennt einen guten Film daran, wenn ein Zwerg die Eigenschaften seiner eigenen Rasse beschreiben muss, damit man was rafft.

Jedenfalls kommen Skeletors Todestrooper vorbei und man flieht in die Höhlen unter Grayskull. In Grayskull hängt die Zauberin in einem Energiefeld von skeletorischer Düsternis rum, das nur der böse Imperator persönlich öffnen kann. Der kommt dann auch angetapert und freut sich seines … äh … Lebens? Denn solange die Zauberin in seinem Energiefeld rumgammelt, hat er auch ihre Kräfte. Und wenn der Mond dann an einer bestimten Stelle steht, öffnet sich das große Auge und alles ist im Arsch, oder so. Wir kennen das.

Etwas Action und He-Man flieht mit dem Vertrauens-Zwerg , Duncan und Teela auf die Erde, einfach weil … so. Und damit ist der Punkt erreicht an dem der ganze Quark hier steil abwärts driftet.

Ein Eimer mit Rippchen bringt Veganerin Teela fast zum kotzen. Eternia scheint einfach ein lahmer Kackplanet zu sein. Nicht mal Rippchen kennen die da. Kein Wunder, dass die sich auf die Erde verpisst haben.

OH MEIN GOTT! Es ist Monica Geller-Bing aka Gale Weathers aka die Tussi aus Cougar Town. Sie heißt hier Julie und hat ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz verloren aber mit dem Schlüssel von Gwildor einen neuen Freund gefunden. Ihr Stecher ist zufälligerweise Musiker und geht übelst steil an dem kosmischen Musikschlüssel. Durch sein Rumgefummel an dem Teil kann Skeletor diesen natürlich lokalisieren und schickt jetzt die besten Männer, die Evil-Lyn auf die Schnelle auftreiben konnte, zur Erde, um den kosmischen Notenschlüssel zu holen. Da hätten wir: Das Messer aka Blade, nur original mit Augenklappe und einem Flügel am Ohr – leider nicht gespielt von Wesley Snipes. Saurod ein Reptil das extra für den Film geschaffen wurde, da die tausend vorhandenen Charaktere des He-Man Universums offenbar nicht ausreichten. Das wilde Biest aka Beast Man, der zumindest nicht komplett verkackt wurde hier. Und natürlich Karg, der ebenfalls extra für den Film geschaffen wurde und aussieht wie ein Hexenmeister, der in ein Fass Pudding gefallen ist. Was soll ich sagen? Eine äußerst kompetente Truppe … sieht anders aus.

Julies Stecher will das tolle Instrument mal kurz Charlie zeigen und just diesen Moment der Ruhe für Julie nutzen die skeletoriaischen Verfolger, um mal in der Sporthalle vorbei zu schauen. Julie flieht und läuft natürlich He-Man in die Arme. Wie jeder gute Beschützer drückt er ihr erst mal eine Laserknarre in die Hand und macht dann die Verfolger fertig. Highlight dabei ist der gar nicht mal so schlechte Schwertkampf gegen Das Messer, der in erster Linie nicht scheiße ist, weil er nur 10 Sekunden dauert. Man hat also den Kämpfern nicht wirklich Zeit gegeben, das zu verkacken.

Charlie hört Jimi Hendrix und ist damit schon jetzt mein Lieblingscharakter in diesem Sammelsurium an seelenlosen Klappspaten. Kevin geht dann zurück, aber Julie ist weg. Also muss er mit den Bullen mitfahren und … Moment mal, ist das etwa Mr. Strickland aus Back To The Future? Was will der denn jetzt mit einer Null wie Kevin anfangen?

Skeletor ist jetzt echt angepisst, weil seine Leute einfach zu dämlich sind. Also killt er das Reptil mit dem doofen Helm und schickt Evil-Lyn mit den anderen zurück zur Erde, um jetzt mal voran zu machen.

