Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Unchronologische Virenforschung mit Gedächtnislücken

„Who’s the boss? He’s the boss. It’s Amboss. He’s the Amboss.“ – Otto der neue Film, 1987

Ja, ja, das Zitat hat eigentlich nix mit dem folgenden Film zu tun, aber Amboss ist eben irgendwie dabei. Also, was soll’s. Here we go:

A.P.E.X. – USA – 1994 – 98 Min.

APEX steht für Advanced Prototype EXploration unit. Nur damit das schon mal geklärt wäre und nachher keine Fragen gestellt werden.

Im Jahr 2072 wurde das APEX-Programm gestartet, um die Zeit zu erforschen. Irgendwie ist dadurch ein Paradoxon entstanden und jetzt werden Roboter durch die Zeit geschickt, um dieses zu richten. Macht ja schon mal sehr viel Sinn.

Start mit einer Traumsequenz, was direkt auf totale Grütze hindeutet. Nur Scheißfilme beginnen mit Traumsequenzen. Naja, Nicholas hatte jedenfalls einen Alptraum und wie wir alle wissen, bedeutet das in Science-Fiction-Filmen, das genau dieser Traum später eintreten wird. In dem Traum ist nebenbei seine Frau plötzlich aus dem Bett verschwunden. Der Albtraum jedes frisch verliebten Mannes. Kurz darauf wird ein Roboter durch die Zeit geschickt.

Im Jahr 1973 fährt eine Familie durch die Wüstenlandschaft Mexikos. Eine Panne zwingt sie zum Anhalten. Die Erde bebt und der junge Joey ist verschwunden. Vater und Mutter rufen nach ihm, aber der Roboter kommt ihnen zuvor. Nicholas kann das nicht mit ansehen und springt heldenhaft in die Zeitmaschine, um ebenfalls nach 1973 zu reisen, wo er den Jungen rettet.

Der Roboter ballert aus allen Rohren, was nebenbei die Frage aufwirft, warum Roboter durch die Zeit zurück geschickt werden, um ein Paradoxon zu verhindern, wenn diese dabei alles in Schutt und Asche legen. Würde das nicht nur wieder zu neuen Paradoxen führen und einfach alles über den Haufen werfen? Vielleicht denke ich aber auch nur zu viel darüber nach.

Nicholas kann sich jedenfalls durch das Zeittor zurück in seine Zeit retten, denkt er. Allerdings hat sich die Geschichte verändert, oder so, und die Roboter stehen im Krieg mit den Menschen. Warum weiß ich nicht, denn eigentlich hat Nicholas ja verhindert, dass der Roboter den Zeitverlauf ändert, aber vielleicht denke ich auch einfach zu viel darüber nach.

Nicholas wird jedenfalls von einer Gruppe Soldaten gerettet. Der Anführer weist nebenbei verblüffende Ähnlichkeit mit Amboss dem Navigator auf. Und eine kurze Recherche hat ergeben: Er ist es nicht. Macht aber nichts, denn da ich den Namen nicht verstanden habe, oder es einfach ignoriere, weil es sowieso keine Rolle spielt, heißt der Typ jetzt erst mal Amboss. So.

Etwas Geballer und die Soldaten führen Nicholas zu ihrem geheimen Stützpunkt, wo Nic mit dem Kommandeur redet. Den kennt er noch aus seiner Zeitlinie, aber er kennt ihn natürlich nicht. Nic will zu einem bestimmten Sektor latschen, um … äh, irgendwas zu machen. Nebenbei kriegt er sich noch mit Amboss in die Haare, weil der nicht für einen Spaten wie ihn verrecken will.

Irgendwie spielt auch noch ein Virus ne Rolle, der sich auf der Welt ausbreitet, aber da ich den Faden jetzt schon verloren habe, denke ich da erst mal nicht weiter drüber nach. Nic findet jedenfalls heraus, dass seine Frau, aus seiner Zeit, denn hier ist sie nicht seine Frau, auch nicht die von dem Nic aus dieser Zeit, infiziert ist. Na, kommt ihr noch mit?

Die Natasha aus dieser Zeitlinie ist aber eh ne Bitch. An Nics Stelle wäre ich nicht wirklich traurig um den Verlust. Die Soldaten scheinen nebenbei allesamt ein Haufen Arschlöcher zu sein und sich nur gegenseitig anzukacken. So gewinnt man Kriege, schätze ich.

