Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Monatsarchive: Oktober 2016

Butcher Baker Nightmare Maker – Horrorctober 2016

Beim heutigen Film habe ich tatsächlich überhaupt keine Ahnung, was uns erwartet.Ich habe mir zuvor nix dazu durchgelesen. Es könnte also auch der beste Film aller Zeiten sein. Ausgewählt habe ich ihn nur, weil er definitiv einen der besten Titel aller Zeiten hat:

BUTCHER BAKER NIGHTMARE MAKER – USA – 1982 – 96 Min.

Du weißt, dass ein Film der Horror wird, wenn er mit random Countrygeschreddel beginnt.

Profitipp: Nur weil die Bremsen eines Autos nicht funktionieren, muss man nicht direkt anfangen wild im Zick Zack zu fahren, wie ein besoffener Vollidiot. Mann und Frau gehen jedenfalls drauf, in einer wohlgemerkt ziemlich starken Szene.

14 Jahre später: Billy ist bei Tante Cheryl aufgewachsen, die ihn morgens weckt, indem sie wie eine Katze schnurrt und sanft mit ihren Fingern seinen Arm streichelt. Ich hoffe inständig, dass das nur ein Insiderwitz der beiden ist. So im Sinne von: Erinnerst du dich noch, wie ich zu Karneval als Katze verkleidet war und dich vollgekotzt habe?

Billy spielt Basketball und wird von Julia fotografiert, weil die beiden voll scharf aufeinander sind. Ich frage mich, ob sich Julia wohl hin und wieder wie eine Katze verhält.

Billy will aufs College gehen, aber Cheryl ist strikt dagegen, schließlich soll er im Haus seiner Eltern leben. Sie scheuert ihm eine, aber am nächsten Morgen hat er Geburtstag und sie lässt ihn doch gehen.

Am Abend macht sich Cheryl an den Klempner ran, aber der hat keinen Bock auf Katzengeschnurre. Also sticht sie ihn ab, wie man das halt macht, wenn man notgeil und in den Wechseljahren ist. Billy kommt passend zum großen Abmetzeln nach Hause, aber Cheryl stellt alles wie eine versuchte Vergewaltigung und Notwehr hin, wie man das macht, wenn man notgeil und blutverschmiert ist. Detctive Joe Carlson glaubt davon kein Wort. Die Freunde Marge und Frank glauben Cheryl, da sie so unfassbar am flennen ist, also muss es wahr sein.

Billy ist ein Volltrottel und fällt die Treppe vom Dachboden runter, weil er einer Ratte in den Arsch treten will. Dabei findet er Fotos von seinen Eltern, die unbedingt abgefackelt werden müssen, laut Tante Cheryl, da einfach kein Platz mehr auf dem Dachboden ist. Wahrscheinlich will sie dort mehr Platz für ihre Rattenzucht schaffen, damit sie immer was zu fressen hat, wenn sie mal wieder im Katzenmodus ist.

Cheryl will Billy nicht in die Schule gehen lassen, weil „er genug gelernt hat“ und außerdem „ist die Schule voller Perverser!“ Wir alle haben uns zu Schulzeiten genau so eine Tante gewünscht, gebt es doch zu.

In der Schule kloppt sich Billy mit Bill Paxton, weil der den Basketballcoach für Billys Lover hält. Wenn gar nichts mehr geht, helfen immer Schwulenwitze. Werten jeden Film auf. Deshalb macht man da weiter und Detective Joe labert Billy voll und kombiniert in Sherlockmanier, dass Billy mit dem Klempner gevögelt hat und um das zu vertuschen, hat er ihn abgestochen und Tante Cheryl schützt ihn nur.

Cheryl will dann von Billy wissen, ob er wusste, dass der Coach eine Schwutte ist, denn Schwule sind „krank“. „KRANK, SAG ICH EUCH!!!“

Und noch was: Schwule sind auch automatisch Kinderschänder. Denn nachdem in der Nacht zwei junge Jungs geschändet wurden, ist natürlich der Coach der Hauptverdächtige von Detective Joe. Wow, ist das Teil hier ein homophober Haufen Grütze. Oder verstehe ich gerade hier die Kritik nicht? Nee, ich bin mir ziemlich sicher, dass die den Scheiß ernst meinen.

Detective Joe befragt dann Freundin Julia. Um sicherzugehen, dass Billy keine Schwulette ist, die die Bälle vom Coach bespielt, fragt er direkt mal, ob Julia und Billy rumvögeln. Die ist empört. Kurz darauf kriegen wir unsere Antwort und Julias Brüste zu sehen. Tante Cheryl unterbricht den Spaß leider und schmeißt die „Schlampe“ raus.

Sergeant Cook von der Mordkomission fängt Julia vorm Haus ab und fragt, ob sie von Cheryl erwischt wurden, weil das gut für Billys Fall wäre. Ich frage mich, wie gut es für Billys Fall ist, dass ein Typ die ganze Nacht im Gebüsch vor seinem Haus rumlungert. Tante Cheryl stellt dann noch kurz Billy zur Rede, während der nackt vor ihr steht. Was zur Hölle passiert hier bloß. Das ganze nimmt eine Wendung in Richtung Softporno. Und keiner von der zumindest annehmbaren Sorte.

Tante Cheryl macht alles wieder gut mit einem Glas Milch und Keksen. Ist Billy insgeheim Santa Clause, oder was?

Basketball ist nebenbei eine der langweiligsten Ballsportarten, die mir jemals untergekommen ist. Wenn selbst die Looney Tunes das nur zum Mittelmaß aufwerten können, weiß man, dass der Sport überflüssig ist. Keine Ahung, wer das Spiel gewinnt, weils mir egal ist. Wichtiger ist eh, dass sich Tante Cheryl im Publikum selbst betatscht, als Billy einen Freiwurf hat. Den er komplett versemmelt. Ich schätze, sein Team verliert. Ich weiß es nicht, denn Billy rennt vor eine Wand und ich sehe das Ende des Spiels nicht.

Billy kommt dann langsam dahinter, dass Tante Cheryl ziemliche Kacke labert und auch die Cops kommen ihr auf die Schliche, denn schon vor Jahren verschwand ihr Mann spurlos. Um zu zeigen, dass sie gar nicht irre ist, schneidet sie sich selbst die Haare zu einer Psychofrisur. Mit etwas Glück ist der ganze Sexismusscheiß jetzt durch und Tantchen geht steil.

Billy überredet Julia, Cheryl abzulenken, damit der ihren Kram durchsuchen kann, um herauszufinden, wie geisteskrank sie wirklich ist. Cheryl kackt Julia an und kloppt wie behämmert auf einem Kotelett rum. Aber sie versteht, denn sie hatte auch mal einen Freund. Dann schlägt sie Julia den Schädel ein und trinkt etwas Saft. Hmmm, Saft.

Marge kommt auf nen Kaffee vorbei und Billy wundert sich, wo Julia abgeblieben ist. Cheryl wischt unbemerkt etwas Blut von der Kühlschranktür. Kurz darauf erklärt sie, dass sie Billys richtige Mutter ist, oder so. Es sollte klar sein, dass sie das Bremskabel persönlich durchgeschnitten hat.

Marge ist misstrauisch und schleicht durch das Haus, während Cheryl Billy Milch in die Visage schüttet, damit der einschläft, oder so. Im Keller wird Julia wach, die interessanterweise überlebt hat. Direkt zwischen Cheryls Sammlung von Leiche und Köpfen in Einmachgläsern.

Cheryl schnurrt wie eine Katze (kein Witz) und schlitzt Marge auf. Julia flieht aus dem Raum. Sergeant Cook kommt vorbei und verliert erst seine Hand und dann sein Leben. Cheryl jagt dann Julia durch einen Wald, der offensichtlich direkt an das Grundstück grenzt, bisher aber von mir übersehen wurde. Wald vor lauter Bäumen … Ihr kennt das ja.