Detective Strickland und die Null kommen just in dem Moment nach Hause, als Julie anruft. Die sagt, sie kommt dann gleich vorbei, um das Ding abzuholen, mit dem Strickland gerade seinen Spaß hat. Das klang jetzt perverser als es ist. Strickland nimmt den Schlüssel mit und dann kommen die skeletorsischen Armeen vorbei und legen ihm ein Hundehalsband um, dass ihn zwingt, die Wahrheit zu sagen. Evil-Lyn ist also voll im Bilde und haut ab. Und sie hat ihr Halsband vergessen.

He-Man und die Gang kommen vorbei und man macht sich auf die Suche nach Detective Strickland im Einkaufszentrum. Die bevorstehende Laserwaffenaction ist unausweichlich und Strickland ist langsam echt kacke drauf. Und weil das alles noch nicht scheiße genug ist, muss man natürlich auch noch Halluzinationen der toten Mutter bei Julie einbauen, weil das immer so unfassbar lahm ist, dass man es gar nicht in Worte fassen kann. Julie lässt sich natürlich von der Mutter bequatschen und bringt ihr den Schlüssel. Natürlich ist es gar nicht die tote Mutter, sondern Evil-Lyn. Mal ernsthaft: Wie unglaublich scheißdoof kann eine Tucke bitte sein? Hier werden ganz neue Dimensionen der Dummheit offen gelegt. Charakterzeichnung stand beim Drehbuchschreiben ganz oben auf der Liste, das steht mal fest.

Dann öffnen die bösen ein Tor mit dem Schlüssel und Skeletor kommt auf die Erde. Und jetzt die Frage: Wozu brauchen die eigentlich diesen bekackten Schlüssel? Evil-Lyn, Beast Man, Reptile aus Mortal Kombat und die anderen Pappnasen haben es zusammen mit einer ganzen Armee von Troopern auf die Erde geschafft. Einfach so. Wieso ist Skeletor nicht direkt mitgegangen? Die Scheiße hier ergibt keinen Sinn.

Aber egal, denn He-Man fliegt auf einem Hoverboard – diese ganzen BTTF Anlehnungen können doch kein Zufall sein – durch die Gegend und ballert Sturmtruppen weg. Und holt den Schlüssel wieder.

Derweil umstellt Skeletor mit seiner Armee von Motorradfahrern die anderen Luschen und wartet auf He-Man, damit er sie retten kommt. Der muss sich dann in die Sklaverei unter Skeletor begeben, damit der nicht alle Menschen killt. Die kehren also zurück nach Eternia und da der Schlüssel zufällig inne Fritten ist, können Gwildor, Duncan und Teela nicht zurückkehren.

Strickland hat Verstärkung rangeholt, aber irgendwie ist niemand mehr zum bekämpfen da.

Julie gammelt das Bein weg, weil sie von Skeletor mit einem Zauber getroffen wurde. Nur die Zauberin von Grayskull kann sie retten. Ist klar.

Da alle Melodien vom Schlüssel gelöscht wurden, muss Gwildor die Melodie herausfinden, die sie nach Hause bringt. Kevin erinnert sich rein zufällig an die Melodie, weil er sie ein mal gehört hat und der absolute Obermusiker ist, der niemals eine Melodie vergisst. Gwildor braucht noch ein paar andere technische Sachen, die rein zufällig Duncan immer in der Tasche hat und man nimmt die Melodie neu auf.

He-Man darf so lange dann erst mal vor Skeletor im Dreck kriechen und wird von Blade mit seiner Laserpeitsche gepeitscht. Warum der Messerexperte eine Peitsche hat, wird nicht ausreichend erklärt.

Julie sieht aus als hätte sie einen feuchten Traum, während Gwildor auf einem Keyboard rumdudelt.

