Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Innovationslose Chronophysik

„Einen hab‘ ich noch. Einen hab‘ ich noch“ – Die Otto Show, 1973

Ja, ich habe tatsächlich noch Einen. Denn bei meiner Auflistung der Ozeanfilme habe ich doch tatsächlich eine der größten Enttäuschungen vergessen, die ich jemals erlebt habe. Da dieser Film auf keinen Fall unerwähnt bleiben sollte, kriegt er einfach seinen eigenen Eintrag.
Und da es im ersten Teil um Hasen ging, passt es auch noch perfekt zu Ostern.

S. DARKO – Eine Donnie Darko Saga – USA – 2009 – 103 Min.

Starring: Die Freundin eines kleinen Außerirdischen und ein Showgirl

1988 wurde Donnie Darko getötet, als er von einer Flugzeugturbine erschlagen wurde. Das Flugzeug wurde nie gefunden.
Sieben Jahre später haut seine jüngere Schwester Samantha von zu Hause ab und kann nicht träumen. So weit die Einführung, damit auch jeder rafft worum es hier geht. Mehr Erklärung zu diesem Quark wird nämlich nicht folgen.

Sam und ihre Freundin Corey fahren also durch die Gegend, hauen sich Drogen in die Birne und sehen Einhörner in den Wolken reiten. Sam ist unfassbar traurig als sie ein Windrad verliert, das dann von einem Auto überfahren wird. Ihre Traurigkeit wird von einem Motorschaden unterbrochen, der die Hobbyhippies dazu zwingt auf das nächste Auto zu warten, das hier, am Arsch der Welt, entlang fährt. Dieses gehört zufällig einem namenlosen Hobby-KFZ-Mechaniker, der die Mädels zur nächsten Absteige bringt, damit sie ein Dach über dem Kopf haben, während er die Schrottkarre zusammenschraubt. In dem Motel hängt eine Vermisstenmeldung von irgendeinem Blag, das, naja, eben vermisst wird.

Auf einer Windmühle sitzt ein Typ.

Sam guckt TV und zieht eine bleue Feder aus dem Bildschirm.

Der Typ auf der Windmühle hat Visionen von der toten Sam, die irgendwas vom Tod quatscht. Wie im ersten Teil Frank, der Hasenmann, hat auch Sam einen Countdown zum Ende der Welt parat. Innovationen ohne Ende hier. Warum nicht einfach alle Ideen aus dem ersten Teil klauen, dann kann nix mehr schief gehen. Nebenbei schlägt ein Meteor, oder Asteroid, oder ein großer Stein, oder was auch immer, in die Windmühle ein.

Sam pennt auf einer Bank, was dem Sheriff gar nicht gefällt, der sie zum Motel bringt. Nahe des Motels wird gerade der Weltraumfelsklumpen geborgen, der die Windmühle zerlegt hat.

Eine Tussi namens Judy bekreuzigt sich vor dem Vermisstenposter. Der Windmühlentyp kramt in nem Müllcontainer rum. Dorfnerd Jerry stellt sich den Mädels vor. Corey sagt, dass er schwul ist und haut ab. Nettes Mädchen.

Als nächstes lernen die Beiden Bibelbob kennen. Eigentlich heißt er wohl anders, aber man erfährt hier ja mal wieder keine Namen. Nachdem Corey sich mal wieder von ihrer besten Seite gezeigt hat, und den Priester fragt, ob er nicht ständig blaue Eier hat, gibt Bibelbob Sam ein Buch über Jesus.

Der Containerkramer trifft den KFZ-Mechaniker. Beide labern einen gigantischen Haufen Scheiße, dann bringt Windmühlenwilly den „They Made Me Do It“ Spruch aus Teil 1 und macht noch kurz klar, dass die Welt enden wird. KFZ-Karl wirkt eher unbeeindruckt.

Party-Time. Alle sind total besoffen. Nur Dorftrottel Jerry nicht. Der unterhält sich mit Sam, aber Mechaniker Mike unterbricht das Gespräch. Corey schubst Sam in den Pool, die treibt etwas im Wasser rum und das alles hier hat zu absolut nichts geführt. Gekonnte Zeitverschwendung.

Autoschrauber Anton hat nen Bruder, der vermisst wird, so wie der Junge auf den Vermisstenplakaten. Im Gegensatz zu allen anderen Charakteren, hat der Junge nebenbei einen Namen: Billy. Hilft zwar auch nicht wirklich weiter, aber immerhin.

Eine blaue Feder schwebt vom Himmel und zerstört beim Aufprall die Straße. Die tote Sam belabert mal wieder den komischen Typen. Die führt ihn in eine Kirche, die er abfackeln soll. Das gab es übrigens auch so ähnlich im ersten Teil, weil eigene Ideen sind hier ja Mangelware.

Bibelbob ist nicht begeistert vom Abgefackel und glaubt an eine höhere Macht, die für das Feuer verantwortlich ist. Der Sheriff hat eine andere Theorie, denn er findet die Hundemarken vom Brandstifter. Judy ist ebenfalls untröstlich, denn sie hat eine persönliche Beziehung mit Jesus. Sam fragt sie wie der so drauf ist. Judy beschreibt ihn als gebräunten, muskulösen Typen, der Blitze aus seinen Augen schießt. Klingt eher nach Zeus, aber was weiß ich schon darüber.

Jerry findet Pastor John super, weil er im Knast war. Jerry stellt fest, dass er einen eigenartigen Ausschlag am Arm hat. Dann passiert erst mal ewig gar nichts, bevor noch weniger passiert.

Aber dann zeigt ein Kino in dem Kaff den Film Twelve Monkeys, den ich jetzt auch viel lieber sehen würde. Nebenbei hat sich der bekloppte Feuerleger einen Hasenhelm gebastelt.

