Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Krank, kränker, am kränksten

Augen auf. Heiligabend. Ein Tag wie jeder andere. Denke ich. Ein Irrtum. Ich rolle mich aus dem Bett und fühle mich etwas schwach. Naja, kommt vor. Die Rückenschmerzen gehören ohnehin zum Alltag. Ich schlurfe in die Küche. Ein leichtes Kratzen im Hals. Ein Tee könnte helfen. Ich stelle den Wasserkocher an und wühle nach Teebeuteln. Die Auswahl ist groß. Echte Hagebutte. Klingt widerlich. Also wird es gegen meine Halsschmerzen helfen. Ich tunke den Beutel in die Tasse mit dem heißen Wasser, dass sich langsam rot färbt. Nicht die einzige rote Flüssigkeit, die ich heute sehen soll.
Irgendwas ist komisch. Die Beine werden schwächer. Die Küche beginnt sich zu drehen. Ich schaue aus dem Fenster. Kein Tornado hat das Haus erfasst, um mich in die fantastische Welt von Oz zu transportieren. Dann muss es wohl an mir liegen. Das Schwindelgefühl wird stärker. Ich stütze mich auf die Arbeitsplatte und schließe die Augen. Hilft nichts. Ich öffne die Augen. Nur wenige Schritte entfernt ein Stuhl. Hinsetzen. Ich torkele los, taste mich an der Wand entlang. Jeder schritt fühlt sich an, als würde ich auf Pudding laufen. Mühsam erreiche ich den Stuhl. Schwarz.

Augen auf. Weiße Fliesen. Was ist passiert? Der Geschmack von Eisen in meinem Mund. Schmerzen an Kinn und der Unterlippe. Ich liege auf dem Boden neben dem Stuhl. Eine Blutlache bahnt sich einen weg durch die Ritzen zwischen den Fliesen. Der Geruch von Reinigungsmittel steigt mir in die Nase. Scheinbar frisch gewischt. Ich stütze mich hoch. Das Blut fließt aus meiner Unterlippe und vom Kinn. Mit der Zunge taste ich in meinem Mund rum. Eine Zahnecke hat sich verabschiedet. Habe keine Lust, danach zu suchen.
Ich stehe. Wackelig. Schwindelig. Fertig. Ich kämpfe mich rüber zu meiner Tasse Tee. Sie ist noch warm. Offensichtlich lag ich nicht lange neben dem Küchentisch. Ich schnappe mir meinen Tee und stolpere die Treppe hoch. Sitzen. Ruhe. Mein erlösender Sessel. Ich lasse mich hinein fallen. Meinem Rücken gefällt das nicht. Ich nippe am Tee. Ein Brennen in der offenen Lippe. War wohl doch keine so gute Idee.

Augen auf. Zwei Tage später. Fühle mich besser. Dass Schlimmste ist überstanden. Denke ich. Ein Irrtum. Finde das Stück vom Zahn, als es in mehreren Teilen aus meiner Unterlippe eitert. Unangenehm. Entdecke eine Beule am Knie. Bin ich wohl drauf gefallen. Sieht aus, als würde ein Alien aus meinem Bein wachsen. Aber die gehen ja durch den Magen. Wie Liebe. Also wird es das wohl nicht sein. Denke nicht weiter darüber nach.

Augen auf. Nach drei Tagen kann man mal wieder gefahrlos vor die Tür gehen. Denke ich. Ein Irrtum. Gehe zu einem freund, um Filme zu gucken. Warum nicht. Ist ja nicht anstrengend. Ob ich zu Hause oder bei ihm auf meinem Arsch sitze und eine Sitzposition suche, in der die Rückenschmerzen sich in Grenzen halten, macht schließlich keinen Unterschied. Filme sind gut, aber ich bin langsam platt. Nach Hause. Nur ein paar Meter. Nur die Straße runter. Zu weit. Die Beine kribbeln immer stärker. Erst, als würden sie einschlafen. Dann, als hätten sie nie wieder vor aufzuwachen. Schaffe es so gerade nach Hause. Immerhin erreiche ich dieses Mal rechtzeitig den Küchenstuhl und kann mich hinsetzen. Was für ein großer Erfolg. Das Herzrasen und die Panik lassen nach. Dafür setzt das Schwindelgefühl wieder ein. Quäle mich ins Bett.