Im See kommt es zum Kampf zwischen Julia und Cheryl.

Billy fällt im Haus mal wieder eine Treppe runter. Cheryl kommt vorbei und Billy sticht sie ab. Er ruft den Coach an, aber natürlich steht Chery noch mal auf und geht mit dem Messer auf ihn los. Aber Billy hat einen Speer? Was zur Hölle ist das für ein Ding? Egal. Er spießt Cheryl endgültig auf und damit hats sich dann auch mal hier.

Nee, wartet Detective Joe kommt noch mal vorbei. Vielleicht kriegen wir noch einen Schuss Homophobie geliefert. Natürlich kriegen wir das. Denn er will wissen, wer von den beiden Ballspielern Sergeant Cook gekillt hat. Dass Julia (die lebt ja immer noch) gesehen hat, dass es Cheryl war, interessiert ihn wenig. Coach geht auf Joe los und Billy kann sich dessen Waffe schnappen. Er knallt Joe ab und somit hat die Gerechtigkeit gegen die Homophobie gesiegt. Was für ein versöhnliches Ende. Mal davon abgesehen, dass Billy gerade einen Cop erschossen hat, der unbewaffnet vor ihm stand und jetzt in den Knast muss, wo er sicher von einigen Mitinsassen unter der Dusche … ihr wisst schon: SCHWUL!!!!

Weniger homophoben Müll gibt es in der Horrorctober Übersicht.

Dark Heritage – Horrorctober 2016

Weiter geht der Spuk im Horrorctober mit einer inoffiziellen H.P. Lovercraft Verfilmung von „The Lurking Fear“. Kann ich nichts zu sagen, denn ich kenne mich mit Lovecraft nicht aus. Ich weiß nur, dass seine Vorlage ziemlich sicher besser sein wird, als das hier:

DARK HERITAGE – USA – 1989 – 94 Min.

Ein Wohnwagen am Arsch der Welt, in dem eine Trulla sitzt und liest, während draußen ein Donner grollt und eine Wackelkamera mit Blaufilter auf den Wohnwagen zutorkelt. So fangen gute Filme eher selten an, fürchte ich. Die Tussi und ihr Freund werden gekillt.

In New York – oder einer Stadt die so aussieht – wird der Mord thematisiert und ich habe keine Ahnung warum sich da irgendjemand für einen Mord in einem Wohnwagen am Arsch der Welt interessieren sollte. Aber nehmen wir das mal so hin. Journalist Clint wird jedenfalls losgeschickt, um den Fall zu recherchieren.

Also latschen er und seine zwei Begleiter erst mal 10 Minuten durch einen Wald, nur um dann an einem alten Gebäude anzukommen, von dem ich keine Ahnung habe, was sie da wollen. Sieht überhaupt nicht aus wie der Wohnwagen in dem die Morde geschahen.

Im Haus dudelt grauenhafte Schaudermusik, damit die richtige Stimmung aufkommt. Der Dudler hat versagt. Hier stimmt schon jetzt gar nix mehr. Man beschließt, in dem Haus zu übernachten, Karten zu spielen und an seinen darstellerischen Fähigkeiten zu arbeiten. Leider dauert das Kartenspielen zu lange um Punkt 3 noch in Angriff zu nehmen. Nachts wird Clint wach und tapert durchs Haus auf der Suche nach … wasweißichdenn und dann sind seine Freunde verschwunden, oder tot, oder beides. Jedenfalls latscht Clint einfach nach Hause, wo sein Boss ihm erst mal Urlaub gibt, weil die Polizei Clint ja für nen Mörder hält. Hä?

Clint guckt sich die Videoaufzeichnung aus der Nacht im Haus an, weil er alles gefilmt hat als würde er eine Hexe suchen und sieht … Irgendwas. Ganz ehrlich: Ich kapiere hier gar nichts. Sein Freund ist auf dem Video und tut so als würde er sterben. Ihr wisst schon, wie wenn Kinder mit Pistolen spielen und drei Tage brauchen um abzunippeln, wenn sie getroffen wurden. Die Dreharbeiten zu dem Quark hier müssen spaßiger als jeder Kindergartenaufenthalt gewesen sein.

Clint geht zu zwei Parapsychologen aka Geisterfritzen, die interessiert an dem Haus sind und ihm helfen wollen herauszufinden, was in der Nacht passiert ist. Also abgesehen vom großartigen Abnippler vor laufender Kamera.

Im Garten vorm Haus steht ein Wohnwagen. Rund um das Haus sind Löcher im Boden. Und wie immer gewittert es wie sau. Stimmung und so, ihr wisst ja …

Einer der Paras verliert dann irgendwie sein halbes Gesicht und Clint und Jack beschließen, dass man ihn am besten im Garten verscharrt. Etwas später sieht Clint im Traum einen Geist mit 70er-Jahre-Porno-Sonnebrille und die Toten durch die Gegen latschen. Und anschließend mit ihm wie der Biba-Butze-Mann im Kreis tanzen. Denn wie jeder weiß, ist man nur ein echter Geist, wenn man richtig zu tanzen weiß. Und besser reimen kann als ich.

Jack hat dann die absolute Idee, was in dem Haus abgeht. Die Danson Familie, die da mal wohnte, war ein Haufen Arschlöcher und spukt jetzt da rum. Klingt schlüssig, wenn man mich fragt. Vor allem, dass sie alle Arschlöcher waren. Also beschließt man, Vater Danson auszugraben. Toller Plan. Auch wenn ich absolut keine Ahnung habe, was zur Hölle das bringen soll.

Clint und Jack verirren sich im Wald, weil sie die Karte nicht lesen können. Es ist scheinbar ein Blair Witch Project Prequel. Man findet trotzdem das Grab von Vater Danson, der leider nicht Ted heißt, sondern Eric, womit meine Hoffnungen auf einen coolen Cameo von Ted Danson als Geist wohl gestorben sind. Unter dem Grab ist ein Tunnel und man folgt ihm natürlich. Jack hat zur Sicherheit eine Pistole mitgebracht. Also zum Schutz gegen Geister. Eine Pistole. Ich würde mir an Clints Stelle ganz schnell einen Parapsychologen suchen, der mehr Ahnung von … ALLEM hat.

Im Tunnel hören sie ein Kratzen, oder Scharren, und eigenartige Musik deutet darauf hin, dass jeden Moment ein Komiker aus dem Tunnel kriecht und schlechte Witze erzählt. Okay, dann wird die Musik doch noch etwas gruseliger – aber wirklich nur etwas – und der Tunnel stürzt ein. Dabei blinken Bilder der Danson Familie auf – zumindest gehe ich mal davon aus, dass es die Dansons sind. Ist schwer zu beurteilen, denn ich konnte nicht erkennen, ob auf einem der Bilder eine Bar ist, wo jeder deinen Namen kennt.

Clint und Jack konnten sich aus dem einstürzenden Tunnel retten und verlaufen sich noch mal im Wald. Weils dunkel ist, pennt man einfach da. Am nächsten Morgen ist der Wald so überbeleuchtet, dass ich für einen Moment dachte, sie wären plötzlich in der zauberhaften Welt von Oz. Aber es ist doch nur der Graupelwald am Hoden der Natur, direkt neben dem Wohnwagen am Arsch der Welt. Also da, wo die Dansons einst ihre Arztpraxis hatten.

