Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Monatsarchive: Oktober 2014

Bloody Mary – Horrorctober 2014

Wir kennen das alle. man steht vor dem Spiegel und plötzlich fängt man an, mit seinem Spiegelbild zu quatschen. Man erzählt von seinem Tag, was man so alles erlebt hat und … Oh, ihr macht das nicht? Na gut, bin ich wohl der Einzige. Was ich aber noch nie in einen Spiegel gesagt habe, ist:

BLOODY MARY – USA – 2006 – 93 Min.

Wie jeder gute Spiegelfilm, beginnt auch dieser in einer Klapsmühle am Arsch der Welt. EIn junges Mädel macht sich nackig, um irgendeine Mutprobe zu bestehen. Warum man dafür nackt sein muss, erschließt sich mir nicht ganz, aber irgendwo muss man ja Titten einbauen und vielleicht gibt es dazu später keine Gelegenheit mehr. Sie latscht durch nen dunklen Keller zu nem Spiegel, der jeden Moment auseinanderzubröseln droht, und sagt den Bloody Mary Spruch ungefähr 42 Mal. Ich dachte immer, man muss das nur drei Mal sagen. Jedenfalls freuen sich die oben wartenden Ischen, weil sich unten ein Typ versteckt hält, um die nackte Tussi zu erschrecken. Gekicher, als die Schreie nach oben dringen und Verwunderung, als der Typ, der sich unten verstecken sollte, plötzlich hinter ihnen steht. Es ist schnell klar: Im Keller wohnt Marie Blutig, ein armes Mädchen, mit dem grausamsten Nachnamen, den man sich vorstellen kann. Naja, oder sowas in der Art. Jedenfalls dürfte die Mutprobe bestanden, aber das Mädel einen Kopf kürzer sein. Voller Erfolg, würde ich sagen.

Die Polizei sucht nach der Vermissten. Die Freundinnen verraten natürlich nichts, weil sie glauben, dass Mary sie beschützt, so lange sie an sie glauben. Hä? Hier macht ja schon wieder gar nichts mehr Sinn.

Naja, die Tussen entscheiden dann, dass es doch ganz gut wäre, den Spiegel abzuhängen, aber Jenna, die Anführerin des Bitch Squad schlägt eine von ihnen hinterrücks nieder und sperrt sie in den Keller. Die rennt dann etwas durch die Gegend – immerhin ha Jenna sie vorher nicht ausgezogen – aber Mary macht sie selbstverständlich platt.

Irgendwelches Gelaber unterbricht den Fluss des Films und führt zu gar nix, weil man mal wieder nicht weiß, was die Leute eigentlich wollen. Außer Natalie, die Schwester des ersten Opfers, die halt ihre Schwester sucht. Und Paul, der … gerade nackt in seinem Wohnzimmer steht und ein Selbstporträt malt. Das musste ich jetzt nun wirklich nicht sehen. Jedenfalls will er Natalie helfen, aber dazu kommt er nicht mehr, denn er guckt in nen Spiegel und danach nie wieder etwas an.

Natalie recherchiert in der Klapse und fragt Hillary aus, die übelst rumspackt, als sie sich auf einem Foto mit der verschwundenen Nicole sieht. und alle anderen spasten mit.

Wo sie sowieso gerade in der Ballaburg ist, muss natürlich auch Natalie einen an die Klatsche kriegen und sieht Nicole durch die Gänge latschen. Jenna labert Nat auf Hillary an und erklärt, dass sie einen an der Waffel hat. Na wow, was für eine Erkenntnis. Ich glaub, ich hätte Arzt werden sollen. Diese Diagnose hätte ich auch noch stellen können.

Hillary tickt schon wieder aus, als sie in den Spiegel guckt. Sieht aber auch fertig aus, das Weib. Da würde ich auch erschrecken. Ach, und Marie kommt auch vorbei.

Einer von den Bekloppten hat einen Anhänger im Keller gefunden. Natalie erkennt ihn als den, den sie Nicole vor vier Jahren geschenkt hat. Also auf, zur Erkundung der Katakomben. Jenna haut Cooper vors Maul, weil der nicht mit da runter geht, um Mary zu beschützen. ICH RAFFE DIE HANDLUNG NICHT! Cooper hat jedenfalls keinen Bock, sich die Augen ausreißen zu lassen und bleibt lieber oben.

Natalie und die Doktoren finden den Spiegel und … gehen. Yay! Spannung pur hier.

Doktor NoUseForAName erklärt dann von einer ehemaligen Patientin namens Mary und den Rest kennt man ja. War behämmert, starb hier, Leiche nie gefunden, bla.

Jenna labert mit Insasse Johnny, der angeblich mit Mary reden kann, die sehr zufrieden mit Jenna ist. Noch zufriedener wäre sie allerdings, wenn Jenna mal eben Natalie umnietet.

Es ist Nacht und Jenna steht nackt mitten in der Klapse, um zuzusehen, wie Mary Cooper niedermetzelt. Am nächsten Tag versammelt sich die Sisterhood Of Insanity im Umkleideraum, um zu beschließen, wer denn jetzt Nat um die Ecke bringen soll. Jenna hat schon die ganze Arbeit gemacht, deshalb wählt sie Shelby aus, die eher nicht begeistert ist. Aber irgendwie hat sie auch keinen Bock darauf, wie Nicole nackt im Keller eingesperrt zu werden, deshalb sagt sie zu.

Stattdessen geht sie aber zu Nat und erzählt ihr alles. Und warnt sie, dass sie Marys nächstes Opfer sein wird. Nat fährt mit ihr zu den Bullen. Sheriff Bobby glaubt kein Wort, weil er noch der Normalste in der Geschichte ist. Shelby ist kurz darauf nebenbei hinüber, aber das war ja eh klar.

Bobby und Natalie fahren nach Klapsenhausen, obwohl Bobby gerade noch meinte, dass das alles Quatsch ist. Man kann ja seine Meinung auch mal ändern. Bobby labert mit dem Doktor. Jenna vermöbelt Natalie im Keller. Der Doktor erwürgt Bobby und Mary reißt Jenna ein Auge aus, weil … was weiß denn ich. Bobby erschießt den Doc und Nat zertrümmert den Spiegel mit nem Hammer. Und das war’s jetzt? War ja aufregend.