Augen auf. Keine Besserung in Sicht. Meine Mutter überredet mich, doch mal zum Arzt zu gehen. Joa, kann man ja mal machen. Erreiche irgendwie die Praxis, ohne zusammenzubrechen. Was für ein Erfolg. Schildere mein Leiden. Verdacht auf Multiple Sklerose. Großartig. Jetzt fängt der Spaß also richtig an. Überweisung zur Neurologin. Nette Frau. Nette Angestellte. Finden nichts. Erleichterung. Zur Sicherheit wird noch ein MRT beantragt. Okay, ich kümmer mich drum. Termin erst in nem Monat. Ich kann warten.

Augen auf. Uuuuaaaaarrrrgh. Schwächer und schwindeliger, als jemals zuvor. Jeder Schritt gleicht einem Todesmarsch. Bei Stephen King wäre ich schon lange erschossen worden. Ich versuche, den Weg die Stufen runter zu überleben. Mein Rücken macht die Sache nicht einfacher. Eine Woche lang schaltet mich die Grippe komplett aus.

Augen auf. Grippe weg. Schwindel weg. Rückenschmerzen noch vorhanden, aber das ist ja eh normaler Zustand seit Jahren. Taubheitsgefühl in den Beinen ist auch noch da. Kein Normalzustand. Weit laufen ist weiterhin keine Option.

Augen zu und durch. Eine Mischung aus lautem Hämmern und Fahrstuhlmusik dröhnt mir in den Ohren. Liege in der Röhre. Mein Rücken gibt mir direkt zu verstehen, dass ihm die Position gar nicht gefällt. Das werden lustige 30 Minuten. In den letzten Minuten kommt der unausweichliche Hustenreiz dazu. Jetzt bloß nichts falsch machen, sonst fängt der ganze Spaß von vorne an. Ich schaffe es gerade so, das MRT nicht zu versauen. Augen auf. Aufstehen. Der Rücken bedankt sich mit Dauerschmerz.

Augen auf. Die Beule am Knie ist nach Wochen immer noch da. Die Aliengeburt bleibt aus. Während die MRT-Ergebnisse auf sich warten lassen, gehts zum Chirurgen. Knie-OP- Juhu. Neue Erfahrung. Das muss scheinbar nicht immer gut sein. Immerhin nette Leute in dem Laden. Der Chirurg hackt mir eine gefühlt 42 Meter große Zyste aus dem Bein. Läuft alles gut, aber jetzt muss ich ne Schiene tragen. Bin völlig abgenervt von dem Teil. Dann fällt mir ein, dass ich ja ohnehin nicht laufen kann. Also scheißegal. Verzichte auf Schmerztabletten, weil ich ne harte Sau bin. Oder doof. Das müssen andere entscheiden.

Augen auf. Die Wunde ist verheilt. Fühle mich gut. Habe die ganze Scheiße hinter mir. Denke ich. Ein Irrtum.
Frohen Mutes mache ich mich auf den Weg zur Arbeit. Naja, so froh man eben dabei sein kann, wenn man zur Arbeit latscht. Nach wenigen Metern werden meine Beine schwach. Habe das Gefühl, dass sie gleich unter mir wegknicken. Kribbeln. Herzrasen. Muss stehen bleiben. Tief durchatmen. Es wird nicht besser. Umdrehen. Zurück nach Hause. Genervt in den Sessel fallen.
Kann nicht laufen. Lasse mich durch die Gegend kutschieren, was mir tierisch auf den Sack geht. Ich hasse es, auf andere angewiesen zu sein, nur um von A nach B zu kommen. Zumindest, wenn B locker zu Fuß erreichbar wäre.

