Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Kategorie-Archiv: Horrorctober 2015

Apartment 1303 – Horrorctober 2015

Wenn es eine Sache gibt, die in der Regel ganz großen Müll verspricht, dann sind es Remakes. Noch besser Horrorremakes. Und am allerbesten sind natürlich Horrorremakes von asiatischen Horrorfilmen. Und der absolute Knaller sind Horrorremakes zu asiatischen Filmen, die auch schon scheiße waren. Auch im Horrorctober darf so eins natürlich nicht fehlen.

APARTMENT 1303 – USA/Kanada – 2012 – 85 Min.

Janet ruft Schwester Lara an und erzählt überschwenglich von ihrer neuen Wohnung. Laras Begeisterung hält sich in Grenzen, da Janet direkt das erste Angebot unterschrieben hat. Mami sitzt aufm Sofa, hält ihre Gitarre in der Hand, hört sich das alles an, und sieht aus, als wäre sie nur knapp an einer Karriere als Country singende Pornodarstellerin gescheitert, die bei jedem Orgasmus einen Johnny Cash Song anstimmt. Und das scheint ihr tierisch auf den Sack zu gehen, weshalb sie nur am Saufen ist. Nach einem kleinen Geplänkel mit Tochter Lara wird weiter gesoffen. Ich hasse sie alle jetzt schon von ganzem Herzen.

Ganz wichtig in einem einschläfernden Horrorfilm ist ja immer das mysteriöse Mädchen. Janet trifft dieses im Gebäude mit ihrer neuen Wohnung und … naja, es passiert erst mal gar nichts. Man will ja die Spannung aufrecht erhalten … Ähem …

Noch wichtiger in einem Horrorfilm für Leute mit akuten Schlafstörungen ist natürlich die Szene, in der einfach das Licht aus geht. Janet tapert also durch die dunkle Bude und MACHT DAS LICHT WIEDER AN! Puh, diese nervenzerfetzenden Szenen machen mich noch völlig fertig.

Nach weiteren Schockerszenen, wie der unvermeidlichen Jacke im Schrank warte ich eigentlich schon jetzt nur noch auf die obligatorische Duschszene. Nichts anderes kann diesen Scheiß noch retten. Das hat auch der Hausmeister verstanden, der gerade an der Tür klopft und sich mit den Worten „You’re a pretty girl. Show me your tits!“ vorstellt. Nebenbei erzählt das mysteriöse Mädchen von nebenan, dass die letzte Mieterin vom Balkon gesprungen ist.

Janet hat die Schnauze voll und schraubt sich erst mal ne Flasche Wein rein. Dann ruft sie Mark an und erzählt von ihrem eher durchwachsenen Abend. Vollgeknallt mit Schlaftabletten gehts dann ins Bett. Und dann kommt irgendeine Geistertussi durch die Wand geschwebt und schleudert Janet aufs Bett. Äh, ja … spooky.

Das mysteriöse Mädchen spielt im Flur mit einem Ball. Janet steht vorm Spiegel und hat immer noch was an. Ich fürchte, das wird nix mehr hier.

Janet und das Mädchen Emily quatschen kurz, aber Emily hat keinen Bock auf Janet und sagt ihr, dass sie sich verpissen soll. Richtig so. Man soll nicht mit Fremden reden, die einen beim Ballspielen stören.

Mutti singt scheiße und spielt scheiße Gitarre und säuft natürlich irgendwelchen Scheiß, damit sie noch beschissener klingt, als es ohnehin schon der Fall ist. Sinnlose Szene Nummer 42. Und das nach ner halben Stunde.

Janet ist im Büro und ihre Freundin ohne Namen will, dass sie zur Polizei geht, weil sie offensichtlich geschlagen wurde. Janet hatte aber nur Albträume. Freundin glaubt ihr kein Wort und ist angepisst, weil Janet ihr nicht die Wahrheit sagt. Bla. Übrigens taucht die Freundin im ganzen FIlm nicht mehr auf, was diese Szene zu einer weiteren sinnfreien macht.

Lara und Alkimutti haben sich mal wieder am Arsch. Janet ruft an und will nach Hause kommen, aber Lara sagt, dass Mutti zu besoffen ist. Was hat das denn damit zu tun? Wie auch immer. Mark hat auch keine Zeit, aber lässt sich dann doch überreden Janet besuchen zu kommen. Die lässt selbst beim Sex den BH an. Das Ding hier ist gelaufen.

