Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Kategorie-Archiv: Filme

Mal aktuell: Lights Out

Wirklich viel gibt es zum heutigen Film gar nicht zu sagen. Schließlich ist es einer dieser typischen Horrorfilme mit einem Monster, das es halt zu erledigen gilt. Aber ein paar Sätze will ich dann doch dazu schreiben.

LIGHTS OUT – USA – 2016 – 81 Min.

Wie wohl mittlerweile jeder weiß, basiert der Film auf einem Kurzfilm des gleichen Regisseurs, der vor 3 Jahren im Netz rauf und runter lief. Die interessanteste Frage für mich war hier eigentlich, ob es gelingt, diese Idee auch über Spielfilmlänge aufrechtzuerhalten.

Das gelingt tatsächlich ganz gut. Etwas Zeit geht natürlich dafür drauf, die übliche Hintergrundgeschichte aufzudecken. Die ist nicht sonderlich originell und führt zudem dann auch noch zum leider recht lahmen Ende. Da fehlte mir zum Schluss einfach noch ein guter Kniff, um mich wirklich vollends von der Geschichte zu überzeugen. Aber gut, von einem Horrorfilm sollte man mehr wohl auch nicht erwarten.

Was der Film ganz gut macht, ist das Spiel mit dem Licht aus/Licht an-Gedanken, auf dem die ganze Idee nun mal beruht. Besonders gut hat mir gefallen, wie das Monster immer wieder verschwindet, wenn ein Schuss aus einer Pistole auf sie abgefeuert wird, weil es ja für den Bruchteil einer Sekunde hell wird. So richtig hat diese ganze Geschichte am Ende aber leider keine Bewandnis mehr. Soll heißen, die Bezwingung des Monsters hängt nicht im Geringsten davon ab, ob es nun hell oder dunkel, oder was auch immer ist.

Was man leider überhaupt nicht macht – und was ich mir hier ehrlich gesagt erwartet hatte – ist mit der Idee zu spielen, ob da überhaupt wirklich ein Monster in der Dunkelheit lauert, oder nicht. In der ersten Szene des Films lässt man diese Herangehensweise mal kurz aufblitzen, wirft das dann aber direkt über Bord. Der Rest sind dann größtenteils Jumpscares. Dazu muss man aber auch sagen, dass sich ein Monster wie dieses halt ohne Jumpscares kaum bis gar nicht umsetzen lässt.

Gruselig wurde es dadurch aber nun mal auch nie so richtig. Echte Horroratmosphäre kommt nie auf.Liegt aber wohl auch daran, dass ich das alles so schon tausend Mal gesehen habe.

Am Ende bleibt halt ein kurzweiliger Horrorschinken, der nicht wirklich schlecht ist, aber leider auch einiges an Potenzial liegen lässt. Kann man sich aber durchaus mal angucken.

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Mal aktuell: Independence Day – Wiederkehr

Nun ist es also soweit. Die Fortsetzung auf die niemand gewartet hat ist endlich da. Da ich den ersten Teil nach wie vor für ungewöhnlich unterhaltsam halte und Roland Emmerich bei mir irgendwie immer funktioniert, mit seinen Abrissfilmen, musste ich mir das doch mal genauer angucken. Ohne Erwartungen war ich also in:

INDEPENDENCE DAY: RESURGENCE – USA – 2016 – 120 Min.

Und was soll ich sagen: Was war das für eine langweilige Grütze!

Fangen wir mal mit der „Story“ an. Da war natürlich schon der Vorgänger kein Exemplar von unfassbarer Kreativität. Was macht man also? Genau: Man erzählt einfach genau die gleiche unkreative Scheiße noch mal. Nun ja, und irgendwo in diesem Gewühl von Szenen, die man quasi genau so auch schon im ersten Film gesehen hat, gibt es dann eben noch ein paar „neue“ Ideen, die sich in Innovationslosigkeit in der selben Reihe anstellen.

Nun könnten es natürlich die Charaktere retten, aber die sind auch nur Abziehbilder und so dermaßen langweilig und uninteressant, dass ich mich die ganze Zeit gefragt habe, warum mich überhaupt tangieren soll, ob die jetzt ihren Arsch retten, oder eben nicht. Nicht mal die Charaktere, die aus Teil 1 wieder dabei sind, können auch nur ansatzweise irgendwas dazu beitragen, dass man hier mitfiebert. Dazu sind einfach alle Beteiligten zu egal. Humor sucht man nebenbei auch vergeblich. Während es im Erstling zumindest noch ein paar coole Sprüche gab, die das ganze etwas auflockern, findet man hier einen Rohrkrepierer nach dem anderen.

Aber vielleicht können es ja die Effekte retten. Im ersten Teil hat man ja damals die Städte nachgebaut, um diese dann richtig abzufackeln. Und man, war das geil oder was? Was haben wir hier? Hingeschludertes CGI war ja zu erwarten, aber hier ist mal wieder gar nichts echt. Die Darsteller hüpfen vor GreenScreens rum, was sowas von offensichtlich ist, dass man sich fragt, ob wir mittlerweile den Punkt erreicht haben, wo es den Filmemachern einfach scheißegal geworden ist, ob ihre Kackfilme noch zumindest ansatzweise realistisch aussehen. Vom Aussehen der grauenhaften CGI-Alienkönigin fange ich besser gar nicht erst an.