Nach etwas Rumgeeiere finden sie zurück zum Haus der Dansons. Also dahin, wo sie sich damals zu Tode gelangweilt haben. Sie suchen etwas rum aber finden nix. Dann zieht ein Gewitter auf, wie jeden Abend über Danson Manor. Und dann kommen die toten Dansons ins Haus. Clint und Jack verstecken sich gekonnt unter Tischdecken, aber Jack wird gefunden und mitgenommen. Dabei hatte er doch seine Pistole schon in der Hand. Nebenbei ganz coole Kostüme für die untote Danson Family. Da hab ich schon schlechteres gesehen, für einen Film mit einem geschätzten Budget vom Wert eines Kaugummis ohne Geschmack. Leider sieht man die aber natürlich nur im Finstern. Hoffentlich gibts später noch Aufnahmen am Tag, dann wäre da eine Nominierung für die Schrott Awards drin.

Clint schreibt alles auf, was passiert ist und ruft seinen Boss an, um ihn zu informieren. Der will sich mit Clint treffen. Und ihn abstechen. Aber Clint hat das vorausgesehen. Ich habe nebenbei absolut keine Ahnung, was da jetzt gerade los ist. Warum will der ihn killen? Woher weiß Clint das? Und was will Clint in China?

Der Boss wird dann von seiner eigenen Frau abgeballert. Boss war wohl ein Erbe der Dansons, oder so. Hm-kay. Die Frau meint, es musste halt mal enden. Finde ich auch. Und zwar jetzt. Bloß nicht zu viel erklären, damit ich auch noch die Geschichte von H.P. Lovecraft lesen muss.

Mehr gewitterlichen Grusel gibt es in der Horroctober Übersicht.

Mal aktuell: Lethal Weapon Season 01 Episode 04

Gute Nachrichten, Leute. Die Serie wurde auf 18 Folgen aufgestockt. Das heißt, wir haben noch ganze 15 vor uns. Das wird ein Spaß werden, nicht wahr? NICHT WAHR!?!

There Goes The Neighborhood

Roger ist sowas von schwarz, dass er natürlich in einen Old-School-Barbershop geht. Schade, dass Ice Cube keinen Cameo hat.

In der Nähe von Murtaughs Haus wird eingebrochen und natürlich legt Riggs direkt mal die Umgebung in Schutt und Asche. Roger ist nicht erfreut und will den Fall persönlich übernehmen.

Überraschenderweise gibt es dann eine Szene, in der gleich 2 geschrieben ZWEI!!! Nebencharaktere eine Rolle spielen und sogar ein Wort miteinander wechseln dürfen. Ich fürchte allerdings, dass es dabei vorerst bleiben wird.

Oh nein, es ist eine von diesen „Wir ermitteln im Sport“-Stories. Also nur Bodybuilder und Footballspieler. Mit etwas Glück gibts wenigstens in paar Cheerleaderinnen zu sehen.

Roger Jr. freundet sich derweil mit einem Jungen an, der auch nicht ganz aufs Gesetz achtet. Also hat man hier so ein bisschen die Geschichte vom dritten Film.

Die Episode plätschert dann so dahin. Aber später gibt es noch mal so richtig Drama zwischen Riggs und Murtaugh, weil Riggs Roger Jr. abgeholt hat. Ich mag es, dass man hier eine völlig andere Richtung einschlägt. Riggs ist nicht direkt willkommen im Murtaugh-Haus und Roger will den Irren von seiner Familie fernhalten. Das passt ziemlich gut.

Überhaupt muss ich sagen, dass ich es mittlerweile doch einigermaßen gelungen finde, dass man eigentlich wirklich nur die Grundlage aus dem ersten Film genommen hat und hier jetzt alles anders aufzieht. Dass da Lethal Weapon draufsteht ist natürlich nicht so toll. Aber als kurzweilige Actionserie mit laschen Dramaelementen unterhält es ganz gut.

Spontaneous Combustion – Horrorctober 2016

Manchmal denkt man auch während des Horrorctober über die wirklich wichtigen Dinge im Leben nach. Zum Beispiel, wie man gerne abtreten würde, wenn es irgendwann soweit ist. Einfach so umfallen kann ja jeder. Und im Schlaf abkratzen ist ja wohl der lahmste Scheiß ever. Aber spontane Selbstentzündung klingt mal richtig geil. Klar, sicher nicht angenehm, wenn der eigene Arsch plötzlich in Flammen steht. Aber schön mysteriös und es hat Stil. Und das ist nun mal das wichtigste, wenn man das Zeitliche segnet. Also sollte man diesem Phänomen mal genauer auf den Grund gehen. Und wer wäre dafür besser geeignet, als der Mann, der uns das Texas Chainsaw Massacre beschert hat? Vermutlich jeder andere, aber mal schauen:

SPONTANEOUS COMBUSTION – USA – 1990 – 97 Min.

Starring: Eine Schlangenzunge und He-Mans bester Freund

Eine Glühbirne in Nahaufnahme sieht irgendwie komisch aus. Das wird wohl der einzige Lerneffekt des Films bleiben. Da es sich hier um einen Horrorfilm aus den 90ern handelt, startet er natürlich in den 50ern mit irgendwelchen radioaktiven Tests. Nee, wartet mal. Das Thema war in den 90ern schon seit 20 Jahren ausgelutscht. Aber wisst ihr, was in den 90ern alles andere als ausgelutscht war? Grauenhaft schlechte Spezialeffekte. Die hatten da ihren absoluten Höhepunkt. Auch hier werden uns davon so einige erwarten. Jedenfalls stehen Brian und Peggy im Mittelpuntk dieser Tests. Und sie scheinen alles unbehelligt überstanden zu haben und können in ihr neues Haus in Arizona ziehen. Na Glückwunsch.

Peggy kriegt irgendwann ein Kind und alles ist sowas von Friede, Freude, Eierkuchen, dass ich nur noch kotzen will. Zum Glück ist klar, dass die Harmonie nicht von Dauer sein wird.

Nach einiger Zeit fackeln Brian und Perry ganz spontan ab. Vor den Augen der Krankenschwester, die das Baby auf dem Arm hat. Nebenbei Effekte aus der Computervorhölle. Die Leute ganz simpel abfackeln zu lassen, reicht hier nicht. Man muss auch noch Feuerfontänen ohne Ende per Photoshop darüber legen.

Doktor Augenklappe erklärt dann mal kurz, was spontane Selbstentzündung ist und dann gibt es einen Zeitsprung. Glaube ich. Zumindest sind da lauter Leute, die ich nicht kenne und üben fürs Theater. Ah ja, der eine Fritze ist Sam der Spontanentzünder und die Trulla ist scheinbar seine Freundin. Und wenn ich das jetzt richtig verstehe, wurde er zur Adoption freigegeben. Und seine Adoptiveltern sind geschieden. Und blah. Absolut logisch, ein Kind, dass alles und jeden per Gedanken abfackeln kann, zur Adoption freizugeben. Ich wette, es stellt sich nachher noch heraus, dass das Heim, indem er mal war, abgebrannt ist.

Langsam verdichten sich die Anzeichen dafür, dass Sam der unfreiwillgste Feuermann ever ist. Mal verbrennt er sich spontan die Finger. Mal setzt er eine Tischdecke in Brand. Außerdem stirbt eine Tussi namens Amy Whitaker bei einem Brand, nachdem er ihr den Tod gewünscht hat, oder so. Also hört er sich Interviews über spontane Selbstentzündung an und zündet den Kamin mit einem Fingerschnippen an, um anschließend komplett dämlich in die Flammen zu starren.