Ich muss das hier mal kurz Revue passieren lassen: Jenna ging also irgendwann in den Keller und laberte mit dem Spiegel. Dann kam eine verweste Tuse angelatscht und sagt: „Hallo, ich bin die Hippie-Marie aus den Siebzigern und ich fänd es echt dufte, wenn du mir ein paar nackte Weiber ins Kellerloch schmeißen könntest. Dafür metzel ich dich nicht nieder.“ Jenna geht darauf ein und versammelt eine Horde von geisteskranken Krankenschwestern um sich, die bei der Scheiße mitmachen. Am Ende wird sie aber völlig grundlos selber von Mary gekillt. BESTE. HANDLUNG. EVER!

Hier ist die Horrorctober Übersicht.

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Living Dead On A Plane – Horrorctober 2014

Nachdem mir der Spinnenfilm gar nix gegeben hat, geht der Horrorctober weiter mit:

FLIGHT OF THE LIVING DEAD: OUTBREAK ON A PLANE – Plane Dead: Der Flug in den Tod – USA – 2007 -94 Min.

Irgendwie lernt man erst mal die Charaktere kennen, wenn man das denn so nennen kann. Da sind die beknackten Stewardessen, die uninteressierten Piloten und die eigenartigen Wissenschaftler, die spezielles Gepäck dabei haben, das wohl von einem bewaffneten Soldaten bewacht wird. So weit, so gut. Irgendwo werden auch mal wieder Namen durch die Gegend geworfen, aber die interessieren mich schon lange nicht mehr.

Über die Fluggäste hülle ich direkt mal den Mantel des Schweigens. Nur so viel: Natürlich sind auch wieder die pseudocoolen Teenager auf Urlaubsreise dabei. Denen wird erst mal der Ball von einer Stewardess weggenommen, was dazu führt, dass einer von ihnen fast zu weinen anfängt. Buhu!

Nicht zu vergessen, der Z-Promi, der … irgendwas prominentes gemacht hat. Was weiß denn ich.

Und Abflug. Der gestaltet sich direkt als ziemlich schwierig, weil man mitten im Gewittersturm startet. Ist ja selbstverständlich. Im Gepäckraum fliegt alles durch die Gegend und der Wachmann im Nuklearschutzanzug hackt sich das Bein auf.

Irgendwo schwallen irgendwelche Typen über irgendeinen Moskitovirus. Wir wissen, wo das hinführt.

Aus dem Gepäck kommt … eine heiße Tussi? Sieht gar nicht wie ein Zombie aus. Allerdings hat sie ganz schön Kopfschmerzen und kann die Stewardess nicht nach nem Aspirin fragen. Der Wachmann hört sie und ballert einfach mal im Frachtraum rum, weil das in einem Flugzeug immer eine gute Idee ist. Immerhin beendet er damit die Kopfschmerzen des Mädchens. Was dann kommt ist klar, oder? Zombie! Der Wachmann ist hinüber.

Das Unwetter wird schlimmer und … oh Gott! Eine Nonne schüttet sich Wein über die Kutte. Das kriegt man nie wieder raus. Langsam werden die Leute panisch, nur die Quotenblondine findet alles lustig, weil sie eben doof ist. Ihr wisst schon, Klischees und so.

Der Co-Pilot muss dann mal nach unten, um, äh, keine Ahnung was zu machen und da sind eben die Zombies. Zur Unterstützung nimmt er sich die Wissenschaftler mit, die direkt in Panik geraten, als sie die leere Kiste sehen, in der die Aspirinfrau hockte. Jemandem davon erzählen können sie aber nicht mehr, denn AAARGH!

Oh, zwei der Teens wollen auf der Toilette poppen. Das ist nie ein gutes Zeichen. Nicht für sie, weil Zombies und nicht für mich, weil tausend mal gesehen. Immerhin werden sie von einer Stewardess zurück zu ihren Plätzen geschickt. Dadurch war die Szene wiederum völlig sinnlos, aber was soll’s.

Der Co-Pilot kommt wieder nach oben und will, dass das Flugzeug sofort landet, weil sonst alle sterben werden. Währenddessen trauen sich die anderen Wissenschaftler in den Frachtraum, um mal nach dem rechten zu sehen. Natürlich werden sie von den Zombies angegriffen. Dabei ballert einer durch die Decke und erschießt eine Stewardess, die nur Tomatensaft verteilen wollte. Dann sind die Zombies auch schon oben und es geht richtig zur Sache.

Irgendwie kann man einen Teil der Zombies wieder in den Frachtraum sperren, das nützt aber wenig, denn die ganzen Gebissenen sitzen noch da rum. Nach und nach erwischt es dann einen nach dem anderen und ich muss ja zugeben, dass ich zumindest irgendwie gespannt bin, was die da jetzt noch eine halbe Stunde bringen wollen.

Die Nonne betet, dass sie noch ein Geistesblitz ereilt, um den Weinfleck rauszukriegen, während der Z-Promi Zombies mit einem Golfschläger verdrischt.

Die paar Leute, die noch nicht rumsabbern flüchten dann in einen Schacht, der irgendwohin führt, wo es wohl sicher sein soll. Die Kutte der Nonnen wird noch mehr eingesaut. Der Pilot ist so dämlich, den gebissenen Co-Piloten ins Cockpit zu lassen und damit ist das Flugzeug natürlich führerlos. Welcher Klischeehorst wird das Flugzeug landen? Ist das spannend.

Die spannende Frage, wer das Flugzeug wohl fliegen kann, hält mich wach.

Die Quotenblonde ist es nicht, denn die geht gerade drauf. Ich hätte aber sowieso kein Geld auf sie gesetzt.

So, wie sieht es aus. Eine Gruppe kriecht durch die Schächte. Eine andere hat sich in der Toilette eingeschlossen. Eine Stewardess will ihre beste Freundin anrufen, um mal wieder etwas zu quatschen, aber das Telefon ist tot.