Augen auf. Zurück zum Hausarzt. Ratlosigkeit. Schlage vor, mich zum Orthopäden zu schicken, wegen der ständigen Rückenschmerzen. Da muss das Problem liegen.
Attacke zum Orthopäden. Beim ersten Besuch kommt nicht viel rum. Kurze Grunduntersuchung, aber ich soll noch mal wiederkommen, um den Rücken zu röntgen. Hoffnung.

Augen auf. Aaaaah. Schmerzen in der Leiste. Klar. Ein Leistenbruch steht ja noch aus, bei der ganzen Scheiße. Bevor ich mich darum kümmere, gehts erst zum Orthopäden Part II. Rücken geröntgt (was für ein Scheißwort; habe fünf Versuche gebraucht, das richtig zu schreiben). Der Orthopäde guckt sich die Aufnahmen an und murmelt irgendwelchen Quark, der am Ende wie eine Frage klingt. Ich sage einfach mal ja, damit er mir jetzt die guten Nachrichten geben kann. Damit er mir erzählen kann, was bei mir im Arsch ist. Die Antwort: »Sieht alles gut aus.« … ??? … Äh, woher kommen dann meine ständigen Rückenschmerzen, die ich seit fast 10 JAHREN!!!! habe? Kann er mir nicht sagen. »Dann werden sie wohl damit leben müssen.« Ich sitze da, versuche den Schmerz in meinen Eiern auszublenden und stelle mir vor, wie das unsensible Arschloch von seinem eigenen Samenstrang erwürgt wird. Er lässt mich im Raum zurück. Muss scheinbar noch 42 andere Patienten innerhalb von 30 Sekunden abspeisen, indem er mal kurz auf ein Bild glotzt und sie für gesund erklärt. FUCK THIS SHIT! Enttäuschung. Frustration. Hoffnungslosigkeit. Ich gehe fahre nach Hause.

Augen auf. Entwarnung. Kein Leistenbruch. Nur ne Entzündung. Paar Pillen fressen, dann läuft das wieder. Na immerhin, etwas das läuft. Ich selbst ja scheinbar nie mehr.

True Story

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47 Antworten zu “Krank, kränker, am kränksten

  1. Wortman Mai 17, 2015 um 6:45 am

    Was ich dir dringend rate: Anderen Orthopäden und normalen Arzt aufsuchen. Zweite Meinun einholen. ABER: Dem neuen Arzt nicht sagen, dass man schon beim Arzt war. 😉 Sonst wird das nix.

    Ansonsten tipp ich mal ungelernt auf Durchblutungsstörungen, Rate mal, beim Kardiologen Halsschlagadern und das Herz untersuchen zu lassen… Es sei denn, der normale Arzt kann auch mit einem Ultraschallgerät umgehen. Kann nicht schaden. Ein Kumpel hatte mit 25 einen leichten Schlaganfall, mein Vater zwei Mikroherzinfarkte… die hat er nicht mal bemerkt.Man hatte nur die Narben gesehen, als er dann einen richtigen Infarkt hatte.

    Gute Besserung, viel Glück und pass auf dich auf.

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    • filmschrott Mai 17, 2015 um 8:26 am

      Danke.
      Ich werde die Woche wohl noch mal zum Hausarzt gehen. Gucken was der noch für Ideen hat. Werde da mal den Tipp mit den Durchblutungsstörungen ansprechen.
      Nen Schlaganfall oder ähnliches hätte doch das MRT zeigen müssen, oder nicht? Das misst ja Gehirnströme und den ganzen Bla.

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  2. jacker Mai 17, 2015 um 8:01 am

    Uh Mensch, das klingt ja alles ganz übel. Zwecks Abspeisung beim Orthopäden: Ein guter Kumpel (war immer sportlich und fit) hatte auch plötzlich undefinierbare Rücken-Probleme. Er war bei sieben Orthopäden, bis er das Gefühl hatte ernst genommen zu werden, und sinnvolle Optionen zur Lösung zu bekommen. Die anderen haben ihn auch alle für gesund erklärt. Also was wortman sagt: zweite Meinung, zur Not Dritte und oder vierte!