Zum Schluss gibt es dann natürlich noch den Verweis auf den nächsten Teil. Dann mit noch mehr Scheißeffekten. Und noch mehr lahmen Arschlöchern. Und noch uninspirierter, als alles, was wir bisher gesehen haben. Wuhu!

Tja, ich habe nichts erwartet und habe noch weniger gekriegt. Reife Leistung. Schade, denn ich hätte durchaus mal wieder Lust auf einen dummen, aber unterhaltsamen Blockbuster mit viel Getöse gehabt. So macht das aber überhaupt keinen Spaß. Der Eintrag hier im Blog wird sicher irgendwann folgen.

Mal aktuell: Stolz und Vorurteil und Zombies

Es gibt ja so Filme, da reicht eigentlich schon der Titel, um zu wissen, dass das nur geiler Scheiß werden kann. Beispiele gab es hier auf dem Filmschrottplatz ja schon einige. Wer erinnert sich zum Beispiel nicht an SLAVE GIRLS FROM BEYOND INFINITY? Mit so einem Filmtitel kann quasi gar nichts mehr schief laufen. Oder natürlich das absolute Paradebeispiel: HELL COMES TO FROGTOWN! Da hat man doch direkt keine Fragen mehr, oder?

Nun läuft ein Film im Kino, bei dem der Titel eigentlich auch keine Fragen offen lässt. Ein Titel der einfach nur laut COOLNESS schreit. Schauen wir mal, wie cool der denn wirklich ist.

PRIDE AND PREJUDICE AND ZOMBIES – Stolz und Vorurteil und Zombies – USA – UK – 2016 –  107 Min.

Nach einem vielversprechenden Beginn mit Zombiejäger Darcy, der direkt mal einen Zombie aufspürt und wegschnetzelt geht quasi alles komplett den Bach runter. Eigentlich sieht man auch hier schon das große Problem des Films: er ist einfach zu harmlos für einen Zombiefilm. Im ganzen Film ist die härteste Szene die, in dem einem Zombie der Arm abgehackt wird. Und selbst da blutet nix. Alles andere geht in schnellen Schnitten aus der Epilepsiehölle unter. Es gibt keine Goreeffekte, kaum Blut, kein wirkliches Zombiegemetzel wie man es nun mal in einem Zombiefilm sehen will. Damit hat man also eine mögliche Zielgruppe schon mal verloren.

Bleibt also die Liebesgeschichte rund um die tausend Ischen und die tausend Verehrer, die allesamt Arschlöcher sind, oder einem einfach nur tierisch auf den Sack gehen. Dazu ist das halt auch alles möglichst simpel gehalten und bietet keine Überraschungen – selbst wenn man wie ich Stolz und Vorurteil nicht kennt. Also hat man auch diese Zielgruppe verloren.

Bleibt die Hoffnung auf coole Action mit coolen Sprüchen von arschtretenden coolen Ischen, die einfach cool sind und das ganze zu einem strunzdoofen aber unterhaltsamen coolen Trashspaß machen. Ich mache es kurz: Nein.

Der ganze Film düpelt einfach so dahin, bietet absolut keine Highlights, langweilt größtenteils zu Tode und verschenkt sein Potenzial wirklich in jeder verdammten Szene. Alles wirkt halbgar und einfach hingeschludert. Mal abgesehen von den Kostümen und den Sets. Da hat man sich tatsächlich etwas Mühe gegeben. Das bleibt aber auch das einzig gute an dem Film. Das und die Brüste von Lily James, die eine Art von Eigenleben zu entwickeln scheinen. Schade, dass das nicht zum Plot gehörte. Hätte Potenzial gehabt. Aber auch das hätte man hier sowieso liegen lassen. Russ Meyer hätte daraus bestimmt was geiles gemacht.

Es bleibt also ein Film, bei dem ich absolut keine Ahnung habe, für wen der gemacht sein soll. Denn alle Zielgruppen, die mir hierfür einfallen, werden keinen Spaß daran haben und sich einfach nur so langweilen, wie ich es getan habe. Das war einfach gar nichts.

Mal aktuell: The Nice Guys

Kommen wir zu dem Film, auf den ich mich in diesem Jahr am meisten gefreut habe. Seit der Ankündigung, das Shane Black eine neue Buddy-Action-Komödie im Stile von „Kiss Kiss Bang Bang“ macht, war mir klar, dass ich den sehen muss. Genau das ist jetzt geschehen.

THE NICE GUYS – USA – 21016 – 116 Min.

Ich denke, ich kann mich dieses Mal recht kurz halten, indem ich sage: Der Film ist genau das, was ich erwartet habe.

Shane Black liegt dieses Genre einfach wie keinem anderen. Er scheint einfach nur zwei ungleiche Partner für seine Geschichten zu brauchen und der Rest kommt dann scheinbar von ganz alleine. Jede Menge dumme Sprüche, Schlägereien und Schießereien, zwischen eigenartigen Charakteren. Das ist Shane Black in seinem Element.

Und auch hier geht diese Rechnung einfach wieder perfekt auf. Russel Crowe macht das, was er am besten kann und verprügelt Leute, während Ryan Gosling hier sein wirklich überraschend großartiges komödiantisches Können unter Beweis stellt. Wer ihn bisher nur als den toughen ruhigen Typen kennt, den er in den meisten Fällen verkörpert, wir hier schon alleine deshalb seinen Spaß haben, weil seine Rolle komplett auf links gedreht wurde. Alle anderen machen ebenfalls einen hervorragenden Job. Allen voran Angourie Rice in der Rolle von Goslings Tochter Holly. Bei Kindern ist die Grenze zwischen lustig und nervig bei mir sehr schmal. Bestes Beispiel ist der von Shane Black geschriebene Last Boy Scout, in dem mir die Tochter von Bruce Willis zwischendrin auch einfach mal tierisch auf den Sack geht. Das ist hier zum Glück überhaupt nicht der Fall.

Das 70er-Setting ist zur Abwechslung auch mal was frisches, auch wenn ich diese Disco-Ära absolut grauenhaft finde. Das Setting ist aber auch nicht beliebig gewählt, sondern trägt zur Story bei, da die Themen wie Pornos, Demonstrationen, Luftverschmutzungspanik und Killer Bienen damals eben eine große Rolle spielten, auch wenn der Zusammenhang zwischen alldem sich erst langsam erschließt.

Wer hier ein Actionfeuerwerk der neuen Schule erwartet wird zum Glück enttäuscht. Denn hier bleibt man schön bodenständig. Es fliegt nicht andauernd irgendwelche Scheiße in die Luft und die Charaktere ballern sich auch nicht wild durch irgendwelche Gegnerhorden, wie es in Actionfilmen mittlerweile üblich ist. Gegen Ende wird es etwas mehr, aber es bleibt immer auf einem nachvollziehbaren Level. Das ist einfach auch mal eine willkommene Abwechslung zum Over-The-Top-Kino, das einem heute ständig um die Ohren gehauen wird.

Ich kann also nur sagen, dass jeder, der einen guten Actionfilm sehen will, dieses Jahr nur ein Mal ins Kino muss. Und der Zeitpunkt ist jetzt. Einfach ein Riesenspaß von Shane Black dem unangefochten König der Buddy-Action-Filme.

Mal aktuell: The Witch

Tatsächlich hat es doch ein Kino in der Nähe geschafft, diesen Film in seinem Programm zu verstecken. Also habe ich die Chance genutzt und zusammen mit 11 weiteren einsamen Seelen einen Kinosaal geteilt. Traurig, wie leer so ein Kinosaal doch ist, wenn nicht irgendwelche verfickten Superheldenarschlöcher sich gegenseitig die Fresse polieren. Aber darüber kotze ich dann ein anderes mal wieder ab. Jetzt erst mal zu:

THE WITCH – USA/UK/Kanada/Brasilien – 2015 – 92 Min.

Kurz zusammengefasst geht es in diesem Film um eine Familie, deren Glaube an Hexen sie langsam in den völligen Wahnsinn treibt. Da der Spaß hier irgendwann im 17. Jahrhundert spielt, als die ganze Welt noch von geisteskranken Jesusfreaks bevölkert war, die einfach jeden Scheiß glauben, dauert der Abfall in den völligen Irrsinn auch nicht all zu lange. Und das ist auch gut so, denn gerade das erste Drittel zieht sich doch etwas hin und kommt recht zäh daher.

Dabei baut der Film aber eine äußerst deprimierende Atmosphäre auf, die dann irgendwann in Spannung übergeht, wenn man als Zuschauer selbst nicht mehr so genau weiß, was denn hier jetzt eigentlich abgeht. Das macht der Film also ziemlich gut. Depression, Spannung und Wahnsinn geben sich die Klinke quasi in die Hand.

Die Darsteller machen ihre Sache ziemlich gut. Vor allem die Kinder bringen ihre Rollen super rüber, was bei Kinderdarstellern ja nun nicht immer der Fall ist. Die Mutter hingegen ist wohl einer der nervigsten Charaktere, die mir seit langer Zeit untergekommen ist und dazu auch nicht ganz glaubwürdig, für diese Zeitperiode. Aber das ist wohl nicht ganz unbeabsichtigt.

SPOILER AB HIER!!!

In letzter Zeit scheint sich ein Muster abzuleiten, das besagt, dass gute Filme mit einem beschissenen Ende noch mal alles etwas runterziehen müssen. Nach 10 Cloverfield Lane ist das nämlich auch hier leider wieder der Fall. Denn die letzten 5 Minuten hätte man sich einfach komplett schenken sollen. Muss man da wirklich einen sprechenden Ziegenbock, der sich dann in einen Piraten verwandelt und fliegende Hexen aus dem Hut zaubern, um auch dem letzten Trottel klar zu machen, dass hier halt wirklich der Teufel persönlich am Start war?