Mark haut ab. Janet wird wach, weil es in der Bude stinkt. Liegt wohl an der komischen vergammelten Tussi, die in ihrer Badewanne hockt. Nicht mal ne Shining-Referenz kriegen die hier gescheit hin. Es ist ein Trauerspiel.

Janet lässt sich dann völlig ohne Gegenwehr von der Badetussi durch die Wohnung ziehen, einfach weil alles andere wohl sowas wie Schauspiel erfordern würde. Sie wird vom Balkon geschmissen und landet direkt vor Mark auf der Straße. Emily ist übrigens auch da und irgendwas sagt mir, dass das Mädchen hier absolut unwichtig ist.

Als gute Schwester, die sie offenbar glaubt zu sein, muss Lara natürlich recherchieren, was denn da so los war, in der Nacht des Balkonabflugs. Mark weiß natürlich nix, außer dass er schon besseren Sex hatte, mit Mädchen, die auch den BH ausgezogen haben. Sagt er zwar nicht, aber wir wissen alle, was er denkt.

Lara tapert also ne Viertelstunde durch die Bude, ohne was zu finden, außer meiner steigenden Ungeduld. Auf dem Flur trifft sie Emily, die ihr empfiehlt, nicht wieder zu kommen, da Jennifer auch sie kriegen wird. Lara kennt Jennifer nicht, Mark auch nicht. Aber sie wollen sich am nächsten Tag treffen, um Kartons zu packen. Nebenbei ist das alles so unglaublich emotionslos, dass ich ja irgendwie glaube, dass Janet nur ein Versuchsobjekt in einem perfiden Spiel von Mark und Lara gewesen ist. Leider wird das Ende wohl weniger interessant ausfallen.

Mutti hat nen Song für Janet geschrieben. Zu meinem Glück will Lara ihn nicht hören und so bleibt er mir ebenfalls erspart. Und dann bringt sie Mutti um … nee, doch nicht, war nur ein Traum. Schade.

Janet ruft an aus dem Jenseits. Man, hier haben die aber auch wirklich alles reingepackt, was das Horrorgenre an Langeweile zu bieten hat. Um das noch mal zu untermauern, wird Lara im Apartment noch mal kurz an die Wand geschleudert. Ein Detective rollt mal schnell die ganzen Todesgeschichten aus dem Apartment auf. Die ersten waren Mary und Tochter Jennifer. Juhu, da ist des Rätsels Lösung. Können wir dann Ende machen?

Leider nicht, denn Lara beschließt in Apartment 1303 zu ziehen. Also geht der ganze Schwachsinn gleich wohl von vorne los.

Mark erzählt dem Cop, dass er gesehen hat, wie Janet auf dem Balkon mit ner anderen Tussi gekämpft hat. Ist doch gelogen. Die hat nicht gekämpft, sondern sich einfach übers Geländer werfen lassen. Nebenbei ist Lara jetzt ne Verdächtige.

Uh, Megatwist: Mark ist ein Undercover-Bulle. Man, bin ich jetzt mal gespannt, was das für ne wichtige Rolle spielt, in diesem Streifen voller unnützem Schwachsinn, der komplett im Nichts endet.

Mark und Lara verbringen also die Nacht im Apartment 1303, wo dann der Geist von Janet rumschwebt und absolut NICHTS macht.

Am nächsten Morgen allerdings versucht sie, Lara in der Badewanne zu ersäufen. Endlich beide Schwestern nackig. Leider sieht man natürlich trotzdem nichts, aber man muss hier nehmen, was man kriegen kann.

Es gibt mal wieder Stress mit Mutti, die eine einstweilige Verfügung gegen Lara verfügt hat, oder so. Ich blicke nicht mehr durch. Hier macht einfach nichts irgendeinen Sinn. Mal davon abgesehen, dass die Mutter sowieso der wohl überflüssigste Charakter in einem Film ist, den ich jemals erlebt habe. Die macht nichts außer zu saufen und scheiße zu singen, trägt nichts zur Story (wenn man das so nennen will) bei und verschwendet nur Lebenszeit, die ich für andere Scheißfilme hätte nutzen können. Kaum sag ich es, folgt die nächste Singszene, die zu nichts führt, außer, dass mal wieder ein paar Minuten verstrichen sind.