    Machst du irgendwelchen Sport, der den Rücken helfen, oder im Gegenteil schädigen könnte?

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    • filmschrott Mai 17, 2015 um 8:31 am

      Werde mal schauen, ob ich hier nen fähigeren Orthopäden finde. Problem ist auch, dass die hier nicht gerade auf den Bäumen wachsen.
      Sport habe ich erst die letzten Jahre gemacht, zwecks Gewichtsverlust. Habe ich jetzt halt erst mal auf Eis gelegt, weil ja eh nix so richtig funktioniert. Die Rückenprobleme hatte ich aber schon viel länger. Da ich halt viel zu viel Gewicht mit mir rumgeschleppt habe (zeitweise 150 Kilo, jetzt sinds noch so 120), wollte ich durch das Abnehmen gerade den Rücken entlasten, was dann auch etwas besser geworden ist, wenn auch nie komplett weg war.

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  3. singendelehrerin Mai 17, 2015 um 1:07 pm

    Erstmal: Respekt, dass du deine Krankengeschichte hier mit uns teilst! Ich denke auch, dass du dir einfach noch zusätzliche Meinungen einholen musst. Einen Dr. House bräuchtest du jetzt wohl… Auch wenn für mich das alles eher nach einem neurologischen Problem klingt, finde ich bei deinem Gewicht auch den Tipp von wortman, zum Kardiologen zu gehen, nicht so schlecht. Das soll jetzt keine Diskriminierung von Übergewichtigen sein (weiß ja auch nicht, wie groß du bist); mein älterer Bruder – mit noch etwas mehr Kilos drauf – hatte neulich eine transitorische ischämische Attacke, das ist wie ein kleiner Schlaganfall, bei dem die Symptome aber relativ schnell wieder abklingen, in seinem Fall schon auf der Fahrt zum Krankenhaus. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass er in seinem weiteren Leben einen richtigen Schlaganfall bekommt, liegt wohl bei 50:50…

    Schon mehrmals gesagt, aber das kann ich nicht oft genug wiederholen: Ich wünsche dir von Herzen gute Besserung und dass eine bekämpfbare Ursache für deine Beschwerden gefunden wird!

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    • filmschrott Mai 17, 2015 um 1:28 pm

      Danke. Das hier zu veröffentlich war eigentlich eher Zufall. In einem Moment der völligen Frustration habe ich mich einfach hingesetzt und angefangen zu schreiben. Das ist bei mir quasi die Flucht nach vorne, um mich abzulenken und einfach mal alles rauszulassen, bevor ich völlig austicke. Dabei kam dann eben das hier raus und da ich es ganz gut geschrieben fand, wollte ich es nicht einfach wieder löschen. Mit dem Hintergedanken, dass vielleicht einer meiner Leser Rat weiß, oder zumindest Vorschläge, was man noch machen könnte, hab ichs dann einfach veröffentlicht. Und ein paar Tipps kamen ja auch dabei rum.
      Das mit der neurologischen Ursache ist eigentlich auch schon länger mein Gedanke, nur wurde da ja eben nix gefunden. Frage ist da natürlich wieder, ob an den richtigen Stellen gesucht wurde. Irgendwie hängt im Körper ja alles zusammen. Man kann nicht laufen und am Ende liegt das Problem irgendwo ganz anders, als man es vermuten würde.
      Ich werde jedenfalls beim nächsten Arztbesuch mal die hier vorgeschlagenen ursachen ansprechen. Kann ja nicht schaden. Und ich bin ziemlich verzweifelt, also für jeden Tipp dankbar.