In seiner großen Hologramfrühjahrsansprache an die Nation erklärt Skeletor, dass er jetzt der Meister des Universums ist. Der König des Alls. Der Kahuna des Kasperletheaters. Der Gott vom Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Zum Beweis durchströmt ihn irgendein gelber Scheiß und dann mutiert er zu einem Mayakönig, der sich auf den Kinderfasching verirrt hat. Was zur Hölle ist das für ein Kostüm? Da ist wohl doch noch eine Nominierung bei den Schrott Awards drin.

Strickland ist mit seiner Schrotflinte am Start und will die Zurückgebliebenen verhaften, weil die nicht einfach so in der Fußgängerzone Musik spielen dürfen, oder so. Genau in dem Moment werden sie aber natürlich alle nach Eternia direkt ins Wohnzimmer von Skeletorgott gebeamt und die Laserwaffenaction kann mal wieder losgehen. Strickland geht nebenbei mit seiner Pumpgun steil und stellt damit das absolute Highlight dieses Films dar. Mit einer Pumpgun ballern kann der Typ einfach.

He-Man erledigt die ganzen Oberschurken, die extra für diesen Film entwickelt wurden und wirft dann Statuen um, einfach weil er es kann. Und dann schwingt er an einem Vorhang durch die Gegend, einfach weil das in den Achtzigern so üblich war. Und dann schnappt er sich sein Schwert, einfach weil er die Macht hat. Man erkennt übrigens eine gute Umsetzung direkt daran, dass selbst die Catchphrase des Helden vergeigt wird. Bravo, das muss man erst mal hinkriegen.

Es folgt das große Duell zwischen He-Man und Skeletor dem Inka-Gott. Zur Feier des Moments hat auch jemand das Licht ausgemacht und hat alle anderen nach Hause geschickt, damit niemand den beiden das Rampenlicht stiehlt. Nach etwas lahmen Gekloppe verwandelt sich Skeletor vom Gott zurück zum … nun ja … Skelett und fällt anschließend einen achttrilliarden Meter tiefen Schacht runter.

Strickland beschließt in Eternia zu bleiben und der neue Schlossherr von Castle … wie heißt eigentlich die Bude von Skeletor? Ich tippe mal auf Schloss Skeletor. Also das übernimmt jedenfalls Strickland.

Gwildor schickt Julie und die Null Kevin nach Hause. Ich schätze, dass die plötzlich am Tag vom Tod der Eltern auf der Erde auftauchen, stelle ich einfach mal nicht in Frage. Julie klaut also die Flugzeugschlüssel und alle lebten glücklich und zufrieden auf Schloss Strickland.

Tja, ich sage ja immer, dass ich es eigentlich ganz cool finde, wenn man Vorlagen nicht eins zu eins übernimmt und stattdessen auch etwas eigenes einbaut, um nicht einfach nur eine Kopie abzuliefern, die keine Sau braucht. Man kann es allerdings auch übertreiben. Denn der Quark hier hat mit He-Man nun wirklich gar nichts mehr gemein, außer den Namen. Dadurch wird das ganze für He-Man Fans zu absolutem Bullshit. Für alle Neulinge ist es aber auch Schwachsinn, weil die Charaktere nicht mal im Ansatz erklärt werden, und man eben schon das Grundwissen durch die Cartoonserie voraussetzt. So hat man also wirklich komplett an allen vorbeigearbeitet, die das Teil hier ansatzweise hätten gut finden können.

Trotz allem ist der Quark zumindest unterhaltsam, nur eben auch einfach nicht gut. Mir gefällt es aber, denn … ICH HABE DIE MACHT …des Schrotts.

Schlecht kopierte Magie

„Hey, it’s a kind of magic! “ – Highlander, 1986

Ja. Heute wird es magisch, denn nach dem großen Erfolg der Harry Potter Filme, beschlossen einige schlaue Typen, dass man von diesem Erfolg auch ein Stück abhaben will und produzierten einen eigenen Magiefilm, mit einem Elfjährigen, der, nun ja, halt auch zaubern kann.