Die Kriecher erreichen die Scheißhaustruppe und die Stewardess kann die Finger einfach nicht vom Telefon lassen. So findet man immerhin heraus, dass der Pilot wohl im Arsch ist und braucht jetzt dringend einen Plan. Der beinhaltet das Basteln einer Bombe, die dann in den Frachtraum geschmissen wird, um dort schon mal aufzuräumen. Klingt dämlich, funktioniert aber trotzdem.

Ein Jet fliegt rum und die Überlebenden wissen, dass sie per Funkspruch auf sich aufmerksam machen müssen, sonst werden sie weggeballert. Also schießt und prügelt sich die Gang durch das Flugzeug zum Cockpit vor. Und wenn das nicht hilft hat man immer noch Haarspray und ein Feuerzeug zur Hand. Und einen Regenschirm, der der Blonden in die Fresse geschoben und aufgespannt wird.

Der Film verliert den Z-Promibonus der kurz vorm Abnippeln die Tür aufreißt, womit er, seine Frau und alle Untoten aus der Maschine gesaugt werden.

Frank, der scheinbar homosexuell ist, oder zumindest so rüberkommt, darf dann zur Landung ansetzen. Allerdings hat der Jet schon die erste Rakete abgefeuert. Die reißt ein Loch in den Flieger, durch das die nächsten Zombies nen Abflug machen. Einer davon knallt dann mit dem Jet zusammen, wodurch der keine Gefahr mehr darstellt.

Frank versenkt die Kiste in der Wüste. Während das Flugzeug über den Sand rutscht, macht es die authentischen Geräusche eines bremsenden Zugs. Denn genau so hört sich ein Flieger auf Sand an. Glaubt mir.

Die letzten paar Zombies tapern durch die Wüste und damit ist der durchaus unterhaltsame Spaß dann auch vorbei.

Hier die Horrorctober Übersicht.

Media Monday #173

Wie geplant, völlig nüchtern durchs Wochenende gekommen und deshalb jetzt in der Lage, die Fragen des Media Monday zu beantworten.

 

1. Nicht zum ersten Mal habe ich der Serienfigur Carl aus Walking Dead den Tod gewünscht, weil mir das Blag einfach tierisch auf den Sack geht. ANdererseits ist er einer der wenigen, der wenigstens Charakter hat in der Serie. Da das aber sonst sowieso kaum der Fall ist, kann der einfach weg. Leider befürchte ich, dass er, weil ich ihn zum kotzen finde, er der Einzige sein wird, der die Zombieapokalypse überlebt, nur um mich zu ärgern.

2. Al Pacino habe ich früher echt gemocht, um nicht zu sagen geliebt, aber ihre/seine neue(re)n Filme  sind einfach nur noch Crap. Keine Ahnung, warum der nur noch Kackrollen aussucht. Vielleicht hat er einfach keinen Bock mehr.

3. ______ zog einen so gravierenden stilistischen Bruch nach sich, dass ______ . Fällt mir grad nix zu ein. ich melde mich wieder, wenn Ghostbusters 3 raus kommt, denn da habe ich genau diese Befürchtung.

4. Aus Herr der Ringe – Die zwei Türme wurde im Extended/Directors Cut ein ganz anderer Film, denn trotz der zusätzlichen Länge, kam er mir nicht so dermaßen langweilig vor, wie die normale Version. Kann aber auch an mir liegen. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass man die Zusatzszenen an der richtigen Stelle gebracht hat, um den Fokus mehr von dem unfassbar langatmigen Rumgelatsche von Frodo und Sam wegzunehmen.

5. Black Sails und Crossbones haben mich ja thematisch sehr gereizt, allerdings war die Umsetzung bei beiden irgendwie … keine Ahnung … kacke. Hat mich einfach nicht gepackt. Dabei hatte ich richtig Bock auf ne Piratenserie. Schon weil ich immer darauf hoffe, dass jemand sagt: „Du kämpfst wie eine Kuh!“

6. Dank ______ bin ich überhaupt erst auf ______ aufmerksam geworden. Zum Glück, denn ______ . Ich informiere mich eigentlich eh dauernd über jeden neuen Scheiß, da gibt es selten Überraschungen. Und wenn, fällt mir gerade keine ein.

7. Zuletzt gesehen habe ich Mörderspinnen mit William Shatner und das war eher langweilig , weil der Film heute scheinbar nicht mehr so gut funktioniert, wie das vor dreißig Jahren der Fall war.

Kingdom Of The Spiders – Horrorctober 2014

Zeit für etwas Tierhorror. Ich hatte die Wahl zwischen Schlangen und Spinnen. Da ich aber zuletzt schon im Dschungel war, und die Schlangen wohl auch genau dort ihr Unwesen treiben werden, habe ich mich erst mal für die Spinnen entschieden.

KINGDOM OF THE SPIDERS – Mörderspinnen – USA – 1977 – 97 Min.

Starring: Der erste Captain der Enterpise

Drei Sekunden rum und von der Musik hab ich schon jetzt nen Tinitus. Dann schlägt das aber zum ruhigen Country um, was nicht unbedingt besser, aber erträglicher ist.

Es geht los, auf einer Farm irgendwo mitten in der Wüste. Freude darüber, dass die einzige Kuh gesund ist. Das kann man schon mal ausgiebig feiern. Macht man aber nicht, denn nach tausend Nahaufnahmen der Kuh gehe ich davon aus, dass sie gerade von einer Spinne gebissen wurde. Sicher kann man da aber nicht sein.

Captain Kirk fängt nen Bullen im Nirgendwo und ballert ihm ne Spritze in den Arsch. Dann fängt er seine Begleiterin mit einem Lasso, fummelt etwas mit ihr rum, nur um sie dann wegzustoßen, weil er nicht sein Bruder ist. Äh, ja. Ich erwarte keine Erklärung.

Rack wird dann zu einem Notfall gerufen, denn er ist der Wüstentierarzt. Es geht, oh Wunder, um eine kranke, sabbernde Kuh. Rack nimmt die Kuh mit nach Hause, um weitere Untersuchungen anzustellen und findet heraus, dass er keine Ahnung hat, was los ist. Und dass die Kuh tot ist.

