Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Texas Roadside Massacre – Horrorctober 2014

Der Horror geht in Runde 4. Wir hatten bereits Zombies, Clowns und einen Hypnotiseur. Was liegt da näher als mit texanischen Kannibalen weiterzumachen?

TEXAS ROADSIDE MASSACRE – USA – 2012 – 83 Min.

Wie nicht anders zu erwarten beginnt der Film auf einer Straße. Ebenfalls vorhersehbar ist natürlich die Tatsache, dass im einzigen Auto auf dieser Straße ein paar Jugendliche sitzen, die gerade in den Urlaub fahren. Am offentsichlichsten ist aber natürlich der Fakt, dass man hier mal wieder einen unfassbar großartigen Cast vor der Schauspielschule entführt hat, um bei diesem Quark mit zuspielen.

Mitten auf der Straße latscht dann der Grillmeister der nahegelegenen Rippchenkaschemme rum und wird fast überfahren. Zur Wiedergutmachung fahren ihn die Bekloppten Kids zur Arbeit. Dabei rattert der Typ ein paar Werbesprüche runter und weist Ähnlichkeit mit einem Zombie auf, aber ich behaupte einfach mal, dass in Texas jeder so aussieht, der in einer Grillbude am Arsch der Welt den ganzen Tag am Grill rumbrutzeln muss. Dieser Eindruck verhärtet sich, als man die Kassiererin sieht.

Immerhin scheint der Besitzer Jimmy relativ normal zu sein. Außer, dass er nur kacke labert, aber das tun sie ja alle. Kellnerin Rachel macht auch einen auf Zombie. Eine der Jugendlichen glaubt, in ihr ihre Schwester April wieder zuerkennen. Man isst sich satt und stellt fest, dass man sowas noch nie gegessen hat. Foreshadowing vom Feinsten hier, schätze ich. Geiler Twist wäre ja, wenn sich herausstellt, dass die Bude gar kein Menschenfleisch verkauft, sondern nur überfahrene Opossums. Und die Kannibalen sitzen stattdessen ganz woanders rum. Große Hoffnung auf solche Genialitäten habe ich aber nicht.

Jedenfalls lässt die obligatorische Panne nicht lange auf sich warten und die Blagen stehen mitten im Nirgendwo rum. Wer errät, was als nächstes passiert, kriegt von mir ein eigenhändig von der Straße gekratztes Wiesel. Keiner? Okay, dann verrate ich es: Man trennt sich.

Zwei der Jungs gehen zum Sheriff und beschweren sich, dass jemand den Benzinschlauch durchgeschnitten hat. Der glaubt, die beiden sind völlig bekifft. Übrigens: Namen, äh, nein.

Cut und man ist im Motel. Whatever. Zwei Zimmer. Ein Paar nimmt das eine, damit sie poppen können, das andere Paar muss sich ihres mit dem einzigen Singletypen teilen. Macht zwar keinen Sinn, weil ersteres Paar für ihr Liebesspiel eh lieber nach draußen geht, aber was solls.

Nick – oh ein Name – sucht derweil einen Getränkeautomaten und trifft Vince, der seit nem Monat darauf wartet, dass seine Karre repariert wird. Außerdem ist sein Bruder verschwunden. So wie April. Was für ein Zufall.

Das Liebesspiel des Assipärchens war ihr letztes, denn Fleischer Joe kommt vorbei, sperrt die Blondine ins Kühlhaus, und verarbeitet den Stecher zu kleinen Häppchen.

Single Sam guckt mal, wo die Vögler sind und trifft ebenfalls auf Vince. Man geht zusammen zurück zu Nick und Karen, womit ich dann jetzt doch noch alle Namen zusammen habe. Ist ja auch erst die Hälfte des Films rum.

Vince und Karen sind sich einig, dass die Verschwundenen alle in der Grillbude landen und dort Soylent Green verkaufen, oder sowas in der Art. Nachdem die Gruppe beobachtet hat, wie der Metzger seine Streife gefahren ist, verpisst man sich in den Wald und von dort in den Schuppen, wo es das Liebespaar erwischt hat. Und dann: Trennt man sich.