In der nächsten Nacht wird Mark von Janet durch ein Fenster geworfen. Lara will abhauen, aber Emily und der notgeile Hausmeister versperren ihr den Weg und es stellt sich heraus, dass sie alle Geister sind. Wow!Mami kommt vorbei und wird von Jennifer in ein Messer gestoßen, dass Lara in der Hand hält. Plötzlich wirkt sie ungewöhnlich nüchtern, wenn ihr mich fragt.

Alle tot, außer Lara. Die ist natürlich verdächtig hoch zehn, und erzählt von den Geistern und bla. Natürlich wird sie verhaftet und Jennifer sitzt gemütlich auf dem Balkongeländer und guckt in den Sonnenuntergang. Ich gehe mir ein Apartment mieten.

Weiterer Horrorctober Wahnsinn gefällig? Hier ist die Übersicht.

Strangeland – Horrorctober 2015

Der Horrorctober geht weiter. Heute mit eine Botschaft an alle Internet-Dater: Wenn jemand im Dating-Chat Captain Howdy heißt, guckt euch erst mal ein Foto an, bevor ihr euch mit ihm trefft.

STRANGELAND – USA – 1998 – 85 Min.

Im Teen Chat chattet ein Teen-Girl mit Captain Howdy. Damit ist eigentlich auch schon alles gesagt hier. Der Killer heißt CAPTAIN HOWDY. Ich könnte jetzt aufhören, weil das schon nicht mehr zu unterbieten ist, aber ich stehe ja irgendwie in der Pflicht, mir den Scheiß dann doch komplett anzugucken.

Mike guckt sich Fotos von Pizza an. Es könnten auch Bilder eines Mordtatorts sein, aber ich sehe da Pizza. Seine Frau informiert ihn, dass Taras Mutter angerufen hat, weil Tara nicht nach Hause gekommen ist.

Captain Howdy erholt sich gerade vom Teenagerschnetzeln mit ein paar Klimmzügen. Wie jeder große Sportler sieht er dabei aus, als hätten die größten Künstler dieser Welt ihn zu einem Vorzeigeobjekt für abnormale Kunst gemacht. Ich komme darauf zurück. Will ja nicht zu viel vorwegnehmen.

Mike ist natürlich ein Cop. Was sonst? Und seine Tochter wird wohl auch vermisst, wenn ich das richtig verstehe. Was sonst? Eigentlich verstehe ich schon wieder gar nix mehr. Captain Howdy könnte mal die vierte Wand durchbrechen und erklären, was genau hier abgeht.

Der trägt aber gerade lieber komische Gedichte vor und sticht sich eine Nadel durch den Arm. Gut zu sehen ist hier sein wunderhübscher roter Pferdeschwanz aus der Hölle. Und die Sprengerstiefel. Wo geht der Typ wohl seine Outfits kaufen? Ich frage nur, damit ich da nen großen Bogen drum machen kann.

Ein Auto wird aus nem See gezogen. Als guter Cop entdeckt Mike direkt die Leiche von Tara im Kofferraum. Die hat den Mund zugenäht und irgendein komisches Piercing-Haken-Spitzen-Ding in der Hand. Der Body Art Experte des Polizeipräsidiums erklärt dann halt, was das für ein Ding ist (irgendwas, dass man sich halt durch den Schädel sticht, oder so) und empfiehlt mal den städtischen Höllenclub zu besuchen, weil da nur Geisteskranke rumrennen, die sich Löcher in die Visage stechen.

Mike und sein Partner latschen also 5 Minuten lang durch den Club und … gehen wieder nach Hause. Wir hatten ja schon einige sinnlose Szenen hier, aber die dürfte relativ weit oben stehen. Immerhin gabs ein paar Titen zu sehen, von so ner hässlichen Tänzerin die sich scheinbar in nem Seil verheddert hat. Anders kann ich mir das Outfit jedenfalls nicht erklären.

Oh und dann gibts noch mal Titten. Naja, nicht direkt. Aber Captain Howdy hat sich ein paar Haken durch die Brust geschoben und sich an der Decke aufhängen lassen. Sieht eher unbequem aus, aber was weiß ich schon davon.

Anschließend ist er jedenfalls extrem angepisst. Ich dachte erst, er hat Rückenschmerzen, aber es geht darum, dass er nicht gestorben ist. Ich checke mal wieder nix.