Farmer Fred, oder wie auch immer er heißt, ist untröstlich über den Verlust seiner Kuh und … Meine Fresse, wer zur Hölle nimmt seinen Ochsen auf dem Rücksitz mit? Aber ging ja auch nicht anders, denn auf der Ladefläche ist ja schon der Hahn. Naja, an der Dorftanke will Rack mal seine Reifen wechseln lassen und wenn ich mir den Schuppen so ansehe, würde ich lieber auf den Felgen weiterfahren.

Iiiiihhhh … eine Spinne. Damit konnte man jetzt nun wirklich nicht rechnen. Der Reifenprofi wird gebissen und ist nicht begeistert.

Und da ist die reiche Tussi aus der Großstadt, die in keinem Film dieser Art fehlen darf. Nachdem sie Rack für den Tankwart gehalten hat, verrät der ihr, wo sie ein Zimmer mieten kann. Nachdem das erledigt ist, sucht sie Rack auf, weil sie scheinbar nen guten Tierarzt braucht. Bei dem war zuvor auch schon der Bürgermeister, um sich erst mal ein paar Kannen reinzuschütten.

Diane, die Tuse aus der Stadt, hat die Blutergebnisse der Kuh dabei und erklärt, dass sie durch Spinnengift verreckt ist. Rack hält das für unwahrscheinlich, aber ist eben so.

Diane ist dann auch für die unausweichliche Duschszene verantwortlich. Beim frisieren findet sie eine Vogelspinne und bringt sie nach draußen. Ähm, so richtig Mörderspinnenmäßig war das jetzt aber nicht.

Diane und Rack besuchen den ehemaligen Kuhbesitzer und finden dessen toten Hund. Kurzer Test und drei Sekunden später ist klar, dass der Hund auch an einem Spinnenbiss gestorben ist. Der Kuhmeister zeigt ihnen einen Spinnenhügel, den er am Morgen gefunden hat. Also einen Haufen Dreck, in dem tausende von Spinnen leben. Diane nimmt eine mit, um ein paar Test zu machen, weil sie eben gerne testet.

Rack und Diane gehen was trinken und labern rum, wie man das halt so macht. Danach quatscht man in Dianes Raum weiter und wir wissen alle, wo das Geschnulze hinführt. Jetzt macht mal voran da. Ich will Spinnen sehen!

Bevor sie in der Kiste landen, haben sie aber noch Plan B und wollen Spidermountain abfackeln. Kuh-Karl hat gerade den selben Plan. Das wird aber erst mal unterbunden, als ein wilder Stier ausbricht und dann, übersät mit Spinnen, zusammenbricht. Let the Fackeling begin. Expertenmäßig, wie sie nun mal sind, stecken sie natürlich nur einen Teil des Hügels in Brand, was dafür sorgt, dass die anderen Spinnen ne Fliege machen.

Rack und Diane reiten mit Racks Nichte in die Wüste und … stehen eben in der Wüste rum. Christopher Kuh-lombus fährt derweil raus, um die Welt zu erforschen, oder so. Weit kommt er aber nicht, denn eine Spinne beißt ihm ins Auge. Kurz darauf wird sein Wagen gefunden, in dem er völlig zugespinnt rumhängt.

Nachdem dann eine halbe Ewigkeit gar nix passiert, passiert immer noch nichts. Dann hebt ein Typ mit nem Flugzeug ab und wird, nachdem man ihm acht Stunden beim Rumfliegen zusehen durfte, von den Spinnen angefallen, woraufhin er mit dem Flieger in die Tankstelle stürzt.

Die Frau des verblichenen Kuhfarmers stellt sich als äußerst intelligent heraus. Die Spinnen fallen in ihr Haus ein und sie ballert mit einem Revolver durch die Gegend. Highlight ist dann, dass sie, als eine Spinne auf ihrer Hand sitzt, sich die komplette Hand wegballert. Hauptsache die Spinne ist weg.

Und es folgt direkt das nächste Highlight, in Form von Overacting aus der Hölle. Racks Nichte schaukelt rum und unter ihr ist alles voller Spinnen. Die Mutter sieht das und läuft, hysterisch schreiend und einen Besen schwingend, nach draußen. Das ist die erste Lektion auf jeder Schauspielschule, glaube ich. Die Mutter schafft es nicht, aber Rack eilt zur Rettung seiner Nichte.

Jetzt sind die Spinnen wirklich überall und die Hauptaufgabe der Darsteller besteht darin, mit den Händen an sich rumzuwischen und so zu tun, als würden sie Spinnen wegschlagen. Und überall Leichen zu finden. Und Spinnen wegzuwischen. Und durch die Gegend zu rennen. Und Spinnen wegzuwischen. Und rumzuschreien. Und Spinnen wegzuwischen. Und doof zu gucken. Und Spinnen wegzuwischen.

Mehr passiert dann eben in den letzten 20 Minuten auch nicht mehr. Bis Rack dann im Keller von den Spinnen erwischt wird und sich in die Küche schleppt, um dort vor allen anderen Anwesenden zusammenzubrechen.

Sonnenaufgang über Tarantula Valley. Shatner ist wieder fit, weil Spinnengift bei ihm nicht wirkt, oder weil er schon mal von einer radioaktiven Spinne gebissen wurde und jetzt Spiderman ist, oder weil eben sonst niemand die Tür mit einem Hamer aufbrechen kann. Ein Blick nach draußen verrät jedenfalls, dass das ganze Dorf von Spinnenweben übersät ist und es kein Entkommen geben wird.

Glücklicherweise gibt es für mich ein Entkommen, denn an dieser Stelle ist der Streifen dann vorbei und ich kann mich wieder aufregenderen Dingen widmen. Zum Beispiel einem anderen Spinnenfilm.

Hier ist die Horrorctober Übersicht.

Demon Island – Horrorctober 2014

Der Horrorctober hat ja schon so einiges geboten. Zombieschlampen, Killerclowns, anderer Crap. Aber was wir noch nicht hatten, ist ein Dämon, gefangen in einer Pináta. Ja, richtig. Eine Pináta. Diese bunten Dinger, auf die die Blagen eindreschen, bis die Bonbons rausfallen. Nur, dass hier eben ein Dämon rausfällt, oder so.

DEMON ISLAND – USA – 2002 – 85 Min.

