Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Telekinetische Teufelsaustreibung

Kennt ihr eigentlich noch Christian Slater? Der Typ, der in so Klassikern wie True Romance und Robin Hood mitgespielt hat? Nein? Kein Wunder, hat sich Slater doch scheinbar auf die Fahnen geschrieben, mit jedem neuen Film noch größere Scheiße als zuvor abzuliefern. Das jüngste Beispiel ist das heutige Machwerk, mit dem Titel:

WAY OF THE WICKED – Der Teufel stirbt nie! – USA/Kanada – 2014 92 Min.

Pfarrer Slater befragt irgendein Blag nach einer Schlägerei, bei dem der Geschlagene durch Telekinese den Angreifer erwürgt hat, oder so. Damit ist schon mal klar, dass das hier effekttechnisch mal wieder ganz großes Kino werden dürfte.

Vinnie Jones, seines Zeichens ehemaliger Fußballzertreter, ist ein Typ mit Albträumen, Tochter und Glatze. Mehr weiß ich noch nicht. Ich komme auf ihn zurück.

Tochter Heather sitzt im Alienkunde-Unterricht, oder Extraterrestrial-Sachkunde, oder Multi-Galaxielogie, oder wasauchimmer. Ein ehemaliger Bekannter von Heather ist zurück in der Stadt und hat voll den Plan von Aliens 101. Greg will Heather poppen, aber die ist noch unsicher, ob sie mit ihm auf den Abschlussball gehen soll. Der Neue findet das lustig. Greg haut ihm vors Maul wird dann aber zu Tode getelekinesiert.

Vinnie will ein Barbecue veranstalten. Warum redet der Vater eigentlich mit britischem Akzent, während Tochter Heather ganz klar aus einer Art Ghetto irgendwo zwischen New York und Vancouver zu kommen scheint, aber am Arsch der Welt im Wald wohnt? Komische Slangverteilung in den USA. Heather erzählt jedenfalls von dem Vorfall mit Robbie (so der Name des Rückkehrers, der nebenbei natürlich auch das Blag vom Anfang ist) und Greg, der doch noch lebt, aber im Krankenhaus liegt.

Heather quatscht mit Robbie, der natürlich nicht weiß, was mit Greg passiert ist. Der kommt dann vorbei gefahren (ich dachte, der wäre im Krankenhaus) und nimmt Heather mit zum See, um sich die Birne zuzukiffen … und Heather flachzulegen. Die hat aber nach wie vor keinen Bock, tritt ihm in die Eier und haut mit seinem Auto ab. Greg latscht durch die Natur und wird nachts im Wald von Robbie vertrimmt. Er latscht weiter und wird von einem führerlosen Traktor verfolgt, der ihn überfährt und zu Hackfleisch verarbeitet.

Vinnie wird zum Tatort gerufen, denn er ist ein Cop. Was für eine Überraschung. Da Heather Gregs Karre hat, muss Vinnie sie verhören. Ich muss nebenbei zugeben, dass Jones das hier gar nicht mal so schlecht macht. Nicht überragend, aber besser, als man von einem Ex-Rote-Karten-Rekordjäger erwarten würde.

Robbie quatscht Heather über Lilien voll, denn er ist nicht nur Außerirdischen-Experte, sondern scheinbar auch Flora-Spezialist. Naja, bla und so, nix Aufregendes hier. Dann wird Robbie von Vinnie befragt, wo aber auch nix bei rum kommt, außer die Erkenntnis, dass Robbie ein Arschloch ist und sich von Heather fernhalten soll. Daran hält er sich dann sogar und …

Hey, es ist Pfarrer Slater! Nach nur fast 1 Stunde ist er wieder da. Er labert mit Vinnie über den Fall und bietet seine Hilfe an, weil das ja alles nicht normal ist und so. Er erklärt, dass alles vorhergesehen ist und bringt als Beweis irgendwelche Schriften mit, die vom „Child Of The Wicked“ erzählen, dass natürlich Robbie sein soll. Slater hat Robbie verfolgt und Indizien gesammelt. Vinnie ist eher unüberzeugt von dem Schwachsinn. Geht mir genau so.

Slater verreckt dann fast auf dem Heimweg und es ist klar: Robbie wars. Ich finde ja, als Pfarrer sollte man nicht so besessen von einer Person sein, aber was weiß ich schon davon.

Gregs Freunde wollen Robbie verprügeln, werden aber natürlich vom Teufelssohn telekinetisch durch die Gegend geschleudert. Vinnie und Slater stellen Robbie zur Rede, der meint, dass der Cop und der Priester ihre eigene Sitcom haben solten. Uh, das war fast lustig.

Robbie zeigt Heather seine hellseherischen Fähigkeiten, indem er hervorsagt, was sie zu essen bestellen wird. Beeindruckend. Kurz vorm Poppen kommt Vinnie nach Hause und schmeißt Robbie raus. Heather haut nachts natürlich heimlich ab.

Slater ruft Vinnie an und erklärt, dass des Teufels Telekinesemeister laut Legende zwei Engel killen wird und einer davon ist Heather. Dann wird er von seiner Kette erwürgt. Das macht ungefähr 5 Minuten Screentime für Slater. Kein Wunder, dass er auf dem Filmcover abgebildet ist.

Showdown aufm Friedhof. Wo sonst. Robbie will Vinnie für Heather abknallen, aber eine telekinetische Anomalie schlägt ihm die Waffe aus der Hand und Vinnie knallt ihn ab. Und dann der große Schocker: Heather ist das Teufelsblag! Wow, diese Auflösung war … völlig unspektakulär.

Vinnie hängt seinen Job an den Nagel, um sich um seine Dämonentochter zu kümmern, die scheinbar sehr pflegebedürftig ist, oder so. Jedenfalls leben sie glücklich und zufrieden, bis zum nächsten Mord.

geklärt wurde nebenbei gar nix. Wer war Robbie? Warum ist Heather die Teufelstochter? Warum macht Christian Slater nur noch Scheißfilme? Wir werden es wohl nie erfahren.

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8 Antworten zu “Telekinetische Teufelsaustreibung

  1. Wortman Mai 7, 2015 um 6:21 am

    Bei der Überschrift habe ich erst gedacht, da kommt jetzt Star Wars 😆

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  2. Die Poe Mai 7, 2015 um 6:57 am

    Aber ich muss Christian Slater mal kurz in Schutz nehmen. „Very bad things“ fand ich nicht schlecht und da hat er auch mitgespielt 🙂

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  3. Pingback: Schrott Awards 2016 – Filme | Filmschrott

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