Untersuchungen haben ergeben, dass Tara gefoltert wurde. Naja, wenn man sich mit Captain Howdy trifft, scheint das zur Tagesordnung zu gehören.

Mike stößt im Teen Chat seiner Tochter auf Captain Howdy. Was der in dem Teen Chat zu suchen hatte, weiß ich zwar nicht, aber etwas Pädophilie würde mich hier jetzt auch nicht überraschen. Jedenfalls kann er über das gemeinsame Hobby des Half Pipe Snowboardings ein Date mit Howdy klar machen.

Der Captain ist aber gerade anderweitig beschäftigt und muss einem Typen den Penis amputieren, deshalb schickt er die Bullen zu ner falschen Adresse. Mike ist nicht gut drauf.

Nach einem Voice-Chat mit Captain Howdy hört Mike im Hintergrund nen Hund bellen (diesen Lösungsansatz hat nun auch schon jeder 42 Mal benutzt) und findet direkt die richtige Adresse. Wie ein richtiger Polizist das eben handhabt, latscht er natürlich alleine in die Bude, findet die ganzen Gefolterten und seine Tochter im Käfig, passt nicht auf und kriegt vom Captain einen übergehowdyt.

Und dann sieht man Captain Howdy endlich in voller Pracht. Ich beschreibe es einfach mal als Kratos aus God Of War für PlayStation mit jeder Menge Metall in der Visage. Ach ja, und dem tollen roten Pferdeschwanz. Schmeißt man jetzt noch ein paar Lederriemen dazu hat man Capatain Howdy. Ein Halloweenkostüm, dass sich jeder ganz einfach selber basteln kann. Bedecken braucht man sich nur mit nem simplen Lendenschurz. Sollte doch machbar sein.

Jedenfalls kann Mike Howdy dann überwältigen und ich ahne jetzt schon, dass das ganze hier auf so eine Sieben-Gedächtnis-Geschichte hinaus läuft, wo der Captain noch ein paar Entführungsopfer versteckt hat und Mike sie suchen muss.

Es folgt der Punkt, an dem ich komplett den Faden verliere. Entweder ist es eine Rückblende oder Captain Howdy, hier unter seinem richtigen Namen Carelton unterwegs, ist plötzlich ein bibeltreuer Christ geworden.

Offensichtlich ist zweiteres der Fall und Captain Howdy wurde als unschuldig befunden. Äh, wieso zur Hölle? Er zieht wieder in sein altes Folterhaus und Nachbar Robert Englund ist nicht erfreut. Deshalb ruft er seine Klopperfreunde an, um gemeinsam Carelton zu vermöbeln und ihn mit auf ne Spritztour zu nehmen. Mike sieht dem Treiben zu, macht aber nichts, denn er ist wohl gerade nicht im Dienst.

Etwas Lynchmob-Action später baumelt Carelton am Baum und mich würde es nicht wundern, wenn er als Geist wieder kommt, um Rache zu nehmen, weil sie ihn nicht an den Nippeln aufgehangen haben. Ach, braucht er gar nicht, denn er überlebt, weil es anfängt zu regnen und alle abhauen, kurz bevor der Ast bricht, an dem er aufgehängt wurde.

Robert Englund, hier nebenbei mit dem einfallsreichen Namen Jack gesegnet, guckt Pornos und hat die Hand in der Hose, als seine Frau angetanzt kommt, was ihn erst so richtig scharf macht. Weniger geil ist er allerdings, als er feststellt, dass Captain Howdy hinter seiner Alten hertanzt und ihm in die Fresse haut.

Howdy ruft Mike an, damit der beim Foltern von Jack und Frau zuhören und nebenbei auch noch den tollen philosophischen Ansprachen des Captains lauschen kann.

Mikes Frau ruft an und hat wie immer schlechte Nachrichten. Denn seine Tochter ist mal wieder verschwunden. Also mal ehrlich, wie doof ist die denn, dass die sich zwei mal vom selben Typen entführen lässt? Kann ja mal passieren, aber man sollte doch meinen, dass sie danach etwas vorsichtiger geworden ist. Jedenfalls ist Captain Howdy mal wieder im Video-Chat und Mike und Frau dürfen zusehen, wie er ihrer Tochter einen Stock durch die Titten schiebt. Irgendwie wird das langsam zu nem Fetisch von ihm, habe ich das Gefühl.

