Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Media Monday #193

Lange vor dem Media Monday gab es mal einen Montag, der nicht so zum Kotzen war, wie all die anderen Montage. Aber ich kann mich nicht mehr genau erinnern. Muss ein Feiertag gewesen sein und ich habe mich einfach Sonntags betrunken. Die Zeiten sind vorbei. Mittlerweile sind die Montage immer noch scheiße, aber zumindest lege ich mit dem Media Monday nen guten Start hin, nach dem es dann steil abwärts geht.

 

1. Wenn einer eine Reise tut: Abenteuerfilme, in deren Verlauf der Protagonist die halbe Welt bereist können ziemlich unterhaltsam sein, wenn der Protagonist zum Beispiel nach einem Hund benannt ist. Allerdings gibt es auch Gegenbeispiele. Ich habe letztens mal irgendwann den Klassiker In 80 Tagen um die Welt mit dem großartigen David Niven reingeschmissen. Und meine Fresse, ist der Film lang- und weilig. Nach der Hälfte hatte ich schon das Gefühl, 80 Tage wären vergangen. Dabei waren es natürlich nach der Hälfte erst 40. Die andere Hälfte steht mir noch bevor, aber ich drücke mich. Ich bin ja bekanntlich absoluter Remake-Hasser, aber diese Geschichte könnte man wirklich noch mal neu auflegen und dann eben in normaler Filmlänge erzählen. Oder man macht einfach eine neumodische Version: In 80 MInuten um die Welt, wo der Protagonist einfach ins Flugzeug steigt und ein mal um den Planeten fliegt. Wäre zwar uninteressant, aber immer noch aufregender als dieser Streifen.

2. Mystery schön und gut, aber M. Night Shyamalan übertreibt es mit der Geheimniskrämerei und den Rätseln dermaßen, dass die Auflösung am Ende meistens total lahmer Bullshit ist, weil ihm dann doch nix besseres mehr eingefallen ist. Mittlerweile hat er sich ja von dem Genre auch mehr oder weniger verabschiedet, aber bis auf Sixth Sense und mit Abstrichen The Village waren die Twists am Ende immer völliger Blödsinn und eigentlich gar keine Twists, wenn ich es mir recht überlege. Ich hatte bei seinen Filmen zum Schluss immer das Gefühl, dass er eine Grundidee hatte, aber kein Ende und dachte, bis ich das Ganze abgedreht habe, fällt mir sicher nocher was tolles ein. nur war das leider nie der Fall und deshalb bekamen wir Anti-H2O-Aliens, die auf einem Planeten landen, der zu einem Großteil aus Wasser besteht und Pflanzen, die die Menschen bekämpfen, aber dann einfach keinen Bock mehr haben.

3. Die wohl ungewöhnlichste, einfallsreichste und einzigartigste Serienepisode gab es in der Serie Lost (Ha, die habt ihr bestimmt schon in der Frage hier drüber erwartet, aber so leicht mach ich es mir nicht. Außerdem mag ich die Serie nach wie vor, auch wenn die Macher sich in ihren Mysterien völlig verheddert haben.) Und zwar gab es diese Folge in der äußerst schwachen Staffel 4, als Desmond Humes Verstand, auf dem Weg zum Frachter im Hubschrauber plötzlich durch die Zeit springt. Die ganze Episode ist extrem cool inszeniert, tatsächlich durchdacht und bietet neben Zeitreisen auch noch die am besten funktionierende Lovestory innerhalb der Serie. Das war Lost vom Feinsten. Leider war der Rest der Staffel ziemlich schwach und so richtig hat sich die Serie dann auch nicht mehr erholt.

4. Adaptionen haben ja gemeinhin nicht den besten Ruf, doch im Falle von ____ gefällt mir die Neuinterpretation noch weit besser als die Vorlage, denn ____ . Bah, geh wech.

5. Fadenscheinigstes Plot Device – auch MacGuffin genannt – ____ . Ohne Scheiß, ich lese dauernd irgendwo was von MacGuffins und weiß bis heute nicht, was das eigentlich ist. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich den Namen so unendlich kacke finde, dass es mir einfach scheißegal ist.

