Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Media Monday #402

Ich habe mir vorgenommen, in Zukunft hin und wieder mal am Media Monday teilzunehmen, wenn es Zeit und Lust zulassen. Okay, Zeit habe ich eigentlich eh nie, also ist es eher die Lust. Und die Frage, ob mir zu den, nun, Fragen, was einfällt. So wie heute:

1. THE FLY von Regisseur David Cronenberg ist ja auch mehr als vorteilhaft gealtert und in letzter Zeit noch deutlich attraktiver/charismatischer/interessanter, denn in Zeiten, in denen Effekte nur noch aus glattgebügelten Computergrafiken bestehen, sind diese praktischen Effekte, die so widerlich sind, dass man davon fast kotzen muss, einfach ein Traum.

2. Mit ein paar Tagen Auszeit würde ich mich wohl mal endlich der Überarbeitung meines Romans widmen, schließlich befindet sich die Dewon Harper Reihe in der Endphase und im nächsten Jahr soll es mit regelmäßigen Buchveröffentlichungen weitergehen. Zum Glück stehen in den nächsten Monaten einige Feiertage bevor. Vielleicht komme ich dann mal dazu, Lebingen weiter auszubauen. Wenn ihr Lebingen noch nicht kennt und der Stadt mal einen Besuch abstatten wollt, kauft doch eins meiner Bücher bei Amazon.

3. Das Beste auf/an langen Zugfahrten ist ja dass ich nie welche mache. Das schlechte daran, dass ich nie welche mache ist, dass ich da eigentlich mal Zeit hätte, mich Dingen zu widmen, die momentan vermehrt auf der Strecke bleiben. Filme gucken, Bücher lesen, Romane überarbeiten …

4. Der oder die mitunter sympathischste(n) Buch-Protagonist(en) sind für mich solche Losertypen wie Arthur Dent oder Rincewind. Ich mag es einfach, wenn Leute, die eigentlich absolut keinen Bock darauf haben, in Abenteuer geworfen werden und versuchen, sich mit dem wenigsten Aufwand wie möglich daraus zu wuseln, finde ich spannender, als immer diese Charaktere, die sich anfangs nicht zurechtfinden, aber dann durch die Umstände zum Helden heranwachsen.

5. Die Entwicklung, dass man mittlerweile auch „große Kinostars“ in Serienproduktionen bestaunen darf betrachte ich mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite ist es natürlich toll, wenn Serien mit großen Stars aufwarten. Auf der anderen Seite nimmt das aber auch zum Teil diese Sprungbrettfunktion weg, mit der sich unbekannte Stars früher einen Namen gemacht haben. Bis in die 90er oder auch Beginn der 2000er dienten Serien oft dazu, neue Stars hervorzubringen, die eben durch diese Serien bekannt wurden. Heute werden Leute meiner Meinung nach viel zu schnell im Hollywoodkino verbraten und es ist schnell der Punkt erreicht, dass sich da nichts mehr steigern lässt. So richtige Stars, die sich von kleinen Produktionen bis in den Mainstream ihre Sporen verdienen, gibt es nur noch selten. Ihr wisst schon, so wie Leonardo DiCaprio in CRITTERS 3 oder Matthew McCognaughey und Reese Withersponn in TEXAS CHAINSAW MASSACRE 4. Was waren das noch für Zeiten …

6. Mit jeder Menge CGI vollgeballerte Blockbuster im Kino zu gucken wird auch eine Begeisterung bleiben, die ich beim besten Willen nicht nachvollziehen kann, denn mich reißt das jedesmal aus der Welt und dem Film und es langweilt mich zudem einfach zu Tode. Dieses Gefühl, sich zu fragen, wie zum Geier die das eigentlich gemacht haben, existiert einfach nicht mehr. Es ist alles möglich und das Schlimme daran ist, dass man eben auch alles macht. Ohne darüber nachzudenken, ob das noch irgendwie gut ist oder nicht. Lahmes Actiongetöse vom Fließband, die Welt wurde mittlerweile tausendmal in  Schutt und Asche gelegt, nichts, was man nicht schon mal gesehen hat. Das Genrekino siecht dahin, weil sich genau auf diesen Möglichkeiten ausgeruht wird und keine neuen Impulse mehr gesetzt werden. Mich holt das alles kaum noch ab und es dient höchstens noch für Berieselung wie das TV-Programm am Nachmittag.

7. Zuletzt habe ich  Piratenfilme geguckt und das war Licht und Schatten, weil in keinem Genre gibt es nur Großartiges oder nur Schlechtes. Momentan habe ich aber einfach Lust auf solche Piratenabenteuer und werde wohl noch das ein oder andere hinterherschieben. FLUCH DER KARIBIK 5 muss ich zum Beispiel noch nachholen, auch wenn ich von dem nichts erwarte, da die Reihe für mich mit Teil 3 schon hinüber war. Aber vielleicht werde ich ja überrascht von diesem vermutlichen CGI-Actiongetöse … ich denke eher nicht.