Und überhaupt bin ich klar der Meinung, dass der Film sogar besser gewesen wäre, wenn man den ganzen Hokus Pokus einfach komplett weggelassen hätte. Einfach ein paar geringfügige Änderungen vornehmen und man kann die Hexe streichen. Die Familie kann sich auch rein durch die Einbildung, dass etwas sie verflucht hat, in den Wahnsinn treiben. Das wäre erstens irgendwie mal interessanter, als dann doch immer den übernatürlichen Quark zu fabrizieren und zweitens hätte mir das auch die beschissenen Schlussszenen erspart.

Immerhin sind die Charaktere größtenteils ganz gut gezeichnet. Okay, die Mutter macht eigentlich nichts, außer rumzuflennen. Ihr Mann Lumberjack-Willy hingegen ist mir für so einen gläubigen Fatzken aus dieser Zeit irgendwie etwas zu locker; Kind im Wald verschwunden? Tja, passiert halt. Sohn taumelt nackt ausm Wald und kotzt einen blutigen Apfel aus? Was will man machen? Lasset uns beten.

Die Kids hingegen passen einfach. Das Mädel spielt die leicht genervte, aber allen Anschuldigungen zum trotz immer gehorsame Tochter super, der Junge rockt so richtig kurz bevor er das Zeitliche segnet und die Zwillinge sind einfach nur nervige Pissblagen mit ihrem Scheiß-Ziegenbock-Gesang.

Am Ende bleibt ein wirklich gut inszenierter Streifen mit toller Atmosphäre, der leider am Ende in die falsche Richtung abdriftet. Es bleibt einfach der fade Beigeschmack, dass da noch mehr gegangen wäre, wenn man einfach weniger gemacht hätte.

Eine Empfehlung gibt es aber schon alleine deshalb, weil es mal was anderes ist und nicht nur geschnetzelt wird oder hinter jeder Ecke ein lahmer Jumpscare lauert, wie es heutzutage in Horrorfilmen eigentlich der Fall ist.

Mal aktuell: 10 Cloverfield Lane

Okay, bevor ich jetzt irgendwas schreibe sage ich allen, die diesen Film noch nicht gesehen haben, das aber noch vorhaben: Verpisst euch! Eigentlich ist es natürlich mein Ziel, dass meine Texte gelesen werden, aber da ich hier spoilern werde wie ein Irrer, sollte niemand weiter lesen, der den Film noch sehen will. Denn es ist ganz klar einer dieser Filme, bei denen man am besten einfach gar nichts weiß. Also noch mal: Weg hier, ihr Spacken! Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

10 CLOVERFIELD LANE – USA – 2016 – 105 Min.

Eine Sache vorweg: Dieser Film ist keine richtige Fortsetzung. Bevor ich in den Film ging, hatte ich absolut keine Ahnung was mich erwartet. Der Titel ließ natürlich vermuten, dass das Ganze irgendwie an den Vorgänger von 2008 anschließt. Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger macht das Sinn. Man muss 10 Cloverfield Lane also am besten als eigenständiges Werk betrachten. Und als solches hat es eine ganze Menge zu bieten.

Allen voran stehen die fantastischen Darsteller. John Goodman als manischer Verschwörungstheoretiker mit festen Überlebensregeln ist der schiere Wahnsinn. Mit anderen Worten: er ist so verdammt gut, dass er ganz sicher nicht für den Oscar nominiert werden wird.

Mary Elizabeth Winstead steht dem kaum in etwas nach. Ich verstehe sowieso nicht, warum die Frau nicht öfter in starken Rollen zu sehen ist. Aber man kennt das ja: Talent bedeutet dass man im Nirvana versinkt.

Der dritte im Bunde John Gallagher Jr. macht seine Sache ebenfalls sehr gut. Vor allem, da sein Charakter anfangs starkes Potenzial hat, zur Nervensäge zu werden, was sein Spiel aber verhindert.

Im Gegensatz zum originalen Cloverfield, indem es rein um die Zerstörung ging und die Charaktere eher Beiwerk waren, ist es hier genau anders herum. Gerade deshalb ist es auch so wichtig, dass die Darsteller hier alles auffahren, denn Action sucht man hier erst mal vergeblich.

Es geht um die Personen und darum, wie sie mit der Situation umgehen. Mit Fremden auf engstem Raum eingesperrt zu sein und nicht zu wissen, was wahr ist und was nicht. Wem kann man vertrauen? Was kann man glauben?

Das alles ist äußerst spannend inszeniert und wird niemals langweilig.