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  4. Schlopsi Mai 17, 2015 um 3:43 pm

    Erstmal gute Besserung!
    Die Hauptsache ist, nicht aufzugeben. Klingt leichter gesagt als getan. Aber wie die anderen schon schreiben: Weitere Meinungen einholen und nachhaken. Ich wurde auch schon ein paar mal abgewiesen („Können wir nichts machen“ „Kommen sie in einem halben Jahr nochmal“ „Sieht alles okay aus“). Von allein wird es aber nicht besser. Irgendeiner muss einen Geistesblitz haben und an der richtigen Stelle suchen.
    Allein die Schwindelattacken deuten auf Kreislaufprobleme hin (den Tipp mit den Durchblutungsstörungen solltest du wirklich checken lassen. Und wenn es nur eine kleine ist, die kann ausknocken. Kann sein das es noch aus deinen früheren Jahren stammt). Arterie verstopft oder drückt ein Nerv an der falschen Stelle am Rücken? Ich nehme auch an, du stehst unter enormen Stress, auch gerade wegen der dauerhaften Rückenschmerzen.
    Vielleicht auch etwas Kopfsache, die dahintersteckt und dich belastet (wird nicht alles sein, aber zumindest ein Teil zwecks Kreislauf)? Das klingt immer so negativ geschrieben, aber du weißt sicher wie ich es meine.

    Das ist echt scheiße, da wie du schon sagst, da das Problem an einer vollkommen anderen Stelle liegen kann, als man vermutet. Wünsche dir viel Erfolg und drücke dir die Daumen, dass du schnellstmöglich an einen kompetenten Doc gerätst.

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    • filmschrott Mai 17, 2015 um 4:04 pm

      Vielen Dank. Stress hält sich eigentlich in Grenzen, aber wer weiß. Vor allem seit dem ersten Auftreten der ganzen Scheiße, denkt man natürlich schon darüber nach und macht sich zusätzlich nervös, was ja generell nicht hilfreich ist.
      Ich schließe mittlerweile sowieso nix mehr aus. Und aufgeben tue ich so schnell nicht. Bin nur aus Prinzip ziemlich bocklos und brauche dann imer etwas, um den Arsch hochzukriegen, und mal wieder zum Arzt zu kommen. Schon alleine, weil ich absolut kein Arztgänger bin. Ich war davor geschlagene 15 Jahre bei keinem Arzt, weil bis auf Kleinigkeiten immer gesund. Naja, dafür hab ich jetzt so richtig die Arschkarte gezogen und sammle scheinbar ein Leiden nach dem anderen. Aber wie gesagt: So leicht kriegt man mich nicht kaputt.

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  5. Miss Booleana Mai 17, 2015 um 4:46 pm

    „Aber die gehen ja durch den Magen. Wie Liebe“ – oooh wie bitter XD
    Da hast du aber einen krassen Marathon durch. Woran lag denn aber dein Blackout von Heiligabend? Und du kannst jetzt immer noch nicht vernünftig laufen? Hast du mal Antibiotika und was richtig Infektionen-abtötendes verschrieben bekommen?
    Bloß gut, dass es nicht MS ist.
    Auf jeden Fall würde ich dir wie alle anderen raten zweite Meinungen aufzusuchen. Auch wenns einem wieder so lala geht – die Gesundheit kann man sich kräftig versauen und hat dann meistens für das ganze Leben lang Probleme und das ist idR noch eine lange Zeit. ich war eine übergewichtige Jugendliche und hab angefangen mich auf Normal zu trainieren, damit meine Gesundheit und Fitness bergauf geht. Obs geklappt hat … sehe ich wahrscheinlich in 10-15 Jahren. Eine Garantie gibs nie, aber wenn mans nicht versucht, wäre das irgendwann eine ganz bittere Erkenntnis.

    Allerdings weiß ich nicht, ob es immer ratsam ist, den Ärzten zu verschweigen auf was bereits geprüft wurde. ich würde es wahrscheinlich immer dazu sagen aber Zweifel bekunden. Ein guter Arzt läßt sich die Akte schicken, geht den Befund durch und entscheidet, ob ers nochmal gewissenhafter macht.