Dann fackelt noch jemand ab, den Sam kennt. Wer kann ich nicht sagen. Habe gerade nicht aufgepasst, weil es so unfassbar spannend ist. Er ruft einen Hellseher an, weil das immer hilft. Das Telefon ist nebenbei der absolute Knaller. Stellt euch vor, ihr latscht so durch die Fußgängerzone auf der Suche nach einem neuen Telefon. Ihr wart schon in mehreren Läden, aber nirgendwo habt ihr ein Modell gefunden, das euch zusagt. Ihr kommt an einem Sexshop vorbei und aus lauter Verzweiflung geht ihr halt rein und schaut euch nach einem Telefon um. Und da ihr euch sicher seit, dass eure Freundin schon immer mal einen pink leuchtenden Dildo haben wollte, kauft ihr ein pink leuchtendes Telefon, in Form eines Dildos. Und damit ruft ihr dann den Hellseher an. Und dann werdet ihr richtig sauer. Und ein Typ irgendwo fackelt ab. Und euer Arm beginnt zu brennen. Und ihr haltet euren Arm in die Badewanne. Und das Wasser darin beginnt zu kochen. Und das alles nur wegen dem pink leuchtenden Dildofon. War es das wert? Natürlich nicht. Also haltet euch aus Sex Shops fern.

Sams Hose fängt Feuer. Nein wartet. Er pisst eine Feuerfontäne. Und dann wird er zum Arzt gebracht. Und der weiß natürlich alles über Sam. Und Lisa weiß auch alles. Und ich schätze, sie wird gleich sterben, denn der Doktor nimmt sie mit irgendwohin.

Sam kloppt sich unterdessen mit Dr. Cagney, der ihm eine Spritze geben will. Und dann beginnt der Kopf des Doktors zu brennen. Und der Effekt ist mal wieder nur scheiße. Wieso kann man da nicht eine Puppe nehmen, die man wirklich anzündet? Nein, man muss natürlich wieder einfach ne Flammenfontäne mit Photoshop Version 1.2 drüber legen. Ich kann es nur noch mal betonen: Die 90er waren einfach ganz ganz grauenhaft, wenn es um Effekte geht. Was nebenbei wirklich bemerkenswert ist, da man in den 80ern quasi die praktischen Effekte perfektioniert hatte.

Sam latscht dann zu irgendeiner Tussi, deren Akte er bei Doctor Fackelmann gesehen hat und die erklärt ihm, dass er eigentlich David heißt und, dass der ganze Atomtestquark damals von vornherein Bullshit war, denn es war immer klar, dass die Eltern verstrahlt werden und deshalb ist er jetzt der Herr der Flammen.

Sam haut dann ab, um seinen Adoptivgroßvater Lew Orlander abzufackeln, weil der hinter der ganzen Sache steckt und die Tussi wird gekillt vom Doctor. Sam findet heraus, dass Lisa auch mit drin steckte und fackelt die Bullen ab, die gerade zufällig in der Nähe sind. Die beiden Cops sind nebenbei die einzigen Personen in dem ganzen Kack hier, die tatsächlich brennen und nicht nur hinter einem Photoshopfeuer rumhüpfen.

Sam geht also zu Lew und der erklärt, dass alles absichtlich passiert ist und so weiter. Sam hat die Schnauze voll und fackelt sich selbst ab und spuckt einen Feuerball auf Lew, der ebenfalls in Flammen aufgeht. Also nicht in echt. Alles nur Photoshop.

Lisa kriegt Besuch vom Doctor, der sie mit einer Spritze jagt. Die kriegt er dann aber selbst ab und geht in Flammen auf. Fragt mich nicht, ich weiß auch nicht warum. Und dann fängt Lisas Arm Feuer und Rachel kommt vorbei um sie zu killen, aber Sam ist da und rettet Lisa und Rachel fackelt ab und nichts ergibt hier noch irgendeinen verfickten Sinn.  Aber es wird noch viel besser: Der Boden reißt auf und Sam fällt dann in ein Höllenloch oder so und entzieht Lisa die Flammenkrankheit mit seiner Höllenhand oder so und ich habe einfach die Schnauze voll von der Scheiße hier. Zum Glück ist es dann auch vorbei mit Lisa die im Regen steht und einfach nur doof glotzt.

Mehr heißen Scheiß gibt es in der Horrorctober Übersicht.

Mal aktuell: Blair Witch

Vor einigen Monaten gab es die große Ankündigung, dass es ein Blair Witch Project Sequel geben würde. Und zwar eins, dass direkt an den Originalfilm anschließt und nicht eins, dass totaler Bullshit ist und den ersten Teil komplett zerstört (zumindest war das wohl der Plan). Als Fan des ersten Teils musste ich den neuen Streifen natürlich sehen. Da ich weiß, wie Horrorfilme heute sind, habe ich wenig erwartet. Was ich gekriegt habe, lest ihr hier:

BLAIR WITCH – USA – 2016 – 89 Min.

Die Story hier ist simpel. James ist der Bruder von Heather aus Teil 1 und jetzt, 20 Jahre nachdem sie verschwunden ist, taucht ein Videoschnipsel im Internet auf, der darauf hinweist, dass Heather noch leben könnte und er will seine Schwester suchen gehen. Und da fängt das Problem eigentlich auch schon an. James war 4 Jahre alt, als seine Schwester verschwand, was bedeutet, dass er nicht wirklich einen Draht zu ihr gehabt haben kann. Er kommt auch nicht gerade besessen von der Idee sie zu finden rüber. Alles wirkt eher wie ein Wochenendausflug. Dazu kommt dann der Fundort des Videoschnipsels, der so ungefähr 2 Meter im Wald lag, aber jetzt 20 Jahre später wird das zufällig von nem irren Kiffer gefunden? Äh, ich denke nicht, dass ich euch den Quatsch abkaufen kann. Also alles nur Mittel zum Zweck.

Macht aber nix, denn der Film ist auch ansonsten in keinster Weise intelligent oder interessant und hat quasi keine eigenen Ideen. Im Prinzip hat man hier einfach ein neumodisches Remake des ersten Teils fabriziert. Mit anderen Worten, dieser Film macht alles falsch, was das Original richtig gemacht hat. Er baut keine Atmosphäre auf, er ist laut, er reiht lahme Jumpscares aneinander und am Ende landet ein UFO im Wald … oder so, bin mir nicht sicher was das grelle Licht im Haus sonst gewesen sein soll. Die neue Technik nutzt man nebenbei nur so semi. Da hat man zum Beispiel eine Drohne dabei und ihr einziger Zweck für den Film ist es, im Baum hängen zu bleiben, damit da später eine Tucke hochklettern kann, um dann halt vom Baum zu fallen. Solchen Schwachsinn gibt es hier häufiger.

Überhaupt haben wir hier die mit weitem Abstand dümmsten Horrorfilmcharaktere aller Zeiten – und wir wissen alle, dass das was heißen will. Gerade am Ende verhalten sich die beiden letzten Überlebenden so unfassbar dämlich, dass man schon Kopfschmerzen kriegt, wenn man nur daran denkt.

Auf die Zeitschleifenstory, die man überhaupt nicht versucht zu erklären, weil es eh scheißegal ist, und die Tatsache, dass man uns hier die Hexe zeigt und sie unfassbar scheiße aussieht, gehe ich besser nicht noch extra ein.

Das hier dürfte wohl die Horrorenttäuschung des Jahres sein. Simple Stangenware, die einfach nur langweilt und andere Streifen kopiert, wo es gerade geht. Bleh. Witch.

Blair Witch 2 – Horrorctober 2016

Aus irgendeinem Grund gucke ich den heutigen Film jetzt schon zum dritten Mal. Und er wird mit jeder Sichtung schlechter.

BOOK OF SHADOWS: BLAIR WITCH 2 – USA – 2000 – 90 Min.

Ich sage schon mal vorweg, dass ich bis heute keine Ahnung habe, was das Book Of Shadows ist, da es entweder im Film nicht thematisiert wird, oder ich es einfach jedes Mal verpasst habe, wenn es thematisiert wurde. Wie auch immer. Das Buch kann den Film ohnehin nicht retten.

