Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Serienmordendes Kuchengebacke

Heute ist mein Geburtstag. Und deshalb mache ich es kurz und feier mich einfach mal selbst.

HAPPY BIRTHDAY TO ME – Ab in die Ewigkeit – Kanada – 1981 – 110 Min.

Starring: Eine Bewohnerin der kleinen Farm

Bernadette latscht durch die Gegend und fällt auf die Fresse, weil sie sich in der Hundeleine von Mrs. Patterson verheddert. Die hält dem Mädchen einen Vortrag darüber, warum man zu so später Stunde nicht mehr durch die dunklen Straßen läuft. Das stößt natürlich auf taube Ohren. Kurze Zeit später ist Bernadette dann tatsächlich taub … und tot. Denn nachdem ein Killer versucht, sie in ihrem Auto zu erwürgen, was selbst nach fünf Minuten nicht den gewünschten Erfolg bringt, wird ihr einfach die Kehle aufgeschlitzt.

In der Kneipe wird gesungen und gesoffen. Virginia gesellt sich zu ihren betrunkenen Freunden. Anschließend kommt auch noch Rattenralf vorbei. Eigentlich heißt er Alfred, was aber trotzdem nicht erklärt, warum er eine Ratte in der Tasche hat. Die Ratte namens George macht sich vom Acker und Alfred muss unter die Tische krabbeln, um das Vieh zu suchen. Einer der Gäste findet ihn in seinem Bierkrug, was zu Tumult und Schlägerei führt. Die Kids verpissen sich und starten direkt ein Rennen mit ihren Schrottkarren. Frank zerlegt seine Karre dann endgültig, als er über eine hochgefahrene Brücke springt. Virginia sieht sich dazu veranlasst, aus dem fahrenden Auto zu springen, weil … äh, sie den Sprung überlebt hat, oder so.

Virginia geht nach der ganzen Aufregung dann lieber nach Hause und nimmt die Abkürzung über den Friedhof, wo sie nebenbei auch noch eben ein paar Blumen schneidet. Schließlich hat sie, wie jeder normale Teenager, gerade zufällig eine Heckenschere dabei. Ein blonder Lockenkopf quatscht sie an, aber macht keinen sehr vertrauenswürdigen Eindruck, weshalb Virginia nen Abgang macht.

Zu Hause hat sie sich mit ihrem Vater am Arsch. Locke hat sie nach Hause verfolgt und voyeurt die Szene aus. Anschließend versteckt er sich in Virginias Zimmer, um dieser beim Entledigen ihrer Kleidung zuzugucken. Mehr passiert dann aber auch nicht an dieser Stelle.

In der Schule vermisst man Bernadette und, äh, weiter nix. Der Physiklehrer setzt Frösche und einen Schüler unter Strom, während Virginia eigenartige Visionen von einer zuckenden Tussi hat, die sich als sie selbst herausstellt. Das Ganze wird dann von ihrem Vater erklärt. Das war nämlich so: Dr. Wasweißich, hat irgendwelche komischen Experimente mit Virginia angestellt, was den Vater nicht im geringsten zu tangieren scheint, und heute konnte sich Virginia wieder daran erinnern. Toll.

Bei einem Cross-Motorrad-Rennen passiert absolut Nichts, was auch nur ansatzweise erwähnenswert wäre. Lockenlars hat das Rennen gewonnen und schmeißt sich an Virginia ran, die ihn völlig zum Kotzen findet.

Der Killer schleicht in nem dunklen Keller rum, wo Lockenleo an seinem Moped rumbastelt. Wie jeder weiß, sollte man dabei keinen Schal tragen. Den schwingt der Killer nämlich einfach in die Speichen und gibt Gas, was die Locken und die Visage seines Opfers ziemlich verwurstet.

Virginia und ihre namenlose Freundin brechen bei Alfred ein. Sind in dem Film alle Spanner, oder was? Wie sich das für einen Tierfreund wie Alfred gehört, hat er überall ausgestopfte Viecher stehen. Oh, und natürlich Bernadettes Kopf auf dem Schreibtisch. Die Weiber wollen abhauen, aber das Fenster ist verschlossen. Alfred kommt vorbei und erklärt, dass es neben dem Ausstopfen von Tieren noch ein weiteres Hobby hat: Wachsfiguren. Scheinbar vorzugsweise von geilen Ischen. Oder von toten Weibern. Oder was auch immer.

Bernadette wird immer noch vermisst. Lockenlennie mittlerweile auch. Ein dritter Vermisster steht schon in den Startlöchern, denn der Killer ist wieder unterwegs und erledigt Frank beim Gewichtheben mit dessen Langhantel, indem er ihm ein Gewicht auf die Eier schmeißt, der daraufhin die Hantel auf seinen Kopf fallen lässt.

Die Schule gewinnt irgendein Fußballspiel, was gefeiert wird, wie der Gewinn der Weltmeisterschaft. Virginia verzieht sich mit einem der Fußballhelden in die Kirche. Im Glockenturm macht der Typ den Quasimodo und zieht anschließend ein Messer.