    Dass einen die Ärzte hängen lassen und nach ein paar Minuten abspeisen ohne zufriedenstellende Ratschläge kenne ich auch. Wenn man da mal nachhakt, bekommt man von Leuten aus dem Umfeld von Ärzten gerne mal gesagt, dass die von den Krankenkassen diktiert bekommen wieviele Patienten man zu schaffen hat. naja. Glaube da noch nicht so recht dran. Und falls es doch so ist, dann wäre das mal ein Punkt wo ein guter Arzt meiner Meinung nach nichts drauf geben sollte.

    Das gemeine ist auch, dass man nicht gleich ernst genommen wird, wenn man bspw. noch ein verhältnismäßig junger mensch ist. Ist mir beim Thema Kopfschmerzen und Rückenschmerzen oft passiert. Kamen mit schlauen Ratschlägen wie ein warmes Körnerkissen auflegen, wenn ich mal wieder Rückenschmerzen hab. Anstatt die Sache mal zu untersuchen.

    In jedem Fall wünsche ich dir noch gute Besserung!

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    • filmschrott Mai 17, 2015 um 5:07 pm

      Danke.
      Woher der Blackout genau kam., kann ich dir nicht sagen. Ich tippe auf ne verschleppte Grippe, da nach dem Ausbruch dieser, der Schwindel langsam wegging.
      Antibiotika nehme ich gerade, macht in dem Fall aber keinen Unterschied. Auch so andere Entzündungshemmende Pillen nicht.
      Von solala bin ich nebenbei recht weit entfernt. Eigentlich ist nur das Schwindelgefühl weg, aber Laufen ist teilweise verdammt schwer. Immerhin nimmt mich mein Hausarzt durchaus ernst, nur sucht man halt und ackert so einen Arzt nach dem anderen ab, in der Hoffnung, dass dann einer die Lösung offenbart.

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  6. ginadieuarmstark Mai 17, 2015 um 5:40 pm

    Gute Besserung 😦
    Das tut mir voll leid … ist wohl wirklich besser, du wechselst mal den Arzt. Hatte so etwas auch schon, also, dass keiner wusste was mir fehlt, aber es war abschließend zwar ein wenig körperlich, aber hauptsächlich seelisch 😦
    Alles Gute!

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    • filmschrott Mai 17, 2015 um 6:26 pm

      Vielen Dank.
      Ein Arztwechsel ist hier so ne Sache. Aufm Land gibts da nicht so viele. Ich würde auch nicht mal sagen, dass der Hausarzt das Problem ist, sondern eher die Symptome, die einfach zu viele Möglichkeiten offen lassen. deshalb wird halt jetzt eine Sache nach der anderen abgearbeitet. Bisher leider ohne Erfolg.

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  7. bullion Mai 17, 2015 um 6:24 pm

    Wow, krasse Geschichte. Kein Wunder, dass du häufiger eine negative Einstellung an den Tag zu legen scheinst. Wer könnte es dir verdenken? Was den Blackout an Heiligabend angeht, musste ich schon kräftig schlucken, denn mir ist vor 7 Jahren genau das gleiche passiert (habe ich hier kurz festgehalten) – es ist damals auch nichts rausgekommen, doch war ich von dem Erlebnis noch Monate danach traumatisiert. War auch so ein kleiner Auslöser für mich mehr Sport zu machen usw. Nicht lustig, insofern kann ich gut nachvollziehen wie du dich dabei fühlst, speziell mit dem ganzen anderen Mist noch hintendran.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du bald einen guten Weg für dich findest und einen Arzt, dem du vertraust! 🙂

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    • filmschrott Mai 17, 2015 um 6:37 pm