Irgendwie, fragt mich nicht, denn ich habe keine Ahnung, finden zwei Streifencops dann Howdys neuen Folterkeller und es werden mal wieder alle befreit. Howdy ist aber natürlich gerade einkaufen, oder so.

Moment mal, Mikes Tochter heißt Genevieve? Wer gibt seinem Kind nur so nen Namen? Kein Wunder, dass die sich dauernd entführen lässt. Bei den Eltern wollte ich auch nicht bleiben.

Mike und Captain Howdy treffen sich zum großen Finale in einer Kirche. Wo sonst? Nach etwas Palaver wird gekloppt und es geht in den nächsten Folterkeller, wo Mike Captain Howdy an nen Haken hängt und dann abfackelt. Und so pendelt Captain Howdy, die menschliche Fackel, in der Kirche hin und her, und wir haben mal wieder einen dämlichen Schwachsinnsfilm überstanden. Ich gehe noch etwas chatten …

Alle weiteren Horrorctober Streifen des Jahres gibt es hier in der Übersicht zu begutachten.

The Sea Serpent – Horrorctober 2015

Der Horrorctober ist serviert. Als Appetithappen gibt es Fisch.

SERPIENTE DE MAR – The Sea Serpent – Spanien – 1984 – 92 Min.

Ein Flugzeug fliegt. Nicht weiter ungewöhnlich, würde ich sagen. Was hingegen ungewöhnlich zu sein scheint, ist der Funkkontakt mit einem Typen am Boden, der sich selbst „Grandmother“ nennt und den Piloten im Flugzeug „Baby“. Irgendwo schwingt hier doch schon wieder unterschwellig was mit, das mir Sorgen bereitet. Als „Grandmother“ dann noch sagt, dass er „Baby“ unbedingt will, hab ich schon wieder keine Fragen mehr.

Das Flugzeug hat eine neuartige Atombombe an Bord und soll diese im Meer versenken. Gesagt, getan. Und dann EXPLODIERT DER GANZE OZEAN! Was für ne Bombe soll das denn gewesen sein? Zum Glück wurde die im Meer versenkt. Da kann sie ja keinen Schaden anrichten …

Fischers Fritze hat einen komischen Fisch gefischt und ihn lieber wieder zurück ins Meer geworfen. Wenn man bedenkt, dass das Vieh im Dunkeln geleuchtet hat, kann ich das irgendwie verstehen. Andererseits kann man eine gute Taschenlampe durchaus mal gebrauchen. Und so ein Einzelstück in Form eines Fisches sowieso.

Natürlich darf in einem guten Film wie diesem das Charakterdrama nicht fehlen. Das gibt es hier direkt, als ein Fischer dem Bootskapitän vorwirft, betrunken gewesen zu sein, als … irgendwas passiert ist. Ich glaube, ich halte mich hier gar nicht lange mit den Charakteren auf. Bei „Grandmother“ und „Baby“ wusste man ohnehin schon, wo hier der Hase lang läuft.

AAAAAAAAAAAAHHHHH! Ein Monsterfisch greift an. Okay, um genau zu sein ist es eine Sockenpuppe mit Glubschaugen, aber das reicht völlig, um den besoffenen Captain und seine Crew samt ihrem Kutter zu versenken. Glücklicherweise haben sie Rettungsboote dabei. Nebenbei fragt sich keine Sau hier, was das eigentlich für ein Riesenfisch gewesen ist, der das Boot versenkt hat. In Spanien sind die wohl öfter anzutreffen.

Erzählen könnten sie es aber eh niemandem, denn so ein Rettungsboot ist natürlich leichte Beute für einen ausgewachsenen Radioactive Fish. Ach, Moment. Eins der Boote konnte entkommen. Aber natürlich glaubt ihnen niemand, als sie vom Megafisch erzählen. Vielleicht, wenn der Kapitän nicht immer so besoffen wäre …

Ich hinterfrage hier sowieso nix, aber ich erwähne trotzdem mal kurz, dass der Monsterfisch-Gerüchte-Fall hier tatsächlich vor Gericht verhandelt wird. Ich hoffe, der Fisch springt durchs Fenster und frisst einfach alle, damit es weiter gehen kann.

