Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Metzgereiarbeiten in labyrinthischer Umgebung

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, alle kommen langsam in Weihnachtsstimmung und das kann ich einfach so nicht dulden. Deshalb grätsche ich erst mal mit nem beschissenen Horror-Schnetzel-Metzel-Streifen der Extraklasse dazwischen, um euch alle die viel zu frühe Weihnachtsfreude zu versauen. Ich weiß, fies von mir. Aber so bin ich eben. Deshalb geht es heute auch nicht um den Weihnachtsmann, sondern um Metzger. Wurst > Spekulatius.

BUTCHER BOYS – USA – 2012 – 86 Min.

Mexiko. Berühmt für die weltbesten Metzger und Sombreros. Hier gibt es beides nicht zu sehen, was schon mal enttäuschend ist. Stattdessen gibt es einen schwarzen A-Team-Gedächtnis-Van aus dem heraus eine junge Mexikanerin entführt wird. Nicht schlimm. Der bestellte Burito hätte sie ohnehin nur fett werden lassen.

Texas. Berühmt für die zweitweltbesten Metzger und die Todesstrafe für alles und jeden, der George Bush ans Bein pisst. Leider kriegen wir beides nicht zu sehen. Stattdessen zupft eine Harfenspielerin rum und ein paar nervige Kackteens essen Burger. Vom ersten Moment an hasse ich sie mal wieder alle.

Die Pissblagen reden natürlich nur übers Ficken, weil es einfach nichts Wichtigeres gibt, wenn man ein Texas-Teenie ist. Nachdem die nuttigste Texanerin, die die Welt jemals gesehen hat, die zudem noch Barbie heißt, an der Tanke ein paar Typen verärgert hat, indem sie mit dem Schlüssel deren Autolack zerkratzt hat, was John Travolta absolut nicht befürworten kann, beginnt eine unfassbare Verfolgungsjagd, an deren Ende die Verfolger einem Hund ausweichen müssen und in eine andere Karre ballern, was in erster Linie daran lag, dass Barbie ihre Titten rausgeholt hat. Das waren nebenbei die letzten Brüste, die die beiden gesehen haben, denn die Besitzer der gerammten Karre zerlegen die beiden mit ner Brechstange und ner Kettensäge.

Die Teens, rund um Barbies Boobies, fahren weiter durch die Stadt und haben sich natürlich verirrt. Und werden von einem anderen Wagen gerammt und dann von drei Typen verfolgt, die sich in der Stadt offensichtlich so verdammt gut auskennen, dass sie den Teens jedes Mal den Weg abschneiden, oder direkt von Häuserdächern auf sie runter springen können, egal wo die auch hinlaufen.

Bommeltütenbarbie wird als erstes erwischt und schreit durch die Nacht. Sissy ruft die Bullen, aber die raffen nix. Kenny will Barbie retten (ja, es sind tatsächlich Barbie und Ken), aber ist natürlich unfähig. Jedenfalls werden dann natürlich alle vier Trottelteens gefunden und nebenbei wird noch ein Bäcker erwürgt. Wahrscheinlich haben den Typen seine Plätzchen nicht geschmeckt. Übrigens hat das ganze unglaublich aufregende Rumgerenne jetzt mal eben ne halbe Stunde gedauert.

Sissy hat sich mittlerweile irgendwo in nem Schrank versteckt und die Typen warten darauf, dass sie raus kommt. Um sich die Zeit zu vertreiben fressen sie Barbies Brüste. Auch Kannibalen brauchen nun mal Kalzium aus Milchtüten.

Sissy hat sich nen BOMBENGÜRTEL!!! umgeschnallt und kommt raus. Und dann geht das Gerenne von vorne los. Immerhin wird sie nach ein paar Minuten erwischt und in ein Auto verfrachtet, um nach Buxtehude gebracht zu werden. Die Cops gucken sich das Ganze halt an, greifen aber nicht ein, da man sich mit den Typen offenbar besser nicht anlegt.

Wie unfassbar böse die Typen sind, wird dann endgültig klar, als sie einer alten Oma ihren kleinen Hund klauen. Sackgesichter. Immerhin beißt er einem von ihnen in die Hand.

Sissy wird an einen Doctor geliefert, der in seiner Metzgerei nackte Weiber in Käfige sperrt. Und nebenbei nen Monsterjunkie mit nem Elektroshocker brät, wenn er gerade Lust dazu hat. Nachdem er Sissy ein bisschen zwischen den Beinen rumgepult hat, wird sie zum Dinnertisch geführt, um … was weiß ich was, zu machen.

Jedenfalls kann sie mal wieder fliehen und tapert durch die Bude. Dabei lernt sie einen alten Opa mit Dirty Harry-Gedenk-Revolver kennen, der seine Tochter sucht und sich mit Vaseline einreibt, um durch ein Rohr zu kriechen. Äh, ja …

Das große, lahme, langweilige, strunzdoofe, stumpfsinnige, völlig in die Länge gezogene Rumgerenne beginnt also mal wieder von vorne. Sissy findet Rachel, die Tochter des Revolvermanns, die aber offensichtlich einer Gehirnwäsche unterzogen wurde, oder sowas. Trotzdem nimmt sie sie mit und man tapert weiter durch die Hütte, von der ich nicht mal ansatzweise weiß, was die eigentlich darstellen soll. Irgendeine Mischung aus Labor, Krankenhaus, Höhlenkomplex, Irrenanstalt und Sado-Maso-Club. Könnte also einfach ein ganz normaler Laden auf der Reeperbahn sein.

Rachel ist übrigens schnell wieder in Gefangenschaft und auch Sissy wird geschnappt, aber damit sie fliehen kann, prügeln sich die Entführer untereinander, was absolut keinen Sinn macht, aber wer will bei diesem Quatsch noch irgendwas hinterfragen.

Irgendwann landet sie natürlich trotzdem wieder am Dinnertisch. Auf der Speisekarte steht Rachel, der man die Schädeldecke aufgesägt hat, um ihr Gehirn als Snack zu verputzen, während sie natürlich weiter lebt. Kurz bevor Sissy dann mit einem Elektroshocker vergewaltigt werden kann, kommt der Revolvermann vorbei und befreit Sissy. Für Rachel ist es natürlich zu spät. Der Junkiemutant erledigt dann Old Dirty Harry.

Und weil das alles noch nicht behämmert genug war, schneidet man zu einem Penner, der gerade vom Dach springen will, mit tausend Schaulustigen und ein paar Cops. Sissy springt zufällig genau da aus dem Fenster, wo die alle rumstehen, die Kannibalen kommen hinterher und ballern einfach alles und jeden über den Haufen. Und natürlich gibt es keine gute Schießerei ohne Raketenwerfer.

Zwei Mexikaner retten Sissy dann und hauen mit ihr ab, während die Kannibalen immer noch auf der Straße rumballern. Und das wars dann. Man wird nie erfahren, was aus ihnen geworden ist. Ist mir aber auch scheißegal. Ich gehe den Monsterjunkie in meinem Keller füttern …

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Eine Antwort zu “Metzgereiarbeiten in labyrinthischer Umgebung

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