Und dann kommt das Ende …

Tja, was soll ich sagen. Der Name Cloverfield suggeriert natürlich, dass hier Aliens vorkommen könnten. Und das ist auch absolut okay. Leider hat mich der Film am Ende aber doch etwas verloren. Nicht, weil man das eher ruhige Ambiente verlässt, in dem man sich zuvor die ganze Zeit aufgehalten hat. Nicht weil Aliens irgendwie nicht so recht in diese Geschichte zu passen scheinen. Nein, das Problem ist eins, dass so ziemlich jeder Film heutzutage hat. Michelle, die zuvor einen glaubhaften Charakter dargestellt hat, mutiert plötzlich zur Superheldin und erlegt ein haushohes Alien mit einem schnell improvisiertem Molotowcocktail. Das war man dann einfach mal wieder zu viel des Guten und passte auch nicht wirklich zum Rest des Films. Das hätte man auch viel eleganter und subtiler lösen können.

Vielleicht ist auch gerade diese Verbindung zu Cloverfield mehr Fluch als Segen. Zu Beginn gibt der Film dem Zuschauer nichts vor. Man hat drei Charaktere in einem Bunker und man darf selbst entscheiden, wer hier richtig handelt. Und es hätte mir wohl besser gefallen, wenn der Film diese Richtung weiter verfolgt hätte. Ich hätte gerne mitgerätselt, ob es überhaupt eine Bedrohung gibt, oder ob Howard nur ein Irrer ist. Und welche Rolle Emmett dabei spielt. Diesen Faden verfolgt man zwar etwas weiter, aber leider löst man schnell auf, dass außerhalb des Bunkers wirklich alles im Arsch ist. Trotzdem bleibt der Gedanke immer vorhanden, wo es sicherer ist: Im Bunker oder draußen.

Mal aktuell: The Hateful Eight

 

Ich bin ja generell schon irgendwie ein Quentin Tarantino Fan. Immerhin hat der Mann am Anfang seiner Karriere einige echte Knaller hervorgebracht. Angefangen bei den Scripts zu From Dusk Till Dawn und True Romance zu seinen ersten Regiearbeiten Reservoir Dogs, Pulp Fiction und auch Jackie Brown hat mich der Mann nicht enttäuscht. Und so richtig enttäuscht hat er mich bis heute nie. Aber irgendwie hat er doch etwas nachgelassen. Allerdings habe ich bei seinen Filmen immer erst mal eine Art Tunnelblick, der mich die Schwächen nicht so recht erkennen lässt. Sein letztes Werk Django Unchained beispielsweise wurde von mir nach der Erstsichtung im Kino in hohen Tönen gelobt – und vielleicht sogar als bester Tarantino nach Pulp Fiction bezeichnet. Dass er das nicht mal ansatzweise ist, stellte ich dann erst bei der Zweitsichtung fest. Es scheint allerdings nicht nur mir so zu gehen, wenn es um Tarantino geht. Alle seine Filme, trotz ihrer eindeutigen Schwächen, werden einfach aus Prinzip irgendwie in den Himmel gelobt.

Schauen wir mal, ob ich auch bei seinem neuesten Streifen über alle sicherlich vorhandenen eklatanten Schwächen hinwegsehen, und den Spaß direkt zum besten Film aller Zeiten erklären werde.

THE HATEFUL EIGHT – USA – 2015 – 187 Min.

Nachdem ich aus dem Kino kam war meine erste Reaktion: Das ist der beste Tarantino seit Jackie Brown. Ja, ich weiß: Brown ist nicht unbedingt der erste Film der einem einfällt, wenn man von Quentin redet, aber ich finde den klasse. Generell sind Tarantinos ersten Filme einfach stärker, als alles was danach kam. Kill Bill war gut, klar, aber durch die zwei Parts zu lang und ich kann auch mit Eastern jetzt nicht so viel anfangen, weshalb das ganze einfach thematisch auch nicht so meine Welt war. Death Proof hatte einen extrem lahmen Mittelteil. Das gleiche gilt für Django, der mich zudem im Finale verloren hat. Und Basterds hatte die teils eher langweilige Story um Brühl und die Kinotussi. Jedenfalls hat The Hateful Eight auf den ersten Blick diese Probleme nicht und nachdem ich mal eine Nacht drüber geschlafen habe, bleibe ich dabei, dass das hier Tarantinos bester Streifen seit langer Zeit ist.

Das keine Langeweile aufkommt liegt wohl in erster Linie daran, dass die Charaktere hier durchgehend zusammengefercht sind und somit miteinander interagieren müssen. Dabei ist natürlich wieder die übliche Tarantino-Darsteller-Riege mit Samuel L. Jackson, Tim Roth (der hier aus irgedeinem Grund wie Christoph Waltz wirkt), Michael Madsen (der aussieht wie eine Wachsfigur) und weiteren. Neu im Team sind eigentlich nur Jennifer Jason Leigh, die hier eine großartige Performance abliefert und Channing Tatum, der hier mal nicht getypecastet wurde, was auch mal ne gute Sache ist. Die Show stiehlt aber meiner Meinung nach ganz klar Walton Goggins, der hier eine gute Gratwanderung zwischen Overacting und auf dem Boden bleiben findet, die einfach perfekt in einen Tarantino-Film passt. Leider habe ich natürlich die Synchronfassung gesehen, weshalb ich mich erst mal an seine Stimme gewöhnen musste. Aber ich wette, im Original Ton kommt das noch mal ne ganze Ecke besser.