      Danke.
      Scheinbar bin ich nicht aleine mit Weihnachtlichen Zusammenbrüchen. Muss an den bescheuerten Feiertagen liegen. Oder an zu viel Schokonikoläusen. Freut mich aber, dass es bei dir scheinbar keine nachtragenden Auswirkungen hatte.
      Aber eine Sache muss ich kurz anmerken: Die negative Einstellung hatte ich schon vorher, glaube ich. Müsste das mal recherchieren und ein paar Media Mondays vom letzten Jahr lesen. Vielleicht liegt es auch nur an den Fragen. Wer weiß.
      Das mit dem Sport ist bei mir so ne Sache. Ich war quasi gerade gut im Training, hatte einiges abgenommen und in nem relativ alltäglichen Rythmus. Durch den ganzen Scheiß jetzt habe ich natürlich nix mehr gemacht, einfach weil mir auch das Risiko zu groß ist, einfach wieder umzukippen. Jetzt wandern langsam die Kilos wieder drauf und natürlich macht es sich auch konditionell stark bemerkbar, wenn man sich wenig bewegt. Ist quasi ein Teufelskreis.

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      • bullion Mai 17, 2015 um 6:42 pm

        Ja, das glaube ich. Mir hatte die Ärztin damals gesagt es sei wichtig sich einfach viel zu bewegen, um den Kreislauf in Schwung zu halten. Jeden Tag mindestens eine Stunde spazieren gehen würde schon genügen. Da ich im Büro arbeite, nutze ich die Mittagspause und gehe zumindest ca. 45 Minuten spazieren und dann versuche ich halt auch noch 2x die Woche zu joggen. Gibt natürlich kein allgemeingültiges Patentrezept, ich hoffe dennoch du findest deinen Weg – und dass trotz allem nichts Schlimmes bei dir dahintersteckt!

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      • filmschrott Mai 17, 2015 um 7:03 pm

        Bewegung ist natürlich nie verkehrt. Nur wenn die Gefahr besteht, dass man plötzlich auf der Straße liegt, bringt einen das auch nicht viel weiter. Stecke da inner Zwickmühle. Zumal mir das ständige rumsitzen auch tierisch aufn Sack geht.

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      • bullion Mai 17, 2015 um 7:04 pm

        Verstehe ich. Würde jetzt auch nicht gerade extrem laufen gehen o.ä., doch ein paar Spaziergänge dürften ja auch gut sein… 🙂

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      • filmschrott Mai 17, 2015 um 7:16 pm

        Ja, aber daran scheiterts ja schon. Sobald ich ein paar Meter laufe ist in den Beinen Ameisenparty und mein Herz macht Randale. Kann man also vergessen.

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      • bullion Mai 17, 2015 um 7:18 pm

        Ohje, na dann hoffe ich umso mehr, dass du schnell die richtige Therapie findest!

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  8. Die Poe Mai 18, 2015 um 10:06 am

    Erstmal möchte ich sagen: Noch nie hat mir jemand so wunderbar seine Krankengeschichte erläutert. Ich hab mich ja erst nicht getraut auf „Like“ zu drücken, aber das Like steht für den Schreibstil, nicht für die Geschichte!!!
    Und dann hoffe ich, dass der Hausarzt noch eine andere Idee hat, was es sein könnte, bzw Du einen anderen Orthopäden findest. Gute Besserung!!!!

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  9. kielerkrimskrams Mai 19, 2015 um 6:06 pm

    Oje, gute Besserung!
    Du bist aber nicht allein mit deiner Ärzte-Odyssee, vielleicht tröstet dich das: Ich bin vor ein paar Jahren auch mal von Arzt zu Arzt, weil es mir total kacke ging. Ich hatte auch in wenigen Wochen fast zehn Kilo abgenommen, was dann bei mir schon krasses Untergewicht war, aber selbst das hat keiner Ernst genommen. „Sie haben viel Stress, ne? Jaja, das wird’s sein!“. Letztlich kam dann Monate später raus, dass ich DOCH nen Infekt hatte, der dann schon fast auskuriert war und gegen den man eh nix hätte machen können. Wäre aber trotzdem schön gewesen, wenn ich das gewusst hätte, das hätte meiner Psyche gut getan. Tja, so war das…
    Ich wünsche dir viel Erfolg und ein glückliches Händchen bei der Ärztesuche! 🙂

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