THE MYSTICAL ADVENTURES OF BILLY OWENS – Canada – 2008 – 83 Min.

Starring: Sam Hell und niemand mit Schauspielausbildung

Wasser, Mondlicht, ein Ruderboot, Sam Hell, äh, William Thurgood und Victor Mould paddeln durch die Gegend. Ein Sturm zieht auf und William will umkehren. Victor aber nicht, denn sie haben etwas Wichtiges zu erledigen. Das muss aber verschoben werden, denn ein Wasserdrache greift das Boot an und killt Victor.

Billy (was nebenbei die Kurzform von William ist, womit wir hier schon mal zwei Charaktere mit dem gleichen Namen haben) Owens wird heute 11. Zusammen mit seinen Freunden Devon, der scheinbar gegen alles allergisch ist, was auf diesem Planeten existiert, und der Erzählerin, die ihren Namen nicht verrät, hängt er erst mal in der Schule ab. Hey, Victor ist der Geschichtslehrer. Ich dachte, der wäre tot. Ich bin schon jetzt total überfordert. Und Doppel-Hey, die Erzählerin ist voll die Streberin. Erinnert mich an jemanden, aus so ner Buchverfilmung in 8 Teilen.

Der Schulbully Curt zockt Billy seine Geburtstagskohle ab. Die Erzählerin steht dabei ständig mit Weisheiten zur Seite, auch wenn ich nicht weiß, wem das helfen soll. Nach einer Verfolgungsjagd, naja, ich nenne das mal so, aus Mangel an Alternativen, landet Billy im Laden von Thurgood.

Da Billy zufällig in dem Shop ist, kauft er einen Zauberstab. Devon und die Streberische tauchen ebenfalls auf und Mandy, wie sie heißt, erklärt die Funktionen des Pulsschlags. Meiner ist schon kurz vor 180, so spannend ist das alles. Natürlich hat sie auch noch ein paar Schlauheiten zu Zauberstäben auf Lager.

Mandy praktiziert Thai-Chi, die Jungs zocken Videospiele. Billy testet seinen Zauberstab aus und zaubert einen gelben Lichtstrahl, oder einen gelben Ball, oder was auch immer. Die Party ist in vollem Gange, mit anderen Worten: Es gibt Kuchen und Devon pennt bei Billy. Mandy ist nicht da, weil, äh, Thai-Chi? Das Buch Unnützes Wissen für Fortgeschrittene lesen? Ihren Eltern mit ihren Weisheiten auf den Sack gehen? Man weiß es nicht genau.

Morgens geht man zurück zu Thurgoods Laden, aber der hat geschlossen. Billy will Mandy seine Zauberkünste demonstrieren und versagt völlig. Ist ja auch klar, hat nämlich das Zauberwort vergessen. Mit dem Wort Bitte öffnet sich die Tür zum Laden. Thurgood erzählt was abgeht und bringt den Blagen das Zaubern bei. Nicht wirklich schwer, denn man muss einfach mit dem Zauberstab Wörter in die Luft schreiben, oder komische Zeichen kritzeln, dann läuft das.

Auf dem Weg zur Bücherei treffen sie Curt, der Billy am Montag die Fresse polieren will. Das kann also noch warten. An einem Steinzeitcomputer entdecken sie den Namen Victor Mould, also ihr Geschichtslehrer. Sie lassen sich in der Bibliothek einsperren , um noch mehr zu erfahren. Glücklicherweise gehen mit dem Zauberwort alle Türen auf.

Die Gang schleicht zwischen den Bücherregalen umher und finden irgend ein Buch mit Hieroglyphen. Sie sehen ein Gespräch zwischen William und Victor, der seine Kräfte durch Hass verloren hat, oder so was. Der taucht dann mit Curt in der Bücherei auf und erklärt, dass die Zahl 11 eine Masternumber ist, und da Billy am 11.11. 11 geworden ist, ist er irgendwie special. Die Gang kann entkommen, als der Nachtwächter auftaucht.