Zum Score von Morricone muss ich wohl nicht viel sagen: Der passt halt immer. Und richtig schön natürlich, seine Musik mal wieder in einem Western zu hören. Schließlich macht ihm da kaum einer – wenn überhaupt jemand – was vor.

Die Story erinnert etwas an Reservoir Dogs, was generell schon mal eine gute Sache ist, wenn man mich fragt. Ich mag solche Kammerspiele generell ganz gerne. Dazu mit der spannenden Frage garniert, wer denn jetzt der „Täter“ ist, bietet das eigentlich prinzipiell gute Spannung.

Da kommen wir aber auch zu einem der Knackpunkte und in SPOILER Gefilde. Weiterlesen also auf eigene Gefahr.

Die Auflösung des Ganzen ist dann nämlich … naja … einfach die billigste von allen. Denn in der Hütte sind einfach alle die Verräter. das ist zum einen einfach etwas unspannend und zerstört dann natürlich auch etwas den Spaß, den man beim miträtseln hatte, wer denn jetzt wohl da ein falsches Spiel spielt.

Dazu kommt dann die mal wieder explizite und vor allem übertriebene Gewaltdarstellung. An sich habe ich damit kein Problem und immerhin wird hier größtenteils auf meterhohe Blutfontänen verzichtet. Aber je öfter man in seinen Filmen Köpfe explodieren und Klöten wegschießen lässt, desto geringer ist die Wirkung. Bei mir ist da einfach ein Punkt erreicht, wo mich das absolut nicht mehr vom Hocker haut. Um genau zu sein macht das gar nix mehr mit mir.

Angeblich stehen uns ja nur noch zwei Tarantinos bevor. Ich fänd es irgendwie extrem cool, wenn in seinem letzten Film einfach mal niemand stirbt. So könnte der Mann tatsächlich noch mal richtig überraschen.

Ansonsten hat der Film aber eine Menge Spaß gemacht. Tarantino Fans sollten ihre Freude daran haben. Alle anderen wissen ja, worauf sie sich einlassen.

Mal aktuell: The Revenant – Der Rückkehrer

Schon der zweite aktuelle Film in diesem Jahr. Das ist schon jetzt persönlicher Rekord.

THE REVENANT – Der Rückkehrer – USA – 2015 – 156 Min.

Dieses Mal stand also der neue Film von Alejandro González Iñárritu an, der zuletzt mit Birdman für Furore sorgte, den ich aber natürlich noch nicht gesehen habe. Ich sags ja: Ich bin eigentlich nie auf aktuellem Stand.

Schon auf den ersten Blick wird bei The Revenant klar, dass man sich hier überwiegend auf tolle Bilder gefasst machen kann. Naturaufnahmen geben sich hier die Klinke in die Hand und es sieht absolut fantastisch aus. Außerdem bringt es eine Ruhe in den Film, die einfach irgendwie passt.

Allerdings birgt das ganze auch ein Problem. Da man logischerweise keinen echten Bär auf Leo hetzen wollte, griff man hier auf CGI zurück. Und ihr kennt ja meine Meinung dazu. In den tollen Landschaften wirkt es aber noch deplatzierter, als es ohnehin schon der Fall ist. Das beschränkt sich leider auch nicht auf den Angriff, sondern kommt noch in ein oder zwei weiteren Szenen zum tragen. Mich reißt sowas einfach direkt raus.

Leo im Survival Mode funktioniert ziemlich gut, aber auch hier zeigt der Film doch ein paar Schwachstellen, die sich in erster Linie in Form von Zeit bemerkbar machen. Zum einen gibt es Szenen, in der sich die Charaktere zu teleportieren scheinen, wenn sie innerhalb von einem Cut plötzlich an einer ganz anderen Stelle rumhängen. Dazu geht mir der Heilungsprozess von Hugh Glass teilweise einfach zu schnell voran. Im einen Moment röchelt der halbtote Leo vor sich hin, um dann 5 Minuten später durch den Schnee zu stapfen, als wäre das alles doch gar nicht so schlimm. Das kommt aber glücklicherweise nicht all zu häufig vor. Ich schiebe es mal auf den letzten Schnitt im Film, wo man wohl ein bisschen trimmen wollte, damit man nicht 2 Stunden zugucken muss, wie Leo im Schnee rumliegt.

Was uns dann auch zu der Frage führt, die wohl allen unter den Nägeln brennt: Hat Leo hierfür den Oscar verdient?

Tja, schwierige Sache. Die Hälfte des Films liegt Leo eigentlich nur auf dem Rücken und ist kurz vorm Verrecken. Trotzdem macht er seine Sache natürlich wieder gut. Allerdings bleibt der Charakter doch etwas flach, wie es nun mal in so einer Rachegeschichte – die nebenbei auch nicht sonderlich innovativ ist – meist der Fall ist. Man erfährt halt das Wichtigste über die Charaktere, damit die Story Sinn ergibt und fertig. Trotzdem können sich die Darsteller alle sehen lassen. Nur kommen nicht so wirklich Emotionen beim Zuschauen auf, weil dazu die Charaktere zu steril bleiben. Wenn Leo den Oscar kriegt, kann ich da aber mit leben. Lieber hierfür, als für den überbewerteten Wolf Of Wall Street.