DAS PIRATENMASSAKER werde ich allerdings nicht wiederholen, denn der war schon beim ersten Mal eine Qual und ist nicht umsonst hier auf dem Filmschrottplatz verewigt.

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17 Antworten zu “Media Monday #402

  1. bullion März 11, 2019 um 7:46 am

    Klasse, dass es bei dir und deinen Büchern so gut läuft. Das muss viel Zeit kosten und erfordert bestimmt Struktur und Durchhaltevermögen. Respekt dafür!

    Was CGI angeht, so hat mich am Wochenende „Alita: Battle Angel“ extrem positiv überrascht. Da gab es keine einzige Szene, in der mir das CGI negativ aufgefallen wäre – dabei gibt es wohl keine Szene ohne.

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    • Filmschrott März 11, 2019 um 9:46 am

      Ja, es geht sehr viel Zeit dafür drauf, aber von nichts kommt nichts und so. Wenn ich irgendwann mal davon leben will, muss eben immer für Nachschub gesorgt werden.

      Ja, ich habe deinen Text gelesen und war erst am überlegen, ob ich was dazu sage, dass in dem Text gefühlt achtzigmal „CGI“ erwähnt wird. Aber dann dachte ich, nee, die Diskussion hatten wir schon zu Genüge. Ich werde den Film ziemlich sicher hassen.

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      • bullion März 11, 2019 um 10:08 am

        Das mag durchaus sein. Dennoch ist es bahnbrechend gute CGI und obwohl ich CGI (82. mal) nicht immer gelungen finde, so ist das hier doch zweifellos der Fall. CGI (83). 😀

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      • Filmschrott März 11, 2019 um 5:12 pm

        Du kennst ja meine Meinung dazu. Bahnbrechend langweilt mich trotzdem. Avatar war auch schon langweilige Grütze, egal wie bahnbrechend da irgendwas gewesen sein mag. Die Geschichte war es ganz sicher nicht. Und gleiches dürfte wohl auch für Alita gelten. Der interessiert mich aber ohnehin nicht die Bohne.

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      • bullion März 11, 2019 um 5:30 pm

        Muss ja nicht, aber ich fand ja auch schon „Avatar“ toll… 😉

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      • Filmschrott März 11, 2019 um 5:31 pm

        Ich weiß. Deshalb konnte ich mir nicht verkneifen, ihn zu erwähnen. Das sind ja genau diese Kandidaten, bei denen wir beide uns niemals einig sein werden.

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  2. Wortman März 11, 2019 um 8:18 am

    Deswegen mag ich auch so gerne alte filme. Da musste man sich noch richtig was einfallen lassen, da es kein CGI gab. Ok, Sachen wie HdR verdanken ihren Erfolg u.a. der genialen CGI aber da macht es auch Spaß.
    Hast du denn bei deinen Piratenfilmen auch den „Roten Korsar“ dabei gehabt? Den Film liebe ich.
    Bei diesen CGI – Blockbustern frag ich mich immer, gibt es da auch Handlung oder nur noch krachbummknall?

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    • Timo März 11, 2019 um 9:30 am

      Apropos alte Filme/Effekte und Piratenfilme. Vielleicht möchtest du dir in der Richtung noch die Piratenbraut (ein Kanditat für den Schrottplatz evtl.) und den Spencer/Hill Film Freibeuter der Meere anschauen?

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      • Filmschrott März 11, 2019 um 9:51 am

        „Piratenbraut“ war tatsächlich geplant, konnte ich aber bisher nicht auftreiben. Spencer/Hill will ich demnächst mal die ganze Reihe gucken, also bleibt der erstmal außen vor.

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    • Filmschrott März 11, 2019 um 9:50 am

      Das ist der Punkt: CGI per se ist ja keine schlechte Sache, wenn es genutzt wird, um DInge umzusetzen, die anders nicht umsetzbar sind. Beispiel: Drachen. Einen echten Drachen zu finden, ist halt recht schwierig, also animiert man den eben. Aber einfach alles nur noch mit CGI zuzukleistern, während ein paar Darsteller vor nem GreenScreen herumhampeln ist einfach nur lahmes Filmmaking und das Ergebnis die immer gleiche Grütze.

      Den Roten Korsar habe ich leider nicht zur Verfügung, aber vielleicht gibts den ja auf YT von Netzkino oder so. Muss mal nachschauen, dann setze ich ihn mir mal auf die Liste.

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  3. Gnislew März 11, 2019 um 1:36 pm

    Alle denken bei Frage 1 an Personen und du zauberst einen Film hin. Nice.

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  4. Martin Däniken März 12, 2019 um 1:31 am

    „Glaubt alles was ihr seht!“

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