Die Jungs schmieden einen Plan gegen Curt, der folgendermaßen aussieht: Wegrennen. Und falls sie zu nahe kommen, schneller rennen. Einfallsreich.

Sportunterricht. Äh, aufregend. Curt verfolgt Billy durch die Sporthalle und den Rest der Schule. Victor ist auch zur Stelle und sucht nach einer Karte. Irgendeine Tussi beamt sich in den Raum und sagt Victor, dass er aufhören soll, rumzuzaubern. Irgendwie ist hier scheinbar jeder magisch begabt.

Wlliam und die Beamtussi labern rum und gucken sich den Mond an. Montag soll wohl alles scheiße werden, was William im Mond deutet.

FEUER! Thurgoods Shop fackelt ab. Die Kids retten ihn aus dem Laden. Am nächsten Morgen stellen sie fest, dass Billys Vater, der übrigens William heißt, womit wir bei drei Williams in einem Film sind – hat Arthur Spooner das Drehbuch geschrieben? – den Schlüssel zur Karte hat. Äh, ja, fragt nicht. Es stellt sich heraus, dass Billys Eltern Magier sind und Billy muss die Stadt retten, weil … sonst ist sie halt im Arsch. Sie schicken Billy zum Phönix, der ihm mit der letzten Aufgabe helfen soll.

Thurgoods Shop ist wieder intakt, weil magisch und so. Thurgood beamt die Kids in einen Wald, wo Yoda sie erwartet. Naja, es ist nicht wirklich Yoda, aber ich habe keine Ahnung, was das Ding darstellen soll. Der gibt ein paar Tipps und die Blagen rennen durch den Wald. Victor und Curt sind selbstverständlich auch da.

Die Kids können durch ein Portal zurück zu Thurgood fliehen, der ihnen sein Boot leiht, um über den Fluss zu rudern. Sie erreichen eine Höhle und latschen minutenlang durch die Dunkelheit. Sie finden ein Schwert bei einem toten Ritter. Mandy fällt in ein Loch, weil sie alles weiß, nur nicht, dass man im Dunklen vorsichtig sein muss. Die Jungs klettern runter und puzzeln eine Tür offen.

Der tote Ritter erwacht zum Leben und teleportiert sich zu den Kids. Er schlägt vor, dass Billy und seine Freunde diesen Ort verlassen, aber Devon erschlägt den Untoten mit dem Schwert.

Victor kommt mal wieder vorbei und will das Zepter haben, dass der Untote verloren hat. Da Billy nicht bereit ist, das Zepter abzugeben, lässt Victor Steine von der Decke regnen. Spielt aber keine Rolle, denn die Kids latschen einfach weiter.

Der Wasserdrache ist am Start und wird nach drei Sekunden erledigt. Wer braucht schon nen Showdown?

Zum Schluss steht das große Treffen der Magier an. Billys Eltern bringen die Karte mit. Woher sie die haben, weiß kein Mensch.

Curt kriecht durch die Höhle und findet das Zepter, oder irgendwas leuchtendes und … to be continued? Ach du scheiße! Der Crap hier hat tatsächlich eine Fortsetzung!

BILLY OWENS AND THE SECRET OF THE RUNES – Canada – 2010 – 81 Min.

Immerhin ist der Müll schon mal zwei Minuten kürzer, was die Qualen, die man beim Ansehen erleiden muss, zumindest minimal einschränkt.

Sommerferien! Yay! William Thurgood, mit neuem Haarschnitt, bringt den Kids etwas über Selbstlosigkeit bei. Mandy hat natürlich voll den Plan davon und muss ganz dringend ihren Senf dazu geben. Dann erzählt Thurgood was von weißer und schwarzer Magie und pennt fast ein. Als die Blagen weg sind, passiert genau das.

