Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Virtuell-realer Levelaufstieg Stufe 1 bis 10

Virtual Reality, oder wie wir auf Deutsch sagen: Dieses komische Computergedöns, ist momentan in aller Munde. Oculus und der ganze Quark ist eben der heißeste Shit. Dabei ist es eigentlich gar nicht so neu. Schon vor 20 Jahren ging es in der virtuellen Realität so richtig ab, wie der heutige Film beweist.

VIRTUAL COMBAT – Grid Runners: Im Wettlauf mit der Zukunft – USA -1995 – 97 Min.

Der Spaß beginnt mit David Quarry, der seine Kampfkünste in der virtuellen Realität trainiert. Dass es sich um die virtuelle Realität der 90er handelt, erkennt man an den tollen Lichteffekten, auf die jeder Lasershow-Veranstalter stolz wäre. Nach Level 7 wird es David zu langweilig und er springt direkt zu Level 10, in dem einfach alles in rotes Licht getaucht ist. Leider kämpft er nicht gegen kampferprobte Nutten, sondern gegen einen komischen Spaten mit Maske, der unbesiegbar ist.

Da er ständig an Level 10 scheitert, schlägt John vor, dass David lieber mal Cybersex ausprobieren soll. Der ist eher abgeneigt.

Stattdessen probiert das ein Ehepaar mal aus. Bei denen muss es ja echt laufen.

Eine Hacker-Gruppe lädt sich illegal die ganzen Cyberpornos runter, kriegen aber von David, der selbstverständlich ein Cop ist, und seinem Partner vor die Fresse.

Dr. Campbell hat eine Methode entwickelt, wie er die Cybernutten in die Realität transferieren kann. Zusätzlich hat er auch noch ein virtuelles Hundehalsband erfunden, mit denen man auf Knopfdruck der Ische entweder Schmerzen zufügen, oder sie komplett löschen kann. Neben einer Standard-Prostituierten wird auch noch schnell eine Cyberdomina runtergeladen. Die sollen dann irgendwohin gebracht werden.

OH NO! Der Endgegner aus Level 10 ist plötzlich auch in der realen Welt. Hätte nebenbei geholfen, dem vielleicht noch ein Schauspiel-Programm draufzuladen. Nicht mal der Genickbruch am Doktor sieht gut gespielt aus. Dante, so der Name des Endbosses, nutzt dann seine mentalen Fähigkeiten, um Kontakt mit der Cybernutte aufzunehmen und … äh, nix.

John trifft Dante und wird gekillt. Da David der Sache nicht nachgehen darf, kündigt er. COME ON! Das ist doch nun wirklich die billigste Nummer, die man bringen kann. Ach nee, die billigste Nummer, die man bringen kann, ist die Witwe mit Baby. Ratet mal, welche Szene als nächstes kommt.

David will den Tatort inspizieren, aber da er kein Cop mehr ist, darf er nicht. Aber er kann zumindest den Notruf anhören, den John noch absenden konnte und kommt dadurch auf das virtuelle Trainingsprogramm. Hä? Wie? Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich bin schon wieder völlig überfordert. Jedenfalls fährt er zum Entwickler des Programms.

Die Cyber-Tussis werden eingesperrt. David kommt beim Virtual-Reality-Schuppen an und kämpft erst mal gegen tausend Typen. Dante macht derweil wieder den Nuttenflüsterer und bricht dann ebenfalls zum VR-Gebäude auf.

Die Cyberweiber brechen aus. Es folgt eine völlig zusammenhangslose Aneinanderreihung von VR-Kampftraining.

Die Cybernutte landet irgendwie, irgendwo, wo irgendwann auch David gelandet ist und er befreit sie von dem Halsband. Es folgt das übliche Geschnulze und David hat Cybersex, ohne es selbst zu wissen. Immerhin gibt es Brüste zu sehen. Man muss hier ja nehmen, was man kriegen kann.

Und dann gibts mal wieder Senge für die Bösen. Glücklicherweise hat die Cyberhure den schwarzen Gürtel nicht nur in Kamasutra, sondern auch in anderen Kampsportarten. Anschließend erzählt sie ihm, dass sie ein virtueller Klon ist und Dante der Mörder von John ist. Sie führt ihn in Dantes Todeskeller, wo er erst mal die Cyber-Peitscherin erledigen muss. Dante entkommt und die Cybernutte wird vom VR-Chef entführt, der ihr ein neues Halsband anlegt und sie mit seinem Joystick spielen lässt.

David schleicht ins VR-Hauptquartier, vermöbelt alles und jeden, rettet die Cyberlutscherin und die erledigt den Chef, indem sie ihm das Halsband umlegt und auf den Kill-Button drückt.

Dante ist dann natürlich am Start und tötet die Cyber-Flohhalsband-Hasserin mit einem weiteren Genickbruch. David findet das gar nicht gut und versucht sich ein letztes Mal an Level 10. Einige unfassbar schlechte und unendlich lange Kampfchoreografien später, gewinnt David völlig unspektakulär, indem er einfach mit beiden Beinen voran auf seinen Gegner springt. Was zur Hölle war denn das für ein beschissenes Finale?

Zum Abschluss trifft sich David in der virtuellen Realität mit der Cybernutte zum Cybersex. Das wird aber leider nicht mehr gezeigt. Wäre immerhin eine kleine Entschädigung gewesen für die verschwendete reale Lebenszeit durch diesen Streifen.

Aber immerhin haben wir gelernt, dass Level 10 immer der schwierigste ist.

Advertisements

6 Antworten zu “Virtuell-realer Levelaufstieg Stufe 1 bis 10

  1. Wortman März 26, 2015 um 6:31 pm

    Level 10… Bei WoW gibt es weitaus höhere Level habe ich mir sagen lassen 😉

    Gefällt mir

  2. olivesunshine91 März 26, 2015 um 9:11 pm

    Wie hältst du es eigentlich aus, immer bewusst solche Schrottfilme zu schauen? Ich hab da wirklich großen Respekt vor!

    Gefällt mir

  3. Pingback: Schrott Awards 2016 – Sets | Filmschrott

Diskutiert den Schrott

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: