Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

Die volle Wahrheit über Weihnachten

„Hee Haw and Merry Christmas!“ – It’s A Wonderful Life, 1946

Weihnachten. Das Fest der Liebe. Zumindest wird uns das immer wieder vorgelabert. Fest der Liebe. Fest der Freude. Wo die Familie zusammenkommt, um sich gegenseitig auf den Sack zu gehen. Aber warum feiern wir Weihnachten? Nun, finden wir es heraus.

SANTA’S SLAY – Blutige Weihnachten – USA – 2005 – 78 Min.

Starring: Ein stummer Bodyguard, eine Gestrandete und die Nanny

Das Essen ist serviert und die Familie sitzt am Tisch. Da wäre der Ehemann von irgendeiner Modeltussi, der wohl, trotz der Tatsache, dass seine Frau heiß ist, wie ein brennender Weihnachtsbaum, nicht unbedingt der Treuste ist. Außerdem der Bonze am Kopf des Tisches, der sich über die Kochkünste seiner Frau Virginia beklagt. Er hätte den Truthahn dieses mal nämlich gerne feucht. Seine Frau wäre das auch gerne, aber kam wohl länger nicht vor. Dialoge vom Feinsten hier. Der Familienköter darf selbstverständlich auch nicht fehlen und wird von einer der Töchter gefüttert, woraufhin der Millionär auch schon die Schnauze voll hat, und sich mit ner Flasche Champagner verpisst.

Der Untreue will dann langsam mal Geschenke auspacken und sucht seins zwischen Virginias Beinen. Das ruft wiederum den Mann zurück auf den Plan, der Gabelschwingend über den Tisch springen will. Um die Situation zu beruhigen sagt Deb das Tischgebet. Sie dankt Gott für das Essen, dass sie nicht arm sind, und vor allem keine Samoaner! Hm, vielleicht, weil Samoaner kein Weihnachten feiern? Man kann nur spekulieren.

Auftritt Santa Claus! Der kommt durch den Kamin, wie sich das gehört, auch wenn der Kamin dabei normalerweise heile bleiben sollte. Santa hat nen schlechten Tag und kickt erst mal den Köter in den Deckenventilator. Nach einer Judorolle über den Tisch, wird Bonzenbob aufgespießt. Eine der Töchter ereilt das selbe Schicksal. Santa besäuft sich etwas, dann fackelt er Virginia ab. Da das aber noch nicht reicht, wird sie in einer Schüssel Bowle ersäuft. Es werden noch ein paar Schädel eingeschlagen und Deb wird mit dem Weihnachtsstern vom Christbaum im Ninjastyle gekillt. Santa hat seinen Job hier erledigt und macht sich vom Acker.

Eine alte Oma kackt im Laden den Verkäufer an, weil er ein fauler Sack ist, wie sein Großvater. Zumindest muss man sich mit der Alten nicht lange beschäftigen, denn kaum ist sie aus dem Laden raus, kommt Santa auf seinem Schlitten, gezogen von einem Rentier, das aussieht wie ein Büffel, vorbei und rammt die Schreckschraube von der Straße.

Nicolas schmeißt sich an die blonde Mary ran, aber scheint eher chancenlos zu sein. Nicolas ist voll der Sicherheitsfreak, denn er hat geschätzt siebzehn Schlösser an der Haustür. Im Haus sucht er seinen Opa, der mit Glühbirnen durch das dunkle Haus schleicht und die ganze Kiste verkanntet. Opa ist natürlich Erfinder, wie das in solchen Streifen üblich ist. Und, ebenfalls völlig üblich, erfindet nur Müll, der nicht funktioniert.

Auf der Straße macht ein Typ den Fehler, Santa zu überfallen. Er macht’s nicht lange, denn eine Zuckerstange im Auge ist eher ungesund.

Der Erfinderopa ist nicht nur Erfinder, sondern scheinbar auch geschichtlich gebildet. Er erzählt seinem Enkel dann, was dieses Jahr an Weihnachten so abgeht. Es ist nämlich so: Santa Claus ist der Sohn von Satan. Macht ja auch Sinn: Verschiebt man nämlcih bei Santa einfach die letzten drei Buchstaben, hat man: SATAN! Leider erfährt man noch nicht mehr, denn Mary klingelt an der Tür.

Wie sich das für einen richtigen Weihnachtsmann gehört, sucht Santa erst mal den örtlichen Stripclub auf. Der Türsteher wird mit einem Adventskranz erwürgt, ein Besucher wird Opfer einer Lichterkette. Dann fällt Santa aber auf, dass die beste Waffe in dem Schuppen natürlich eine Poledancingstange ist, mit der er dann noch zwei weitere Gäste massakriert. Wo diese die Spitzhacken her hatten, mit denen sie angreifen, bleibt unbeantwortet. Wer geht bitte mit ner Spitzhacke in ein Striplokal? Egal, der Laden geht dann eh in Flammen auf und die Striperinnen ergreifen die Flucht.