Der Schinken hier ist sowas von „meta“, dass er direkt den ersten Teil sofort mitzerstört, indem er ihn als fiktionales Werk entlarvt. Dann stellt er diesen Film aber wiederum als Nachstellung wahrer Ereignisse dar. Das ist jetzt schon nur noch schwachsinnig. Und der Film geht erst 5 Sekunden.

Irgendwelche Einwohner von Burkittsville geben ein paar Interviews darüber, dass die Leute seit dem ersten Film andauernd in ihr Kaff kommen und Steine kaufen wollen. Und deshalb müssen sie immer gut angezogen und frisch geschminkt sein. Ja, grauenhaft so ein Leben als … Burkittsvilleschnickse am Arsch der Welt, für die sich keine Sau interessiert, falls sie nicht zufällig ein paar Steine hat.

Ein Jahr später ist irgendein Irrer (der nebenbei vom Hauptdarsteller der Serie „Burn Notice“ gespielt wird, was die Hoffnung auf einen Bruce Campbell Cameo steigert – aber es wird leider keinen geben) in der Irrenanstalt. Das ist nichts weiter besonderes, denn da gehört er schließlich hin. Und dann beginnt der Film richtig mit Marilyn Manson Mucke. Nicht, dass Manson schlecht wäre. Ich fand den immer ganz cool. Aber wenn eine Sache ganz laut „Mainstream“ schreit, dann ist es ja wohl Marilyn Manson im Soundtrack.

So, und dann sind wir wieder im Jahr 1999, also 1 Jahr bevor der Irre in der Klapse rumturnt. Er und andere Affen brechen auf, um die Hexe zu suchen, oder so. Dazu holen sie noch Kim ab, die sich für sowas von Goth hält, dass sie ziemlich sicher Marilyn Manson hört.

An der Stelle, an der man angeblich Heathers Aufnahmen gefunden hat, wenn es denn Aufnahmen gäbe, denn wir wissen ja, das Teil 1 nicht echt ist … dieser ganze Schwachsinn verwirrt mich nur. Scheiß drauf. Da steht ein Baum mitten in den Ruinen eines Hauses. Und … nichts weiter. Man stellt tausend Kameras auf, um sich in der Nacht zu filmen. Am Lagerfeuer wundert man sich vor allem darüber, dass es im ersten Teil keinen Sex gab, um den Stress abzubauen. Irgendwann kommen irgendwelche Leute vorbei, nur damit man mal schnell ein paar grauenhafte Dialekte unterbringen kann.

Nachdem man die ganze Nacht durchgezecht und durchgekifft hat, wacht man auf und es regnet Papierschnipsel von Stevens Arbeiten und die Kameras sind weg. Aber Kim sieht mit ihren Fähigkeiten (die niemals erklärt werden), dass die Videoaufnahmen noch da sind. Und dann blutet Kristen im Schritt und hat ne Fehlgeburt.

Ich muss mal kurz darauf eingehen, warum der Film es schafft, ab diesem Zeitpunkt noch beschissener und verwirrender zu werden. Nämlich durch völlig willkürliche Szenenwechsel zwischen Vergangenheit, früherer Vergangenheit und Gegenwart. Und keine Sau weiß mehr, was was ist. Ich werde mich hier größtenteils auf die Gegenwart beschränken, die hier ja eigentlich auch schon Vergangenheit ist, denn es ist ja alles nachgestellt und wir hatten ja auch schon einen Zeitsprung zu den Ereignissen ein Jahr später. Glaube ich. Ihr seht: Man blickt nicht durch. Das wird ein Spaß.

Alle versammeln sich bei Jeff zuhause im Wald und gucken sich die Videos an. Und alle haben komischen Ausschlag. Die komischen Stimmen die sie hören und Geister die sie sehen, ignoriere ich mal gekonnt, weil es erstens langweilig ist und zweitens ohnehin keine Rolle spielt.

Erica tanzt auf dem Video nackt um den Baum, der mal im Haus steht und mal nicht. Aber sie streitet ab, jemals um einen Baum getanzt zu haben, weil Hobbyhexenschnicksen sowas nicht machen. Außerdem erklärt sie, dass die komischen Zeichen, die sie alle auf der Haut haben, von der Berührung einer Hexe kommen. Kim fährt einkaufen und setzt die Karre vor nen Baum. Aber nix passiert. Nur Hallus, die man halt hin und wieder mal hat.

Erica will Steven und die Fehlgeburt nach Hause fahren, aber die Karre ist plötzlich ein Totalschaden. Und Erica ist weg. Unauffindbar. Und sie hat sie belogen, weil sie hat gar keine Eltern, oder sowas in der Art.

Der Sheriff ruft an und ist in den Nachrichten, denn man hat die Leichen der Dialektopfer vom Abend gefunden und Jeff und Co. sind die Hauptverdächtigen.

Eine Eule fliegt durchs geschlossene Fenster.

Steven sieht Erica draußen nackt um nen Baum tanzen und geht raus, wo dann die Brücke zu Jeffreys Schuppen zusammenbricht. Die Fehlgeburt tickt derweil komplett aus.

Später finden sie Erica nackt und tot im Schrank. Ihr Haar verdeckt leider ihre Brüste, sonst wäre das immerhin eine ansehnliche Szene gewesen.

Die Fehlgeburt labert was von rückwärts und sie gucken sich die Videos rückwärts an. Und plötzlich ist alles da. Inklusive Lesbenaction zwischen Erica und Kim. Und Orgien. Und dem Papiergeschnipsel. Und einer Eule. Naja, am Ende war es durchgehend die Fehlgeburtentante, die den ganzen Hokus Pokus veranstaltet hat. Sie ist also die Hexe, oder die Hexe ist in sie gefahren, oder sie ist einfach irre, oder sie wurde von Steven einfach nicht richtig rangenommen, oder wasauchimmer. Jedenfalls erhängt sie sich und fertich.

Jeffrey, Steven und Kim werden verhaftet und wir springen zu der Stelle, die immer mal wieder im Film aufgegriffen wurde, die ich aber nie erwähnt habe, weil es nur nervt. Das Verhör bei den Bullen. Das nervt nebenbei, weil es arschlangweilig ist und die Cops einfach alles auf die drei schieben. Dabei kommen dann noch ein paar weitere Morde zum Vorschein, die die drei begangen haben und alle sind auf Video. Aus der Nummer kommen sie nicht mehr raus. Ich aber glücklicherweise schon, enn der Quark ist endlich vorbei.

Das Book Of Shadows ist mir übrigens auch dieses Mal nicht aufgefallen.

Mehr Verwirrung als dieser Clusterfuck an völligem Schwachsinn bietet die Horroctober Übersicht.

Mal aktuell: Lethal Weapon Season 01 Episode 03

Schon die dritte Folge. Meiner Voraussage nach dürfte damit bald die Absetzung der Serie erreicht sein. Also genießen wir es, solange es noch geht.

Best Buds

Diese Woche gibt es die gute alte Clowns klauen einen Geldtransporter Story. Ich gebe zu, das Storyrad erfindet die Serie wohl nicht mehr neu.

Das Geld kam wohl von einem legalen Drogendeal, denn in Kalifornien darf man ja jetzt Gras verticken. Kein Wunder, dass Hollywood nix mehr auf die Reihe kriegt. Die liegen alle nur noch gechillt zugekifft auf dem Sofa.

Riggs kifft sich natürlich auf der Party der Beklauten auch was rein. Etwas später findet man die Köpfe der Beklauten und der Fall wird brutaler.

