Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Winterlichwarme Reisemöglichkeiten

Es weihnachtet sehr.

Naja, eigentlich überhaupt nicht. Kein Schnee. Stattdessen schlichtes Pisswetter. Irgendwas scheint an der Erderwärmung doch dran zu sein.

Wie passend, dass es auch im diesjährigen Weihnachtsschrottfilm eher heiß zugeht.

I’LL BE HOME FOR CHRISTMAS – Eine wüste Bescherung – USA – 1998 – 86 Min.

Starring: Der mittlere Taylorspross und die älteste Riveratochter

Weihnachten steht bevor und die Sonne scheint. Damit hätten wir schon mal das erste Problem. Kein Schnee. Weitere werden folgen.

Jake hilft seinem Freund aus dem Schulspind und geht dann zu seiner Freundin Allie, die aber keine Zeit hat, weil sie im vollen Hysteriemodus lernen muss. Scheint dann aber doch nicht so wichtig zu sein, denn die beiden latschen einfach durch die Gegend.

Nachdem ein paar stereotype Schulcharaktere, die im weiteren Verlauf keine Rolle mehr spielen werden, und Jakes Eltern eingeführt wurden, die extrem nerven, weshalb Jake wahrscheinlich auch keinen Bock hat, über Weihnachten nach Hause zu fahren, sich aber überreden lässt, weil sein Vater ihm nen Porsche schenken will, muss Jake noch kurz ein paar Volltrotteln beim bescheißen während eines Tests helfen. Das geht aber schief, weil Eddie, der ganz dringend Allies Giftbox öffnen will, ihn davon abhält.

Party. Rachetime. Die Bescheißer fühlen sich betrogen und schaffen Jake im Weihnachtsmannkostüm in die Wüste.

Allie wartet auf Jake, der natürlich nicht auftaucht. Eddie nutzt die Chance und nimmt Allie mit nach New York.

Jake latscht derweil durch die Wüste und wird von einem Geier verfolgt. Aber selbst der Geier hat keinen Bock mehr auf den Streifen hier und macht sich lieber mit einem Geiermädel vom Acker. Jake kommt zu ner Tankstelle am Arsch der Welt und ruft zu Hause an. Sein Vater glaubt ihm kein Wort und Jake flennt bei alten Tussis rum, damit die ihn mitnehmen. Nach einigen großartigen Gags mit rausfallenden Gebissen, macht sich Jake unbeliebt und wird aus der Karre geschmissen.

Jake steht trampend an der Straße und sieht Allie an der Tanke gegenüber, kann aber die Straße nicht überqueren. Also stellt er sich wieder mit seinem „Reindeer On Strike“-Schild an die Straße. Den Gag findet aber niemand komisch, was durchaus nachvollziehbar ist, und er wird fast von einem Van überfahren, weil ein Typ nach einer Scheibe Wurst auf dem Boden des Wagens sucht. Als Wiedergutmachung nimmt er ihn mit und kurz darauf verfolgen sie Eddie und Allie, die im Auto einen beschissenen 90er-Popsong mitsingt. Die Cops finden Verfolgungsjagden nicht so cool und halten den Van an. Deshalb verkleidet sich der Fahrer als Elf von Santa Jake und man kann den Cop überreden, mal ne Ausnahme zu machen und keinen Strafzettel zu verteilen. Die Ausrede, dass man auf dem Weg zu nem Kinderkrankenhaus war, stellt sich aber als Fehler heraus, denn der Polizist kommt mit und man muss wirklich zum Krankenhaus, wo Santa Jake sich die Wünsche aller Blagen anhören muss.

Stunden später (nicht nur im Film, sondern gefühlt auch in Realzeit), will der Cop, dass Santa Jake seine Frau überredet, dass sie über Weihnachten zurück zu ihm kommt. Jake geht im Tausch für eine Busfahrkarte nach New York darauf ein. Die Aufgabe stellt sich als etwas schwierig heraus, aber Jake hat Plan B und schreibt dem Cop einen Song, den er zur Melodie von Oh Tannenbaum für die Alte singt.

Nach dieser fürchterlichen Gesangseinlage geht es zu Eddie und Allie, die irgendwelche Scheiße labern und auf einem Weihnachtsmarkt anhalten.

Jake probt ein paar verstörende HO HO HOs. Dann sieht er zufällig im Fernseher, wie sich Allie und Eddie küssen, weil sowas natürlich unbedingt im TV gezeigt werden muss.

Eddie und Allie kriegen zufällig die Honeymoonsweet.

Jake findet im Bus zufällig eine Leber, die unbedingt ins Krankenhaus muss, um einem Mädchen das Leben zu retten.

Weil das noch nicht genügend Zufälle waren, fährt der Bus zufällig am Hotel vorbei, in dem Eddie und Allie pennen, und Jake schleicht sich rein. Palaver und Bla, Jake erzählt, dass er den Porsche kriegt, wenn er es nach Hause schafft. Allie ist angepisst und nimmt Jakes Platz im Bus.

Jake muss dann mit Eddie fahren und beide gehen zu einem weiteren beschissenen 90er-Pop-Song steil. Eddie schmeißt Jake dann aber aus der Karre, weil … äh, einfach so. Sonst würde er es ja nach hause schaffen und der Scheiß hier wäre vorbei.

Jake landet auf dem großen Weihnachtsmanncharitymarathon und läuft natürlich mit und gewinnt selbstverständlich.

Eddie wird verhaftet, weil er ein paar, als Christbäume verkleidete, Bullen anmacht.

Jake kommt zum Flughafen, kann aber nicht mitfliegen, weil er sich nicht ausweisen kann, also fliegt er in einem Hundezwinger zusammen mit Ringo mit. Aus dem Zug wird er rausgeschmissen, weil er kein Ticket hat. Also rennt er über den Highway, da das aber zu lange dauert, hängt er sich einfach auf das Dach eines Autos.

Anschließend klaut er einen Schlitten mit Pferdegespann von der Weihnachtsparade und fährt zu Allie. Mit ihr wartet er dann vor der Tür seiner Eltern, damit er zu spät kommt und den Porsche nicht kriegt. Lesson learned und so. Bla.

Was für ein unlustiger Haufen Müll. Genau das richtige für Weihnachten, würde ich sagen.

Und damit verabschiede ich mich erst mal in eine Blog-Pause. Im neuen Jahr gehts dann weiter. Bis dahin: Frohe Ostern, oder sowas in der Art.

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2 Antworten zu “Winterlichwarme Reisemöglichkeiten

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