6. Robin Hood von Walt Disney als Film/Serie/Buch ist erschreckend schlecht gealtert, denn als Kind habe ich den Film geliebt und hatte letztens richtig Lust, den mal wieder zu gucken, nachdem ich ihn und andere Disney-Klassiker, die normalerweise gefühlt 42 Euro pro DVD kosten, für jeweils 5 Euro gekauft habe, weil Real nen guten Tag hatte, aber habe dann festgestellt, dass der Film einfach überhaupt nicht mehr funktioniert, denn die Gags sind quasi nicht vorhanden, die Story wirkt völlig lahm runtergepult und Reinhard Mey als singender Gockel macht es auch nicht gerade erträglicher. Immerhin hat es dafür gereicht, hier den längsten Satz der Welt hinzuschreiben. Das muss ja auch für irgendwas gut sein.

7. Zuletzt gesehen habe ich Spiele mit Bart Phantasmagoria 2 auf RocketB.E.A.N.S. TV und das war einfach wie immer herrlich trashig, weil das Spiel völlig banane ist, sich gleichzeitig aber total ernst nimmt. Eben die Defintion von Trash. Leider gibt es nur noch eine Folge, dann hat der Wahnsinn ein Ende.

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13 Antworten zu “Media Monday #193

  1. koppvonfraup März 9, 2015 um 8:07 am

    Gute Montage…ich habe schon gedacht, es handle sich hierbei nur noch um ein vages Gerücht…lang, lang muss es her sein…Signs fand ich damals gar nicht sooo übel…aber auch das ist lange her…

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  2. Wortman März 9, 2015 um 8:55 am

    Ich bin auch kein Fan von Remakes… Lasst gefälligst die Finger von den Originalen!
    Lost habe ich damals ausgelassen…

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    • filmschrott März 9, 2015 um 11:58 am

      Lost war schon geil, nur leider zu lang. Hätte man nach 3 oder 4 Staffeln Ende gemacht, hätte man sich wohl nicht so extrem in den eigenen Mysterien verlaufen. Zum Schluss hatte man einfach viel zu viele Rätsel und Fragen aufgeworfen, um die alle zufriedenstellend aufzulösen. Trotzdem immer noch ne sehr gute Serie. Kann man immer noch gut gucken.

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  3. greifenklaue März 9, 2015 um 10:36 am

    Unbreakable fand ich im Kern nicht schlecht – aber beim zweiten Sehen zu langatmig.

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    • filmschrott März 9, 2015 um 12:00 pm

      Ah ja, Unbreakable vergesse ich irgendwie immer, wenn es um Shyamalan geht. Das war einer seiner besseren. Hab ihn aber kein Zweites mal gesehen, wie auch Sixth Sense nicht. Das Problem bei seinen Filmen ist auch, dass sie ihren Reiz verlieren, wenn man ein mal das Ende kennt. Die Leben einfach zu stark vom Überraschungseffekt zum Schluss.

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  4. bullion März 9, 2015 um 12:10 pm

    Ich mag „Signs“! Eine tolle Atmosphäre und einmal ein ganz anderes Invasionssetting. Hat mir extrem gut gefallen. Das Ende dagegen? Naja, kann man sich schenken… aber das „Lost“-Finale fand ich noch schlimmer! 😉

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  5. jacker März 9, 2015 um 6:20 pm

    Ich bin bei Shyamalamadingdong nach THE VILLAGE endgültig ausgestiegen. Bei dem was ich so gehört habe (Pflanzen) war das auch ganz gut so.

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  6. Hape März 9, 2015 um 8:49 pm

    #1
    Banause 🙂
    #6
    Du hast recht, der war nicht so gut animiert, aber die Stimmen sind klasse.
    Peter Ustinov als Prinz John und Oliver Rohrbeck als der kleine Hase „Skippy“ mit seinem ersten (?) Auftritt. Mein erster Kinofilm übrigens. Den (muss) ich wohl verteidigen 🙂

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    • filmschrott März 9, 2015 um 9:55 pm

      #1 Ich habe normalerweise echt kein Problem mit Filmklassikern aller Art und hole auch immer wieder gerne was nach, egal wie alt es ist, aber der Film ist einfach nur todlangweilig.
      #6 Kein Problem, ich finde ihn ja auch nicht richtig schlecht, er hat halt nur einfach nicht mehr funktioniert bei mir. Schade, aber was will man machen.

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