Zwischendurch gibts natürlich noch etwas Bonding der beiden Hauptdarsteller und dann holen sie sich einen jungen Cop ins Boot, der sich mit mexikanischen Kartells und Gangs auskennt. Nach einem kurzen Ausflug in eine Werkstatt und somit einem Verweis auf die Klopperei in Lethal Weapon 3 hat man wohl den Kopfabschneider gefunden.

Dann gibt es erst mal Date-Night für Roger und Trish und Martin trifft sich mit dem Polizeichef und blah.

Twist als sich herausstellt, dass der Fahrer des Geldtransporters mit in der Sache drinsteckt. Und der ist auch noch ein Freund von Murtaugh. Uiuiuiui. Riggs und Murtaugh wollen dann das Geld zurückbringen, um den Freund irgendwie aus der Scheiße zu ziehen, oder so. Ich checks nicht ganz.

Natürlich wird der Freund dann aber vom Kartell bedroht und man muss Geldtransporter gegen Freund tauschen. Stattdessen fährt Riggs mit dem Geldtransporter alles zu Schrott und verteilt dabei die Kohle in der Stadt. Verfolgungsjagd mit Geballer und so darf nicht fehlen.

Nicht unbedingt eine aufregende Folge. Aber immerhin ist die Action ganz cool. Leider bleibt alles andere etwas auf der Strecke. Trotzdem unterhält es noch recht gut.

Antisocial – Horrorctober 2016

Auf dem Filmposter des heutigen Films ist eine blutige Blondine mit einer Axt abgebildet. Das ist der einzige Grund, warum ich diesen Film ausgesucht habe. Irgendwelche Anti-Soziale-Netzwerke-Horrorschinken sind mir eigentlich ziemlich egal. Aber ich denke, eine blutverschmierte Schnickse, die mit einer Axt rumschnetzelt könnte spaßig werden. Also los:

ANTISOCIAL – Kanada -2013 – 90 Min.

Die Opening Credits machen mir Angst. Da werden zwei Mädels vor der Webcam gekillt. Das wäre Horror. Bitte lasst nicht den ganzen Film nur aus Webcamaufnahmen bestehen. Übrigens wurde der Mord nicht mit einer Axt begangen.

Puh, Glück gehabt. Sam (weiblich) geht auf TheSocialRedroom.com und chattet mit Dan (männlich), bei dem im Hintergrund Blondie (weiblich) in Shorts und Hawaiiheinz (männlich) in Bermuda Shorts am Kühlschrank rumfuckeln. Dan will mal ne Beziehungspause und beruft sich auf die Ross Gellar Klausel, die besagt, dass er jetzt Blondie knallen darf. Okay, eigentlich nicht, aber er denkt bestimmt drüber nach.

Sam sitzt dann in einer Vorlesung über ein Hotel in dem Morde passierten. Da die Morde nicht mit einer Axt begangen wurden hat sie die Schnauze voll und geht.

Abends geht sie auf Marks Party, wo auch Steve und andere Typen rumhängen. Einem davon haut sie direkt in die Fresse, als er sie erschreckt. Nebenbei ist es ein weniger cooler Schachzug als man denken sollte, wenn in einem Film die Charaktere über einen Blick auf ihre Profile im Redroom vorgestellt werden. Aber zwei Erkenntnisse bringt es doch: 1. Sie sind mir alle scheißegal. 2. Keiner von ihnen hat eine Vorliebe für Äxte.

Kaitlyn strippt vor der Kamera, damit der Redroom was zu glotzen hat. Jed sieht im TV einen Bericht über die Verbreitung eines Virus über den Redroom, durch den Leute sich gegenseitig killen. Alle Türen und Fenster schließen. Und da ist der Plot dieses Quarks.

Einer der Irren will Kaitlyn killen. Oder knallen. Aber er wird von Steve aus dem Fenster geworfen. Keine Axt in Sicht.

Dann dümpelt der Streifen ewig dahin und Jed guckt sich Videos an, von Leuten, die vor ihren PCs zu „Zombies“ werden. Das ist also der Redroom-Virus. Oh, die Tussi aus dem Vorspann hat überlebt und heißt Sarah und labert jetzt mit Sam und es ist alles so unglaublich langweilig, dass ich schon wieder vergessen habe, was sie gesagt hat. Das Wort „Axt“ kam jedenfalls nicht vor.

Chad steht vor der Tür, aber man ist sich nicht sicher, ob er nicht Symptome hat. Ich sage es euch: Er hat extreme Symptome von darstellerischer Überforderung. Wie der Rest des Casts in diesem langweiligen Müll.Und deshalb lassen sie ihn auch nicht rein. Man hätte ihn vielleicht auch direkt mit einer Axt spalten können.

Sam ist übrigens schwanger und es interessiert mich nicht die Bohne. Kann jetzt mal irgendwas in diesem Film passieren, das nicht arschlangweilig ist? Zum Beispiel könnte mal jemand eine Axt holen.

Kaitlyn kotzt irgendwas 800 Meter langes aus … nee, war nur Einbildung. Aber Steve kotzt wirklich und mutiert zu Zombie-Steve. Und will Mark killen, aber der haut ihm eine Flasche in die Fresse und schneidet ihm versehentlich den Hals auf. Steve verreckt und jetzt gehen hoffentlich schnell alle anderen drauf, damit der Scheiß hier bald beendet ist. Mit einer Axt könnte man das schnell bewerkstelligen.

Kaitlyn steht auch kurz vor der Mutation und wird deshalb in eine Lichterkette gewickelt. Ja, das macht man so, wenn die Freundin droht, zum Zombie zu werden. Dann sieht man sie nämlich auch im Dunkeln immer kommen. Naja, kurz darauf erhängt sie sich versehentlich selbst an der Lichterkette und das Rumgedümpel geht weiter.

Mark träumt, dass er sich das Auge raussticht, was bedeutet, dass er wohl gleich Blut kotzen und zum Zombie werden wird.

Jed und Sam gucken sich ein Video an, auf dem einer Redroomchatterin der Kopf explodiert. Was zur Hölle soll das eigentlich für ein völlig dämliches Virus sein? Das ergibt alles absolut keinen Sinn. Und immer noch keine Axt zu sehen.

Ist mir jetzt auch kackegal. Hier die Auflösung: In einem Video erklärt der Entwickler von Redroom, dass die Updates so konzipiert sind, dass sie die User süchtig machen und blah, aber mit dem letzten Update wurden halt alle zu Zombies und bleh. Warum denen der Kopf explodiert wird allerdings nicht erklärt. Kackfilm. Holt jetzt endlich die Axt. Mir ist langweilig.

Ah gut, der Entwickler springt vom Dach weil er von Zombies verfolgt wird. Jed tickt aus und wird von Zombies aus dem Fenster gezogen, was schon seit 1963 nicht mehr spannend ist. Mark und Sam verschanzen sich in der Garage, oder im Keller, oder auf dem Dachboden, oder im Wandschrank, oder woauchimmer. Egal wo sie sind, ich hoffe da liegt eine Axt rum.

Sie gucken sich ein Video von einem Doktor an, der in seiner Küche jemandem mit einer Bohrmaschine irgendwas aus dem Schädel gebohrt hat, um das Virus zu entfernen, oder so. Sam will das auch machen. Klar doch. Ich würde meiner schwangeren Trulla direkt die Bohrmaschine in die Hand drücken. Was kann schon schief gehen? Willst du noch ne Axt dazu, falls die Bohrmaschine nicht reicht?

Mark wird von einem anderen Typen gekillt. Ich habe keine Ahnung, wer das ist. Es ist mir aber auch einfach nur scheißegal. Sam bohrt dem Typen in den Hals und haut ihm einen Hammer in die Fresse und killt ihn mit einem Telefon. Die stärkste Waffe in diesem Film ist also nicht die Axt vom Poster, sondern das verfickte Telefon.