Die Gang baut ein Baumhaus und … nix.

Am Abend geht es mit Billys Eltern auf die Kirmes und die Blagen bescheißen beim Ringewerfen und Mandy gewinnt eine Halskette. Curt hängt natürlich auch auf dem Rummel rum und kriegt sich mal wieder mit Billy in die Haare. Mehr passiert aber erst mal nicht. Nach unfassbar aufregenden Karusselfahrten, droht eine Gondel im Riesenrad zu fallen, aber Billy, der mit seinem Zauberstab den Tag retten könnte … macht gar nix. In einer todesmutigen Rettungsaktion, eilt der Riesenradbesitzer zur Hilfe, und … schraubt eine Schraube fest. Meine Fresse, diese Dramatik ist kaum zu ertragen.

Thurgood pennt immer noch. Die Kids versuchen ihn zu wecken, aber William hat einen festen Schlaf. Billys Mutter kommt zufällig vorbei und nimmt Thurgood mit nach Hause. Vorher fährt noch seine Seele, oder seine Magie, oder sein Verstand, oder was auch immer, in Mandys Kette.

Diese Kette stellt sich als Schlüssel zum Zepter heraus. Und wenn sie erfolgreich sind, in was weiß ich, worum es hier eigentlich geht, fährt Thurgoods Seele zum Mond, oder so.

Mandy und Cousine Danny reiten. Billys angewachsener Zauberstab verändert seine Konsistenz bei Dannys Anblick. Devon bleibt bei Danny, um ihr beim Pferdeputzen, und eventuellem anderem Geschrubbe zu helfen, ähem, Mandy und Billy latschen zum Baumhaus. Da zaubern sie rum, um ihre tolle Wohnung zu tarnen. Devon und Danny, die, aus irgendeinem Grund, ein Wiesel dabei hat, kommen vorbei und die Vierergruppe labert minutenlange Kacke, die zu absolut gar nix führt.

Thurgood erscheint aus Mandys Kette und quatscht irgendwelchen Quark, der uns genau so weiter bringt, wie das minutenlange Gequatsche vor, äh, ein paar Minuten.

Billys Mutter bezweifelt, ob ihr Sohn beriet ist, das Kaff zu retten, in dem sie wohnen. Gwendolyn – keine Ahnung wer das ist, ich glaube die Schulrektorin – erklärt irgendwas, Thurgood taucht auch noch mal auf und labert weiteren Scheiß über das Zepter und den Schatz und Bla. Gwen gibt der Gruppe Schutzhalsketten, oder sowas in der Art. Man muss sich das alles selbst zusammenbasteln, denn erklärt wird hier ja nix.

Nachts im Baumhaus. Palaver ohne Sinn Teil 42. Wölfe heulen. Danny ist nicht überzeugt von dem ganzen Quark, aber Mandy überredet sie, mit in die dunkle Todeshöhle aus Teil 1 zu kommen.

Gelatsche durch die dunkle Höhle. Sackgasse. Devon will helfen, aber Mandy meint, er baut nur Scheiße, und soll sich lieber an die Wand stellen. Das tut Devon und man kopiert knallhart den Tempel des Todes Gag, in dem Short Round sich an die Wand lehnt und einen Schalter auslöst, der eine Tür öffnet. Devon fällt durch die Wand ins Wasser. Alle anderen springen hinterher.

WASSERDRACHE IS BACK FOR ACTION! Oder auch nicht. Danny bequatscht das Vieh, denn sie ist die Drachenpflüsterin, damit es ruhig bleibt und Billy zaubert den Drachen einfach weg.