Starring: Earls Ex-Frau

Vor vielen Monden – ja, so beginnt der Erzähler; das ist nie ein gutes Zeichen – wurde auf einer Insel ein Dämon in einer Pináta eingesperrt. Muss ich mehr sagen? Ich denke nicht. Hier erwartet uns etwas absolut großartiges. Eigentlich kann ich nur noch enttäuscht werden, wenn am Ende der Dämon nicht mit Stöcken verprügelt wird, bis er Bonbons kotzt.

Nachdem der Erzähler 10 Minuten gebraucht hat, um zu erklären, dass der Dämon in einer Pináta steckt, reisen wir ins Jahr 2001, wo die Standard-Urlaubs-Vollidioten-Truppe auf der Insel ankommt, um dort an der Cinco De Mayo Jagd teilzunehmen. Ich werde hier nebenbei bewusst größtenteils auf Namen verzichten, weil ich mir sowieso keine merken kann, wenn die Charaktere nur aus Klischees bestehen. Da ist halt der coole Schwarze, die blonde Geile, die Tusssi, die nicht im Dschungel pissen gehen will, und Paul.

Die Truppe schraubt sich übelst einen rein und begibt sich auf diese komische Jagd, bei der ich nicht weiß, worum es geht. Ist so eine Art Schnitzeljagd, glaube ich. Jedenfalls werden jeweils zwei Vollspaten mit Handschellen aneinander gekettet und müssen dann, äh, irgendwas machen. Ich habe echt keinen Plan.

Ganz ernst nimmt den Spaß sowieso keiner, denn es wird gekifft und gesoffen und sich angezofft und rumgemacht und gewasweißicht bis zum geht nicht mehr. Dann findet eine Ische mit Hut die Dämonenpináta und öffnet sie mit nem anderen Vollhorst. Während sie doof rumstehen und ein Sturm um sie herum alles wegweht, was nicht angenagelt ist, schnappt sich der Pinátadämon einen Knüppel, um damit dem Typen das Resthirn aus dem Schädel zu schlagen. Danach saugt er ihm die Seele aus, oder sowas in der Art. So ganz klar wird hier ja eh nix. Die Tussi kann vorerst entkommen.

Sie versucht zu erklären, was los war, aber berechtigterweise glaubt ihr kein Mensch ein Wort. Dass sie völlig stoned ist, trägt auch nicht gerade zur Glaubwürdigkeit bei.

Mit dem Volltrottel und der rothaarigen, mit den dicken Pinátas, sind die nächsten Opfer schnell gefunden.

Die Spielleiter glauben der Bekifften zwar auch nicht, aber da Bob tot ist, was sie auf einen Unfall schieben, wird das Spiel abgebrochen. Problem ist nur, dass sie jetzt alle Teilnehmer im Busch suchen müssen, um denen das mitzuteilen.

Die Nichtpisserin und ihr Stecher sind als nächstes an der Reihe. Er sticht nie wieder was, nachdem ihm die Pináta die Fortpflanzungsorgane weggerissen hat und sie wird eben weggeknüppelt.

Spielleiterin Monica fährt ihr Quad zu Schrott und muss mit ansehen, wie Paul das Bein abgehackt wird. Immerhin kann sie entkommen, indem sie von einem Baumstamm fällt, über den sie in Sicherheit balancieren wollte. So kann man es natürlich auch machen.

Die Übriggebliebenen sitzen nachts am Lagerfeuer und einer der Bekloppten erzählt von der Legende der Pináta mit dem Schweineherz, die einen Dämon beinhaltet. Warum muss das Teil dafür bitte ein Schweineherz haben? Egal, spielt ohnehin keine Rolle, weil es nie wieder erwähnt wird.

Nach einer kurzen Sequenz, die zeigt, dass die Überreste der Getöteten Pinátagerecht im Busch rumhängen, befinden wir uns am 6. Mai. Was das Datum für eine Rolle spielt, weiß ich nicht. Ist eben der nächste Tag. Pläne zur Rettung werden geschmiedet. Die erste Idee ist tatsächlich eine Flaschenpost zu schreiben. Dauert ja wahrscheinlich auch nur 42 Wochen, bis die zufällig jemand irgendwo aus dem Wasser fischt.

Deshalb wird der Plan wohl auch verworfen und man tapert einfach durch den Dschungel.

AAAAAAAAAHHHHHH; ein totes Reh. Ist ja widerlich, denken sie alle. Haben wohl das restliche Gemetzel schon wieder verdrängt. Ein Typ im roten Shirt – man weiß doch, dass man sowas nicht anzieht, in nem Film – wird aufgehangen und während er noch rumzappelt, verabschiedet sich seine Seele, oder was auch immer das eben sein soll.

Und dann: TRENNT MAN SICH! Kurz darauf ist man nur noch zu dritt und der letzte Mann der Gruppe zieht mit seinem Crocodile Dundee Gedenk Messer los, um die Pináta zu erstechen. Was für ein ungemein intelligenter Plan. Ich halte das für Betrug. Ne Pináta aufschneiden kann ja jeder.

Irgendwie rennen dann alle alleine durch den Busch, was ja aus Prinzip schon mal immer eine ganz tolle Idee ist. Messerjockel findet Monica. Lisa findet zurück zum Camp und wird von der Pináta im Zelt kaputtgedroschen.

Hä? Warum kann die Pináta eigentlich plötzlich fliegen? Oder anders gefragt: Warum hat sie das nicht die ganze Zeit gemacht? Whatever. Sie verfolgt Tina, die sich zusammen mit Mecki Messer und Monica hinter einem Baum versteckt, was zu reichen scheint, um dem Dämon zu entkommen.

Plötzlich ist es Nacht und sie sitzen immer noch hinter dem Baum. Dann entscheiden sie sich doch mal dazu, weiter zu gehen. Der Typ mit seinem Messer beschließt dann, dass es Zeit ist, vom Gejagten zum Jäger zu werden. Bin mal gespannt, was für ein unfassbar genialer Plan uns nun erwartet.