In einer spanischen Küstenstadt darf natürlich eine wichtige Sache absolut nicht fehlen: Ein Spielcasino. Margaret und Jill haben alles verzockt uns versoffen, was sie dabei hatten und gehen an den Strand, weil man da am besten ausnüchtern kann. Ich weiß nicht, ob Fisch gegen nen Kater am nächsten Tag hilft. Vom Fisch gefressen werden, sollte aber Wunder wirken. Jill wird es wissen.

Die Gerichtsverhandlung ist beendet und bevor ihr fragt: Nein, ich habe keinen Plan, was dabei rausgekommen ist. Ich sage einfach mal, sie sind alle schuldig gesprochen worden, in einem absoluten Kackfilm mitzuspielen und wurden dazu verurteilt, sich auf ewig nur von Fischabfällen zu ernähren.

Zeit für einen Abstecher nach Portugal. Um genau zu sein Lissabon. Der besoffene Kapitän, der sich einen in den Schnäuzer nuschelt, will irgendeine Tussi im Krankenhaus besuchen, aber darf nicht, weil ihm die Tussi am Schalter erklärt, dass noch nicht klar ist, ob die Tussi Kontakt zur Außenwelt haben darf. Ach, das ist doch bestimmt Margaret … Jedenfalls ist der Kapitän ein ganz schlauer und fragt, auf welchem Zimmer sie liegt. Doof, wie die Schalterschlampe nun mal ist, verrät sie es ihm natürlich und weist noch mal darauf hin, dass er genau in dieses Zimmer nicht rein gehen darf. Ich verzichte mal auf den Hinweis, dass sie blond ist …

Der Kapitän schleicht sich natürlich in das Zimmer und quatscht mit Margaret über das Fischmonster. Er will sie da raus bringen, aber sie hat nichts zum Anziehen. Dann geh doch einfach nackt, Mädchen. Das würde vielleicht darüber hinwegtäuschen, dass du vor der Kamera absolut nichts zu suchen hast. Eine Schrott Award Nominierung sollte hier schon mal sicher sein.

Wissbegierige Menschen wie ich haben sich bestimmt schon mal gefragt, was wohl so ein Leuchtturmwärter die ganze Nacht alleine im Leuchtturm macht. Ich hatte zwar immer eine Vermutung, aber die Wahrheit ist: Er pokert gegen sich selbst. Und nein, die Karten scheinen nicht verklebt zu sein. Leider erfährt man nicht, ob er gegen sich selbst gewinnt, denn der Riesenrochen macht den Turm platt. Wobei ich ja sagen muss, eigentlich gleicht das Vieh mehr einer Wasserschlange, so wie es sich um den Turm wickelt. Ist wohl eine seltene Spezies, die nur vor Spaniens Küste anzutreffen ist.

Margaret und der Kapitän sind in der Bibliothek und suchen nach Hinweisen auf Monsterfische. Die Bibliothekarin schickt sie zum Meeresbiologen Professor Wallace. Der glaubt natürlich auch kein Wort. Irgendwie funktioniert dieser Running Gag nicht. Okay, es ist ja auch gar kein Gag. Aber trotzdem ist es arschlangweilig.

Ein Ruderboot mit irgendwelchen Typen wird zerlegt. Hin und wieder muss man halt die Zeit füllen, wenn der Todesfisch lange nicht mehr zu sehen war. Ich schätze, dieser Moment ist so gut wie jeder andere, um mal kurz zu erwähnen, dass es von der Megamakrele genau zwei Aufnahmen gibt. Entweder man sieht sie im Profil, wahlweise mit Opfer in der Schnute, oder um einen Leuchtturm gewickelt. Wenig Budget schön und gut, aber eine Sockenpuppe hätte man dann ja doch auch mal noch aus nem anderen Winkel filmen können, oder?

Der Professor hat sich übrigens überreden lassen zu helfen.

Einer der Ruderer hat überlebt und soll jetzt natürlich bestätigen, dass das Monster existiert. Würde auch echt mal Zeit. Dieses ganze Rumgewusel um die Wahrheit ist doch einfach völlig sinnlos, wenn ich als Zuschauer das Vieh schon gesehen habe.