Sam trifft Corey und Randy – so der Name des Autoreparierers – und die beiden Freundinnen haben sich direkt am Arsch. Weil Corey so unfassbar nett ist wird sie auch von Randy aus der Karre geschmissen, der kurz darauf einen Unfall hat, bei dem Sam über den Haufen gefahren wird.

Corey ist traurig und besäuft sich. Anschließend erscheint ihr der vermisste Billy. Der verrät ihr, dass Sam tot ist – was für eine Erkenntnis – aber, dass sie sie finden kann. Allerdings bleibt ihr nicht viel Zeit.

Randy ist ebenfalls ziemlich kacke drauf und entschuldigt sich bei Corey, die beim Sheriff angegeben hat, dass er nüchtern war. Sie erzählt ihm von Billy, aber Randy glaubt nicht an Geister. Corey will Billy finden. Außerdem glaubt sie, dass es eine Verbindung zwischen dem Tod von Sam und dem Tod von Donnie Darko gibt.

Billy führt Corey zu einer alten Mine, was dazu führt, dass die Zeit rückwärts läuft, und Corey Sam vor dem Unfall bewahren kann, indem sie mit Randy fährt und selber gekillt wird. Fragt nicht, ich habe auch keine Ahnung.

Sam ist traurig. Die tote Sam besucht den bekloppten im Hasenkostüm. Die lebende Sam wacht mal wieder irgendwo auf der Straße auf und trifft auf Jerry. Der erzählt von Raumschiffen und anderem Käse. Unter anderem von dem Meteoriten, den er berührt hat, in dem ein Metall enthalten war, dass es auf der Erde nicht gibt, und das er nach sich selbst benennen will. Randy kommt vorbei, aber Sam will nix von ihm wissen, da er ihre Freundin auf dem Gewissen hat. Jerry knockt Randy aus, während Sam die weggekokelte Kirche besucht.

Pastor John zeigt Sam das Kino, in dem er oft rumlungert und sich vorstellt was Gottes Plan für ihn ist. Die beiden quatschen weiter über Gott und John gibt Sam ein What Would Jesus Do Armband. Als John sich an sie ranschmeißt, hat sie keinen Bock mehr und macht sich vom Acker. Judy kommt vorbei und ist absolut nicht begeistert.

Sam träumt mal wieder irgendwelchen Quatsch und wacht dann bei dem Hasentypen auf nem Hügel auf. Der hat Roberta Sparrows Buch aus dem Vorgängerfilm am Start und heißt scheinbar Justin. Der erzählt ihr von ihren Heimsuchungen, als sie tot war und setzt wieder seinen Hasenhelm auf.

Sam geht zur Mine und ruft nach Trudy. Wer zur Hölle ist Trudy? Ist auch egal, denn sie findet nur die Leiche von Billy. Dafür gibt es im Dorfcafé Applaus und nen Kaffee umsonst. Randy sagt, dass er nicht schuld ist. Sam weiß das und ist nicht mehr wütend. Das Gespräch wird unterbrochen, als Justin vorbei kommt, den alle für den Täter halten. Deshalb sitzt der wohl tagelang auf nem Hügel rum.

Nach der Verhaftung geht Sam zurück zum Motel, wo Jerry auf sie wartet. Der hat ihr ein Kleid gekauft und will mit ihr das Feuerwerk angucken. Währenddessen öffnet sich irgendwo im Weltall ein schwarzes Loch, durch das ein komischer, grüner Würfel fliegt. Fragt nicht, ich weiß es auch nicht.

Meteoriten fallen vom Himmel und schlagen überall ein. Jerry freut sich. Nebenbei gammelt er von dem Ausschlag langsam weg, was Sam echt ekelig findet. Jerry schubst Sam um, die auf den Hasenhelm fällt und verreckt. Zur gleichen Zeit sucht die tote Sam mal wieder Justin auf, der im Knast sitzt. Sie gibt ihm eine blaue Feder und lässt ihn aus seiner Zelle.

Randy sucht Sam und findet ihre Leiche. Justin kommt auch vorbei und setzt seinen Hasenhelm auf. Randy bringt Sams Leiche weg und die Zeit wird erneut zurückgespult. Fragt nicht, ihr wisst warum.

Am Anfang des ganzen Quarks sitzt Justin wieder auf der Windmühle und wird dieses Mal von dem Meteoriten erledigt. Dadurch leben wieder alle – außer Justin dem Hasenmann natürlich – und alles ist cool.

Sam fährt zurück nach Hause, während Corey im Meteoritenkaff bleibt. Der Sheriff findet die Hundemarken bei der Windmühle, der Motelbesitzer macht den groben Fehler den Meteoriten zu berühren, Judy betet, Pastor John pflückt Blumen, Billy gammelt in der verschlossenen Mine rum, Jerry ist immer noch ein Nerd, und alles ist normal, oder so.

Wer Donnie Darko nicht kennt, wird sich jetzt unweigerlich fragen: Hä?
Wer Donnie Darko kennt, wird sich jetzt unweigerlich fragen: Hä?
Alle Menschen auf diesem Planeten, außer vielleicht dem Drehbuchautoren dieser Hasenkacke in Filmform, werden sich jetzt unweigerlich fragen: Hä?
Fragt mich nicht, ich kann den Quatsch hier auch nicht erklären.
Das Schlimmste daran ist: Wir haben absolut nichts gelernt. Mal abgesehen davon natürlich, dass dieser Müll im Meer besser aufgehoben wäre.

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3 Antworten zu “Innovationslose Chronophysik

  1. bullion April 17, 2014 um 5:46 pm

    Ich weiß schon, warum ich um den Film immer einen Bogen gemacht habe. Typische DtV-Fortsetzung.

    Gefällt mir

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