Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Suchanfragen optimiert #2

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Tritt in die Eier – Jeder Film mit Megan Fox, fühlt sich so ein bisschen an, wie ein tritt in die Genitalien. Nur für das Gehirn.

Cool Party Arnold Schwarzenegger – Was für ein Zufall, dass ausgerechnet diese Anfrage kommt. Da kann ich doch glatt mal eine Geschichte aus meinem imaginären Kalifornienurlaub erzählen:
Ich häng da so am Strand rum, weil man das eben so macht, in Kalifornien. Zumindest glaube ich das.
Die Sonne geht langsam unter. Ich erkunde die Stadt und lande in Beverly Hills. Vor einer Auffahrt, die von der länge her einer Autobahn gleicht, bleibe ich stehen. Ich schaue zu dem Haus am Ende der Auffahrt hinauf. Laute Gesprächsfetzen schweben durch die Luft und erreichen gedämpft mein Ohr. Immer auf der Suche nach einer Möglichkeit, den eigenen Spaß zu vergrößern, wandere ich die Auffahrt hoch und betrete das Haus.
Im Inneren steigt eine dieser High-Society-Partys, von denen man erwartet, dass die ganzen Schnösel in Dreiergruppen rumstehen, Champagner saufen und sich hin und wieder eine Ladung Kaviar in die Visage schieben. Auf dieser Party hat man diesen Punkt scheinbar bereits überschritten, denn der Kaviar ist bereits aufgegessen.
Übergewichtige Typen, in maßgeschneiderten Anzügen stehen bei bullimieprädestinierten Tussis, in zu engen Kleidern, und palavern über den neuesten Tratsch aus der VIP-Branche. Ich fühle mich wie ein Fremdkörper und mache mich auf die Suche nach einem kalten Bier, um diesen Umstand durch viel Alkoholgenuss zu unterschlagen.
Ich finde die Küche. Ein breit gebauter Typ stemmt gerade den Kühlschrank hoch. Ein Typ steht bei ihm. Er sieht aus, als hätte ihm jemand zu oft mit der Faust auf den Schädel geschlagen, wodurch er Stück für Stück geschrumpft ist und seine Haare ausfallen. In dem Frack, den er trägt, hat er verblüffende Ähnlichkeit mit einem Pinguin. Der große Typ stellt den Kühlschrank ab und lässt sich von dem Kleinen etwas Geld in die Hand drücken. Er lächelt und kommt zu mir rüber, während er die Dollarscheine in seine Tasche steckt. „Do you want a drink, my friend?“, fragt er. Er bringt mir ein Bier und sagt mir, ich solle mich bedienen. Beim Öffnen der Flasche saue ich die ganze Küche ein, nachdem er die Flasche durch seine Kühlschrankstemmaktion gut durchgeschüttelt hat. Er erklärt, dass seine Putzfrau das morgen aufwischen wird, Ich solle mir keine Sorgen darum machen.
Ein besoffener Fatzke stolpert in die Küche und lallt irgendwelchen Kram, den kein Mensch versteht. Er wirft einen Mülleimer um und geht wieder raus. „I hate that guy“, sagt der Gastgeber.
Der Party ist lang. Am sechsten Tag wird der Alkohol knapp. Nachdem ich den Biervorrat vernichtet habe, mache ich mich über die härteren Getränke her. Die vornehme Gesellschaft wird nach und nach abgelöst, von Typen, die aussehen, als wären sie gerade aus dem Knast geflohen. Sie benehmen sich auch so. Manche haben so viele Muskeln, dass sie sich bewegen wie Cyborgs aus der Zukunft. Das ist schon eher meine Gesellschaft. Nur der Besoffene, der dem Gastgeber tierisch auf den Sack geht, stolpert weiterhin durch die Gegend. Er erzählt den neuen Gästen einen vom Pferd und macht sich weiter unbeliebt.
Ich unterhalte mich mit dem Gastgeber, der mir erzählt, dass er gerne mal zum Mars fliegen würde. Das wäre schließlich die totale Erinnerung, wenn man das mal erlebt hätte. Er wird unterbrochen von dem Vollgesoffenen, der irgendwo in der Nähe Theater macht. „I’ll be back“, sagt der Gastgeber und geht zu dem Typen rüber. Nach einer längeren Diskussion schmeißt er ihn raus. Er erklärt mir, dass der Typ mal seine Tochter entführt hat, aber er ist ein ganz toller Steuerberater, deshalb lädt er ihn immer auf seine Partys ein. Ich hake nicht weiter nach. Bei den Reichen und Besoffenen ist eben alles anders.
Ich besaufe mich weiter und trete fast auf Fred. Fred ist kein betrunkener Typ, der in einer Kotzpfütze am Boden liegt, sondern ein Frettchen. Das Vieh rennt weg. Ich sehe es nicht wieder.
Das Besäufnis artet aus. Die Ex-Knackis, oder was auch immer sie sind, beginnen sich gegenseitig zu tätowieren und quatschen über Motorräder. Auf ihren Lederjacken steht The Expansionels. Scheinbar ein sehr großer Club. Eine Meinungsverschiedenheit, führt zu einer Massenschlägerei, aus der ich mich raushalte, obwohl der Alkohol mein klares Denken stark einschränkt. Manchmal trifft man eben einfach intelligente Entscheidungen, egal in welchem Zustand man sich befindet. Stattdessen arbeite ich an einem Fluchtplan. Bevor ich damit fertig bin, beruhigt sich die Lage.
Nachdem sich die Schläger wieder gesammelt haben, entscheidet der Gastgeber, dass es vielleicht Zeit ist, die Party zu beenden. Die Rocker fahren auf ihren Harleys davon. ich torkele nach draußen. Der Gastgeber bleibt in der Tür stehen. „I hope you had a great time“, sagt er.
„Yeah“, antworte ich. „It was a …“, mir fällt auf, dass er mir seinen Namen nie genannt hat. „…cool party Arnold Schwarzenegger“, schließe ich den Satz ab, den ersten Namen nennend, der mir bei seinem Anblick in den völlig verrauschten Sinn kommt.
Ich torkele die Auffahrt runter und mache mich auf die Suche nach der nächsten Party. Vielleicht ist bei Stallone noch was los.

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9 Antworten zu “Suchanfragen optimiert #2

  1. Wortman Juli 9, 2014 um 6:40 am

    Das ist ein RTeaum – was? 😀 😀
    Kostenlos saufen….

    Gefällt mir

Diskutiert den Schrott

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