Jedenfalls brechen Nic, Natasha, Amboss und weitere Spacken auf, um was auch immer zu erledigen und ballern sich durch eine Horde Roboter. Natasha muss zurück bleiben und die Roboter aufhalten, weil sie völlig vervirt ist. Nic gefällt das gar nicht, aber ist eben so.

Da Natasha aber eh ne knallharte Supersoldatin ist, macht sie die Roboter platt und stößt wieder zu den anderen. In einem Bunker treffen sie Überlebende. Da sie Soldaten sind, muss dieser Umstand schnell geändert werden und alle Überlebenden werden abgemurkst. Taylor, einer der Soldaten, tickt dabei völlig aus und ballert draußen mit einem Raketenwerfer um sich. Warum weiß kein Mensch. Man hatte wohl noch Geld für ein paar weitere Explosionen übrig. Vielleicht denke ich aber und so weiter …

Am nächsten Morgen treffen sie eine überlebende Familie, die sie ausnahmsweise am Leben lassen, weil der Vater selbst bewaffnet ist. Zumindest ist mir keine andere Begründung aufgefallen. Kurz darauf geht die Action mit den Robotern weiter. Man erreicht eine Station und macht da irgendwas. Ich raffe echt nicht, was eigentlich deren Ziel ist, außer durch die Gegend zu latschen.

Nic gesteht Natasha, dass sie seine Frau sein würde, wenn sie in seiner Zeitlinie wären. Und: Gespräch beendet. Keine Reaktion. Keine Antwort. Kein Gar nichts.

Weitere Roboteraction folgt. Nic fuckelt an irgendeiner Maschine rum und plötzlich verschwinden die Roboter. An dem Computer findet Nic dann noch heraus, dass sein Alter-Ego aus dieser Zeit, den Virus hat ausbrechen lassen, indem er durch die Zeit gereist ist. Hä? Wie entsteht dabei denn ein Virus? Egal, wie sehr ich darüber nachdenke, hier macht einfach überhaupt nichts Sinn.

Egal. Irgendwie hat sich die Zeitlinie wieder verändert und Amboss der Kontrollator kehrt zurück zum Kommandeur. Wie zur Hölle, ist der jetzt so schnell dahin gekommen? Der Kommander erklärt, dass alle weg sind, weil Nic an dem Computer rumgefuscht hat. Der Kommandeur verschwindet dann vor den Augen von Amboss. Woher der das jetzt wieder alles wusste? Denkt einfach nicht drüber nach.

Nic schnulzt etwas mit Natasha rum. Amboss der Latschinator trifft erneut auf die Familie, dessen Mann verschwunden ist. Amboss hat keinen Bock zu helfen und latscht mit seiner Truppe weiter.

Nic teleportiert einen Roboter ins Labor. Die Soldaten kommen an und das Geballer kann weiter gehen. Natasha wird abgeknallt. Nic ist untröstlich. Die Soldaten sprengen das Labor. Taylor löst sich in Luft auf. Amboss ballert weitere Roboter weg. Dann stellt er sich Nic in den Weg, der verhindern will, dass das Virus jemals ausbricht. ich weiß nebenbei immer noch nicht, was das für ein Virus sein soll. Nur nicht drüber nachdenken.

Amboss wird von einem Roboter weggeballert und Nic jumpt in das Zeitportal und alles ist wieder normal. Nic ist an der Stelle, wo sein Albtraum begann, aber es ist kein Traum und alles ist so, wie es sein sollte. Außer, dass Natasha schwanger ist.

Bei einer Fortsetzung hätte sich bestimmt herausgestellt, dass Amboss durch die Zeit gereist ist und sie geschwängert hat. Leider blieb uns die verwehrt. Aber immerhin haben wir gelernt, dass durch Zeitreisen gefährliche Viren entstehen, dessen Symptome allerdings völlig unbekannt sind. Vielleicht denke ich aber auch einfach zu viel darüber nach.

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12 Antworten zu “Unchronologische Virenforschung mit Gedächtnislücken

  1. Wortman September 10, 2014 um 5:31 pm

    Den Film habe ich damals auch geguckt… geb ich ja ehrlich zu 😀

    Gefällt mir

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