Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Nutzloses Filmwissen #11

Man lernt nie aus.

Obwohl der Titel „The Thin Man“ sich nicht auf den von William Powell gespielten Protagonisten bezog, sondern auf die Leiche, bezeichneten Kritiker und Fans immer Powells Charakter als der dünne Mann. Deshalb behielten alle Fortsetzungen den Titel im Namen.

Viel verwunderlicher ist aber eigentlich, dass es überhaupt Fortsetzungen gab. Denn eigentlich war die Produktion als billiger B-Movie angelegt (ja, die gab es auch 1934 schon) und wurde mal eben nebenbei in 2 Wochen abgedreht. Manchmal sind es eben die vermeintlich kleinen Filme, die den größten Erfolg haben.

Ein ähnliches Beispiel ist „Terminator“, für den James Cameron nur ein geringes Budget vom Produktionsstudio Orion zur Verfügung gestellt bekam, die den Film nur als Billigproduktion ansahen, um ein paar Dollar zu machen, was unter anderem dazu führte, dass das Studio darauf beharrte, den Film direkt nach der Explosion des Tanklasters enden zu lassen. Cameron stellte sich aber quer und zog sein Ende durch. Allerdings weigerte sich Orion Werbung für den Film zu machen. Arnie ist deshalb bis heute angepisst.

Übrigens war „Terminator“ eine der ersten Rollen für Stan Yale. Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich: Wer zur Hölle ist Stan Yale? Nun, er ist der Obdachlose, dem Reese am Anfang die Hose klaut. Von den 32 Produktionen, in denen Yale mitwirkte, war er ganze 18 mal ein Obdachloser. Das nennt man dann wohl Typecasting.

Oh, und wenn ihr die Welt mal aus den Augen des Terminators sehen wollt, und zufällig noch einen Apple II Computer besitzt, gebt doch mal ] call -151 * p in den Grundeinstellungen ein.

Wo wir gerade bei Computern sind: Ein Jahr vor dem Terminator, verursachte Matthew Broderick beinahe den dritten Weltkrieg in „War Games“, indem er sich in einen Militärcomputer hackte und das ganze für ein Spiel hielt. Zur Vorbereitung schickte man Broderick die Arcadeautomaten von Galaga und Galaxian nach Hause. So würde ich mich auch gerne mal auf die Arbeit vorbereiten.

Broderick schien die Hackerei nebenbei gefallen zu haben, denn, wie in „War Games“, hackte er sich drei Jahre später auch in „Ferris macht blau“ in den Schulcomputer, um seine Schulnote zu ändern.

Am berühmtesten in „War Games“ ist aber wahrscheinlich der Tunnel, durch den man zu NORAD gelangt. Denn durch diesen Tunnel geht es nicht nur zu NORAD, sondern auch nach Toontown in „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ und in einen Pferdemistlaster in „Zurück in die Zukunft 2“.

Der Tunnel muss magisch sein. Falls ihr mal im Griffith Park in Los Angeles seid, lauft doch mal durch und lasst euch überraschen, wo ihr landet. Ich hoffe, es ist nicht der Mistlaster.

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3 Antworten zu “Nutzloses Filmwissen #11

  1. Wortman November 13, 2014 um 11:04 pm

    Yale erging es wohl so wie Brion James. Über 400 Filmrollen aber nie eine wirkliche Hauptrolle…

    Gefällt mir

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