Man kommt in die Kammer der gefolterten Seelen. Klingt gut. Ich erwarte gar nix. Aber ich kriege mehr, als ich erwartet habe, denn in der Kammer fliegen die Geister von toten Fischen rum, oder was auch immer das darstellen soll. Billy zaubert ein Gerüst, über das Danny das Zepter erreichen kann. Und dann …

… ist man wieder draußen. Bloß keine zu große Spannung aufkommen lassen. Was sagt es eigentlich über mich aus, dass ich das Gefühl habe, dass Mandys Brüste von Szene zu Szene größer werden? Vielleicht magische Brüste, wer weiß. Anyway, irgendein Vieh verfolgt irgendwelche Kinder durch den Wald. Die Gang versteckt sich. Curt und Victor sind auch im Busch. Victor hat wohl seinen Frisörtermin verpasst, oder er hat magische Haare. Der Riesenradfritze ist auch dabei.

Sie kommen an dem getarnten Baumhaus an, aber Victor, Übermagier der er ist, weiß natürlich was abgeht. Thurgood ist wieder da und macht klar, dass der Kampf gegen Victor nicht leicht wird. Danke für die Info, William. Außerdem erklärt er, dass sie ihre magischen Fähigkeiten opfern müssen, wenn sie ihre Mission erfolgreich beenden wollen. Na, hoffentlich passiert das bald.

Der große Kampf gegen Victor steht an, während Devon mit nem Vogel kämpft. Victor und Billy beschießen sich mit Glitzersternen, wie die Glücksbärchis. Der Vogel klaut das Zepter, Billy fällt aus dem Baumhaus, aber da er der King of Magic ist, kann er fliegen wie Peter Pan. Also fliegt er hinter dem Raben her und holt das Zepter zurück.

Cut und man ist am Fluss. Was mit Victor und dem Riesenradtypen ist, bleibt verborgen. Durch den Wald, Speere fliegen, Pfeile sausen durch die Luft, kein Mensch weiß, wer die Verfolger sind, aber Hauptsache, die Vier können mal wieder vor etwas wegrennen.

Curts Kopf schwebt in der Luft und droht damit, die Gang zu erledigen. Am meisten freut er sich darüber, dass sie in SEINEM Wald sind. Curt besitzt Ländereien? Ist bestimmt reich. Kein Wunder, dass er so ein Arsch ist.

Nach Stunden im Wald, in denen nicht das Geringste passiert, ist Devon verschwunden. Oder auch nicht, denn er kommt aus einem Busch gelatscht. Man, kann dem Drehbuchautor vielleicht mal irgendjemand etwas über Spannung, Dramatik, oder einfach über das Geschichten schreiben an sich erklären?

Man erreicht einen alten Leuchtturm. Laber, laber, palaver, quatsch, quatsch, bla, Mandy schreibt einen Schutzzauber an die Wand, aber Curt ist schon drin und er hat ein Schwert dabei. Auf dem Leuchtturm, äh, was wollen die eigentlich da? Scheinbar gar nix, denn Billy zaubert ein Seil, an dem alle runterklettern können. Devon hält Curt auf, und liefert sich mit ihm den grandiosesten Schwertkampf seit, naja, dem Kampf gegen den untoten Ritter in Teil 1. Danny kann das nicht mit ansehen und schießt Curt mit einem Super-Stern-Stoß vom Leuchtturm.

Uh, Möwen. Am Strand verbindet Billy das Zepter mit dem Zauberstab und Thurgood erscheint. Nach einigen schlauen Sprüchen von den Blagen, die alle was gelernt haben, was ich mir nun mal gar nicht erklären kann, denn gelernt hab ich hier nix, geben sie ihre Kräfte auf, und Thurgood verabschiedet sich. So long, and thanks for all the fishghosts.

Aber in einer großartigen Fügung des Schicksals taucht Thurgood doch wieder auf und alle freuen sich ihres, von jetzt an, nicht magischen Lebens.

Kein … to be continued? Danke dafür. Zum Schluss gibt es noch ein paar unlustige Outtakes, was zumindest meine Theorie, dass hier alles in einem Take runter gedreht wurde, widerlegt. Also doch was gelernt.