Nick und Karen finden Courtney, die immer noch in der Kühlkammer hockt. Sam und Nick rennen zur Tankstelle, um zu telefonieren. Mit wem, weiß kein Mensch. Vielleicht mit der Eisdiele. Spielt aber sowieso keine Rolle, denn Nick trifft auf den Metzger und sein Hackebeil. Sam will dessen Pick Up klauen, aber, nee.

Karen und Vince, mit Courtney auf dem Arm, laufen wieder in den Wald. Der Metzger kommt und sticht Courtney ab. Meine Fresse, wie unglaublich aufregend das alles ist. Alle zwei Minuten wird jemand weggemetzgert.

Vince und Karen verlieren sich aus den Augen. Karen trifft einen Typen von der Tankstelle. Der will sie zu nem Telefon fahren. Wer errät, wo er sie wirklich hinfährt, dem schenke ich ein Wieselblutverschmiertes Hackebeil. Keiner? Er fährt sie zum Metzger.

Denn natürlich sind sie alle eine große, glückliche Familie. Und da sind sie dann. Gus, Jimmy, der Metzger, und Karen. An einen Stuhl gefesselt. Die soll dann zum Grillzombie gemacht werden. Dazu gibts ne Spritze in den Hals und dann …

… folgt der sinnloseste Flashback der Filmgeschichte. Irgendeine Tussi latscht irgendwo rum und sagt irgendwas, was irgendwie zu absolut gar nix führt. Und so viel sei verraten: Wird es auch später nicht.

Karen wacht jedenfalls auf und ist kein Kannibalenzombie aus der Rippchenbude. Glaube ich zumindest. Das Schauspiel lässt hier nicht viele Interpretationen zu. Sie schleicht durchs Haus und geht erst mal pissen. Ach nee, sie will durchs Badezimmerfenster flüchten. Das ist aber verschlossen. Vince kommt zufällig vorbei und führt sie nach draußen.

Die Kannibalenfamilie nimmt die Verfolgung auf. Wirklich schnell scheinen sie aber nicht zu sein, denn Vince und Karen können erst mal noch 5 Minuten rumquatschen. Dann werden sie aber doch geschnappt und Karen ist wieder am Stuhl gefesselt. So kann man die letzten 10 Minuten natürlich auch in die völlige Belanglosigkeit versenken.

Karen muss ihre Freunde essen, während Vince zum Zombie mutiert ist und ihr den Schädel aufbohren soll. Karen krallt sich aber ein Messer und kann mal wieder fliehen. Es folgt die nächste aufregende Verfolgung durch den Wald.

Nachdem versucht wurde einen neuen „Fuck“-Rekord aufzustellen und Karen Jimmy mit einer Axt zerlegt hat, rennt sie zurück durch den Wald, weil wir davon noch nicht genug gesehen haben, und trifft den Sheriff. Mit dem fährt sie mit und wer errät …

… ach scheiß drauf. Der will sie killen, sie macht, was immer er will, also bläst sie ihm einen, klaut seine Waffe und zwingt ihn, anzuhalten und sich ans Lenkrad zu fesseln.

Flucht die Zweiundvierzigste. Karen ist zu doof, den Metzger einfach abzuknallen, deshalb schlägt der ihr den Schädel ein und …

… sie ist ans Bett gefesselt. Nicht an einen Stuhl. Was ist da schief gelaufen? Gus bohrt ihr den Schädel auf und verabreicht ihr die Imbissbudenzombieinfusion und damit hat Karen einen neuen Job gefunden und kann jetzt sogar mit ihrer Schwester zusammenarbeiten. Kommt mir so vor, als wäre der ganze Film ein Appell gegen die Arbeitslosigkeit. Aber ich habs nicht so mit Interpretationen.

Hier geht es zur Horrorctober Übersicht.

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6 Antworten zu “Texas Roadside Massacre – Horrorctober 2014

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  2. Miss Booleana Oktober 15, 2014 um 10:07 pm

    … wow. WAS war das denn? XD Der Film ist besonders schräg, oder kommt mir das nur so vor?

    Gefällt mir

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