Der Plan lautet: Kill it with fire. Dazu bastelt man irgendwas aus Benzin. Ich weiß es wirklich nicht. Weil auch keiner was erklärt hat. Die Pináta kommt dann angelatscht, weil fliegen dann wohl doch zu anstrengend ist, und fällt auf eine gebastelte Puppe rein. Durch die Ablenkung können sie den Dämon dann in einem Sack fangen und in Brand stecken.

Das bringt’s aber überraschenderweise irgendwie nicht so ganz, deshalb stellt Tina schnell noch nen Molotowcocktail her, den sie der Pináta dann ans Ohr hängt und das Vieh explodiert. Leider fliegen keine Bonbons durch die Gegend.

Hier ist die Horrorctober Übersicht.

Filmschrott TV-Tipps 18.10. – 24.10.2014

Neue Woche, neuer Müll im TV.

SAMSTAG

20.15 Uhr – TELE 5 – Monster Village – Natürlich beginnt Tele 5. in einem Dorf altert niemand und … ich raffe nicht, wo das Problem ist. Ich würde da hin ziehen.

22.05 Uhr – Tele 5 – Bigfoot: Die Legende lebt – Ein DJ will Woodstock wieder aufleben lassen. Und zwar im Wald, wo Bigfoot lebt. Das klingt so unfassbar groß, dass mir nicht mal ein Kommentar dazu einfällt. Ernsthaft. Woodstock. Bigfoot. Das kann nur genial sein.

22.45 Uhr – SAT 1 – Leg dich nicht mit Zohan an – Adam Sandler als Ex-Agent, der Friseur werden will. Dabei frisiert und vermöbelt er alles, was Rang und Namen hat und ist NICHT lustig. Denn es ist Adam Sandler.

01.10 Uhr – SAT 1 – Stealth Fighter – Ein Terrorist klaut einen Kampfsatelliten und will die Erde platt machen. Ice-T muss ihn aufhalten. Großartige Raps sind nicht zu erwarten, dafür aber großartige Dialoge über Eistee.

SONNTAG

20.15 Uhr – RTL – Battleship – B4. Versenkt.

DIENSTAG

20.15 Uhr – SAT 1 – Blonder als die Polizei erlaubt – Eine Museumswärterin fällt in einen Sarkophag und ist plötzlich Polizistin. Fragt nicht, ich kapier es auch nicht. Ist eben der Sat 1 Film Film, oder wie auch immer der Quatsch heutzutage heißt.

22.35 Uhr – PRO 7 MAXX – Tekken – Wir hatten hier ja schon mal eine Beat Em Up Verfilmung. Diese wird nicht besser sein.

MITTWOCH

22.40 Uhr – TELE 5 – Panic Button – Britische Studenten fliegen in die USa, aber im Flugzeug meldet sich eine Computerstimme und … labert sie mit sinnloser Scheiße voll, oder so. Keine Ahnung, worum es da gehen soll.

FREITAG

20.15 Uhr – TELE 5 – Supernova – Und zwar gleich beide Teile. Die Sone steht kurz vor der Explosion und das muss natürlich verhindert werden. Ich sehe die Atomraketen schon fliegen.

23.45 Uhr – TELE 5 – Cusack: Der Schweigsamme – Chuck Norris redet wenig und tritt Ärsche viel.

02.25 Uhr – PRO 7 – Lake Placid 3 – Wer das Riesenkrokodil noch nicht kennt … sollte es dabei belassen.

03.00 Uhr – ARD – Elephant White – Ein Killer soll Zuhälter um die Ecke bringen. Was ist das überhaupt für ein behämmerter Titel? Was haben denn Elefanten damit zu tun? Was cool wäre: Wenn der Killer auf einem Elefanten reitet. Dann guck ich den. Sowas gibt es viel zu wenig.

Habt ihr auch noch Tipps parat? Dann lasst nen Kommentar da.

Nutzloses Filmwissen #9

Ich weiß nicht, was ich in der Einleitung schreiben soll. Kommen wir also direkt zu den Dingen, die ich weiß:

In Eternal Sunshine Of The Spotless Mind wurde die kurze Szene, in der Jim Carrey und Kate Winslet sich eine Elefantenparade angucken, nur gedreht, weil diese Parade gerade zufällig in der Stadt war. Weil die Szene öffentlich gedreht wurde, versuchten während der gesamten Dreharbeiten Reporter Interviews mit den Darstellern zu führen.

Die wohl bekannteste Elefantenparade gab es wahrscheinlich in Disneys Das Dschungelbuch. Das Geier-Quartett sollte ursprünglich von den Beatles gesprochen werden. Da John Lennon da aber mal gar keine Böcke drauf hatte, machte man daraus kurzerhand ein Barbershop-Quartett. Warum Geier einen Friseursalon haben sollten, ist mir irgendwie nicht ganz klar.

Die Beatles hatten es aber scheinbar ohnehin nicht so mit Filmen. Sie stimmten nur zu Yellow Submarine zu machen, um ihren Filmvertrag zu erfüllen. Wahrscheinlich waren sie froh, dass es sich um einen Cartoon handelte, denn dafür mussten sie dann noch weniger arbeiten.

Ebenfalls in einem U-Boot schippern die Deutschen in Das Boot durch den Atlantik. Die Szene, in der Jan Fedder während des Sturms über Bord geht, war nicht geplant. Während die Brücke des Boots mit Wasser bespritzt wurde, um einen Sturm zu simulieren, verlor Fedder den Halt und einer der Darsteller rief instinktiv „Mann über Bord!“ Wolfgang Peterson realisierte erst nicht, dass es sich um einen Unfall handelte, lobte Fedder für diese gute Idee und bat ihn, die Szene noch mal zu drehen. Als sich herausstellte, dass Fedder sich tatsächlich verletzt hatte, ließ Peterson die Szene im Film und schrieb seine Rolle etwas um, damit er auch im Film den Unfall verkauft und eine Zeit lang im Bett verbringt.

In Jäger des verlorenen Schatzes wurden die U-Boot-Modelle, die extra für Das Boot hergestellt wurden, ebenfalls verwendet. Witzigerweise vergaß man aber, der Crew von Das Boot davon zu berichten, dass man einige Modelle verleiht und diese wunderten sich, wo die U-Boote plötzlich geblieben sind.