Nicolas verhält sich gegenüber Mary wie ein Volltrottel, deshalb geht die lieber nach Hause. Nic hat dann aber wenigstens Zeit, sich wieder der Geschichte von Santa zu widmen. Das war nämlich so: Ein alter Sack forderte Santa vor tausend Jahren zu einer Runde Curling heraus. Ja, CURLING! Dieses komische Spiel mit den Wischmobs. Santa verlor das Spiel und wurde dazu verdammt, für tausend Jahre ein ganz dufter Typ zu sein und den Blagen Geschenke zu bringen, und all der Kram. Aber jetzt sind diese tausend Jahre rum und Santa will Rache. Wahnsinnsstory! Nicolas glaubt natürlich kein Wort davon.

Santa spielt Briefkastenbaseball wie die Jugendgang aus Stand By Me. Der Unterschied ist nur, dass er Engelsstatuen mit einer Schaufel die Köpfe abschlägt. Kurze Zeit später, spießt er den Chef von Nic und Mary mit nem Kerzenständer auf. Nic hört davon im Radio und eilt zum Laden. Die Bullen nehmen ihn und ein paar Rabbis als Zeugen mit. Auf der Wache erzählt er die Geschichte von Satans Sohn. Wie man sich denken kann, stößt er nicht gerade auf Verständnis. Santa kommt dann persönlich vorbei und leistet Überzeugungsarbeit, indem er alle Cops niedermetzelt.

Santa verfolgt Mary und Nic. Mary hat glücklicherweise eine Schrotflinte im Auto und Nic kann Santa wegballern. Der lässt sich aber nicht so leicht um die Ecke bringen und ruft seinen Büffelschlitten. Nachdem er eine Gruppe von Sternensingern mit einer Schaufel zum Schweigen gebracht hat, will er Mary, Nic und Opa an den Kragen. Letzterer hat vorgesorgt, und einen Geheimgang in seinem Keller gebaut, der zu Schneemobilen führt.

Der Opa wird vom Büffel geplättet, dann kann die große Verfolgungsjagd starten. Santa bleibt nicht ganz fair, denn erstens fliegt er, und zweitens wirft er mit explodierenden Weihnachtsgeschenken um sich. Nic und Mary können aber erst mal entkommen, denn Santa legt einen Zwischenstop ein, um den Weihnachtsmarkt zu verwüsten.

Nic und Mary erreichen das Gebäude ihrer Wahl, welches auch immer das sein mag. Sieht wie ne Schule aus. Warum da aber ein 42 Meter hoher Schornstein ist, durch den Santa rutschen kann, bleibt ein Rätsel. Santa verfolgt die Beiden durch die Schule, oder Fabrik, oder Bücherei, oder was auch immer, schießt mit Feuerbällen und wirft Rauchgranaten.

Dann ist es Zeit für den großen Showdown, denn das frischverliebte Paar erreicht ein Eishockeyfeld. Ernsthaft, was zur Hölle ist das für ein Gebäude? Da gibt es wirklich alles! Kurz bevor Santa die Beiden erledigen kann, taucht Opa in Form eines Engels auf. Es gibt eine weitere Herausforderung zum Curling, aber dieses mal muss Santa für immer gut bleiben, wenn er verkackt. Großvater beginnt und legt gut vor, aber Santa bescheißt, und wirft Opa einfach in ein Höllenloch. Nic hat aber noch eine Geheimwaffe dabei und erschießt Santa mit einem NUSSKNACKER! Das hier wird einfach sekündlich genialer.

Opa hat sich natürlich am Rand des Lochs festgehalten und kann gerettet werden. Die Nussknackerattacke, hat leider nicht gereicht, um Santa zurück zu Misses Santa zu schicken. Um ihn endgültig zu erledigen, suchen Nic und Mary Hilfe beim Schießverein. Santa kommt angeflogen und wird mit einer Bazooka vom Himmel geholt, weil man sowas als echtes Mitglied des Schießvereins immer dabei hat.

Nach dem unausweichlichen Kuss zwischen Mary und Nicolas, checkt Santa am Flughafen ein, um zum Nordpol zu fliegen, oder so. Bedeutet das jetzt, dass der nächstes Jahr wiederkommt? Na dann, frohe Weihnachten! Feiert, aber vergesst nicht, was der wahre Sinn hinter Weihnachten ist. Schließlich haben wir diesen gerade gelernt.

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7 Antworten zu “Die volle Wahrheit über Weihnachten

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  2. koppvonfraup Dezember 21, 2014 um 11:28 am

    …wer bitte denkt sich SOWAS aus – und warum zur Hölle (und dem satanischen Santa) habe ich das noch NIE gesehen?!?

    Gefällt mir

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