Viel überzeugender fand ich aber Tom Hardy, der mich hier an Tom Berenger in Platoon erinnert hat, und der den Preis als Nebendarsteller abräumen sollte.

Richtig gut ist dann auch das finale Aufeinandertreffen der beiden Männer, das in einem richtig gut inszenierten, intensivem und dreckigem Endkampf gipfelt.

Was dann am Ende aber auch bleibt, sind mehr schlecht als recht aufgelöste Nebenplots, auf die ich jetzt aus Spoilergründen nicht weiter eingehen will. Es ist nur scheinbar so, dass Charaktere quasi einfach weg sind, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.

Trotzdem hat mich der Film durchgehend mitgerissen, da die Darsteller ihre Sache super machen, es teilweise richtig intensiv zur Sache geht und die Kameraarbeit inklusive der tollen Aufnahmen der Umgebung schon alleine das Geld für die Kinokarte wert sind. Wer aber hier ein Actiongeladenes Racheepos ohne Pause erwartet, wartet besser auf den nächsten Liam Neeson Film.

 

Mal aktuell: The Peanuts Movie

Da das Jahr 2016 filmtechnisch gar nicht mal so scheiße zu werden scheint, wie die tausend Superheldenschinken, die uns mal wieder bevorstehen, das vermuten lassen, werde ich wohl demnächst tatsächlich mal öfter im Kino sein. Warum also nicht mal was über aktuelle Filme schreiben, die im besten Fall nicht mal Schrott sind. Den Anfang macht (für mich ebenfalls etwas überraschend):

THE PEANUTS MOVIE – Die Peanuts: Der Film – USA – 2015 – 88 Min.

Vorweg muss ich ja erst mal sagen, dass ich es absolut hasse, wenn die guten alten Zeichentricks alle in dieses ekelhafte CGI-Animations-Geflecht verpackt werden, weil das einfach niemals den Charme der Cartoons erreichen wird. Ganz schlimm wird es natürlich, wenn man die Cartoonfiguren animiert und in eine reale Welt schmeißt (Garfield/Schlümpfe/Chipmunks), denn da kommen dann schon aus Prinzip ganz klare Schrottplatzkandidaten bei raus.

Um so schöner ist es, wenn dann mal ein Studio daher kommt, das einfach alles völlig anders macht. Nämlich genau so, wie es eben früher war. Mal abgesehen natürlich davon, dass eben nichts mehr handgezeichnet ist, weil diese Zeiten traurigerweise offensichtlich einfach vorbei sind.

Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt (und nicht mal ein richtiger), denn alles andere in diesem Film funktioniert einfach einwandfrei. Glücklicherweise hat man hier nicht versucht den Stil und die Figuren ins neue Jahrtausend zu verfrachten. Alles sieht so aus wie es damals war und die Charaktere sind genau so wie sie immer waren. Anstatt auf ihren Smartphones rumzutippen, lassen sie Drachen steigen, spielen Eishockey oder geben psychologische Beratung für läppische 5 Cents.

MVP des Films ist, wie zu erwarten war, Snoopy, der zusammen mit Woodstock eine eigene imaginäre Nebenhandlung hat, in der er den roten Baron jagt. Das sind dann auch die einzigen Szenen, die aus dem Old School Raster ausbrechen und unnötiges 3D bieten. Stören tut es aber auch nicht und einfach jede Szene mit Snoopy ist ein recht sicherer Lacher. In Verbindung mit Woodstock um so mehr.

Die eigentliche Geschichte dreht sich natürlich um Charlie Brown, der ein neues Mädchen an der Schule davon überzeugen will, dass  er kein Loser ist. Jemandem wie ihm fällt das selbstverständlich nicht all zu leicht.

Das ist natürlich nicht sonderlich kreativ, aber muss es in diesem Fall auch einfach nicht sein. Für den Film reicht es völlig und ist einfach nur der Aufhänger, um die Gags unterzubringen, was auch hervorragend funktioniert.

Wen man leider nicht so gut untergebracht hat, sind allerdings die vielen Nebencharaktere, die die Welt von Charles M. Schulz zu bieten hat. Klar, alle sind dabei, und alle haben auch ihre Szenen im Film, aber die meisten sind eigentlich nur da, weil sie eben zufällig in dieser Welt leben. Ein paar Nebenhandlungsstränge wären da vielleicht nicht verkehrt gewesen. Auch im Hinblick darauf, dass man hier ja einem jüngeren Publikum die Peanuts näher bringen will. Das funktioniert dann wahrscheinlich nicht ganz so gut.

Ansonsten ist der Film aber ein Riesenspaß für die ganze Familie und jetzt schon eine frühe Überraschung im neuen Jahr. Denn so etwas „old schooliges“ werden wir wohl so schnell nicht mehr zu sehen bekommen.