Auf DVD heißt der Film nebenbei mittlerweile Indiana Jones And The Raiders Of The Lost Ark. Komisch. Alles mit Raider wird umbenannt. Jetzt habe ich Lust auf ein Twix.

Texas Roadside Massacre – Horrorctober 2014

Der Horror geht in Runde 4. Wir hatten bereits Zombies, Clowns und einen Hypnotiseur. Was liegt da näher als mit texanischen Kannibalen weiterzumachen?

TEXAS ROADSIDE MASSACRE – USA – 2012 – 83 Min.

Wie nicht anders zu erwarten beginnt der Film auf einer Straße. Ebenfalls vorhersehbar ist natürlich die Tatsache, dass im einzigen Auto auf dieser Straße ein paar Jugendliche sitzen, die gerade in den Urlaub fahren. Am offentsichlichsten ist aber natürlich der Fakt, dass man hier mal wieder einen unfassbar großartigen Cast vor der Schauspielschule entführt hat, um bei diesem Quark mit zuspielen.

Mitten auf der Straße latscht dann der Grillmeister der nahegelegenen Rippchenkaschemme rum und wird fast überfahren. Zur Wiedergutmachung fahren ihn die Bekloppten Kids zur Arbeit. Dabei rattert der Typ ein paar Werbesprüche runter und weist Ähnlichkeit mit einem Zombie auf, aber ich behaupte einfach mal, dass in Texas jeder so aussieht, der in einer Grillbude am Arsch der Welt den ganzen Tag am Grill rumbrutzeln muss. Dieser Eindruck verhärtet sich, als man die Kassiererin sieht.

Immerhin scheint der Besitzer Jimmy relativ normal zu sein. Außer, dass er nur kacke labert, aber das tun sie ja alle. Kellnerin Rachel macht auch einen auf Zombie. Eine der Jugendlichen glaubt, in ihr ihre Schwester April wieder zuerkennen. Man isst sich satt und stellt fest, dass man sowas noch nie gegessen hat. Foreshadowing vom Feinsten hier, schätze ich. Geiler Twist wäre ja, wenn sich herausstellt, dass die Bude gar kein Menschenfleisch verkauft, sondern nur überfahrene Opossums. Und die Kannibalen sitzen stattdessen ganz woanders rum. Große Hoffnung auf solche Genialitäten habe ich aber nicht.

Jedenfalls lässt die obligatorische Panne nicht lange auf sich warten und die Blagen stehen mitten im Nirgendwo rum. Wer errät, was als nächstes passiert, kriegt von mir ein eigenhändig von der Straße gekratztes Wiesel. Keiner? Okay, dann verrate ich es: Man trennt sich.

Zwei der Jungs gehen zum Sheriff und beschweren sich, dass jemand den Benzinschlauch durchgeschnitten hat. Der glaubt, die beiden sind völlig bekifft. Übrigens: Namen, äh, nein.

Cut und man ist im Motel. Whatever. Zwei Zimmer. Ein Paar nimmt das eine, damit sie poppen können, das andere Paar muss sich ihres mit dem einzigen Singletypen teilen. Macht zwar keinen Sinn, weil ersteres Paar für ihr Liebesspiel eh lieber nach draußen geht, aber was solls.

Nick – oh ein Name – sucht derweil einen Getränkeautomaten und trifft Vince, der seit nem Monat darauf wartet, dass seine Karre repariert wird. Außerdem ist sein Bruder verschwunden. So wie April. Was für ein Zufall.

Das Liebesspiel des Assipärchens war ihr letztes, denn Fleischer Joe kommt vorbei, sperrt die Blondine ins Kühlhaus, und verarbeitet den Stecher zu kleinen Häppchen.

Single Sam guckt mal, wo die Vögler sind und trifft ebenfalls auf Vince. Man geht zusammen zurück zu Nick und Karen, womit ich dann jetzt doch noch alle Namen zusammen habe. Ist ja auch erst die Hälfte des Films rum.

Vince und Karen sind sich einig, dass die Verschwundenen alle in der Grillbude landen und dort Soylent Green verkaufen, oder sowas in der Art. Nachdem die Gruppe beobachtet hat, wie der Metzger seine Streife gefahren ist, verpisst man sich in den Wald und von dort in den Schuppen, wo es das Liebespaar erwischt hat. Und dann: Trennt man sich.

Nick und Karen finden Courtney, die immer noch in der Kühlkammer hockt. Sam und Nick rennen zur Tankstelle, um zu telefonieren. Mit wem, weiß kein Mensch. Vielleicht mit der Eisdiele. Spielt aber sowieso keine Rolle, denn Nick trifft auf den Metzger und sein Hackebeil. Sam will dessen Pick Up klauen, aber, nee.

Karen und Vince, mit Courtney auf dem Arm, laufen wieder in den Wald. Der Metzger kommt und sticht Courtney ab. Meine Fresse, wie unglaublich aufregend das alles ist. Alle zwei Minuten wird jemand weggemetzgert.

Vince und Karen verlieren sich aus den Augen. Karen trifft einen Typen von der Tankstelle. Der will sie zu nem Telefon fahren. Wer errät, wo er sie wirklich hinfährt, dem schenke ich ein Wieselblutverschmiertes Hackebeil. Keiner? Er fährt sie zum Metzger.

Denn natürlich sind sie alle eine große, glückliche Familie. Und da sind sie dann. Gus, Jimmy, der Metzger, und Karen. An einen Stuhl gefesselt. Die soll dann zum Grillzombie gemacht werden. Dazu gibts ne Spritze in den Hals und dann …

… folgt der sinnloseste Flashback der Filmgeschichte. Irgendeine Tussi latscht irgendwo rum und sagt irgendwas, was irgendwie zu absolut gar nix führt. Und so viel sei verraten: Wird es auch später nicht.

Karen wacht jedenfalls auf und ist kein Kannibalenzombie aus der Rippchenbude. Glaube ich zumindest. Das Schauspiel lässt hier nicht viele Interpretationen zu. Sie schleicht durchs Haus und geht erst mal pissen. Ach nee, sie will durchs Badezimmerfenster flüchten. Das ist aber verschlossen. Vince kommt zufällig vorbei und führt sie nach draußen.

