Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Postapokalyptische Minderheitenrettung

MAD MAX IS BACKS! Äh, back. Ob das nun gut oder schlecht ist, muss wohl jeder selbst entscheiden. Ich fand zumindest den ersten Trailer ziemlich cool, aber bewahre mir wie immer etwas Grundskepsis, was das Endprodukt angeht. Aber selbst wenn der neue Mad Max nicht so toll wird, wie er werden könnte, gibt es doch einen würdigen Ableger der Originalreihe. Vergesst Max. Hier kommt Trace!

WHEELS OF FIRE – Die Solo-Kampfmaschine – USA – 1985 – 81 Min.

Der Spaß beginnt auf dem postapokalyptischen Wochenmarkt, wo Trace seine Schwester trifft, um sich einen Gladiatorenkampf anzuschauen, bei dem sie ihre Autoschlüssel auf irgendeine Lusche gesetzt hat, der es natürlich voll verkackt. Trace greift ein und will die Schlüssel zurück gewinnen, was sich als kein großes Problem herausstellt. Auch wenn ich die Regeln eines Kampfes in Frage stellen muss, bei dem einfach jeder dahergelaufene Spaten in den Ring springen kann. Das sehen auch die Zuschauer so und es kommt zur Verfolgungsjagd durch die Wüste. Selbstverständlich werden die Verfolger abgehängt, beziehungsweise zu Schrott gefahren.

Eine Verschnaufpause gibt es aber nicht wirklich, denn die apokalyptischen Piraten unter Führung von Scourge sind in der Nähe. Also macht man getrennt die Brenne. Während Schwester Arlie und Loserboy Bo poppen fahren, beobachtet Trace noch etwas die Piraten, was nicht unbemerkt bleibt und die nächste Verfolgung nach sich zieht. Trace nutzt seine Geheimwaffe, um die Piraten loszuwerden. Einen Flammenwerfer.

Bo und Arlie kriegen auch Piratenbesuch und Bo ist direkt bereit, seine Freundin und das Auto gegen sein Leben einzutauschen. Der Plan geht nicht so ganz auf, denn während Arlie halbnackt aber immerhin bequem auf eine Motorhaube gebunden wird, wird Bo hinter einem Wagen durch den Sand geschleift. Trace eilt zur Rettung und erfährt von Bo, dass Scourge Arlie entführt hat. Dann erlöst er Bo von seinen Leiden.

Während Arlie versucht, einer möglichen Vergewaltigung durch Scag den Wüstenpiraten zu entgehen, rettet Trace eine andere Tussi namens Stinger, die aussieht wie Ramboline, wodurch sich der Eindruck aufdrängt, dass sie eigentlich gar keine Hilfe brauchte. Allerdings ist ihre Kare verreckt, also fährt sie mit Trace mit.

Währenddessen gerät eine weitere Ische in Not. Während sie fliehen kann, wird Großvater weggeschnetzelt. Trace findet den toten Opa und Striker wird von einer Hand unter die Erde gezogen. In den unterirdischen Tunneln werden sie und die geflohene Tussi gefangen gehalten, von MORLOCKS! Ja, diese Viecher aus „Die Zeitmaschine“.  Wenn die hier noch ne Zeitreisestory einbauen explodiert mein Gehirn.

Arlie wird von Scourge rangenommen.

Trace, scheinbar selbsternannter Beschützer aller Wüstenweiber mit dicken Dünen, macht die Morlocks platt und rettet seinen Harem.

Irgendein Typ und sein Zwergenbeifahrer geraten unter Beschuss. Trace entscheidet, dass er nicht nur gut ausgestattete Tussis rettet, sondern auch andere apokalyptische Minderheiten und nimmt den Zwerg mit. Der hat zwar ein Sprachproblem, aber glücklicherweise kann die gerettete Tuse Gedanken lesen und erfährt dadurch, wo der Zwerg hin will. Ich habs schon wieder vergessen. Mich überfordert das hier alles mal wieder vollkommen.

Die Gruppe landet bei einer Sekte, die ein Raumschiff baut, um die Erde zu verlassen. Man, das ist alles so herrlich abgefahren. Ich liebe es. Auch wenn hier nichts einen Sinn ergibt.

Trace und Striker streiten sich, weil Striker eine Auftragskillerin ist, die Scourge sucht. Warum das für Trace ein Problem ist, bleibt im Unklaren. Es wird auch nicht weiter drauf eingegangen, denn Vögeln ist momentan wichtiger.

Arlie muss weiter leiden.

Trace hat Striker fertiggeknallt und macht sich vom Acker. Kurz darauf wird die Raumschiffbasis angegriffen und das Mutterschiff ist hinüber. Trace kommt zurück, kann aber ausnahmsweise nicht viel retten. Außer Striker und der anderen Tussi, namens Spike, gibt es nicht viele Überlebende. Also beschließt er, Scourge und die Wüstenpiraten endgültig zu erledigen.

Trace fährt also zur Piratenfestung und wird direkt gefangen genommen. Dafür kann jetzt Arlie einen Typen abstechen und Trace befreien, was zum unausweichlichen Geballer führt.

Und dann kommen die Spaceshipspaten unter Leitung von Striker und Spike im Panzer angerollt und es kommt zum großen Krieg in der Wüste.

Arlie wird abgeknallt. Trace ist richtig angepisst.

In der ganzen Balleraction mutiert Spike zum Ninja und killt Leute verdeckt mit ihren Judokünsten. Striker knallt Scag ab, fällt aber von einer Mauer und verreckt. Oder auch nicht. Unwichtig.

Denn Trace und Scourge liefern sich eine Autoverfolgungsjagd durch ein Minenfeld. Scourge geht dann drauf, als Trace sein Auto von einer Klippe auf Scourges Karre fallen lässt. Die Antwort auf die Frage, wie Trace plötzlich auf die Klippe gekommen ist, kann wohl nicht mal der Drehbuchautor beantworten.

Zum Abschluss gibt Trace Karate-Spike die Kette seiner Schwester, weil, die die nicht mehr braucht, und fährt in die Ferne. Am Himmel kreist ein Adler, kann den Film aber auch nicht mehr retten. Nicht, dass das jemals zur Debatte stand, denn hier war mal wieder nichts zu retten. Ich wage mal die Behauptung, dass Mad Max zumindest etwas besser wird.

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5 Antworten zu “Postapokalyptische Minderheitenrettung

  1. koppvonfraup Mai 14, 2015 um 10:33 am

    Bwahaha…sehr gut. Ich hab gerade neulich noch die Donnerkuppel gesehen und dabei gehofft, dass der neue Mad Max nicht der allerletzte Mist wird…nach den letzte Fortsetzungen der grossen Klassiker hab ich da allerdings eher ein flaues Gefühl…ich sag‘ nur Kristallschädel -___-

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    • filmschrott Mai 14, 2015 um 10:39 am

      Ich bin da auch eher skeptisch. Wobei ich bei Mad Max noch etwas Hoffnung habe. Im Gegensatz zu beispielsweise Jurassic World, bei dem ich mir absolut sicher bin, dass der richtig große Scheiße wird.

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