Schnitt zum Pfarrer, der die Glocke läuten will. Allerdings reißt das Seil und Blut tropft auf den Boden. Virginia rennt im Krankenhaus rum und hat mal wieder ne Erinnerung. Dieses mal von einer Gehirnoperation, die an ihr durchgeführt wurde. Sie wacht im Büro von irgendeinem Typen auf und tickt völlig aus. Irgendwie habe ich an dieser Stelle völlig den Faden verloren. Wer ist der Typ? Wo ist der Fußballfritze? Und wessen Blut war in der Kirche?

Virginia erklärt, was in der Kirche abging, wird aber unterbrochen, weil draußen der Schal von Lockenlou ausgegraben wird. In der Bibliothek erschreckt Rudy – der Fußballtyp – Virginia und erklärt, dass er sich an dem Seil geschnitten hat. Neben dem Schal findet man draußen auch noch einen Totenkopf, der allerdings Eigentum des Schullabors ist.

Virginia lädt David, den Typen aus dem Büro zuvor, zu ihrem Geburtstag am Sonntag ein. Okay, Faden wiedergefunden.

Nachts turnt Virginia mal wieder auf dem Friedhof rum. Alfred folgt ihr unauffällig, weil auch er ein Stalker ist. Virginia kennt keine Gnade und sticht Alfred mal eben ab, weil der ihr eine Blume geben will

Discoparty am nächsten Abend. Bis auf Partnertausch nichts Spektakuläres zu berichten. Denn, neben Stalkern und Voyeuren, sind in dem Film scheinbar auch alle Swinger. Machen wohl keine halben Sachen.

Virginia haut jedenfalls mit Steve ab und die Beiden machen es sich zu Hause am Kamin gemütlich. Ein Grillspieß wird über dem Feuer gebraten. Steve darf mal abbeißen, aber Virginia ist nicht überzeugt von dem Biss und schiebt ihm den ganzen Spieß in den Hals, was das Ende für Steve bedeutet.

Virginia wird am nächsten Morgen von ihrer Freundin geweckt, die alle Details ihrer Liebesnacht wissen will. Virginia kann sich aber nicht mehr erinnern. Unter der Dusche hat Virginia mal wieder eine Erinnerung. Dieses mal eine Autofahrt mit ihrer Mutter, bei der diese den Wagen von einer Brücke im Fluss versenkte und ertrank. Ihre Freundin liegt anschließend mit aufgeschlitzter Kehle in der Badewanne. David kommt vorbei und zeigt ihr, dass die Wanne leer ist. Juhu, eine typische Halluzinationsstory. Aufregend.

David erklärt dann, dass Virginia so rumtickt, weil sie mit ihren Freunden über die Brücke gefahren ist, unter der damals ihre Mutter abgesoffen ist. Hä? Ganz große Psychologie an dieser Stelle.

Virginia und David erfahren, dass ihre Freundin vermisst wird. Virginia denkt, dass sie sie doch um die Ecke gebracht hat, aber David gräbt etwas in ihrer Erinnerung rum und es stellt sich heraus, dass ihre Mutter ziemlich angepisst war, als Virginias Freunde mal nicht auf ihrem Geburtstag waren, oder sowas in der Art. Äh, ja, mal sehen, wie das weiter geht.

So: Virginia erschlägt David. Ihr Vater kommt nach Hause, sieht überall Blut und rennt zum Friedhof, wo Virginias Freundin Amelia mit einem Geschenk im Regen steht. Wer kennt das nicht: Man läuft nachts panisch auf den Friedhof und trifft eine feuchte Blondine? Realismus wird hier groß geschrieben. Der Vater öffnet einen Sarg, weil der eben da rumsteht. Anschließend findet er Virginias toten Freunde, an einem Tisch sitzend, in einem Haus. Virginia schleppt einen Geburtstagskuchen ran und singt sich selbst ein Ständchen. Schließlich sind ihre Gäste dazu nicht mehr in der Lage.

Daddy kriegt nen Hut aufgesetzt und darf auch ein Stück Kuchen probieren. Nun ja, eigentlich fällt er einfach mit dem Gesicht in den Kucken, nachdem ihm die Kehle aufgeschlitzt wurde. Aber, und hier kommt der große Twist, nicht von Virginia, sondern von ihrer Zwillingsschwester! Aber, und hier kommt der nächste Hammertwist, Virginia hat gar keine Schwester, denn es handelt sich um ihre beste Freundin, Annie, die sich als Virginia verkleidet hat! Wo ist Scooby-Doo, wenn man ihn braucht?

Es folgt der kurze Showdown und die Freundin wird abgestochen. Der Dorfsheriff kommt zufällig reingelatscht und denkt Virginia hat alle um die Ecke gebracht. Und damit endet der Geburtstag.

Meine Fresse, was für ein Kackende war das denn? Immerhin haben wir gelernt, dass man nie eine Geburtstagsparty verpassen sollte. Na dann, herzlichen Glückwunsch … an mich.

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4 Antworten zu “Serienmordendes Kuchengebacke

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