Die Kannibalenfamilie nimmt die Verfolgung auf. Wirklich schnell scheinen sie aber nicht zu sein, denn Vince und Karen können erst mal noch 5 Minuten rumquatschen. Dann werden sie aber doch geschnappt und Karen ist wieder am Stuhl gefesselt. So kann man die letzten 10 Minuten natürlich auch in die völlige Belanglosigkeit versenken.

Karen muss ihre Freunde essen, während Vince zum Zombie mutiert ist und ihr den Schädel aufbohren soll. Karen krallt sich aber ein Messer und kann mal wieder fliehen. Es folgt die nächste aufregende Verfolgung durch den Wald.

Nachdem versucht wurde einen neuen „Fuck“-Rekord aufzustellen und Karen Jimmy mit einer Axt zerlegt hat, rennt sie zurück durch den Wald, weil wir davon noch nicht genug gesehen haben, und trifft den Sheriff. Mit dem fährt sie mit und wer errät …

… ach scheiß drauf. Der will sie killen, sie macht, was immer er will, also bläst sie ihm einen, klaut seine Waffe und zwingt ihn, anzuhalten und sich ans Lenkrad zu fesseln.

Flucht die Zweiundvierzigste. Karen ist zu doof, den Metzger einfach abzuknallen, deshalb schlägt der ihr den Schädel ein und …

… sie ist ans Bett gefesselt. Nicht an einen Stuhl. Was ist da schief gelaufen? Gus bohrt ihr den Schädel auf und verabreicht ihr die Imbissbudenzombieinfusion und damit hat Karen einen neuen Job gefunden und kann jetzt sogar mit ihrer Schwester zusammenarbeiten. Kommt mir so vor, als wäre der ganze Film ein Appell gegen die Arbeitslosigkeit. Aber ich habs nicht so mit Interpretationen.

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Suchanfragen optimiert #12

Mal sehen, was die Leute momentan so suchen:

Shark Uhr – Hätte ich auch gerne. Am besten mit Wecker, der dann das Geräusch macht, das ein Haibiss im linken Bein verursacht. So: Gnaaaarffffkrrrrrchknackaaaahhh!

Schwanger na und? – Leute, die das suchen, sichern den Fortbestand unserer Spezies. Vorausgesetzt natürlich, die alleinerziehende Mutter, die von dem Suchenden sitzengelassen wurde, kommt alleine zurecht. Aber alleine ist sie auch bestimmt besser dran.

Biervorrat – Sollte man immer zu Hause haben. Am besten so zwischen 10 und 42 Kisten.

Fast And Furious Reihenfolge 1-5 – Ist doch nicht so schwer: Erst kam Teil 1, dann Teil 2, darauf folgte Teil 3, wonach der 4. kam, um dann mit Teil 5 weiterzumachen. Es folgen wahrscheinlich noch Teil 6, 7, 8, 9, X, Oceans Furious, The Furious Twelve und Friday The Furious.

Kuckucksclan – Es gibt Gerüchte, nach denen im Schwarzwald eine Vereinigung gegründet wurde, die sich gegen das Aufkommen von Kuckucks aussprechen, weil die immer so einen Lärm machen und alles mit Eigelb vollsauen. Um ihrem Unmut darüber Luft zu machen, kleiden sie sich mit einem, mit Federn beklebten, Bettlaken und hängen sich Kuckucksuhren um. In diesem Aufzug laufen sie dann durch die Gegend und nerven die Leute mit den Kuckucksrufen aus den Uhren. Auf einem ausgesuchten Hügel werden diese Uhren dann feierlich verbrannt, während Gedichte über Amsel, Drossel, Fink und Star vorgetragen werden, die in den Augen der Clanmitglieder weniger nervig sind. Ihr Leitsatz lautet: „Kuckuck, kuckuck, rufts aus dem Wald, kuckuck, kuckuck, ich mach dich kalt.“

Media Monday #172

Nachdem ich heute Nacht einfach keine Böcke hatte, die Fragen des Media Monday zu beantworten, weil ich am Wochenende mal wieder etwas mit meinem Alkoholkonsum übertrieben habe und ich froh war, mich überhaupt irgendwie bewegen zu können, kümmere ich mich jetzt darum.

 

1. Einer der genialsten Kriminalfälle ist wahrscheinlich irgendwas aus dem wahren Leben. Weiß man eigentlich mittlerweile sicher, wer JFK abgeknallt hat? Oder wer Jack The Ripper war? Oder Jack The Stripper? (Ja, den gabs wirklich).

Ansonsten gehe ich mal von einem Sherlock Holmes Fall aus, aber ein spezieller fällt mir gerade nicht ein.

2. Der Film Cloud Atlas hatte wirklich ein bahnbrechendes Kostüm/Make-up in eigentlich allen Fällen , denn ich hatte wirklich Probleme, die Darsteller zu erkennen teilweise.

3. Blair Witch Project hat die Bezeichnung Horrorfilm wirklich verdient, denn auch wenn ich den ewig nicht gesehen habe, fand ich den damals echt gruselig. Und das passiert mir sonst eigentlich gar nicht, weil man ja eh alles irgendwie schon tausend mal gesehen hat.

4. Wohingegen der zweite Teil aus ganz anderen Gründen zum Fürchten war, weil die Fortsetzung einfach nur ein simpler Tennie-Slasher von der Stange ist, den man sich besser gespart hätte, weil er einfach Müll war.

5. Auf das Wochenende bin ich schon wahnsinnig gespannt, denn ich habe mir vorgenommen, mal ausnahmsweise nichts zu trinken und die aufregende Frage, ob ich das mal gebacken kriege, wird sich dann beantworten.

6. Boardwalk Empire ist eine dieser typischen Serien, die verdammt gut produziert ist, die mir aber trotzdem einfach nicht gefallen will. Man kann nicht alles haben.

7. Zuletzt gesehen habe ich mal wieder die ersten Folgen Shameless und das war wieder mal sehr lustig , weil die Gallaghers einfach der Wahnsinn sind. Außerdem bracuhte ich etwas, was mich möglichst wenig zum drüber nachdenken anregt. Da ist sowas immer gut.