Der Überlebende wird aber von irgendeinem Typen gekillt, was mich nur noch mehr verwirrt, weil ich absolut nicht weiß, wer der Spaten da gerade war. Um noch mehr Zeit totzuschlagen, merken die Besucher nicht, dass er tot ist und quatschen erst mal ewig rum, bevor dem besoffenen Kapitän dann auffällt, dass er tot ist. Nur um das kurz festzuhalten: Da stehen 4 Leute im Raum, einer davon der behandelnde Arzt und einer ein dauerstrammer Bootskapitän. Und ausgerechnet der Besoffene merkt, dass der Patient gerade nicht redetauglich ist. Keine Krankenkasse dieser Welt könnte mich zu einem Aufenthalt in dem Krankenhaus überreden.

Immerhin beweist der Doktor doch noch sein Fachwissen, indem er durch einen simplen Blick feststellt, dass der Typ im Bett getötet wurde. Und zwar mit einem Kissen. Er hätte Detektiv werden sollen.

Irgendein alter Laternenschwinger macht Bekanntschaft mit dem Ungeheuer und fackelt den ganzen Steg ab.

Der Professor hat scheinbar einen Plan. Er will das Monster mit Leuchtpistolen erledigen. Oh man, das kann ja nur fantastisch werden.

Fischers Fritze vom Anfang hat das Monster gesehen und will helfen, es mit Leuchtpistolen zu erledigen.

Man fährt also aufs offene Meer und ballert die Leuchtkugeln in den Nachthimmel. Was das jetzt sollte, weiß ich zwar nicht genau, aber mal abwarten. Der Fisch kommt und man lockt ihn … irgendwo hin. Nebenbei fliegt auch noch ein Spielzeughubschrauber da rum. Der ist aber natürlich schnell hinüber.

Immerhin hat man den Fisch aber scheinbar da, wo man ihn haben wollte, und es wird wild mit Dynamit durch die Gegend geworfen. Fragt nicht, wo sie das her haben. Ich habs nicht mitgekriegt. Hat vielleicht auch einfach jeder spanische Angler dabei.

Die Märklin Eisenbahn kommt und fährt über die Brücke, auf der die Dynamitheinis rumstehen. Der Fisch zerlegt die Brücke und ein ARAL Anhänger (Schleichwerbung wird in spanischen Monsterfilmen groß geschrieben) löst sich und fällt dem Fisch auf den Kopf. BOOM! Ausgefischt.

Und bevor ich es vergesse: Margaret und der besoffene Kapitän sind jetzt natürlich ein Paar. Aber ist mir absolut scheißegal. Ich geh Angeln.

Was im Horrorctober noch so auf uns zu kommt, könnt ihr hier nachsehen.

Horrorctober 2015

It’s that time of the year again. Also Horrorzeit und so. Es wird erneut zum Horrorctober aufgerufen und nach dem großen Erfolg von letztem Jahr, kann ich mir den Spaß natürlich nicht entgehen lassen.

Wer nicht weiß, worum es dabei geht, kann HIER kurz die Regeln nachlesen. Für alle ganz ungeduldigen Schrottplatzbesucher fasse ich aber noch mal kurz zusammen, was der Horrorctober ist:

13 Horrorfilme im Oktober.

Ja, das wars schon. Nicht all zu kompliziert, würde ich sagen.

Ich bleibe meiner Linie selbstverständlich treu und habe mir mal wieder 13 echte Kackfilme rausgesucht, die im Oktober dann ihren verdienten Eintrag hier im Blog kriegen werden.

APARTMENT 1303 – 2013

ELVES – 1989

EMPIRE OF THE ANTS – 1977

INVITATION TO HELL – 1982

LA PETITE MORT – 2009

THE LAST SECT – 2006

MARK OF THE WITCH – 1970

THE SEA SERPENT – 1984

SLEEPAWAY CAMP 2 – 1988

STRANGELAND – 1998

V/H/S – 2012

WALLED IN – 2009

ZOMBIE ASS – 2011

Meine Zeit ist in diesem Jahr zwar stark begrenzt, wodurch das ganze Unterfangen hier recht anstrengend und knapp werden dürfte, aber ich werde mich natürlich bemühen, alle 13 Schrottfilme im Oktober zu gucken und hier zu veröffentlichen. Und wer das volle Ausmaß des Wahnsinns mitkriegen will, sollte mir bei Twitter folgen, wo ich als @filmschrott alle Filme unter dem Hashtag #Horrorctober live kommentieren werde.

Let the spook begin.