Sam borht sich dann selbst in die Birne und … DA IST DIE AXT!!!!!!! Sam schnappt sich die Axt und jetzt kann die Action endlich richtig losgehen. Wuhu, es ist alles so aufregend. Da!!! Ein Zombie kommt durchs Fenster. Sam hat die Axt und … schleift sie lahmarschig hinter sich her über den Boden, während sie zu dem Zombie geht, der im Fenster feststeckt. Sie hackt ein paar Mal mit der Axt auf ihn ein und … das wars. Das war sie, die große Axtszene, die wir alle mit so viel Spannung erwartet haben. Man, war es das wert oder was? Nein, war es natürlich nicht. Hätten sie bloß niemals die Axt aufs Poster gedruckt.

Sam geht dann raus und stellt sich der Zombieapocalypse mit ihrer neuen Axt und ich hoffe, sie stirbt einen grauenhaften, schmerzhaften, langsamen Tod, wie jeder Zuschauer dieses Mülls.

Mehr schleichenden Horrormüll gibt es in der Horrorctober Übersicht.

Mosquito der Schänder – Horrorctober 2016

Weiter geht der Horrorctober. Dieses Mal gehen wir gar nicht so weit von zu Hause weg und schauen mal, was man in den 70ern so im Nachbarland „verbrochen“ hat.

MOSQUITO DER SCHÄNDER – Schweiz – 1977 – 90 Min.

Ich sag es schon mal vorweg: In diesem Film hat kein Schwanz nen Namen. Nicht mal Mosquito heißt wirklich Mosquito sondern einfach nur „Taub-Stummer Trottel“, oder so. Deshalb muss ich mich da mal wieder irgendwie durchwurschteln und einfach die Leute beschreiben. Aber funktioniert sonst ja auch, also sollte das kein Problem sein. Nur Den Taub-Stummen Trottel werde ich wohl meist Mosquito nennen, einfach weil das nicht so kompliziert zu tippen ist wie dauernd „der Taub-Stumme Trottel“.

Stan Lee ist der Chef von dem Taub-Stummen. Tim Roth mit Kuba-Locke ist ein Kinderverwemmser vor dem Herrn und vergewaltigt hin und wieder seine Tochter. Der Hauptdarsteller ist der taub-Stumme Trottel. Das reicht für den Anfang.

Papa Kuba hat genug vergewaltigt und zerstört zur Feier des Tages noch die Puppe der Tochter. Mosquito lässt eine Puppe vom Balkon fallen. Und dann wird er von ner Nutte abgeschleppt. Er kriegt es aber nicht auf die Kette und die Nutte hat keinen Bock mehr, weil sie heute noch mindestens 42 Schwänze lutschen muss, um auf nen grünen Zweig zu kommen, oder so. Also geht Mosquito nach Hause und spielt wieder mit seinen Puppen. Und trinkt ne Flasche Ketchup. Oder auch nicht. Hab die Szene nicht gerafft. Ach bestimmt weil rot. Und wenn Mosquito rot sieht, geht wahrscheinlich später die Schnetzelei ab. Foreshadowing und so. Ham se drauf, die Schweizer.

Mosquito bricht in eine Leichenhalle ein, wo jede Menge Leichen zwischen Platikbäumen in Särgen liegen und nichts machen, außer tot zu sein. Mosquito zückt sein Klappmesser und schneidet einer toten Tussi die Bluse und die Titten auf, um ihr Blut von seiner Hand zu lutschen, während der Orgelspieler des Soundtracks einen Krampf kriegt. Mosquito schreibt mit Tittenblut „Mosquito“ an die Wand.

Stan Lee will definitiv seine Sekretärin knallen. Da könnt ihr mir erzählen, was ihr wollt. Aber erst mal schenken sie Mosquito eine Gummipuppe. Witzbolde. Selbst Stan Lee findet es dann nicht mehr lustig. Klar, das ist ja auch über seinem Niveau. Seine Witze müssen Alliterationen sein. „Peter Parker parkt Panzer in Palermo“oder sowas.

Mosquito hat See No Evil gesehen und pult einer Frauenleiche die Augen aus. Müsste das nicht eigentlich mal jemandem auffallen, dass der da die Leichen verstümmelt? Und wie kommt der eigentlich andauernd in die Leichenhallen rein? Hat er den Hausmeisterschlüssel von Mosquito-Town?

Die Ultra-Hippie-Trulla von nebenan will mit den Wolken tanzen und die Welt umarmen. Und sie dreht sich bei jedem Schritt im Kreis. Die müsste doch eigentlich dauernd kotzen, oder? Ist ja unfassbar. JETZT BLEIB MAL STEHEN VERDAMMT!!!

Mosquito hat die Augen im Einmachglas. Das hier ist wirklich die Inspiration für See No Evil gewesen, glaube ich. Etwas später schneidet er einer Leiche den Kopf ab.

Jetzt macht das auch mal die Runde und im Büro beginnt der Tratsch. Mosquitos Mitarbeiter sind empört. Man sollte die Todesstrafe wieder einführen. Man sollte ihn kastrieren. In welcher Reihenfolge, wird erst mal nicht festgelegt. Stan Lee sieht das etwas lockerer, schließlich ist der Mann, der sich Mosquito nennt, kein Mörder. Recht hat er. Kastrierung reicht dann wohl.

Die Ultra-Hippie-Trulla tanzt immer noch nur im Kreis. Papa Kuba steht daneben und wird wahrscheinlich geil davon. Habe ich nebenbei erwähnt, dass wir nach der Vergewaltigung des Mädchens vorhin einen Zeitsprung gemacht haben? Nein? Konnte ich auch nicht, weil es mir erst jetzt auffällt. Wieder mal gut geschnitten, der Streifen.

Mosquito wird in der Leichenhalle vom Leichenhallenmeister … Leichenhallenbetreiber … Leichenhallenfritzen … wie heißt der Typ, der in einer Leichenhalle arbeitet? Jedenfalls wird er von dem überrascht und muss sich verstecken und der besäuft sich da sinnlos. Warum geht der dafür in die Leichenhalle? Was für ein Bestatter … ah, da ist das Wort das ich gesucht habe … ist das. Hängt der gerne mit den Leichen rum? Brauchte man einfach eine 5-minütige komplett sinnlose Szene im Film, damit man auf die 90 Minuten kommt?

Jedenfalls schneidet Mosquito dann mal wieder nen Kopf ab, nachdem der Bestatter wieder weg ist, um noch Bier an der Tanke zu holen. Aber am nächsten Tag wird er von einem Wachmann erwischt und bringt den um. Glaube ich. In Notwehr. Glaube ich. Und er tickt völlig aus. Das ist die große Klaus Kinski Schule. Glaube ich. Nee, eigentlich nicht. Keiner kann so austicken wie Klaus Kinski.

Hippie-Hannelore tanzt auf dem Dach. Die macht mich wahnsinnig. Mosquito nebenbei auch. Denn so langsam könnte dann auch mal was neues passieren hier. Immer nur Köpfe abschneiden ist irgendwann langweilig.

Die Trulla tanzt dann tatsächlich vom Dach und stürzt in den Tod. Wie unfassbar doof muss man sein. Das kann man ja nicht mal mehr auf Hippie-Idiotie schieben.

Mosquito ist wieder bei den Nutten. Um mal den Lesben zuzugucken. Und für sowas musste man damals bezahlen. Die Zeiten vor dem Internet waren wirklich grauenhaft. Aus irgendeinem Grund ist er dann ganz furchtbar sauer und reißt zu Hause alles ab.

