Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Mal aktuell: Lights Out

Wirklich viel gibt es zum heutigen Film gar nicht zu sagen. Schließlich ist es einer dieser typischen Horrorfilme mit einem Monster, das es halt zu erledigen gilt. Aber ein paar Sätze will ich dann doch dazu schreiben.

LIGHTS OUT – USA – 2016 – 81 Min.

Wie wohl mittlerweile jeder weiß, basiert der Film auf einem Kurzfilm des gleichen Regisseurs, der vor 3 Jahren im Netz rauf und runter lief. Die interessanteste Frage für mich war hier eigentlich, ob es gelingt, diese Idee auch über Spielfilmlänge aufrechtzuerhalten.

Das gelingt tatsächlich ganz gut. Etwas Zeit geht natürlich dafür drauf, die übliche Hintergrundgeschichte aufzudecken. Die ist nicht sonderlich originell und führt zudem dann auch noch zum leider recht lahmen Ende. Da fehlte mir zum Schluss einfach noch ein guter Kniff, um mich wirklich vollends von der Geschichte zu überzeugen. Aber gut, von einem Horrorfilm sollte man mehr wohl auch nicht erwarten.

Was der Film ganz gut macht, ist das Spiel mit dem Licht aus/Licht an-Gedanken, auf dem die ganze Idee nun mal beruht. Besonders gut hat mir gefallen, wie das Monster immer wieder verschwindet, wenn ein Schuss aus einer Pistole auf sie abgefeuert wird, weil es ja für den Bruchteil einer Sekunde hell wird. So richtig hat diese ganze Geschichte am Ende aber leider keine Bewandnis mehr. Soll heißen, die Bezwingung des Monsters hängt nicht im Geringsten davon ab, ob es nun hell oder dunkel, oder was auch immer ist.

Was man leider überhaupt nicht macht – und was ich mir hier ehrlich gesagt erwartet hatte – ist mit der Idee zu spielen, ob da überhaupt wirklich ein Monster in der Dunkelheit lauert, oder nicht. In der ersten Szene des Films lässt man diese Herangehensweise mal kurz aufblitzen, wirft das dann aber direkt über Bord. Der Rest sind dann größtenteils Jumpscares. Dazu muss man aber auch sagen, dass sich ein Monster wie dieses halt ohne Jumpscares kaum bis gar nicht umsetzen lässt.

Gruselig wurde es dadurch aber nun mal auch nie so richtig. Echte Horroratmosphäre kommt nie auf.Liegt aber wohl auch daran, dass ich das alles so schon tausend Mal gesehen habe.

Am Ende bleibt halt ein kurzweiliger Horrorschinken, der nicht wirklich schlecht ist, aber leider auch einiges an Potenzial liegen lässt. Kann man sich aber durchaus mal angucken.

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3 Antworten zu “Mal aktuell: Lights Out

  1. Juli August 14, 2016 um 12:20 pm

    Den wollte ich auch mal gucken, aber definitiv nicht im Kino, weil ich Schisser da bestimmt nen Herzanfall bekommen würde. Und drei Tage nicht ohne Licht schlafen könnte. Aber wenn ich das von dir so lese, dann bleibe ich vielleicht doch bei dem Kurzfilm, den fand ich nämlich richtig geil!

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    • Filmschrott August 14, 2016 um 2:42 pm

      Der Film macht generell nicht viel falsch, aber ist halt auch nicht der große Wurf. Wenn du den Kurzfilm kennst, weißt du, was da auf dich zukommt. Nur eben in lang. Schlaflose Nächte kriegt man aber eigentlich nicht davon.

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  2. donpozuelo August 16, 2016 um 10:29 am

    Oh Gott, ja… den hab ich ja letztens auch gesehen… der war wirklich furchtbar öde. Der Kurzfilm ist so gut, aber weil es bei dem auch reicht, wenn nur die Atmosphäre stimmt. Beim Langfilm fehlt einfach ne vernünftige Story und irgendwas, damit die Gruselsachen auch wirklich gruselig sind. Mal wieder ein perfekter Beweis dafür, dass manche Kurzfilme einfach Kurzfilme bleiben sollten.

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