DVD Rezension: Creepy Campfire Stories

Wenn uns der Horrorctober eine Sache mal wieder gelehrt hat, dann, dass Horrorfilme einen Hang dazu haben unendlich scheiße zu sein. Aber es geht auch anders. Wenn man mit Herz und Spaß bei der Sache ist, kann selbst mit geringen Mitteln etwas wirklich unterhaltsames entstehen.

Alex Lotz, auch Sander genannt, von SanderMania Productions macht genau das. Mit Spaß an der Sache Horrorfilme drehen. Und deshalb freut es mich sehr, dass er mir ein Rezensionsexemplar seines neuen Films Creepy Campfire Stories zur Verfügung gestellt hat. Passt natürlich, dass das genau die Filme sind, die ich hier immer zerreiße, aber insgeheim natürlich absolut fantastisch finde.

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Bei Creepy Campfire Stories handelt es sich um eine Horroranthologie mit einer kurzen Rahmenhandlung, die drei Kurzfilme einleitet. Die Story ist recht simpel gehalten, denn wie der Titel schon verrät, erzählen sich ein paar Freunde schlicht Horrorgeschichten am Lagerfeuer. Diese Geschichten sind dann eben die Kurzfilme.

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Den Anfang macht Brainscan 3000, bei dem Alex Lotz Regie geführt und auch das Drehbuch geschrieben hat. Es geht um einen Typen, der ein Gehirn mit einem Computer koppeln will, um so seine Schwester wieder zum Leben zu erwecken. Beim ersten Test mit einem „Freiwilligen“ läuft natürlich nicht alles wie geplant.

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Film Nummer 2 heißt PSI und kommt von Daniel Konze. Es handelt sich um eine Haunted House Story, in der ein junges Paar ein Haus kauft und dann geht halt die Party ab.

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Den Abschluss bildet D.M.A. (Demonic Model Angency) von Pascal Dieckmeyer. Ein Mädchen, das unbedingt Model werden will, kriegt ein mysteriöses Angebot von einem Mann, namens Allister Snoon, der damit schon mal in der Liste der Typen mit den coolsten Namen ganz weit oben steht. Selbstverständlich findet der „Modeljob“ nicht gerade auf nem Catwalk statt.

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Okay, klar, man sollte jetzt hier eher keine schauspielerischen Glanzleistungen erwarten und auch das Horrorrad wird nicht neu erfunden. Aber darum geht es auch nicht. Hier hatten ein paar Leute einfach Spaß am Filme machen. Und man muss auf jeden Fall mal festhalten, dass das Endprodukt verdammt gut aussieht, wenn man bedenkt, dass man hier nicht das größte Budget zur Verfügung hatte – um genau zu sein gar keins.

Vor allem die handgemachten Effekte überzeugen. Wie sich das eben für nen guten Horrorstreifen gehört, ist das Geschnetzelte hier nicht animiert. Nein es wurde schön per Hand gemetzelt. Und das teils auch innovativ. Wer wollte bitte nicht schon immer mal wissen, wie man ne Tussi richtig mit nem Handstaubsauger killt?

Ihr seht, neben Spannung, Gemetzel und guter Unterhaltung, lernt man auch noch was beim Gucken des Films. Man kriegt also genau das, was man erwartet. Mit nicht mal 90 Minuten ist der Spaß auch nicht zu lang geraten, um einen dann irgendwann zu langweilen. Also ein rundum gelungenes Vergnügen, wenn man mit dieser Art von Film etwas anfangen kann, oder einfach mal sehen will, was dabei herauskommen kann, wenn Leute Filme machen, einfach weil sie Spaß daran haben, Filme zu machen. Im Kino sieht man sowas ja heutzutage eh nicht mehr, bei dem ganzen hingerotzten Scheiß, aber das ist ein anderes Thema.

Jedenfalls empfehle ich das Lagerfeuer hier für den nächsten Horrorabend mit ein paar Kumpels und nem kühlen Bier. Da kann man nix mit falsch machen.

Zu kaufen gibt es den Spaß für wenig Geld hier: http://extreme-script-crew.de/shop/filme/

Den rockigen Soundtrack, der zum Teil eigens für den Film gemacht wurde, kann man hier für noch weniger Geld auf Disc erwerben: http://rttbrecords.tictail.com/product/va-creepy-campfire-stories-ost

Und hier gibts die Mucke als Download: http://rttb-records.bandcamp.com/album/va-creepy-campfire-stories-ost

Wer mehr über den Film erfahren will, sollte mal folgende Links betätigen:

IMDB

OFDB

Facebook

Und wer sich mehr von Alex „Sander“ Lotz anschauen will, der kann sich mal hier umschauen:

Homepage Sandermania

YouTube

Facebook

Ich werde nebenbei in Bälde noch ein Interview mit Sander führen. Wenn ihr also fragen an einen Filmemacher mit Spaß an der Sache habt, haut sie in die Comments, und ich werde sie stellen.

Bis dahin setzt euch ans Lagerfeuer und lauscht schaurigen Geschichten.