Beerdigung von Hippie-Henriette. Wenn ich diese Pastoraffen da mit ihren Weihwasser-Klobürsten und Weihrauch-Öllampen-Imitationen rumwedeln sehe, könnte ich denen ja schon wieder in die Fresse hauen. Was für ein selten dämlicher Humbug, da so einen pseudo-rituellen Bullshit zu verzapfen. Kirche. Ich hasse sie alle. Nachdem die fertig sind, packt Mosquito die Leiche wieder aus und schleift sie zu ner Parkbank um da mit ihr rumzuknutschen. Scheinbar ist sie keine gute Küsserin, also rennt er schnell weg und geht lieber wieder ein paar Leichen das Blut mit einem Stohhalm aus den Titten zu saugen. Der Orgelspieler ist derweil nicht mehr zu retten.

Der Film leider auch nicht, denn was ganz interessant begann, verkam leider immer mehr zu dem immer gleichen Einheitsbrei ohne Höhepunkt und ohne Spannungsauflösung. Zum Schluss verfolgt Mosquito ein Pärchen im Trabi auf seiner Mofa in den Wald, wo er sie beim Vögeln beobachtet und Hippie-Heidi rumtanzen sieht. Also schlägt er den beiden den Schädel ein, weil er Hippie-Helen nicht mehr knallen kann, oder so. Keine Ahnung warum. Er trinkt ihr Blut und denkt an Hippie-Helga.

Später sitzt er wieder im Büro und wird verhaftet. Äh, ja. Lahmes Ende. Leider geht dem Film irgendwann komplett die Puste aus. Schade. War gar nicht so scheiße, wie ich dachte. Aber dann stirbt er einen langsamen, langweiligen Tod.

Mehr blutsaugende Abscheulichkeiten gibt es in der Horrorctober Übersicht.

Mal aktuell: Lethal Weapon Season 01 Episode 02

Wenn ihr wissen wollt wie belanglos diese Serie ist: Ich hätte schon in der zweiten Woche fast vergessen, dass sie existiert und bin nur durch einen Werbeclip bei einem NFL Spiel im TV wieder darauf aufmerksam geworden. Also Spannung ist auch heute wieder garantiert … ähem … bleh …

Surf N Turf

Der Titel verspricht ja schon mal Point Break – Die Serie. Aber das gabs ja schon als Filmremake. Und ich fand das Original schon lahm. Also hoffe ich einfach mal, dass ich Unrecht habe. Wobei, mal ganz ehrlich: Was absolut witztig wäre, wenn die jetzt aus dieser Serie eine metamäßige Remake-Im-Remake-Reihe machen würden. Also die Lethal Weapon Charaktere in Serienfolgen, die wiederum andere Actionfilme remaken. Remakeception sozusagen. Wäre erstens sicher unterhaltsam, zweitens sicher scheiße, aber drittens vor allem wunderbar selbsthumorig.

Also machen sie es natürlich nicht.

Okay, der Start ist schon mal klasse. Also ernsthaft klasse. Am Strand wird eine „Leiche“ angespült und die Strandpolizei und alle Umstehenden Strandbesucher erschrecken, als die Leiche aufsteht. Es ist Martin Riggs, der splitternackt und verkatert an Land gespült wurde, nachdem er offenbar nach einem Zechgelage ins Meer gefallen ist. Da er nur ein paar Meter entfernt wohnt, will er nach Hause gehen, aber ein Polizist weist ihn daraufhin, dass er sich bedecken soll. Riggs stimmt dem zu und nimmt den Hut von einer Strandtussi. Da die Sonne echt gefährlich werden kann, setzt er ihn auf und tapert immer noch splitternackt nach Hause. Ich fands lustig. So ist Riggs okay. Irre, aber nicht zu sehr drüber.

Was weiterhin nicht okay ist, ist leider Murtaughs Frau, die auch in der folgenden Szene wieder nur seine Sexpuppe darstellt und ihn ans Bett fesseln will. Man muss dringend was mit der Familie von Murtaugh machen, wenn die nicht zu absolut lahmen Beiwerk verkommen sollen. Immerhin macht sie sich aber Sorgen um Roger, da Riggs ein zu gefährlicher Partner sein könnte.

Riggs schafft es nicht zum Abendessen bei den Murtaughs, weil er in einer Kneipe vermöbelt wird. Roger ist nicht begeistert.

Auch ihr Chef ist nicht begeistert, denn in den 3 Tagen , in denen die beiden zusammenarbeiten, haben sie schon ungefähr Schaden in Höhe von 1,5 Millionen Dollar angerichtet. Deshalb werden sie mit einer simplen Lautstärkebeschwerde beauftragt, auf einer Party eines berühmten Boxers. Natürlich wird auf der Party plötzlich rumgeballert und die Action geht mal wieder ab. Der Schütze flieht mit einem Propangas-Truck. Ich schätze, die 1,5 Millionen werden schon bald überschritten werden. Die Actionszenen können sich nebenbei durchaus sehen lassen. Nicht zu over the top und vor allem nicht mit tausend CGI Effekten.

Es stellt sich heraus, dass das Ziel wohl irgendeine Kellnerin war, die aber abgehauen ist. Sie muss natürlich gefunden werden. Vorher hat Riggs noch ein kurzes Gespräch mit der Psychiaterin. Und auch hier gibt es ein Problem. Ja, man muss nicht die Filme wiederholen, wo Riggs dauernd die Psychiaterin verarscht. Das fand ich schon in den Filmen teils etwas ausgelutscht. Aber hier macht man einfach gar nichts damit. Sie stellt Fragen, Riggs antwortet nicht. Fertig. Alle Nebencharaktere in der Serie sind einfach nur völlig nutzlos bisher.

Riggs und Murtaugh finden die Tussi und stellen sie auf dem Dach. Ein Scharfschütze will sie wegballern und man spielt hier wieder mit dem Umstand, dass Roger niemanden töten will/kann und er gibt nur einen Warnschuss ab, damit Riggs den Schützen sieht und die Trulla retten kann.

Die ist schwanger und Riggs muss sie natürlich beschützen, weil sie ihn an seine Frau erinnert. Wir kennen das.

Dinner bei den Murtaughs und Riggs gibt wieder Profitipps. Sohn Roger Jr. soll sich schon mal aufs College vorbereiten. Am besten mit 2 Bier am Tag und am Wochenende jeden Abend ein Tequila. Damit er nicht nach seiner ersten Collegeparty vollgekotzt irgendwo aufwacht. Ich bin ehrlich: Riggs hat nen Punkt hier. Und dieses Mal war es sogar ne ganz lustige Szene.

Natasha wird geschnappt. Also die Tussi, die erschossen werden sollte. Zeit für die große Rettungsaktion. Action Pow Pow Pow. Wir kennen das. Am Ende gibts sogar Feuerwerk und nen lustigen Gag.

Moment mal … Riggs ist hier ein Fan von B-Movies. Der Charakter gefällt mir immer besser. Roger auch, nachdem er seine Scheiß-Beep-Uhr-Herzfrequenzmessungs-Kackapparatur weggeschmissen hat.

Ganz ehrlich: Die Folge hat mich unterhalten. Man hat die Hauptcharaktere etwas glatter gebügelt und schon funktioniert das besser. Riggs ist nicht mehr super-irre. Roger ist nicht mehr der große Sprücheklopfer und mehr Familienvater. Dadurch entwickelt sich auch eine bessere Chemie. Die Gags haben hier auch besser funktioniert. Wenn man jetzt noch den Nebencharakteren mehr Profil verleiht, könnte das ne wirklich unterhaltsame Serie werden. Klar, kein Megaknaller. Klar, nicht so stark, wie die Filme. Aber das war ohnehin nicht zu erwarten. Aber ein unterhaltsames Actionspektakel von kompakten 40 Minuten pro Woche hat doch auch mal was.